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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Kapitel Autographen Bildende Kunst / Autographs Fine Arts / Autografi Belle arti (Lose 2437 - 2468) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Alechinsky, Pierre
Briefkarte 1988

Los 2437

Alechinsky, Pierre, belg. Maler (geb. 1927). Eigh. Briefkarte m. U. "Pierre". 1 S. (Bleistift). Quer-8vo. Bougival 20.IV.1988.

An eine deutsche Ausstellungsleiterin. "... merci pour votre lettre du 23 mars. Je garde un excellent souvenir de ces journées au Kunstverein. J'ai bien reçu aujourd'hui le paquet de catalogues ... Je vous prépare une estampe pour l'automne prochain ... Il serait bien d'envoyer les extraits de presse au Guggenheim ...".

Schätzpreis
€ 120   (US$ 140)


Zuschlag
€ 130 (US$ 152)



Baluschek, Hans
Brief 1923

Los 2438

Baluschek, Hans, Berliner Maler und Illustrator mit sozialkritischem Engagement, Mitglied der Berliner Secession (1870-1935). Eigh. Brief m. U. "Hans Baluschek". 2 S. auf 2 Bl. Mit Umschlag. 4to. Berlin-Schöneberg 24.IX.1923.

An den Wiener Lehrer und Schriftsteller August Eigner (1884-1951), der wegen eines Projektes mit öffentlicher Bild- und Ton-Vorführung angefragt hatte. "... Der Inhalt hat mich sehr interessiert, und ich würde mich freuen, wenn ich für Ihre Zwecke einiges hergeben könnte. Das Beste wäre natürlich, man könnte sich mündlich einigen vor dem Material in Zeitschriften, an Photographien u. s. w. ... Nun habe ich einen Cyclus von 12 Kohlekartons 'Opfer', der das Elend der Grossstadt in Bildern darstellt, die auf vielen Ausstellungen tiefsten Eindruck gemacht haben. Von diesen 12 Bildern müssen aber erst Platten angefertigt werden. Das ist ein recht kostspieliges Vergnügen! Eine Plattengrösse 12/15 cm. würde ausreichen. Sollte Ihnen und Herrn Herbst dieser Cyclus für Ihre Absichten passen - ich betone, er ist nur tragisch! - so könnte ich Ihnen nur teilweise gelungene Photographien senden, die für Diapositive kaum geeignet sind. Die notwendigen Neuaufnahmen würden zu Ihren Lasten gehen. Zugleich würde ich um gefl. Auskunft bitten, für welche Zwecke und vor welchem Publicum diese Bild- und Tonwerke aufgeführt werden. Sind sie als proletarische Angelegenheit in Scene gesetzt? ...".

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Zuschlag
€ 340 (US$ 397)


Behmer, Marcus
Konvolut Briefe und Postkarten 1951

Los 2439

Behmer, Marcus, Graphiker, Illustrator und Buchgestalter (1879-1958). Konvolut von 2 eigh. Briefen und 3 eigh. Postkarten m. U. "MB". Zus. ca. 6 S., eng beschrieben. Gr. 8vo und quer-8vo. Berlin-Charlottenburg 28.VI. - 10.XII.1951.

