Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Kataloginhalt

Katalog Autographen » zur Buchabteilung
Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 2501 - 2948)

» Kataloge bestellen
» Nur Lose im Nachverkauf

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)
Kapitel Autographen Musik, Theater und Film / Autographs Music, Theatre and Film (Lose 2861 - 2948) » Kapitelwahl

1 2 3 4 5 6 7 8 9   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Massenet, Jules
Brief 1895

Los 2912

- Eigh. Brief m. U. 4 S. auf Doppelblatt. Paris 22.II.1895.

An eine Dame, bei der er sich entschuldigt, eine Verabredung wegen seiner Grippeerkrankung nicht eingehalten zu haben: "Je suis confus de ne pas m'être trouvé au Ménestrel lorsque vous m'avez fait l'honneur d'y aller. - Je suis encore pris par la 'grippe'. - Certes oui, j'aurais été heureux du projet du 31 mars - mais, puis-je promettre avec certitude lorsque toutes les probabilités sont pour un séjour assez prolonge à Bruxelles en Mars - J'ignore l'époque précis - cela dépend des répétitions et des hazards ... au théâtre - J’en éprouve une vive contrariété et je viendrai un dimanche m'excuser auprès de vous et vous remercier de votre flatteuse attention ...". Im Oktober desselben Jahres fand an der Opéra Comique die Pariser Erstaufführung der Oper "La Navarraise" mit Emma Calve statt. - Kleine Montagespuren auf der letzten Seite. - Montagespuren auf der letzten Seite. - Beiliegend 2 eigenh. beschriebene Visitenkarten, eine mit Dank, die andere Begleitschreiben zu einem Brief an den Sekretär der Pariser Opéra Comique.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 132)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Methfessel, Albert
Brief 1814 an Friedrich Kind

Los 2913

"ein imposanter Landsturm" in Rudolstadt
Methfessel, Albert, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge, Kammersänger am Hoftheater in Rudolstadt, Gesangslehrer von Schillers Tochter Emilie, als Musiklehrer und Dirigent in Hamburg Gründer der Hamburger Liedertafel, ab 1832 Hofkapellmeister in Braunschweig, Ehrendoktor der Universität Jena (1785-1869). Eigh. Brief m. U. "A Methfeßel". 2 S. 4to. Rudolstadt 22.V.1814.

