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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Möllendorff, Wichard Joachim H. von
Brief 1806

Los 2778

Möllendorff, Wichard Joachim Heinrich von, preußischer Feldmarschall (1724-1816). Eigh. Brief m. U. "Le Marechal Möllendorff". In französischer Sprache. 1 S. auf Doppelblatt. 4to. Berlin 10.XI.1806.

An einen nicht genannten französischen General, möglicherweise den Berliner Stadtkommandanten Pierre Auguste Hullin (1759-1841), kurz nach der Besetzung Berlins durch die Franzosen. Mit Dank für die Aufenthaltsgenehmigung für seinen Adoptivsohn und einen Major von Schlieffen: "Ou trouver les paroles pour Vous remercier cher Excellence, tant de la lettre gracieuse, que de la Permission, que ... mon fils adopté, si bien que le Major de Schlieffen peuvent rester ici. Mon coeur est penétré de vos bontés et jamais elles ne s'effaceront de mon coeur...".

Schätzpreis
€ 120   (US$ 132)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 88)

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Moltke, Helmuth Graf von
Billet 1881 + Beigaben

Los 2779

Moltke, Helmuth Graf von, preuß. Generalfeldmarschall, Chef des Generalstabs, Träger beider Klassen des Ordens pour le Mérite sowie weiterer 43 internationaler Orden; auch Schriftsteller, als genialer Stratege maßgeblich am Erfolg der drei deutschen Einigungskriege beteiligt (1800-1891). Eigh. Billet m. U. "Gr Moltke". 1/2 S. Gr. 8vo. Creisau 12.X.1881.

An seinen Neffen, General von Moltke. "Ew Hochgeboren beehre ich mich zu einer Treibjagt [!] Montag d 24 d M ganz ergebenst einzuladen. Rendezvous 9 Uhr ...". - Beiliegend ein auf Karton gewalztes Porträtphoto des Feldmarschalls (7 x 11,5 cm). Das von der Kunsthandlung Karl Schwalbe in Gotha vertriebene Photo zeigt den Grafen in Uniform, am Schreibtisch sitzend. - Ferner beiliegend ein eigh. Brief m. U. des Historikers Heinrich von Treitschke (1834-1896) an einen Herrn: "... Meine Vorlesungen über d. Gesch. d. pol. Theorien sind nicht gedruckt, und es wird jedenfalls noch Jahre währen bis ich dazu gelange, sie, wie ich wünsche, für den Druck auszuarbeiten ..." (Berlin 23.XI.1879).

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 132)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Moltke, Helmuth Graf von
Korrigierter Lebenslauf, Brief und Foto

Los 2780

- Eigenhändig korrigierte Biographie mit eigh. Begleitbrief und signiertem Photo. Zus. 22/3 S. Mit (defektem) Umschlag. 8vo, 4to und gr. folio. Bad Cudowa (Niederschlesien) 2.VI.1889.

An den Schriftsteller Dr. Karl Siegen, Mitarbeiter von "Spamers illustrirtem Konversations-Lexikon" in Leipzig. Die wohl in Siegens Handschrift abgefaßte, recht umfangreiche Biographie Moltkes für das Lexikon ist vom Feldmarschall mit diversen Streichungen und am Rand mit Änderungen und Korrekturen versehen worden. Oben am Rand, wohl von Siegens Hand, ein Vermerk: "Dieser Artikel ist in der Zeit vom 1. bis 2. Juni 1889 von Moltke eigenhändig corrigirt worden." - In Moltkes ebenfalls eigenhändigem Begleitschreiben heißt es: "... angeschloßen remittire ich den übersandten Artikel für das Spamersche Conversations Lexikon mit einigen kleinen Aenderungen. Die Photographie, welche Sie mir zusenden wollen, werde ich gerne unterschreiben. Leider bin ich hier nicht mit einer solchen versehen ...". - Die auf Karton gewalzte Photographie im Kabinettformat (Bildgröße 13,7 x 9,9 cm) ist 1886 nach dem Gemälde von E. Hader beim Photograph. Kunstverlag Sophus Williams in Berlin gefertigt worden. Sie ist auf dem Untersatzkarton eigenhändig signiert "Gr Moltke, Feldmarschall".

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Zuschlag
€ 500 (US$ 550)


Münchener Räterepublik
5 Dokumente

Los 2781

Münchener Räterepublik. 5 Dokumente. Zus. 8 Bl. München 1919-1920.

