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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Schnitzler, Arthur
Brief 1909

Los 2449

[*] Schnitzler, Arthur, österr. Dramatiker und Erzähler (1862-1931). Brief m. U. "Dr. Arthur Schnitzler". 2/3 S. auf grauem Papier. Mit gedrucktem Briefkopf und Umschlag. 4to. Wien 5.X.1909.

An Karl Pohl, Regiekanzlei des k.k. Hofburgtheaters in Wien: "... Beigeschlossen sende ich Ihnen gerne die gewünschte Empfehlung an meinen Schwager [den Laryngologen Markus Hajek, 1861-1941] und hoffe die Sache wird für Ihre Frau von bestem Erfolg begleitet sein ...".

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 159)



Schröder, Rudolf Alexander
Brief an Professor Maier

Los 2452

Schröder, Rudolf Alexander, Lyriker und Erzähler (1878-1962). Eigh. Brief mit U. "Schröder". 1 S. Gr. 4to. O. O. 2.III. o. J.

An einen Professor Maier in Wien, der einen Vortragsabend Schröders vorbereitet. "... Hier schicke ich Ihnen Brentano-Lieder. Ich habe die, die ich am liebsten hören würde, mit Bleistift angekreuzt. Herr [Raoul] Aslan wird sie wohl nicht alle lesen können u. selber seine Auswahl treffen. Ich will sehen, dass ich meinen Vortrag auf 1/2 - 3/4 Stunden höchstens einschränke ... Ich werde Samstag Nachmittag um 4 in Wien eintreffen. Samstag Abend, Sonntag nachmittag, Montag, Dienstag abends u. Donnerstag abends habe ich Lesungen u. Vorträge, dann Freitag bei Ihnen. Wegen der Einzelheiten erkundigen Sie sich am besten bei Pfarrer Traar Wien 1 Schellinggasse 12 ...". - Georg Traar (1899-1980) war evangelisch-lutherischer Jugendpfarrer und Superintendent in Wien.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 159)



Sporschil, Johann Chrysostomus
2 Briefe

Los 2453

Sporschil, Johann Chr., Schriftsteller, Historiker und Übersetzer (1800-1863). 2 eigh. Briefe m. U. "Sporschil". Zus. 21/2 S. Doppelblätter mit Adresse und Siegelresten. Gr. 4to. (Reudnitz) 21.VII.1835 und 1.II.1837.

An den Buchhändler Weber in Leipzig. Im ersten Brief bestätigt er den Empfang eines Druckbogens. Er habe sich allerdings hier und da gewundert, doch sei er in französischer Grammatik nicht sicher genug, um zuverlässig kontrollieren zu können. Weber möge einen kundigeren Mann mit dem Korrekturlesen beauftragen. - Im zweiten Brief empfiehlt er einen Nationalökonomen und Münz-Fachmann. "... Er schreibt an einem Werke: 'Der Staat und das Aktienwesen, oder Rechte und Pflichten des Staates einer Aktienunternehmung gegenüber'. Ich halte seine Schrift für äußerst zeitgemäß, denn weit entfernt, daß die Aktiengeschichten vorüber sind, werden sie sich erst in großem Maßstabe entwickeln, und wahrscheinlich eine wesentliche Umwälzung in der Anlegung und Verzinsungsart der Kapitalien hervorbringen ...". - Gebräunt.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)



Stammbuchblätter des Barock mit Wappendarstellu...
6 Blätter

Los 2455

- Stammbuchblätter des Barock mit Wappen-Darstellungen. 6 Bl. Quer-kl. 8vo bzw. 8vo. Ca. 1590-1620.

Vier der Blätter auch rückseitig beschriftet, eines von dem Leipziger Jura-Professor Elias Heidenreich (1619). - Gebräunt oder wasserfleckig; die Wappenmalereien jedoch kaum betroffen.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 285)


Nachverkaufspreis
€ 170   (US$ 193)



Thümmel, Moritz August von,
Reskript 1768

Los 2464

[*] Coburger Bier-Kompetenz für Saalfeld
Thümmel, Moritz August von, Schriftsteller und Sachsen-Coburgischer Minister, befreundet mit Gellert, Weiße, Rabener, Verfasser der "Wilhelmine" (1738-1817). Amtliches Schreiben m. U. "MA v Thümmel". 1 S., halbspaltig geschrieben. Doppelblatt. Folio. Coburg, Schloß Ehrenburg, 15.X.1768.

Amtlicher Bescheid an die Stadtväter von Saalfeld: Da die Brauversuche der Gebrüder Schmidt in Saalfeld mißlungen seien, habe der Herzog vorläufig verfügt, "durch den hiesigen Hofbraumeister Müller ein Gebräude abbrauen und den Versuch machen zu lassen, ob solchergestalt gut Bier verschaffet werden könne. Zu diesem Ende soll Senatus Saalfeldensis ... dahin angewiesen werden, ohnverzüglich ein tüchtiges Malz zu einem ganzen Gebräude, welches weder zu lang noch zu kurz gewachsen, auch weder zu hart noch zu leise gedörret seyn darf, fertigen zu lassen, ... damit sodann der Braumeister dahin abgeschicket werden kan ...". - Nach dem Jurastudium in Leipzig wurde Thümmel 1761 Kammerjunker des Erbprinzen Ernst Friedrich von Sachsen-Coburg-Saalfeld und 1764 Geheimer Hofrat. 1768-83 war er Mitglied der Geheimen Ratskonferenz in Coburg. - Leicht gebräunt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Torberg, Friedrich
5 Briefe an Ernst Gottlieb

Los 2465

Torberg, Friedrich, österr. Schriftsteller und Kritiker (1908-1979). 4 masch. und 1 eigh. Brief m. U. "Torberg" oder "F. T.". Zus. 9 S. Gr. 4to. New York 1946-1947.

Sehr umfangreiche und gehaltvolle Briefe aus dem Exil an den Schriftsteller Ernst Gottlieb (1903-1961) in Los Angeles, der 1942 mit Felix Guggenheim die Pacific Press gegründet hatte. Torberg diskutiert mit Gottlieb anhand eigener Werke und der literarischen Persönlichkeiten Franz Werfels und Thomas Manns ausführlich weltanschauliche und selbstinterpretatorische Fragen und Positionen. Am 24.II.1946 schreibt er eingehend über den umstrittenen Schluss seiner Novelle "Mein ist die Rache". "... Nun war ja vorauszusehen, dass die Schlussworte 'Ich heisse Joseph Ashkenasy' den Leser im ersten Augenblick verblueffen wuerden. Es war sogar beabsichtigt. Aber ich hatte angenommen, dass ich von einem Leser, der mir bis zum Schluss willig gefolgt war, dann auch noch weitere Gefolgschaft verlangen duerfte, und dass er es bei seiner Verblueffung nicht bewenden liesse, sondern sie zum Ausgangspunkt einer neuen Nachdenklichkeit naehme ... Wenn er am Schluss dieser Novelle glaubt, dass ich ihn ganz einfach foppen wollte, - wenn er diesen Schluss fuer ein primitives Taeuschungsmanoever haelt ...: dann ist er als Leser so unzulaenglich, wie es seiner Meinung nach der Schluss waere ...". - Am 5.III.1946, wegen eines Nachrufs auf Franz Werfel mit "bezug auf das Thema 'Werfel-Katholizismus-Judentum'". "... Wenn nun schon Sie da nichts weiter als eine 'Variation' konstatieren - wie wird es mir dann bei jenen Lesern der 'Rundschau' oder bei jenen Hoerern meiner Gedenkrede ergangen sein, die von mir und meiner juedischen Einstellung weiter gar nichts wissen? Das ist ein beunruhigender Gedanke, und ich kann nur hoffen, dass diese Leser und Hörer sich von selbst gesagt haben, ... dass ein Nachruf auf einen toten Freund wohl kaum der geeignete Anlass waere, um gegen seine katholische Einstellung oder gegen den Katholizismus im allgemeinen zu polemisieren. Ohnehin habe ich beides bis zur Grenze der Angaengigkeit getan: gerade indem ich den katholischen Einfluss, unter dem Werfel stand, eben nur im Dichterischen zur Sprache und zur Geltung gebracht habe; indem ich die Frage der Taufe ganz ausdruecklich bagatellisiert habe (was kein Katholik gerne hoert), indem ich zwischen Oper und Katholischer Kirche eine mehr als deutliche Parallele gezogen habe ...; indem ich den Katholizismus als eine Art atmosphaerisch-landschaftlicher Komponente des Oesterreichertums dargestellt habe, ungefaehr so wie die Vorliebe fuer Rindfleisch (und ich bin im uebrigen wirklich der Meinung, dass ein oesterreichischer Zionist mehr Katholizismus in sich hat als ein Hamburger Prälat); und noch an einigen andern Stellen, aus denen meine eigene Einstellung zum Katholizismus, und meine Vorbehalte zur Einstellung Werfels, doch hinlaenglich hervorgehen muessten ... Ich bin, mit andern Worten, fuer den Papst und gegen Stalin nicht obwohl, sondern weil ich Jude bin und weil ich das Judentum am Leben zu erhalten wünsche. Das war ja auch der Tenor meiner Polemik mit Marcuse ...". - Am 12.XI.1946 über einen Vergleich von Werfel mit Thomas Mann: "... Dass Sie auf Grund dieser Gedichte Werfel nun fuer den groesseren Dichter als Thomas Mann halten, ist eine einigermassen zweischneidige Bekehrung. Ich fuerchte, dass ein Vergleich zwischen Thomas Mann und Werfel, wie er immer ausfaellt, beiden Unrecht tun muss ... Werfel ist natuerlich der groessere Dichter (und es fuegt sich gut, dass Sie 'groesser' sagen: weil das ja auch ein dimensionaler Begriff ist). Ob er auch die groessere literarische Erscheinung ist, wird vermutlich davon abhaengen, wie weit der Begriff 'Literatur' sich noch von der Kunst weg und zum Handwerk hin entwickeln wird. Es hat eine Zeit gegeben, in der man sich unter 'Dichter' und 'Dichtkunst' etwas so Eindeutiges vorgestellt hat, dass einem Thomas Mann erst gar nicht die Voraussetzungen zum Vergleich mit einem Franz Werfel zuerkannt worden waeren ...".

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.140)



Torberg, Friedrich
3 Briefe an Margarita Pazi

Los 2466

- 3 Briefe m. U. "Torberg". Zus. 31/2 S. Gr. 4to. Breitenfurth bei Wien 1969-1971.

An die Literaturhistorikerin Margarita Pazi, die von ihm Auskünfte über und Erinnerungen an Felix Weltsch erbeten hatte. Torberg berichtet, dass er Weltsch im wesentlichen nur als Mitarbeiter an der von ihm herausgegebenen Zeitschrift "Forum" kennengelernt habe. "... Persönlich ist mir Felix Weltsch in unauslöschlicher Erinnerung: als ein Mann von enormem Wissen, das er ebenso scharfsinnig wie unaufdringlich anzuwenden verstand; als Verfasser einer Schrift über das 'Wagnis der Mitte' und einer andern über den Witz, die ich zum Besten zähle, was über dieses Thema jemals veröffentlicht wurde; als einen Mann von unendlicher Liebenswürdigkeit und Hilfsbereitschaft; und als eine Art Grossiegelbewahrer jenes unvergleichlichen, nur im alten Prag beheimatet gewesenen jüdischen Humors, der mitsamt seinen Anlässen und Objekten längst ausgestorben ist. (Und es eigentlich schon vor der grossen Katastrophe war) ...". Verspricht ihr, nach Briefen von Weltsch zu suchen, sendet ihr eine einschlägige Anekdote und berichtet von der Arbeit an seinem annähernd fertiggestellten Roman "Süßkind von Trimberg", bei dem der Verlag zur Abgabe dränge. "... Sie wissen vielleicht aus eigener Erfahrung, wie schwer man sich von einer Arbeit trennt, desto schwerer, je länger man für sie gebraucht hat. Und ich bin über diesem 'Süsskind'-Roman annähernd sechs Jahre gesessen, möchte also zum Schluss wegen einiger Wochen oder Monate nicht zu hudeln beginnen ...".

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)



Unruh, Fritz von
Albumblatt 1923

Los 2467

Unruh, Fritz von, pazifistischer Schriftsteller, vor allem Dramatiker, Träger zahlreicher Literaturpreise, emigrierte 1932 über Italien und Frankreich in die USA (1885-1970). Großes eigh. Albumblatt m. U. "Fritz von Unruh". 1 S. Mit Umschlag. Gr. 4to. Gut Oranien bei Diez (Lahn) 14.VI.1923.

"Mächtig sind wir nicht in Waffen / Unbezwingbar lebt allein der Geist! ... Weh dem Volke ohne Flamme! / Solches Volk muss untergehn!" 6 Zeilen, mit Widmung an den Wiener Lehrer, Schriftsteller und Autographensammler August Eigner. - Die erste Zeile wurde abgewandelt wieder aufgegriffen, als 1957 eine Sammlung von Unruhs Reden unter dem Titel "Mächtig seid ihr nicht in Waffen" erschien. - Gefaltet.

Schätzpreis
€ 140   (US$ 159)


Nachverkaufspreis
€ 90   (US$ 102)



Waggerl, Karl Heinrich
Brief an Guido Zernatto

Los 2468

"ein gewisser Jakob Haringer"
Waggerl, Karl Heinrich, österr. Schriftsteller (1897-1973). Eigh. Brief m. U. "H.". 1 S., in sehr kleiner Schrift. Gr. 8vo. O. O. (ca. 1935).

An den ihm befreundeten Schriftsteller und Politiker Guido Zernatto (1903-1943), der sich krank gemeldet hatte. "... Stadtleben ist ein Leben auf kurze Sicht und das 'Ausspannen' und Erholen ist leichter geraten als getan. Aber vielleicht bist Du doch Deiner Natur und Bestimmung nach nicht für den Verschleiß in der Großstadt gebaut, ich meine im Grunde bist Du ja ein Außenseiter geblieben, der spaßhalber einmal das Rennen macht. Das alles verstehe ich sehr gut, bloß darfst Du nicht dabei zugrund gehen ... in der letzten Zeit hab ich allerhand Ärger gehabt. Kai erzählte Dir ja, daß mir wieder einmal jemand auf die Zehen gestiegen ist, und ich höre, Du denkst an denselben Namen, der auch mir gleich eingefallen ist. Dieser Herr war mir gar zu freundlich in der Sezession. Möglich wäre aber auch, daß ein gewisser Jakob Haringer der Täter ist, er hat mich einmal auf einer offenen Karte beschimpft und ist auch sonst ein Charakter, dem man so etwas zutrauen kann. Überhaupt, feine Leute leben da im deutschen Blätterwald! ... Nun, die Hauptsache ist, daß Du wieder obenauf kommst, ich bitte Dich inständig ... Sorgen hat man mit Euch Kindern, schrecklich ist das! ...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)


Wedekind, Frank
Postkarte 1917

Los 2469

[*] Wedekind, Frank, Dramatiker, Lyriker, Kabarettist und Schauspieler (1864-1918). Eigh. Postkarte m. U. "Frank Wedekind". 11/2 S. (München 11.X.1917).

An Dr. Carl Heine (1861-1927), Oberspielleiter an Max Reinhardts "Deutschem Theater" in Berlin. "... Eben aus der Schweiz zurückgekehrt, finde ich Ihre freundlichen Zeilen vor. Mit großer Freude habe ich inzwischen von all Ihren Erfolgen gelesen. Daß wir uns das letzte mal nicht sahen, tat mir sehr leid. Allerhand Störungen trugen die Schuld, daß ich mich nicht bei Ihnen meldete, darunter der Skandal den [Maximilian] Harden verursachte als wir uns zum letzten Mal sahen. Um so mehr freue ich mich auf unser nächstes Wiedersehn. Die Karte von Arno Holz verstehe ich nicht. Ich habe ihm zwei Briefe in freundlicher Weise beantwortet. Er kam aber immer wieder auf das Gleiche zurück ...". - Mit Abweichungen gedruckt in: Gesammelte Briefe (Hrsg. von Fritz Strich), Nr. 303. - Papierbedingt leicht gebräunt; Poststempelspur auf der Textseite.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)



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