Sehr früher Brief an einen Dichter, den er "mein liebes Herzenskindchen" nennt. also offensichtlich den umtriebigen Dresdener Schriftsteller, "Freischütz"-Librettisten, Almanach- und Zeitschriften-Herausgeber Friedrich Kind (1768-1843). Dieser hatte Methfessel wunschgemäß den Anfang einer Dichtung übersandt, die der Komponist für eine geplante Liedersammlung (sein "Allgemeines Commers- und Liederbuch"?) in Musik setzen wollte. "... wie haben Sie mich durch Ihren neusten Brief und durch den Vorgeschmack des herrlichen Liedes erfreut! Aber wie konnten Sie mir zutrauen, ich sey empfindlich über Ihre abschlägliche Antwort gewesen, ich, der zu hundert Malen, oft den besten Freunden, ähnliche Antworten gegeben hat, und der recht gut weiß, daß das Sprichwort bey den Künstlern eben so paßend umgekehrt heißen kann: ' Das Fleisch ist willig, nur der Geist ist schwach!' ... Der Augenblick, wo Sie das Frauenlied empfiengen, muß ein heiliger gewesen seyn, denn ob ich gleich nur den ersten Vers bis jezt besitze, so steht doch schon das Ganze vor meiner Seele. Um Gotteswillen schicken Sie mir es auf den Flügeln des Sturmwindes, wenn Sie nicht wollen, daß ich Extrapost nehme, und es selbst abhole. Auch die beiden Lieder, auf die Sie mich im vorigen Briefe aufmerksam machten, bitte ich mir zu communiciren; ich habe die Almanachs, in denen sie stehen, nicht zur Hand, und mögte Sie überdieß gern von Ihnen selbst, mein geliebter Freund, empfangen. Die Sammlung erscheint nun erst zu Johanni, und zwar im eigenen Verlage, um sie mit dem Fleiße und der Sorgsamkeit in die Welt treten zu laßen, die einem Werke ziemt, das einer Nation angehören soll. Sehr verbinden würden Sie mich auch in dieser Hinsicht, wenn Sie Ihren rühmlichst erworbenen Einfluß auf unser deutsches Publikum für mein Unternehmen benutzen, und so in doppelter Natur meinem Werklein Glanz und Ehre verschaffen wollten. Das Wie? überlaße ich Ihnen so vertrauensvoll, als dem ewigen Vater die Weltregierung: Sie werdens wohl machen. Ihr Lied soll dafür auch die Krone des Ganzen werden, oder die Musen sollen meinen Zorn empfinden! Ich habe mir vorgenommen, das Lied ganz in Ihrem Sinne, nemlich mit voller Musik zu componiren, und werde es in doppelter Gestalt erscheinen laßen, so daß es in der Reihe der Lieder mit Fortepiano, im Anfange aber mit Instrumenten abgedrukt wird: Aber nur bald, recht bald die übrigen Verse! - Sollten Sie ein Exemplar Ihrer neuen Harfe zu verleihen haben, so wüßte ich Jemanden, der sich recht glücklich fühlte, wenn Sie es ihm auf einige Zeit überließen ... Die Trommel ruft mich zum Exerciren. (Sie müßen wissen, daß sich bey uns ein imposanter Landsturm organisirt!) ...". - Zu dem erwähnten "Frauenlied": 1814 erschien von Friedrich Kind bei Göschen in Leipzig: "Die Körners-Eiche und Die Deutschen Frauen. Zwei Gedichte". - Mit der "neuen Harfe" ist Kinds Zeitschrift "Die Harfe" gemeint, die in 8 "Bändchen" von 1815 bis 1819 ebenfalls bei Göschen erschien.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 700 (US$ 770)



Meyerbeer, Giacomo
Brief 1862 an Anna Eberty

Los 2914

Meyerbeer, Giacomo, Komponist und Dirigent, einer der erfolgreichsten Opernkomponisten des 19. Jhdts, Generalmusikdirektor in Berlin, lebte überwiegend in Paris (1791-1864). Diktierter Brief m. U. "Meyerbeer". 22/3 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest. Gr. 4to. Berlin 19.III.1862.

An Anna Eberty, die Schwester seines Neffen Felix Eberty, in Paris. Bedankt sich für die geschmackvollen Putzsachen für seine Familie, die Anna in Pariser Geschäften ausgesucht hatte, und sendet ihr ein "Mandat" über 1672 Francs zur Begleichung der Rechnungen. "... Minna trägt mir auf, Dich auf das herzlichste zu grüßen. Sie hat den Unfall gehabt, als sie neulich von einer Abendgesellschaft bei Frau von Olfers mit den Kindern zu [!] Hause gieng, von der Treppe zu fallen und sich erhebliche Contusionen dabei zuzuziehen ... Die drei Kinder und das Enkelchen befinden sich unberufen sehr wohl. - Ich selbst aber war diesen ganzen Winter häufig unwohl und muß mich sehr schonen. Ich werde deßhalb auch Berlin nicht so bald verlassen. Glücklicherweise ist mir die Fähigkeit und die Lust zum Arbeiten geblieben, und ich war und bin sehr fleißig. - Von Julius habe ich diese Tage einen Brief gehabt, der mir viel Freude machte, weil ich daraus sehe, daß er frisch und freudig ist, und sich in voller Thätigkeit mit dem Einstudieren seiner Oper beschäftigt, deren erster Aufführung er Ende dieses Monats entgegen sieht. Möge der gute Junge die Freude eines recht glänzenden succès zu Theil werden und ihm zum Sporn für fleißiges, weiteres Arbeiten in seiner Kunst dienen. Grüße ihn und Regina auf das Angelegentlichste von mir. - Du würdest mir große Freude machen, wenn Du mir ... recht ausführliche Nachrichten über den Erfolg der ersten und der zweiten Vorstellung geben wolltest, welch letztere, meiner Erfahrung nach, noch wichtiger und entscheidender als die erste immer ist ...". - "Frau von Olfers": die berühmte Salonière und Schriftstellerin Hedwig von Olfers, Gemahlin des Generaldirektors der Königl. Museen in Berlin, Ignaz von Olfers. - Mit "Julius" ist Meyerbeers Neffe, der Komponist Jules Beer gemeint, dessen Oper "La fille d'Égypte" am 23. April 1862 am Théâtre-Lyrique uraufgeführt wurde.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Muck, Karl
6 Briefe + Beilagen

Los 2915

"Jazz-Musik eine jüdische Erfindung"
Muck, Karl, gefeierter Dirigent, Generalmusikdirektor der Berliner Kgl. Oper, Leiter des Boston Symphony Orchestra, Chef der Hamburger Philharmoniker (1859-1940). 6 eigh. Briefe m. U. "Dr. Karl Muck". Zus. 9 S. 2 Briefe mit Trauerrand. Mit 1 Umschlag. 4to und gr. 4to. 1925-1926.

Teilweise inhaltsreiche Briefe an den holländischen Organisten und Musikschriftsteller Herman Rutters (1879-1961) in Amsterdam. Ein Brief erklärt, warum der Hamburger "Karl-Muck-Platz" in neuerer Zeit in "Johannes Brahms-Platz" umbenannt wurde. "... Je älter ich werde, desto mehr komme ich zur Ueberzeugung, dass man in meinem Handwerk eigentlich immer nur zu einer verschwindenden Minorität spricht; d. h. dass in der grossen Menge stets nur einige wenige Menschen sind, die so ganz verstehen, was man eigentlich anstrebt, und wo die höchsten, unerreichbaren Ziele liegen. Sie haben für Ihre Bewerthung meiner Bestrebungen und meines künstlerischen Bekenntnisses in Ihrem Briefe so schönen Ausdruck gefunden, dass ich schon deshalb nicht bedaure, noch einmal nach Amsterdam gekommen zu sein ...". Nennt seine Hamburger Adresse und fügt hinzu: "Und für event. Billet- und Wohnung-Bestellung in Bayreuth genügt ja auch meine dortige Adresse: Parsifal-Strasse 8 ..." [Amsterdam 7.IV.1925]. Aus Rapallo schreibt er im Juni: "... Anbei übersende ich Ihnen die zwei Bayreuther Papiere, Billet-Bestellung und Wohnungs-Nachweis ... Zur Vermeidung von Missverständnissen muss ich noch feststellen, dass es im Festspielhaus sog. Presse-Plätze, also Freikarten für Zeitungen, resp. deren Vertreter, niemals gegeben hat. So wie Rich. Wagner das im Jahre 1876 einführte, so ist es bis zum heutigen Tage geblieben. - Ich bin natürlich gerne bereit, Ihnen die Unannehmlichkeit postaler Geldsendung abzunehmen und die ... 422,00 einstweilen für Sie zu deponiren, wenn ich nach Bayreuth komme ... Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie Prag gut überstanden haben mögen. Im Vorjahre erzählte mir ein Bekannter Schauerliches über die Quantität, noch Schauerlicheres über die Qualität der dort gespielten 'Neuen' und 'Neuesten' [Rapallo 1.VI.1925] ... Also grosse Begeisterung bei dem Jazzband-C[once]rt? Sie Armer, der Sie so Etwas anhören und gar noch darüber schreiben müssen! Dieser Whiteman ist ein amerikanisirter deutsch-polnischer Jude namens Weissmann. Die Jazz-'Musik' ist eine ausschließlich jüdische Erfindung; Sam Cohen (Cohn), Jack Levinne (Levy) etc. sind die Haupt-'Komponisten', die mit ihrem Dreck Millionen verdient haben. Es ist die alte Geschichte: das jüdische Zersetzungs- und Zerstörungs-Werk; hier am Musik-Geschmack. Und der blöde nicht-jüdische Pöbel geht auch hier wieder den Juden in's Garn. - Wie ich höre, hat wenigstens in Deutschland die ernste Musik-Kritik scharf Front gemacht gegen den Versuch, den Jazz-Mist als 'Concert'-Kost zu serviren ... " [Baden-Baden 11.VII.1926]. Ferner ausführlich über Karten für Bayreuth und für die Münchener Oper: " ... Sie finden anbei je zwei Karten zu: 'Cosi fan tutte, 11. August ... Don Juan ... Zauberflöte ... Entführung ... Tristan ... Figaro 21. August ..." [München 7.VIII.1926]. - Diverse Beilagen: 1 Foto, das Muck mit 4 weiteren Personen, darunter die Sängerin Barbara Kemp, in Bayreuth zeigt. - 10 teils deutsche, teils holländische Zeitungsartikel über Muck. - 1 holländisches Konzertprogramm mit Muck als Dirigent (1925). - Den Hass auf Jazz-Musik teilte Muck mit dem ungefähr gleichaltrigen Kollegen Felix von Weingartner, der sich in seinen Memoiren ähnlich abfällig äußert. - Alle Briefe gelocht; 1 Brief mit Tesafilm-Schaden an einer Ecke.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Nessler, Victor Ernst
Billet 1871

Los 2916

Nessler, Victor Ernst, dt. Opernkomponist, Meisterschüler Moritz Hauptmanns in Leipzig, später höchst erfolgreich mit seiner Oper "Der Trompeter von Säckingen" (1841-1890). Eigh. Brief (Billet) m. U. "V. E. Nessler". 1 S. gr. 8vo. Leipzig 9.VI.1871.

Als Chordirigent am Leipziger Stadttheater an den Braunschweiger Musikverleger Theodor Litolff. "... Auf Ihr werthes Schreiben vom 6. d. M. erwidere ich Ihnen ergebenst, daß ich Ihnen in nächster Zeit mehrere Lieder von mir zusenden werde ...". - Erst mit dem "Rattenfänger von Hameln" (1879) und dem "Trompeter von Säckingen" (1884) erzielte Nessler so große Erfolge, dass alle Musikverleger sich um seine Kompositionen bemühten.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 99)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 66)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Neukomm, Sigismund Ritter von
Brief 1823

Los 2917

Neukomm, Sigismund Ritter von, Schüler und Mitarbeiter Haydns, Komponist, Pianist, Diplomat, Freimaurer, in aller Welt hoch dekoriert, lebte überwiegend in Paris (1778-1858). Eigh. Brief mit U. "S Neukomm". 4 S. Doppelblatt. Kl. 4to. Paris 21.II.1823.

An Elisa von der Recke in Dresden, ausführlich über seine Komposition "Der Ostermorgen": " ... Unsere verehrte Herzogin von Dino will die Güte haben Ihnen meine Kantate über unsers guten [Christoph August] Tiedges herrliches Gedicht der Ostermorgen zu übersenden. Der schwierige, einförmige Rhythmus, und der tiefe metaphisische Sinn in dem dieß Werk ausgesprochen ist, sind für mich die schwierigste Aufgabe gewesen die ich je zu lösen übernommen habe; möchte diese Rücksicht mir zur Entschuldigung dienen, wenn Sie so manches finden werden, was Ihrer Erwartung nicht Genüge leistet. Doch meyne ich in den Stellen, die auf unsre ewig unvergessliche Verklärte [die Herzogin Anna Charlotte Dorothea von Kurland] Bezug haben, in dem eigentlich - Gemüthlichen den Ton nicht verfehlt zu haben. Die große Ausdehnung des Werkes wird Ihnen beweisen, dass mich der Gegenstand begeistert hat. Ich habe, der leichteren Ausführung wegen, blos Klavierbegleitung gesetzt, und, da ich wünsche, dass Sie das Werk noch vor Ihrer Abreise von Dresden hören mögen, habe ich die Chor-Parthien ausgeschrieben der Partitur beygelegt. Ich wünschte daß unsre gute Emilie die Sopran-Solo-Parthie sänge: unsre verehrte Herzogin von Sagan hat mir viel rühmliches von Emiliens herrlichen Kunstgaben gesagt. - Herr Kapellmeister [Carl Maria von] Weber oder (in seiner Abwesenheit) der Herr Hoforganist Klengel, werden aus alter Freundschaft für mich, auf Ihr Ansuchen, die nöthigen Sänger verschaffen, und unter ihrer Leitung, eine würdige Aufführung veranstalten ... Tausend herzliche freundschaftliche Grüße unserm guten, herrlichen Tiedge." Darunter in Elisas Schrift: "Komponist von Tiedges Ostermorgen." - "Der Ostermorgen" gehört zu Neukomms bekanntesten Werken. Die Herzogin von Kurland war die Halbschwester von Elisa von der Recke. - Gut erhalten. - Sehr selten.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 600 (US$ 660)


Opernsänger der 1920er Jahre
Opernsänger der 1920er Jahre

Los 2918

Opernsänger der 1920er Jahre. 6 große künstlerische Photographien, jeweils mit eigh. Widmung u. U. der Dargestellten. 1922-1931.

Meist Wiener Sängerinnen und Sänger in schönen Rollen- und Zivilporträts. Vorhanden: Hans Duhan, hervorragender österr. Bariton, vor allem Wiener Staatsoper (1890-1959). Auf Karton gewalztes Rollenphoto mit eigh. Widmung auf dem Untersatzkarton: "Herrn Rechnungsrat Josef Kollerics herzlichst gewidmet zur Erinnerung an die Eröffnung des Redoutensaal-Theaters! - Hans Duhan". 37 x 27 cm (Bildgröße 22,5 x 15 cm). (Wien) "Neujahr" 1922. - Die Aufnahme des Wiener Atliers Franz Löwy (auch vom Photographen signiert) zeigt den Künstler in ganzer Figur als Graf Almaviva in Mozarts "Die Hochzeit des Figaro". - Joseph Groenen, hervorragender österr. Bariton, vor allem Wiener Staatsoper (1885-1959). Auf Karton gewalztes Rollenphoto mit eigh. Widmung auf dem Untersatzkarton: "Er, der herrlichste von allen. Meinem lieben Kollerics freundlichst gewidmet. Jos. Groenen, Staatsoper". 33 x 24,5 cm (Bildgröße 21,5 x 14 cm). (Wien) 20.IX.1925. - Die Zivil-Aufnahme der Wiener Photographin Irene Messner (auch von ihr signiert und 1925 datiert) zeigt den Künstler in Halbfigur. - Marie Gutheil-Schoder, die hochberühmte deutsche Sopranistin (1874-1935). Auf Karton gewalzte Porträt-Photographie mit eigh. Widmung auf dem Untersatzkarton: "Fräulein Gretel Katz, der anhänglichen Getreuen mit herzlichem Weihnachtsgruß! Marie Gutheil-Schoder. 1928". 32,5 x 24,3 cm (Bildgröße 22,3 x 13 cm). - Die Aufnahme, zusätzlich signiert und datiert "Wien 1928" von dem Photographen Franz Xaver Setzer, ihrem zweiten Ehemann, zeigt die Künstlerin stehend in einem pelzbesetzten Mantel. - Carl Martin Öhman, schwedisch-dt. Tenor (1887-1967). Rollen-Photographie mit eigh. Widmung auf der Bildseite: "Fräulein Helga zur freundl. Erinnerung von Martin Öhman. 'Admi'[ralspalast, Berlin] 13.V.1931". 23 x 15,5 cm. - Die Aufnahme (Brustbild) des Berliner Ateliers Suse Byk zeigt den Künstler als "Don José" in der Oper "Carmen". - Minimal fleckig. - Lucy Weidt, Sopranistin (1876-1940). Auf Karton gewalzte Rollen-Photographie mit eigh. Widmung auf der Bildseite: "Dem liebenswürdigen Menschen, und Freunde Herrn Rath Kollerics herzlichst gewidmet. - Lucy Weidt, Wien Mai 1923. 35 x 24 cm (Bildgröße 22,5 x 17,5 cm). - Die Aufnahme des Ateliers Franz Grainer in München zeigt die Künstlerin als "Isolde", in sitzender Haltung. - Etwas ausgeblichen und mit geringfügigen Tintenwischern. - Nikola Zeg, österr. Bassist (1883-1958). Auf Karton montierte Rollen-Photographie mit eigh. Widmung auf dem Untersatzkarton: "Herrn Rat Kollerics zum bleibenden Andenken herzlichst Nikola Zeg. - Wien 26.VI.22". 26 x 19,6 cm (Bildgröße 15,5 x 10,2 cm). - Die Aufnahme des Wiener Ateliers L. Gutmann mit blindgepr. Datum "1915" zeigt den Künstler in ganzer Figur, im Kostüm eines Kardinals. - 1 Ecke leicht fleckig. - Beigegeben: Alexander Moissi, als jugendlicher Charakterdarsteller ein Star der Reinhardt-Bühnen (1879-1935). Porträtphoto-Postkarte mit eigh. Signatur "Alex Moissi" unter dem Bild. - Die Aufnahme des Wiener Ateliers Kolliner (auch vom Photographen signiert) zeigt den Künstler mit einem Pelz-Umhang. - Beschnitten; rückseitig Montagespuren.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 154)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Orff, Carl
Portraitfoto mit Widmung

Los 2919

Orff, Carl, Komponist und Musikpädagoge (1895-1982). Portrait-Photographie mit eigh. Widmung u. U. "Carl Orff" auf der Bildseite sowie Musikzitat auf der Rückseite. 14,5 x 10,2 cm. O. O. 11.III.1955.

"für Franz Weis herzlichst Carl Orff". Auf der Rückseite ein Musikzitat aus den "Catulli Carmina": "O quid solutis est beatius curis" aus dem Carmen 31. - Die Aufnahme (Kopfbild) zeigt den Künstler nach rechts (vom Betrachter aus) blickend, das Kinn auf die gefalteten Hände gestützt.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Zuschlag
€ 170 (US$ 187)


Qualtinger, Helmut
2 Blätter mit Selbstkarikaturen

Los 2920

Qualtinger, Helmut, Wiener Schauspieler, Kabarettist, Rezitator und Schriftsteller (1928-1986). 2 Blätter mit Selbstkarikaturen und Notizen. 2 S. (Kugelschreiber). Gr. 4to. O. O. (ca. 1975).

Während das eine Blatt mit 2 Karikaturen seines Kopfes, dreimaligem Namenszug "Qualtinger" und der wiederholten Beteuerung "I don't like myself" gefüllt ist und auf Entstehung in einem Restaurant schließen läßt, zeigt die gelungene Karikatur den Künstler auf dem zweiten Blatt in ganzer Figur. - Hübsche Selbstzeugnisse des genialen zeitkritischen Satirikers.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 385)


Zuschlag
€ 250 (US$ 275)


Reinecke, Carl
Brief 1861

Los 2921

Reinecke, Carl, Komponist, Pianist und Dirigent, langjähriger Leiter des Leipziger Gewandhaus-Orchesters (1824-1910). Eigh. Brief m. U. "Carl Reinecke". 1 S. Mit gedrucktem Briefkopf "Die Concertdirection in Leipzig". Folio. Leipzig 27.IX.1861.

An einen Violinisten, der sich für das Gewandhaus-Orchester beworben hatte. Reinecke teilt mit, er habe die Bewerbung dem Direktorium vorgelegt, doch man habe ihn mit einem ablehnenden Bescheid beauftragt und gebeten mitzuteilen, "daß man augenblicklich nicht recht Gebrauch von Ihrer gütigen Offerte machen könne, da man schon jetzt sechs feste Engagements mit andern Geigern abgeschlossen habe, mithin nicht weiter auf Violinsoli reflektiren dürfe". Diese Auskunft tue ihm, Reinecke, persönlich sehr leid, "weil ich aus Ihren Zeilen ersehe, daß Sie einen gewissen Werth darauf legen, hier zu spielen, und daß Sie sich einen Erfolg von meiner Befürwortung versprachen, welche indeß, wie Sie selbst eingestehen werden, immer nur von geringem Einfluß sein kann, wenn ich nicht persönlich die Leistungen der geehrten Künstler kenne ...". - Kleine Defekte am rechten Rand.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 154)

(Verfügbarkeit erfragen!)

1 2 3 4 5 6 7 8 9   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf