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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Druckgraphik des 15.-19. Jahrhunderts » zur Kunstabteilung
Druckgraphik des 15.-19. Jahrhunderts Auktion 111, Mi., 30. Mai, 10.00 Uhr


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Dürer, Albrecht
Das kleine Glück

Los 5074

[^] Das kleine Glück. Kupferstich. 11,9 x 6,6 cm. Um 1497. B. 78, Meder 71 a-b (von d).

Prachtvoller, scharfer und prägnanter Abzug wie bei Meder beschrieben mit schönem Grat. Umlaufend auf die Plattenkante geschnitten, diese partiell sichtbar. Geringfügig angestaubt, kleiner Randeinriss oberhalb der Distel mit winziger hinterlegter Fehlstelle, vereinzelt dünne Stellen, diese teils sorgsam und unauffällig angefasert, auf dünnes Papier aufgezogen, im Gesamteindruck herrliches, wirkungsvolles Exemplar.

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.850)


Zuschlag
€ 6.000 (US$ 7.080)


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Dürer, Albrecht
Nemesis

Los 5075

[^] Das große Glück, oder: Die Nemesis. Kupferstich. 32,1 x 22,7 cm. mUm 1501/02. B. 77, Meder 72 II (mit dem Glitsch) f. Wz. Schrobenhauser Wappen (Meder 195).

Die Landschaft zeigt die Ansicht von Klausen in Tirol. Ausgezeichneter, gleichmäßiger Druck mit der vollen Darstellung. Etwas angestaubt, sowie geringfügig fleckig, nur geringe Randläsuren, oben links sowie unten mittig je ein kleiner Randeinriss, nur schwach beriebene Stellen, weitere Alters- und Gebrauchsspuren, insgesamt noch gut. Aus der Sammlung Charles Cousin (Lugt 512).

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.850)


Zuschlag
€ 10.000 (US$ 11.800)


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Dürer, Albrecht
Die Sonne der Gerechtigkeit

Los 5076

[^] Die Sonne der Gerechtigkeit. Kupferstich. 10,7 x 7,6. (1500). B. 79, Meder 73a (von d).

Ganz ausgezeichneter klarer und scharfzeichnender Druck mit Grat in den Gewandfalten, auf die Plattenkante geschnitten. Fachmännisch ausgebesserte dünne Stellen rechts oben und links im äußersten Rand, minimal fleckig, ganz winziger Randeinriss rechts oben, sonst sehr gut erhalten. Mit der Sammlerparaphe einer unbekannten Sammlung "N... 1819".

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.850)


Zuschlag
€ 11.000 (US$ 12.980)


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Dürer, Albrecht
Ritter, Tod und Teufel

Los 5077

Ritter, Tod und Teufel. Kupferstich. 24,5 x 19 cm. 1513. B. 98, Meder 74 f (von g). Wz. Kleines Stadtwappen (Meder 271).

Der Ritter zu Pferd, begleitet von seinem Hund, reitet durch eine unwirtliche Landschaft aus wurzelbewachsenen schroffen Felsen, blattlosen Bäumen und Sträuchern. Nur die Stadt auf einem Berg in der Ferne verweist auf die menschliche Zivilisation. Durch den Helm daran gehindert, entziehen sich dem Blick des Reiters die monströsen, furchteinflößenden Gestalten die am Wegrand lauern: Es sind der Tod und der Teufel. Der Tod „weist dem Mann ein Stundenglas, geläufiges Symbol der ablaufenden menschlichen Lebenszeit. Doch befindet sich im oberen Teil noch genügend von dem langsam nach unten rinnenden Sand, so dass die Todesdrohung nicht von aktueller Schrecklichkeit ist. Als Mann des Krieges muss dem Reiter der Tod ein ständiger vertrauter Begleiter gewesen sein. […] Das Mischwesen am rechten Rand verkörpert den Teufel. Mit seiner Tierschnauze und dem nach vorn gebogenen, großen Stirnhorn gleicht er dem Teufel auf Dürers Holzschnitt „Christus in der Vorhölle“ (B. 14) von 1510. […] Bewusst lässt Dürer den Betrachter des Blattes im Unklaren, ob der Reiter Tod und Teufel nicht nur im Geiste schaut“ (Schoch/ Mende: Albrecht Dürer. Das druckgraphische Werk, Bd. 1, München 2001, S. 170). Der Kupferstich "Ritter, Tod und Teufel" oder "Reuther", wie Dürer selbst ihn in seinem Tagebucheintrag vom 24. November 1520 nannte, ist der erste der drei sogenannten "Meisterstiche", deren inhaltliche Deutung bis heute Rätsel aufgibt und kontrovers diskutiert wird (vgl. Schoch/ Mende: Albrecht Dürer. Das druckgraphische Werk, Bd. 1, München 2001, S. 166ff). Dieser Stich zählt sowohl technisch als auch inhaltlich sicherlich zu den bemerkenswertesten Arbeiten Dürers. - Ausgezeichneter Druck mit der Plattenkante, mit der Schramme durch das linke Hinterbein. Unauffällige geglättete Mittefalte, schwache Quetschfalte vom Druck am linken Rand, winziges Rostfleckchen, sonst in vorzüglicher Erhaltung.

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.440)


Zuschlag
€ 16.000 (US$ 18.880)


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Dürer, Albrecht
Melencolia I

Los 5078

[^] Die Melancholie (Melencolia I). Kupferstich. 23,9 x 18,8 cm. 1514. B. 74, Meder 75 II, vor dem Ritz auf der Kugel b (von f). Wz. Kleines Krüglein (Meder 158, um 1525).

Albrecht Dürers Kupferstich „Melencolia I“, dessen inhaltliche Deutung seit jeher Rätsel aufgibt, gilt als das am meisten besprochene und kommentierte Werk der Kunstgeschichte. Peter-Klaus Schuster nannte es das „Bild der Bilder“.
Rechts auf einer Steinbank sitzt die weibliche, bildbestimmende Figur. Sie trägt einen Blätterkranz auf dem Haupt und hat Engelsflügel. Den Ellenbogen auf ihr Bein gestützt, legt sie den Kopf nachdenklich in die linke Hand - ein seit dem Altertum geprägter Topos für Schwermut und Trauer. Umgeben wird das geflügelte Wesen von symbolträchtigen Gerätschaften und Utensilien: Hobel und Stichsäge, Lineal und Richtscheit, Nägel und Hammer, Tintenfass und Schmelztiegel, Waage und eine magische Tafel sowie der Stein-Polyeder. Der am Boden kauernde Jagdhund und der Putto auf dem Mühlstein teilen offenkundig die schwermütige Stimmung. Rechts, hinter dem Putto und der weiblichen Gestalt, ragt ein turmartiges, fensterloses Gebäude empor, das die Sicht auf die phantastische Meereslandschaft versperrt, die links zu sehen ist. Am Nachthimmel ein heller Komet und ein Regenbogen. Ein fledermausähnliches Wesen mit aufgerissenem Maul im oberen linken Rand verweist mit dem Titulus „Melencolia I“ auf den Sinngehalt des Kupferstichs. Einhellig geht man davon aus, dass es sich um eine allegorische Darstellung einer der vier menschlichen Temperamente handelt, dem Schema folgend, das in der Antike entwickelt wurde (vgl. Schoch/Mende/Scherbaum: Albrecht Dürer, Das druckgraphische Werk, München 2002, Bd. I, S. 180). Aus der antiken Vier-Säftelehre, nach deren Verständnis das Mischverhältnis der vier Körpersäfte Blut (sanguis), Schleim (phlegma), gelbe Galle (chole) und schwarze Galle (melaina) die Befindlichkeit eines jeden Menschen bestimmt, entwickelte sich die Idee der vier menschlichen Grundtypen mit stereotypen Charaktereigenschaften: Sanguiniker, Phlegmatiker, Choleriker und Melancholiker. Auch zu Dürers Zeit war die Vorstellung dieser vier Grundtypen verbreitet; wurde der Sanguiniker gemeinhin als heiter erachtet, so wurde der Melancholiker als dessen negatives Gegenbild definiert.
Angestoßen durch eine Passage in Aristoteles „Problemata“, die durch neoplatonische Philosophen zunächst in Italien Verbreitung fand, besteht Dürers epochale Leistung vor allem darin, für die europäische Bildtradition dieses mittelalterliche Schema der Komplexionen durch eine neue Sicht auf das melancholische Temperament abgelöst zu haben. Das melancholische Temperament wurde in der Folge mit intellektueller Kreativität in Verbindung gebracht, Melancholie und Genialität bedingten sich nun wechselseitig. Dürers geflügelte Gestalt wird somit zu einer Allegorie der künstlerischen Melancholie. Nicht zu Unrecht sehen einige Forscher deshalb in dem Kupferstich ein „verstecktes Selbstbildnis“ des Künstlers, denn Dürer waren die Leiden des Melancholikers wohl nicht fremd: grundlose Traurigkeit und Weltfurcht - um nur eine der vielen Deutungen aufzugreifen (vgl. op. cit. S. 183). Der Kupferstich ist der letzte der drei sogenannten "Meisterstiche", die Dürer in den Jahren 1513 und 1514 entwarf und die innerhalb des druckgraphischen Œuvres als unübertroffene Höhepunkte gelten. -
Das bedeutende Blatt Dürers in einem zweiten Zustand mit der Richtigstellung der Ziffer 9 auf der magischen Tafel, vor den Kratzern über den Nägeln. Mit dem für den frühen b-Zustand bei Meder beschriebenen Wasserzeichen "Krüglein", das in der Regel, wie auch bei unserem Exemplar, am äußersten Rand situiert ist und hier nur unwesentlich angeschnitten ist. Prachtvoller, äußerst harmonischer und samtener, wohl noch zu Lebzeiten Albrecht Dürer genommener Abzug, der in den dunklen Hintergrund- und Schattenpartien herrlich prägnant und kräftig mit feinem Grat druckt. Mit den Spuren eines Rändchens um die Einfassung, links in zwei Stellen partiell an die Darstellung geschnitten. Unmerkliche Randläsuren, etwa in der unteren rechten Ecke, links im Rand sowie ein kurzer hinterlegter Randeinriss oben, winzige Ausbesserung mit feiner Federretusche in der unteren linken Eckenspitze, winzige Montierungsrückstände oben verso, sonst in unübertrefflich schöner und vollkommener Erhaltung.
Der Kupferstich war 2008 in der Ausstellung "William Kentridge: Seeing Double" in der Marian Goodman Gallery in New York zu sehen.

Schätzpreis
€ 120.000   (US$ 141.600)


Zuschlag
€ 160.000 (US$ 188.800)


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Dürer, Albrecht
Der Spaziergang

Los 5079

[^] Der Spaziergang. Kupferstich. 19,6 x 12,2 cm. Um 1496/97. B. 94, Meder 83 I e (von i).

Vor den beiden langen Vertikalen in der dreieckigen Gewandfalte des Mädchens. Ganz ausgezeichneter, gegensatzreicher und klarer Druck mit Spuren eines Plattentons zu den Rändern hin, auf die Facette geschnitten, die partiell sichtbar. Dünne Stellen, rechts ein sehr sorgfältig und unauffällig geschlossener Randeinriss, weitere geringe und kaum wahrnehmbare Ausbesserungen in den dünnen Stellen und zum Rand hin, sonst in der Gesamtwirkung vorzügliches Exemplar.

Schätzpreis
€ 7.500   (US$ 8.850)


Zuschlag
€ 6.500 (US$ 7.670)


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Dürer, Albrecht - nach
Die Passion Christi

Los 5081

nach. Die Passion Christi. 11 Radierungen, sämtlich einzeln montiert in einem Leder-Album des 19. Jh. (etwas berieben und beschabt, Gebrauchsspuren, die Fadenheftung etwas lose). Je ca. 8 x 6,5 cm.

Die elf Darstellungen folgen Motiven aus Albrecht Dürers "Kleiner Holzschnittpassion". Es gibt zwei Folgen von Marcantonio Raimondi sowie von Martin Rota, die die Motive der Passion in kleinen Bildern wiedergeben. Möglicherweise stehen unsere elf Blatt mit einer dieser Folgen in Zusammenhang. - Ausgezeichnete Drucke auf bzw. knapp innerhalb der Plattenkante geschnitten. Nur geringfügig fleckig, jeweils entlang des linken Randes auf die Albumseite montiert, sonst tadellos. Sämtlich aus der Sammlung Agostino Caironi, Mailand (Lugt 426, möglicherweise mit dessen handschriftlchen Annotation in italienischer Sprache auf dem Vorsatzpapier).

Schätzpreis
€ 800   (US$ 944)


Zuschlag
€ 1.400 (US$ 1.652)


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Fantuzzi, Antonio
Der Großmut des Scipio

Los 5084

Der Großmut des Scipio. Radierung nach Giulio Romano. 39,8 x 49,3 cm. B. XV (Meister IHS), 513, 3, Herbet 58, Zerner A.F. 1 III.

Antonio Fantuzzi war der erste und produktivste Radierer der Schule von Fontainebleau und zwischen 1542 und 1548 einer der wichtigsten Assistenten Primaticcios bei der Ausschmückung des Schlosses. Nicht nur aus diesem Grunde nimmt Zerner an, dass die meisten seiner Radierungen in Fontainebleau selbst angefertigt worden sind, und dass eigens zu diesem Zweck eine Graphikwerkstatt errichtet wurde, in der außer Fantuzzi auch andere Künstler bis 1547 oder 48 systematisch und in großem Umfang arbeiteten. Von Fantuzzis Malerei ist nichts erhalten geblieben, es gibt jedoch mehr als hundert autographe Radierungen, die zwischen 1542 und 1545 entstanden sind. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, hat Fantuzzi nur die reine Radiertechnik angewandt. Er arbeitete in einer sehr individuellen, freien Radiertechnik, welche die Vorlagen anderer Meister - darunter auch Giulio Romano eigenständig interpretierte. Das vorliegende großformatige Blatt ist ein charakteristisches Beispiel der frühen, von Giulio Romano geprägten Stilphase. - Ganz ausgezeichneter, lebendiger Druck des dritten, letzten Zustands, in dem das Monogramm Fantuzzis und die Jahreszahl getilgt, jedoch das Monogramm des Meisters des Christusmonogramms (Nagler, Die Monogrammisten, III, 2602, 10) hinzugefügt wurde, ebenso wie der von Fantuzzi radierte Hund im Vordergrund. Überwiegend an bzw. auf die Plattenkante geschnitten, links minimal knapp an die Darstellung geschnitten. Verso geglättete und teils sorgsam ausgebesserte Mittelfalte, vornehmlich im oberen Rand unauffällig geschlossene Randeinrisse und Läsuren, davon ein größerer rechts des römischen Hoheitszeichens, rechts unten kleine ergänzte Fehlstelle, dort mit zarter Federretusche, weitere geringe Alters- und Gebrauchsspuren, der Gesamteindruck gleichwohl sehr schön. Selten.

Errata: Die ergänzte Stelle befindet sich links unten.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.310)


Zuschlag
€ 10.000 (US$ 11.800)


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Floris, Frans - nach
Die sieben freien Künste, sitzend

Los 5085

nach. Die sieben freien Künste, sitzend. 7 Kupferstiche von Cornelis Cort. Je ca. 22,4 x 27,8 cm. (1565). Hollstein (Cort) 224-230, Sellink (New Hollstein, Cort) 197-203, Wouk (New Hollstein, Floris) 130 II (von III), 131-132 II (von IV), 133 I (von II), 134 II (von IV), 135 I (von II), 136 II (von III). Wz. Löwe (?).

Die vollständige Folge in der von Theodor Galle besorgten Auflage. Sämtlich ausgezeichnete, gleichmäßige Drucke mit leichtem Plattenton auf dem vollen Bogen. Zu den Rändern lediglich geringfügig gebräunt sowie vereinzelt fleckig, unbedeutende Alters- und Gebrauchsspuren, Geometria mit kleinem Loch unten, Musica mit winzigem Brandlöchlein im weißen Rand rechts, teils noch in der alten Bindung links verbunden, sonst original und sehr schön erhalten.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 885)


Zuschlag
€ 2.400 (US$ 2.832)


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Galestruzzi, Giovanni Battista
Bacchanal

Los 5086

Bacchanal. Radierung. 14,6 x 20,5 cm. B. XXI, S. 85, 15. Wz. Anker im Kreis.

Ganz ausgezeichneter, klarer Druck meist auf die Plattenkante geschnitten, zu den Seiten mit sehr feinem Rändchen um dieselbe. Lediglich schwache Gebrauchsspuren sowie minimal fleckig, links unten geglättete Diagonalfalte, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar. Beigegeben von den Gebrüdern Doetecum nach Cornelis Floris ein Kupferstich "Grabmonument" (New Hollstein 44).

Schätzpreis
€ 600   (US$ 708)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 472)



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