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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Bayer, Herbert
Briefkarte an Eckhard Neumann

Los 2657

[*] - Bayer, Herbert, Fotograf und Designer, Lehrer am Bauhaus (1900-1985). Eigh. Brief m. U. "yours Bayer" auf der Rückseite einer kartonierten, farbig getönten Foto-Collage. 1/2 S. 4to. (Montecito, Kalifornien, ca. 1984/1985).

Weihnachtsgrüße an den Bauhaus-Biographen Eckhard Neumann in Frankfurt am Main. "... many thanks for your book and your kind inscription. I look forward to read the book over the holy days. Have just returned from Chicago again, but hope to soon send you the fotos ...". - Rückseitig eine zweifarbig gedruckte Collage mit dem Text: "merry christmas and happy new year herbert and joella bayer". - 1986 gab Neumann den Ausstellungskatalog "Kunst und Design in Amerika 1938-1985" heraus, der mit Fotos von Herbert Bayer illustriert war.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 290)


Nachverkaufspreis
€ 170   (US$ 197)



Finsterlin, Hermann
2 Briefe + Beilagen

Los 2659

[*] - Finsterlin, Hermann, Architekturvisionär, Designer, Maler, Dichter, Essayist und Komponist, 1919 Mitbegründer der "Gläsernen Kette", noch 1933 ans Bauhaus berufen (1887-1973). 2 eigh. Briefe m. U. "Finsterlin". Zus. 3 S. Gr. 8vo. Seefeld (Tirol) 26.V. - 4.VII.1964.

An den Münchener Journalisten Wolfgang von Weber, mit der Bitte um Entschuldigung für die harsche Kritik an Webers Rezension der Ausstellung "60 Jahre Finsterlin. Querschnitt durch sein Schaffen", die am 8. Mai 1964 in München eröffnet worden war, mit zahlreichen, hier beiliegenden Geschenken zur Wiedergutmachtung: "... Ihre fdl. Besprechung war abgesehen von den, neulich erwähnten Fehlurteilen, an denen ich ja selbst die Schuld trug, in der Grundstimmung doch so positiv und wohlwollend, dass ich Ihnen, auch als dem einzigen interessierten Experten der wirklich sehr seltsamen Münchner Kunstpresse, nicht nur mit Worten danken möchte. Da ich es bei aller bewiesenen Sympathie doch etwas schwierig finde, Ihnen mit einer Arbeit Freude zu machen, (was natürlich immer noch nachgeholt werden kann) - darf ich Sie wohl bitten, das beiliegende, neutrale, bescheidene Geschenk freundlich zu empfangen, und meine, vielleicht verständliche Reaction auf die kl. Missverständnisse zu verzeihen ...". - Im zweiten Brief vom 4. Juli schickt Finsterlin abermals Freundesgaben: "... das im [Ausstellungs-] Katalog (den Sie wohl besitzen?) vergessene Vorwort, - auch die eigentlich recht gute Ansprache von Hasinger, - noch eine der besten Rezensionen von früher, und - als vielleicht ganz interessanten Gegenpol zu München ein Echo meines alten Freundes, Astrologen und Malers Steiner aus Californien ...". - Alle genannten Abschriften, das Vorwort sowie der Katalog einer Berliner Finsterlin-Ausstellung (das im ersten Brief erwähnte "neutrale, bescheidene Geschenk") liegen hier bei. - Finsterlin war ein Wanderer zwischen den ästhetischen Welten und künstlerischen Stilen, der in seinen, meist nie realisierten, architektonischen Entwürfen sich als seiner Zeit weit voraus erwies. Nach der Begründung einer freien Künstlergruppe in Schwabing wandte er sich um 1918, wohl unter dem Einfluss der Anthroposophie, mythologischen und märchenhaften Themen zu, aus intensiver Nietzsche-Lektüre entstand ein "Zarathustra"-Aquarell. 1919 forderte ihn Walter Gropius auf, in einer Ausstellung die Entwürfe seiner "Traumhäuser" vorzustellen, im selben Jahr wurde er Mitglied der Gläsernen Kette. 1921 entwarf er das "Stilspiel" für Architekten und einen "Baukasten für Zukunfts-Stil", bevor er 1926 nach Stuttgart zog, wo die Kinder die dortige Waldorfschule besuchten. 1930 Vorträge am Bauhaus in Dessau, dann Dekorationen für das Stuttgarter Künstlerfest "Spuk" und die Erste International Kunstausstellung, Wand- und Deckengemälde in Bad Mergentheim, Schömberg und auf Mallorca. Intensive Kontakte zu Erich Mendelsohn, Bruno und Max Taut, Walter Gropius und den Amigos de Gaudí. Finsterlins Plan, das Olympia-Gelände in München 1972 zu gestalten, wurde nicht verwirklicht. - Vgl. Reinhard Döhl, Hermann Finsterlin. Eine Annäherung, Stuttgart 1988.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 522)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 348)


Klee, Paul
Brief 1934

Los 2660

[*] - Klee, Paul, Maler und Graphiker, Hauptmeister der abstrakten Kunst, Bauhaus-Lehrer (1879-1940). Eigh. Brief m. U. "Ihr Klee". 1 S. Gr. 4to. Bern 21.VII.1934.

An den Basler Sammler Richard Doetsch-Benziger (1877-1958): "... Ich danke Ihnen sehr für Ihre freundlichen Zeilen und bestätige Ihnen den Empfang der inliegenden fünfhundert Schweizerfranken. Wie Schade dass Sie noch nicht Gelegenheit fanden, mich zu besuchen. Jetzt würde Ihr Besuch für Sie noch interessanter ausfallen, da ich nun eine kleine Wohnung mit meinen Sachen aus Deutschland einrichten konnte, mit einer grossen Reihe von Bildern und sehr vielen Aquarellen. Mit herzlichem Gruss und in Erwartung der baldigen Ankündigung Ihres Kommens ... beste Empfehlungen auch von meiner Frau". - Aus der Zeit kurz nach Klees Rückkehr in die Schweiz. Nach der Entlassung in Düsseldorf durch die Nationalsozialisten waren Paul und Lilly Klee an Heiligabend 1933 in Bern eingetroffen und zunächst in Klees Elternhaus untergekommen. Am 1. Juni konnte das Paar dann die erwähnte Dreizimmerwohnung am Kistlerweg 6 beziehen. - Wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 2.800   (US$ 3.248)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.320)



Bause, Johann Friedrich
Buchbestellung

Los 2661

Bause, Johann Friedrich, Kupferstecher, Lehrer an der Leipziger Akademie, einer der besten dt. Porträtstecher des 18. Jhdts (1738-1814). Eigh. Billet m. U. "Bause". 1/2 S. Quer-8vo. (Leipzig, 30.I.1777).

Wohl an einen Buchhändler. "Sollten Sie mein werthester Freund von den 5 Praenum. Scheinen womit ich Sie beschwert habe, keinen Gebrauch haben machen können, so will ich mir selbige gütigst zurük erbitten, ingl. bitte ich mir aus: Les Jeux de la petite Thalie, par M. de Moissy à Berlin chez Himburg, solches mir notiren und den Preiß bestimmen zu laßen. Bause". - Die sehr erfolgreiche französische Sammlung von Spieltexten für Kindertheater von Alexandre de Boissy war in Deutschland erstmals 1770 bei Himburg in Berlin erschienen. - Mit rückseitigem Empfangsvermerk.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 290)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 174)


Chirico, Giorgio de
Deutscher Brief 1956

Los 2663

[*] De Chirico und die Fälscher
Chirico, Giorgio de, italienischer Maler, entwickelte die „Pittura metafisica" (1888-1978). Eigh. Brief mit U. "Giorgio de Chirico". In deutscher Sprache. 12/3 S. 4to. Rom 28.III.1956.

In deutscher Sprache an einen Herrn : "... Ich sende Ihnen zurück die Photo von dem einzigen Bild welches echt ist. Die drei 'metaphysischen' sind alle drei falsche Bilder, die wahrscheinlich aus Paris kommen. - Ich muss die photos von den falschen Bildern behalten und bitte Sie mir Namen und Adresse schreiben von dem, oder diejenigen die Ihnen die Falsche Bilder angeboten haben. - Jetzt ich bleibe hier, bis Juni. Ich habe manche metaphysische Bilder, wenn Sie kaufen wollen; nur ich muss Ihnen sagen dass die Autentik die Ich hinter dass Bild schreibe ist dass Ich das Bild gemalt habe und mein Namen ist von meiner Hand geschrieben. Wenn jemand mir fragt in welchem Jahr ich dass Bild gemalt habe dann antworte ich dass ein Bild ist ein Kunstwerk und nicht ein Briefmark ...". - Chirico gilt als einer der meistgefälschten Künstler des 20. Jahrhunderts. Er war dafür berühmt, dass er Bilder von sich in Museen regelmässig als Fälschungen disqualifizierte. Ab 1911 hatte er seine "pittura metafisica" entwickelt und später mit den Versatzstücken von einst "neometaphysische" Bilder gemalt. So kopierte er auch Erfolgsstücke der frühen Jahre, etwa "Piazza d'Italia", bis zu 400 Mal. Sie seien "sehr gefragt, gut bezahlt, warum sollte ich sie nicht neu malen?", soll er gesagt haben. - Rückseitig kleine Montagespur.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.392)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 927)



Hegenbarth, Josef
Brief 1948

Los 2673

Hegenbarth, Josef, Maler und Graphiker (1884-1962). Masch. Brief m. U. "Josef Hegenbarth". 1 S. Quer-gr. 8vo. Dresden-Loschwitz 19.II.1948.

An die Redaktion des "Prisma" in Stockdorf bei München, der er Illustrationen zu dem barocken Schelmenroman "Schelmuffsky" von Christian Reuter gesandt hatte. "Anbei ein Durchschlag der Textstellen zu Schelmuffsky. Die jeweilige Seitenzahl finden Sie auf den Zeichnungen rückwärts notiert. Da der Desch-Verlag Interesse an meinen Illustrationen zeigt und mich als Illustrator heranziehen möchte, bitte ich Sie, einblickshalber die Illustrationsproben des Schelmuffsky demselben mit vorzulegen ...". - Gelocht; Rotstift-Vermerk des Empfängers.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 104)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 69)



Hofmann, Ludwig von
Brief 1933

Los 2674

Hofmann, Ludwig von, Maler und Graphiker, Mitglied der Berliner Secession und des Künstlerbundes, Professor in Weimar und Dresden (1861-1945). Eigh. Brief m. U. "Ludwig v. Hofmann". 1 S. Gr. 4to. Pillnitz 18.I.1933.

An Eugen Schmitz, Feuilletonist der "Dresdner Nachrichten", dem er einen Aufsatz über Richard Wagner gesandt hatte. Jetzt (Januar 1933!) kamen ihm Bedenken: "... Nachdem ich bei der Niederschrift einer spontanen Wallung gefolgt war, sind mir unterdessen Bedenken gekommen. Ich habe sehr wenig Übung im Verfassen von Dingen, die für die Öffentlichkeit bestimmt sind und bezweifle jetzt, ob es angemessen ist, die Aufmerksamkeit in diesem großen Zusammenhang für eine Privatangelegenheit von rein subjektivem Wert in Anspruch zu nehmen! Ich bitte Sie dringend, mir ganz offen Ihre Meinung zu sagen ...". Er sei keineswegs gekränkt, wenn man von der Publikation absehen würde.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 139)



Kubin, Alfred
Brief 1946

Los 2680

Kubin, Alfred, Zeichner, Graphiker und Schriftsteller, Meister des Unheimlichen und Phantastischen (1877-1959). Eigh. Brief m. U. "Kubin". 2 S. Mit eigh. Umschlag. Quer-8vo. (Wernstein, Oberösterr.) 27.II.1946.

An Franz Bayer jun. in Wien, der sich nach Kubins Illustrationen zu Werken Gerhart Hauptmanns erkundigt hatte. "... von den Lithos zu Fasching v. G[erhart] H[auptmann] gibt es keine Einzelabzüge mehr - Zu Meerwunder wurden nur Zeichnungen gemacht die in einer 'Hauptmann Sammlung' in Schreiberhau, gestiftet durch Verehrer der beiden Brüder, so viel ich weiß sich befinden - die beiden Bücher sind im Peter Suhrkamp Vg s. Zt. erschienen, 'Fasching' auch in einer kleinformatigen ganz billigen Ausgabe - Vielleicht gibt man Ihnen Auskunft wenn Sie gelegentlich an diesen Verlag sich wenden, vielleicht ist das aber auch lange vergriffen oder verbrannt ... Beigelegt 3 Exlibris". - Der eigenhändige Umschlag mit Stempel und Klebestreifen der "Military Censorship, Civil Mails".

Schätzpreis
€ 200   (US$ 231)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 174)


Otte, Kurt (Kubin-Archiv)
4 Briefe, 3 Beilagen

Los 2681

- Otte, Kurt, Hamburger Apotheker und Kunstsammler, Inhaber eines bedeutenden "Kubin-Archivs". 5 masch. Briefe m. U. "Kurt Otte". Zus. 4 S. Gr. 4to und quer-gr. 8vo. Hamburg 10.VII.1946 - 19.IV.1947.

An den Hamburger Regierungspräsidenten und Mäzen Dr. R. Johannes Meyer, der sich intensiv für Hamburger Kunst und Künstler einsetzte. Mit der Bitte, ihm bei der Beschaffung einer Wohnung im zerbombten Hamburg zu helfen, und mit Überlegungen zur Auswertung des Nachlasses von Rolf von Hoerschelmann. Teils mit Briefkopf oder Stempel "Kubinarchiv Hamburg". - Gelocht. - Beiliegend eine Orig.-Photographie (18 x 13 cm), die Otte vor der Schrankwand mit dem Kubin-Archiv in seiner Wohnung zeigt; ferner 2 Zeitungsartikel über das Kubin-Archiv und seine Geschichte.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 139)


Meyerheim, Paul
Albumblatt 1899

Los 2684

Über Autographensammler
Meyerheim, Paul, berühmter Tiermaler (1842-1915). Eigh. Albumblatt m. U. "Paul Meyerheim". Mit einer gedruckten Photographie seines Hauses. Gr. 8vo. (Berlin) 9.II.1899.

Vierzeiliger Seufzer über Autographensammler: "Könnt' ich doch den Kerl erkunden, / Der das verdammte Schreiben erfunden; / Ich schickte - um ihn abzustrafen, / Ihm alle Sammler von Autographen." - Geschrieben auf grauem Papier unter einer Photographie seines mit Tierfresken geschmückten Hauses in der Hildebrandtstraße in Berlin W. - Am linken Rand leicht beschnitten.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 104)


Nachverkaufspreis
€ 50   (US$ 57)



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