An den ihm befreundeten Rudolf Springer, Inhaber einer renommierten Galerie im Berliner "Maison de France" am Kurfürstendamm. Ausführlich und mit teils bitterer Ironie über eine Behmer-Ausstellung und sein nicht ganz konfliktfreies wirtschaftliches Verhältnis zu Springer. "... Selbstverständlich würde ich, möchte ich - allein auch schon aus Freundschaft für Heinz T. - an der Eröffnungs-Feier seiner Ausstellung teilnehmen. Noch aber kann ich nicht voraussehen, ob mein leidender Leibes-, Geistes- und Seelen-Zustand ... mir eine so unsäglich anstrengende, so teuflisch-unheimlich-nokturne Expedition erlauben wird. (Fein gekleidet könnte ich keinesfalls erscheinen - in der so feinen Maison de France) ..." [28.VI.1951]. Im September beklagt er sich über Probleme der Finanzierung einer geplanten Behmer-Ausstellung und über nicht gehaltene Zusagen Springers: "... Als Du dann am Sonntag bei Marceau ... auf meine Frage ... nicht zu sprechen kamst, war ich - wie Du verstehen wirst - ein bißchen (oder ziemlich) traurig. Später sagte ich mir dann aber, Du habest, als Du mich in der Tribüne sahst, mit meiner Freundin, daraus vielleicht den Schluß gezogen, daß meine schwere Geld-Not wohl 'irgendwie' behoben sei, und unsere Korrespondenz über den eventuellen Ankauf eines Blattes also - mindestens für den Augenblick - gegenstandslos. (Denn, daß meine Freundin mich von ihren durch Hungern ersparten Groschen zu Marceau mitnahm, - das konntest Du freilich unmöglich wissen [26.IX.1951] ... Als bescheidenes Zeichen meiner großen Dankbarkeit dafür, daß Du gewagt hast, Dich durch meine Ausstellung zu kompromittieren (und zu ruinieren), schenke ich Dir hiermit ausdrücklich und unwiderruflich das kleine Selbstportrait, das Du schätzest und gerne haben wolltest. - Mme und Mr. Jean Coupy (Paris Bar), zu denen mich gestern Abend der Hunger trieb, gaben mir, Gott sei Dank, auf Pump zu essen (inkl. 8 Zigaretten u. ein Tel.-Gespräch). - Zur eventuellen Fortsetzung unserer unterbrochenen Korea-Waffenstillstands-Preise-Fortsetzungs-Halsabschneiderei-Verhandlungen werde ich mir erlauben, an- oder unangemeldet zu Dir zu kommen, sobald es mir gelungen sein wird, das Geld für die Hin- (und auch die Rück-!!) Fahrt aufzutreiben. - Wie gut, daß meine Sachen bei Dir und nicht bei mir sind: vor 40 Jahren verbrannte ich - an einem Sonntag Mittag, völlig nüchtern im Grunewald wohnend, über der Flamme des Gasherdes sämtliche Originalzeichnungen zu Balzac's 'Mädchen mit den Goldaugen' (Insel-Verlag 1905). Nur je zwei gegenüberliegende Ecken jedes Blattes ließ ich unverkohlt (jeweils mit meiner Signatur), u. schickte diese Reste mit der Papier-Asche an Anton Kippenberg (nach Leipzig), der erst geschrieben hatte, er wolle diese Originale kaufen, dann aber, als ich sie ihm persönlich nach Leipzig brachte, den Ankauf ablehnte. - Über die Asche hat er sich riesig gefreut ... u. mir entsprechend geschrieben. - Wertlose Dinge (75.- DMW) gehören verbrannt! ..." [23.X.1951]. - Aufschlußreiche Einblicke in die immer schwierige, im Alter jedoch besonders prekäre Lebenssituation und wirtschaftliche Lage des Künstlers in Berlin.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 936)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 702)

(Verfügbarkeit erfragen!)

Bill, Max
Brief 1948 + Beilagen

Los 2440

Bauhaus. - Bill, Max, Schweizer Architekt und vielseitiger Gestalter auf allen Gebieten der bildenden Kunst, 1927-1928 Bauhaus-Schüler, später Lehrer an mehreren Hochschulen, darunter Zürich und Hamburg, dreimaliger "documenta"-Teilnehmer (1908-1994). Brief m. U. "Max Bill". 11/2 S. Mit Umschlag. Gr. 4to. Zürich 29.V.1948.

An den Orientalisten, Philosophen und Religionshistoriker Gerbrand Dekker (1882-1964) in Ascona. Gratuliert ihm zum Einzug ins neue Heim (auch wenn ihm dieses als Architekt nicht hundertprozentig gefalle) und kommt dann auf ein Mondrian-Bild zu sprechen, das er Dekker abkaufen möchte. "... ich fürchtete ..., dass Sie vielleicht dafür mehr haben müssten als meine oberste grenze wäre, die ich dafür ausgeben könnte. denn meine einnahmen schwinden je länger je mehr, und die ausgaben steigen, vor allem durch alle möglichen unterstützungsbedürftige mitmenschen, die einem heimsuchen und nicht nur die zeit, sondern auch das geld aufbrauchen. den betrag von fr. 1000.- kann ich aber gerade noch auslegen für etwas das mir spezielle freude macht und mich gleichzeitig davor hindert diesen betrag für mich nutzloser auszugeben ... ich bin zur zeit voller arbeit und pläne. unter anderem habe ich eine berufung als direktor der amsterdamer kunstgewerbeschule. im kommenden monat werde ich in darmstadt eine reihe von gastvorlesungen an der technischen hochschule halten. in berlin habe ich nächsten, in stuttgart in übernächsten monat je eine ausstellung meiner grafischen blätter. beiliegend finden Sie noch eine foto meiner letzten fertiggestellten plastik, die weder einen innen-, noch einen aussenraum hat, aus einer einzigen, einseitigen fläche besteht und nur eine einzige begrenzung hat. (dreiteilige einheit, 1948) sie hat noch eine andere eigenheit, die grundform ist auf dem pythagoräischen dreieck aufgebaut. in dieser weise habe ich eine ganze reihe von plastiken zur zeit unterwegs. ich persönlich habe den eindruck ich hätte fortschritte gemacht ...". - Diese Fotografie (10,5 x 7,5 cm) liegt hier bei und ist von Bill auf der Rückseite eigenhändig beschriftet: "max bill zürich, 'dreiteilige einheit' 1948, h = 130 cm".

