Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Lose im Nachverkauf

Katalog Autographen » zur Buchabteilung
Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 2101 - 2569)

» Kataloge bestellen

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)
Alle Kapitel Autographen Literatur / Autographs Literature / Autografi letteratura
bis
Autographen Musik, Theater und Film / Autographs Music, Theatre and Film
» Kapitelwahl

... 4 5 6 7 8 9 10 11 12 ... 15   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Stolberg, Friedrich Leopold Graf zu
Brief 1814

Los 2288

[*] - Eigh. Brief m. U. "F. L. Comte de Stolberg" sowie Adresse und papiergedecktem Siegel. In franz. Sprache. 3 S. Gr. 4to. Hannover 19.X.1814.

An Jean André Deluc in Windsor, wo dieser auch am 7. November 1817 starb. Deluc notierte unter der Anrede: "Repondre le 28, a envoyé ma lettre à Mad. Zimmermann." Damit war wohl die Witwe des 1795 in Hannover verstorbenen kgl. großbritannischen Leibarztes Johann Georg Zimmermann gemeint. Stolberg blickt zurück auf mehrere Ortsveränderungen und schreibt: "... J'ai quitté Munster, et depuis quelques ans je me suis établi à une campagne de la comté de Ravensberg, ou je file des jours tranquilles et heureux avec ma femme et mes enfans, jouissant d'un bonheur ...". Es folgen ausführliche religiöse Erörterungen, die er mit den Worten abschließt: "Dieu a fait des miracles évidens, il a surement de grandes vues. Il a visité les peuples de l'Europe dans ses miséricordes. Il a été avec nous dans les combats, il a opéré un changement sensible dans les coeurs. On le cherche, on le trouvera ...". Stolberg erwähnt gemeinsame Bekannte in Hannover: die oben genannte Luise M. von Zimmermann, den Arzt Heinrich Matthias Marcard und den Philosophen Georg Heinrich Feder. Am Schluß seines Briefes gibt er dem "très chèr et très respectable ami" seine Adresse an: "à Tatenhausen près Bielefeld en Westphalie". - Etwas gebräunt; am Kopf des Briefes Eintragungen in roter und blauer Tinte; Siegelausschnitt. - Nicht in den Briefverzeichnissen von Behrens und Hempel.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.925)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.340)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Thelen, Albert Vigoleis
Brief auf einer gedruckten Dankeskarte

Los 2290

Thelen, Albert Vigoleis, Schriftsteller und Übersetzer (1903-1989). Eigh. Brief m. U. "Th." und "Vigoleis +". Auf beiden Seiten einer gedruckten Karte (Doppelblatt) mit Danksagung für Glückwünsche zu seinem 85. Geburtstag. 1 S. 4to. (Viersen-Dülken) 9.XI.1988.

An einen Gratulanten in den Niederlanden. In dem gedruckten Gedicht "Altersweise" fügt Thelen bei den Zeilen "Solche Höhen zu erklimmen / ist mein Tag nicht hell genug" das Wort "mehr?" zwischen "nicht" und "hell" ein. Auf der Rückseite schreibt er: "Vielleicht bald mehr, ich komme mit der Lektüre (Post, Texte) kaum noch nach, het gaat mij heel slecht. Geduld. Salve Th. +".

Schätzpreis
€ 120   (US$ 140)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 93)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Thiess, Frank
Brief 1942

Los 2291

Thiess, Frank, Schriftsteller, Essayist und Publizist (1890-1977). Eigh. Brief m. U. "Frank Thiess". 2 S. 4to. Berlin-Charlottenburg 24.IV.1942.

An Herrn Rackow in Dresden, dessen "liebenswürdige und kluge Randbemerkungen" ihn erfreut haben. "... Ich habe mir notiert, dass Sie, sobald 'Tsushima' erscheint, ein Exemplar erhalten sollen. Was die 'Neapolitanische Legende' angeht (den ersten Roman der zwei Bücher über Caruso), so wäre es besser, wenn Sie sich bei Ihrem Buchhändler dafür vormerken lassen wollten ... Sehr interessant, was Sie über 'Das Reich der Dämonen' schrieben. Inzwischen fand ich zufällig in der DAZ ein Inserat, das ein Exemplar noch aufzutreiben sucht ...". - Der sehr erfolgreiche Roman "Tsushima" war bereits 1936 bei Zsolnay in Wien erschienen, dort 1941 auch das Buch "Das Reich der Dämonen", das bald verboten wurde. Der zweiteilige Caruso-Roman erschien 1942-1946 unter dem Titel "Caruso. Roman einer Stimme". - Dabei: ein eigh. Brief von Bruno Brehm (1892-1964) an den Schriftsteller-Kollegen Heinrich Zerkaulen (1892-1954) aus Wien (18.III.1943).

