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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Pyrker, Johann Ladislaus
Brief 1846

Los 2236

Pyrker, Johann Ladislaus (eigentlich Pyrker von Oberwart), österr.-ungar. Dichter und Erzbischof von Erlau, Förderer Grillparzers und Schuberts (1772-1847). Eigh. Brief m. U. "J L Pyrker". 21/2 S. 8vo. Wien 9.I.1846.

An eine "verehrteste Freundinn", deren Brief ihm aus Erlau nachgesandt worden war. "... Ich wußte es zum voraus, daß Sie das Beste in Hinsicht meines Anliegens veranlassen würden, und bin mit Herrn Lenormant’s Antrage ganz einverstanden. In ein paar Tagen werde ich so frei seyn Ihnen ein kleines Paquet durch den Postwagen zu übersenden, worin die neueste Ausgabe meiner ep. Werke in 3 Bänden, und ein Exemplar der Perlen der H. Vorzeit, in 1 Bande, enthalten seyn wird, und von welchem Sie nach Gutdünken das eine oder das andere dem Herrn Lenormant, nebst vielem Dank und Empfehlungen von mir, übergeben mögen! - Dr. Ennemoser behandelt mich mit dem anim. Magnetismus, und hofft baldige und sichere Heilung! Ich getraue mir keine großen Hoffnungen zu hegen - doch habe ich seit 8 Tagen etwas weniger Schmerzen. Gottlob! - Es wird mir ein besonderes Vergnügen seyn, Herrn Grafen Leo Thun zu sehen, und werde auch bald die herrliche, edle Gräfinn Lady Russel zu treffen suchen ...". - Der Tiroler Arzt, Magnetiseur und medizinisch-philosophische Schriftsteller Joseph Ennemoser (1787-1854) ließ sich erst in Innsbruck und 1841 in München nieder, wo er als Mesmerist einen großen Ruf als „magnetischer Arzt“ erlangte, von Medizinern, die eine naturwissenschaftlich-empirische Medizin vertraten, jedoch als Scharlatan und Wunderheiler kritisiert wurde. In Immermanns „Münchhausen“ wird er auf witzige Art porträtiert. Auch bei Pyrker scheint Ennemosers Kunst versagt zu haben: der Dichter starb im folgenden Jahr.


Schätzpreis
€ 280   (US$ 327)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

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Recke, Elisa von der
Brief 1829

Los 2240

[*] - Eigh. Brief mit U. 1 S. Doppelblatt. 8vo. Dresden 2.I.1829.



– An eines ihrer Patenkinder. "Mein in(n)igst geliebtes Paulchen! Du kan(n)st es Dir wohl denken welcher Schmerz mich ergriff, als ich in Deinem lieben Briefe laß, wie nahe Dir und uns die Gefahr lag daß wir unsern edlen i(n)igst geliebten Pleißner verliehren würden. Gott erhalte uns diesen Theuren! Freund Tiedge, und die guten Papperman(n)s theilen Deinen Schmerz Deine Sorgen … Du erhälst 10 Stück L[ouis] d'or, 5 sind von mir, 5 von Tiedge. Verwende diese zur Pflege unsers Pleißners; sorge zugleich für Deine Gesundheit; schreibe mir keinen langen Brief, einen schwachen Körper greift das schreiben an." Sie verspricht "stärkende Weine" zu schicken und schließt mit Segenswünschen. - "Paulchen" ist wohl die Koseform für "Pauline" oder "Paula". Es ist ein Widmungsexemplar der Dichterin bekannt, das den "beyden mir so lieben Schwestern, Paulchen und Johanna gewidmet" ist. Der erwähnte Pfarrer Christian Wilhelm Pleißner (1778-1842) leitete von 1805 bis 1812 das Mädcheninstitut bei Ronneburg. 1818 berief ihn die Herzogin von Kurland (die Schwester der Schriftstellerin) auf das Pfarramt Großstechau. - Kleine Risse im Falz, im Text sorgfältig restauriert; leicht gebräunt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

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Reinbeck, Georg
Brief 1806

Los 2242

Reinbeck, Georg, Schriftsteller, Hofmeister und Lehrer in St. Petersburg, ab 1808 in Stuttgart, Redakteur beim "Morgenblatt für gebildete Stände" (1766-1849). Eigh. Brief m. U. "Reinbeck". 1 S. 4to. Dresden 9.III.1806.

An die Expedition der "Jenaer allgemeinen Literaturzeitung", eine Empfangsbestätigung für zugeschicktes Honorar betreffend. „Ich habe die Ehre gehabt, das Schreiben Einer hochgeehrten Expedition nebst 30 Rthlr. baar als Honorar für meine Beiträge zum Intelligenz-Blatte in den Jahren 1804 und 1805 zu erhalten; worüber inliegend die gesonderte Bescheinigung erfolgt. Wegen verspäteter Anzeige des richtigen Empfanges dieser Gelder muß ich recht sehr um Verzeihung bitten, überhäufte Geschäfte waren die Ursach. - Mit Vergnügen werde ich Notizen für das Intell. Bl. einsenden, wenn ich deren erhalte, die mir der Einsendung würdig scheinen ...". - Gebräunt.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 105)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 70)

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Richepin, Jean
Brief 1897

Los 2243

Richepin, Jean, franz. Erzähler und Dramatiker, Mitglied der Académie Française, erregte mehrmals großen Anstoß wegen Obszönität oder Brutalität seiner Lyrik und Prosa (1849-1926). Eigh. Brief m. U. "Jean Richepin". 3/4 S. 8vo. Mit Umschlag. Paris 22.II.1897.

An die Übersetzerin Frieda Gschnitzer in München, die Villepins Novelle "Le Saint-Pleur" ins Deutsche übertragen wollte. "... le Saint-Pleur n'a point paru complet dans le Figaro illustré. Il doit être publié en volume. Je ne saurais, avant cette publication, en autoriser la traduction en aucune langue. Mon traité avec l'éditeur Fasquelle (Bibliothèque Charpentier) me le défend. Quand le moment en sera venu, je me souviendrai de votre aimable proposition, qui ne peut que m'honorer ...". - Die Novelle war 1891 gekürzt und mit Illustrationen von Eugène Grasset in der Zeitschrift erschienen.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 163)

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Rilke, Rainer Maria
Brief 1913

Los 2245

[*] - Eigh. Brief m. U. "Ihr Rilke". 1/2 S. Kl. 4to. Bad Rippoldsau 6.VII.(1913).


An den Arzt und Schriftsteller Hugo Salus in Prag, dem er "nochmals herzlichen Dank" ausspricht. "... Ich stehe ganz unter dem Eindruck der endgültig guten Nachricht (die eben auch schon in einem Schreiben der 'Gesellschaft' eintrifft) und drücke Ihnen für Wort und That warm die Hand ...". - Gemeint ist wohl die 1891 gegründete "Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kultur und Literatur in Böhmen", bei der Rilke Unterstützung fand.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 936)

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Ringelnatz, Joachim
Brief August 1926

Los 2250

[*] "für Parodistisches ganz unbefähigt"
- Brief m. U. "Ringelnatz". 2/3 S. Gr. 4to. München 26.VIII.1926.

Ebenfalls an Walter Zadek, Redakteur beim Berliner Tageblatt: "... Ich habe den Kitsch nicht vergessen, aber es gelingt mir nichts. Ich bin wohl überhaupt für Parodistisches ganz unbefähigt. Rechnen Sie lieber nicht mit einem Beitrag von mir für dieses und das andere Thema 'Künstlerische Doppelbegabungen'. Wenn ich aber etwas anderes Ihnen vorzulegen habe, werde ich mich gern melden ...". - Gelocht und mit kleineren hinterlegten Randeinrissen.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 210)

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Ringelnatz, Joachim
Brief Okt. 1926

Los 2251

[*] - Brief m. U. "Joachim Ringelnatz". 1S. Gr. 4to. München 26.X.1926.

An eine Dame mit Dank für deren Brief: "... Sie haben so liebevoll über ihren Sohn geschrieben. Er kann sich glücklich preisen, eine solche Mutter zu haben. Schon an dem Schauspieler Flamm habe ich in Dresden einen äußerst sympathischen und schätzenswerten Menschen gefunden. Verzeihen Sie mir, wenn ich mit Schreibmaschine schreibe. Ich bitte Sie, die beiliegenden Bändchen ihrem Sohne Otto zu übermitteln und ihn zu ersuchen, dass er mir nicht etwa danken soll. Wenn er einmal wieder ganz, oder so weit es möglich ist, hergestellt ist, dann würde ich mich freuen, wenn ich einmal mit ihm zusammenträfe, denn ich reise sehr viel herum ...".

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

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Rinser, Luise
Konvolut Briefe und Karten

Los 2255

Rinser, Luise, Schriftstellerin, Politikerin der „Grünen" (1911-2002). Konvolut von 7 eigh. Briefen und 4 eigh. Postkarten m. U. "Luise Rinser" sowie 5 Bl. masch. Beilagen mit handschr. Zusätzen. Zus. ca. 171/2 S. Mit 6 Umschlägen. Die Briefe meist gr. 4to. 1978-1998.

An einen niederländischen Germanisten und Literaturwissenschaftler, der einiges über Luise Rinser publizierte. Gehaltvolle Schreiben mit vielen Selbstauskünften und politischen Statements. Besonders bemerkenswert sind die mehrere Din-A-4-Seiten umfassenden Antworten auf zahlreiche Fragen zu ihrer Person und ihren Arbeiten, die der Adressat ihr im Jahre 1978 gestellt hatte. Auszüge aus einigen Antworten: "... Nein, Toleranz ist nicht das, was ich unter Liebe verstehe. Liebe ist das Resultat aus einer grossen geistigen Erfahrung, die weit hinausgeht über eine Erfahrung mit der sozialen Wirklichkeit. Liebe ist die Frucht des Erlebnisses der Einheit alles Geschaffenen. Daraus kommt eine sozusagen unangestrengte Liebe, die das, was sie im sozialen Engagement tut, für selbstverständlich hält ... Ich bin NIE aus der 'Wirklichkeit' geflohen, der Katholizismus in Oberbayern gehört unmittelbar zur Wirklichkeit, er war hart UND schön ... Ich meine, eine Einrichtung wie das Russelltribunal ist gerechtfertigt, jedenfalls brauchen wir über-nationale Gerichtshöfe. Die BRD muss beobachtet werden, da sich in ihr die neofaschistischen Tendenzen immer mehr breit machen und Gestalten annehmen, die erschreckend sind und von der eigenen Regierung nur undeutlich wahrgenommen und zu sehr bagatellisiert oder toleriert werden ... Nein! Ich bin Schriftstellerin und katholisch, aber keine katholische Schriftstellerin ... Ich habe eine tiefe Beziehung zur Natur, zu Pflanzen, Tieren, Gestirnen, zum Meer, zu Bergen ... Ich rede mit meinen Bäumen und fühle, wie sie durchströmt sind vom Schöpfergeist. Ich füttere streunende Katzen, ich habe einen Hund und ich kann vor Zorn weinen, wenn die Italiener rings um mein Grundstück Vögel abschiessen ... Eine Rebellin? Zum mindesten bin ich in den Reihen der 'Progressiven' zu finden, sei es in der Politik, sei es innerhalb der Kirche ... Zu den tiefsten Erfahrungen meines Lebens gehört die von der Einheit alles Seienden. Zu meiner Welt gehören die Zeitgenossen, aber auch die Vergangenen und die Zukünftigen ... Wer meine verschiedenen Roman-Formen kennt, kann nicht von traditioneller Form reden. 'Tobias' ist nicht traditionell. Aber natürlich: ich bin keine 'avantgardistische' Autorin. Ich bin auch nicht interessiert, par force neue Formen zu finden. Das sollen andre tun ... " (usw.). - 1988 schreibt sie: " ... ich verstehe, daß Sie meine politische Haltung ablehnen, Ich glaube, daß Sie mich darin nicht verstehen und daß Sie zu konservativ sind. Im übrigen habe ich durch 8 Jahre Arbeit für Korea erreicht, daß dort in N. K. eine katholische Kirche gebaut wurde und daß Religion dort völlig frei ist. Der Präsident Kim Il Sung ist selbst Christ!!!. Wer den Osten nicht kennt wie ich (nach etwa 16 Reisen in Asien) kann sich nicht so rasch von alten Vorstellungen lösen ...". - 1989 bekennt sie: "... Die Heidegger-Sache hängt mir allmählich 'zum Halse heraus': ich habe zu viel darüber gehört und gelesen. Mein Lehrer Karl Rahner war Heideggerschüler u. hat nie negativ über ihn geredet, obwohl er natürlich mit seiner Philosophie nie d'accord ging. Ich lernte H. einmal kennen. Er schrieb einen Aufsatz über 'Antigone' von Orff . Und Orff war viel zu unlustig, darauf zu antworten. So bat er mich, es zu tun. Ich gäbe einiges darum, wenn mein Brief, natürlich mit 'Carl Orff' gezeichnet, gefunden würde ...". Ferner viel Weiteres über eigene und fremde Arbeiten und Weltanschauung. - Wertvolles Material zur Kenntnis und Interpretation von Werk und Persönlichkeit Luise Rinsers.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.053)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 702)

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Roda Roda, Alexander
Albumblatt 1910 + Beigaben

Los 2258

- Eigh. Albumblatt m. U. "Roda Roda". 1/2 S. Gr. 8vo. Graz, Okt. 1910.

"Das Leben ist wie ein Witzblatt: bunt und langweilig." - Rückseitig leichte Montagespuren. - Beiliegend ein masch. Brief Roda Rodas mit der Zusage, an einer Zeitschrift mitzuarbeiten (München 22.III.1910). - Ferner beigegeben ein Blatt mit den Signaturen von Ephraim Kishon und seinem Übersetzer Friedrich Torberg.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 93)

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Rosegger, Peter
Signierte Druckfahne

Los 2259

Rosegger, Peter, österr. Schriftsteller und Publizist, Hrsg. der Zeitschrift "Heimgarten" (1843-1918). Druckfahne mit eigh. Signatur und eigh. Notiz. 1 S. Schmal-gr. 4to. (Graz 1894).

Fahnenabzug eines Artikels "Ein Angriff gegen Rosegger", am unteren Rand vom Dichter signiert und eigenhändig bezeichnet: "Bürstenabzug. War bestimmt für den Abdruck in der Grazer Tagespost." Der Artikel druckt die Stellungnahme Roseggers ab, mit der er sich in 8 Punkten gegen böswillige Angriffe im "Berliner Börsen-Courier" zur Wehr setzte. Dort hatte man ihm vorgeworfen, sich als "Finanzgenie" mehr oder weniger unredliche Einnahmen zu verschaffen, gefördert duch eine angebliche "Reclamesucht" und wechselnde Parteinahme. Rosegger legt ruhig und klar seine gesamten Einkommensverhältnisse offen und erklärt, daß er keineswegs "zwischen den Parteien laviere", sondern es im Gegenteil durch seinen "rücksichtslosen Freimuth mit allen Parteien verdorben habe". - Interessantes Dokument zur Biographie des integren, sozialkritischen und pazifistischen Schriftstellers.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

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