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Autographen Auktion 111, Mi., 18. Apr., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Nachdruck-Verbot für Goethes Werke
Wiener Umlaufbogen

Los 2049

- Nachdruck-Verbot für die Ausgabe letzter Hand von Goethes Sämtlichen Werken. Handschriftl. Umlaufbogen des Magistrats der Stadt Wien an die dortigen Buchdrucker. Mit dem Vermerk "Gelesen" von 22 Buchdruckern unterzeichnet. 2 S. Auf grauem Konzeptpapier. Mit Siegelresten. Folio. Wien 6.X.1825.

Bedeutendes Dokument zur Druckgeschichte von Goethes Werken und zur Geschichte des Nachdrucks überhaupt. Nach üblen Erfahrungen mit Raubdrucken seiner Werke (an dem Wiener Nachdruck der 26bändigen Werkausgabe 1815-1819 war sogar Cotta beteiligt) hatte sich Goethe über den Herzog Carl August bemüht, für seine Werkausgabe letzter Hand ein Generalprivileg gegen den Nachdruck auf dem gesamten Gebiet des Deutschen Bundes zu erreichen. Das gelang auch, und so wurden vielerorts - wie hier in Wien - die Buchdrucker aufgefordert, das Nachdruckverbot zu lesen, zu unterzeichnen und einem für das Einsammeln delegierten Drucker zu übersenden. Auf vorliegendem Rundbrief schreibt der Wiener Magistrat: "... Nach Innhalt des hohen Hofkanzleydekrets v. 30ten Aug. d. J. haben Se Majestät mit höchster Entschließung v. 23ten des nämlichen Monats geruht, dem großherzogl: sächs: Weimarischen Staatsminister Herrn v. Göthe ein Privilegium gegen den Nachdruck der von ihm veranstalteten neuen Ausgabe seiner sämmtl. Werke auf dem ganzen Umfange der österr. Monarchie zu bewilligen ...". Der Drucker Philipp Bauer als gewählter Vertreter des Buchdrucker-Ausschusses soll die Unterschriften zur Kenntnisnahme der Verordnung einsammeln. Folglich finden sich auf dem an Bauer adressierten Bogen die eigh. Signaturen von 22 Buchhandels- oder Druckereivertretern Wiens, darunter Bauer selbst sowie Wallishausser, Carl Gerold, v. Ghelen, Anton Schmid, Hirschfeld und viele andere. - Der Erlaß war bahnbrechend für die Entwicklung des Urheberrechts, auch wenn man außerhalb des Deutschen Bundes, z. B. in der Schweiz, sich nicht daran zu halten brauchte.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.770)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.180)


Goncourt, Edmond de
Brief 1894

Los 2050

Goncourt, Edmond de, franz. Schriftsteller, gilt gemeinsam mit seinem Bruder als Mitbegründer des literar. Naturalismus, Namensgeber des "Prix Goncourt" (1822-1896). Eigh. Brief m. U. "Edmond de Goncourt". 2 S. Auf grauem Papier. Kl. 8vo. (Paris) 10.X.1894.

An die Übersetzerin Emma Adler in Wien. "... C'est à la fois delicat et outrecuidant de dire par soi-même: C'est moi qui a inventé le naturalisme; Germinie Lacenteux (1864) a paru douze ans avant l'Assommoir (1877) et l'Assommoir et tous les romans naturalistes pendant vingt cinq ans descendent de Germinie Lacenteux. - Il n'y a aucun autre que l'auteur qui puisse proclamer cette vérité que vous voulez bien reconnaitre louangeusement dans votre lettre et je crois le plus sincèrement pour le succés du livre en Allemagne que ce qu'il y aurait de mieux serais de vous charger de la préface que vous me demandez, ce serait simplement une seconde édition de votre lettre avec un peu plus de développements. Je vous envoie les portraits demandés: celui de mon frère à 25 ans (je n'en ai pas d'une date posterieure), le mien à 70 ans. Il serait bon pour votre traduction de paraître dans le courant de Janvier où doit être joué à Vienne la Faustin ...". - Es handelt sich um eine Bühnen-Adaption von Edmond de Goncourts Roman "Juliette Faustin". - Der Roman "L'Assommoir" (Der Totschläger) stammt von Emile Zola.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 295)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 177)