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Zuschlag
€ 100 (US$ 117)



Boze, Joseph
Brief 1824

Los 2441

Boze, Joseph, franz. Hofmaler, vielbeschäftigter Porträtist, aufgrund seines Eintretens für Marie Antoinette vom Revolutionstribunal inhaftiert, nach Robespierres Tod freigelassen, so daß er nach England emigrieren konnte, ab 1798 wieder in Paris (1745-1826). Eigh. Leumundszeugnis m. U. "Boze peintre du Roi, pensionnaire de S. M". 11/4 S. 4to. Paris 20.III.1824.

Ausführliches, durch autobiographische Mitteilungen ergänztes Zeugnis für Rosalie de Lamorlière, die nach Ausbruch der französischen Revolution als Köchin in der Pariser Conciergerie arbeitete, wo die Königin Marie Antoinette inhaftiert war. Rosalie habe die unglückliche Königin stets ehrenhaft und respektvoll bedient. "je soussigné, ci devant peintre de S. M. Louis XVI, atteste et et certifie que j'ai parfaitement connu, il y a 30 ans dans la maison d'arrèt de la conciergerie, au palais de justice (ou j'étais prisonnier pour mes principes Royalistes) la demoiselle Rosalie de Lamorlière, native de picardie. Cette excellente fille, alors agée d'environ vingt cinq ans, était cuisinière chez la concierge; et en cette qualité, elle faisait la nourriture et le lit de l'infortunée Reine marie Antoinette; lorsque cette princesse fut transferée du temple à la prison du tribunal Revolutionnaire, Rosalie, malgré des tems devenus si mauvais avait conservé un coeur honnête et les meilleurs sentimens. Le Respect qu'elle montrait à l'auguste prisonnière toutes fois qu'elle venait dans son cachot pour la servir, et la consternation qu'elle laissa voir sur son visage lorsque la Reine fut condamnée ... de sorte que toutes ces personnes grossières ne Nommaient plus Rosalie que Mamzelle Capet ...". Schildert dann das weitere Leben der Rosalie und erwähnt, dass seine ältere Tochter (Fanny)sie gemalt habe, als sie ihren Vater Joseph Boze im Gefängnis besuchte. - Mit kleinem Aufkleber der "Rawlins Collection" historischer Dokumente. - Beiliegend eine englische Übersetzung des Schriftstücks. - Boze, der Ludwig XVI. und viele andere französische Adlige des Ancien Régime porträtiert hatte, gewann auch die Gunst Ludwigs XVIII., der ebenfalls sein Bildnis bei ihm bestellte. - Sehr selten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 234)

(Verfügbarkeit erfragen!)

Cornelius, Peter von
Brief 1842

Los 2442

Cornelius, Peter von, Maler, Hauptvertreter des Nazarener-Stils, wirkte hauptsächlich in München und Berlin (1783-1867). Eigh. Brief m. U. "P. Cornelius". 1 S. Gr. 8vo. Berlin 23.VII.1842.

An einen Freund. "... da ich meiner Gesundheit halber noch eine Zeit lang mich zurück halten muß, so bitte ich Ihrer Königl. Hoheit mein großes Bedauern ausdrücken zu wollen, verhindert zu sein meine Aufwartung hoch denenselben machen zu können. Die Zeichnung aber vertraue ich Ihrer Güte an, und bitte Sie Ihrer Königl. Hoheit gefälligst vorzulegen ...". - Nach dem Zerwürfnis des Malers mit dem bayerischen König Ludwig I. war Cornelius nach Berlin übergesiedelt, wo ihn König Friedrich Wilhelm IV. mit der künstlerischen Ausgestaltung des im Bau befindlichen neuen Doms und der zugehörigen Friedhofshalle (vom König gern "Campo Santo" genannt) beauftragte. Da aber weder der Dom, noch der Campo Santo zur Vollendung gelangte, kamen die Entwürfe, an denen Cornelius Jahrzehnte gearbeitet hatte, schließlich nicht zur Ausführung. - Etwas gebräunt.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Zuschlag
€ 120 (US$ 140)


Dix, Otto
Brief 1951

Los 2443

[*] Dix, Otto, Maler und Graphiker (1891-1969). Eigh. Brief m. U. "Otto Dix". 22/3 S. Gr. 4to. O. O. 11.IX.1951.

