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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Hesse, Hermann
Brief mit Aquarell

Los 2381

Über die Aufnahme vom "Steppenwolf"
- Brief m. U. "Dein Hesse" und aquarellierter Federzeichnung. 21/2 S. Gr. 8vo. Montagnola 11.VII.1927.

An seinen Freund Reinhold Geheeb, den langjährigen, Mitarbeiter des Albert-Langen-Verlags und Redakteur des "Simplicissimus". Dankt für Glückwünsche zum 50. Geburtstag und fährt fort: "... Das Schlimme an meinem Geburtstag war, daß der Haupt-Festkamerad, mein lieber Hugo Ball, mit dem und dessen Frau ich hatte feiern wollen, totkrank liegt. Grade am Geburtstag wurde er in Zürich operiert, und es steht bedenklich mit ihm. - Trotzdem haben wir dann (mit aus Bern gekommenen Freunden) in einer Wirtschaft ein Huhn gebraten und reichlich Wein dazu getrunken, nicht bloß Nostrano, sondern auch schönen alten Fendant, der früher mein Lieblingswein war, und es waren auch zwei junge Mädchen dabei, und Abends soll ich einen Schwips gehabt haben ... Der Klimbim in der Presse zu meinem Jubiläum war nicht sehr erschütternd, doch habe ich im Ganzen dennoch den Eindruck, daß langsam eine Ahnung von meinem wahren Gesicht und dem Sinn meines Treibens dämmert, daran hat wohl Balls Buch viel Anteil. Was mich enttäuscht, das ist die Haltung der Kritik in Bezug auf den Steppenwolf. Ich war auf einige wenige leidenschaftliche Verteidiger, im Ganzen aber auf bürgerliche Abwehr und auch auf heftige Angriffe gefaßt. Statt dessen ist alles von einem lauen gemäßigten Wohlwollen erfüllt, zum Kotzen. Und jeder eitle Journalist und jede literarische Tante entdeckt jetzt in sich plötzlich auch etwas wie ein Steppenwölfchen, und glaubt mir auf die Schulter klopfen und mit mir fraternisieren zu müssen ... Wie immer sind das Beste vom Sommer die Aquarellierstunden draußen. In Konstanz, wo neulich mit Getöse ein Hessefest (ohne Hesse) gefeiert wurde, sind zur Zeit 50 Aquarelle ausgestellt. Adieu, Geheeb, lieber Kerl, wir wollen gute Freunde bleiben, bis der letzte Zahn uns wackelt ...". - In diesem Jahr war Hesses berühmtester Roman, "Der Steppenwolf", bei S. Fischer in Berlin erschienen, desgleichen "Balls Buch", nämlich die Monographie "Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk" von Hugo Ball. - Das annähernd halbseitige Aquarell zeigt ein Dorf im Tessin. - Formal wie inhaltlich ein sehr schöner und wichtiger Brief.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.088)



Hesse, Hermann
Brief 1934

Los 2382

[*] - Brief m. U. "H Hesse". 1 S. Quer-gr. 8vo. (Montagnola 1934).

An Nora Schadow in Kiel: "... Ich besitze ein nicht ganz so großes und prächtiges, aber ähnliches Insektenwerk aus der Zeit um 1770. Ich weiß nicht, wo Sie den 'alten Baum' gefunden haben. Ich nehme an, es sei die Erzählung vom gestürzten Judasbaum in Garten meiner frühern Wohnung. Diese Geschichte ist geschehen und geschrieben vor etwa 6 Jahren, vielleicht auch schon etwas länger. Sie erschien damals in einer Zeitung. Später erwarb ein Zweitdruck-Bureau das Recht, diesen Aufsatz, und auch andre, weiter als Nachdruck zu vertreiben. Diese Nachdrucke geschehen zwar mit meiner Erlaubnis, aber ich weiß von den einzelnen Abdrucken nichts. Sie sind übrigens zur Zeit meine einzige kleine Einnahme-Quelle. Wir haben noch immer schöne warme Sonne, strahlende Tage, ich arbeite täglich draußen. Die Nächte sind schon kalt, darum habe ich seit einigen Tagen geheizt, tagsüber wäre es nicht nötig. Das Befinden ist schlecht, viel Gicht und viel Augenschmerzen, oft tagelang ohne Pause ...". - Die Unterschrift mit Bleistift geschrieben.


Schätzpreis
€ 400   (US$ 463)



Hesse, Hermann
Brief 1944

Los 2383

[*] - Brief m. U. "H. H." 11/4 S. Gr. 8vo. (Montagnola, August 1944).

An Nora Schadow: "... Sie haben mir einen wunderbaren Zweig mit drei herbstlichen Blättern gesandt, und dazu einen so schönen Brief, einen Sonntagsbrief, geschrieben, daß ich Ihnen dafür danken muß. Ich tue es, indem ich von den vier Gedichten, die ich in diesem Jahr geschrieben habe, Ihnen die drei abschreibe, die Sie noch nicht kennen. Aus den beiden Augustgedichten sehen Sie, daß ich im Hochsommer noch einmal eine kurze, sehr schöne Zeit, bei alten Freunden, gehabt habe. Da klang köstliche Musik im hohen Rokokosaal, und bei Kerzen in offner Halle, dahinter die Gartensommernacht, saßen wir beim Wein, lauter Freunde, zwei meiner Söhne mit ihren Frauen dabei. Nachher freilich begann eine böse Zeit der Sorgen und des Schlechtgehens, in der bin ich noch drin und kann darüber nichts sagen als was in dem Oktobergedicht steht ...". - Hesse spricht hier von seinem Besuch bei Max und Margrit Wassmer im Schloß Bremgarten im August 1944. - Die monogrammierte Unterschrift mit Bleistift geschrieben.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 522)



Heyse, Paul
Postkarte an Johannes Volkelt

Los 2384

Heyse, Paul, Schriftsteller, Nobelpreisträger, Haupt des Münchener Dichterkreises (1830-1914). Eigh. Postkarte m. U. "P. H.". 1 S., eng beschrieben. S. Margherita Ligure 18.IV.1908.

An den Philosophen Johannes Volkelt (1848-1930) auf Schloß Labers bei Meran. Er habe sich am Meer, wohin ihn seine Ärzte zur Kräftigung gesandt hatten, eine heftige Influenza geholt, so daß er sich nun in der Villa Armena zu erholen hoffe. "... Ihnen dort einmal zu begegnen und so recht con amore mit Ihnen Alles zu besprechen, was an Lebensfragen der Kunst uns beiden am Herzen liegt, ist eine Hoffnung, die doch einmal sich erfüllen muß. Wie unzulänglich ist das geschriebene Wort! ... In einigen Wochen sende ich Ihnen ein Buch, 'Charakterbilder', von denen ein und das andere Sie hoffentlich interessiert. Es ist eine sehr gemischte Gesellschaft, keine voll ausgewachsenen Novellen, da in ihnen nicht die Handlung, sondern die Figuren, um die es mir zu thun war, die Hauptsache sind ...".

Schätzpreis
€ 120   (US$ 139)



Hofmannsthal, Hugo von
Brief Herbst 1900

Los 2385

[*] "Erlebnis des Marschalls von Bassompierre"
Hofmannsthal, Hugo von, österr. Schriftsteller (1874-1929). Eigh. Brief m. U. "Hugo Hofmannsthal". 2 S. 8vo. (Wien, Herbst 1900).

An Alfred Gold, Redakteur der Wiener Wochenschrift "Die Zeit". "... nachdem wir in einem Austausch von Briefen im Monat Juni 1899 das Honorar für die Novelle 'Erlebnis des Marschalls von B.' auf 100 fl. = 200 Kronen festgesetzt haben, muß ich es als einen Irrthum von Seite[n] der Administration ansehen, daß mir heute die Summe von Kr. 175 angewiesen wurde ...". - Die Novelle, in der Bassompierre die Geliebte durch die Pest verliert, ist ein Meisterwerk von Hofmannsthals philosophisch durchdachter und künstlerisch bildhafter Prosa. Sie erschien erstmals im Herbst 1900 in der "Zeit". - Siehe auch Nr. 2549.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 696)



Hofmannsthal, Hugo von
Brief an Arthur Schurig

Los 2386

[*] - Eigh. Brief m. U. "Hofmannsthal". 2 S. Doppelblatt. Kl. 4to. (Rodaun 20.VI.1908).

An den Schriftsteller Arthur Schurig (1870-1929): "... vielen Dank für die Lespinasse. Ich freue mich sehr, dass Sie unserer Correspondenz gerne und freundlich gedenken. Bewahren Sie mir weiter diese Gesinnung - die mir zu den Dingen gehört deren Wert in der Münze des 'Litteratur'-verkehrs gar nicht zu berechnen ist, weil es eben andre Münze ist ...". - Schurig hatte 1908 die Liebesbriefe der Julie de Lespinasse (1732-1776) für den Georg Müller-Verlag in München übersetzt. - Kleine Randeinrisse; das Datum von anderer Hand eingesetzt.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 522)



Hofmannsthal, Hugo von
Brief 1926

Los 2387

- Eigh. Brief m. U. "Hofmannsthal". 1 S. Gr. 4to. Rodaun 8.VI.1926.

An den Schriftsteller Will Scheller. "... Sie konnten mir nichts Lieberes tun als dass Sie in dieser Weise sich dieses Teils meines dichterischen Daseins gegen Missurteile annehmen, die zum größten Teil aus der Trägheit des Denkens, zu einem Teil auch aus der Missgunst herstammen. In sehr lieber Weise haben Sie sich mir dadurch aufs neue ins Gedächtnis gerufen ...". Versichert ihn seiner "Freude über die Stetigkeit einer reinen Teilnahme". - Leichte Faltspuren.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 696)


Holtei, Carl von
Gedichtmanuskript

Los 2388

Holtei, Carl von, aus Breslau stammender Dichter, Erzähler, Schauspieler, Regisseur, Rezitator und Theaterleiter (1798-1880). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "C E v Holtei". 3 S. Gr. 4to. O. O. (ca. 1840).

"Gäste und Kinder". 9 Strophen zu je 4 Zeilen. "Der Chinese sagt, - und ich wette drauf, / Sein Ausspruch gilt für uns nicht minder! - / 'Nimm Deine Gedanken wie Gäste auf, ' / 'Doch Deine Wünsche behandle wie Kinder.' -
Welch tiefes Wort! Wie reich an Sinn! / Gedanken sind nur Gäste auf Erden, / Sie bleiben des Geistes ew'ger Gewinn, / Sie sollen mit Ehrfurcht empfangen werden ...". - Randläsuren; Faltenrisse alt unterlegt.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 139)



Holtei, Carl von
Brief 1836

Los 2389

[*] - Eigh. Brief m. U. "C v Holtei". 3 S. Gr. 8vo. Schloß Grafenort (Niederschlesien) 16.IV.1836.

An einen jungen ungenannten Schauspieler, den er zu bewegen sucht, nach Grafenort zu kommen, wo sein Gönner Graf Johann Hieronymus von Herberstein 1816 ein Privattheater im Schloß eingerichtet hatte: "... Ich bin glücklich mit meinem Kleeblatt in Gr. angelangt u. habe die jungen Herrn auch, wenigstens erträglich logirt, im Dorfe unterbringen können. Morgen wollen wir dann zum Erstenmale los schießen. - Graupe, den wir hier Raabe nennen, ist ohne Zweifel der Gebildeste von allen, u. scheint auch die meiste geistige Anlage zu haben. Rander's mag es, außer den Zähnen, auch noch an manchen andern Gaben fehlen, - indessen einem geschenkten Gaul, sieht man nicht in's Maul. Franke, hier Ranke genannt, mag wohl Talent haben. - Wir wollen nun seh'n - das was ich eigentlich am allernöthigsten gebraucht hätte , - ein feiner, eleganter Liebhaber, fehlt halt noch immer. Und da Bonus gerade das nicht ist, (wiewohl Graupe ihn übrigens sehr lobt) so dürfte es gerathen seyn, ihn für's Erste noch nicht ... zu berufen, da wir ohnedies mit unseren oeconomicis noch nicht ganz klar sind. Ihnen, mein werther junger Freund, wiederhole ich nun schriftlich den herzlichen Dank für Ihre gefälligen Bemühungen u. erkläre mich bereit, zu jeden Gegendiensten, den Sie irgend wo? u. wie? von mir begehren wollen. Am liebsten freilich, wäre es mir, Sie könnten sich auf einen Monat loseisen u. zu uns kommen ... Versuchen Sie's doch einmal mit Carln [dem Wiener Theaterdirektor Carl Carl] zu reden? - Wegen einer Absage, kann er Ihnen ja den Kopf nicht abreißen ... Auf jeden Fall rechne ich darauf, eine Zeile von Ihnen zu bekommen, die mir sagt: ob ich vielleicht die Freude haben soll, Sie hier zu sehen? Ich würde Ihnen dann recht ausgesuchte Rollen vorbereiten, in Stücken welche, rebus sic stantibus nicht gegeben werden können ...". - Der Schauspieler Adolf Franke (1815-1895) begann 1836 in Grafenort seine Bühnenlaufbahn. Holtei veröffentlichte 1841 "Briefe aus und nach Grafenort". In seinem Roman "Der letzte Komödiant" hat Holtei das Theaterleben in Grafenort lebendig geschildert. - Gebräunt und im Falz eingerissen.

Schätzpreis
€ 280   (US$ 324)



Holtei, Carl von
Brief 1847

Los 2390

- Eigh. Brief m. U. "H". 11/2 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegelresten. Gr. 4to. Hannover 18.IV.1847.

An den Intendanten des Braunschweiger Hoftheaters, Dr. Karl Köchy. "... Daß ich wieder nach Braunschweig kommen u. den Weg in jene Welt nicht antreten würde, ohne vorher noch ein paar Abende in alter Weise mit Euch zugebracht zu haben, das hatt' ich ja versprochen. Aber daß ich kommen sollte, nur um auf dem Seile zu tanzen, hätt ich mir damals nicht träumen lassen u. es ist eine Tollheit, zu der mich mein alter Kettl [der Schauspieler Georg Kettel] verleitet. Gott verzeihe mir den Unsinn! Jetzt kann ich nicht mehr zurück. - Ich lasse Köchy bitten, die Uhlanen gut zu besetzen: Heimann u. Bercht spielen mir zu Gefallen gewiss die beiden Sidlonatzki u. Lipowski. - Kunst, Manitzki u. s. w. ... Ich komme so rasch ich kann, damit wir einige Scenenproben vorher machen können. Denn wenn das nicht in einander greift, ist's nichts. Hoffentlich hat Kettl das Buch, worin die neue Umarbeitung steht von Theodor Gassmann entliehen. Die Rollen müssen nothwendig ganz neu ausgeschrieben werden, sonst giebt's Konfusion. Auch [Fanny] Mejo muß nachlernen. Die Einlagen für die Partitur bring' ich mit ... Vielleicht kann ich dann nach dem Regisseur Benefiz noch ein- oder zwei-mal öffentl. lesen? Das wird sich finden ... Emil Devrient grüßt u. ich empfehl mich den holden Schwestern, Maxen, Schröder'n, Schmalz, Hopfen etc. ...". - Holtei, der eigentlich nur noch als Rezitator auftrat, war in Hannover von Emil Devrient und seinem alten Freund Georg Kettel gebeten worden, bei einer Braunschweiger Benefizvorstellung für die Regisseure Georg Kettel und Theodor Gassmann noch einmal als Schauspieler mitzuwirken, und zwar in der Rolle des Thaddäus in Holteis erfolgreichem Drama "Der alte Feldherr". Er sagte voreilig zu, bekam dann aber viele Bedenken und heftiges Lampenfieber. Doch der Erfolg war groß, und Holtei wurde vom Braunschweiger Publikum gefeiert.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 174)



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