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Autographen Auktion 111, Mi., 18. Apr., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Courteline, Georges
Brief 1923

Los 2019

- Eigh. Brief m. U. "G Courteline". 1 S. 4to. (Paris) 13.I.1923.

An seinen "cher confrère" Eugène Montfort (1877-1936), Begründer der Zeitschrift "Les Marges". Über dessen Sorge, daß die Zensur wieder eingeführt werde, nachdem im Vorjahr Victor Marguerittes "La Garçonne" einen großen Skandal erregt und mit Verbot bedroht worden war. "... Je ne crois pas qu'il y ait à redouter une restauration de la Censure, la disposition déjà vieille ayant constitué un progrès dans toute l'étendue du terme et tout progrès, qui en est vraiment un, demeurant acquis à jamais. Mais cette considération ne change rien au cas de Victor Margueritte. Je suis avec vous pour lui, depuis les pieds jusqu'à la tête et je vous fais un gré infini de l'occasion que me donnent les Marges de lui envoyer devant tout le monde la meilleure la plus émue, la plus affectueuse poignée de main qu'il ait jamais reçue de moi ...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 212)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 141)

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Däubler, Theodor
3 Postkarten

Los 2020

Däubler, Theodor, Lyriker, Epiker und Feuilletonist, einer der Hauptvertreter des dt. literar. Expressionismus (1876-1934). 3 eigh. Postkarten m. U. "Däubler", davon 2 Ansichtskarten. In deutscher und ital. Sprache. Zus. 3 S. 1920-1931.

An Prof. Dr. Linke in Jena bzw. an Lukas und Eccardo Peterich in Arosa und Rom. An Linke schreibt er am 21.XII.1920 aus Genf: "... es gibt eine riesige okkultistische Literatur; was durchaus feststehende Fakten anlangt, so riet ich Ihnen Zur Bonsen lesen zu wollen. Es erschien in einem Kölner Verlag, dort auch von einem Pieper ein Buch über alle Voraussagen in historischer Zeit ...". - An Lukas Peterich schickt er am 20.VIII.1928 aus Brüssel eine Karte mit einer Ansicht von Van Dycks Gemälde "Der trunkene Silen" und bemerkt dazu: "... einer der allerbesten V. Dycks, gut erhalten. Im Vordergrund vorgenommen Rembrandts Farbenpracht im Dunkel ...". - Die dritte Karte, am 18.XI.1931 gestempelt, ist aus Ravello an Eccardo Peterich in Rom gerichtet, behandelt eine Verabredung und Peterichs erwartete Ankunft in Ravello.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 236)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 165)

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Daudet, Alphonse
4 Autographen

Los 2021

Daudet, Alphonse, franz. Schriftsteller (1840-1897). 4 Autographen m. U. "Alphonse Daudet" oder "Alph. Daudet" und 1 eigh. Umschlag. 1 S. 8vo. (Paris 25.XI.1888) bzw. o. J.

I. Eigh. Brief m. U. "Alph. Daudet" und eigh. Umschlag. 1 S. 8vo. (Paris 25.XI.1888). - An den Schriftsteller-Kollegen Hugues Le Roux (1860-1925) in Paris. "Où trouvez-vous le temps d'écrire des livres comme L'amour infirme? Il ya du travail là dedans et de délicates inventions. Trop de choses seulement, deux ou trois sujets dont chacun eût dû suffire à remplir vos trois cent pages. O dilapideuse jeunesse! Plus de talent que dans un de nous, que je préfère cependant parce que je le sens plus près de ma peau. Portez longtemps vos secondes mères. C'est, ce doit être le meilleur de vos livres de jeunesse, et pendant cettelongue incubation, faites du théâtre, du théâtre ...". - II. Brief m. U. "Alphonse Daudet". 1 S. 8vo. O. O. u. J. - An einen Freund. "... Ebner m'a raconté vos démélés avec Bourget; vous avez bien tort de vous faire de la bile. Vous avez affaire à un ingrat, à un ambitieux et à un sec; en perdant cette amitié là, vous ne perdez pas grand chose. Quant à votre probité, tous ceux qui comme moi vous connaissent depuis longtemps sont prêts à témoigner pour vous, s'il était nécessaire. Vous êtes par moment violant, Normand toujours, mais un très brave homme singulièrement dévoué à ses amis ...". - III. - Brief m. U. "A. Daudet". 2/3 S. 8vo. O. O. u. J. - An einen Freund, über dessen Artikel er voller Lobes ist. "... je vous complimente pour le compte rendu du Mémorial. On ne saurait louer un livre avec une tenue plus parfaite, garder plus noble accent d'indépendance et de sincérité dans un article d'ami. Cela tient à la trempe virile de votre phrase. En vous, c'est l'homme de la plaine provençale, le ponderé et le subtil qui pense; le montagnard pyréneen qui écrit, je les aime bien tous le deux ...". - IV. Eine Visitenkarte Daudets an Henri Ner, eigenhändig beschriftet und signiert "A. Daudet". Er lädt den Adressaten zum Essen ein und verspricht, er "trouve L'humeur Inquiète superbe".


Schätzpreis
€ 750   (US$ 885)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 590)

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Duller, Eduard
Brief 1830

Los 2023

Entschlüsselung eines Pseudonyms
Duller, Eduard, Schriftsteller des Vormärz, als freiheitlich gesinnter Oppositioneller dem Jungen Deutschland nahestehend, später Prediger der deutschkatholischen Bewegung (1809-1853). Eigh. Brief m. U. "Dr Eduard Duller". 12/3 S. Gr. 4to. München 25.IX.1830.

Als 21jähriger an den Verleger F. A. Brockhaus, dem er sich als Mitarbeiter an dessen Literaturzeitschrift empfiehlt. "... Indem ich mich Ihnen zum Mitarbeiter an Ihren geschätzten Blättern für literarische Unterhaltung und zum Korrespondenten für dieselben über die neuesten Erscheinungen im Gebiethe der Kunst anbiethe, kann ich Sie auf nichts hinweisen, was mir statt eines Creditivs dienen könnte, als auf meinen erst kürzlich erschienenen Balladencyclus: Die Wittelsbacher, so wie auf viele Gedichte, Kunstaufsätze und Mährchen, welche ich theils unter dem fremden Nahmen Robert Flemming noch während meines Aufenthalts im Lande der Censur - Oesterreich, theils unter eignem größtentheils in Spindlers Damenzeitung abdrucken ließ. Im vorigen und heurigen Jahrgang desselben [sic], finden sich auch manche meiner Recensionen z. B. über Bechstein's Libussa, Hormayr's Taschenbuch ...". - Das Pseudonym "Robert Flemming" für Dullers oppositionelle Veröffentlichungen in Metternichs Österreich kommt bei Holzmann-B. nicht vor, scheint also hier erstmals entschlüsselt worden zu sein.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 236)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 165)

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Eich, Günter
Brief 1969 + Umschlag

Los 2024

Eich, Günter, Schriftsteller (1907-1972). Eigh. Brief m. U. "Günter Eich". 1 S. (Kugelschreiber) und eigh. Umschlag. Gr. 8vo. (Bayerisch Gmain) 13.XI.1969.

An Martin Ruch. "... von meinen Hörspielen sind mir die wichtigsten Blick auf Venedig. - Man bittet zu läuten. Mit dieser Meinung dürfte ich ziemlich allein stehen. Das bekannteste meiner Hörspiele ist Träume. Über einige andere kann Sie vielleicht der anliegende Aufsatz von Günter Bien orientieren. Ich wäre aber sehr dankbar, wenn Sie mir dieses Manuskript zurückschickten, es ist mein einziges Exemplar ...". - Mit dem eigenhändigen Kuvert, das noch einmal Eichs Namen und Adresse enthält. - Der genannte Günther Bien hatte sich in diesem Jahr für das Fach Philosophie in Bochum habilitiert.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 354)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 236)

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Eichstädt, Heinrich K. A.
Brief 1808

Los 2025

Eichstädt, Heinrich Karl Abraham, bedeutender klass. Philologe, Professor in Jena, Mitredakteur der "Jenaer Allgemeinen Litteraturzeitung", vielfach geehrter Hofrat und Mitglied zahlreicher Akademien (1771-1848). Eigh. Brief m. U. "Hofrath Eichstädt, zu Jena". 2 S. Gr. 4to. Jena 26.VIII.1808.

An einen Herrn. "Ich halte es für Pflicht, Ew. Wohlgeboren eine in unsrer A. L. Zeitung kürzlich erschienene Recension von Schlegel's Europa selbst zu übersenden, um Ihnen den Wunsch nach der Fortsetzung dieses Werkes, den gewiß viele Leser mit dem Recensenten theilen, desto gewisser bekannt zu machen. Vielleicht entschließen Sie sich, auch bey den jetzt freyl. nicht günstigen Zeiten, der Literatur ein kleines Opfer zu bringen, in der Hoffnung, daß bessere Zeiten diesen Eifer belohnen werden ...". Bittet im übrigen, ihm nicht benötigte Hefte der Litteraturzeitung zukommen zu lassen, da ihm etliche abhanden gekommen seien. - Stärker gebräunt.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 295)


Nachverkaufspreis
€ 170   (US$ 200)

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Fouqué, Caroline de la Motte
Brief 1820

Los 2028

Fouqué, Caroline Baronin de la Motte, Dichterin, Gemahlin des Dichters Friedrich F. (1773-1831). Eigh. Brief m. U. "Caroline Baronin de la Motte Fouqué, geb. von Briest". 1 S. 4to. Nennhausen 2.VIII.1820.

An einen Herrn bei Übersendung von 100 Talern "courant". "... Die restirenden 30 rth werden am 6ten Septbr. mit der Ihnen vom Hrn. Baron von Fouqué zu zahlenden Schuld pflichtmäßig erstattet werden ...". - Das Adressblatt zur Hälfte abgetrennt.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 295)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 212)

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Geibel, Emanuel von
Gedichtmanuskript "Sonett des Dante"

Los 2033

Geibel, Emanuel von, Dichter und Übersetzer, Mittelpunkt des Münchener Dichterkreises "Krokodil" (1815-1884). Eigh. Gedichtmanuskript. 1 S. (blaue Tinte). Gr. 8vo. O. O. (ca. 1855).

"Sonett des Dante". Vier Strophen, insgesamt 14 Zeilen: "Ihr Pilger, die ihr mit bedächtgen Schritten / Gleichgült'ges sinnend eure Straße zieht, / Kommt ihr aus so entlegenem Gebiet / Wie euer Antlitz zeigt und eure Sitten? - Was weint ihr nicht, da euer Fuß doch mitten / In diese Stadt des tiefen Wehs gerieth ...". - Mit Verbesserung einer Zeile. - Erschienen 1856 in "Neue Gedichte" (Stuttgart, Cotta). - An einem Rand rückseitig Spuren ehemaliger Montage.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 354)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 236)

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Gemmingen, Otto Freiherr von
Brief 1820 + Beilage

Los 2036

Gemmingen, Otto Frhr von, Dramatiker, Dramaturg und Publizist, badischer Kämmerer, Gesandter in Wien (1755-1836). Brief m. U. "Otto v. Gemmingen". 1 S. Gr. 4to. Landstuhl 6.VI.1820.

An den Oberbürgermeister von Landstuhl, wegen einer Übereinkunft und der Erlaubnis zur Urbarmachung eines Waldgebietes, das sich im Eigentum seiner Gemahlin Charlotte befindet. - Beigeheftet eine dieselbe Angelegenheit betreffende Erklärung seiner Gemahlin, von ihr und von Otto von Gemmingen unterzeichnet (Heidelberg 16.VI.1820). - Gemmingens nach Diderot bearbeitetes Schauspiel "Der teutsche Hausvater" (1780) fand weite Beachtung, machte ihn berühmt und gehörte zu den meistgespielten Bühnenstücken seiner Zeit. - Selten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 354)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 236)

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Nachdruck-Verbot für Goethes Werke
Wiener Umlaufbogen

Los 2049

- Nachdruck-Verbot für die Ausgabe letzter Hand von Goethes Sämtlichen Werken. Handschriftl. Umlaufbogen des Magistrats der Stadt Wien an die dortigen Buchdrucker. Mit dem Vermerk "Gelesen" von 22 Buchdruckern unterzeichnet. 2 S. Auf grauem Konzeptpapier. Mit Siegelresten. Folio. Wien 6.X.1825.

Bedeutendes Dokument zur Druckgeschichte von Goethes Werken und zur Geschichte des Nachdrucks überhaupt. Nach üblen Erfahrungen mit Raubdrucken seiner Werke (an dem Wiener Nachdruck der 26bändigen Werkausgabe 1815-1819 war sogar Cotta beteiligt) hatte sich Goethe über den Herzog Carl August bemüht, für seine Werkausgabe letzter Hand ein Generalprivileg gegen den Nachdruck auf dem gesamten Gebiet des Deutschen Bundes zu erreichen. Das gelang auch, und so wurden vielerorts - wie hier in Wien - die Buchdrucker aufgefordert, das Nachdruckverbot zu lesen, zu unterzeichnen und einem für das Einsammeln delegierten Drucker zu übersenden. Auf vorliegendem Rundbrief schreibt der Wiener Magistrat: "... Nach Innhalt des hohen Hofkanzleydekrets v. 30ten Aug. d. J. haben Se Majestät mit höchster Entschließung v. 23ten des nämlichen Monats geruht, dem großherzogl: sächs: Weimarischen Staatsminister Herrn v. Göthe ein Privilegium gegen den Nachdruck der von ihm veranstalteten neuen Ausgabe seiner sämmtl. Werke auf dem ganzen Umfange der österr. Monarchie zu bewilligen ...". Der Drucker Philipp Bauer als gewählter Vertreter des Buchdrucker-Ausschusses soll die Unterschriften zur Kenntnisnahme der Verordnung einsammeln. Folglich finden sich auf dem an Bauer adressierten Bogen die eigh. Signaturen von 22 Buchhandels- oder Druckereivertretern Wiens, darunter Bauer selbst sowie Wallishausser, Carl Gerold, v. Ghelen, Anton Schmid, Hirschfeld und viele andere. - Der Erlaß war bahnbrechend für die Entwicklung des Urheberrechts, auch wenn man außerhalb des Deutschen Bundes, z. B. in der Schweiz, sich nicht daran zu halten brauchte.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.770)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.180)

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