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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Autographen Auktion 112, Do., 18. Okt., 16.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status

Ehrl, Felix
Tagebuch 1875-1888

Los 2713

Ehrl, Felix, Opernsänger (Bassist), vielbeschäftigter Sänger und Regisseur an hochrangigen deutschen Bühnen sowie an Angelo Neumanns Wagner-Theater (1855-1929). Tagebuch aus den Jahren 1875-1888. 94 Bl., davon 185 S. beschrieben. 22 x 15 cm. Hellbrauner Schweinslederband (Rücken leicht berieben) mit Gold- und Blindprägung sowie Metall-Schließe. (Prag 1888).

Inhaltsreiche, meist im Telegrammstil verfaßte Aufzeichnungen aus der bewegten Bühnenlaufbahn des aus München stammenden Sängers, der seine Schilderungen auch mit seiner Münchener Studienzeit beginnt. Es folgen Engagements in Bremen, an der Berliner Kroll-Oper, an den Stadttheatern Chemnitz und Elberfeld, 1881 am Leipziger Stadttheater, bis er 1883 in den Verband des Deutschen Theaters in Prag eintritt, dem er bis 1898 angehörte. Zwischendurch immer wieder Gastspiele in München, Berlin und anderen Städten. - Ehrls spätere Karriere bei Angelo Neumann, als Oberregisseur am Berliner Theater des Westens, am Hamburger Stadttheater und am Hoftheater in Kassel ist hier naturgemäß noch nicht enthalten, aber die interessanten Aufzeichnungen der ersten dreizehn Bühnenjahre (jeweils mit Verzeichnis der gesungenen Partien) aus den verschiedenen Städten, die Erlebnisse mit Kollegen und Direktoren sowie Beschreibung der Theaterverhältnisse vermitteln aufschlußreiche Einblicke in die Bühnenpraxis der Stadt- und Hoftheater in der Epoche Kaiser Wilhelms I. - Beiliegend 5 lose Bl. mit weiteren Aufzeichnungen.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)


Furtwängler, Wilhelm
Signiertes Porträtfoto

Los 2715

[*] Furtwängler, Wilhelm, legendärer Dirigent und Komponist, Staatsoperndirektor in Berlin und Wien sowie Leiter der Berliner Philharmoniker (1886-1954). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Signatur "Wilhelm Furtwängler" auf der Bildseite. O. O. (ca. 1920).

Die frühe, künstlerische Aufnahme von Trude Fleischmann (Orig.-Bromsilber-Abzug) zeigt den Meister im Brustbild, mit verschränkten Armen. - Die Beschichtung silberig oxydiert; rückseitig Montagespuren.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Gigli, Beniamino
Signiertes Porträtfoto + Beigabe

Los 2716

Gigli, Beniamino, ital. Tenor und Filmschauspieler, von ähnlicher Berühmtheit wie Caruso (1890-1957). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Signatur "Beniamino Gigli" und Datum auf der Bildseite. O. O. 1937.

Kopfbild aus dem Atelier G. Grazioli in Florenz. - Die Bromsilber-Beschichtung leicht silberig oxydiert. - Dabei: Hans Knappertsbusch, Dirigent, u. a. Generalintendant der Bayerischen Staatsoper (1888-1965). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Signatur und Datum auf der Bildseite. Wien 1925. - Die Aufnahme von Trude Fleischmann zeigt den Dirigenten im Brustbild, den Kopf im Halbprofil nach rechts gewendet. - Die Signatur auf dunklem Grund nicht leicht zu erkennen.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 159)



Härtel, Raymund
Brief 1859

Los 2719

Härtel, Raymund, Leipziger Musikverleger, seit 1832 Leiter des Verlages Breitkopf & Härtel (1810-1888). Eigh. Brief m. U. ""R Härtel". 2/3 S. Mit Briefkopf in Blindprägung. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 4to. (Leipzig) 6.IV.1859.

An den Buchhändler Kirchhof. "... ein Bekannter von mir ist im Besitz des Krünitz'schen Conversationslexikons, es fehlen ihm aber die Bände 126, 129, 134, 135, 148, 140, 142, 144, 145 und 146. Was ist unter solchen Verhältnißen das Buch wohl werth, eventuell zu welchem Preise würden Sie dasselbe wohl übernehmen? ...". - Die von 1773 bis 1858 in 242 Bänden erschienene "Oeconomische Encyklopädie" von Johann Georg Krünitz dürfte, auch beim Fehlen von 10 Bänden, bereits 1859 einen erheblichen Handelswert repräsentiert haben.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)



Hindemith, Paul
Musikal. Albumblatt

Los 2722

Hindemith, Paul, Komponist und Dirigent (1895-1963). Eigh. musikalisches Albumblatt m. U. "Paul Hindemith". Auf einer Karte. Ca. 9 x 14 cm. Aufwendig unter Glas gerahmt. O. O. u. J. (wohl um 1930).

Zwei 4/4-Takte auf einem handgezogenen System. - Eindrucksvoll gerahmt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Janácek, Leos
Brief 1925

Los 2728

[*] Janácek, Leos, tschechischer Komponist (1854-1928). Eigh. Brief m. U. "Dr. ph. Leos Janacek". In tschech. Sprache. 3 S. Gr. 8vo. (Brno/Brünn 12. oder 13.VIII.1925).

An Jan Mikota (1903-1978) in Prag wegen der Organisation von Janáceks Reise nach England im Jahre 1926. Mikota war Sekretär bei der Zeitschrift "Hudebni matice" und bei der "Internationalen Gesellschaft für Neue Musik"; als solcher war er mit der Vorbereitung des IGNM-Festivals in Prag und Wien (1925) beschäftigt und nahm am Frankfurter Musikfest 1927 teil, wo auch ein Janacek-Werk aufgeführt wurde. Er diente Janacek als Sekretär bei der Reise nach England (vgl. Jan Mikota: Janácek in England. In: Der Anbruch 8/1926, S. 330). - Freie Übersetzung: "... Ich weiß nicht, wo und in welchen Hotels die anderen Teilnehmer der Tournee sich die Zimmer bestellt haben, und ich weiß nicht, ob ich anderswo und weit entfernt übernachtet hätte. Ich bitte deshalb, melden Sie mich an und bestellen Sie zwei Plätze etwa Reihe 5-9 für die Konzerte, und Zweibettzimmer in dem Hotel, wo die anderen untergebracht werden. - Warum 'ausgenommen Österreich' beim Visum im Reisepass? Ich übersende die Pässe zum Zweck der Besorgung des österreichischen Visums ... Ps. Könnte ich vielleicht in Budweis zusteigen? ... Ich würde in derselben Klasse wie alle anderen reisen. Wissen Sie schon, wer mitfährt?" Sodann wegen des Konzertbeginns und wegen eines Herrn Mohl in Budweis. - Gelocht und gering stockfleckig; S. 3 mit Eingangsstempel. Auf der letzten (leeren) Seite der Stempel von Jan Mikota.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)



Jaques-Dalcroze, Émile
Briefkarte 1906

Los 2729

Jaques-Dalcroze, Émile, Schweizer Komponist und Musikpädagoge, Gründer von Schulen für Rhythmische Gymnastik in Hellerau und Genf (1865-1950). Eigh. Briefkarte m. U. "Jaques-Dalcroze". 12/3 S. Quer-8vo. (Genf) 25.VI.1906

An ein "Fräulein", vielleicht eine Tänzerin. "... Mein Verleger Sandoz (Neuchâtel) schreibt mir er hätte von Ihnen gar keinen Brief erhalten. - Ich habe ihm Ihren Brief vom 19/6/ geschickt damit er Ihnen direkt antwortet. - Es thut mir leid dass Sie so viel Schwierigkeiten wegen meines Werkes haben. Ich hoffe dass sich alles arrangiren wird ...". - Bei Sandoz erschien 1906 aus der Reihe "Methode Jaques-Dalcroze" der Teilband "Studium des Notenplanes". Die rhythmische Gymnastik nach Jaques-Dalcroze wurde weltweit erfolgreich und ist noch heute anerkannt. - Mit gedrucktem Briefkopf "Conservatoire de Musique de Genève. Le Directeur".

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)


Kleiber, Erich
Brief 1917

Los 2732

Kleiber, Erich, Dirigent, als Nachfolger von Leo Blech Generalmusikdirekor der Berliner Staatsoper, leitete u. a. die Uraufführung von Bergs "Wozzeck", emigrierte 1935 nach Buenos Aires (1890-1956). Eigh. Brief m. U. "Erich Kleiber". 1 S. 4to. Ostseebad Kellenhusen 15.VII.1917.

Aus dem Urlaub als junger Darmstädter Kapellmeister an den (nicht genannten) Generalmusikdirektor Felix von Weingartner, der ihm einen Vorschlag bezügl. eines Konzertprogramms unterbreitet hatte. "... Ich habe gleich an Herrn Diedrich nach Darmstadt geschrieben, daß wir Ihrem Vorschlag gemäß statt der 'Aufforderung zum Tanz' Ihren 'Dame Kobold'-Walzer auf das Programm des Walzer-Konzerts setzen werden und nun wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie die Freundlichkeit hätten, uns das Material hierzu für diesen Abend vom Verlag aus leihweise zu verschaffen ...". - Weingartner hatte den Walzer 1916 komponiert. - Mit ausgerissener Lochung. - So früh sehr selten.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 159)



Knef, Hildegard
Konvolut Briefe

Los 2733

Knef, Hildegard, dt. Schauspielerin von internationalem Ruf, Chansonsängerin und Autorin (1925-2002). Konvolut von 8 eigh. Briefen, 4 masch. Briefen m. U. "Hilde" und 1 eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "H. K.". Zus. 121/2 S. Mit 2 Umschlägen. Meist gr. 4to. 1962-1984.

An den Schauspieler und Regisseur Michael Münzer, den sie zuweilen "geliebtes Grenzkind" nennt. Locker und mit manchmal aufgesetzt wirkender Munterkeit hingeworfene Briefe mit Nachrichten von ihren vielen Reisen, Wohn- und Dreh-Orten, Film-Neuigkeiten verschiedener Art, Stimmungen und Antworten auf Briefe Münzers, der einige Jahre in Japan tätig war. Keiner der handschriftlichen Briefe ist datiert, so daß die folgenden Zitate nicht unbedingt in chronologischer Folge stehen. Nach einem Crashkurs in Französisch bei Münzer schreibt sie: "... Unsere Arbeit hat sich gelohnt! Die Produktion war zutiefst gerührt über die erschöpfenden Französischkenntnisse der Künstlerin und die Muster waren erfreulich. Hab nochmals tausend Dank! ... Du weißt sicher ... daß wir in der Dreigroschenoper und in Platten und TV playbacks ersticken - Ansonsten gehts Danke ... Dank für Deinen Brief (den aus Irland), ich fand ihn nach unserer Rückkehr aus London vor - 4 Monate haben gereicht - das Inselleben kann ohne mich stattfinden - u. von Swinging London keine Spur ... Der Cameron [ihr Mann, der Schauspieler, Regisseur und Übersetzer David C., auch Antonio Palastanga, gen. Toni] beginnt seine Fair Lady zu inszenieren und ich tippe in Eile und zwischen Fernsehaufnahmen, die zu Zweidrittel fertiggestellt sind. Hamilton's erstes Drittel war british neblig und unterkühlt, François Reichenbach, als Zweiter, traf mich wie ein Wirbelwind und hinterließ blätterloses Geäst. Nun erwarte ich Vandenberg, den Holländer. Laß uns hoffen, daß aus dem Goulasch ein genießbares Essen wird ...". Am 27.VI. 1973 schreibt sie: "... ich versuche mich von meinen miserablen Operationen zu erholen, es geht nur langsam voran und verlangt unendlich viel Geduld, mit der ich nicht gerade gesegnet bin." - Am 12.I.1974 kommt sie noch einmal darauf zu sprechen: "... Vier Mal wurde Deine zierliche Freundin operiert und noch immer bibbern die Professoren gebildet vor sich hin und hoffen, daß sie die katastrophalen Folgen der Kaiserschnittgeburt beseitigen konnten. Der Idiot, um nicht zu sagen, der Kriminelle (Arzt) in München anno dazumal hat nach Aussagen der Schweizer und Österreichischen Chirurgen genäht wie ein heroinverseuchter Klempner ... Bist Du arg beleidigt, wenn ich sage, daß ich einen narbenbedrohlichen Lachkrampf hatte, als ich von Deiner Inszenierung von Minna'n [wohl Lessings "Minna von Barnhelm"] auf Japanisch hörte ... Obwohl ich alle Hüte ziehe, so entbehrt es von Österreichs MGM Landschaft aus gesehen, nicht einer Komik, die ich zu begreifen erbitte ...". - Beiliegend der Durchschlag eines umfangreichen Briefes [1981] von Münzer an Hildegard Knef und ein eigh. Brief von "Tonio" [David Cameron] an Münzer. - Meist gelocht.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)


Knef, Hildegard
8 Porträtfotos und 1 gemaltes Selbstporträt

Los 2734

- 8 meist große Porträt- und Rollenfotos, davon 4 mit eigh. Widmung auf der Bildseite und 2 im Großfolio-Format, sowie 1 gemaltes Selbstbildnis (Aquarell mit Deckweiß) mit eigh. Widmung. 18x12,8 bis 86x58 cm; das Selbstbildnis 61x45 cm. 1962 - ca. 1970.

Qualitätvolle Aufnahmen verschiedener Ateliers, z. T. gemeinsam mit anderen Schauspielern, z. B. Berta Drews. Alle Widmungen Hildes an Michael Münzer. Die Großfolio-Bilder auf feste Pappe gezogen (eines mit Fehlstelle). - Teilweise mit kleinen Reisszwecken-Löchern an den Ecken.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 911)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)



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