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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Gentz, Friedrich von
Billet

Los 2767

Gentz, Friedrich von, dt.-österr. Politiker und Publizist, Staatstheoretiker, Berater Metternichs (1764-1832). Eigh. Billet m. U. "Gentz". 3/4 S. Doppelblatt. Kl. 8vo. (Wohl Wien um 1820).

"Ich bitte Sie, entweder heute Abend, oder, wenn sich ein Hinderniß finden sollte, Morgen früh zu mir zu kommen. - Gentz. - Dienstag 6 März".

Schätzpreis
€ 90   (US$ 99)


Zuschlag
€ 60 (US$ 66)


Granville, George L. - G., Earl
Brief 5. März 1872

Los 2768

Großbritannien. - Granville, George L.-G., brit. Staatsmann, mehrmals Außen- und Kolonialminister, einer der engsten polit. Freunde Gladstones (1815-1891). Brief m. U. "Granville". 2 S. auf Doppelblatt. (London) 5.III.1872.

An den Grafen Wolkenstein, den österreichischen Geschäftsträger in London, dem er die Zustimmung der britischen Regierung zu einem gemeinsamen Projekt anlässlich der Weltausstellung in Wien 1873 mitteilt: "I have the honor to acknowledge the Receipt of your Note of the 3rd ultimo, relative to the Participation of the Danubian Commission in the International Exhibition proposed to be held at Vienna, and I now beg, in reply to state to you, for the information of the Austro Hungarian Gouvernment, that Her Majesty's Government have had much pleasure in instruction Her Majesty's Commissioner to cooperate with the Baron de Schlechter with the above object, which, as Her Majesty's gouvernment understand, will be limited to matters in connection with navigation of the Danube".

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 110)

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Guldberg, Ove
Brief 1798

Los 2769

Hoegh-Guldberg (bis 1777 Guldberg), Ove, dänischer Theologe und Historiker, Hauptbeteiligter der Struensee-Affäre (1731-1808). Eigh. Brief mit U. In dän. Sprache. 1 S. Doppelblatt mit beschriftetem Respektblatt. 4to. Aarhus 9.I.1798.

Dänischer Brief, auf Blatt 2 eine lateinische Gratulationsepistel. - Bei dem Staatsstreich, mit dem Struensee am 17. Januar 1772 festgenommen wurde, bei seiner Hinrichtung und der Verbannung der Königin Caroline Mathilde war Guldberg führend beteiligt. Am 11. Oktober 1774 wurde er zum Geheimen Kabinettssekretär des Königs ernannt, am 14. Mai 1776 wurde er Staats- und Gemeinkabinettssekretär und am 22. November 1780 erhielt er den Titel eines Geheimrats. In den letzten Jahren vor seinem Tod war er Stiftsamtmann von Aarhus. - Wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 132)

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Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Hessen-Kassel
Reskript betreffend Gehaltserhöhung

Los 2770

Hessen-Kassel. - Friedrich Wilhelm I., der letzte Kurfürst von Hessen-Kassel, 1866 zur Freude der Untertanen von preußischen Truppen gefangengenommen und später abgesetzt (1802-1875). Urkunde m. U. "Friedrich Wilhelm". 1/2 S. Folio. Kassel 30.V.1856.

Das Jahresgehalt des Regierungsrates Mittler, "ordentlicher Referent im Ministerium des Innern", soll von 1000 auf 1200 Taler erhöht werden.

Schätzpreis
€ 100   (US$ 110)


Zuschlag
€ 60 (US$ 66)


Honecker, Erich
Manuskript "Politische Handlungen"

Los 2771

"die DDR ein Rechtsstaat"
Honecker, Erich, kommunistischer Politiker, SED-Generalsekretär, Staatsratsvorsitzender der DDR (1912-1994). Eigh. Manuskript m. U. "E Honecker". 5 1/4 S. Gr. 4to. (Moskau 1991).

