Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Lose im Nachverkauf

Katalog Autographen » zur Buchabteilung
Autographen Auktion 111, Mi., 18. Apr., 17.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 2001 - 2424)

» Kataloge bestellen

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)
Alle Kapitel Autographen Literatur / Autographs Literature / Autografi letteratura
bis
Autographen Musik, Theater und Film / Autographs Music, Theatre and Film
» Kapitelwahl

... 5 6 7 8 9 10 11 12 13 ... 15   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Hohenzollern-Hechingen, Constantin Fürst von
Urkunde 1851

Los 2234

Hohenzollern-Hechingen, Fr. W. Constantin Fürst zu, der letzte souveräne Fürst von Hohenzollern-H. (1801-1869). Urkunde m. U. „Fr. W. C. Fürst zu Hohenzollern“ und Lacksiegel. 12/3 S. Folio. Schloß Hohlstein (Schlesien) 12.III.1851.


Vollmacht für seinen Vetter, den Fürsten Carl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, bei den anstehenden Verhandlungen mit der preußischen Krone im Namen Constantins zu sprechen und seine Interessen zu vertreten. Nach den Revolutions-Unruhen hatte Constantin 1849 gegen eine Leibrente und vorbehaltlich der Rechte eines souveränen Fürsten und nachgeborenen Hohenzollern sein Fürstentum zusammen mit Hohenzollern-Sigmaringen der preußischen Krone abgetreten. Auf Wunsch Friedrich Wilhelms IV. sollte dieses Verhältnis jetzt neu geregelt werden. „... Nach den Befehlen Seiner Majestät des Königs soll jetzt dieser Vorbehalt erledigt und die Regelung der gesamten Hohenzollern’schen Hausangelegenheiten, soweit dieß die erfolgte Abtretung der Fürstenthümer nothwendig gemacht, veranlaßt werden. Die Wahrnehmung meiner und meines Fürstlichen Hauses Gerechtsame bei den hiernach zu veranlaßenden Versammlungen und abzuschließenden Verträge übertrage ich hierdurch meinem geliebten Vetter ...“. - Der Fürst, der als eifriger Förderer der Musik hervorgetreten ist, lebte nach seiner Abdankung auf seinem Schloß bei Löwenberg in Schlesien.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 177)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 118)


Joinville, Francois d'Orléans, Prince de
Eigenhänd. Brief 1840 aus Bahia

Los 2245

Die Heimholung Napoleons
- Joinville, François d'Orléans, Prince de, franz. Admiral und Politiker, Sohn des "Bürgerkönigs" Louis Philippe und der Maria Amelia, Prinzessin von Bourbon und Beider Sizilien (1818-1900). Eigh. Brief m. U. "Fr: d'Orléans". 3 S. 4to. An Bord der Fregatte "Belle Poule" vor Bahia (Brasilien), 13.IX.1840.

Eigenhändig an seine Mutter, die Königin von Frankreich, auf der Fahrt von Bahia nach St. Helena, um den Sarg Napoleons abzuholen und nach Frankreich zu bringen. "... à la pointe du jour nous serons sous voiles et en route pour Ste Hélène". Erläutert zunächst die Hindernisse und Möglichkeiten, nach Hause zu schreiben, und fährt dann fort: "... Ici à Bahia l'accueil a été parfait; il n'en a pas été de même dans la campagne où nous avons failli être assommis; au reste en l'absence de consul et de toute autre autorité, j'ai du faire de la diplomatie et j'ai érigé et obtenu que des excuses fussent faites aux officiers qui avaient été violantes dans cette occasion ... J'ai par des journaux anglais de vos nouvelles jusqu'au 28 Juillet, tout allait bien chez nous, c'est trop heureux quoique l'Espagne m'enquiète un peu. Ce sont les dernières nouvelles que j'aurai de nous mais je pars confiant que Dieu continuera à nous protéger nous et le nôtres. Veuillez déposer aux pieds du Roi l'hommage de mon profond respect et de ma vive tendresse ...". - Beiliegend ein lithogr. Portrait des Prinzen (Knickfalte im breiten unteren Rand).

