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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status

Barth, Karl
Signiertes Typoskript

Los 2478

Barth, Karl, Schweizer evangelisch-reformierter Theologe, Mitbegründer der "Bekennenden Kirche", "Kirchenvater des 20. Jahrhunderts" (1886-1968). Eigh. Signatur "Karl Barth" (Kugelschreiber) unter einer hektographierten Sammlung bestimmter "Lebensregeln". 3/4 S. Gr. 4to. O. O. (wohl um 1960).

"Lebensregeln für ältere Menschen im Verhältnis zu jüngeren". 7 Regeln nach Art der 10 Gebote: "1. Du sollst dir klar machen, daß die jüngeren, die verwandten und sonst lieben Menschen beiderlei Geschlechts ihre Wege nach ihren eigenen (nicht deinen) Grundsätzen, Ideen und Gelüsten zu gehen, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und nach ihrer eigenen (nicht deiner) Fasson selig zu sein und zu werden das Recht haben ...". - Regeln von zeitloser Gültigkeit, die heute im teilweise noch aufgeklärten Europa Anwendung finden, nicht aber in weiten Teilen der übrigen Welt. - Gedruckt in: Carl Zuckmayer, Karl Barth. Späte Freundschaft in Briefen, Zürich 1977.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 348)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 231)



Bense, Max
Brief 1957

Los 2479

"der deutsche Autor ist im wesentlichen mittellos"
Bense, Max, Philosoph, Schriftsteller und Publizist (1910-1990). Brief m. U. "Max Bense". 1 S. Mit Briefkopf "Technische Hochschule. Lehrstuhl für Philosophie. Prof. Dr. Max Bense". Quer-8vo. Stuttgart 23.VIII.1957.

An die Mitarbeiterin eines Verlages. Unter Hinweis auf einen gezahlten Vorschuss hatte sie angefragt, ob denn das versprochene Buch nun tatsächlich zu erwarten sei. Mense bemüht sich zu beschwichtigen. "... Natürlich mache ich das Buch. Es ist angefangen, schleicht langsam voran, eilt doch aber nicht, da es doch an und für sich nicht an eine besondere Aktualität gebunden ist. Im Laufe des nächsten Jahres wird jedenfalls der Band fertig. Inzwischen fahre ich nur noch für zwei Monate nach Südamerika, wo ich über meine Ästhetik, die dort erschienen ist, Vorlesungen halten soll. Ich denke doch, dass Ihr so grosszügig seid und Geduld bewahrt, denkt immer daran, dass ich nicht allein Schuld bin, dass die Sache mit diesem Buch sich so verzögert. Zurückzahlen könnte ich nichts, denn der deutsche Autor ist ja im wesentlich mittellos. Ich kann also nur Spiritualien liefern und das will ich tun. Übrigens möchte ich gern den Band über Max Bill (Plastiker) fertig machen. Ich begann ihn auch damals, habe aber inzwischen Material dafür gesammelt und viel entworfen. Auch dieser war vor ein paar Jahren, in den glücklichen Zeiten des Friedens, vereinbart worden ...". - Von den Büchern, die hier gemeint sein könnten, kommt das erst 1961 erschienene "Bestandteile des Vorüber. Dünnschliffe Mischtexte Montagen" oder "Entwurf einer Rheinlandschaft" (1962) in Betracht. Benses erstes Buch über Max Bill erschien 1958 in Zusammenarbeit mit Eugen Gomringer; weitere folgten 1972 und 1973. - Gelocht.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 231)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 162)


Bode, Johann Elert
12 Briefe

Los 2483

Bode, Johann Elert, der bedeutende Berliner Astronom, ab 1786 Direktor des Berliner Observatoriums, langjähriger Herausgeber des "Astronomischen Jahrbuchs", veröffentlichte die "Titus-Bode-Reihe" und entdeckte den nach ihm benannten Kometen (1747-1826). Konvolut von 12 eigh. Briefen m. U. "Bode". Zus. ca. 16 S. 4to und 8vo. Berlin 1805-1823.

An einen Professor für Astronomie. Ausführlich über Angelegenheiten seines "Astronomischen Jahrbuchs": Beiträge, Lieferungen, Kosten, Inhalte etc. sowie über andere seiner Veröffentlichungen. Ein Brief mit einer signierten Aufstellung und Berechnung gelieferter Bücher als Anlage. - Teils leicht angestaubt; insgesamt ordentlich erhalten.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.479)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.739)



Brüggemann, Ludwig Wilhelm
Brief Stettin 1797

Los 2485

Brüggemann, Ludwig Wilhelm, aus Pommern stammender Berliner ev. Pfarrer und Geograph, Lehrer und Seelsorger der Prinzessin Amalie von Preußen, ausgezeichneter Anglist und Gründer einer Berliner Lesegesellschaft für englische Literatur, ferner Verfasser einer großen Landesbeschreibung von Pommern (1743-1817). Eigh. Brief m. U. "Brüggemann". 4 S. 4to. Stettin 4.V.1797.

