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Autographen Auktion 111, Mi., 18. Apr., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Bernanos, Georges
Brief 1945

Los 2003

Bernanos, Georges, franz. Schriftsteller (1888-1948). Eigh. Brief m. U. "Bernanos". 13/4 S. Folio. Sisteron 25.IX.1945.

An Henri Guillemin, französischer Kulturattaché in Bern. "... Je suis désolé de ne pas vous avoir répondu, mais j'attends moi-même la réponse du R. D. Brückberger, dont la décision commandera la mienne, car je suis accablé de travail, je me demande comment je trouverai le temps d'aller en Suisse ... j'aurais grand plaisir à vous voir, et sûrement grand profit. Car des amitiés comme le vôtre me sont aujourdhui bien nécessaires. Mon Dieu! Ce monde est-il si délaissé que la douleur y paraisse stérile ...". - Bernanos war in diesem Jahr aus dem brasilianischen Exil nach Frankreich zurückgekehrt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 369)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 246)


Böll, Heinrich
Albumblatt 1960

Los 2005

Böll, Heinrich, Schriftsteller und Übersetzer, Nobelpreisträger (1917-1985). Eigh. Albumblatt m. U. "Heinrich Böll". 1 S. Mit gedrucktem Briefkopf und eigh. Umschlag. Gr. 8vo. Köln-Müngersdorf 24.III.1960.

"Mitleidend, bleibt das ewige Herz doch fest. (Friedrich Hölderlin). - Heinrich
Böll für Helmut Kirschstein". - Das Zitat, das komplett lautet: "Und tieferschüttert, eines Gottes Leiden / Mitleidend, bleibt das ewige Herz doch fest" hat Böll nicht nur in "Billard um halb zehn" (1959), sondern auch später noch öfter, teils abgewandelt, verwendet.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 221)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 147)


Bruckner, Ferdinand
Brief 1931 an Max Krell

Los 2006

Bruckner, Ferdinand (eigentl. Theodor Tagger), österr.-dt. Schriftsteller, Publizist, Dramatiker und Theaterleiter, Gründer des Renaissance-Theaters in Berlin (1891-1958). Eigh. Brief m. U. "Th. Tagger". 1 S. Gr. 4to. Berlin 15.V.1931.

An den Schriftsteller-Kollegen Max Krell, der nach einem in Entstehung befindlichen Roman Taggers und der Möglichkeit eines Vorabdrucks gefragt hatte. "... An sich bin ich wegen des Romans nicht an Fischer gebunden, aber bei dem freundschaftlichen Verhältnis und schon aus Gründen der Kontinuität werde ich wohl zuerst mit ihm verhandeln müssen. Der Roman behandelt die Entwicklung eines heutigen jungen Menschen, hoffentlich wird er im Spätherbst fertig. Ich glaube nicht, daß er sich zu einer Vorveröffentlichung eignet, aber ich würde mich natürlich freuen, wenn Sie nach der Lektüre anderer Ansicht sein sollten! ...". - Seit 1928 schrieb Tagger unter dem Pseudonym Ferdinand Bruckner fast nur noch - z. T. sehr erfolgreich - Theaterstücke. Nur 1935 erschien im Amsterdamer Exil-Verlag Allert de Lange das Buch "Mussia. Erzählung eines frühen Lebens". - Selten.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 430)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 307)


Carossa, Hans
Brief 1949

Los 2007

Carossa, Hans, Arzt und Schriftsteller, Träger diverser Literaturpreise (1878-1956). Eigh. Brief m. U. "Hans Carossa". 2 S. Gr. 8vo. Rittsteig bei Passau 5.VIII.1949.

An Fräulein Trunzer vom "Münchner Merkur", die im Auftrag von Herbert Hohenemser anläßlich des Goethe-Jubiläums einen Goethe betreffenden Auszug aus Carossas "Lebensbericht" für den Abdruck in der Zeitung erbeten hatte. Der Dichter antwortet eher ablehnend mit ausführlicher Begründung. "... Nun habe ich aber, wie ich Herrn Dr. Hohenemser schon in München, freilich mitten in ziemlichem Lärm, mitteilte, den Absatz meines 'Lebensberichts' ... bereits anfangs Mai Herrn Wolf Lauterbach für seine 'Deutschen Beiträge' eingesandt, und halte es für richtig, bei ihm anzufragen, ob er damit einverstanden ist, daß der Beitrag auch an anderer Stelle erscheint. Ich mußte Fräulein Inge Scholl den gleichen Bescheid geben, um so mehr, als mir zur Zeit das Manuskript nicht zur Hand ist ... Leider bin ich noch durchaus nicht davon überzeugt, daß der Beitrag für den 'Münchner Merkur' geeignet ist, schon seines Umfangs wegen. Und das Herausnehmen von Einzelheiten aus dem Zusammenhang wäre gerade bei diesem Absatz aus einem neuen Buch nicht ratsam ...".

Schätzpreis
€ 150   (US$ 184)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 123)


Chateaubriand, François René Vicomte de
Brief 1841

Los 2009

- Brief m. U. "Chateaubriand" und Adresse. 2/3 S. Doppelblatt. 4to. Paris 19.VIII.1841.

An Mr. Dautigny in Paris mit Auskünften über das Erscheinen seiner Werke. Er selbst habe keine Rechte mehr daran. "Mes ouvrages, Monsieur, ne m'appartiennent plus depuis longtems: par une suite d'affaires de librairie qui me sont inconnues, ils ont passé de main en main à des libraires dont je sais à peine les noms. Si j'étais riche j'acheterais un exemplaire et je vous prierais de me faire l'honneur de l'accepter; malheureusement la fortune ne m'a gueres mieux traité que vous. Croyez à mes regrets, Monsieur ...". - Kleine Faltenrisse sowie Ausschnitt am Adressblatt vom Öffnen des Briefes.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 307)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 221)


Chateaubriand, François René Vicomte de
Brief 1844

Los 2010

- Brief m. U. "Chateaubriand" und Adresse. 1/2 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Paris 20.VII.1844.

An den deutschen Schriftsteller und Publizisten George Hesekiel (1819-1874) in Altenburg, der ihm wohl seinen Roman "Royalisten und Republikaner. Roman aus der Zeit der französischen Republik" übersandt hatte. Chateaubriand bedankt sich höflich: "Je suis désolé, Monsieur, je ne sais pas l'Allemand et je ne puis pas lire votre bel ouvrage. Croyez, Monsieur, que je serais sensible à ses beautés comme je le suis à la lettre trop flatteuse que vous m'avez fait l'honneur de m'écrire ...". - Kleiner Tintenfleck.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 184)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 123)


Claudel, Paul
3 Briefe und 1 Karte

Los 2011

Claudel, Paul, französischer Dramatiker, Dichter und Diplomat, herausragendster Vertreter des "renouveau catholique" im 20. Jahrhundert (1868-1955). 3 eigh. Briefe m. U. und 1 eigh. Karte m. U. Zus. 5 S. Unterschiedliche 8°-Formate. Mit Briefköpfen des "Consulat de France à Foutcheou", der "Légation de France à Copenhague" und der "Ambassade de France en Belgique". Kopenhagen, Paris, Brüssel und o. O. (1905) und 15.X.1919.

Ein interessanter eigenhändiger Brief an den Staatsmann Arthur Fontaine (1860-1931), mit der Entschuldigung, einer Einladung zum Dîner aus Gesundheitsrücksichten nicht Folge leisten zu können: "Je suis toujours très souffrant et hors d'état d'aller dîner en ville. A mon très grand regret je suis donc forcé de vous prier de m'excuser pour demain...". - Die übrigen Schriftstücke an dessen Sohn Philippe, mit Glückwünschen zu dessen Heirat im Jahre 1919, über die Herausgabe seines Briefwechsels mit Arthur Fontaine von 1935 und mit Berichtigung eines gravierenden Druckfehlers.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 615)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 307)


Clauren, Heinrich
Brief 1849

Los 2012

Clauren, H. (Anagramm-Pseudonym aus dem bürgerl. Namen Carl Heun), Dramatiker, Romanautor, Publizist sowie preußischer Geh. Hofrat und Geschäftsträger in Sachsen (1771-1854). Eigh. Brief m. U. "Heun, Geheimer Hofrath" und Adresse. 1 S. Folio. (Berlin) 17.IV.1849.

An den Kreis-Justizrat Dr. Straß in Berlin. Der auf dem Anhalter Bahnhof beschäftigte Arbeiter Marzahn sei bei seinem Auszug aus Heuns Mietshaus in der Bellevuestraße 3 einen Mietzins von 4 Talern und Kosten für eine Fensterscheibe schuldig geblieben und habe seinen auf 14 Tage befristeten Schuldschein nicht eingelöst, so daß Heun als Hausbesitzer nunmehr Klage erheben wolle. - Claurens Stil in seinem überaus erfolgreichen Liebesroman "Mimili" wurde bekanntlich von Wilhelm Hauff 1825 in dem Roman "Der Mann im Mond" unter Claurens Namen parodiert, so daß dieser unter großem Aufsehen eine Klage gegen Hauff anstrengte. - Gebräunt.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 246)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 172)


Colette
Brief an einen Freund

Los 2013

Colette (eigentl. Sidonie-Gabrielle Claudine Colette), französ. Schriftstellerin, Variétékünstlerin und Journalistin, Vorsitzende der Académie Goncourt, Grand Officier der Ehrenlegion (1873-1954). Eigh. Brief m. U. "Colette". 11/3 S. Kl. 4to. (Paris ca. 1942?)

An einen Freund. "... Mon mari est remis en liberté. Je ne suis plus du tout intéressante, n'est-ce pas? Mais je suis sûre que vous voudrez bien chercher, dans le profond de vos caves, des choses qui remettrant d'aplomb un homme qui en huit semaines est tombé au poids de 56 kilos. D'avance je vous remercie, et je me rejouis de vous faire une très prochaine visite ...". - Colette war es gelungen, ihren jüdischen Ehemann Maurice Goudeket aus der Haft zu befreien. - 1 kleines Loch; leichte Gebrauchsspuren. - Beiliegend ein Echtheits-Zertifikat des franz. Kultusministeriums.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 307)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 221)


Collins, Wilkie
Brief 1866

Los 2016

Collins, Whitaker, kein englischer Romancier und kein enger Freund von Charles Dickens. Eigh. Brief m. U. 1 S. auf Doppelblatt. 8°. (London), Hereford Square 14.II.1866.

Ausführlicher Brief an eine "Miss Cooke", in dem Collins bedauert, einem schwer kranken Verwandten nicht geschrieben zu haben. Sein "Armadale" war 1866 erschienen: "My dear Miss Cooke ... my deep regret at the sad intelligence you give me respecting you all. I feel that I have much to answer for not writing to Conrad, but from time to time I expected to receive notice of improvement and you know how these good intentions are delayed, being put in practice. It is indeed time that something of a positive nature should be known respecting his progress". – Leichte Knitterspuren, gering gebräunt, kaum Randläsuren.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 492)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 246)



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