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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Geibel, Emanuel von
Gedichtmanuskript "Sonett des Dante"

Los 2358

Geibel, Emanuel von, Dichter und Übersetzer, Mittelpunkt des Münchener Dichterkreises "Die Krokodile" (1815-1884). Eigh. Gedichtmanuskript. 1 S. (blaue Tinte). Gr. 8vo. O. O. (ca. 1855).

"Sonett des Dante". Vier Strophen, insgesamt 14 Zeilen: "Ihr Pilger, die ihr mit bedächtgen Schritten / Gleichgült'ges sinnend eure Straße zieht, / Kommt ihr aus so entlegenem Gebiet / Wie euer Antlitz zeigt und eure Sitten? - Was weint ihr nicht, da euer Fuß doch mitten / In diese Stadt des tiefen Wehs gerieth ...". - Mit Verbesserung einer Zeile. - Erschienen 1856 in "Neue Gedichte" (Stuttgart, Cotta). - An einem Rand rückseitig Spuren ehemaliger Montage.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)

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Bertram, Ernst
7 Gedichtmanuskripte, 3 Begleitschreiben

Los 2360

George-Kreis. - Bertram, Ernst, Dichter und Schriftsteller, Germanistik-Professor in Köln (1884-1957). Eigh. Gedicht-Zyklus mit Namenszug "Ernst Bertram" auf dem Titel sowie 3 eigh. Begleitschreiben m. U. "Ernst Bertram". Zus. 13 S. auf 11 Bl. Gr. 8vo und 8vo. Köln 1950-1951.

"Sieben Radierungen". Titelblatt und 7 Bl. mit je 1 betitelten Gedicht: Bild der Ahnin; Geliebtes Antlitz; Venezianisches Bildnis; Frauenbildnis; 'An die Schönheit'; Chinesischer Meister I und II. - Dazu 2 Briefe und 1 Postkarte an B. Martin, Redakteur der Zeitschrift "Neue Schau" in Kassel, der Bertrams Gedichte drucken wollte und dazu ein Probeheft übersandt hatte. Bertram bedankt sich (12.X.1950); besonderes bereitete ihm "die Fraktur eine besondere Freude - ihre Wiederherstellung sollte uns allen am Herzen liegen, was einer gelegentlichen schönen Antiqua ... ja gar nicht widerstreitet ... übersende ich auf Ihren Wunsch zwei kleine Beiträge ('Radierungen'; 'Spruchgedichte') und will inzwischen versuchen, auch an Prosa einiges für Sie auszuwählen ...". Ferner über den Verleger Seekamp in Bremen. - Am 6.XI. fordert er auf einer Postkarte Korrekturfahnen an, und am 14.III.1951 schickt er endlich die Korrekturen ab, mit dem Bemerken: "... Ich bin, wie schon beim vorigen Heft, betrübt über die kalte und häßliche Antiqua, während doch Ihr ganzes Heft in so schöner deutscher Schrift erscheint. Was soll dieses lieblose Aussehen? Auch machten sich die Gedichte auf der letzten (Umschlag-) Seite nicht gut. Ich bitte, wenn irgend möglich, die Gedichte in Fraktur zu setzen (etwas weniger eng wäre schön gewesen, mitten im Heft - warum muß es eine Seite sein durchaus?). Ich kann Ihnen sonst die größeren Beiträge nicht mehr schicken. Wir haben alle die Pflicht, unsre schöne 500jährige deutsche Fraktur ... zu verteidigen, auch gegen den ... Ukas Hitlers vom März 1941, der die Antiqua befahl ...". - Das Titelblatt zu den Gedichten und 1 Brief mit Büroklammer-Rostspur; sonst alles gut erhalten.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 570)


Nachverkaufspreis
€ 350   (US$ 398)

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Gütersloh, Albert Paris
Postkarte 1937

Los 2371

Gütersloh, Albert Paris (eigentl. A. C. Kiehtreiber), österr. Maler und Schriftsteller, gilt als geistiger Vater des "Phantastischen Realismus" (1887-1973). Eigh. Postkarte m. U. "Gütersloh". 1 S. (Wien) 2.II.1937.

An den Lyriker, Übersetzer, Herausgeber und Publizisten Dr. Ernst Schönwiese (1905-1991) in Wien. "... bis gestern Montag abends ist der Aufsatz Blei's über mich leider noch nicht in seinem Besitz gewesen. Ich bitte Sie herzlichst denselben entweder sofort zur Expedition zu bringen, daß er noch heute bei B. eintrifft oder, wenn irgend möglich, vielleicht gegen 6 h abends im Henslerhof deponieren zu lassen (für Blei). Es wäre sonst das rechtzeitige Erscheinen in Frage gestellt und mir liegt aus gewissen Gründen sehr viel an einer öffentlichen Stimme zu dem an sich recht traurigen Anlaß ...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)

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Halbe, Max
Brief an Oscar Blumenthal

Los 2373

Halbe, Max, Schriftsteller, anfangs dem Naturalismus, später der Neuromantik nahestehend, verkehrte in München mit vielen Schriftstellern und Künstlern (1865-1944). Eigh. Brief m. U. "Max Halbe". 2 S. Gr. 4to. München 11.VI.1895.

An den Schriftsteller, Theaterkritiker und Direktor des Lessing-Theaters in Berlin, Oscar Blumenthal (1852-1917), dem er zwei seiner Dramen übersendet. "... Ich sende Ihnen anbei meine beiden Dramen 'Freie Liebe' und 'Eisgang' u. werde den 'Emporkömmling' nachfolgen lassen, sobald ich mir wieder Exemplare habe kommen lassen. Es sollte mich freuen, wenn sich das ein oder andre von diesen Stücken für die Bühne gewinnen ließe. Was den 'Eisgang' anbetrifft, so habe ich niemals die Hoffnung aufgegeben, daß seine Stunde noch einmal schlagen würde, u. gebe sie auch jetzt nicht auf, ehe ich nicht von seiner Bühnenunmöglichkeit überführt bin. Für die Aufführung würde es nach meiner Ansicht nur einer Milderung des plattdeutschen Dialects u. der Einfügung einer den Selbstmord Hugos noch deutlicher motivirenden Anfangsscene im IV. Act bedürfen. - Freie Liebe wird sich für die Bühne wohl schwerer ermöglichen lassen, doch mögen Sie selbst darüber urtheilen. Manches ist daran, was ich heute noch unterschreibe, u. scenenweise steckt wohl auch Theaterwirkung drin. Sollte sie sich heraus holen lassen, so würde mich das grade bei diesem Stücke, meinem Schmerzenskinde, noch besonders freuen ...". - Unter Oscar Blumenthals Direktion ist nie ein Stück von Max Halbe aufgeführt worden.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)

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Hell, Theodor
Brief 1834

Los 2377

Hell, Theodor (d. i. K. G. Th. Winkler), einflußreicher Dresdener Hoftheater-Sekretär, Bühnenautor und Publizist, Herausgeber von Taschenbüchern und der Dresdener "Abendzeitung" (1775-1856). Eigh. Brief m. U. "Winkler" und Adresse. 1 S. Gr. 4to. Dresden 16.II.1834.

An den Oberlandesgerichts-Assessor Carl Friedrich Heinrich Straß (pseud. Otto von Deppen, 1803-1864) in Frankfurt a. d. Oder, dem er zur Verlobung oder Hochzeit gratuliert. "... Das Leben wird Ihnen nun noch klarer und reicher werden. Glück auf! - Der kleine Artikel über Sorau ist schon abgedruckt und die Leutchen dort werden sich wundern, daß wieder mal von ihnen die Rede ist. Senden Sie bald etwas über Frankfurt. Mit mir gehts im neuen Jahre ziemlich lebendig aber leider durch gedrängte Zerstreuungen minder thätig. Doch wird das mit dem Lenz besser werden ...". - 1 Tintenfleck; Einrisse.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 102)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 68)

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Hesse, Hermann
Brief 1944

Los 2383

[*] - Brief m. U. "H. H." 11/4 S. Gr. 8vo. (Montagnola, August 1944).