An den (nicht genannten) Philologen Johann Gottlob Schneider (1750-1822), dem er seine soeben in Stettin erschienene Bibliographie "A View Of The English Editions, Translations And Illustrations Of The Ancient Greek And Latin Authors ; With Remarks, by Lewis William Brüggemann" übersendet und diese in dem ganzen Brief ausführlich erläutert. Er habe mit dem Druck so lange gezögert, weil er jeden erreichbaren Titel mit gleicher Sorgfalt bearbeiten wollte, so dass im Manuskript immer wieder Verbesserungen und Erweiterungen nötig waren. "... So ist z. B. der Artikel Cicero, seit der vor 2 Jahren gedruckten Probe, jetzt beinahe durchgehends theils berichtiget, theils ansehnlich erweitert worden. Dem Blicke meines liebenswürdigen und gelehrten Freundes, der in seinen vortreflichen Ausgaben der griechischen und lateinischen Classiker zugleich so ausgebreitete litterarische Kenntniße bewiesen hat, wird es auch nicht entgehen, daß in der Fabriciusschen griechischen so wol als lateinischen Bibliothek, und zwar nach den neuesten Ausgaben, welche [Gottlieb Christoph] Harles und [Johann August] Ernesti besorget haben, nicht die Hälfte der von mir angeführten englischen Schriften angezeiget worden ist ...". Zieht dann noch andere Nachschlagewerke und Klassiker-Editionen zum Vergleich heran und stellt als Neben-Erkenntnis seiner Arbeit fest, dass von Erfindung der Buchdruckerkunst bis zum Ende des 16. Jahrhunderts die italienischen, französischen und deutschen Klassiker-Ausgaben philologisch besser gewesen seien als die englischen. Abschließend bemerkt er: "... Mit dem größten Verlangen sehe ich Ihrem neuen kritischen, Griechisch-Deutschen Handwörterbuche entgegen, welches Ihnen zwar unsägliche Mühe machen muß, dagegen aber auch für einen jeden, der sich mit dem Studium der alten Griechen beschäftiget, ein ganz unentbehrliches Handbuch werden und alle übrigen griechischen Wörterbücher verdrängen wird ... Mit Recht bin ich stolz auf die Freundschaft, mit welcher Sie mich beehren ...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 139)



Bunsen, Christian K. J. von
Brief 1835 aus Rom

Los 2486

Bunsen, Christian Karl Josias von, preuß. Diplomat, Theologe und Archäologe, Gesandter und Mitbegründer des Dt. Archäologischen Instituts in Rom, Botschafter in London (1791-1860). Eigh. Brief m. U. "Bunsen". 1 S. 4to. Rom 14.V.1835.

An einen Freund, dem er den Arzt, Schriftsteller und Dante-Übersetzer John Aitken Carlyle (1801-1879) empfiehlt, den jüngeren Bruder des Historikers Thomas Carlyle. "... Ich sende Dir hiermit einen alten Bekannten von Dir, Dr. Carlyle, aus Schottland, der mir ein sehr werther Freund geworden ist, und der Dir ins Gedächtniß zurückgerufen zu werden wünscht. Er hat sich hier als ausgezeichneten Arzt und als einen echt christlichen Mann bewährt, und es ist ihm besonders wohl unter Deutschen. An wen könnte ich ihn also lieber weisen als an Dich? ...". - Knitterung und Einrisse, vor allem am rechten Rand.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 174)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 115)



Encke, Johann Franz
6 Briefe

Los 2488

Encke, Johann Franz, Astronom, Direktor der Berliner Sternwarte, Professor an der Universität und Sekretär der Akademie der Wissenschaften in Berlin, u. a. Entdecker der Teilung des Saturnrings und des Enckeschen Kometen (1822-1863). 6 eigh. Briefe m. U. "Encke". Zus. 7 S. 4to und gr. 8vo. Berlin 1822-1863.

An verschiedene Kollegen. Ausschließlich über astronomische Themen, z. B. über seine Fortführung des "Astronomischen Jahrbuchs" nach Bodes Tod. "... In der Form wird ... eine Aenderung eintreten, daß so lange ein so ausgezeichnetes Journal wie Schumacher's Nachrichten besteht, keine Correspondenznachrichten und Samlungen von Beobachtungen damit verbunden seyn werden. Ich habe mir deshalb die Freiheit genommen Ihre wichtigen Beobachtungen der Sternbedeckungen Herrn Professor Schumacher zur öffentlichen Bekanntmachung einzusenden ..." [22.XI.1827]. Die folgenden Briefe über ein Metallthermometer sowie über Planeten und Kometen. "... Die kleinen Planeten fahren immer noch fort das Leben den Astronomen sauer zu machen. Ich bin genöthigt gewesen, den Termin für die Herausgabe [des Astronomischen Jahrbuchs] früher anzusetzen und mich nicht mehr darauf einzulassen, die Einsendungen abzuwarten ..." [20.I.1863]. - Teils etwas gebräunt; einige Faltenrisse; 1 Brief mit kleinem Ausschnitt.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.392)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 927)



Gervinus, Georg Gottfried
Brief 1865

Los 2493

Gervinus, Georg Gottfried, Literaturwissenschaftler, liberaler Historiker und Politiker, einer der „Göttinger Sieben" (1805-1871). Eigh. Brief m. U. „Gervinus". 12/3 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Heidelberg 5.I.1865.

An den Besitzer oder Leiter einer bedeutenden Bibliothek, aus der Gervinus eine Anzahl englischer Bücher entleihen möchte. Er listet auf dem zweiten Blatt eine Reihe von Titeln aus dem "englischen Cataloge" auf. "... füge aber hier sogleich die Anfrage bei, ob sich vielleicht eins oder das andre der vier gleichfalls dort verzeichneten, nummerlosen Werke bei Ihnen vorfindet, die meist erst erschienen sind, nachdem ich vor zwei oder mehr Jahren Ihren Catalog excerpirte, vielleicht auch in den historischen Catalog nicht aufgenommen sind ... Ihrem würdigen Bibl. Diener Herrn Gruner bitte ich zu sagen, daß ich bei Rücksendung unfehlbar mich seinem Gedächtnis für dieses neue Jahr auffrischen werde; es ist mein einfaches Interesse, daß er mir nicht aus guter Laune kommt ...". - Etwas fleckig.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 139)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 92)


Lahmann, Heinrich
Brief 1897

Los 2495

Doktor Eisenbart auf dem "Weißen Hirsch"
Lahmann, Heinrich, berühmter Dresdener Arzt, Naturheiler und Lebensreformer, Gründer und Leiter des Sanatoriums auf dem "Weißen Hirsch", Kurort auch für zahllose Prominente (1860-1905). Eigh. Brief m. U. "Dr. Lahmann". 4 S. Mit eigh. Umschlag. 4to. Weißer Hirsch bei Dresden 20.I.1897.

Krankenbericht an Wilhelm Pless in Wien, dessen Frau sich bei Lahmann in Behandlung befindet, deren schwere Depression aber offenbar über seinen medizinischen Horizont hinausgeht. "... soeben in der Frühe war Ihre Frau bei mir um sich zu verabschieden. Sie hat diesen Plan nach unserer Besprechung aber fallen lassen. - Die Hauptsache ist eine hypochondrische Selbstquälerei. Sie sieht sich bei lebendigem Leibe zerfallen u. fürchtete nicht mehr nach Hause kommen zu können. Dabei macht sie körperlich einen guten Eindruck ... Wir finden nichts Sicheres von der alten Krankheit; denn der Ausschlag könnte sehr wohl auch aus einer gichtischen Säftemischung sich herschreiben. An den Mandeln ist garnichts. Die Armlähmung war zweifelsohne eine hysterische. Kurzum: Alles deutet auf ein krankhaftes Empfindungsleben hin. Solchen Naturen thut es nicht gut allzu zärtlich genommen, bemitleidet u. getröstet zu werden. Liebevolle Grobheit, die das Gefühl der Sicherheit verleiht, ist weit angebrachter. Ich würde rathen, daß Sie ganz einfach categorisch sagen: Ich wünsche Dich nicht eher wieder daheim als bis Du mit vergnügter Miene zurückkehrst. Du glaubst garnicht wie Dein Kopfhängen auf uns alle zurückwirkt ... Also ich bitte in Zukunft in dieser Tonart, dann werden wir die flügellahme Seele schon aufmuntern ...". - Der Umschlag fleckig. - Sehr selten, zumal Lahmann nur 45 Jahre alt wurde.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 522)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 348)



Heidegger, Martin
Postkarte 1953

Los 2500

[*] - Eigh. Ansichts-Postkarte mit U. "Euer Martin". 1/2 S. Meßkirch, Pfingsten 1953.

An seinen früheren Studienfreund, den Historiker und Bibliothekar Ernst Laslowski (1889-1961) und seine Frau Lene: "... In herzlichem Gedenken senden wir Euch beiden unsere herzlichsten Pfingstgrüße aus der erinnerungsreichen Heimat ...". - Mit unterschrieben haben Martin Heideggers Bruder, Schwägerin und Neffe "Fritz Heidegger", "Liesel Heidegger" und "Thomas Heidegger". - Die Bildseite zeigt den Kirchturm der Stadtkirche St. Martin von Meßkirch.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 348)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 231)



Hoffbauer, Johann Christoph
Brief 1805

Los 2501

Hoffbauer, Johann Christoph, Philosoph und Psychologe, einer der Pioniere der Psychiatrie, Professor an der Universität Halle (1766-1827). Eigh. Brief m. U. „Dein treuer Bruder und Freund Hoffbauer". 6 ½ S. 4to. Halle / Saale 25.X.1805.


Umfangreicher Brief an einen „liebsten Freund und Bruder"; ausführlich über die Aufteilung einer Erbschaft (Taxierung von Büchern etc.). - Hoffbauer verfaßte nicht nur eine grundlegende Geschichte der Universität Halle, sondern trat auch frühzeitig mit Werken zur Psychologie und Psychiatrie hervor, angefangen mit Untersuchungen über die Krankheiten der Seele (3 Bde, 1802-1807).

Schätzpreis
€ 120   (US$ 139)


Nachverkaufspreis
€ 70   (US$ 81)



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