Schätzpreis
€ 2.800   (US$ 3.304)


Nachverkaufspreis
€ 2.200   (US$ 2.596)


Massenbach, Christian von
Brief-Fragment 1806

Los 2246

- Massenbach, Christian A. L. von, preuß. Oberst, Mathematiker, Lehrer des Prinzen Ludwig von Preußen, Historiker und Kriegstheoretiker, verursachte 1806 als Berater des Fürsten Hohenlohe schwere militär. Verluste und saß wegen geplanten Geheimnisverrats neun Jahre in Festungshaft (1758-1827). Eigh. Brief-Fragment m. U. "Massenbach". 2 S. Quer-8vo. Potsdam 25.II.1806.

In Massenbachs "Schicksalsjahr" 1806 an die "Akademie gemeinnütziger Wissenschaften in Erfurt", die ihn zum Mitglied ernannt hat, u. a. wohl auch wegen seiner Würdigung des Herzogs Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel. Massenbach stattet seinen Dank ab "für die Ehre ..., mich zum Mitgliede dieser verehrungswürdigen Gesellschaft aufgenommen zu haben; ich war lange abwesend, und in manche Geschäfte verwikkelt. Das Schreiben des ... Professor Dominicus und das Akademische Diplom sind mir nachgereißt und haben mich erst hier, wo ich vorgestern angekommen bin, ereilt. Ich erkenne die Ehre, die Sie mir erzeigt, aber ich bin ihrer unwürdig. Mein Aufsatz über den Helden Ferdinand ..." [Mittelstück des Brieftextes fehlt]. - Unter der kurmainzischen Regierung und nunmehr unter der französischen Oberhoheit nahm die Erfurter Universität noch einmal einen kurzen Aufschwung. Der erwähnte Historiker Johann Jakob Dominikus (1762-1819) war dort von 1803 bis 1817 Sekretär der "Akademie gemeinnütziger Wissenschaften". - Das obere Drittel des ehemaligen Quartbogens ist abgeschnitten, so daß ein kleines Textstück fehlt, während Anfang und Schluß vorhanden sind. - Aus der Sammlung Röttger mit deren roter Randbeschriftung. - Arno Schmidt hat in seiner "Historischen Revue" (1948) Massenbach als "gewaltigste Erscheinung" beschrieben.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 212)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 141)


Möllendorff, Wichard Joachim Heinrich von
Brief 1806

Los 2247

- Möllendorff, Wichard Joachim Heinrich von, preußischer Feldmarschall (1724-1816). Eigh. Brief m. U. In französischer Sprache. 1 S. auf Doppelblatt. Mit Eingangsvermerk am Kopf. Gr. 4°. Berlin 10.XI.1806.

An einen nicht genannten französischen General, möglicherweise den Berliner Stadt-Kommandanten Pierre Auguste Hullin (1759-1841), kurz nach der Besetzung Berlins durch die Franzosen, mit Dank für die Aufenthaltsgenehmigung für seinen Adoptivsohn und einen Major von Schlieffen: "Ou trouver les paroles pour Vous remercier cher Excellence, tant de la lettre gracieuse, que de la Permission, que ... mon fils adopté, si bien que le Major de Schlieffen peuvent rester ici. Mon coeur est penétré de vos bontés et jamais elles ne s'effaceront de mon coeur...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 212)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 118)


Moncey, Bon A. - J. de, Herzog von Conegliano
Brief 1813

Los 2248

- Moncey, Bon Adrien Jannot de, Herzog von Conegliano, Marschall des Kaiserreichs (1754-1842). Brief m. U. "le Mal Duc de Conégliano". 3/4 S. Folio. Paris 19.XI.1813.

An den Kriegsminister Clarke, Herzog von Feltre. Über die Ergebnisse einer Inspektion an der italienischen Küste und über Befehle und Maßnahmen bei Tivoli und Rietti anläßlich des Erscheinens der Engländer.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 177)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 118)


Moreau, Jean Victor
Signierter Armeebefehl 1799

Los 2249

- Moreau, Jean Victor, franz. General, Gegner Napoleons (1763-1813). Schriftstück m. U. "Moreau". 1 S. Folio. Hauptquartier Cornegliano (Italien) 4. Thermidor an 7 (22.VII.1799).

Mit gedrucktem Briefkopf "Armée d'Italie. Le Général en Chef". Der General "ordonne que le citoyen Groulard sera considéré comme chef d'Escadron en pied au 16e Régiment de Dragons. Le Chef de l'Etat Major Général préviendra de cette disposition le Gal de Division Grouchy commandant de la cavalerie qui fera provisoirement exécuter cet ordre en attendant la décision du Ministre de la Guerre ...".

Schätzpreis
€ 150   (US$ 177)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 118)


Starhemberg, Ludwig Fürst von
Brief 1811

Los 2256

Starhemberg, Ludwig Fürst von, österr. Diplomat, Patenkind Ludwigs XV. von Frankreich, österr. Botschafter in London, lebte in Österreich auf seinen Schlössern Eferding und Dürnstein (1762-1833). Eigh. Brief m. U. "Starhemberg". In engl. Sprache. 3 S. 4to. Wien 29.XII.1814.

An einen Herrn, über dessen Briefe er sich sehr gefreut habe. "... I shall always remember the few moments we passed together in this country and I am still in hope we shall sooner or latter [!] meet in England and see there a little more of each other ...". Der kurze Aufenthalt habe in seiner Familie einen tiefen Eindruck hinterlassen, und man sei glücklich über jeden seiner Briefe. - Dabei: Derselbe. Eigh. Billet mit Namenszug am Kopf. In franz. Sprache. 1/2 S. 4to. (London?) o. J. - "Le C: de Starhemberg présente son hommage respectueux à Mylady ... et a L'honneur de l'informer qu'en conséquence de quelques scrupules du Clergé anglais le baptême fini pour demain sera différé ...".

Schätzpreis
€ 160   (US$ 188)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 94)


Tzschoppe, Gustav Adolf von
Signiertes Aktenstück

Los 2258

Tzschoppe, Gustav Adolf von, preuß. Verwaltungsjurist, in den 1820er Jahren berüchtigter Demagogenverfolger, ab 1833 Direktor des Geheimen Staatsarchivs in Berlin (1794-1842). Wohl eigenhändiges Aktenstück mit viermaliger Unterschrift "Tzschoppe". 2 S. Auf graubraunem Aktenpapier. Folio. Berlin 10.VI.1816.

Protokoll einer Verhandlung "in der Elsischen Subhastations Sache". Sechs Parteien bzw. ihre Vertreter erklären ihr Einverständnis mit einem Zuschlag für ein Gebot von 200 Talern beim Verkauf eines Grundstücks. Drei Familienmitglieder eines "Kossäten" und die Frau eines Malers Lenansky geben an, nicht schreiben zu können und unterzeichnen jeweils mit 3 Kreuzen, was jedes Mal von Tzschoppe beglaubigt wird. - Als Mitglied der Kommission gegen demagogische Umtriebe ging Tzschoppe mit Härte gegen Studentenverbindungen und andere "verdächtige" Intellektuelle vor. Andererseits war er ein u. a. von Hardenberg geschätzter Jurist, der das preußische Archivwesen reformierte und 1833 als Nachfolger Karl Georg von Raumers Direktor des Geheimen Staatsarchivs wurde.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 212)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 141)


Verdy du Vernois, Julius von
Brief 1886 + Beigabe

Los 2259

Verdy du Vernois, Julius von, preußischer Infanterie-General, Kriegsminister und Militärschriftsteller, der viel beachtete strategische Studien veröffentlichte (1832-1910). Eigh. Brief m. U. "v. Verdy". 31/4 S. Gr. 8vo. Königsberg (Ostpreußen) 27.V.1886.

An einen jungen Herrn Siegmann, für den er sich um eine Offizierslaufbahn in Graudenz bemüht. Er zitiert zunächst aus einem Antwortbrief des Oberst Kossmann aus Graudenz: "... Es ist wohl selbstverständlich, daß ich auf Euer Excellenz Empfehlung hin, keinen Anstand nehmen würde, Siegelmann [sic; gemeint ist Siegmann] als Avantageur anzunehmen, aber nach den mir gewordenen Directiven muß ich die Bedingung stellen, daß jeder als Avantageur im Regiment anzunehmende junge Mann, wenn er nicht Abiturient ist, doch wenigstens das Reifezeugniß für Prima ohne Hülfe einer Presse erworben hat. Ist das bei p. Siegmann der Fall und hat er außerdem eine monatliche Zulage von 50-60 Mk zu erwarten, so bin ich geneigt, ihn anzunehmen. Doch muß ich Ew. Excz. Erwägung anheimstellen, ob die nicht günstigen Avancements-Verhältnisse im Regiment den Beifall Ihres Schützlings finden; der Offizier-Etat ist voll und 4 Portepeefähnrichstellen sind besetzt." Verdy fährt dann fort: "Ich hatte hierauf dem Herrn Oberst geantwortet, daß Sie das Reifezeugniß für Prima - ohne Presse - erworben und daß ich Ihnen das Übrige zur Kenntniß bringen würde. Stimmt nun alles, so fahren Sie nach Graudenz zur persönlichen Vorstellung, das Gymnasial-Zeugniß bringen Sie mit, ebenso den Antrag Ihres Herrn Vaters mit seiner Erlaubniß zum Eintritt und der Verpflichtung für die Zulage in der geforderten Höhe, ferner alle übrigen Personal-Papiere (Impf-, Taufschein) ...". - Fleckig; Faltenrisse. - Dabei: Georg von Kanitz, preuß. Kammerherr, Hofmarschall der Prinzen Friedrich Karl und Friedrich Leopold von Preußen, Viceoberzeremonienmeister, Wirklicher Geheimer Rat und Vorsitzender der General-Ordenskommission (1842-1922). Eigh. Brief m. U. "G Kanitz, Hofmarschall" und eigh. Umschlag. 1 S. Gr. 4to. Sassnitz (Rügen) 16.VII.1881. - An den Generalleutnant v. Borstell auf Vosshof bei Seehausen (Altmark). Meldet ihm, "daß Seine Königliche Hoheit der Prinz Friedrich Karl mit großem Vergnügen dem Wunsche nachgekommen sind, welchen Eure Excellenz in dem gefälligen Schreiben vom 10ten ausgesprochen haben, und die Wiederanstellung des Major a. D. von Lindheim auf das Wärmste befürwortet haben ...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 212)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 141)


Fünfkirchen, Johann Bernhard Frhr von
Brief 1597

Los 2268

Rebell gegen den Kaiser
Fünfkirchen, Johann Bernhard Freiherr von, österreichischer Standesherr, einer der größten Grundbesitzer in Niederösterreich, Böhmen und Schlesien, Hofkammerrat, Oberst-Proviantmeister im Türkenkrieg, eifriger Protestant, beteiligt am Prager Fenstersturz, als Rebell verhaftet und zunächst zum Tode, dann zu lebenslänglicher Festungshaft verurteilt (1561-1626 oder 1635). Brief m. U. „Hans Bernhard“ (und Paraphe) sowie mit Adresse. 1/2 S. Folio. Steinebrunn 21.IV.1597.

An einen Freund. Graf Carl von Liechtenstein habe ihm geschrieben und angefragt, ob er ihm eine Abschrift von dem „Abschiedt“ eines gewissen Grafen beschaffen könne. Johann Bernhard bittet den Freund, ihm eine solche Abschrift zu schicken. - In diesem Jahr verkaufte Fünfkirchen angesichts seiner politischen Situation als Protestant zahlreiche Besitzungen in Österreich, u. a. an den später gefürsteten Carl von Liechtenstein, und erwarb neue in Böhmen und Schlesien. In Steinebrunn bei Nikolsburg begann er 1602 mit dem Bau einer neuen prächtigen Residenz, des Schlosses Fünfkirchen. 1618 unterstützte er den Widerstand der böhmischen Stände und beteiligte sich, der Überlieferung nach, handgreiflich am zweiten Prager Fenstersturz. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurde Johann Bernhard als Rebell geächtet und zum Tode verurteilt; seine Güter wurden eingezogen. Auf Fürbitte seines Schwagers, des kaiserlichen Generals Rudolf von Teuffenbach, wurde er zu Festungshaft begnadigt und 1621 auf die Burg Zbirof bei Prag verbracht, wo er entweder 1626 oder 1635 (so sein Epitaph) verstorben ist. - Sehr selten.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 708)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 472)



... 5 6 7 8 9 10 11 12 13 ... 15   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf