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Los 2163 Winckel, Therese aus dem
Brief 1806 an Elise Bürger
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"meine lieben Dresdner"
- Winckel, Therese aus dem, sächsische Malerin, Harfenistin und Schriftstellerin, verkehrte mit den Weimarer Klassikern, lebte zeitweilig in Paris, ab 1809 in Dresden (1779-1867). Eigh. Brief (Schluß fehlt). 4 S., sehr eng beschrieben. 8vo. Paris 19.VII.1806.

Umfangreicher Brief an die ihr offenbar eng befreundete Schauspielerin und Schriftstellerin Elise Bürger, Gottfried August Bürgers "Schwabenmädchen" und Gemahlin in seiner letzten, verunglückten Ehe. Weitschweifig über die deutschen Journale und ihre Redakteure, über die Aufforderung Böttigers an sie, nach Fernows Vorbild ausführliche Kunstberichte zu schreiben, über Pariser Verhältnisse u. a. Erwähnt außer Carl August Böttiger Karl G. Th. Winkler, Siegfried August Mahlmann, August von Kotzebue, Johann Friedrich Reichardt, Conradin Kreutzer und Angelica Catalani. Zitat: "... Der Vorfall mit den Journalen ist wirklich recht sonderbar, ich stimme Ihrer Meinung ganz bei, und billige ganz was Sie thaten, doch ist meine Lage dabei ziemlich kritisch. Nur die Betäubung des letzten Losreißens von meiner Heimath macht es mir begreiflich wie ich vergessen konnte Ihnen zu schreiben, daß 8 Tage vor meiner Abreise die Redacteurs der Abendzeitung zu mir kamen, und mich mit unredlicher Artigkeit dringend baten, ihnen zu versprechen oft von hier aus an sie zu schreiben; sie offerirten mir zugleich als Honorar für den Bogen 4 Ducten. Da das Blatt seit dem Januar wo es in ihre Hände kam, an Werth beträchtlich stieg, und vorzüglich keine bestimmten Feinde hat, so willigte ich endlich ein. Vor ungefähr 5 Wochen schickte ich ihnen 2 große eng beschriebene Briefbogen mit lauter einzelnen Aufsätzen die sie nach Willkühr benützen könnten, bat aber, sie möchten mir schreiben, ob sie mit der Einkleidung die ich wählte zufrieden wären ... Constance schreibt mir daß sie alle meine Aufsätze darinn gefunden habe, in der wünschenswerthesten Anordnung; dennoch erhielt ich keine Antwort ...". - Über die Pariser schreibt Therese u. a.: "... Klätscherei und Wiedersagen ist hier so arg wie in der kleinsten Stadt! ... seit Kotzebue und Reichardt hier waren, haben sie eine gränzenlose Furcht für alle reisenden Deutschen, denen sie die Fähigkeit die Feder zu führen zutrauen. Sie sagen, nicht mit Unrecht: 'unsere zuvorkommende artige Aufnahme vergelten die Undankbaren dadurch, daß sie jede Anecdote, jede Begebenheit gleich drucken lassen, und um die gutbezahlten Bogen zu füllen, sich jede Spötterei erlauben' ... Da meine lieben Dresdner nun wieder ordentlich schreiben, so bitte ich Sie doch, beste Elise, Ihre Briefe durch das Gesandtschaftspaquet zu schicken; es kommt uns beiden sonst gar zu hoch ...". Bittet dringend, stets ihre Anonymität zu wahren.- Interessanter Brief zwischen zwei ungewöhnlichen und selbstständigen Frauen. - Leider fehlt der Schluß; die letzte Seite etwas fleckig.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Nachverkaufspreis
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€ 140

(US$ 163)
(GBP 124)
(CHF 162)


Los 2163 Winckel, Therese aus dem
Brief 1806 an Elise Bürger
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