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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Lenau, Nicolaus
Brief 1827

Los 2206

[*] Jugendbrief
- Eigh. Brief m. U. "Dein Niembsch". 11/2 S. 4to. Wien 17.XI.1827.

Als Medizinstudent an seinen Jugendfreund Friedrich Kleyle (in Ungarisch-Altenburg), einen Vetter Sophie Löwenthals: "... Mein Hals ward, statt besser, ärger. Besonders auf der linken Seite hab' ich einen bedeutenden Schmerz. Ich mußte also durch einen Andern mich erkundigen, und habe erfahren, daß Dein Bruder ohne Erlaubnis von der Regierung wol als außerordentlicher, keineswegs aber als ordentlicher Schüler werde frequentieren können; daß die Regierung übrigens, wenn man gute Zeugniße vorlege, keine Schwierigkeit mache. Ich zweifle also nicht, Dein Bruder werde aufgenommen, nur glaub' ich, daß die Dazwischenkunft Deines Oncle's, wenn gleich nicht nöthig, doch von guter Wirksamkeit wäre. Willst Du es aber ohne den Letzteren durchsetzen, so komm immerhin mit Deinem Bruder hieher, und verwende Dich für ihn ... Vorläufig soll aber Dein Bruder jedenfalls sich als außerordentlichen Zuhörer mit dem Bemerken einschreiben lassen, daß er nur auf den Bescheid der Regierung warte, um in einen ordentlichen verwandelt zu werden. Ich bin höchlich erfreut, daß Du Dich in einer so schönen Angelegenheit, dergleichen die ist, zur Veredlung eines Menschen beizutragen, an mich gewendet, und Deinen [Bruder] meiner Freundschaft entgegenführst. Er muß gut seyn, weil Du ihn so liebst, und ich werde ihn mit offnen Armen empfangen ...". - Historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke und Briefe, Band V, Nr. 61. Insel-Ausgabe (1971), Nr. 53.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 936)

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Lendroy, Jacques
Brief 1817 an Verleger Wilmans

Los 2208

Lendroy, Jacques, französischer Linguist und Lexikograph, lebte in Deutschland (1769-1844). Eigh. Brief m. U. "J. Lendroy". In deutscher Sprache. 4 S., eng beschrieben. Doppelblatt. 4to. Offenbach 30.III.1817.

An den Verleger Wilmans in Frankfurt a. M., dem er in einem sehr ausführlichen Schreiben ein Lexikon der französischen Sprichwörter zum Verlag anbietet. "... Seit 26 Jahren beschäftige ich mich mit Unterricht in der französischen Sprache in Deutschland. Ein immerwährender Umgang mit der schönen Welt und besonders mein Ruf als Professor der französischen Sprache haben mich und viele Collegen überzeugt, daß die Deutschen, die selbst am geläufigsten französisch sprechen, nicht allein in Verlegenheit, bey der Anwendung eines französischen Sprichworts, eines figürlichen Satzes, und einer Metaphor geriethen, sondern auch sehr oft einen falschen Begriff derselben, einzig und allein aus Mangel an gehörigen Kenntniße darüber, hatten. Um diesem allgemeinen Anstoß zu steuern, habe ich nach vielem Suchen, Forschen und Vergleichen, ein Lexicon, welches alle Sprichwörter und Metaphoren der französischen Sprache enthält, welche die Academie genehmigt, und denen allein sie das Bürgerrecht zuerkannt hat, verfertigt. Mit Hülfe unserer Adelung, Campe und Schwan habe ich die bestimmte Bedeutung davon, in einer deutlichen und kurzen Uebersetzung gegeben, in welcher jeder das nöthige und einen competenten Wegweiser finden wird. - Diese, für die sich auf die Erlernung der französischen Sprache legenden Deutschen, unentbehrlichen Sammlung existirt noch nirgends ...". Beschreibt dann das Werk in allen Einzelheiten und erwähnt am Schluß, daß er auch ein "Lexicon der deutschen Sprichwörter, in dem nämlichen Sinn und Absichten verfertigt, nur ihren Ursprung konnte ich nicht anzeigen, weil unsere deutsche Litteratur keinen oder gar zu wenig und zu schwankend angiebt ...". - Die beiden Außenseiten stark gebräunt.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

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Martini, Fritz
Brief 1979 über Lew Kopelew

Los 2220

Martini, Fritz, namhafter Germanist und Literaturwissenschaftler, Professor in Hamburg und Stuttgart (1909-1991). Brief m. U. "F. Martini". 1 S. Gr. 4to. Stuttgart 12.VI.1979.

An einen Kollegen über Tagungen in Weimar und Wolfenbüttel sowie über die Vergabe des Friedrich-Gundolf-Preises durch die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung an den sowjetischen Schriftsteller, Humanisten und Dissidenten Lev Kopelev. "... Zu unserer Kommission. Einstimmigkeit (Alewyn, Goldstücker und ich) bestimmte die Wahl von Lev Kopelev zum Preisträger 1980, einstimmig wurde entschieden, bis zur Herbsttagung den Vorschlag dem Präsidium vorzulegen, damit so Zeit gewonnen würde, mit den zuständigen Stellen in UdSSR und BRD den Kontakt aufzunehmen ... Ob Herr Kopelev den Preis annehmen kann, muß abgewartet werden. Herr Böll hatte in seinem Brief an mich, den Sie in Kopie erhielten, die Wege gewiesen, die versucht werden müssen. Überlegungen zu späteren Kandidaten wurden bis zum Herbst verschoben ... Ich bin von der Kommission beauftragt worden, den Vorschlagtext Kopelev für das Präsidium zur Herbsttagung zu verfassen. Sie erhalten rechtzeitig eine Kopie zur Durchsicht und Prüfung, bzw. zur Korrektur. Als zukünftige Kandidaten möchten wir an L. R. Forster oder Ilse Graham denken; denn ob Herr Bruford bei hohem Alter kommen könnte, ist ungewiß ... Diese Erwägungen schließen natürlich andere Vorschläge nicht aus. Von L. Kopelev ist gerade neu in Übersetzung auf dem Buchmarkt: 'Und schuf mir einen Götzen. Lehrjahre eines Kommunisten' ... Ich besitze ein Vorausexemplar und kann es Ihnen schicken ... Es ist breit geschrieben, man kann oft diagonal lesen ...". - Im folgenden Jahr erhielt Kopelev von Heinrich Böll und Marion Gräfin Dönhoff eine Einladung zu einer Studienreise nach Deutschland, und tatsächlich wurde ihm und seiner Frau die Ausreise aus der Sowjetunion gestattet, so daß er den Friedrich-Gundolf-Preis entgegennehmen konnte. Doch 1981 wurde das Ehepaar ausgebürgert, so daß Kopelev die deutsche Staatsbürgerschaft annahm.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 105)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 70)

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Martyni-Laguna, Johann Alois
Albumblatt 1810

Los 2221

Martyni-Laguna, Johann Alois (eigentl. Karl Friedrich Martini), sächsischer Theologe und Philologe, Hofmeister in Dresden und Warschau, später Privatgelehrter auf Gut Böhlau bei Zwickau (1755-1834). Eigh. Albumblatt m. U. "Martyni-Laguna". 1 S. 8,6 x 10,8 cm. Dresden 13.II.1810.

"Grabschrift auf Lotte". 4 Zeilen: "Hier schläft die zärtliche Jukunde, / Die, wer sie sah, aus einem Munde, / Als Gattin, Mutter und Freundin erhob: / Ihr Schönen, wißt Ihr ein schöners Lob?"

Schätzpreis
€ 90   (US$ 105)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 70)

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Mell, Max
3 Briefe 1942-1955

Los 2224

Mell, Max, österr. Schriftsteller (1882-1971). 3 eigh. Briefe m. U. "Max Mell". Zus 6 S. Kl. 4to. Wien und Pernegg 1942-1955.

Der Brief von 1942 an das Kulturamt der Stadt Wien. "... erlaube ich mir mitzuteilen, daß ich dem Besuche des von Ihnen beauftragten Herrn Schriftleiter Inhauser gern entgegensehe ...". - Die Briefe vom 18.VIII. und 11.IX.1955 an den Intendanten des Stadttheaters Klagenfurt. "... Die Nachricht von Ihrem Vorhaben, die 'Nibelungen' im Hof des Landhauses in Klagenfurt zu spielen, eröffnet mir eine wunderschöne Aussicht. Was die Möglichkeit der Wirkung auf der Freilichtbühne anlangt, kann ich die Bedenklichen nur beruhigen. Ich habe eine solche Aufführung zwar nicht gesehen, aber ich vertraue der Wirkung vollauf. Vor einem Jahr wurde das Stück (der erste Teil) auf der Freilichtbühne in Meppen im Emsland gegeben, mir war die weite Reise nicht möglich, aber ich erhielt verläßliche Berichte von Besuchern, die von der mächtigen Wirkung erzählten ... Zweimal haben Sie sich vergebens für die Nibelungen eingesetzt, ich bin sicher, daß der dritte Versuch glücken wird ... Darf ich Ihnen in diesem Zusammenhang noch jemand nennen, der für die Rolle der Kriemhild sehr in Frage kommt, ich nannte Ihnen schon in Bregenz Frl. Traute Eschelmüller, zuletzt Solothurn. Ich habe sie gesehn und hatte sehr starken Eindruck ... Ich denke wohl, daß ich ein neues Bühnenwerk noch vor dem Jahresende werde abschließen können, ich stehe der Uraufführung wegen bereits in bestimmter Anknüpfung ... Auch mir war es eine aufrichtige Freude, daß ich Sie einmal persönlich berüßen konnte ... Ihr Eintreten für mein Schaffen zu wissen tut mir wohl und schon deshalb würde ich Ihnen über meine nächsten Pläne gern Auskunft geben [Pernegg 18.VIII.1955] ... Was mein neues Bühnenwerk anlangt: inzwischen ist es als sehr ernstlicher Bewerber für die Uraufführung Bregenz aufgetreten: Festspiele 1956. Danach käme als Ort der Zweitaufführung Klagenfurt sehr in Betracht, sofern es Ihnen in den Spielplan paßt. Mitteilungen hierüber wie über einiges mit diesen Plänen Zusammenhängende, das sich in Kürze schwer schriftlich ausdrücken läßt, würde ich Ihnen gern einmal gesprächsweise machen ... Das Stück ist noch nicht fertig. Ich denke mir als Zeitpunkt hiefür Neujahr, hoffentlich kann ich das durchführen ... Darf ich anfügen, daß mir die äußere Gestaltung Ihres Programms sehr zusagt. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir acht oder zehn Exemplare davon zusenden ließen ... Mir ist dieses Ihr Vorhaben ja ein hochspannender Gedanke. Ich weiß, daß es in Wien viel Interesse finden wird ..." [11.IX.1955]. - Mit Rotstift-Anstreichungen des Empfängers.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

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Molnar, Franz
Brief 1908

Los 2226

[*] Molnár, Franz (Ferenc), ungar. Dramatiker und Journalist (1878-1952). Eigh. Brief mit U. "Franz Molnar". In deutscher Sprache. 1 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. (Budapest) "Freitag" (ca. 1908).

"Lieber Herr Kramer, besten Dank für das schöne Bild. Übermorgen reise ich nach Berlin, wo die Erstaufführung von 'Der Teufel' am 21. stattfindet. Drei-vier Tage bleibe ich noch dort, und dann gehe ich nach Wien, wo ich Sie hoffentlich sehen werde ... P.S. Nicht 'mulatschak', sondern: 'mulatság.'" - Wenige Monate nach der Trennung von seiner Frau war Molnar ein Verhältnis mit Irén Varsányi eingegangen, Ungarns bedeutendster Schauspielerin und Frau des wohlhabenden Fabrikanten Illés Szécsi. Für sie schrieb Molnár "Az ördög" ("Der Teufel"), ein Stück, worin eine Schauspielerin aufgefordert wird, ihren langweiligen Ehemann zu verlassen. Das Drama wurde 1907 uraufgeführt und bescherte Molnár internationalen Ruhm und die Mitgliedschaft in der exklusiven "Petöfi Gesellschaft". Nach einem Duell mit dem eifersüchtigen Szécsi erhielt Molnár eine zweiwöchige Gefängnisstrafe. - Als früher Brief sehr selten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