I. Vom Gerichtsschreiber beglaubigte maschinenschriftliche Abschrift des Todesurteils des Volksgerichts am Landgericht München gegen den Grafen Anton Arco-Valley wegen Mordes an dem bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner. 4 S. auf 4 Bl. Mit dem Stempel des Bayerischen Landgerichts München. Gr. 4to. Geheftet. München 3.II.1920. - Text der Urteilsverkündung vom 16. Januar 1920 mit Begründung und genauer Schilderung des Tathergangs. "... Graf Anton Arco-Valley, geboren am 5. Februar 1897 in Sankt Martin bei Ried in Oberösterreich, katholisch, ledig, Leutnant und Student, in dieser Sache in Untersuchungshaft, wird wegen eines Verbrechens des Mordes zum Tode und in die Kosten verurteilt. - Gründe: Am 21. Februar 1919 vorm. um 10 Uhr wurde der damalige bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner auf dem Wege vom Ministerium des Aeussern zur Eröffnung des neu gewählten Landtags unmittelbar nach dem Einbiegen in die Promenadestrasse hier von dem Angeklagten Grafen Arco Valley, der in der Person Eisners ein Unheil für Bayern und Deutschland erblickte, durch 2 von rückwärts und aus unmittelbarer Nähe in den Kopf abgegebene Revolverschüsse vorsätzlich getötet. Der Angeklagte führte die Tötung nach einem wohlbedachten Plane mit Ueberlegung aus ...". Besonders interessant sind die Schlußbemerkungen der Begründung: "... Von einer Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte konnte natürlich keine Rede sein, weil die Handlungsweise des jungen politisch unmündigen Mannes nicht niedriger Gesinnung, sondern der glühen[d]sten Liebe zu seinem Volke und Vaterlande entsprang und ein Ausfluss seines Draufgängertums und der in weiten Volkskreisen herrschenden Empörung gegen Eisner war, weil ferner der Angeklagte seine Tat in allen Einzelnheiten ohne jeden Versuch der Beschönigung oder Verschleierung mit offenem, edlem Mute in achtungsgebietender Weise als aufrechte Persönlichkeit eingestand." - Anders als etwa beim Kotzebue-Mord sahen sich die Richter zwar an das Gesetz gebunden, bezeigten aber offene Sympathie für die Tat und Hochachtung vor dem adligen Studenten.
II. 4 gedruckte Steckbriefe, erschienen als "Sonderblatt" Nr. 50 (13. Mai 1919), 53 (15. Mai), 69 (11. Juni) und 70 (12. Juni) des "Bayerischen Polizeiblattes"; jeweils mit Beschreibung und Porträt der mit Haftbefehl Gesuchten: Max Levien (20.000 Mark Belohnung), Ernst Toller ("Wegen Hochverrats", 10.000 Mark Belohnung), nochmals Max Levien (jetzt 30.000 Mark Belohnung) und Emil Männer ("Wegen Hochverrats"). - Seltene, aufschlußreiche Original-Dokumente aus den gewalttätigen Anfangswirren der Weimarer Republik.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 2.200 (US$ 2.420)


Niemöller, Martin
Brief 1952 + Beigabe

Los 2782

Niemöller, Martin, ev. Theologe, U-Boot-Kommandant und Pazifist, im 3. Reich führendes Mitglied der Bekennenden Kirche, im KZ interniert, später Präsident des Weltkirchenrates (1892-1984). Brief m. U. "D. Niemöller". 1 S. Gr. 4to. Wiesbaden 8.IV.1952.

An eine Dame in Frankfurt a. M., die ihn wohl wegen der öffentlichen Kontroverse um die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik angeschrieben hatte. "... Dass das gegenwärtige politische Spiel Sie anwidert und Sie in grösste Sorge versetzt und in Ihnen den Wunsch entstehen lässt, auf jeden Fall irgendwo anzupacken, verstehe ich nur zu gut. Ich bin ja augenblicklich in ähnlicher Weise gebunden, viel mehr als mir lieb ist, und kann mich aus dieser Situation auch nicht befreien, weil ich nicht weiss, was ich dann tun soll und was aus meinen Pflichten wird, die ich mir ja nicht selbst gesucht habe, sondern die mir zugewachsen sind. So verfüge ich persönlich denn über keinerlei Organisation, in der ich Kräfte anstellen und in Bewegung halten könnte; ich fürchte auch, dass es mit der Notgemeinschaft von Dr. Heinemann und Frau [Helene] Wessel immer noch nicht weiter ist, weil einfach vom Amerikaner und vom Bund und auch von den Kreisen der Besitzenden, die um ihr Geld bangen, keine Mittel zu haben sind ...". Empfiehlt ihr dennoch, "sich einmal vertrauensvoll an Dr. D. Heinemann zu wenden und die Frage, die Sie mir gestellt haben, ihm zu stellen ...". - Dabei: Gerhard Littmann, langjähriger Polizeipräsident in Frankfurt, SPD-Mitglied, während der Studentenunruhen ab 1968 stark umstritten und 1970 in den Ruhestand versetzt (1910-1973). Brief m. U. "Dr. Littmann". 1 S. Gr. 4to. Frankfurt a. M. 3.VII.1952. - An dieselbe. "... Mir war der Zeitungsartikel bereits bekannt. Bei dieser Zeitung handelt sich um ein kommunistisches Blatt, das von Herrn August Kuper in Frankfurt a. M. herausgegeben wird. Ich habe leider Herrn Kuper schon in der Zeit, bevor ich Polizeipräsident in Frankfurt a. M. war, und auch seitdem wiederholt durch Verbote seiner Veranstaltungen ärgern müssen, so daß er nicht allzugut auf mich zu sprechen ist. Diesem Unmut versuchte er nun durch den Zeitungsartikel Luft zu machen. Selbstverständlich handelt es sich dabei um eine bewusste Irreführung, denn diese 'Begrüssungsansprache' ist niemals gehalten worden ... Die Dienststellen der der Stadt Frankfurt a. M. und, ich glaube sagen zu dürfen, auch ein erheblicher Teil der Bevölkerung, wissen meinen Kampf gegen die kommunistischen Drahtzieher durchaus zu würdigen und wissen infolgedessen auch, was von solchen Artikeln zu halten ist. Jedenfalls habe ich nicht die Absicht, gegen Herrn Kuper vorzugehen ...". - August Kuper, dem kommunistischen Flügel der SPD, der "Sozialistischen Aktion" angehörig, gab eine Zeitschrift gleichen Titels heraus und agitierte gegen Wiederbewaffnung und Nato und verlangte die Zusammenarbeit von DDR und Bundesrepublik. Wegen Landfriedensbruch zu Gefängnisstrafe verurteilt, gelang ihm 1953 auf spektakuläre Weise die Flucht und die Übersiedlung in die DDR, wo er Leiter des "Zeitungswissenschaftlichen Instituts" wurde. - Die im ersten Brief erwähnte "Notgemeinschaft für den Frieden Europas" war 1951 vom späteren Bundespräsidenten Gustav Heinemann gegründet worden. Helene Wessel war die ehemalige Zentrums-Vorsitzende. - Zwei interessante Stimmungsbilder aus der Bundesrepublik im Jahre 1952.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 165)

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Nikolaus V., röm. Papst
Bulle 1449

Los 2783

Päpste. - Nikolaus V. (vorher Tommaso Parentucelli), röm. Papst (1397-1447-1455). Bulle. Latein. Handschrift auf Pergament. 1 S. Mit kalligraphischer Kopfzeile. Quer-gr. folio. Rom, "apud Sanctumpetrum" 7. Idus Martii (9.III.) 1449.

Umfangreiche Bulle, betreffend die strikte Einhaltung der Ordensregeln des Dominikaner-Ordens (fratres praedicatores), die ausführlich im einzelnen behandelt werden. Der eigentliche Urkundentext beginnt: "Adiutam laudabilem ac diversarum presertim sacrarum litterarum scientiam admirabilem, necnon virtutes alias plurimas ac opera fructuosa quibus religiosi ordinis fratrum Predicatorum etiam ad laudem et gloriam divini nominis fideique catholice conservationem et augmentum ac plurimorum fidelium animarum salutem continuo pollere noscitur ...". - Der diplomatisch geschickte und politisch erfolgreiche Papst brachte "bewußt die geistigen und künstlerischen Bestrebungen der Renaissance in die Kirche ein. Als Gelehrter und Literat pflegte er Umgang mit Wissenschaftlern und Humanisten und ließ zahllose griechische Autoren, Klassiker wie Kirchenväter, ins Lateinische übersetzen. Der lebenslang fast zwanghafte Bibliophile verwendete Unsummen auf die Sammlung und Abschrift von Manuskripten und war der eigentliche Begründer der vatikanischen Bibliothek ... Die Anregungen, die er der Renaissance gab, waren in Architektur und bildender Kunst gleich groß. Er unternahm nicht nur den Wiederaufbau zahlloser Kirchen, Paläste und Brücken in Rom, sondernd plante auch eine Verstärkung der römischen Befestigungsanlagen ... Zur Verschönerung seiner Bauwerke zog er herausragende Künstler heran" (Kelly, Lexikon der Päpste). - Ausschnitt (5,5 x 6 cm) der Initiale an der linken oberen Ecke; mehrere kleine Löcher mit geringfügigem Text- oder Buchstabenverlust; ohne das Bleisiegel.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Zuschlag
€ 2.700 (US$ 2.970)


