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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Kapitel Autographen Musik, Theater und Film / Autographs Music, Theatre and Film (Lose 2861 - 2948) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Furtwängler, Wilhelm
Signiertes Foto

Los 2882

Furtwängler, Wilhelm, legendärer Dirigent und Komponist, Staatsoperndirektor in Berlin und Wien sowie Leiter der Berliner Philharmoniker (1886-1954). Portrait-Photographie mit eigh. Signatur "W Furtwängler" auf dem Untersatzkarton. Auf Karton gewalzt. 50 x 40 cm (Bildgröße 30 x 23,7 cm). O. O. u. J. (wohl um 1935).

Das großformatige Bildnis (auch vom Photographen Gerhard Kowalewsky signiert) zeigt den Künstler (in Halbfigur) beim Dirigieren. Mit großer, schwungvoller Unterschrift. - An den Rändern minimal silberig oxydiert. - Eindrucksvolle Momentaufnahme.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 260 (US$ 286)


Gallmeyer, Josefine
2 Briefe + Beilagen

Los 2883

Gallmeyer, Josefine, berühmte österr. Soubrette, die "fesche Pepi" , der "weibliche Nestroy" der Wiener Volkstheater (1838-1884). 2 eigh. Briefe m. U. "Josefine Gallmeyer" bzw. "Jos. Gallmeyer". Zus. 71/2 S. Mit 2 Umschlägen. 8vo. Dresden 23.V. und Prag 4.VI.1875.

An August von Conraths, Direktor des "Victoria Actien-Theaters" in Cannstatt, bezüglich eines geplanten Gastspiels der Gallmeyer gemeinsam mit dem Schauspieler Felix Schweighofer. "... Die Aufforderung zur Reclame klingt ja, als gelte es ein Gastspiel in Amerika - da es Ihr Wunsch, so werden die Bilder von mir u. Herrn Schweighofer baldigst erscheinen. Was die Zusendung der Musikalien u. Bücher betrifft, so sollen Sie Alles von Prag aus erhalten - die Musikalien sind zwar total unnöthig, da in allen der kleinen Comödien nur ich u. Schweighofer zu singen haben. - Wenn Sie aber die Parodie von 'Faust' geben wollen, wozu ich Ihnen entschieden rathen würde, so bitte mir zu schreiben u. ich sende Ihnen Partitur u. Buch - den Mefisto spielt H. S., Gretchen ich - lassen Sie die Comödie ein bischen nach dortigem Geschmack einrichten - unsere Rollen sind so isolirt daß es ganz gut geht [Dresden 23.V.1875] ... Sie können mir nun dazu verhelfen, daß ich kein Pönale zu zalen [!] habe - die Intendanz des hiesigen Königlichen Theaters erlaubt nicht, daß ich fortreise - Dir. Axtman hat nun schon eingewilligt, daß ich statt am 6 Juny erst am 12 Juny mein Gastspiel eröffne ..." [Prag 4.VI.1875]. Erörtert dann zahlreiche Termine, darunter auch den eines Gastspiels in Berlin. - Beiliegend ein Telegramm der Gallmeyer aus Dresden an Conraths: "... Axtmann einverstanden ich infolge in Berg spiele wenn früher nicht in Cannstatt wollen Sie Hälfte der Pönal Strafe zahlen so gehe gar nicht hin ..." [30.V.1875]. - "Viele Tausende füllten die Straßen und Kranz um Kranz wurde an der Bahre niedergelegt ... Lange konnte man sich nicht trösten über den Verlust dieser einzigen Künstlerin. Sie war eine der genialsten Schauspielerinnen, die Wien je besessen" (Ludwig Eisenberg über Jos. Gallmeyers Begräbnis).

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 260 (US$ 286)


Geis, Jakob
2 Briefe

Los 2884

Geis, Jakob, Münchener Volkssänger, Humorist, Coupletdichter und Singspielhallen-Direktor, gen. "Papa Geis" (1840-1908). 2 eigh. Briefe [einer mit Porträtholzstich] mit U. Zus. 3 S. Verschied. Formate. München 10.IX.1904 bzw. o. J.

An den Schriftsteller Hermann Roth. - I. "... Dankend für Deine große Liebenswürdigkeit muß ich Dir leider mitteilen, daß es mir momentan unmöglich ist irgend ein Schaffot zu besteigen, da der Schnauferer ausbliebe ... Es ist Herzmuskelschwäche, die mir oft nicht gestattet über's Zimmer zu gehen, kann also nicht die geringste Anstrengung riskieren ... Du weißt, daß ich mit Freuden Deinem Rufe Folge leisten würde, schon um wieder einmal einige Stunden mit Dir beisammen sein zu können, allein wenn man n' Zipf hat, dann geht's mit bestem Willen nicht ...". - II. "... Bei jedem Satz den Nagel auf den Kopf getroffen, dachte ich beim Lesen dessen, was aus Ihrer gewandten Feder über mich erschien. Gestatten Sie deshalb daß ich Ihnen meinen innigsten Dank und zu gütiger Erinnerung mein Bild übersende ...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 132)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Geistinger, Marie
Autobiographie

Los 2885

Geistinger, Marie, österr. Soubrette, zu ihrer Zeit weltberühmte Offenbach-Darstellerin, "Königin der Operette" im Theater an der Wien, später auch Tragödin (1828-1903). Eigh. Manuskript ihrer Autobiographie mit Namenszug "Marie Geistinger" am Kopf. 12/3 S. Gr. 8vo. (Wien 1873).

In der dritten Person abgefaßte kurze Selbstdarstellung, wohl bestimmt für das von August von Conraths herausgegebene "Souvenir-Album der Wiener Weltausstellung". "Marie Geistinger. Durch ihre Engagements in Hamburg, Berlin, Riga, als Lokalsängerin, Soubrette u. Schauspielerin so bekannt u. beliebt, daß ihr Gastspiele von allen großen Bühnen Deutschlands u. Amerikas zukommen, welche bei ihrer Künstlerschaft überall zu Engagements geführt hätten, zog es vor im Jahre 1865 Eng. am Theater a. d. Wien anzunehmen ... sie ist die Schöpferin der ersten Operettengastspiele in Deutschland ... Seit 1869 ist sie Direktorin des Theaters u daher als solche auch ihr fleißigstes u. anwendbarstes Mitglied." - Einige Einrisse. - Dabei: Minnie Hauck, amerikan. Opernsängerin, gastierte in ganz Europa, war Mitglied der Wiener und der Berliner Hofoper, hoch berühmt als "Carmen", die sie erst zu internationalem Erfolg führte (1851-1929). Diktiertes Manuskript ihrer Autobiographie mit eigh. Unterschrift "Minnie Hauck". 21/2 S. Gr. 8vo. (Wohl Wien 1873). - In der dritten Person abgefaßte kurze Selbstdarstellung, wohl bestimmt für das von August von Conraths herausgegebene "Souvenir-Album der Wiener Weltausstellung". "Frl. Minnie Hauck ist 1851 in New York geboren, kam als Kind in den fernen Westen, nach Kansas, wo kleine Rothhäute und die Pferde der blumenreichen Prairie ihr als Spielgefährten dienten ... Sie debutirte in der italienischen Oper zu London im Coventgardentheater und nahm nachdem sie in Amsterdam, Rotterdam, Leiden und Utrecht gastirt hatte, ein Engagement für die italienische Oper des kaiserlichen Theaters in Moskau an. Hierauf gastirte sie in Frankfurt a. M., kam nach Wien und trat als Margarethe in Gounods 'Faust' und als Zerline in Mozart's 'Don Juan' auf und wurde bald ein Liebling des Wiener Publikums ...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Zuschlag
€ 220 (US$ 242)


Gounod, Charles
Eigenh. Musikmanuskript

Los 2886

Gounod, Charles, franz. Komponist, neben Berlioz das Haupt der romantischen Musik in Frankreich (1818-1893). Eigh. Musikmanuskript, am Kopf bezeichnet "L'hôtellerie de la Reine". 4 S. auf Doppelblatt. Folio. O. O. und J. (nach 1865).

Reinschrift der Tenor-Stimme für den Eingangschor aus dem ersten Akt von "Les deux Reines", auf den Text "Dans cette belle hôtellerie le vin d'Espagne est vraiment bon". Pro Seite 12 mit Feder gezogene Notensysteme, insges. 104 Takte. - Die Bühnenmusik zu Ernest Legouvés (1807-1903) Theaterstück "Les deux Rei­nes" schrieb Gounod im Jahre 1865. Die Premiere fand jedoch erst am 27. November 1872 am Théâtre-Ventadour in Paris statt, noch während Gounods England-Aufenthalt (1871-1874). Der Bühnenmusik blieb der Erfolg wegen der mangeln­den Qualität von Legouvés Stück versagt. - Auf der zweiten Seite am Fuß Streichung einer ganzen Zeile. - Gleichmäßig etwas gebräunt. – -

Schätzpreis
€ 1.100   (US$ 1.210)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 880)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Große Dirigenten
8 signierte Fotos

Los 2887

Große Dirigenten. 8 signierte Porträtfotos. Postkarten-Format oder 18 x 12,5 cm. Ca. 2000-2010.

Künstlerische Porträtfotos von Daniel Barenboim, Pierre Boulez, Semyon Bychkov, Riccardo Chailly, Marek Janowski, Mariss Jansons, Kent Nagano und Christian Thielemann. Alle auf der Bildseite signiert.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 132)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 88)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Hanslick, Eduard
Brief 1880 an Ferdinand Hiller + Beigabe

Los 2888

Hanslick, Eduard, österr. Musikschriftsteller, höchst einflußreicher und umstrittener Musikkritiker, Universitätsprofessor in Wien, Vorbild für Wagners "Beckmesser" in den "Meistersingern" (1825-1904). Eigh. Brief m. U. "Eduard Hanslick". 3 S. 8vo. (Wien 1880).

An den Komponisten und Dirigenten Ferdinand von Hiller, den er mit "hochverehrter Freund und Meister" anredet. Hiller hatte ihm sein Buch "Künstlerleben" als Weihnachtsgeschenk übersandt. "... Ich stürzte mich gleich in die 'Weimarer Lehrjahre' und komme aus der Freude und dem Erstaunen über Sie gar nicht heraus. Sie sind ja unerschöpflich, und immer noch frischer und besser, - es ist gar nicht zu sagen! Welch' characteristisches Porträt v. Hummel und von der ganzen Zeit! Und zum Schluß wieder eine verschleierte Ungenannte! ...". Damit spielt Hanslick auf Hillers vorhergehendes Buch an, "Briefe an eine Ungenannte" (1877), dessen Rezension durch einen Druckfehler verunglückte: "... Es war der impertinenteste Druckfehler, der je passirte, daß in meinem Feuill. über Ihre Briefe statt: 'Hillers Briefe müssen nicht minderen Eindruck auf die Ungenannte gemacht haben' gedruckt war 'nicht wieder'! Dabei ergab sich aber viel Triumph für Sie. Schon die Redaction wollte die 'Druckfehlerberichtigung' (die dennoch im nächsten Blatt erschien) als 'ganz unnöthig' weglassen, und jeder von mir interpellirte Leser kam mir mit der Versicherung zuvor, er habe den Druckfehler gleich erkannt und verbessert. Mein Schrecken war darum kein geringerer. Ihre 'Briefe' leisten mir jetzt noch treffliche Extradienste als 'passendstes Weihnachtsgeschenk' ...". - Der dritte Teil des vorliegenden Briefes ist den Glückwünschen zur Eheschließung von Hillers Tochter Antonie gewidmet. - Mit der leeren 4. Seite ist der Brief auf ein anderes Blatt montiert. - Dabei: Ferdinand von Hiller, Komponist und Pianist, europaweit tätig als Dirigent, schließlich städt. Musikdirektor und Konservatoriumsdirektor in Köln (1811-1885). Eigh. Brief m. U. "Ferd Hiller". In franz. Sprache. 1 S. Doppelblatt mit blindgepr. Monogramm. Gr. 8vo. O. O. (ca 1870). - An den Violinisten und Dirigenten François Jean Baptiste Seghers (1801-1881). "J'ai été bien faché de ne pas me trouver chez moi l'autre jour ... c'est que le mot matin n'a pas la même signification pour un Allemand et un François. Je tâcherai de vous trouver avant mon départ pour Londres - mais en attendant vous seriez bien aimable si vous vouliez prendre ... une tasse de thé chez nous. Vous trouveriez quelques artistes de nos amis ...".

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Zuschlag
€ 160 (US$ 176)


Heller, Stephen
Brief 1862

Los 2889

Heller, Stephen (István), ungar. Pianist und Komponist, verkehrte in Paris mit Chopin, Berlioz und Liszt (1813-1888). Brief m. U. "Stephen Heller". In franz. Sprache. 2 S. 8vo. O. O. 1.V.1862.

An einen Herrn in England, der ihn zur Teilnahme an einem Wohltätigkeitskonzert bewegen wollte. "... Je suis si peu habitué à me faire entendu en public, ayant depuis longues années donné tout mon temps à la composition, que je ne joue qu'à mon corps défendant. Il m'est donc impossible à mon grand regret d'accepter l'hororable proposition, dont vous me faites part. Si j'étais un de ces virtuoses, toujours prêts à paraître devant le public, je n'aurai pas hésité à m'associer à une Oeuvre de Bienfaisance. De cette manière je dois me borner à apporter mon tribut à l'Oeuvre, et de contribuer ainsi pour ma faible part au succès de l'entreprise ...". - Von Schumann und Liszt gelobt, gelangte Hellers umfangreiches Oeuvre für Klavier erst allmählich zu allgemeiner Anerkennung. - Leicht fleckig.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Zuschlag
€ 160 (US$ 176)


Henselt, Adolf von
Brief 1837 an Friedrich Preller

Los 2890

Henselt, Adolf von, aus Schwabach stammender deutsch-russischer Klaviervirtuose, Komponist und Musikpädagoge, ab 1838 Hofpianist der Zarin Alexandra Feodorowna in St. Petersburg (1814-1889). Eigh. Brief m. U. "Henselt" und Adresse. 11/4 S. 4to. Dresden 3.II.1837.

Dringlicher Brief mit einer Bitte an den ihm befreundeten Maler Friedrich Preller d. Ä. (er schreibt "Breller") in Weimar, "wohnhaft vis a vis zum Hause des Hrn. Kapellmeisters Hummel". "... Sie werden erstaunt seyn von mir diese Zeilen zu erhalten; ich habe nämlich eine große Bitte an Sie, welche darin besteht, daß Sie Fräulein Facius wo Sie ohnehin oft aus u. eingehen recht antreiben möchten mir die versprochene Muschel hierher zu schicken (an die könl. baierische Gesandtschaft) ... habe ich deßhalb schon einmal an sie geschrieben, half aber alles nichts. Sagen Sie ihr nur von mir aus es sey gar nicht schön so wortbrüchig zu seyn, u. ich hätte mir das nicht von ihr erwartet. Daß ich ein Concert gegeben werden Sie wohl wissen. Ich halte mich jetzt nur noch wegen dieser Muschel hier auf, ich hoffe zu Gott nicht länger als 8 Tage warten zu müssen ... Nochmals lege ich Ihnen die baldige Besorgung meiner dringenden Bitte ans Herz ... Lieber Freund, geben Sie mir gleich Antwort was Fr. Facius sagte, u. wie lange ich noch warten muß. bitte recht sehr ...". - Angelica Bellonata Facius (1806-1887), eine Schülerin Christian Daniel Rauchs, war bekanntlich eine bedeutende Bildhauerin, Medailleurin und Gemmenschneiderin. Eines der heute wiederentdeckten Werke der Künstlerin ist eine Muschelkamee mit dem Bildnis der Großfürstin Alexandra Feodorowna (ursprünglich Prinzessin Charlotte von Preußen), Gemahlin des Zaren Nikolaus I. Vielleicht wollte Henselt dieses Kunstwerk im folgenden Jahr mit nach Russland nehmen. Da Henselt sich aber in diesem Jahr mit Rosalie Vogel, einer Freundin Goethes, vermählte, kann es sich bei der "Muschel" auch um ein Geschenk für seine Braut gehandelt haben. - Kleine Faltenrisse.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 440 (US$ 484)


Henze, Hans Werner
Musikzitat 2003

Los 2891

Henze, Hans Werner, Komponist (1926-2012). Eigh. musikalisches Albumblatt m. U. "Henze". 1 S. Quer-gr. 8vo. O. O. 25.I.2003.

Kurzes Notenzitat mit leicht verlaufender Tinte; beim Datum die Jahreszahl verbessert.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 132)


Zuschlag
€ 80 (US$ 88)



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