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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Kapitel Autographen Musik, Theater und Film / Autographs Music, Theatre and Film (Lose 2469 - 2569) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Adam, Adolphe
4 Briefe

Los 2469

Adam, Adolphe, franz. Komponist, sehr erfolgreich mit komischen Opern, auch Lehrer am Pariser Conservatoire und Kritiker (1803-1856). 4 eigh. Briefe m. U. "Ad. Adam". Zus. 10 S. Kl. 8vo. Paris (ca. 1852) -1855.

An verschiedene Adressaten über Opern und Konzerte. I. "... on joue Samédi soir à l'Opéra National le petit Opéra dont j'ai raconté l'histoire dans mon feuilleton de Mardi. Je ne sais si tu as lu le dit feuilleton oů ja parle du Basson, instrument favori de mon ami Bomieu. Mon petit Opéra sera précédé d'une autre 1ère représentation ... J'espère donc que tu pourras me donner une heure pour entendre ce petit ouvrage, oů, à ton intention, j'ai prodigué le Basson ...". - Es handelt sich wohl um die Opern "La poupée de Nuremberg" (Text von de Leuven und Beauplan) und "Le fanfadet" (Text von Planard). - II. An eine Sängerin, der er Erfolg wünscht. Sie allein könne ein vergessenes Werk wiederbeleben. - III. An die Sopranistin Juana Rossi-Caccia, die er bittet, an einem Konzert mitzuwirken. "... "Le Directeur des concerts de Ste. Cécile, les plus beaux de Paris après eux du Conservatoire, Mr [François] Seghers, mon ami, me rie de te demander de chanter à son concert du Dimanche12 mars. Je te prie donc de lui faire une réponse favorable croyant que tu feras bien de chanter dans un concert oů l'on admet que des artistes de premier ordre ...". - IV. An einen Theaterleiter oder Regisseur; ausführlich über die Besetzung seiner Oper "Le muletier de Tolède" (Paris 24.XI.1855).

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

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André, Johann Anton
Brief 1822 an Simrock

Los 2470

André, Johann Anton, Komponist und Musikverleger (1775-1842). Brief m. U. "André". 2 S. Gr. 4to. Offenbach 28.VIII.1822.

Wohl an den Musikverleger Simrock in Bonn. "... Daß ich immer noch nicht die Umschreibungen des Mozartschen Conzertino vornehmen konnte, mag Ihnen zum Beweise dienen: wie ich überhaupt an meinen musikalischen Arbeiten beständige Störungen erleide. Bis zum nächsten Frühjahre hin soll aber das Conzertino umgeschrieben und gestochen seyn. Von den 4 Andante erhalten Sie beykommend einige Exemplare, welchen ich zugleich das Manuscript der Beethovenschen Andante und dasjenige Ihrer Missa beyfüge. Unsere kl. Geldangelegenheit hoffe ich im nächstem Frühjahr persönlich zu berichtigen, wo es mich ausnehmend freuen soll, die Ehre zu haben, Ihre nähere Bekanntschaft zu machen. - Wenn nur mit den Wiener Herren Musikalien Händler ein lebhafteres Geschäft anzuknüpfen wäre. - Alle wollen nur tauschen, und ich habe an hiesigem unbedeutendem Ort gar keine Gelegenheit etwas zu vertauschen, womit ich - da ich das Eingetauschte nicht auswärts in Commission senden kann - blos auf das benachbarte Frankfurt beschränkt bin, wo aber der Musikalienverkauf in keinem Vergleich mit demjenigen in Wien steht. Die Wiener Herren Verleger u. Händler könnten daher bey weitem mehr von meinem Verlage gebrauchen, als ich von dem ihrigen, allein bey 2-4 Exemplaren eines neuen guten Werks, die man ihnen einschikt, muß man gewärtigt seyn: die Hälfte davon zur Disposition gestellt zu erhalten. Dies macht mir es auch ganz unmöglich, von Wiener Komponisten viel herauszugeben, sie müßten denn einen allgemeinen Ruf haben, so daß auch der Absatz ihrer Werke mehr im Auslande, als im Inlande zu zählen ist. Ich mußte aus diesem Grunde, so leid mir es auch ist, Ihnen so manches Werk zurückgeben, was ich, bey nur einigem Absatze in Wien und den Oestreichischen Landen, gern verlegt haben würde ...". - Gebräunt.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 702)


Zuschlag
€ 550 (US$ 643)



Barbirolli, Sir John
Brief aus Berlin

Los 2471

Barbirolli, Sir John, britischer Dirigent und Cellist, Nachfolger Toscaninis als Leiter des New York Philharmonic Orchestra (1899-1970). Eigh. Brief m. U. "John Barbirolli". 2 S. Gr. 8vo. (Berlin März 1969)

An einen jungen Verehrer in Berlin. "... You have asked a very difficult question; & I will not attempt to answer it in writing. Perhaps we can have a word, when you come to one of the rehearsals. I am so very sorry to cannot see you to-day, but I have a tremendous amount of work to do on this, my only free day in Berlin, including all my rehearsal schedule with the Houston Symphony from Feb: 5 to April 5, & you can imagine what that means ...". - Auf Papier des Hotels Steinplatz in Berlin. - Barbirolli dirigierte am 8. März 1969 Mahlers 3. Symphonie mit dem Berliner Philharmonischen Orchester, ein legendäres Konzert, dessen Aufnahme noch heute im Handel reges Interesse findet. - Gelocht.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Zuschlag
€ 120 (US$ 140)


Bartók, Béla
Brief 1917

Los 2472

[*] Bartók, Béla, ungar. Komponist (1881-1945). Eigh. Brief m. U. "Bartók Bela". 1 S. Doppelblatt. Mit eigh. Umschlag. 8vo. Budapest 23.V.1917.

An Pongrác Kacsoh mit einer Empfehlung seiner Schülerin, der Musikpädagogin Stefania Szalay (1886-1964) in Oradea (Großwardein, Nagyvárad) als Lehrerin an der Musikakademie: "Igen tisztelt Föigazgató Ur! Nagyon kérem, meltóztássék e sorok átadóját, Fischerné Szalay Stefániát a városnal mint zongoratanáröt alkalmazni. Derék és szorgalmas tanitványom volt az akadémián, és eddigi nagyváradi müködése alatt mint pedagogus is kiváló eredményt mutatott fel ...". - Der ungarische Komponist, Pädagoge und Musikschriftsteller Pongrác Kacsoh (1873-1923) war einer der ersten, die Bartóks Talent erkannten und ihn förderten. Er schieb auch populäre ungarische Operetten. - Demény 345. - Schöner Brief.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.755)


Zuschlag
€ 1.000 (US$ 1.170)



Bartók, Béla
Brief 1930

Los 2473

[*] - Eigh. Brief m. U. "Bartók Béla". 1/2 S. Mit Umschlag (dieser nicht eigenhändig). Gr. 4to. Budapest 16.IV.1930.

An seine Schülerin, die Musikpädagogin Stefania Szalay (1886-1964) in Oradea (Großwardein, Nagyvárad) über einen Brief, über Gyuri Halmos und seine Schüler, die er empfiehlt; außerdem rät er zu einem Telefongespräch: "Igen tisztelt Nagyságos Asszony! Sajnos nevn volt módomban elöbb válaszolni levelére, ugy hogy Halmos Gyurit illetöleg talán túlkésön érkezik levelem. Szivesen meghallgatom tanitványait; de felvételre vonatkozólag biztosat csak akkor tudnék mondani, ha egészen rendkivüli tehetségekröl volna szó. Az elöjátszás idejét legjobb telefonon megbeszélni annak idején (lelefonom száma nincs a telefonkönyvben!) [...]" - Demény 551. - Knickfalten und kleine Randeinrisse.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 936)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Berlioz, Hector
Brief 1856 an Edouard Silas

Los 2474

Berlioz, Hector, franz. Komponist (1803-1869). Eigh. Brief m. U. "H. Berlioz". 2 S. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 8vo. O. O. 30.I.1856.