An Nora Schadow: "... Sie haben mir einen wunderbaren Zweig mit drei herbstlichen Blättern gesandt, und dazu einen so schönen Brief, einen Sonntagsbrief, geschrieben, daß ich Ihnen dafür danken muß. Ich tue es, indem ich von den vier Gedichten, die ich in diesem Jahr geschrieben habe, Ihnen die drei abschreibe, die Sie noch nicht kennen. Aus den beiden Augustgedichten sehen Sie, daß ich im Hochsommer noch einmal eine kurze, sehr schöne Zeit, bei alten Freunden, gehabt habe. Da klang köstliche Musik im hohen Rokokosaal, und bei Kerzen in offner Halle, dahinter die Gartensommernacht, saßen wir beim Wein, lauter Freunde, zwei meiner Söhne mit ihren Frauen dabei. Nachher freilich begann eine böse Zeit der Sorgen und des Schlechtgehens, in der bin ich noch drin und kann darüber nichts sagen als was in dem Oktobergedicht steht ...". - Hesse spricht hier von seinem Besuch bei Max und Margrit Wassmer im Schloß Bremgarten im August 1944. - Die monogrammierte Unterschrift mit Bleistift geschrieben.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 350   (US$ 398)

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Heyse, Paul
Postkarte an Johannes Volkelt

Los 2384

Heyse, Paul, Schriftsteller, Nobelpreisträger, Haupt des Münchener Dichterkreises (1830-1914). Eigh. Postkarte m. U. "P. H.". 1 S., eng beschrieben. S. Margherita Ligure 18.IV.1908.

An den Philosophen Johannes Volkelt (1848-1930) auf Schloß Labers bei Meran. Er habe sich am Meer, wohin ihn seine Ärzte zur Kräftigung gesandt hatten, eine heftige Influenza geholt, so daß er sich nun in der Villa Armena zu erholen hoffe. "... Ihnen dort einmal zu begegnen und so recht con amore mit Ihnen Alles zu besprechen, was an Lebensfragen der Kunst uns beiden am Herzen liegt, ist eine Hoffnung, die doch einmal sich erfüllen muß. Wie unzulänglich ist das geschriebene Wort! ... In einigen Wochen sende ich Ihnen ein Buch, 'Charakterbilder', von denen ein und das andere Sie hoffentlich interessiert. Es ist eine sehr gemischte Gesellschaft, keine voll ausgewachsenen Novellen, da in ihnen nicht die Handlung, sondern die Figuren, um die es mir zu thun war, die Hauptsache sind ...".

Schätzpreis
€ 120   (US$ 136)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 91)

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Holtei, Carl von
Brief 1836

Los 2389

[*] - Eigh. Brief m. U. "C v Holtei". 3 S. Gr. 8vo. Schloß Grafenort (Niederschlesien) 16.IV.1836.

An einen jungen ungenannten Schauspieler, den er zu bewegen sucht, nach Grafenort zu kommen, wo sein Gönner Graf Johann Hieronymus von Herberstein 1816 ein Privattheater im Schloß eingerichtet hatte: "... Ich bin glücklich mit meinem Kleeblatt in Gr. angelangt u. habe die jungen Herrn auch, wenigstens erträglich logirt, im Dorfe unterbringen können. Morgen wollen wir dann zum Erstenmale los schießen. - Graupe, den wir hier Raabe nennen, ist ohne Zweifel der Gebildeste von allen, u. scheint auch die meiste geistige Anlage zu haben. Rander's mag es, außer den Zähnen, auch noch an manchen andern Gaben fehlen, - indessen einem geschenkten Gaul, sieht man nicht in's Maul. Franke, hier Ranke genannt, mag wohl Talent haben. - Wir wollen nun seh'n - das was ich eigentlich am allernöthigsten gebraucht hätte , - ein feiner, eleganter Liebhaber, fehlt halt noch immer. Und da Bonus gerade das nicht ist, (wiewohl Graupe ihn übrigens sehr lobt) so dürfte es gerathen seyn, ihn für's Erste noch nicht ... zu berufen, da wir ohnedies mit unseren oeconomicis noch nicht ganz klar sind. Ihnen, mein werther junger Freund, wiederhole ich nun schriftlich den herzlichen Dank für Ihre gefälligen Bemühungen u. erkläre mich bereit, zu jeden Gegendiensten, den Sie irgend wo? u. wie? von mir begehren wollen. Am liebsten freilich, wäre es mir, Sie könnten sich auf einen Monat loseisen u. zu uns kommen ... Versuchen Sie's doch einmal mit Carln [dem Wiener Theaterdirektor Carl Carl] zu reden? - Wegen einer Absage, kann er Ihnen ja den Kopf nicht abreißen ... Auf jeden Fall rechne ich darauf, eine Zeile von Ihnen zu bekommen, die mir sagt: ob ich vielleicht die Freude haben soll, Sie hier zu sehen? Ich würde Ihnen dann recht ausgesuchte Rollen vorbereiten, in Stücken welche, rebus sic stantibus nicht gegeben werden können ...". - Der Schauspieler Adolf Franke (1815-1895) begann 1836 in Grafenort seine Bühnenlaufbahn. Holtei veröffentlichte 1841 "Briefe aus und nach Grafenort". In seinem Roman "Der letzte Komödiant" hat Holtei das Theaterleben in Grafenort lebendig geschildert. - Gebräunt und im Falz eingerissen.

Schätzpreis
€ 280   (US$ 319)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 205)

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Holtei, Carl von
Brief 1860

Los 2391

- Eigh. Brief m. U. "Holtei". 4 S. Gr. 8vo. Graz (Steiermark) 1.III.1860.

An Ernst August Hagen, Literatur- und Kunsthistoriker sowie Publizist in Königsberg (Pr.), der ihm über den Leipziger Buchhändler Weigel ein umfangreiches Manuskript zur Prüfung übersandt hatte. Holtei zeigt sich, trotz "alter Anhänglichkeit", ablehnend: "... Weder ich, noch diejenigen meiner hiesigen Freunde, denen ich ein gediegeneres Urtheil zutraue als mir selbst, konnten zu einer Anschauung Ihres Werkes gelangen, welche mich berechtiget hätte, dasselbe Herrn Kober für seine buchändlerischen Zwecke entschieden zu empfehlen. Ich habe ihm deshalb vorsichtig geschrieben, und meine Anfrage dahin gestellt: ob ich das Manuskript eines gelehrten Freundes zuschicken solle ...". Zitiert dann die Absage des mit Material überhäuften Verlegers, fragt, ob er das Manuskript nach Leipzig zurücksenden solle, und fährt fort: "... Nach meiner individuellen Ansicht - (mit welcher ich von Herzen gern Unrecht haben möchte!) - werden Sie keinen Verleger dafür finden ... ich bin sonst ein dankbarer Leser - und als solcher muß ich eingestehen: das Buch fesselt nicht! Da nun nicht für die Köche, sondern für die Esser gekocht wird, wo es sich um Unterhaltungslektüre handet, so fürchte ich, die Buchhändler werden sprechen wie ich ...". - Tatsächlich ist als einziges Buch Hagens nach 1860 nur noch eine Biographie Max von Schenkendorfs (1863) bekannt. - Etwas gebräunt.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)

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Huchel, Peter
Brief 1958

Los 2396

Huchel, Peter, Lyriker, Hörspielautor und Publizist (1903-1981). Brief m. U. „Ihr Peter Huchel“. 1 S. Mit Briefkopf "Sinn und Form. Beiträge zur Literatur". Gr. 4to. Potsdam 7.I.1958.

Als Chefredakteur von "Sinn und Form" an Dieter Struß vom Bertelsmann Verlag in Gütersloh, der sich eine Porträt-Fotografie zur Veröffentlichung erbeten hatte. "... Inzwischen habe ich das Hundebild, von dem ich Ihnen schrieb, gefunden; ich bin aber dagegen, daß dieses gebracht wird. In der Anlage sende ich Ihnen aber - wie versprochen - eine Aufnahme aus allerletzter Zeit, Herbst 1957 ... Auf alle Fälle füge ich das Negativ bei sowie zwei Abzüge, einen hellen und einen dunkleren. Ich glaube, daß ein besserer Photograph aus dem Negativ noch mehr herausholen könnte ...". - Mit Eingangsstempel. - Beiliegend ein Zeitungsausschnitt mit der Meldung, daß Huchel in den Westen ausreisen durfte. - Gelocht. - Selten.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)

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