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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Christof Herzog zu Württemberg
3 Manuskript-Fragmente

Los 2798

Anhang: Württembergs Adel
Eine Sammlung aus dem 19. Jhdt. Meist mit den alten
Sammlungs-Umschlägen

Christof Herzog von Württemberg, der vierte regierende Herzog des Landes, in vieler Hinsicht verdienstvoll (1515-1568). 3 eigenhändige Schriftstücke. 3 Bl. Zus. 21/2 S. Kl. 8vo. O. O. (1554 und 1558).

Eigenhändige, nicht ganz leicht leserliche Antworten (Resolutionen) auf Anfragen von Stadträten zu verschiedenen Angelegenheiten: "Der Räth wnnderthenig bedencken, deren von Tutlingen begern erhehung des fleischkauffs, belang." - Der Herzog antwortet, dass dies sehr genau überlegt werden müsse, denn es sei dann aus verschiedenen Gründen eine allgemeine Teuerung zu befürchten. - "Der Ret ferner vnderthenig bedenckhen, Jörg Reitzen vonn ober Währingen, dem Abt zu Zwiefaltenn gehörig, betr." (1558). Der Herzog antwortet, dass er es bei seinem Dekret in der Angelegenheit des widerspenstigen Mönchs und der geschwängerten Frau belasse. - Beiliegend die Kopie einer Transkription des 19. Jhdts von zwei der Schriftstücke. - Ferner beigegeben ein Porträt des Herzogs, nach einem Gemälde in Punktiermanier gestochen von d'Argent (Blattgröße 30 x 21 cm).

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Zuschlag
€ 400 (US$ 440)


Ludwig III., Herzog von Württemberg
Eigenhänd. Schriftstück 1584

Los 2799

Ludwig III., Herzog von Württemberg (1554-1593). Eigh. Reskript m. U. (Paraphe). 2/3 S. 8vo. O. O. 19.II.1584.

Eigenhändige Resolution des Herzogs auf ihm vorgetragene "Bedencken Michel Jägern und Bernhardt Negele geweßne gevardj knecht uf dem Schloß hohen Urach, so ainannd alda geschlagen und deßwegen zum schwerdt verurtheilt worden, belangendt". Ludwig verkündet: "Ich hett gleichwohl, wohl Ursach die strenge, der gnadt fürzusetzen, Aber wie dem weyl baide Suplicanten alte Diener und sich Allezeytt weßentlich und wohl gehalten, darzu der stattlichen fürbitt und das Ihre freindt auch trewhertzige Underthanen, und Diener so wil Ich Ihnen allen zu knaden, den baiden forhafften das leben schencken, doch sol die Urtheil publiciert, und als dan die begnadigung durch den burvogtt der gestaltt anzeigt werden, das sie die wehr und offene geselschafften maiden, und dan ein verschreibung hinfüro sich wesentlich und wohl zuhalten ...". - Beiliegend eine Transkription des Textes aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. - Sehr selten.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Zuschlag
€ 400 (US$ 440)


Ludwig Friedrich, Herzog von Württ.-Mömpelgard
Brief-Fragment 1629

Los 2800

Ludwig Friedrich, Herzog von Württemberg-Mömpelgard (1586-1631). Schluß eines Briefes m. U. "Ludwig Friderich". 1/2 S. 4to. (Stuttgart) "In Conso Secreto" 26.I.1629.

An einen Kirchenrats-Direktor und Kirchenräte, die ihm einen Bericht liefern sollen, worauf dann entschieden werden könne, wie einem Supplikanten zu helfen sei. - Ludwig Friedrich, ein Sohn Herzogs Friedrichs I. von Württemberg (1557-1608) wurde 1617 der Begründer einer Seitenlinie des württembergischen Herrschaftshauses, indem er die linksrheinischen Besitzungen Württembergs übernahm. Nach dem Tod seines Bruders Johann Friedrich im Jahre 1628 wurde er als Vormund des erst 13jährigen Eberhard III. nach Stuttgart berufen. Im November 1630 kehrte er krank in seine Residenz Mömpelgard (Montbéliard) zurück, wo er im Januar 1631 starb. Das an der Burgundischen Pforte in Frankreich gelegene Mömpelgard gehörte seit 1397 zu Württemberg. - Kleine Läsuren am rechten Rand.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 132)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 88)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Eberhard III., Herzog von Württemberg
Zwei Signaturen

Los 2801

Eberhard III., Herzog von Württemberg (1604-1674). 2 aus größeren Schriftstücken abgetrennte Signaturen "Eberhardt H z. W". 2 fragmentarische Blätter. Stuttgart 29.II.(1634) und 19.XI.1667.