An den ihm befreundeten Komponisten und Organisten Edouard Silas (1827-1909), der in London lebte und sich erboten hatte, den - offenbar recht fehlerhaften - Druck englischer Ausgaben von Berlioz' Werken zu überwachen. "... Votre observation est fort juste, et je l'avait faite déjà. La correction de cette note est indiqué dans une épreuve que je renvoie aujourd'hui à Beale. Je vous recommande de toutes mes forces la recorrection des épreuves et le recevoi qui doit m'en ętre fait. C'est couvert de fautes de toute espèce, surtout dans les parties de chant. - Voyez l'exemplaire que je viens de corriger, et veillez à ce que le graveur fasse son devoir ... P.S. Je pars demain pour L'allemagne oů nous allons donner trois choses: L'Enfance du christ - [La damnation de] Faust - et Benvenuto [Cellini]". - Kanten und Faltenrisse unauffällig restauriert. - Berlioz besuchte u. a. Weimar, wo er einer von Liszt dirigierten Aufführung des "Benvenuto Cellini" beiwohnte. - Beigegeben ein eigh. Brief des italienischen Cello-Virtuosen und Komponisten Alfredo Piatti (1822-1901), gleichfalls an Edouard Silas gerichtet, mit Dank für den "prächtigen" Tabak, den er ihm geschenkt habe und der so inspirierend wirke. "... Est-ce bien vous, qui m'a envoyé le présent de ce magnifique tabac? - C'est délicieux, et pas cher (pour moi). Je vous prie de croire que quand mon âme et ma tęte seront énivré par le doux parfum de ma pipe, j'aurai toujours une pensée de gratitude pour vous ... Quand on a de si belles inspirations, ce n'est pas étonnant qu'on compose la musique comme la votre ...".

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.404)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 936)

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Brahms, Johannes
Musikal. Albumblatt

Los 2475

Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897). Eigh. musikal. Albumblatt m. U. "Joh. Brahms". Auf einer Karte mit Goldschnitt. 11,9 x 18,2 cm. O. O. (ca. 1892).

Die beiden Anfangstakte der Violinen (das Hauptthema) im 1. Satz von Brahms' Quintett für Klarinette, 2 Violinen, Bratsche und Violoncell in h-moll (op. 115), das 1892 im Druck erschien. - 1 Eckchen abgebrochen; geringfügig gebräunt; rückseitig Spuren ehemaliger Montage.

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.360)


Zuschlag
€ 7.500 (US$ 8.775)



Bruch, Max
Brief 1904

Los 2476

"Stimmungsdusel"
Bruch, Max, Komponist und Dirigent (1838-1920. Eigh. Brief m. U. "M. Bruch". 4 S. Auf illustriertem Briefpapier des "Hotels Royal" auf Capri, Gr. 8vo. (Capri) 27.III.1904.

Umfang- und inhaltsreicher Brief an einen Kollegen, dessen "freundschaftliche Theilnahme" ihn auf sehr angenehme Weise auf seiner ganzen Italienreise begleitet habe. "... Ebenso danke ich Ihnen herzlich für das sehr freundliche Geleitwort, welches Sie meinem op. 79 ["Suite für großes Orchester"] in die Oeffentlichkeit mit gegeben haben. Es heißt ja 'On revient toujours à ses premiers amours'. Das Volkslied war meine erste Liebe, und wie Sie sehen, ist es auch meine letzte. Ich habe schon 1862, als junger Mensch von 24 Jahren, 12 der herrlichsten Schottischen Volkslieder der Vergessenheit entrissen und sie publicirt - worüber sich damals u. A. Brahms ganz besonders freute; und jetzt, in meinem Alter, haben diese wirklich sehr schönen Russischen und Schwedischen Melodieen mir abermals an's Herz gegriffen, und meine Feder in Bewegung gesetzt. Denn das wahre Volkslied, in seiner rührenden u. unvergleichlichen Schönheit, Reinheit, Kraft und Innigkeit ist und bleibt der Jungbrunnen aller wahren Melodik, aus dem wir alle immer wieder schöpfen müssen, um unsern Sinn zu erfrischen und zur Natur hinzulenken. Aber - was heutzutage auf diesem Gebiet erfunden wírd, ist denn doch m. E. recht dürftig neben den herrlichen ältern Volksliedern aller Nationen! - Die moderne Musik löst sich eben immer mehr in Stimmungsdusel auf; ein starker melodischer Kern (die Hauptsache von allem!) ist gar nicht mehr vorhanden - weil den Herren keine herzbewegenden Melodieen mehr einfallen!! ... Vielleicht interessiert es Sie, zu hören, daß Steinbach auf dem diesjähr. Niederrh. Musikfest in Köln meine, Ihnen wohlbekannten, doppelchörigen Messensätze op. 35 aufführen will. Ich freue mich sehr darüber! ...".

