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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status

Roth, Dieter
Brief 1966

Los 2441

[*] Roth, Dieter, Graphiker, Schriftsteller und Aktionskünstler (1930-1998). Masch. Brief mit eigh. Zusätzen und U. "D. R.". 1 S. Gr. 4to. Mit eigh. Umschlag. Providence, R. I. (USA) 13.I.1966.

Mit gestempeltem Briefkopf "Diter Rot" an den Galeristen und Verleger Jes Petersen (1936-2006) in Berlin: "... dank fuer brief und probe des gelben zettels! schade dass der zettel schon gedruckt ist ich hatte naemlich gehofft die idee: dass die leute ihre eigenen bilder machen koennen sollte die haupt sache sein ... aber im grunde macht das nichts! die kerle die das ding kaufen werden schon dran denken dass sie selber damit machen koennen was sie wollen [.] schick mir also die boxen ... so schnell wie moeglich [.] das gedichtbuch hat verzoegerung erfahren das ging auch bei mir mit dem geld dazu nicht so fluessig ... DER TITEL SOLL SEIN: HERZASS ...". - Faltenrisse unauffällig unterlegt. - Beiliegend der gedruckte "gelbe Zettel" mit dem Impressum und Roths eigenh. Zusatz "oder eigene bilder zu schaffen.".

Schätzpreis
€ 350   (US$ 406)



Roth, Eugen
Signiertes Manuskript

Los 2442

Roth, Eugen, Münchener Dichter, berühmt für seine philosophischen "Ein Mensch"-Verse (1895-1976). Eigh. Manuskript m. U. "Eugen Roth". 1 S. Auf liniiertem Papier. O. O. u. J.

"Glückliche Menschen". Eine Anekdote über seine Eltern, die man stets für glückliche Menschen hielt und die der Freund Georg Schaumberg zur Reise beglückwünschte, während der Vater (oder die Mutter) in Wirklichkeit auf dem Weg ins Krankenhaus war und hierfür ein Köfferchen trug. - Über- und Unterschrift sind vom Autor nachträglich angefügt. - An zwei Seiten beschnitten. - Beigegeben: Jakob Christoph Heer, Schweizer Schriftsteller (1859-1925). Eigh. Albumblatt m. U. "J. C. Heer". 1/2 S. Gr. 8vo. Mit Umschlag. Rüschlikon, Juli 1912. - Geschrieben auf Büttenpapier für Fräulein Therese Pincus aus Berlin, die sich im Urlaub in der Schweiz befand. "In leicht bewegten Schicksalsbildern, / Vom Strahl des Schöpfers überflammt, / Die Macht der Frauenseele schildern - / Das ist des Dichters schönstes Amt."

Schätzpreis
€ 150   (US$ 174)



Rückert, Friedrich
Brief 1843

Los 2443

Rückert, Friedrich, Dichter, Orientalist und Übersetzer (1788-1866). Eigh. Brief m. U. "Rückert" und Adresse. 1 S. Gr. 8vo. Berlin 20.I.1843.

An Charles Lewall in Karlsruhe. Er sei sehr erfreut worden durch die Nachricht, "daß Sie und Ihre Frau Gemahlin noch immer meine Gedichte zu einem Gegenstand Ihrer liebevollen und kunstfleißigen Übersetzungsthätigkeit machen. Einem einsamen deutschen Dichter, von der Welt abgewendet, (das bin ich, seit hier in der Hauptstadt, mehr denn eh) kann nichts so erfreulich seyn wie die Theilnahme eines geistvollen Mannes Ihres mit dem Weltsinn vorzugsweise begabten Volkes. Wäre die Entfernung nicht zu groß, so würde ich Ihnen meinen neuesten Versuch, einen dramatischen, Saul und David, zusenden ... Wenn Sie Wangenheim (den ich vor 2 Monaten gesund verließ) in Coburg besuchen, so vergessen Sie nicht, daß ich im Sommer nur eine Viertelstunde davon, in Neuseß, wohne. - Ihre finnischen Runen sind mir seit längerer Zeit bekannt; eine davon, die vom alten Wäinämöinen und seinem Kantele (Saitenspiel) hat Graf Platen aus der schwedischen Übersetzung ins Deutsche übersetzt ...". - Einrisse restauriert; die Adresse mit Post-Stempel und -Vermerken. - John Charles Lewall (ca. 1817-1859) hatte in Jena Philosophie studiert und war 1838 dort promoviert worden.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 869)



Sachs, Nelly
Briefkarte 1967

Los 2444

[*] Sachs, Nelly, Schriftstellerin, Nobelpreisträgerin (1891-1970). Eigh. Briefkarte m. U. "Nelly Sachs". 2 S. Quer-8vo. Mit eigh. Umschlag. Stockholm 5.1.1967.

An den Journalisten und Schriftsteller Hans Eberhard Friedrich (1907-1980): "... Ihr lieber Brief mit der Beilage hat mich tief ergriffen und ich danke Ihnen von Herzen dafür. Ja Sie haben Recht 'Und niemand weiß weiter' [1957] war wirklich der Durchbruch und daß die Anregung an den wagemutigen [Hamburger Verlag] Ellermann von Ihnen kam, freut mich doppelt. Nun frage ich ob Sie den Sonderdruck 'Die Suchende' schon bekommen haben, sonst sende ich von meinen eigenen Exemplaren ...". - Friedrich war 1965-67 Feuilletonchef der "Welt".

Schätzpreis
€ 300   (US$ 348)


Saphir, Moritz Gottlieb
Albumblatt mit lithogr. Schmuck

Los 2445

Saphir, Moritz Gottlieb, heftig umstrittener Kritiker, Publizist, Schriftsteller Satiriker und Lyriker (1795-1858). Eigh. großes Albumblatt mit zweifacher Unterschrift "M. G. Saphir". 2 S. Doppelblatt, von dem die erste Seite mit einer ganzseitigen Lithographie gefüllt ist. Gr. 4to. O. O. (wohl um 1830).

In der Mitte des Bildes, das gerahmt von reichen Blumenranken den Blick in eine Landschaft gewährt, während oben auf einem Felsen bzw. einem Podest ein Lautenspieler und eine Harfenistin sich gegenüberstehen, schreibt Saphir: "Kehren Sie um (:das Blatt:) wenns gefällig ist; - vom Umkehren sind jezt gar viele glüklich geworden. MG Saphir". Auf der Rückseite des Blattes fährt er fort: "Wenn der Teufel jezt nicht bald die ganze Welt hohlt, so ist der Teufel werth daß ihn der Teufel hohlte! - Dieses bestätige ich mit Wort und Schrift und bin erbötig es vor dem jüngsten Gericht eidlich zu erhärten. M. G. Saphir".
Als Ort und Datum nennt er: "Erde 6000 Jahr nach Dummheit gebaut am Tage der allgemeinen Schlechtigkeit." - Sehr typische Saphir-Texte.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 208)


Schaukal, Richard von
Manuskript 1908

Los 2446

[*] Schaukal, Richard von, österr. Lyriker, Erzähler und Essayist (1874-1942). Eigh. Manuskript m. U. "Richard Schaukal". 7 S. auf 7 Bl. Gr. 4to. (Wien 1908).

Recht umfangreiches autobiographisches Manuskript: "Mit dem Herbst des Jahres 1904 hatte sich eine neue Epoche meines Schaffens eingeleitet. Die 'Ausgewählten Gedichte' waren erschienen. Sie zeigen sich mir als sparsame, oft erwogene und vielfach geläuterte Lese aus einer vorzüglich lyrischen Dekade ...". Ab Seite 4 bis zum Schluß wechselt Schaukal zu selbstinterpretatorischen und allgemeinen ästhetischen Betrachtungen über Literatur und Kunst. Am Schluß heißt es: "... Das Gestaltende, die Form ist nicht der Sinn der Kunst. Aber ohne die Form ist Kunst ohne Sinn. Die Doktrinären und Rationalisten, die immer auf Scheidung aus sind, gelangen nie zur Einheit ... Vernunft zerbricht die Welt. Kunst erhält sie." - Mit vielen Verbesserungen und Einschüben; im übrigen schöne Dichterhandschrift. - Beiliegend ein eigh. Verzeichnis seiner Veröffentlichungen bis 1908, mit Angabe der Verleger. 31/2 S. auf 3 Bl. Folio und gr. 8vo. (Wohl ebenfalls Wien 1908).

Schätzpreis
€ 350   (US$ 406)


Schlegel, August Wilhelm von
Billet + Beigaben

Los 2447

[*] Schlegel, August Wilhelm von, Dichter, Übersetzer, Philologe und Literaturhistoriker (1767-1845). Eigh. Billet mit Namenszug am Beginn. 1 S. auf Karton. 6 x 9 cm. (Wohl Bonn um 1835).

"Professor von Schlegel beehrt sich Herrn Dr. Bobrik auf Donnerstag d. 19. November um zwei Uhr ergebenst einzuladen. U. A. w. g." - Es handelt sich um den Philosophen Eduard Bobrik (1802-1870). - 2 Beilagen: I. Ein ähnliches Billett, jedoch von Schreiberhand, für die "Ober-Consistorialräthin Augusti", die "zum Thee und zur Abendgesellschaft" eingeladen wird. - II. Gestoch. Visitenkarte auf Glanzkarton "Professor A. W. von Schlegel" (ca. 4 x 7 cm).

Schätzpreis
€ 200   (US$ 231)


Schlegel, Dorothea
Brief an Stanislaus Doré de Beauville

Los 2448

Schlegel, Dorothea, Tochter Moses Mendelssohns, in zweiter Ehe mit Friedrich Schlegel verheiratet, Schriftstellerin und Literaturkritikerin (1764-1839). Eigh. Brief m. U. "Dorothea v Schlegel". 31/2 S. Gr. 8vo. O. O. (ca. Juni 1835).

An den ihr befreundeten Wiener Kaufmann Stanislaus Doré de Beauville (1796-1860), der ihr den Tod seiner Gemahlin mitgeteilt hatte, der ehemaligen Schauspielerin Franzisca, geb. Caspers, die am 18. Mai verstorben war. Sehr ausführlicher, mitfühlender Kondolenzbrief, in der Dorothea die Verstorbene ihre "unvergessliche, liebe, liebenswürdige Freundin" nennt. "... Ich habe hier eine h. Messe für die Ruhe ihrer lieben Seele lesen lassen, bey welcher meine ganze Familie zugegen. Alle Mitglieder derselben (ganz insbesondre mein Sohn Philipp) die sie gekannt haben, lassen Ihnen ihre innigste Theilnahme bezeigen. Auf Philipp [Veit] hat die liebe Franzisca immer viel gehalten, und auch er war ihr immer wie ein jüngerer Bruder zugethan. Er betrauert von Herzen ihren frühen Tod ... Ich sagte, daß uns die plötzliche Nachricht überraschte, u so ist es, obgleich ihre längere Krankheit uns schon seit einiger Zeit hätte vorbereiten sollen, sie selber auch in ihrem letzten Briefe von ihrem nahen Ende schrieb; ich hielt dies aber für eine etwas übertriebene Aengstlichkeit und baute zu sehr auf ihre immer rege Lebenskraft, die sich in jedem Worte aussprach; trotzdem daß die Freunde in Wien sehr bedenklich über ihren Zustand schrieben glaubte ich es nicht ... Meine erste Vorstellung, wenn ich an sie denke - und dies geschieht täglich - ist immer wie sie thätig, heiter, und die Seele ihrer Umgebung in ihrem häuslichen Kreise, unter den Freunden sich bewegt, und nur eine zweite Reflexion führt mir den unersetzlichen Verlust vor die Erinnerung ... wie waren die selten sich zusammen findenden Eigenschaften des Geistes, des Herzens, der Ausbildung, der Treue, Heiterkeit, Güte, Anmuth, und wahrhafte christliche Frömmigkeit in dieser liebenswürdigen Seele vereinigt! ... Gott erhalte Sie gesund, lieber Stanislaus ... und lasse Ihnen in Ihrer lieben Marie [seiner Tochter, 1827-1896, verh. 1863 mit Leonhard Stankiewicz von Mogila] die Erneuerung der Freude des Lebens finden. Ich denke sehr oft an dieses liebe Kind, von deren Anmuth und vorzüglichen Geistes Gaben, ich noch kürzlich durch Frau v. Walter und ihren Töchtern viel erwünschtes hörte ...". - Die verstorbene Franzisca Caspers gehörte 1800-1802 dem Weimarer Hoftheater an, wo sie Goethes Beifall fand. - Anrede und Unterschrift des Briefes von zeitgenöss. Hand (kaum störend) erläutert.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 696)



Schnitzler, Arthur
Brief 1909

Los 2449

[*] Schnitzler, Arthur, österr. Dramatiker und Erzähler (1862-1931). Brief m. U. "Dr. Arthur Schnitzler". 2/3 S. auf grauem Papier. Mit gedrucktem Briefkopf und Umschlag. 4to. Wien 5.X.1909.

An Karl Pohl, Regiekanzlei des k.k. Hofburgtheaters in Wien: "... Beigeschlossen sende ich Ihnen gerne die gewünschte Empfehlung an meinen Schwager [den Laryngologen Markus Hajek, 1861-1941] und hoffe die Sache wird für Ihre Frau von bestem Erfolg begleitet sein ...".

Schätzpreis
€ 200   (US$ 231)



Schoppe, Amalie
Brief 1834 an Friedrich Ludwg Schmidt

Los 2450

Schoppe, Amalie, Hamburger Schriftstellerin, Kinder- und Jugendbuch-Autorin, Mäzenin des jungen Friedrich Hebbel, Herausgeberin zweier Zeitschriften, Leiterin einer Erziehungsanstalt für Mädchen, starb in den USA (1791-1858). Eigh. Brief m. U. "Amalie Schoppe, geb. Weise" und Adresse. 2/3 S. 4to. (Hamburg), Billwärder-Deich 16.IV.1834.

An den Schauspieler, Almanach-Herausgeber und Dramatiker Friedrich Ludwig Schmidt, Direktor des Hamburger Stadttheaters (1772-1841), der ihr offenbar eine befristete Dauerkarte für das Stadttheater ausgestellt hatte. "... Wenn ich Ihnen ... meine nur bis ult: März gültige Karte nicht schon am letzten März zurückstellte; so möge ein böses kaltes Fieber, dessen Beute ich auch dieses Jahr war, mich bei Ihnen entschuldigen; daß ich über die bestimmte Zeit hinaus keinen Gebrauch davon machte, versteht sich wohl von selbst. - Sollte Ihre Güte mir auch für dieses Jahr einen Platz zudenken; so bitte ich Sie, die Karte in meiner Expedition, bei Tramburgs Erben im Brodschranzen, abgeben lassen zu wollen. Auf jeden Fall lebhaftesten Dank für Ihre zeitherige Güte! ...". - Kleiner Siegel-Ausriss.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 174)



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