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 163)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Tiedge, Christoph August
Brief 1803

Los 2294

[*] - Eigh. Brief m. U. "Ihren Freund Tiedge". 4 S. Doppelblatt. 8vo. Franzensbrunn bei Eger 14.VI.1803.

An eine Dame: "... Bis jetzt habe ich weder in mir noch außer mir so viel Ruhe auffinden können, als ich brauchte, um Ihnen sagen zu können, in welchem Winkel der Erde mein Herz sich Ihrer mit derjenigen Freundschaft erinnert, die in ihrem kleinen Rosentempel so oft die Feier meines Geistes war. Die schönsten Gegenden, die ich durchwandert bin blieben leider! für mich ein zugeschlagenes Buch. Ein ewiger grauer Vorhang von Regenwolken, versperrte mir das Teplitzer und Karlsbader Paradies. Jetzt bin ich in Eger, welches, außer der heilenden Hygea, keine Gottheit mit ihrem Segen begütern mogte. Alle Grazien, die sonst im Gefolge der schönen Natur zu seyn pflegen, scheinen die Fläche um Eger verlassen zu haben. In Eger selbst, wo es noch trauriger ist, wohne ich nicht, sondern eine halbe Stunde davon entfernt, wo die Heilquelle entspringt ... Kaum würde ich es hier acht Tage aushalten, wenn nicht der Gebrauch des Brunnens mir so sichtbar wohlthäte ... Die Gesellschaft der Badegäste, worunter sich die Herzogin von Parma [Maria Amalia, Erzherzogin von Österreich und Herzogin von Parma; 1746-1804] befindet, ist nur klein ... Die Herzogin war kaum wenige Tage hier, so wurde sie krank; und man fürchtet, daß diese Krankheit eine Folge des ihr beigebrachten Giftes sey. Sie erzählte die Geschichte dieser Vergiftung selbst mit vieler Gemüthsruhe ... Sechs Wochen bleibe ich noch hier; und in dieser Zeit hoffe ich doch, daß ein Brief von Berlin Muße genug hat, mich zu erreichen. Schreiben Sie mir Ihr ganzes Thun und lassen jetzt, Nichts, warlich nichts ... mehr aus ...". - Tiedge, der gefeierte Dichter der "Urania" (1801), hatte 1803 in Berlin seine Bekanntschaft mit der Schriftstellerin Elisa von der Recke erneuert. "Aus diesem Wiedersehen gestaltete sich eine unzertrennliche Freundschaft für das ganze Leben, an deren Reinheit wol nur müßige Schwätzer zu zweifeln unternahmen. Zunächst besuchte Tiedge im Frühjahr 1803 mit der stets leidenden Frau die Bäder von Teplitz, Karlsbad und Franzensbrunnen, kehrte dann, nachdem er noch eine Donaufahrt bis Wien unternommen hatte, allein nach Berlin zurück" (ADB XXXVIII, 283) - Gebräunt.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 468)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 292)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Uhland, Ludwig
Buchbestellung

Los 2296

Uhland, Ludwig, Schriftsteller, Germanist und Politiker (1787-1862). Eigh. Buchbestellung mit Unterschrift "U." 2 Zeilen. Quer-8vo. (Tübingen ca. 1836).

"Mörikes u. Zimmermanns Jahrbuch schwäb: Dichter erbittet sich zur Einsicht U.“ - Das auf der Original-Broschur 1835 datierte „Jahrbuch schwäbischer Dichter“ erschien mit dem Druckjahr 1836 auf dem Titel in Stuttgart bei Balz und enthält den Erstdruck von Mörikes Märchen „Der Schatz“. - Schräg durchgestrichen als Zeichen der Erledigung.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Unruh, Fritz von
Albumblatt 1923

Los 2297

Unruh, Fritz von, pazifistischer Schriftsteller, vor allem Dramatiker, Träger zahlreicher Literaturpreise, emigrierte 1932 über Italien und Frankreich in die USA (1885-1970). Großes eigh. Albumblatt m. U. "Fritz von Unruh". 1 S. Mit Umschlag. Gr. 4to. Gut Oranien bei Diez (Lahn) 14.VI.1923.

"Mächtig sind wir nicht in Waffen / Unbezwingbar lebt allein der Geist! ... Weh dem Volke ohne Flamme! / Solches Volk muss untergehn!" 6 Zeilen, mit Widmung an den Wiener Lehrer, Schriftsteller und Autographensammler August Eigner. - Die erste Zeile wurde abgewandelt wieder aufgegriffen, als 1957 eine Sammlung von Unruhs Reden unter dem Titel "Mächtig seid ihr nicht in Waffen" erschien. - Gefaltet.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 140)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Vischer, Friedrich Theodor
Signierter Aushang-Zettel

Los 2298

Vischer, Friedrich Theodor, Schriftsteller, Ästhetiker und Philosoph, Professor in Tübingen und Zürich (1807-1887). Eigh. Schriftstück m. U. "F. Vischer". 1 S. Schmal-quer-8vo. Stuttgart 3.XI.1866.

Anschlagzettel vom "Schwarzen Brett", betreffend Vischers Übungen mit seinen Studenten: „Aus Rücksicht auf den öffentlichen Vortrag, der heute Abend im Königsbau gehalten wird, werde ich die deutschen Redeübungen erst Montag um 11 Uhr beginnen u. dann eine Verlegung der Stunde Samstag 6-7 Uhr für das ganze Semester mit meinen Herrn Zuhörern verabreden.“ Aus dem ersten Jahr seiner zweiten Professur in Tübingen.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 163)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Wachler, Ludwig
Brief 1838

Los 2300

Wachler, Ludwig, Literaturhistoriker, Professor für Geschichte in Marburg und Breslau, dort auch Oberbibliothekar der Universitätsbibliothek, verkehrte mit den Brüdern Grimm (1767-1838). Eigh. Brief m. U. "B L Wachler". 3/4 S. Gr. 8vo. (Breslau, vermutlich 1838).

Erschütternder Abschiedsbrief an einen Freund. "... Krankheit reibt mich auf; nur wenige Tage werde ich noch zu leben haben. Leben Sie wohl u. in fruchtbarer Wirksamkeit; haben Sie herzlichen Dank für alles Gute, was Sie mir erwiesen haben; mit liebevollen Gefühlen scheide ich von Ihnen. Grüßen Sie Wilhelm Passow u. bereiten denselben auf die bald bevorstehende Nachricht von meinem Tode vor. Mit herzlicher Anhänglichkeit bis zum Grabe ...". - Der Literaturhistoriker Wilhelm Passow (1814-1864) studierte nach Ausbildung in Schulpforta zwei Jahre in Breslau, ging 1834 nach Berlin und nahm im Sommer 1835 eine Lehrerstelle am Gymnasium in Meiningen an. Wenn Wachlers Brief also nach Meiningen gerichtet ist, kommt als Adressat Ludwig Bechstein in Betracht. - Tintenfleck in der ersten Zeile.


Schätzpreis
€ 120   (US$ 140)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 93)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Westphalen, Engel Christine
Brief 1808

Los 2306

[*] Westphalen, Engel Christine (geb. von Axen), Schriftstellerin (1758-1840). Eigh. Brief mit U. 21/2 S. Doppelblatt mit Adresse und rotem Siegel. Gr. 4to. Hamburg 21.V.1808.

An den Schriftsteller Ernst Wagner (1769-1812), seit 1805 durch Jean Pauls Vermittlung Kabinettssekretär beim Herzog von Meiningen. Ablehnung seiner Bitte, den Bau einer Kunstschule in Meiningen zu fördern. Grundsätzlich stehe sie dem Vorhaben positiv gegenüber, die Zeitumstände erlaubten aber kein spezifisches Engagement. Der Plan wurde "der Sache kundigen Freunden, Ebeling, Gurlitt, S[enato]r Hudtwalcker, Doct. Meyer, Weinhold, dem hier anwesenden S[enato]r Schmid [vielm. Smidt] aus Bremen, u. andern mitgetheilt … Sie …wären der Vertretung jener genandten Freunde, für eine so gute Anstalt wie die Ihrige gesichert gewesen, wenn nicht die Zeitereignisse einen jeden zurückschreckten, … Vielleicht sind Ihnen die Bedrängnisse unserer Stadt weniger bekannt. Die Sorge … des persönlichen Fortkommens, ist in unserer, sonst so blühenden, izt gänzlich brach liegenden Handelsstadt von sehr großer Wichtigkeit. Die bekanntlich so wohlthätigen Bürger Hamburgs sehen sogar dem Augenblick mit Trauer entgegen, wo sie vielleicht genöthigt werden eine ihrer schönsten Anstalten, die Armenordnung, untergehen zu lassen, weil die Anzahl der Armen sich aus Mangel am Erwerb stündlich vermehrt … Deutschland muß die Schmach die izt erduldet mit Würde tragen, und in Stille hoffen. Es werden Zeiten kommen wo es sich von seinem Sturz erheben wird; denn das eigentliche Deutschland, der rechte Deutsche, wird unter keiner Regierungsform untergehen, und dann werden die Söhne Teutonia's mit verstärkter Kraft auch für Kunst und Wissenschaft handeln. - …". - Am 19. November 1806 war Hamburg durch französische Truppen eingenommen worden, und die Kontinentalsperre trug zur weiteren Schwächung der Hansestadt bei. Die Lyrikerin und Dramatikerin Christine von Axen war seit 1785 mit dem Hamburger Kaufmann und späteren Senator Ernst Friedrich Johann Westphalen verheiratet. Ihr gastfreies Haus bot besonders während der Französischen Revolution vielen Flüchtlingen Schutz. Auch der spätere König Louis Philippe und General Bernadotte gehörten zu ihren Besuchern. Nach den Befreiungskriegen wurde sie für ihren Einsatz um Hamburgs Gemeinwesen geehrt. - In den Rändern etwas angestaubt, Randfehlstelle durch Siegelöffnung.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 210)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Zesen, Philipp von
Albumblatt 1682

Los 2312

[*] Zesen, Philipp von, bedeutender Dichter und Schriftsteller des Barock, als "Der Wohlsetzende" Mitglied der "Fruchtbringenden Gesellschaft", Mitarbeiter des Elzevier Verlags in Amsterdam (1619-1689). Eigh. Albumblatt mit U. "Der Färtige". 1 S. Quer-8vo. (Amsterdam?) "den 31 ärntmohndes im 1682 jahr" (31.VIII.1682 ).

Widmungsgedicht für den Herforder Dichter und Philologen Heinrich Foppe (1643-1716), der fünf Jahre zuvor als "Der Kreuzverliebte" in die Hamburger "Rosenzunft oder teutschgesinnten Genossenschaft", einen Ableger der "Fruchtbringenden Gesellschaft", aufgenommen worden war: "Auf des | Herrn Kreutzverliebten Zunftnahmen, Zunftzeichen und Zunftspruch. - Dem Kreutzverliebten wir die Rosenkrohne reichen; / dem Kreutzverliebten giebt das weisse Kreutz zum Zeichen / die Edle Rosenzunft. Sein Wort in Jesus heist: / weil Er in Jesus sich zu leben stähts befleist. / Wohl dem, der also lebt! Wohl dem, der also liebet! / Wohl dem, dem auf sein Kreutz die Krohne Jesus giebet! / eil- und reise-färtig verfärtige dieses / Der Färtige." - Philipp von Zesen führte ein rast- und ruheloses Leben. Er gilt neben Sigmund von Birken als der erste deutsche Schriftsteller, der ausschließlich von literarischen Erträgnissen lebte. Zesen war als "Der Wohlsetzende" Mitglied der "Fruchtbringenden Gesellschaft" und als "Der Färtige" Gründer der "Rosenzunft oder teutschgesinnten Genossenschaft" in Hamburg. - Am Unterrand Spuren alter Heftung. - Von größter Seltenheit.

Schätzpreis
€ 2.800   (US$ 3.276)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.340)

(Verfügbarkeit erfragen!)

... 4 5 6 7 8 9 10 11 12 ... 15   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf