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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Kapitel Autographen Musik, Theater und Film / Autographs Music, Theatre and Film (Lose 2861 - 2948) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Renoir, Jean
Briefwechsel mit Lotte Reiniger und Carl Koch

Los 2922

Renoir, Jean, Sohn des Malers Auguste Renoir, franz. Filmregisseur (1894-1979). Briefwechsel mit der Silhouetten-Trickfilmerin Lotte Reiniger (1899-1981) und deren Ehemann, dem Regisseur Carl Koch (1892-1963). 1931-1935.

Umfangreiche Korrespondenz zwischen dem französischen Filmregisseur Jean Renoir und dem deutschen Filmemacher-Ehepaar Lotte Reiniger - Carl Koch. Gemeinsame und eigene Projekte, Mitteilungen privaten Charakters sowie zum politischen Zeitgeschehen (u. a. Zensur). Insgesamt ca. 40 bislang unveröffentlichte Schriftstücke, darunter 19 Briefe von Jean Renoir (insgesamt 40 Seiten in französischer Sprache), teils handgeschrieben, teils maschinenschriftlich, alle signiert, meist datiert, auf verschiedenen Papieren, dazu 3 Telegramme Renoirs sowie 4 im Auftrag von Renoir geschriebene Briefe von seinem Freund und Mitarbeiter, dem Filmproduzenten Pierre Braunberger (1905 - 1980), ferner 2 handgeschriebene Briefe, auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf Renoirs, von einem unbekannten Mitarbeiter. Weiterhin 11 Brieftyposkripte als Antwortschreiben von Carl Koch (insgesamt 16 Seiten, diese in deutscher Sprache). 4to. - Die Briefe gelocht, in einem Originalhefter der Zeit. Papierränder minimal gebräunt. - Dabei: Original-Filmexposés zu gemeinsam anvisierten und teils realisierten Projekten, einige davon mit eigenhändigen Korrekturen und kleinen Ergänzungen oder Randskizzen von Koch/Reiniger versehen, außerdem weitere Materialien: Original-Typoskript "Alliance Cinematographique France - Afrique"; 3 Original-Exposés zum Film "Toni" von Jean Renoir (2 x dt., 1 x frz.); Original-Manuskript der Übersetzung von einer Skizze der Szenenfolge für den Film "Das Tagebuch eines Dienstmädchens", 17 Seiten von J. Renoir (nach dem Roman von Octave Mirbeau), Original-Typoskript, 24 Seiten, "Die
Drei Toechter des Vaters Lancelot"
(= Übersetzung von "Les trois filles de Pere Lancelot", von Pierre Lestringuez), mit Überschlag über die Kosten eines Renoir-Weill Films "Les 3 filles du père Lancelot" (2 S.); "Skizze der Handlung", von Carl Koch (Filmentwurf zum deutschen Bauernleben); Orig.-
Kurzbiographie Renoirs und Orig.-Typoskript "Stellungnahme zum Film" von J. Renoir (2 x englisch, 1 x deutsch); diverse zeitgenössische Zeitungsausschnitte zu Jean und Auguste (!) Renoir. - Die beiden Filmemacher Lotte Reiniger und Carl Koch gelten als Pioniere des animierten Trickfilms. Bei der französischen Premiere ihres Meisterwerks "Die Abenteuer des Prinzen Achmed" (1926), des ersten abendfüllenden Animationsfilms in der Filmgeschichte, lernten sie den jungen, experimentierfreudigen Regisseur Jean Renoir in Paris kennen. Der vorliegende, inhaltsreiche Briefwechsel dokumentiert das herzliche Verhältnis untereinander ("mon cher ami"), sowie die gegenseitige Wertschätzung und das Interesse an "gemeinsamen filmischen Abenteuern": "Schade, dass wir nicht dauernd zusammen arbeiten können". (Brief vom 30.3.1934). "Auf dem Gebiet des Films wußte er [Koch] über alles
Bescheid, was man mit Technik bezeichnet." (Autobiographie Renoirs, S. 65, 145). Trotz der unsicheren politischen Situation kam es zu regelmäßigen gegenseitigen Besuchen und zur wiederholten künstlerischen Zusammenarbeit, wovon die hier angebotenen Briefe ebenso Zeugnis ablegen, wie von den zahlreichen, gemeinsamen Kontakten zu bedeutenden Persönlichkeiten wie Kurt Weill, Carl Einstein, [Alfred und Betty] Flechtheim, [Ernst] Wasmuth, Eric White, [Caspar] Neher etc. 1929 drehte das Trio den Spielfilm "Die Jagd nach dem Glück", 1933 arbeitete Koch dann als Co-Autor von Renoir in Paris, und seit 1939 hielt sich das Ehepaar in Rom auf, wo Koch den Film "Tosca" vollendete, nachdem Renoir in die USA emigriert war. - Wertvolles Konvolut an Autographen eines der bedeutendsten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts, zugleich ein einzigartiger Einblick in die Kontakte von drei wichtigen Protagonisten der Filmkunst der 1930er Jahre.

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 8.800)


Nachverkaufspreis
€ 6.000   (US$ 6.600)

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Rihm, Wolfgang
Signiertes Portraitfoto

Los 2923

Rihm, Wolfgang, Komponist, Musikwissenschaftler und Essayist (geb. 1952). Farbige Portrait-Photographie mit eigh. Signatur "Wolfgang Rihm" und Filzstift-Zeichnung auf der Bildseite. 20 x 27,7 cm. O. O. 18.IX.2015.

Die großformatige Aufnahme (Brustbild) zeigt den Künstler in einer Kirche, an einen Pfeiler gelehnt. Dessen waagerechte Fugen hat er für die Zeichnung eines Notensystems benutzt, an dessen unterster Linie (E) ein Strichmännchen hängt, das sich in Richtung "Ausweg" hangelt. - Schönes, humorvolles Portrait.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 132)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 88)

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Rimski-Korsakow, Nikolai
Brief 1899

Los 2924

Rimski-Korsakow, Nikolai, russ. Komponist (1844-1908). Eigh. Brief m. U. "N R Korsakov". In russ. Sprache. 12/3 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Zagorodnij 20.IX.1899.

An den bedeutenden Juristen, großen Musikliebhaber und Cellisten Pjotr Iwanowitsch Poletika (1859-1941), der mit der Sängerin (Kontraaltistin) Maria Iwanowna P. verheiratet war. Poletika hatte die Teilnahme des von ihm geleiteten Chors an einem Konzert Rimski-Korsakows vorgeschlagen. "... Gestern habe ich mit Herrn M. P. Beljajew über Ihren Vorschlag gesprochen. Er zeigte sich aufgeschlossen und beauftragte mich, die Einzelheiten mit Ihnen zu besprechen. Im Großen und Ganzen ist folgendes zu sagen: Ich schätze, dass es für den Chor am bequemsten wäre, an einem Konzert im März teilzunehmen (11. oder 18.) Die Einzelheiten des Programms kann ich Ihnen in ungefähr einer Woche mitteilen. Auf dem ersten gemeinsamen Plakat für das Konzert, welches in Kürze erscheint, wird der Chor nicht genannt. Wenn das Programm erstellt ist, teilen Sie mir bitte die ungefähre Anzahl der Choristen mit, und ich sende Ihnen die Partien zu. In den nächsten Tagen werde ich mich bemühen, bei Ihnen vorbei zu kommen, um mit Ihnen persönlich darüber zu sprechen ..." (freie Übersetzung aus dem Russischen). - Der genannte Mitrofan Petrowitsch Beljajew (1836-1904) war Musikverleger, Konzertveranstalter und Musiker-Mäzen. - Der aus einer Diplomatenfamilie stammende Jurist Poletika, der am Musikleben seiner Zeit rege beteiligt war, hinterließ wertvolle Memoiren, die ebenso wie dieser und der folgende Brief von Rimski-Korsakow bisher unveröffentlicht sind.

Schätzpreis
€ 2.000   (US$ 2.200)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.650)

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Rimski-Korsakow, Nikolai
Brief 1900

Los 2925

- Eigh. Brief m. U. "N R Korsakow". In russ. Sprache. 11/2 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. O. O. 13.II.1900.

Gleichfalls an P. I. Poletika, wegen Teilnahme des Chors an seinem Konzert. "... Nach Empfang Ihres Briefes habe ich veranlaßt, dass Ihnen der Klavierauszug und die Stimmen (je 25 Stück) von 'Porajenie Sennaheriba' [Die Niederlage des Sennaherib] überbracht werden. - Es wäre sehr interessant, die schon vorbereiteten Teile gehört zu haben, aber ich fahre am Dienstag (22. Febr.) für ein Konzert nach Brüssel und kehre erst ... 3 Wochen später (7. März) zurück. Mir scheint, dass die einzige Möglichkeit, zu Ihnen zu einer Chorprobe zu kommen und die diversen Chorpartien durchzuarbeiten, nur in der 3. Fastenwoche sein kann, danach noch zwei weitere Chorproben in der 4. Fastenwoche, und dann wird das Ganze in Anwesenheit des Orchesters vollendet. Ich bin mir sicher, dass nach Ihrer Arbeit mit dem Chor nur wenig für mich bleibt, was ich noch machen könnte; der Chor muß sich nur an meine Zeichen und Tempi gewöhnen ..." (freie Übersetzung aus dem Russischen). - Einrisse in der Querfalte (z. T. unauffällig unterlegt).

Schätzpreis
€ 2.000   (US$ 2.200)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.650)

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Rosa, Carl
Brief 1888

Los 2926

Rosa, Carl (Carl Rose), aus Hamburg gebürtiger Violonist (Wunder­kind), Dirigent und Impresario (1842-1889). Brief m. U. "Sincerely yours Carl Rosa". 1 S. Mit gedrucktem Briefkopf der "Carl Rosa Opera Company Limited". 4to. London 26.IX.1888.

An den Sänger Leslie Crotty (1853-1926), den er bittet, vorerst kein Engagement für den kommenden April anzunehmen, da seine eigenen Pläne nicht fest seien: "Yours 15th to hand. I do not know exactly where we will be in April, but I think it very dangerous for you and your wife to accept an engagement for that date, as you ought be very far away, and it would be like the Ply­mouth affair last year. They had better keep the date open for a short while till I have matured my plans...". - Etwas unfrisch; kleine Randschäden.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 99)


Nachverkaufspreis
€ 50   (US$ 55)

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Saint-Saëns, Camille
Brief 1912

Los 2927

Über Méhuls Bedeutung
Saint-Saëns, Camille, franz. Komponist, Dirigent, Pianist, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge, Inhaber des Großkreuzes der Ehrenlegion und der Ehrendoktorwürde der Universitäten Cambridge und Oxford (1835-1921). Eigh. Brief m. U. "C. Saint-Saëns". 31/2 S. Kl. 4to. (Paris) 13.VI.1912.

Wie sich aus dem Text ergibt, an den Musikhistoriker Félix René Brancour, der eine Monographie über den Revolutions-Komponisten Étienne-Nicolas Méhul vorbereitet. Er hatte Saint-Saëns sein im Vorjahr erschienenes Buch über den Komponisten Félicien David übersandt, dabei einen in Saint-Saëns' Besitz befindlichen Brief Méhuls zur Ansicht erbeten und nach Saint-Saëns' Beurteilung des Komponisten gefragt. Es zeigt sich, dass Saint-Saëns eine hohe Meinung von Méhul hat: "... Méhul est à mon avis un très-grand maître, un de ceux qui font le plus d'honneur à l'École Française, et il est très-regrettable que les oeuvres soient si peu connues du public actuel. Cela tient peut-être à la guerre déclarée aux opéras avec dialogues, queue factice dans laquelle le goût du public d'entre pour rien, comme le prouvent les succès persistants de Carmen et de Manon. - L'orchestration intéressante de Méhul est très-supérieure à celle de les contemporains et le classe tout à fait à part des compositeurs français de son époque. Il avait les dons mélodiques et dramatiques. - Joseph, - sans récitatifs ajoutés, - devait toujours reparaitre de temps en temps; l'Irato, Euphrosine, étonnaient si l'on pouvait les réentendre; et Stratonice, où il n'y a pas de dialogues serait une évocation du plus haut intérêt ...". - Brancours Monographie über Méhul erschien noch im selben Jahr bei Laurens in Paris.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Nachverkaufspreis
€ 170   (US$ 187)

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Schneider, Friedrich
Brief 1842

Los 2928

Schneider, Friedrich, Komponist, Organist, hoch angesehener und vielfach geehrter Herzogl. Anhalt-Dessauischer Hofkapellmeister (1786-1853). Eigh. Brief m. U. "F. Schneider". Mit lithographisch illustriertem Briefkopf. 1 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. Gr. 8vo. (Dessau) 15.IV.1842.

Wohl an den Anhaltinischen Kammerpräsidenten Carl von Marées (1765-1845, Großvater des Malers Hans von Marées). "... Sie würden mir unendliche Freude machen wenn Sie mit Ihrer lieben Frau u. Tochter Sich diesen Vormittag 11 Uhr in meinem Sans-souci einstellen wollten - Madam Schröder-Devrient wird auch zugegen sein. - Ich bin noch voll des großen Eindrucks von gestern ... Ich würde persönlich eingeladen haben wenn ich nicht bis 11 Uhr beschäftigt wäre ...". - Die berühmte Sängerin Wilhelmine Schröder-Devrient gastierte in diesem Jahr in Dessau als "Leonore" in "Fidelio", "Romeo" in "Montecchi und Capuletti" (Bellini) und "Euryanthe" in Webers Oper. - Der hübsche Briefkopf zeigt ein zweistöckiges Landhaus mit Nebengebäude in einem Obstgarten - offenbar Schneiders "Sans-souci". - Dekoratives Blatt. - Dabei: Robert Volkmann, Komponist und Musikpädagoge (1815-1883). Eigh. Billet m. U. "Robert Volkmann". 1 S. Quer-schmal-8vo. Pest 20.XII.1853. - "Es wird mir in der Ferne immer Ihre mir stets bewiesene freundliche Theilnahme, verehrte Frau von Thron, eine meiner angenehmsten Erinnerungen sein". - Dieses Blatt gebräunt und mit Eck-Abriss.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Zuschlag
€ 150 (US$ 165)



Schönberg, Arnold
Briefkarte 1933

Los 2929

Schönberg, Arnold, Komponist (1874-1951). Eigh. Briefkarte m. U. "Arnold Schönberg". 1 S. Mit masch. Umschlag. Quer-8vo. Berlin-Schöneberg 20.II.1933.

An Josef Kriegler im Grand Hotel Kitzbühel (Tirol): "... ich erinnere mich Ihrer sehr gut und freue mich, dass Sie sich der ernsten Kunst zuwenden. Ich werde mir, wenn Dr. Webern Zeit hat, Sie anzuhören, auch von ihm erzählen lassen, wie er Sie gefunden hat. Aber berichten Sie mir auch darüber ... Wissen Sie, daß Görgi [Schönbergs 1906 geborener Sohn Georg] in Berlin lebt? ...". - Mit rotem Absenderstempel. - Minimale Fingerspuren.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 1.200 (US$ 1.320)


Strauss, Richard
Musikmanuskript aus "Die schweigsame Frau"

Los 2930

Strauss, Richard, Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigh. Musikmanuskript mit Widmung und Unterschrift "Dr Richard Strauss". 1 S. (Tinte und Bleistift). Doppelblatt Notenpapier von Breitkopf & Härtel; mit dem 2. (leeren) Blatt auf Karton montiert. Quer-folio (27 x 34 cm). O. O. (nach 1935).

"Aus der schweigsamen Frau. Correkturen zu Seite 51. - Herrn Minister Dr Frank zur Erinnerung an den 14 Oktober Garmisch - Dr Richard Strauss." Umfangreiches Particell mit Text auf 14 Systemen (24 Takte), betreffend die Partien von Henry Morosus und seiner Frau Aminta aus der auf einer Komödie von Ben Jonson basierenden komischen Oper "Die schweigsame Frau", die mit Libretto von Stefan Zweig am 24. Juni 1935 unter der Leitung von Karl Böhm in Dresden uraufgeführt wurde. Die beiden jugendlichen Hauptrollen Henry und Aminta waren mit Martin Kremer und Maria Cebotari besetzt. Die "Correkturen" des vorliegenden Partitur-Manuskripts betreffen deren Partien im Finale: Henry: "Nein, sie wird Euch nimmer plagen, / die ist fort für immerdar. / Nur Aminta ist geblieben, / milde wie sie immer war". - Aminta: "Wollet gütigst mir verzeihen, / was Euch jene angetan. / Und wenn dann ein ganzes Leben / hingegeb'ner Kindesliebe / Euren Groll beschwichten [sic] kann ...". - Der Jurist Hans Frank, später der berüchtigte Chef der Zivilverwaltung des "Generalgouvernements", war ein begeisterter Musikliebhaber und Musiker, zu dessen Freundeskreis Hans Pfitzner und auch Richard Strauss gehörte. Nachdem Frank Staatsminister (ohne Geschäftsbereich) und Präsident der Akademie für Deutsches Recht geworden war, kaufte er sich den "Schoberhof" in Fischhausen (Oberbayern), wo Strauss und mancher andere prominente Künstler zu Gast waren. Auch Bayreuth galt Franks reges Interesse. Als Richard Strauss ihm um 1936 sein heiteres Opern-Manuskript widmete, geschah dies vermutlich auf dringlichen Wunsch Franks; jedenfalls konnte sich der Komponist zu dieser Zeit sicherlich noch nicht vorstellen, was für eine Rolle der Beschenkte später einmal übernehmen würde.

Schätzpreis
€ 15.000   (US$ 16.500)


Zuschlag
€ 16.500 (US$ 18.150)


Strauss, Richard
1 Satz auf einer Karte seiner Frau

Los 2931

- 1 eigenhändiger Satz, ausgeschnitten und auf eine mit "P. Str." signierte, eigh. Postkarte seiner Ehefrau Pauline Strauss-de Ahna montiert. (Garmisch 30.V.1921).

An die Sängerin Maria Ivogün in München. Pauline schreibt ihr: "... Da ich von Ihrer Angelegenheit berichtete, bekam ich vorgestern darüber diesen kurzen Bescheid, den ich Ihnen hiemit mitteile; damit scheint mir das Missverständniss behoben; hoffentlich telefoniren Sie uns mal Ihre Ankunft hierher! [Karl] Erb sang sehr edel den Achilles! ...". Den genannten "Bescheid" von Richard Strauss hat sie ausgeschnitten und auf die Karte geklebt: "Fall Ivogün schleierhaft: da ich doch an Gattigasazza [d. i. Giulio Gatti-Casazza] geschrieben u. sie als erste lebende Zerbineta empfohlen habe." - Der Opernsänger Karl Erb vermählte sich in diesem Jahr mit Maria Ivogün. Giulio Gatti-Casazza (1869-1940) war ab 1898 an der Mailänder Scala, dann von 1908 bis 1935 Operndirektor an der New Yorker Metropolitan Opera. - Etwas leimfleckig vom Aufkleben des Brief-Ausschnitts. - Dabei: Richard Strauss. Eigh. Signatur "Dr. Richard Strauss" auf einem sep. Blatt eines Autogramm-Albums, zusammen mit 12 Signaturen weiterer Beiträger. (2 S.) 21,5 x 14 cm. O. O. (1926). - Außer Richard Strauss haben sich der im Coburger Exil lebende König Ferdinand I. von Bulgarien (1861-1948) und sein Sohn Kyrill (1895-1945) eingetragen, der zum Ende des Zweiten Weltkriegs als Vorsitzender des bulgarischen Regentschaftsrates von den Kommunisten abgesetzt, zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Ferner der österreichische Bundeskanzler Ignaz Seipel (1876-1932), der österr. General und Verteidigungsminister Friedrich Freiherr von Georgi (1852-1926), Thyra Herzogin von Cumberland, Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg, Prinzessin von Dänemark, Prinzessin von Hannover und Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg (1853-1933), ihre Tochter Olga Herzogin zu Braunschweig-Lüneburg (1884-1958) und andere. - Strauss in vielfältig illustrer Gesellschaft.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 385)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 275)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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