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Müchler, Karl Friedrich
Brief 1844 an K. F. Straß

Los 2228

Müchler, Karl Friedrich, preuß. Kriegsrat und extrem produktiver Schriftsteller (1763-1857). Eigh. Brief m. U. "Müchler" und Adresse. 2 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Berlin 6.II.1844.

An den Berliner Kreisjustizrat Karl Friedrich Heinrich Straß, der unter dem Pseudonym Otto von Deppen (1803-1864) auch schriftstellerisch hervortrat. Hier wendet sich Müchler an den Juristen, wegen der Auflösung des Vertrages als Mitarbeiter einer Zeitschrift. "Als ich Ew Wohlgeboren auf Ihre geehrteste Zuschrift vom 10. d. M. das Verhältniß zwischen H. Buchhändler Schnitzer und mir auseinander setzte, um Deroselben zu beweisen, daß die Schuld gewiß nicht an mir liege, wenn ich ihm den Kontrakt im Beiheft der Redaktion der Zeitschrift: der Neuigkeits-Bote, gekündigt und ich meiner Ehre wegen meinen Namen nicht zu einem Blatte geben kann, wo z. B. andrer Unziemlichkeit nicht zu gedenken, immer die Rede von wolgeneigten Lesern ist, einer Kriecherei im Geschmack der Bettler, die jeden, den sie ansprechen, gnädiger Herr oder gnädige Frau, wohl auch Herr Graf oder Frau Gräfin nennen, und hausirender Juden, welche ihre schlechte Ware dadurch an den Mann zu bringen suchen, ersuche ich Ew Wohlgeboren ganz ergebenst um die gefällige Zurückgabe des mit H. Buchhändler Burmeister abgeschlossenen Contrakts über die Redaktion der in Rede stehenden Zeitschrift ...". - Am Rand ein Antwort-Entwurf. - „Müchler gehört zum Typus des freien Schriftstellers, der den sich etablierenden Verwaltungsstaat wie den literarischen Markt zum eigenen Vorteil zu nutzen suchte. Mit sicherem Gespür für den sich abzeichnenden Strukturwandel - in der 'Rechtfertigung' bezeichnete er selbstbewußt die Staatsbeamten und nicht den Adel als die gesellschaftlich führende Macht - stellte er sich vor seiner Entlassung freiwillig als politischer Publizist in den Dienst Preußens, lange bevor dieses selbst die Möglichkeit öffentlicher Meinungsbildung nutzte" (NDB).

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 140)

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Müller, Methusalem
Brief 1832 an Friedrich Laun

Los 2231

Müller, K. L. Methusalem, Schriftsteller und Publizist, langjähriger Chefredakteur der "Zeitung für die elegante Welt" (1771-1837). Eigh. Brief m. U. "Methus. Müller" und Adresse. 1 S. 4to. Leipzig 28.VII.1832.

An den Schriftsteller Friedrich Schulze (Pseudonym: Laun) in Dresden mit der Zusage einer späteren Veröffentlichung seiner Erzählung. „Ich hatte allerdings, mein verehrter Freund Ihre Erzählung schon im Anfange dieses Sommers zum Druck bestimmt und eingeordnet, da wünschte Hr. Voß, daß ich eine von ihm erhandelte Erz. von Rellstab geben möchte, weil ihm an deren schneller Mittheilung viel gelegen sey; daher mußte ich nun eine andre hintanstehend lassen. Allein zuverlässig soll Ihre Erzählung noch in diesem Sommer erscheinen, so wie es sich wird finden lassen. Ich kann oft mit dem besten Willen den Wünschen meiner Freunde nicht ganz genügen, darum aber behalte ich sie doch stets im treuem Andenken ...". Bedauert, ihn auf der vergangenen Leipziger Messe nicht gesehen zu haben, hofft jedoch auf ein baldiges Treffen. "... Ich werde mit den Meinigen keinen Ausflug machen, denn das Wetter und die Cholera laden nicht sehr zu dergleichen ein. - Mein Verleger Hr. Voß hat eine Reise nach Petersburg gemacht, von der er Ende August zurückzukehren gedenkt, dann werde ich ihm Ihren Brief zustellen ...". - Gebräunt.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

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Müller von der Werra, Friedrich Konrad
Brief 1868

Los 2232

Müller von der Werra, Friedrich Konrad, Mediziner, Schriftsteller und Publizist (1823-1881). Eigh. Brief m. U. "Dr. Müller von der Werra". 1 S. gr. 8vo. Leipzig 17.IV.1868.

An den Gründer einer neuen Zeitschrift in Wien, dem er überaus selbstbewußt einen Artikel übersendet, "den Sie aber nicht beschneiden wollen, namentlich lege ich auf den letzten Satz großes Gewicht. Sie werden aus dem Artikel entnehmen, daß er durchaus mäßig unparteiisch gehalten ist. Ich knüpfe daran eine freundliche Bitte. Senden Sie unter Streifband je ein Exemplar an Theaterdirector de Witte und an Bürgermeister Dr. Koch hier, desgl. bitte ich um ein Exemplar. Haben Sie auch die Güte Herrn de Witte einen Brief zukommen zu lassen, in welchem Sie ihn bitten, mir als Ihrem ständigen Mitarbeiter (als solchen können Sie mich fortan betrachten - ich beanspruche kein Honorar) ein Freibillet für alle Vorstellungen ohne Ausnahme als Vertreter der Presse zu zusenden, jedoch bemerken Sie ihm gefälligst, daß er mir einen meines Standes und Namens würdigen Sitzplatz zuertheilen möge. Haben Sie die Güte, mir diese Bitte zu erfüllen, indem ich es nicht für schicklich erachte, mich an de Witte selbst zu wenden. Legen Sie ihm die Sache dringend ans Herz ... Seit Jahren habe ich nichts von unserem 'Wiener Sängerbund' gehört. Warum? Die Ernennung zum Ehrenmitglied habe ich seiner Zeit wohl erhalten, aber nie ein Diplom. Können Sie für letzteres sorgen, so wäre es mir lieb ...". - Der Gesang war Müller ein Herzensanliegen: 1862 hatte er die Wochenschrift "Die neue Sängerhalle" gegründet. Mit dem "Theaterdirector de Witte" ist Theodor von Witte gemeint, 1864 bis Nov. 1868 Direktor des Leipziger Stadttheaters.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 140)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 93)

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Paalzow, Henriette
Brief an Pauline Bunsen

Los 2234

Paalzow, Henriette (geb. von Wach), Berliner Schriftstellerin des Biedermeier (1792-1847). Eigh. Brief m. U. "Jettele Paalzow g. Wach". Doppelballt mit Adresse. 1 S. Gr. 8vo. (Berlin) 29.IV. (nach 1828).

An Pauline Bunsen, geb. München, seit 1828 Ehefrau des Berliner Stadtgerichtsrates Bunsen, mit einer launigen Einladung. "... ich wette Sie ahnen was ich will - ich aber thue als merke ich nichts, und halte meinen Vortrag - 'Da Agnes hier ist - und versprochen hat morgen Abend 7 Uhr mit allen Insassen des Rauchschen Hauses bei uns zu sein - so - aha jetzt kömmts! - so - so mögte ich gern Paulinchen und der gute Bunsen kämen auch.' - Bei Leibe nicht nun ausathmen! - demüthig sagen wir bloß - um Agnes willen, um sie zu überraschen u zu erfreuen - Wenn Sie das nicht rührt! ...". - Ein Fleck auf dem Adressblatt.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 140)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 93)

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