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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Kapitel Autographen Bildende Kunst / Autographs Fine Arts / Autografi Belle arti (Lose 2820 - 2860) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Abraham, Gebrüder
Juwelenverzeichnis

Los 2820

Abraham, Gebrüder. "Verzeichniß der zu verkaufenden Jubelen", signiert "Gebruder Abraham, Dessau". 2 S. auf Doppelblatt. Folio. Dessau 10.III.1809.

Interessantes Edelstein-Verzeichnis der Firma Abraham in Dessau. Es gibt auf der ersten Seite die Auflistung der Steine eines "großen brillantenen Ringes" von insgesamt "60. Gran oder 15. Karat", dessen Steine von außerordentlicher Weisheit und Reinheit seien. Auf der zweiten Seite die Liste und Beschreibung eines "Coulan von Brillanten zu einem Orden auf der Brust zu tragen" von 87/16 Karat sowie eines Saphirrings. Diese Seite ist diagonal durchgestrichen, am Schluss ist vermerkt: "dieses gült nichts". - An den Rändern leicht gebräunt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 165)


Alma-Tadema, Sir Lawrence
Brief 1890

Los 2821

Alma-Tadema, Sir Lawrence, holländ.-britischer Porträt- und Historien-Maler, Mitglied der Londoner Royal Academy und zahlreicher weiterer europäischer Akademien (1836-1912). Eigh. Brief m. U. "L Alma Tadema". In deutscher Sprache. 1 S. Doppelblatt. 8vo. (London) 23.X.1890.

An einen Herrn. "... Diese ganze Woche bin ich in die Royal Academy as lehrer in die Mahlerschule beschäftigt. So kann ich Ihnen und Ihre verehrten freunde leider nicht vor nächsten Monntag empfangen whenn es mir zwischen 3 & 6 Nachmittags eine Ehre sein wird Ihnen mein Atelier zu zeigen ...". - Der gefeierte Künstler, der u. a. den deutschen Schauspieler Ludwig Barnay porträtierte, war seit 1874 Auswärtiges Mitglied der preußischen Akademie der Künste. - An dem (leeren) zweiten Blatt kleine Papierreste von ehemaliger Montage.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 154)


Alma-Tadema, Sir Lawrence
Brief 1906 nach Wien

Los 2822

- Eigh. Brief m. U. "L Alma Tadema". 12/3 S. Doppelblatt. Kl. 8vo. (London) 30.IV.1906.

An den Redakteur Ernst vom "Neuen Wiener Tagblatt". "... I quite mistook the meaning of your letter of the 30th of March last and understood that you wished my opinion about the art Viennese Austrian & Hungarian as represented with forthcoming Austrian Exhibitions, here the delay in my answering your request. I am sorry to say that I am too little acquainted with Austro-Hungarian art as to form an opinion about it (For what I know of it I love it and I look forward to seeing the display with forthcoming ... Exhibition which has all my sympathy & to which I offer my best wishes for success) ...".

Schätzpreis
€ 220   (US$ 242)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 165)


Bäuerle, Hermann
Zeichnung mit Brief

Los 2823

Bäuerle, Hermann, Maler und Radierer (1886-1972). Originalzeichnung in Kohle und Buntstift, verso eigh. Brief mit U. 18 x 14,5 cm. O. O. 12.I.1963.

Neujahrsblatt für einen Stuttgarter Galeristen, hübsche Zeichnung, der Künstler, in kühner Malerpose, umringt von Bewunderern, umseitig: "... Herzlichen Dank für liebenswürdigen u. geschmackvollen Feiertags u. Neujahrsglückwünsche. Letztere erwidere ich von Herzen ...". - Bäuerle war Gründungsmitglied der Stuttgarter Sezession und Vorsitzender des Schwäbischen Künstler-Verbandes.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)


Behrens, Peter
Brief Darmstadt 1902

Los 2824

Behrens, Peter, führender Architekt, Graphiker und Kunstgewerbler des Jugendstils (1868-1940). Eigh. Brief m. U. "Peter Behrens". 4 S. Auf blauem Papier mit blindgepr. Monogramm "PB". 4to. Darmstadt 9.III.1902.

An den Hamburger Juristen, Bühnenautor, Schriftsteller, Publizisten und Kommunalpolitiker Carl Mönckeberg, dem er ausführlich zuredet, sich weiterhin literarisch-ästhetischen Themen zu widmen. "... Mit großem Interesse habe ich über die Änderung in Ihrer täglichen Bethätigung gelesen und ich kann nicht unterlassen Ihnen hierzu meinen Respect zu vermelden. Aus einem andern Grunde, wie Sie zunächst annehmen können: ich habe hierin meine eignen Anschauungen, die mir unbestreitbar geworden sind. Den Grund, den Sie anführen, halte ich für falsch. Verzeihen Sie! - Gewiß mußten Sie bald die Erfahrung machen, daß Sie kein geborener 'Journalist' sind, aber daß Sie sich nicht dafür eignen, gute Literatur zu schaffen - diese Annahme ist durchaus falsch. Vergönnen Sie mir die Behauptung auszusprechen, daß Sie Dinge des Geschmackes und der Bildung instinctiv sicher zu schätzen vermögen. Und diesem sicheren Instincte folgend sind Sie zu einer Lebensfassung gelangt die Sie so handeln ließ.
Meine Ansicht ist, daß es manches Gute in der heutigen Literatur oder in der Kunst im allgemeinen giebt, wenigstens Erträgliches, und das ist anzunehmen, daß wir Gutes noch erleben werden; somit wird also die eine Möglichkeit zur Kulturförderung geboten sein. Die andere aber, die Wertung der Bedürfnisse nach einer erhöhten Bildung, des Kulturgenießens, ist heute wenig beachtet. Und gerade diese ist ihrer Notwendigkeit nach die vornehmere. Wo uns die Zeichen nicht trügen, daß wir einer neuen Renaissance entgegengehen, so ist kein Zweifel, daß gerade die feinbegabtesten Naturen sich nicht dem Mittel, sondern dem Ziele zuwenden müssen ...". - Auch optisch schöner Brief.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 825)


Zuschlag
€ 550 (US$ 605)


Bendemann, Eduard
Brief Düsseldorf 1862

Los 2825

Bendemann, Eduard, Maler der älteren Düsseldorfer Schule, Professor der Akademien in Dresden und Düsseldorf (1811-1889). Eigh. Brief m. U. "E Bendemann". 4 S. Gr. 8vo. Düsseldorf 2.III.1862.

Wegen der großen deutschen Kunstausstellung in London ausführlich an einen Freund, an den er in seiner "Eigenschaft als hiesige Anmeldestelle für die Kunstsachen für die Londoner Ausstellung" eine dringende Bitte richtet: "... Ein Convolut von Zufälligkeiten ist Ursache, daß zwei Kupferstiche von [Joseph von] Keller nicht zur Ausstellung zu gelangen scheinen. Keller hatte sie angemeldet; der Verleger Buddeus desgleichen. Es schien sich so einrichten zu lassen, daß die bezeichneten Stiche nicht doppelt ausgestellt werden brauchten, indem sie von Buddeus angemeldet, doch nicht mit den übrigen Kellerschen Stichen zusammengehängt würden, was bei dem früher besonders fühlbaren Mangel an Platz erwünscht schien ...". Nachdem man aus Düsseldorf aber 3 Stiche nach belgischen Malern, die Buddeus ausstellen wollte, abgelehnt hatte, weil sie keine deutsche Kunst repräsentierten, weigere sich Buddeus auch, die beiden Blätter von Keller auszustellen. Dieser wiederum wolle nun, auch mit Rücksicht auf Buddeus, ebenfalls überhaupt nichts oder alles ausstellen, was auf seinen Namen angemeldet sei. "... Der einzige Weg, nachdem meinerseits Alles versucht ist, was ich hier thun konnte, ist der daß die bezeichneten Blätter: 1. Maria vom St. Apollinaris Berg, nach Deger. - 2. Regina Coeli (welche wie gesagt unter Buddeus Namen in den Katalog gehen sollen) auf Kellers Namen geschrieben werden ... Meine Bitte geht an Sie, daß Sie in London möglich machen, daß wenn der Katalog bereits präparirt wird, jene Umänderung zu veranlassen ... Wiegmann schreibt heut nach Berlin an unsere Commission; ich aber glaube einen wirksameren Weg einzuschlagen indem ich Sie privatim bitte, einige Zeilen in dieser Angelegenheit nach London schleudern [?] zu wollen ...". Erörtert ferner die Schuldfrage und die Befugnis der Kommission, etwas zu streichen oder nicht. - Gebrauchsspuren; kleine Faltenrisse.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Zuschlag
€ 200 (US$ 220)


Rabes, Max
Gästebuch Berlin 1895-1939

Los 2826

Berlin. - Rabes, Max, prominenter Berliner Maler, führender Orient-Maler seiner Zeit, Schüler Paul Graebs, reiste viel in Südeuropa, im Orient und in Afrika, begleitete 1898 Kaiser Wilhelm II. auf seiner Türkei- und Orientreise und später den Prinzen Kyrill von Bulgarien auf seiner Amerikareise, hochdekorierter Professor an der Berliner Hochschule der Künste (1868-1944). Sein Gästebuch. 68 Kartonbl., davon 79 S. beschrieben oder illustriert. (Tinte und Bleistift). Quer-folio (29 x 28 cm). Lederband d. Z. (Rückdeckel etwas fleckig) mit Goldprägung; der Vorderdeckel mit orientalischer goldfarbener Seide bezogen (an den Kanten etwas zerschlissen), die mit floralen Motiven und einem großen arabischen Schriftzeichen aus Golddrähten bestickt ist. (Berlin 1895-1939).

Interessantes Gästebuch, in dem das hohe Ansehen des Malers im kaiserlichen Berlin des Fin de Siècle dokumentiert ist. Auf 68 meist einseitig beschriebenen Blättern haben sich Hunderte von Persönlichkeiten aus der Haute volée der Berliner Gesellschaft eingetragen sowie zahlreiche Ausländer, die sich zu Gast in Berlin oder als Angehörige ihrer Botschaften hier aufhielten. Adel und Militär bilden einen Großteil der Beiträger, ferner einige Vertreter von Wissenschaft und Literatur. An Gelehrten sind zu nennen: die Ägyptologen Heinrich und Emil Brugsch, der Kunsthistoriker Adolf Glaser, der Literatur- und Theaterwissenschaftler Max Herrmann sowie der Kunstkritiker und Feuilletonist Ludwig Pietsch. Auch die Schriftsteller Julius Stettenheim ("Im Anfang schuf Gott den Humor", 1898), Max Kretzer, Paul Oskar Höcker, Olga Wohlbrück, Norbert Falck und Fedor von Zobeltitz haben sich eingetragen. Einige Bühnenkünstler wie der Operettenkomponist Julius Einödshofer oder die Schauspieler Wilhelm Arndt, Vilma von Mayburg und Anna von Strantz-Führing (Modell für die Germania-Briefmarken des Deutschen Reiches) sind anzutreffen. An Maler-Kollegen sind u. a. Ismael Gentz, Paul Graeb (einmontierte, signierte Bleistiftzeichnung) und Martha Gassner (ganzseitige elegante Federzeichnung mit einem Reiter) vertreten. Auch der Reichstags-Architekt Paul Wallot findet sich unter den Gästen. An Wirtschaft und Industrie erinnern die Namen Arthur Bleichröder und Krupp von Bohlen und Halbach (Mai 1914). Der Berliner Oberbürgermeister Robert Zelle war 1897 ebenso bei Rabes zu Gast. Eine größere Zahl von Angehörigen des preußischen und europäischen Adels füllt mit Beiträgen Rabes' Gästebuch. Es finden sich Grafen und Freiherren von Richthofen, Bredow, Winterfeld, Maltzahn, Jagemann (badischer Gesandter), Normann-Ehrenfels, Forstner, Bardeleben, Schack, Massow, Drigalski (General), François (General), Zalerski, Gersdorff, Prittwitz, Trützschler von Falkenstein, Dewall, Stein, Bentheim, Erdmann Graf Podewils, Leopold Fürst zur Lippe, Antoinette Prinzessin von Isenburg, Elisabeth Prinzessin von Sachsen-Altenburg, Elisabeth Großherzogin von Oldenburg, Adelheid Prinzessin von Sachsen-Meiningen sowie die Kaisersgattin Hermine (1930 und 19.III.1939, "vor der Heimfahrt nach Doorn"). Rabes' Mäzen Prinz Kyrill von Bulgarien trägt sich ein und schließlich auch ganzseitig König Boris von Bulgarien (16.VIII.1936). Bemerkenswert sind auch viele Vertreter asiatischer und orientalischer Staaten und Gebiete, darunter der chinesische (1930) und der persische Gesandte (1932) in Berlin sowie Oemer Faruk, Prinz des Osmanischen Reiches (1917). - Großer Querschnitt durch das "vornehme" Berlin im Verlauf von mehr als 40 Jahren.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Zuschlag
€ 750 (US$ 825)


Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums
27 meist illustrierte Postkarten

Los 2827

Berlin. - Unterrichtsanstalt des Königl. Kunstgewerbemuseums. Sammlung von 27 meist illustrierten Postkarten von Schülern oder an Schüler der Anstalt. Mit 22 Orig.-Feder- oder Bleistiftzeichnungen, Aquarellen, Gouachen und Lithographien. 1899-1909.

Meist vom Standort der Anstalt in Charlottenburg (auf einer Karte als Foto abgebildet) verschickte Karten mit Neujahrs- und anderen Glückwünschen sowie von Veranstaltungen ("Lumpenabend", "Tanzfest", Weihnachtsfeier etc.), versehen mit Karikaturen, Landschaften und Genrebildern. Einige Karten auch aus Schlesien verschickt. Hübsche Leistungsnachweise von Studenten der Gebrauchsgraphik und "Ehemaligen" dieser mehrfach umgezogenen Abteilung des hoch angesehenen Kunstgewerbemuseums.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Zuschlag
€ 220 (US$ 242)


Ernst, Max
Brief April 1933

Los 2828

Ernst, Max, Maler und Graphiker (1891-1976). Eigh. Brief mit U. "Max Ernst". In deutscher Sprache. 1 S. Blaue Tinte auf grau getöntem Papier. Gr. 4to. Paris, 26, rue des Plantes, 9.IV.1933.

An den Galeristen Krebs in Bern über den Verkauf eines Gemäldes an das Kunsthaus Zürich: "... daß Ihnen meine beiden Bilder gefallen haben, hat mir große Freude gemacht, und ich wäre nun froh, Ihren Besuch bei mir bei der nächsten Gelegenheit zu erhalten. Sagen Sie sich also, sobald sie in Paris sind, telefonisch an ... Ich lege Ihnen die gewünschte Quittung bei. - Ich habe Herrn Wartmann wegen des Waldes mit dem Käfig geschrieben, u. ich denke daß er sie demnächst aufzusuchen wird ...". - Es handelt sich wohl um das Gemälde "Käfig, Wald und schwarze Sonne" (1927). Wilhelm Wartmann (1882-1970) hat von 1909 bis 1949 das Kunsthaus Zürich geleitet.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Zuschlag
€ 600 (US$ 660)


Ernst, Max
Brief Dezember 1933

Los 2829

- Eigh. Brief mit U. "Max Ernst". 1 S. Blaue Tinte auf grau getöntem Papier. Gr. 4to. Paris, 26, rue des Plantes, 18.XII.1933.

In deutscher Sprache an den Galeristen Krebs in Bern über den Verkauf eines Gemäldes an das Kunsthaus Zürich: "... ich muß Sie leider wegen des anderen Bildes (Wald u. Käfig) nochmal in Anspruch nehmen. Herr Wartmann schrieb mir nämlich, er möchte daß man ihm das Bild zur Ansicht nach Zürich schicke. Ich hatte geglaubt, Zürich und Bern lägen so nahe beieinander, daß er einen Sprung hätte wagen können. Könnten Sie also den Versand veranlassen ...". - Es handelt sich vermutlich um das Gemälde "Käfig, Wald und schwarze Sonne" (1927). - 2 minimale Tintenwischer.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Zuschlag
€ 400 (US$ 440)



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