Benedikt XIV., röm. Papst
Bulle 1755

Los 2784

- Benedikt XIV. (ursprünglich Prospero Lorenzo Lambertini), röm. Papst (1675-1740-1758). Bulle. Lateinische Handschrift auf Pergament. Mit 7 großen Inititialen (Blattwerk) in Federzeichnung. Quer-kl. folio. (Rom, Jan. 1755).

Recht umfangreicher Text: Päpstlicher Dispens, betreffend die Heirat von Charles Maurice de Bouret, Marquis des Poudenas, mit Jeanne Françoise de Gillet de Lacaze. Mit diversen Gegenzeichnungen päpstlicher Beamter. - Der im längsten Conclave der Neuzeit (6 Monate) gewählte Papst zeigte Reformgeist und großes politisches Talent; er schloß Konkordate mit mehreren Mittelmeerstaaten ab und stellte sogar ein gutes Verhältnis zu Preußen her, indem er als erster Papst dessen Königtum anerkannte. Entsprechend schlecht war lediglich sein Verhältnis zu Österreich. Benedikt war geistreich, ja gelehrt auf vielen Gebieten, so daß er sich auch die Achtung von Nichtkatholiken und Kirchenfeinden wie Voltaire zuzog, der ihm seine Tragödie „Mahomet“ widmete. - Ohne das Bleisiegel.

Schätzpreis
€ 280   (US$ 308)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Lehrbrief
der Metzger-Innung Passau 1782

Los 2785

Passau. - Lehrbrief der Passauer Metzger-Innung. Deutsche Handschrift auf Pergament. Mit 2 kalligraphischen Kopfzeilen in Schwarz und Gold, 10 mehrfarbigen Federzeichnungen und dreifarbiger Bordüre in Schwarz, Rot und Gold. Quer-gr. folio (34 x 52 cm). Passau, Mai 1782.

Von Joseph Puchmayr und Melchior Sigl als Zechmeister des Fleischhacker-Handwerks für den Gesellen Jakob Rothamer ausgestellte Urkunde über die erfolgreich absolvierte Lehrzeit. Noch ohne Unterschriften der Meister und mit freigelassenen Spatien für die einzutragenden Daten. Auffallend sind die großen Illustrationen in Grisaille-Manier im unteren Drittel, die berufstypische Motive zeigen: in der Mitte einen von zwei Hunden angegriffenen Stier, links davon eine angebundene Kuh und zwei Metzger (einer mit Fleischerbeil), eine Melkerin und zwei Weidekühe; rechts davon einen Metzger mit aufgespanntem Tierbalg, einen Kuhhirten und ein Ziegenpaar. - Ohne das angehängte Siegel; gefaltet; ansonsten prächtige Pergament-Urkunde mit bemerkenswert realistischen Illustrationen.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Zuschlag
€ 1.200 (US$ 1.320)


Proudhon, Pierre-Joseph
Brief 1850 an Arthur de Bonnard

Los 2786

Kapitalismuskritik aus dem Gefängnis
Proudhon, Pierre-Joseph, franz. Ökonom und Soziologe, Hauptvertreter des
solidarischen Anarchismus (1809-1865). Eigh. Brief m. U. "P. J. Proudhon". 3 S. Mit Briefkopf der Zeitschrift "La Voix du Peuple". Gr. 8vo. Paris, "Conciergerie" 9.III.1850.

Aus dem Gefängnis ausführlich an den sozialistischen Schriftsteller Arthur de Bonnard (1805-1875), der ein sozial-utopisches ökonomisches Projekt vorgeschlagen hatte und in die Praxis umsetzen wollte. Proudhon diskutiert das Vorhaben hier eingehend und kritisch. "... Je n'ai pu lire que hièr au soir votre projet de Caisse du Travail. C'est le Syndicat de production et consommation que J. Lecherallier voulait introduire dans la Banque du Peuple ... Un pareil projet demanderait à être longuement étudié, discuté et muri, et je suis pour le moment hors d'État de le faire ... . N'attendez donc pas de moi une opinion bien précise et longuement motivée ... Votre préambule, présenté sous forme de considérants, me paraît en contradiction avec l’épilogue. Il est assez peu logique de déclarer la guerre aux parasites du commerce, pour finir par un appel aux marchands, boutiquiers et industriels. Il serait bien plus sûr, à mon avis, de ne point parler de la trop grande multiplication des établissements de commerce, et de laisser au temps à éclairer désormais sur ce point le public. Chacun se croira menacé par votre manifeste, tandis qu’il faudrait, aujourd’hui surtout que nous prêchons la conciliation, rassurer tout le monde. Vous le pouvez sans faillir à vos principes, et avec bien plus d’avantages pour votre entreprise. En effet, tous les boutiquiers et marchands établis, peuvent et doivent même être considérés par vous comme les succursalistes responsables d’une immense société de Commerce, ayant pour objet la vente des produits ou matières premières, et conséquemment la mission de les mettre à portée de tous les consommateurs. C’est l’agglomération de population … qui multiplie les épiciers ; et c’est la stagnation des affaires et la misère des masses qui les ruine. Peut-être le nombre des magasins ne vous paraîtrait-il pas aussi excessif, si tout le monde gagnait de quoi vivre. … Si chacun en France pouvait s’acheter seulement une douzaine de chemises, cela ferait 36 millions de douzaines à fournir d’ici à deux ans : pensez-vous que le commerce des toiles, tel qu’il existe actuellement, ne peut pas être tout entier satisfait d’une pareille commande ? Raisonnez de même du vin, de la viande, de l’épicerie; et au lieu de vous tant préoccuper du soin de réduire le nombre des marchands, vous vous attacherez davantage à leur procurer de la clientèle. La réduction viendra plus tard : il faut commencer par la circulation. De ce point de vue, qui ne touche pas du reste à vos projets ultérieurs de simplification, vous pouvez, ce me semble, remanier votre plan, et y intéresser tous ceux qu’aujourd’hui vous avez l’air de vouloir combattre. Vous leur feriez entendre qu’il s’agit pour eux d’acheter, avec un léger prélèvement sur leurs bénéfices, une clientèle, un débit toujours plus considérable ; de telle sorte, par exemple, que si les bénéfices du commerce français sont, comme vous le dites de 2 milliards, le commerce, en se cotisant pour une subvention annuelle de 100 millions (un 20e des bénéfices nets), s’assurerait chaque année un accroissement de rentes qui lui laisserait un bénéfice bien supérieur. Cette idée maîtresse bien comprise, votre Société n’est plus qu’une société d’agence, bureau d’indication et renseignements, qui ne fait ombrage à personne, qui sert tout le monde, et dans les transactions qu’elle prépare ne fait que des satisfaits et jamais de mécontents. Les abus, qui dans ce moment vous choquent davantage, disparaîtraient ensuite d’eux-mêmes : vous auriez l’égal échange et le commerce véridique. En résumé, toute critique de l’ordre établi, si juste qu'elle soit, est bonne pour le journalisme, la tribune, on les lises, mais ne doit jamais de montrer dans un projet de société commerciale et industrielle ...". Wenn Bonnard seine Vorstellungen entsprechend modifizieren würde, dann wäre er, Proudhon, gern bereit, sich an dem Projekt zu beteiligen. - Schöner, gehaltvoller Brief, der einen wertvollen Einblick in die kursierenden sozial-ökonomischen Theorien und Ideen um die Mitte des 19. Jahrhunderts bietet.

Schätzpreis
€ 2.200   (US$ 2.420)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 1.980)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Lunatscharski, Anatoli
Brief in deutscher Sprache

Los 2787

Russland. - Lunatscharski, Anatoli, sowjetischer Kulturpolitiker, Volkskommissar für das Bildungswesen (1875-1933). Eigh. Brief mit U. In deutscher Sprache. 1 S. (Bleistift). Quer-4to. O. O. 17.VIII. [ca. 1930].

"Mein junger Freund, Ich werde mit Vergnügen Sie begegnen, aber nur nachdem ich etwas Erhohlung haben werde. Ich werde Ihnen dann schreiben. Wahrscheinlich in eine Woche werde ich im Stande ein kleines Gespräch mit Ihnen zu haben ...". - Anatoli Wassiljewitsch Lunatscharski war im nachrevolutionären Russland Volkskommissar für das Bildungswesen (Narkompros). 1917 von Lenin in diese Funktion berufen, hatte er das Amt bis 1929 inne. Er gilt als einer der bedeutendsten marxistischen Kulturpolitiker. Seine Urne wurde an der Kremlmauer beigesetzt.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 165)


Zuschlag
€ 100 (US$ 110)



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