"Politische Handlungen gelten international als absolutes Auslieferungshindernis ...". So beginnt das Manuskript, bei dem verräterischerweise zunächst das Wort "Delikte" für "Handlungen" stand und von Honecker mit neuer Tinte geändert wurde. Es handelt sich um den im Moskauer Exil niedergeschriebenen Entwurf einer Erklärung, mit welcher die Unrechtmäßigkeit des Auslieferungsersuchens der Bundesrepublik Deutschland dargestellt und somit Honeckers drohende Abschiebung international als völkerrechtswidrig gebrandmarkt und letztlich verhindert werden sollte. "... Dieses Recht nehme ich ohne Einschränkung in Anspruch. Es begründet hinreichend meinen Anspruch, nach dem Beschluß der Regierung der Russischen Föderation vom 15. November 1991, in ein Land meiner Wahl aus dem Territorium der R. F. ausreisen zu können. Das Ansinnen, nur nach Deutschland ausreisen zu können, ist völkerrechtswidrig. Die Regierung der BRD hat offen erkennen lassen, daß sie mit ihrem Auslieferungsersuchen politische Ziele verfolgt, das Ziel die politische und militärische Führung der Ex-DDR vor Gericht zu zerren, um mit 'dem Unrechtregime' abzurechnen ...". Versucht dann in einem historischen Exkurs darzustellen, daß seit 1945 die Innen- und Grenzpolitik Mitteldeutschlands und der DDR "von Moskau" diktiert, die Staatsgrenze auch von der Bundesrepublik anerkannt worden sei. "... Die jetzige Regierung der BRD hat keinerlei rechtliche Handhabe mit Hilfe ihrer Justiz Geschichte in ihrem Sinn umschreiben zu wollen. Die DDR konnte für sich ebenso wie die BRD für sich das Prädikat in Anspruch nehmen, ein 'Rechtsstaat' zu sein. Ihre gleichzeitige und gleichberechtigte Teilnahme an der Konferenz von Helsinki über Sicherheit und Zusammenarbeit Europas und die Unterzeichnung der Schlußakte sind nur eine Bekräftigung dafür ...". Im übrigen habe die DDR 1982 für ihre Grenztruppen die gleichen Waffengebrauchsbestimmungen eingeführt, "wie sie auch in der BRD Geltung haben ... Das Gesetz wurde nach verfassungsgerechter Prüfung durch mich, in meiner Eigenschaft als Staatsoberhaupt der DDR ... in Kraft gesetzt." - Nicht ohne Geschick, aber in der Argumentation letztlich inkonsequent und unglaubhaft, führt Honecker immer abwechselnd die Oberhoheit der sowjetischen Besatzungsmacht oder die anerkannte Souveränität der DDR für die Zustände an der deutsch-deutschen Grenze ins Feld. - Mit diversen Streichungen, Verbesserungen und Einschüben. - Gelocht; stellenweise gering fleckig. - Denkwürdiges Dokument einer Zeitenwende, viel unmittelbarer und bedeutsamer als so manche der kostspieligen Bemühungen um Berliner Mauergedenkstätten.

Schätzpreis
€ 6.500   (US$ 7.150)


Zuschlag
€ 7.000 (US$ 7.700)


Idstein im Taunus
Geburtsbrief 1681 für einen Barbiergesellen

Los 2772

Idstein (Taunus). - Geburtsbrief für einen Barbiergesellen. Deutsche Handschrift auf Pergament. 1 S. Mit kalligraphischer Kopfzeile und angehängtem Siegel in gedrechselter Holzkapsel. Quer-gr. folio. Idstein ("Itzstein") 8.VI.1681.

Von "Oberschultheis, Schultheis, Bürgermeister und Schöppen der Statt Itzstein" ausgestellter Geburtsbrief für den sich auf Wanderschaft begebenden Idsteiner Barbiergesellen Johann Balthasar Philgus, Sohn des gleichnamigen ehemaligen idsteinischen Gerichtsschreibers, jetzt aber hochgräflich Nassau-Saarbrückenschen Amtsschreibers und Organisten In Wiesbaden, und dessen Ehefrau Anna Elisabeth, geb. Kützel, aus Homberg. "... Nachgehents er dann von seinen Eltern (die er auch allen Christlichen Gehorsambs, wie einem frommen Kinde ansteht, verehrt) zur Forcht Gottes und allen Christlichen Tugenten, aufgefußet, und in der Schul, zu der Lateinischen Sprache, angehalten worden, biß er endlich die löbliche Barbierkunst zunftgemäs erlernet ...". Er sei auch in keiner Leibeigenschaft verhaftet, sondern eine "freyzügige Person", die von jedermann Respekt und Unterstützung verdiene. - Gefaltet; die Rückseite wie gewöhnlich angestaubt; sonst aber dekorative und einschließlich des Siegels gut erhaltene Pergament-Urkunde.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Zuschlag
€ 150 (US$ 165)


Johann Georg II., Kurfürst von Sachsen
3 Dekrete

Los 2773

Kursachsen. - Johann Georg II., Kurfürst von Sachsen (1613-1680). 3 Dekrete m. U. "Johann Georg Churfürst". Zus. 21/2 S. auf 3 Bl. Folio. Dresden 31.VIII., 7.IX. und 17.X.1657.

Jeweils Anweisungen an den Oberforstmeister Sebastian von Lützelburg, Holzlieferungen für Reparaturen an verschiedenen Bauten zu veranlassen. Über der Verfügung vom 17. Oktober hat z. B. der Zimmermeister Matthes Schuman am 18. september aufgeslistet, was er benötige: "Bauwholz zu reparirung des Silber Hammers vor dem Wülßdorffer Thore ist man bedürfftigk, alß: Eine starcke Wellen Eiche, Ein Kahn eiche zu zwey waßertrögen, ein Pfosten eiche zu Krümblingen vff die waßerrade, Drey Schwellen eichen zu Armen vnd Rigeln, Sieben brethbeume zu brettern ins Waßerbette p." Darunter verfügt der Kurfürst einen Monat später, dass die angeforderten Hölzer nach Anweisung des Oberforstmeisters v. Lützelburg "auf Dresdnischer Heyde" geschlagen und ohne Bezahlung verabfolgt werden sollen. Die anderen Verfügungn mit ähnlichem Inhalt. - Jeweils leicht gebräunt.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 660)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 440)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Leopold I., röm.-dt. Kaiser
Brief an die Stadt Wimpfen

Los 2775

- Brief m. U. "Leopold" (Tinte mit Goldstaub). 2 S. Doppelblatt mit Adresse und papiergedecktem Siegel. Folio. Wien 20.VII.1686.

An Bürgermeister und Rat der Stadt Wimpfen am Neckar. Teilt mit, dass sein bisheriger Schatzmeister und Steuereinnehmer Johann Georg Ladner von Ladenburg verstorben sei und daher künftig die jährliche "Statt-Steuer" von 100 Goldgulden an seinen Nachfolger Christoph Gudenus zu entrichten sei. Gegengezeichnet vom Vizepräsidenten des Reichshofrates und Reichsvizekanzler Leopold Wilhelm Graf von Königsegg (1630-1694). - Ordentlich erhalten. - Beiliegend ein schönes zeitgenöss. Porträt des Kaisers, gestochen von Heinrich Cause (Blattgröße 27,2 x 19,2 cm).

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Zuschlag
€ 150 (US$ 165)


Lohbauer, Rudolf
Brief 1846

Los 2776

Eine vormärzliche "Deutsche Zeitung" in Berlin
Lohbauer, Rudolf, freisinniger, oppositioneller Publizist des Vormärz, Verleger, Maler und Militärtheoretiker, Vorkämpfer für Pressefreiheit- und Meinungsfreiheit, aktiver Burschenschaftler, Redner beim Hambacher Fest, ging zweimal ins Schweizer Exil (1802-1873). Eigh. Brief m. U. "Lohbauer, Professor, künftiger Redakteur der Deutschen Zeitung in Berlin in der Leipzigerstraße 113". 11/2 S. im Anschluß an einen gedruckten Prospekt zur Gründung einer "Deutschen Zeitung" in Berlin. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 4to. Darmstadt 22.VII.1846.

An den Juristen, politischen Publizisten und Schriftsteller Karl Buchner (1800-1872) in Darmstadt. "... Noch besonders ermuntert durch die Herren Dr. [Eduard] Duller u. Buchhändler Jonghans wende ich mich an Sie, um Ihre correspondirende Mitwirkung zur Deutschen Zeitung anzusprechen. - Lesen Sie im Programm zwischen den Zeilen. Die Aufgabe des ganzen Unternehmens, die innere u. wahre greift über dasselbe hinaus. Die Zeitung soll u. muß wahrhaft unabhängig, ein ruhiger aber treuer Reflex der öffentlichen Meinung Deutschlands in Berlin werden, wie überhaupt ein guter Erolg von ihr zu erwarten ist. Regelmässige Berichte über hessische Zustände aus Ihrer Feder werden höchst willkommen sein ...". Im September sei er wieder in Berlin zu erreichen. - Das dem Brief vorangehende gedruckte Programm der neuen Zeitung, die ab 1. Oktober 1846 erscheinen sollte, ist (im Druck) von 10 durchaus seriösen prominenten Gelehrten und Verlegern unterzeichnet, darunter die Buchhändler Besser und Reimer, die Regierungsräte Kortüm, Brüggemann, Pertz, die Professoren Lachmann und Stahl sowie der Geh. Medizinalrat Lichtenstein und der Geh. Obertribunalrat Ulrich. Das Programm ist mit Bedacht vorsichtig und vage gehalten, läßt aber schon die politische Vormärz-Tendenz erkennen: "Es kann nichts geben in und außer Deutschland, das nicht zur Sprache gebracht werden sollte in den Spalten der Deutschen Zeitung. Wir wissen nichts zurück zu stellen, haben nichts zu verheimlichen. Recht gesagt läßt sich Alles sagen; aber Alles hat seine Zeit ...". - Diese vom preußischen Innenministerium konzessionierte "Deutsche Zeitung" in Berlin kam anscheinend nicht zustande; stattdessen wurde im folgenden Jahr von badischen Abgeordneten eine andere liberale Zeitung dieses Namens gegründet, die von Juli 1847 bis September 1850 erscheinen konnte.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Zuschlag
€ 340 (US$ 374)


Louise Margarethe, Prinzessin von Preußen
17 Briefe

Los 2777

Louise Margarethe von Preußen, Tochter des Prinzen Friedrich Karl, durch ihre Ehe mit Prinz Arthur, Duke of Connaught and Strathearn, Mitglied der britischen Königsfamilie (1860-1917). 17 eigh. Briefe m. U. "Louise Margarethe". Zus. ca. 73 S. 8vo und gr. 8vo. Poona, Farnborough, Surrey, Osborne House (Isle of Wight), Kildare und Dublin 1889-1900.

An ihre Schwägerin Louise Sophie von Preußen, geb. Prinzessin von Schleswig-Holstein-Sonderburg (1866-1952). Über Louise Sophies Verlobung und Hochzeit mit Margarethes Bruder sowie Berichte von verschiedenen Orten in England, Schottland und Irland über familiäre Neuigkeiten, Reisepläne und Bekanntschaften wie die Battenbergs. Ferner Glückwünsche zu Feiertagen, Dank für Geschenke, Empfehlung einer nach Berlin gehenden Klavierlehrerin etc. Mit einer Ausnahme alle Briefe mit gekröntem Monogramm. - Louise Margarethe hatte sich 1879 mit dem Duke of Connaught vermählt, einem Sohn der Königin Viktoria. - 2 Briefe wohl unvollständig.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Zuschlag
€ 900 (US$ 990)



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