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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status

Hugo, Victor
Brief 1849

Los 2397

[*] Hugo, Victor, franz. Dichter und Politiker, Hauptvertreter der frz. Romantik, Mitglied der Académie Française und Pair de France (1802-1885). Eigh. Brief m. U. "Victor Hugo". 2/3 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Paris 7.VI.1849.


"Monsieur, j'ai le regret profond de pas pouvoir assister à la conférence donc vous m'entretenez, mais j'accepte la présidence d'honneur que vous voulez bien m'offrir. Croyez, je vous prie, à ma très sincère cordialité. Victor Hugo." - Der Dichter hielt dann aber doch die Eröffnungsrede beim Friedenskongress "Congrès de la Paix" am 21. August 1849. - Kleiner Faltenriss.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 911)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)

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Jünger, Ernst
Brief 1975

Los 2401

[*] Jünger, Ernst, Schriftsteller, Offizier und Entomologe, einer der international meistgeehrten, gleichermaßen umstrittenen wie bewunderten dt. Autoren (1895-1998). Eigh. Brief m. U. "Ernst Jünger". 3/4 S. Auf gelbem Papier. Gr. 4to. Wilflingen 19.III.1975.

An Herrn Singer: "... Mich hat's jetzt auch erwischt; ich liege mit einer bösen Grippe im Bett. Bin trotzdem unruhig über das Ergebnis Ihrer Operation. Ich hoffe, dass sie gelungen ist und dass Sie mit guten Aussichten zurückkehrten ...". - Gelocht, dennoch dekorativ.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)

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Le Fort, Gertrud von
Brief 1939 + Beilagen

Los 2410

Le Fort, Gertrud von, Lyrikerin, Essayistin (1876-1971). Eigh. Brief m. U. "Gertrud le Fort". 2 S. Gr. 4to. Baierbrunn bei München 30.IV.1939.


An Franz Wegwitz in Leipzig, der wohl eines ihrer Gedichte vertont hatte. "... Ich habe das Notenblatt, das Sie die große Güte hatten, mir zu widmen, ein wenig studiert - so gut es mir allein möglich war. Einen ganz vollen Eindruck Ihres Werkes wird mir erst eine liebe Freundin vermitteln, die im Gesang ausgebildet ist ... Ich habe ihr das Notenblatt gesandt; wenn wir uns ... im Laufe des Sommers wiedersehen, will sie mir das Lied vorsingen ... Ich bin gewiß, daß es durch Ihre Vertonung viel schöner und wesentlicher herauskommt als auf das Wort allein gestellt ...". - Gelocht. - Dabei: Dieselbe. Gedruckte Dankeskarte mit Porträtfoto und eigh. Unterschrift "Gertrud v. le Fort". 1 Doppelblatt, mit Umschlag. 8vo. (Oberstdorf 8.II.1956). - An denselben. Dank für Glückwünsche zu ihrem 80. Geburtstag. Unter dem Bild, das die Dichterin schreibend zeigt, das gedruckte Motto: "Bald erlischt was unsre Feder schreibt - Nur die Chiffre unrer Seele bleibt."

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 170)

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Lenau, Nicolaus
Eigenhändiger Verlagsvertrag

Los 2412

- Eigh. Verlagsvertrag m. U. "Nicolaus Niembsch von Strehlenau (Verfasser der Gedichte von Nicolaus Lenau)". 1 S. 4to. Stuttgart 29.IV.1834.

"Vertrag. - Die J. G. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung übernimmt den Verlag von Nicol. Lenau's Gedichten, zweite Auflage, unter nachstehenden Bedingungen. - 1. Die erste Auflage soll einen Zuwachs von neuen Gedichten erhalten im Belaufe von 10 Druckbogen, so, daß die zweite, hier contrahirte Auflage etwa aus 28 Druckbogen bestehe ... 4. Honorar tausend Gulden für die zweite Auflage von 1200 Exemplaren, zahlbar mit Beendigung des Druckes ... 6. Der Verfasser erhält 36 geheftete Freiexemplare. Sämtliche Exemplare werden in Umschlag geheftet ausgegeben ...". - Ferner über Drucktermine, Format und den Fall einer dritten Auflage. - An den Rändern stärker fleckig infolge ehemaliger Versuche, Einrisse mit Tesafilm zu reparieren (der Tesafilm ist heute entfernt und durch säurefreies Papier ersetzt).

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)

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Lissauer, Ernst
22 Postkarten

Los 2415

[*] Lissauer, Ernst, Schriftsteller (1882-1937). Konvolut von 22 eigh. Postkarten m. U. "Ernst Lissauer", "E." oder "E. L.". Zus. ca. 43 S. Berlin und Wien 1912-1935.

An den ihm befreundeten Literarhistoriker Heinrich Meyer-Benfey (1869-1945) in Hamburg-Wandsbek. Über beiderseitige Arbeit und Veröffentlichungen, literarische Fehden, Reisen, Verabredungen und Neuigkeiten vieler Art. Ein Zitat als Beispiel: "... es ist wirklich stark, was diese naturalistischen Leute sich gegen mich leisten. Gegen das Ästhetische bin ich ja mit einem ganz guten Stahlhemde gekleidet, aber das Charakterhafte. Es wurmt mich doch, daß ich dem Dr. Diedrich [ist Eugen Diederichs gemeint?] nicht mit der Feststellung geantwortet habe, daß er den Sinn m. damaligen Erklärung im B. T. [Berliner Tageblatt] entstellt hat; freilich lohnt es sich nicht, aber das Schlimme ist, daß diese Weisheit meinen Groll nicht beruhigt und ich, ab und zu, dem Mann innerlich schreibe, ihn fordere u.s.w., und nur der Gedanke, daß es uferlos wäre, dem nachzugeben, und stärker, einfach weiterzuschreiben, hindert mich. Nun schreibt auch die Tägl. Rsch. denselben Unsinn über 'Bach' bei Gelegenheit eines von J. E. Schenk ... veranstalteten Bach-Abends. 'Er sollte L's jüngstes Buch in Scene setzen.' Dabei habe ich Schenk es widerraten, weil 'Bach' im Lessingmus. von mir und in d. Singakad. ... schon gelesen worden ist; trotzdem hatte d. Abend starken Erfolg u. Besuch ..." [Berlin 30.IX.1916]. - Lissauers Buch "Bach. Idylle und Mythen" erschien erst 1919 in Jena bei Eugen Diederichs. - Aufschlußreiche Sammlung zur literarischen Laufbahn dieses umstrittenen Autors.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)

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Mann, Thomas
Brief Januar 1953

Los 2417

[*] Mann, Thomas, Schriftsteller, Nobelpreisträger (1875-1955). Brief m. U. "Thomas Mann". 1 S. Gr. 8vo. Erlenbach-Zürich 27.I.1953.

An Lore Rümelin (1915-1998) in Bern, die seine Manuskripte sorgfältig in Maschinenschrift übertrug: "... Die Abschrift ist tadellos, und ich bin froh, dass dies für mich so wichtige Problem glücklich gelöst ist, und schicke Ihnen vertrauensvoll eine grössere Partie, die meine Frau, wenn Sie so weit sind, wieder abholen kann. Besondere Eile ist nicht nötig ...". - Lore Rümelin-Wibel (1915-1998), Frau des deutschen Kulturattachés beim deutschen Generalkonsulat in Zürich, später Bern und Bonn, stammte aus Lübeck und kam auf Vermittlung von Gottfried Bermann-Fischer zu Thomas Mann. Sie fertigte die Manuskriptabschriften der späteren Werke an, so auch für "Die Betrogene", worauf sich vorliegender Brief bezieht. - Bürgin/Mayer 53/34. - Vgl. Klaus Täubert, Zum 80. Geburtstag [von L. Rümelin] am 28. September. In: Europäische Ideen, Heft 90 (1994), S. 12-15.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)

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Meister, Ernst
Signiertes Manuskript

Los 2420

[*] Meister, Ernst, Dichter und Schriftsteller, Träger des Büchner-Preises und diverser weiterer Literaturpreise (1911-1979). Eigh. Manuskript m. U. "Ernst Meister". 6 S. auf 4 Bl. (Kugelschreiber und Filzstift). Gr. 4to. O. O. u. J.

Am Schluß signierter Essay über einen Text von Gabriele Wohmann (1932-2015), mit der Meister seit 1967 befreundet war, bis die Freundschaft 1970 im Streit um das Buch "Ernste Absicht" auseinanderging. - Gelocht; nicht einfach zu lesen. - Sehr selten.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)

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Miller, Henry
Porträtfoto mit Widmung 1957

Los 2422

[*] Miller, Henry, amerikan. Schriftsteller und Maler (1891-1980). Porträt-Photographie mit eigh. Widmung u. U. "Henry Miller" auf der Rückseite. 24,2 x 19,3 cm. O. O. 17.V.1957.


"For Prof. Henny Wolff with warm greetings. Henry Miller 5/17/57." - Henny Wolff (1896-1965) war Sopranistin und lehrte 1950-64 Sologesang an der Musikhochschule Hamburg. - Die schöne großformatige Aufnahme zeigt Miller im Brustbild mit kariertem Hemd, die linke Hand am Kinn. - Der Photograph Arthur W. Knight (1937-2012) machte sich später auch als Schriftsteller einen Namen. - Auf der Bildseite eine wegen des dunklen Hintergrundes kaum lesbare zweite Widmung "Henny Wolff | Henry Miller | 7/15/57." - Linke obere Ecke geknickt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)

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Miller, Henry
2 Autographen

Los 2423

- 2 Autographen. Verschied. Formate. 1962-1964.

I. Brief m. U. "Henry Miller". Auf dem roten Werbezettel eines Kunstverlags. 2 S. Schmal-8vo. (Wohl München) 4.X.1962. - An Michael Münzer in München. "Cher Ami Michel - Dommage que je ne vous ai pas vu avant mon départ - mais on se verra quelque part avant trop longtemps ... Dites à votre frère Holgar que je suis en train de faire une aquarelle pour lui. Comment trouvez-vous la liste des livres ci-inclus? ...". - II. Eigh. Gruß m. U. "Henry Miller". Auf dem Umschlag eines Ausstellungskataloges für den Maler Guy Harloff, dessen Text im wesentlichen aus einem Essay von Henry Miller besteht (Turin 1963). - "Vous qui parlez toutes les langues, voici quelque chose d'amusante. Happy New Year! 1964. Henry Miller". - Der Brief gelocht.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)

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Musil, Robert
Brief 1926 an Max Brod

Los 2426

- Brief m. U. "Robert Musil". 1/2 S. Gr. 8vo. Wien 14.XII.1926.

An den Schriftsteller Max Brod. "... Ihre Zuschrift und das Buch habe ich mit Dank erhalten. Leider muss ich Ihnen sagen, dass es sehr ungewiss ist, ob ich in der nächsten Zeit dazu kommen werde, Aufsätze zu schreiben, so dass ich unter Umständen Ihre Geduld und Nachsicht beträchtlich in Anspruch nehmen muss ...". - Brod hatte ihm wohl ein Exemplar seines neuen Romans "Die Frau, nach der man sich sehnt" geschickt und um eine Rezension gebeten.

Schätzpreis
€ 1.600   (US$ 1.823)


Nachverkaufspreis
€ 1.400   (US$ 1.595)

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