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Zuschlag
€ 300 (US$ 351)


Busoni, Ferruccio
Foto mit Widmung

Los 2477

Busoni, Ferruccio, ital. Komponist, Pianist und Musikpädagoge, lebte lange in Berlin (1866-1924). Porträtfoto mit eigh. Widmung u. U. "Ferruccio Busoni" auf dem Untersatzkarton. Kabinett-Format (16,5 x 10,5 cm). Wien 1908.

"An seine treue Schülerin Berta Engel herzlich Ferruccio Busoni". Die Aufnahme des Berliner "Kunstateliers Wertheim" zeigt den Musiker im Sessel vor einer Bücherwand sitzend, en face, ein großes Buch auf dem übergeschlagenen Knie, eine Zigarre in der Hand. - Die Pianistin Berta Engel (auch Engel-Miller) nahm 1917/18 an Schönbergs Kursen an der Schwarzwaldschule teil, wo sie die Kurse Harmonielehre und Kontrapunkt belegte. - Leichte Beschabungen am linken und rechten Rand der Fotografie.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Zuschlag
€ 360 (US$ 421)



Busoni, Ferruccio
Brief an Gottschalg + Beigabe

Los 2478

- Eigh. Brief m. U. "Ferruccio Busoni". 2 S. auf 2 Bl. 4to. (Weimar 1900 oder 1901).

An den Weimarer Hoforganisten Alexander Wilhelm Gottschalg (1827-1908), einen engen Freund Liszts, dem er drei Werke widmete. "... Wir, nämlich Herr Da Motta [der portugiesische Pianist und Komponist José Vianna da Motta, 1868-1948] und ich, beabsichtigen eine kleine musikal. Feier zu Liszts Todestag zu veranstalten. Unter anderem soll Heroide funèbre u. Faust Symphonie zu 2 Clavieren gespielt werden. Dürften wir Sie dazu freundlichst im Tempelherrenhause einladen und zugleich Sie um gütige Überlassung der Noten auf 2 Wochen bitten? - Von den Heften, die ich von Lisztschen Clavierwerken bei Ihnen zurücklegte haben Sie die folgenden in doppelten und mehrfachen Exemplaren [zählt 6 Titel auf] ... Ich erlaube mir Ihnen dafür 50 Mk zu offeriren, wobei ich Ihnen noch herzlichst verpflichtet bleibe ... also warum Ihre edle Künstlergesinnung verläugnen und mir diese große Freude im Andenken an den lieben und gewaltigen Meister vorenthalten? ...". Da gottschalg Liszt auch bei der Herausgabe von Kompositionen half, nannte dieser in einmal seinen "Fahnen- und Fackelträger". Auch meinte Liszt angeblich: "Wenn ich einmal selbst zur Legende geworden bin, wird Gottschalg mit mir fortleben". - Dabei: José Vianna da Motta, Pianist und Freund Busonis, spielte dessen Werke (1868-1948). Eigh. musikal.Albumblatt m. U. Kl. 8vo. Lissabon 8.XII.1894. - "Allegro vivace". 5 Takte aus seiner 3. Portugiesischen Rhapsodie, hier gewidmet D. Iracema Gusmaraes. - Etwas vergilbt; verso Montagespuren.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 526)


Zuschlag
€ 350 (US$ 409)



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