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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Schad, Christian
Brief 1855

Los 2261

Schad, Christian, Schriftsteller und Almanach-Herausgeber, Gymnasialdirektor in Kitzingen (1821-1871). Eigh. Brief m. U. "Dr. Schad, Rektor & Professor (Herausgeber des 'Deutschen Musen-Almanachs')". 3 S. In zierlicher Kalligraphie auf hauchdünnem Papier. 16mo. Kitzingen 28.VIII.1855.

An Paul Alois Klar, den Herausgeber des Jahrbuchs "Libussa". "... Können Sie anliegende Verse noch für den dießjährigen Band Ihrer trefflich redigirten ‚Libussa‘ gebrauchen, so macht mir das ein großes Vergnügen, im andren Falle darf ich wohl um baldgefällige Zurücksendung des MS. bitten? ...". - Besonderes Verdienst erwarb sich der aus Schweinfurt stammende Schad durch die Herausgabe des "Deutschen Musenalmanachs" (Nürnberg 1850 und 1852, Selbstverlag 1853 bis 1859), der ihn in ununterbrochenen Verkehr mit den bedeutendsten Dichtern Deutschlands brachte, darunter auch mit seinem Schweinfurter Landsmann Friedrich Rückert (der ihn jedoch nicht sonderlich schätzte). Auch gab er mit Ignaz Hub das "Freiligrath-Album" (Leipzig 1868) heraus.


Schätzpreis
€ 90   (US$ 105)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 70)

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Schloenbach, Arnold
Brief 1854

Los 2264

Schloenbach, Arnold, Schauspieler, Schriftsteller und Publizist (1817-1866).
Eigh. Brief m. U. "Arn. Schloenbach". 21/2 S. Gr. 8vo. Leipzig 11.V.1854.

Vermutlich an den Verleger Mauke in Jena, wohl wegen seines "vaterländischen Trauerspiels in fünf Acten", "Der letzte König von Thüringen". Macht Vorschläge für dessen Vermarktung. "... Erlaube ich mir auf Ihre gütige Anfrage vom 9. dieses, betreffend den Preis unseres Werkchens, zu bemerken: daß ich es für recht practisch halte, den Preis bürgerlich einfach statt vornehm hoch zu halten. Ich glaube, nur dadurch allein wird ein Absatz erzielt und so würde ich z. B. für die einfach gebundenen Exemplare um einen halben Thaler Ladenpreis ansetzen, den Sortimentern auch zu größerer Ermunterung vierzig Procent bewilligen. Für so kleines Werkchen thun dieselben gewöhnlich sehr wenig, wenn sie nicht einen besonderen Antrieb bekommen. Das Maximum des Ladenpreises dürfte wenigstens zwanzig Ngrsch. nicht überschreiten. Dies meine Ansicht; die Sie indessen nach der Ihrigen formen mögen ... Ich hatte bei dem gemachten Verzeichniß folgende Blätter vergessen: sechs der ersten Theater-Zeitungen (Leipziger Theater-Chronik; Hamburger Th. Chr., Berliner Theater-Horizont, Berliner Th. Ztg. f. Norddeutschland, Stuttgarter Centralblatt, Wiener Th. Ztg. (diese empfehle ich Ihnen auch zu Anzeigen, da ich in der Theaterwelt bekannt bin, die meisten Schauspieler aber nur Theaterzeitungen lesen). Ferner die Illustr. Monathefte von Dr. Goergens u. Klemm (deren Mitarbeiter ich bin), das Literaturblatt der d. Kunstztg. in Berlin; das Leipziger Tageblatt und der - Dorfbarbier, der mich persönlich um ein Exemplar zur Besprechung ersuchte u. der großen Einfluß ... hat ...
Die in Ihrem geschätzten Schreiben angedeuteten 4 Eingebundenen Exemplare, sollen sie einen Theil der fürstlichen Exemplare sein oder sind es noch 4 für mich, als Dazutat der schöngebunden Exemplare überhaupt von denen ich doch wohl auch mein Theilchen erhalten müßte? ...".

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

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Stammbuch
des Justus Friedrich Focke.

Los 2269

[*] Kaufleute in Magdeburg und Bordeaux
Stammbuch des Justus Friedrich Focke. 78 Einträge auf 104 Bl. Mit 2 Stickereien (1 mit Netzkappe) sowie farb. Tuschfederzeichnungen (1 ganzseitig, 1 mit einem montierten Scherenschnitt ). Qu.-8vo. Braunes marmoriertes Leder d. Z. (berieben, beschabt) mit reicher Goldprägung, RSchild und Goldschnitt (berieben und bestoßen). 1783-1792.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem Stammbuchhalter um den Kaufmann Justus Friedrich oder Justin Frederic Focke (1768-1855), der ab 1800 in Bordeaux in Erscheinung trat und von 1816-1855 Konsul von Oldenburg war. Darauf lassen nicht nur die zahlreichen Einträge aus Bordeaux, sondern auch die Einträge von Magdeburger Schülern schließen.
Geht man, wie in der Literatur, von einem Eintritt in die Magdeburger Handelsschule mit ca. 12 Jahren und einer durchschnittlichen Ausbildungsdauer von 3 Jahren aus, so passt dies zeitlich zu den über 30 Einträgen der Mitschüler, die im Frühjahr 1784 erfolgten. Damals hatte Justus Friedrich Focke seine Ausbildung an der 1778 gegründeten und renommierten Handlungsschule in Magdeburg, der ersten ihrer Art in Deutschland, gerade abgeschlossen.
Die Einträge in der Zeit zwischen September 1785 und Oktober 1789 sowie in den Jahren 1791 bis 1792, insgesamt 22, entstanden ausschließlich in Bordeaux, die weiteren Einträge von Ende 1789 bis Ende 1790 erneut in Magdeburg, Hamburg und Braunschweig. Das Fehlen von Einträgen aus Bordeaux in der Zeit Ende 1789 bis 1790 dürfte mit den revolutionären Unruhen zusammenhängen, die im Juli 1789 in Bordeaux einsetzten und bis zum Ende des Terrors im Juli 1794 andauerten.

Erwähnenswert sind: "Bordeaux, 10. 6. 1792 C. D. Miesegaes aus Bremen, on his departure for Cadiz": Carsten Misegaes (1767-1846) studierte in Göttingen und Jena, war Schriftsteller, Übersetzer und Verfasser der "Chronik der freien Hansestadt Bremen", 1828-1833. - "Magdeburg, 25. 4. 1784 Christian Wilhelm Schultz, Prediger zu St. Johannis": Der Theologe, Oberpfarrer in St. Johannis in Magdeburg, war Verfasser mehrerer homiletischer Schriften.- "Magdeburg, 13. 3. 1784 Christoph Friedrich Hoff, Dein Lehrer“: Hoff (1747-nach 1817) war Lehrer an der Handelsschule von Magdeburg, später dann an der von ihm selbst gegründeten weiteren Handlungsschule in Magdeburg, darüber hinaus Verfasser einer Reihe von Werken zu kaufmännischen Themen. - "Magdeburg, 12. 3. 1784 Louis Cuny": Um 1770 in Magdeburg geboren, war Cuny der Sohn des calvinistischen Glaubensflüchtlings und Magdeburger Seifenfabrikanten Jean Jacques Cuny und Vater des Jean Jacques Cuny (1795-1843) sowie Begründer der Magdeburger Dampfschiffahrts-Compagnie. - "Magdeburg, 2. April 1790 Fr. Carl von Strombeck": Friedrich Karl von Strombeck (1771-1848) war Jurist und vehementer Gegner der Todesstrafe. - "In der Handlungsschule zu Magdeburg, 1783 J. A. Börger aus Berlin": Der Kaufmann und Bankier war nach der Ausbildung an der Handelsschule in Magdeburg äußerst erfolgreich in Berlin, dort im Jahre 1807 mit einem Kapitalvermögen von 30 - 60 000 Talern verzeichnet. Börger heiratete Louise Charlotte Elisabeth Fromme (1776-1809), die Schwester der Henriette Fromme (1783-1828), der Geliebten des Prinzen Louis Ferdinand von Preußen (1806 in der Schlacht bei Saalfeld gefallen). Ein wunderschönes Aquarell dieser beiden Schwestern von Johann Friedrich Schadow aus dem Jahr 1804 befindet sich in der Kunstsammlung der Berliner Akademie der Künste. - "Magdeburg, 4. 6. 1784 Daniel Conrad Vollrath Gleim": Gleim (1723-1785), Bruder des Dichters Johann Wilhelm Ludwig Gleim, von dem sich einige Briefe an seinen jüngeren Bruder erhalten haben, war Kaufmann in Magdeburg in der Handlung Focke und Gleim. - "[Hamburg] den 14. 8. 1790 J. F. G. Delbrück aus Magdeburg": Johann Friedrich Gottlieb Delbrück (1768-1830), Theologe, Pädagoge, Prinzenerzieher, dessen Zöglinge Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I. ihm in Zeitz von Karl Friedrich Schinkel ein Grabmal errichten ließen, das heute noch existiert. Der Eintrag ist zwar ohne Ortsbezeichnung, aber wegen der benachbarten Einträge dürfte vom Entstehungsort Hamburg auszugehen sein. - Stimmungsvoll sind die Einträge aus dem Kreis der Kaufleute in Bordeaux und Hamburg, beispielsweise G. W. Engel aus Straßburg, die Gebrüder Frerking aus Hamburg (beide namentlich vermerkt im Neuen Hamburger und Altonaer Adressbuch 1792) und Gottlob Christian Baltzer (1753-1823), Großvater des holsteinischen Politikers Theodor Lehmann (1824-1862). - Vgl. Hans-Joachim Heerde, Das Publikum der Physik: Lichtenbergs Hörer, 2006, Seite 431; Eva Labouvie, Leben in der Stadt: eine Kultur-und Geschlechtergeschichte Magdeburgs, Böhlau, 2004, S. 260; Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung, Ausgabe 19. 10. 1804, Seite 129/130); Tamara Cipolla, Friedrich Karl von Strombeck, Leben und Werk, Berlin 2010; Claudia Czok, Das Doppelporträt der Schwestern Fromme von Johann Friedrich Schadow, Schadow-Gesellschaft, 2010; Rolf Straubel, Kaufleute und Manufakturunternehmer: eine empirische Studie, 1995, Seite 444); zu den Kaufleuten in Bordeaux vgl.insbesondere Klaus Weber, Deutsche Kaufleute im Atlantikhandel, 1680-1830, Unternehmen und Familien in Hamburg, Cadiz und Bordeaux, München, 2004. - Schönes, inhaltsreiches und gut erhaltenes Stammbuch, ein interessantes Dokument zur deutsch-französischen Handelsgeschichte.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 700   (US$ 819)

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Stammbuch
"Andenken der Freundschaft" (Rückentitel). "Hei...

Los 2271

[*] - des Berliner Getreidehändlers Ludwig Friedrich Borchmann (geb. 1783). "Andenken der Freundschaft" (Rückentitel). "Heiligthum der Freundschaft für L. F. Borchmann" (Titel). Stammbuch. 47 Einträge und ca. 30 weiße Blätter. Mit gouachiertem Titelblatt (Freundschaftsaltar), 5 schönen ganzseitigen Aquarellen und 2 aquarellierten Vignetten. Qu.-8vo (21,5 x 13,5 cm). Marmoriertes Leder d. Z. mit Rückenschild und Deckelvergoldung "L. F. B." und "1803" sowie dreiseitigem Goldschnitt (bestoßen und stärker beschabt). 1803-1812.

Großformatiges Stammbuch eines Berliner Kaufmanns, mit Eintragungen seiner großen Verwandtschaft Borchmann (darunter mehrere Brüder, ebenfalls Kaufleute und Fabrikanten), sowie von Freunden, darunter Friedrich Wilhelm Kothe (1792-1848), ab 1815 Militärarzt, später Generalarzt u. Obermedizinalrat in Berlin; Georg Leberecht Andreas Helling (1763-1840), bedeutender, in Berlin als Stadtarmen-Augenarzt praktizierender Augenoperateur; erfand mehrere Instrumente, z. B. ein Röhrchen für Tränenfisteln; Johann Friedrich Prenninger (1746-1814), Theologe und Verfasser u.a. der "Fortschrittlichen Landschulbibliothek oder Handbuch für Schullehrer auf dem Lande" (1789). Einträge aus Berlin, Rhinow, Grünefeld, Cremmen, Jülitz, Sieversdorff, Börnick, Peitz, Rheinsberg, Spandau etc.
Zur Berliner Unternehmerfamilie Borchmann, die auf den Ratszimmermeister Johann Christian Borchmann zurückgeht, vgl. Nadja Stulz-Herrnstadt, Berliner Bürgertum im 18. und 19. Jahrhundert, Berlin 2002, S. 139 ff. - Besonders bemerkenswert sind die blattfüllend und talentiert ausgeführten Aquarelle mit Landschaften und Allegorien mit Motiven des Erinnerns und der Freundschaft: Freundschaftsaltar auf marmoriertem Grund (Titel), Freundschaftsaltar mit Dorf im Hintergrund, Gärtnerin beim Blumengießen, Monopteros mit aufgehender Sonne, Spinnerin und Zeichnerin, Freundschaftsbrunnen sowie 2 aquarellierte Vignetten (Schädel, Blumen). Dazu eine lose beiliegende Haarlocke. - Kräftiges Büttenpapier. Innen gut erhalten.

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.170)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 702)

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Stammbuch
des Ludolph Stephani.

Los 2272

[*] - des Ludolph Stephani. "Erinnerung" (gestickter Deckeltitel). Zus. ca. 160 Bl. Mit Bleistiftzeichnung und Noteneintrag. Mit 65 Eintragungen. Qu.-8vo. Brauner, farbig bestickter Seideneinband d. Zt. mit dreiseigen. Goldschnitt (gering bestoßen). 1808-1811.

Schön erhaltenes Stammbuch mit Einträgen aus Wittenberg, Leipzig, Beucha, Stettin, Berlin, Albrechtshayn u. a. Auf dem Vorderdeckel ein gestickter Freundschaftsaltar, auf dem Rücken und dem Hinterdeckel gestickte Blüten und Blätter. - Eintragungen von Friedrich Gottlob Stephani (Pfarrer zu Beucha; 1760-1811), Henriette Rochlitz (geb. Hansen, verw. Winkler; 1770-1834), Friedrich Daniel Winkler (Kunstsammler; 1760-1809), Wilhelmine Winkler (besuchte Goethe; 1796-1833), Friedrich Adolf Ebert (Bibliograph; 1791-1834), Christoph Friedrich Enke (Theologe; 1752-1839), Eduard Wunder (Philologe; 1800-1969), Carl Gustav Wunder (Mathematiker; 1797-1852), Carl Friedrich Wunder (Theologe; 1760-1824), Carl Gottlieb Vater (Pastor; 1762-1850) u. a. - Nähere Informationen zu den Beiträgern sind verfügbar. - Innen sehr gut erhalten.

Schätzpreis
€ 700   (US$ 819)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 468)

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Stammbuch
des Heinrich Prandstetter aus Mauthausen

Los 2275

[*] Von Oberösterreich nach St. Petersburg
- des Heinrich Prandstetter aus Mauthausen. Ca. 100 Bl. mit 60 Eintragungen. Mit zus. 27 Illustrationen, teils in Rötel, Aquatinta, Kupferstich, Aquarell etc. Qu.-8vo (20 x 14,5 cm). Rotes Saffian d. Z. mit Deckeltitel "Denkmal der Freundschaft", grünen Intarsien, Deckel- und Stehkantenvergoldung sowie Goldschnitt (beschabt und fingerfleckig, Rücken um 1900 neu angesetzt). 1817-1838.

Das sehr reich illustrierte Stammbuch enthält 18 teils kolorierte Kupferstiche und Aquatinten, 2 künstlerische Rötelzeichnungen (Mühlendarstellungen) sowie 7 teilw. ganzseit. Aquarelle mit Freundschaftssymbolen sowie Einträge aus: Mauthausen (18), Kirchdorf (6), Steyr (5), Linz (6), Wien (5), St.Petersburg (3) u. a. Die Kupfer zeigen neben Gemäldereproduktionen nach Teniers auch maritime und romantische Phantasieansichten, die neue Börse in St. Petersburg, den Schlosspark in Bruck an der Leitha, die Burg Mödling und das Schloss Sebenstein. Unter den Stechern sind Hieronymus Benedicti (1756-1809) und Giuseppe Dall'Acqua Figlio (1760-1829). Eine ganzseitige federgezeichnete kolor. Karte zeigt als "Ländchen der Erinnerung" den Donaulauf bei Linz und Amstetten mit Eintragung von Erinnerungspunkten. - Die Eintragungen entstanden während Prandstetters Ausbildung und der anschließenden Tätigkeit als Kaufmann. Der Eintrag des Vaters, des als Handelsmann in Mauthausen nachweisbaren Michael Prandstetter, läßt den Schluss zu, dass der Stammbuchhalter ab Ende 1821 bis Juli 1824 in St. Petersburg weilte und von dort über Prag nach Österreich zurückkehrte. - Unter den Beiträgern sind zu erwähnen: 1. Anton Poschacher (1789-1847) Lebzelter und Bürgermeister in Mauthausen. - 2. Alexander von Baranoff (1813-1888) russischer General. - 3. Sylvester V. Terpinitz (1796-1870) Kaufmann und Halbbruder des Stammbuchhalters, wanderte 1855 mit seiner Familie nach Ohio aus. - 4. Johann Rombauer (1782-1849), bekannter Maler in St. Petersburg; als Hofmaler des Zaren Alexander I. porträtierte er dessen gesamte Familie in Lebensgröße. - 11 Eintragungen stammen aus der Familie Redtenbacher, einer weitverzweigten und überaus erfolgreichen Kaufmannsfamilie mit Sitzen in Kirchdorf und Steyr. - Bindung etwas gelockert, stellenw. etw. fleckig.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 936)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 585)

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Stammbuch-Kassette
"Dem Andenken der Freundschaft".

Los 2278

[*] Mit 64 Wiederhold-Blättern
- "Dem Andenken der Freundschaft". Mit gestochenem Titelblatt und 64 (1 kolorierter) gestochenen Stammbuchblättern, davon 29 mit rückseitigen Eintragungen. Mit Goldschnitt. Qu.-8vo. Lose in blaugrüner Halbleder-Einbanddecke mit gestochenen Deckeln (Diana) und grünem gestochenem Schuber (drei Grazien; etw. bestoßen und berieben). 1826-1831.

Stammbuch-Kassette mit Einträgen überwiegend aus Hildesheim, aber auch Göttingen, Gronau u. a., Mit den bekannten schönen Stammbuchkupfern aus dem Verlag Wiederhold in Göttingen. - Ansichten von Berlin, Blankenburg, Bremen, Brocken, Emmerberg, Frankfurt am Main, Gersau, Giebichenstein, Göttingen (mehrfach), Teufelsbrücke am St. Gotthard, Greyerz, Hamburg, Hannover (mehrfach), Hanstein, Heidelberg, Kassel (mehrfach, eine Gesamtansicht koloriert), Koblenz, Leipzig, London, Lübeck, Mainz, Moritzburg, Nenndorf, Neuwied, Nonnenwerth, Paris, St. Petersburg, Plesse, Pyrmont, Rapperswil, Rheinhausen, Rigi, Rheinfall bei Schaffhausen, Teplitz, Wernigerode, Zittau und Zürich. Weitere Blätter zeigen Porträts und Genreszenen. - Zur genauen bibliographischen Bestimmung der einzelnen Blätter ist heranzuziehen: Rolf Wilhelm Brednich, Denkmale der Freundschaft. Göttinger Stammbuchkupfer - Quellen der Kulturgeschichte, 1997. - Gut erhaltene, schöne Sammlung.

Schätzpreis
€ 700   (US$ 819)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 468)

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Stammbuch-Kassette
der Nanette Haring

Los 2282

[*] - der Nanette Haring. 25 lose Bl. Mit 2 kleinen Stickbildern (Blumen). Quer-kl.-8vo. Schwarze blindgeprägter Lederkassette d. Z. mit kolorierten Kupferstichen als Innendeckel und Kassettenflügel (leichte Altersspuren). Hamburg 1859-1861.

Dekorative Kassette mit Darstellungen aus Geschichte, Sage und Märchen in Rundmedaillons auf den Kupferstichen im Einband. - Beigegeben: Album amicorum. "Erinnerung der Freundschaft" (Rückentitel). 26 Eintragungen, davon 2 mit Haarlocke und 1 Aquarell. Quer-8vo. Pappband d. Z. in OPappschuber. 1816-1820. - Eintragungen aus Königsberg, Gumbinnen etc. Mit einigen getrockneten Pflanzen.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 409)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

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Stettenheim, Julius
Konvolut Autographen

Los 2286

Stettenheim, Julius, Berliner satirischer Schriftsteller und Publizist, Herausgeber der "Berliner Wespen", Erfinder der populären Figur des Berichterstatters "Wippchen" aus Bernau (1831-1916). Sammlung von 10 signierten Autographen. Zus. 20 S. Verschied. Formate. Berlin 1874-1913.

1 vollständiges, am Schluß signiertes eigh. Manuskript (8 S. auf 8 Bl.), 5 eigh. Briefe und 4 eigh. Postkarten, darunter ein Porträtfoto. Zeugnisse der Vielseitigkeit des beliebten Satirikers. Das Manuskript mit dem Titel "Klondyke" (der ursprüngliche Titel "Das neue Goldland" ist gestrichen) ist datiert "Bernau, den 12. Februar 1898" und behandelt den 1896 ausgebrochenen Goldrausch in Alaska, der bekanntlich auch Charlie Chaplin zu seinem gleichnamigen Film inspirierte. Mit vielen Verbesserungen sowie mit Notizen und Fingerspuren aus der Druckerei. - Auf der Rückseite des letzten Blattes der Beginn einer Glosse "Die Frau des Naturalisten". - Die Briefe und Postkarten sind an verschiedene Adressaten gerichtet, darunter die Schriftsteller John Henry Mackay und Rudolf Baumbach, der Stuttgarter Archivar und Historiker Rudolf Krauss, der literarische Verein "Die Klause" in Berlin-Lankwitz, das "Comité der Mommsen-Feier" in Berlin und andere. An einen Herrn Müller (wohl Mitarbeiter der Hamburger Kunsthalle) äußert er eine Bitte: "... Es ist in dem Montagsblatt 'Das Kleine Journal', dem ich nahestehe, gegen die Direktion unserer Nationalgalerie ein fulminanter Artikel abgeschossen worden, ein fast maßlos heftiges Bombardement, weil ein Bild von unserm berühmtes Scherres [d. i. der nicht unbedeutende Landschaftsmaler Carl Scherres] aus der Nationalgalerie verschwunden ist, ohne daß über den Verbleib etwas mitgetheilt wird. Wie allgemein angenommen wird, ist das Meisterwerk auf secessionistischem Wege in den Keller transportirt worden! Kaum ist der Artikel erschienen, so geht mir anonym die Mittheilung zu, ein Aehnliches sei in Hamburg einem Makart angethan. Es fällt mir natürlich nicht ein, hiervon etwas an das Kl. Journal gelangen zu lassen, da es sich hier um meine Vaterstadt und um den mir befreundteten Direktor der Kunsthalle handelt ...". Er bittet jedoch um Aufklärung des Sachverhalts, um entweder den "ungestümen Feuermelder" diskret korrigieren zu können oder aber "die Dinte zu halten". - Die Porträt-Postkarte (Bromsilber-Photographie) mit rückseitiger Widmung zeigt den Autor in einer Aufnahme des Berliner Ateliers Th. Diepenbach aus dem Jahr 1906, im Profil, eine Zigarre rauchend. - Beiliegend ein Artikel aus dem "Berliner Tageblatt" vom 1. Nov. 1931, der eine kluge Würdigung Stettenheims anläßlich seines 100. Geburtstags enthält, verfaßt von Ludwig Fulda. Dieser wendet sich auch gegen den öfter geäußerten Vergleich Stettenheims mit Moritz Gottlieb Saphir: "Saphir war nicht nur seicht und flach, sondern auch völlig charakterlos." Stettenheims Wortwitz hingegen sei wirklich brilliant, geistreich und nie geschmacklos gewesen. Eine Aphorismenlese "Aus Wippchens Notizbuch" ergänzt Fuldas Artikel.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

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Stolberg, Friedrich Leopold Graf zu
Brief 1807

Los 2287

[*] Stolberg-Stolberg, Friedrich Leopold Graf zu, Schriftsteller (1750-1819). Eigh. Brief m. U. "F. L. Cte de Stolberg" sowie Adresse und Siegelresten. In franz. Sprache. 31/4 S. 4to. "à la campagne près Münster" 7.VII.1807.

An "Monsieur de Luc lecteur de S. Mté la Reine de la Grande Bretagne à Windsor en Angleterre". Diese Adresse ist durchgestrichen und die neue von anderer Hand auf das Adressfeld geschrieben: "J A Deluc Esq. at Miss Burges Ashfield ... Devon". Jean André Deluc (auch de Luc; 1727-1817), Geologe, Mineraloge und Meteorologe aus Genf, war 1773 Vorleser und Physiklehrer der engl. Königin in London, wo Lichtenberg ihn kennenlernte. 1776 und 1786 lebte er in Göttingen. Ende 1797 wurde er dort zum Honorarprofessor ernannt, trat die Stelle jedoch nie an. Er war bekannt mit dem niederl. Philosophen Hemsterhuis, der Fürstin Gallitzin, Sophie von La Roche und dem sog. "Kreis von Münster", dem auch Stolberg angehörte. In der Hauskapelle der Fürstin Gallitzin in Münster war Stolberg mit seiner Frau Pfingsten 1800 zum kath. Glauben übergetreten. - Stolberg schreibt dem "très chèr et très respectable ami", dass er auf Grund der Kriegswirren erst jetzt auf dessen Brief vom 6. Oktober 1806 antworten könne, da der Postverkehr zwischen Großbritannien und dem Kontinent gestört sei. Diesen Brief schicke er jetzt über Hamburg. Dann behandelt er ausführlich religiöse Fragen: "Je ne me serr jamais de l'expression religion naturelle, le mot de religion supposant une révélation, soit vraye ou fausse. Je croix que tout ce que la raison, laissée à elle seule, peut voir avec certitude, c'est l'existence de Dieu, manifestée par l'existence de la nature, et par l'ordre admirable qui s'y trouve ...". Dann berichtet er von der Geburt seiner Tochter am 12. April. Er habe nun 14 lebende Kinder, von denen 12 zu Hause lebten. "J'en ai trois dans le ciel. Nous coulons des jours heureux, ma femme et moi, malgré les malheurs du tems, malgré la perspective qui humainement parlant s'offre à nos enfans. Dieu y pourvoira! ... J'attens avec impatience Votre portrait en estampe. Milady Findlater, en passant par Altona, pour se rendre en Ecosse, en a donné quelques exemplaires à une de mes connoissances, qui connoissont mon profond attachement pour Vous ...". - Kleiner Siegelausriß; das ursprüngliche Adressfeld unmerklich mit Chinapapier restauriert. - Nicht in den Briefverzeichnissen von Behrens und Hempel.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.925)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.340)

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