Dem Sammelstil des 19. Jahrhunderts entsprechende Fragmente, als sich der Autographensammler mit den Unterschriften der gewünschten Personen begnügte. - Als protestantischer Fürst hatten Eberhard und sein Land im Dreißigjährigen Krieg schwer zu leiden. Im Jahr 1629 - Eberhard stand noch unter der Vormundschaft des Herzogs Ludwig Friedrich von Mömpelgard - verlor Württemberg durch das Restitutionsedikt Kaiser Ferdinands II. etwa ein Drittel seines Territoriums. - Beiliegend eine ausgeschnittene Signatur seines Enkels, des Herzogs Eberhard IV. Ludwig von Württemberg (1676-1733), von 1719.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 132)


Zuschlag
€ 80 (US$ 88)


Carl II. Eugen, Herzog von Württemberg
Signiertes Rundschreiben 1762

Los 2802

Carl II. Eugen, Herzog von Württemberg, Schubarts und Schillers Landesherr (1728-1793). Gedrucktes Rundschreiben mit eigh. Signatur (Paraphe). 2/3 S. Folio. Stuttgart 5.V.1762.

An die leitenden Regierungsbeamten Württembergs, denen er ankündigt, "auf einige wenige Wochen eine Reise ausser Unsern Herzoglichen Landen zu thun". Sie mögen den Untertanen versichern, "daß, sobald Wir mit der Güte Gottes wiederum in Unserer Herzoglichen Residenz werden angelangt seyn, die gewöhnliche öffentliche Audienz-Täge ihren Fortgang haben werden, und wie bisher, also auch in Zukunft einem jeden Unserer lieben und getreuen Unterthanen frey und ohnbenommen seyn wird, sein Anliegen in Unsern Landes-Väterlichen Schooß auszuschütten ...". - Am oberen Rand etwas geknittert. - Beiliegend ein großes Porträt-Kupfer Carl Eugens, nach dem Gemälde von C. J. Schlotterbeck gestochen von J. F. Leybold, beide Stuttgarter Künstler (Blattgr. 34,6 x 21,6 ; dreiseitig beschnitten; 2 kleine Einrisse).

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Zuschlag
€ 140 (US$ 154)


Carl II. Eugen, Herzog von Württemberg
2 Briefe

Los 2803

- 2 Briefe m. U. "Carl H z W". Zus. 1 S. 4to und folio. Stuttgart 13.XII.1776 bzw. Hohenheim 28.VI.1789.

Der erste Brief (mit Adresse und Siegel) an den herzoglichen Ersten Bibliothekar, den Theologen und Historiker Johann Friedrich Le Bret (1732-1807), Professor an der Hohen Carlsschule und seit 1786 in Tübingen. "Beykommende 18 Bände, seind mir heuthe über Leipzig durch einen Ohnbekannten zugeschickt worden; einige davon werden meiner offentlichen Bibliotheck wohl anstehen, und haben Mir deßwegen Vergnügen verursacht." - Das zweite Schreiben ist nach Göppingen gerichtet. "Da Seine Herzogl. Durchlaucht den sogenannten langen Hans samt dessen Sohn von Pfarwiesen gn. sprechen wollen, so ertheilen Hoechstdieselbe dem Herzogl. Oberamt Göppingen gnädigst den Befehl, beyde gleichbalden allein hieher zu schiken ...".

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 220 (US$ 242)


Franziska, Herzogin von Württemberg
Brief 1793

Los 2804

- Franziska, geb. Freiin von Bernerdin, ab 1772 geschiedene Freifrau Leutrum von Ertingen und offizielle Mätresse Carl Eugens, ab 1774 Reichsgräfin von Hohenheim, seit 1785 Carl Eugens zweite Ehefrau, seit 1790 Herzogin von Württemberg (1748-1811). Brief m. U. "wohl Affectionirte Francisca HzWürttemberg". 1 S. 4to. Hohenheim 10.V.1793.

An den Magister Johann Eberhard Heinrich Scholl in Amsterdam, der der pietistisch geprägten Herzogin den zweiten Band seiner neuen, kommentierten Gemeinschafts-Übersetzung der Psalmen gesandt hatte, die 1792-1793 in drei Bänden in Halle erschien. Franziska bedankt sich ausführlich. "... Ein jedes vaterländische Produkt, besonders wenn der Name seines Verfaßers mir zum voraus auf einer vortheilhaften Seite bekannt ist, so dürfen Ew. Wolehrwürden überzeugt seyn, daß Ich Ihre mir mitzutheilen beliebte Psalmen-Übersetzung in dieser doppelten Rüksicht mit dem größten Wolgefallen aufgenommmen habe, und daß es Mir um so mehr daran gelegen ist, Sie Meines Dankes zu versichern, als Ich wegen des von Ihnen den vorigen Sommer erhaltenen ersten Bändchen Ihres Werks annoch im Rükstand gegen Sie bin. Endlich benüze Ich noch diese Gelegenheit, Sie zu versichern, daß Ich wie bisher, also auch in Zukunft, den lebhaftesten Antheil an Ihrem Schiksal nehmen werde ...". - Scholl wurde 1796 Diakonus in Sindelfingen. - Noch in demselben Jahr, nach dem Tod Carl Eugens im Oktober, mußte Franziska das Schloß Hohenheim verlassen und nach Kirchheim (Teck) umziehen. - Die Tinte etwas verblasst.

Schätzpreis
€ 220   (US$ 242)


Zuschlag
€ 160 (US$ 176)


Montmartin, Friedrich Samuel Reichsgraf von
Dekret 1770

Los 2805

- Montmartin, Friedrich Samuel Reichsgraf von, württ. Premierminister und Geheimratspräsident, rigoroser Steuereintreiber und Geldbeschaffer des Herzogs Carl Eugen (1712-1778). Dekret m. U. "Gr von Montmartin". 1 S. Quer- 4to. Stuttgart 20.IV.1770.

Befehl an die "Herzogl. Schulden Zahlungs Deputation": "Unsers Gnädigsten Herrns Herzogl. Durchl. hat der Closter OberAmtmann Landerer zu Lichtenstern unterthänigst vorgetragen, wasgestalten derselbe von seinem Amtsvorfahrer dem OberAmtmann Pistorio zur Wiederersezung der von dießem in ao: 1758 praestirten Campagne Gelder à 1200 Gulden belanget werde: Da nun Hochdieselbe den gewesenen Ober Amtmann Pistorius um dieser seiner Praetension willen von Herzogl. Schulden Zahlungs Cass befriediget wißen wollen; So hat die Herzogl: Schulden Zahlungs Deputation hiernach das weitere zu besorgen ...". - Der äußerst unbeliebte Minister, der zeitlebens das volle Vertrauen des Herzogs besaß, befand sich in ständigem Streit mit den Landständen, da er auf alle Art und Weise Gelder zu beschaffen versuchte, sich dabei bereicherte, aber die Bevölkerung, Kirchenbesitz und sogar die Landschaftskasse ausplünderte. - Kleine Randläsuren. - Selten.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 198)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Friedrich Eugen, Herzog von Württemberg
Eigenhänd. Brief 1771

Los 2806

Friedrich II. Eugen, Herzog von Württemberg, vorher höchst erfolgreicher General in Diensten Friedrichs des Großen, zuletzt Generalfeldmarschall (1732-1797). Eigh. Brief m. U. "Frederic Eugene Duc de Württemberg". In franz. Sprache. 1/2 S. Doppelblatt. 4to. Montbeillard (Mömpelgard) 3.IX.1771.

Eigenhändig an einen Rat. "Monsieur Le Conseiller Jeanmarie est prié de paier les 1500 florins ou 3272 livres ... que j'ai à recevoir pour l'année devolue de 8. de May 1770 jusqu'au 8. May 1771, pour Mon fils le Prince Charles, comme Ses Gages de Colonel des Gardes de Corps de Son Altesse Serenissime Monseigneur Le Duc Regnant de Württemberg, Mon très cher frère [d. i. Herzog Carl Eugen], à mon Secretaire Chambon qui a ordre de quittancer pour cette somme ...". - Darunter die Empfangsbestätigung von J. C. Chambon (16.XI.1771). - Schon 1753, nach seiner Hochzeit mit Friederike von Brandenburg-Schwedt, hatten die brandenburg-preußischen Stände Friedrich Eugen und seinen männlichen Nachfahren eine jährliche Unterstützung von 25.000 Gulden bewilligt. In Württemberg folgte er erst 1795, nach der zweijährigen Herrschaft seines Bruder Ludwig Eugen, auf den Herzogsthron. - Beiliegend ein (stockfleckiges) Porträtkupfer des Herzogs Friedrich Eugen (14 x 9 cm).

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)

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Friedrich I., König von Württemberg
Brief 1802 + Beilagen

Los 2807

Friedrich I., König von Württemberg, vorher Herzog und Kurfürst; hier noch als Herzog (1754-1816). Brief m. U. "Friderich". 1/2 S. Doppelblatt. 4to. Blaubeuren 24.X.1802.

An den württemberg. Geheimen Rat und Staatsminister Ulrich von Mandelsloh (1760-1827). "... Anliegende Bittschrift des Theater Bedienten Merker lasse Ich ihnen mit dem Auftrag gst. zugehen, den Supplicanten, weil er bey weitem nicht Aufmerksamkeit genug in seinem Dienst gezeigt hat, mit seinem Entschädigungsgesuch abzuweisen ...". - Beiliegend ein eigh. Schreiben Mandelslohs an einen Herrn mit der Frage, an welchem Tag dieser sein 50jähriges Amtsjubiläum feiern wolle (1808). - Ferner beiliegend ein Bericht (2 S. Folio. 31.XII.1802) des Oberamtmanns Scholl in Blaubeuren an den Herzog Friedrich, enthaltend die vorgeschriebene "Ernd-Tabelle" für 1802, betreffend die Hafer- und Dinkel-Ernte im Flecken Westerheim.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Zuschlag
€ 140 (US$ 154)



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