Gütersloh, Albert Paris
Postkarte 1937

Los 2052

Gütersloh, Albert Paris (eigentl. A. C. Kiehtreiber), österr. Maler und Schriftsteller, gilt als geistiger Vater des "Phantastischen Realismus" (1887-1973). Eigh. Postkarte m. U. "Gütersloh". 1 S. (Wien) 2.II.1937.

An den Lyriker, Übersetzer, Herausgeber und Publizisten Dr. Ernst Schönwiese (1905-1991) in Wien. "... bis gestern Montag abends ist der Aufsatz Blei's über mich leider noch nicht in seinem Besitz gewesen. Ich bitte Sie herzlichst denselben entweder sofort zur Expedition zu bringen, daß er noch heute bei B. eintrifft oder, wenn irgend möglich, vielleicht gegen 6 h abends im Henslerhof deponieren zu lassen (für Blei). Es wäre sonst das rechtzeitige Erscheinen in Frage gestellt und mir liegt aus gewissen Gründen sehr viel an einer öffentlichen Stimme zu dem an sich recht traurigen Anlaß ...".

Schätzpreis
€ 220   (US$ 259)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 177)


Hofmannsthal, Hugo von
Albumblatt 1895

Los 2059

Hofmannsthal, Hugo von, österr. Dramatiker, Lyriker und Erzähler (1874-1929). Eigh. Namenszug mit Ort und Datum; auf einem Kartonblatt mit abgerundeten Ecken. Quer-8vo. Rodaun, August 1905.

Frühes Autogrammblatt. - An den Ecken Spuren ehemaliger Aufbewahrung in einem Steck-Album.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 141)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 94)


Houwald, Ernst von
Brief 1825 über Contessa

Los 2060

Über Contessa
Houwald, Ernst von, Dramatiker und Kinderbuch-Autor (1778-1845). Eigh. Brief m. U. "Houwald". 11/2 S. 4to. Neuhaus 8.X.1825.

An den Herausgeber eines Göschenschen Taschenbuches, dem er aus dem Nachlaß des Dichters Salice-Contessa einen kritischen Aufsatz übersendet. "... Unter den Papieren unseres frühvollendeten Freundes Contessa, mit deren Ordnung ich mich in den letzten Monaten ausschließlich beschäftigt habe, ist mir ein Aufsatz wieder in die Hände gefallen, der sich zwar nicht dazu eignet, daß er bei Herausgabe der sämmtlichen Schriften Contessas darin mit aufgenommen werde, der aber doch auch wieder so viel Originelles und gutmüthig Satyrisches enthält, daß ich mir es nicht versagen kann, Ihnen denselben mitzutheilen, zumal sein Inhalt Sie näher angeht, denn der Aufsatz ist eine Beurtheilung Ihres Taschenbuches vom Jahre 1819.- Contessa las diesen Aufsatz uns damals zur großen Belustigung vor, ließ ihn jedoch auf mein Anrathen nicht abdrucken, was er früher beabsichtigte. Auch Ihnen, denk ich, wird es interessant sein, den Verstorbenen als Kritiker einmal auftreten zu sehen; meiner Meinung nach hatte er ein großes Talent, nur aber nicht die gehörige Geduld dazu ...". - Gebräunt.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 141)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 94)


Kellermann, Bernhard
2 Briefe 1925-1929

Los 2065

Kellermann, Bernhard, Romancier und Novellist, in der Frühzeit auch Dramatiker (1879-1951). 2 masch. Briefe m. U. "Bernhard Kellermann". Zus. 2 S. Gr. 4to. Berlin bzw. Werder (Havel) 31.XII.1925 und 6.XII.1929.

Der erste Brief über einen bevorstehenden Besuch in Engelberg; der zweite an Herrn Kroner von der Redaktion des "Uhu" wegen der Ablehnung eines Beitrags. "... Ich bedaure sehr, dass Sie die Affengeschichte der zwölfjährigen Liselotte Koch in Bangkok nicht verwenden konnten. Ich hätte meiner kleinen Freundin gern die Freude gemacht ... Vielleicht entschliessen Sie sich doch noch, wenn Sie die reizenden Photos sehen werden. Aus Ihrem Brief geht hervor, dass Sie der Ansicht sind, dass ich diese Affengeschichte nacherzählt hätte. Das ist ganz und gar nicht der Fall. Ich habe nicht eine Zeile geändert und glaubte gerade, dass es interessieren würde, von so einer jugendlichen Verfasserin eine Aufsatz zu bringen ...". - Kellermann wurde 1926 Mitglied der der Preußischen Akademie für Dichtkunst, aus der man ihn am 5. Mai 1933 ausschloss. Später gründete Kellermann gemeinsam mit Johannes R. Becher den "Kulturbund der DDR". - Der zweite Brief gelocht und mit kleinen Randschäden.

Schätzpreis
€ 100   (US$ 118)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 70)


Kerner, Justinus
Signiertes Gedichtmanuskript

Los 2067

- Eigh. Gedicht-Manuskript m. U. "Justinus Kerner". 2 S. Kl. 4to. (Weinsberg) o. J.

"Der Gesang im Ofen". 5 vierzeilige Strophen: "Wer sang in meinem Ofen / Heut Nacht so wunderbar? / Wie nie ein andres Singen / Mir so ergreifend war! - Lang war's als säng' aus Flammen / Unselger Geister Chor, / Dann aber sang's in Worten / So tönend meinem Ohr ...". - Die vierte Zeile lautete ursprünglich "so herzergreifend war", doch ist sie von des Dichters Hand verbessert in: "Mir so ergreifend war". In der Druckfassung steht dann aber doch "so herzergreifend war". - Leicht geknittert; rückseitig Montagespuren an einem Rand.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 944)


Kerner, Justinus
Brief 1854

Los 2068

- Eigh. Brief m. U. "J Kerner" sowie Adresse und Briefmarke. 3 S. Gr. 4to. (Weinsberg 10.XII.1854).

Umfangreicher Brief an die langjährige Familienfreundin Emilie von Pfaff, Gemahlin des Obertribunalpräsidenten Gustav von Pfaff in Esslingen. Altersbrief in betrübter Stimmung, noch ganz geprägt vom Tod seiner Frau.
Kerner dankt ihr für Trost und Familiennachrichten und Gott dafür, daß bei ihnen "die Tage noch nicht hereinbrachen von denen es heißt: sie gefallen mir nicht. Im Glüke (ich that das auch ehemals) kann man andern ... Trost aller Art schiken", besonders den oberflächlichen "sogenannten religiösen. Mein Schmerz u. mein Glaube geht tiefer". Seit dem Tod seiner Frau (im April) sei sein "Schmerz nicht mehr zu stillen", und sein Glaube sei der "an eine über uns allen wachende Liebe, u. diese wird wissen, warum sie diesen nicht zu stillenden Schmerz noch in mich legen mußte ...". Ein Vierzeiler bestätigt dieses Empfinden: "Und wer hier anders glaubt u. fühlt, / Wenn er sich noch so fromm hinstellt, / Dem wird das Herze noch umspühlt, / Von eitlen Wogen dieser Welt!"
Er berichtet weiter von einem Nervenfieber seines Schwiegersohnes in Heilbronn - Pfarrer Friedrich Gsell -, dem es nun besser gehe, der aber "noch lange nicht thätig seyn" kann. Auch habe die Finanzkammer ganz in seiner Nähe ein Haus gekauft und "an dasselbe wird mir zur liebsten Aussicht das Gefängnis auch hingebaut. Doch ich sehe ja nicht mehr u. seit mein Rikele mein Häuschen nicht mehr bewohnt, ist es ein gewöhnliches" geworden. "... Thut nichts! ich werde täglich elender u. wahrscheinlich sehen wir uns auf dieser Welt nie wieder ...". - 8 Lebensjahre waren Kerner aber doch noch vergönnt. - Einschließlich der Briefmarke ("Württemberg Freimarke 3) gut erhalten. - Kleiner Ausriss vom Öffnen der Versiegelung.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.416)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 944)


Kesser, Hermann
Postkarte 1923 + Beigabe

Los 2069

Kesser, Hermann, linksliberaler Schriftsteller und Journalist, 1933 in die Schweiz und die USA emigriert (1880-1952). Eigh. Postkarte m. U. "Hermann Kesser". 1 S. (Überlingen, Bodensee) 28.IX.1923.

An den Schriftsteller Oskar Maurus Fontana in Wien. "... Ich komme auf den Gedanken, mich nach Ihnen zu erkundigen, da ich gerade ein neues Buch hinausschicke, "Die Reisenden", eine Komoedie, das Ihnen in diesen Tagen zugeht - Zeichen eines Erinnerns - auch an unser Zusammensein in Wien. Wieviel liegt dazwischen! Aber ich glaube mich zu entsinnen, daß wir uns zuletzt - nicht im Hotel gesehen haben, weil Sie verhindert gewesen sind ... Im B. C. [Börsen-Courier] las ich häufig über Wiener Theater von Ihnen! ...". - Dabei: Alfons Petzold, Wiener Arbeiterdichter, Lyriker und Erzähler (1882-1923). Eigh. Künstler-Postkarte m. U. "Alfons Petzold". 1/2 S. (Österreich) o. O. u. J. - Gleichfalls an Fontana. "... Sie haben mir mit Ihrem schönen Buch eine rechte Freude bereitet. Vielen Dank dafür. Wenn ich im November nach Wien komme, wird es mich freuen, Sie zu sehen und mit Ihnen ein bißl zu plaudern. Vergangene Woche traf ich mit Frl. Braun zusammen. Die Glückliche ist nach Capri gefahren ...". - Die Bildseite der Karte zeigt eine Gipsbüste Petzolds von Gustinus Ambrosi.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 177)


Nachverkaufspreis
€ 90   (US$ 106)


Kramer, Theodor
Gedichtmanuskript

Los 2074

Kramer, Theodor, österr. Lyriker, Träger mehrerer Literaturpreise, emigrierte 1939 nach England, wo er als Bibliothekar tätig war (1897-1958). Eigh. Gedichtmanuskript. In engl. Sprache. 3/4 S. (Bleistift). 4to. O. O. 19.VIII.1939 und 22.VIII.1943.

Fünf Strophen ohne Titel, insgesamt 28 Zeilen. Wohl vollständiges Rohmanuskript, mit zahlreichen Änderungen und Verbesserungen sowie Rhythmus-Bezeichnungn am Rand. Jede Strophe beginnt mit den Worten "The town is too large for her own people ...". Die zwei Datierungen deuten vielleicht darauf hin, daß das Gedicht 1939 in London begonnen und 1943 in Guildford überarbeitet wurde. - Geschrieben auf der Rückseite eines hektographierten Werbeblattes für ein geplantes Buch Kramers: "Verbannt aus Oesterreich (Beim Haustrunk - Vom Himmel von London - Verbannt aus Oesterreich). 1. Buch der Schriftenreihe des Austrian PEN-Clubs. - Bestellungen: 126 Westbourne Terr. W 2. - Bitte geben Sie diesen Zettel an Bekannte weiter!" - Der Gedichtband erschien tatsächlich 1943 in London im Verlag des Austrian PEN-Clubs. - Manuskripte Kramers kommen im Handel äußerst selten vor (kein Autograph im JbdApr. 1950 ff.).

Schätzpreis
€ 800   (US$ 944)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 590)



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