An eine Dame, die zwei Bilder ("Veronika" und "Frühling") von Dix erworben und den Künstler um Beratung bezüglich der geeigneten Rahmen gebeten hat. Er gibt ihr Auskunft, auch über die Bilder selbst: "... Für Bild Veronika schlage ich Altgoldrahmen möglichst echt Gold vor, gegen das Bild kann ein 1 cm breites weißes Rändchen stehen [folgt eine Federzeichnung mit vorgeschlagenem Profil des Rahmens] ... Für das Frühlingsbild das gleiche Profil, Farbe: Altsilber (Silber oxydiert) daß der Gesamtton grausilber ist. - Das Thema Heilige Veronika bearbeite ich schon seit 1943 in Bildern und Lithos, so daß ich das Thema 4 x als Bild, 4 x als Lithografie gemacht habe. Die Bilder sind selbstverständlich völlig verschieden voneinander sowohl in Farbe als in Komposition. Das größte der Bilder 115 x 130 ist im Rheinland, es ist rosa und blau. Hier steht noch eine Fassung: schwarz, grau, wenig grün. Das Bild, welches Sie besitzen, ist das letzte. 3 Lithos behandeln das Schweißtuch allein - Das Frühlingsbild spricht wohl für sich allein, und da es unproblematisch ist, kann man auch nichts darüber sagen. Es lebt wohl hauptsächlich durch die Reinheit der Farbstellung ...".

Schätzpreis
€ 350   (US$ 409)


Zuschlag
€ 320 (US$ 374)



Gaul, August
Brief 1908 an Ludwig von Hofmann

Los 2444

Gaul, August, Bildhauer und Graphiker, hervorragender Meister der Tierplastik (1869-1921). Eigh. Brief m. U. "Aug. Gaul". 1 S. 8vo. Darmstadt, Hotel "Hess", 16.V.1908.

An den Maler Ludwig von Hofmann wegen einer bevorstehenden Ausstellung in Darmstadt. "... Bin nochmal auf einen Tag zurück in Darmstadt und wir haben heute mit Ihren Bildern ausprobiert. Es ist wohl schon ein Brief deshalb an Sie abgegangen, doch möchte ich auch selbst noch Ihnen schreiben, daß ich die Überzeugung habe, daß Sie den vorgeschlagenen Platz annehmen können ...". - Dabei: Ludwig von Hofmann (1861-1945). Eigh. Postkarte m. U. "Ludwig v. Hofmann". 1 S. Dresden 4.XI.1928. - An den Dresdener Kunstsammler Hermann Müller, dem er für "die Einzahlung von M. 410" auf sein Postscheck-Konto dankt. "... Ich bestätige Ihnen, daß somit Alles beglichen ist ...". Müller hatte offenbar ein Bild von Hofmann erworben.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 210)

(Verfügbarkeit erfragen!)

Gilles, Werner
Brief 1944

Los 2445

Gilles, Werner, Maler und Graphiker (1894-1961). Eigh. Brief m. U. "Werner Gilles". 1 S. Gr. 4to. Vöcklabruck (Österr.) 9.IV.1944.

Mit künstlerischen Visionen gefüllter Brief an einen Herrn Degenhardt, dessen Brief ihn gerade erreicht habe. "... Draußen ist Alarm. Dazu der verhangene Ostermorgen und die Hoffnung, bald Ihr neues Buch zu sehen, dessen Thema mich so sehr interessiert. Vielen Dank für Ihren Rat, mich in Wien bei Ihrer Gattin zu melden, um doch noch etwas sehen zu können in dieser verarmten Zeit, d. h. das stimmt nicht ganz, die Wände sind leer geworden, dafür die Herzen und Hirne übervoll beladen. Wenn Sie noch ein ganz junger Mann wären, würde ich Ihnen ein Lied singen auf die Einsamkeiten, in die ich geraten bin, alle Zauber und Wunder, links von mir geht der Engel, der schon den Tobias begleitet hat, zur Rechten ein roter Hund, der mir der Wahnsinn zu sein scheint. Dieser Weg geht über einen scharfen Grat, aber vor mir liegen die endlosen glücklichen Ebenen und die Nähe des Meeres. Der nordische Winter ist wie ein Dämon über mich hergefallen und hat Alles aus mir herausgepreßt. Ich machte Interpretationen zu Salome, Judith ... dazu unvergeßliche Erinnerungen an das Licht des Südens mit den unschuldigen Kreaturen: l'après-midi d'un faun. Das Älterwerden überrascht mich mit unvermutetem Zauber. Wenn die Dämme reißen und Feuer und Wasser sich ergießen, liegt eine lange Kette schöner Erinnerungen ganz deutlich da ...". - 1 Tintenfleck.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Zuschlag
€ 150 (US$ 175)



Hemerlein, Carl Johann Nepomuk
Brief 1838 an den Frankfurter Kunstverein

Los 2446

Hemerlein, Carl J. N., Mainzer Historien- und Landschaftsmaler, tätig in Mainz, Paris und schließlich längere Zeit in Wien (1807-1884). Eigh. Brief m. U. "C. Hemerlein" und Adresse. 1 S. Gr. 4to. Mainz 1.VII.1838.

An die Direktion des Kunstvereins in Frankfurt a. M. "... Ich höre mit Vergnügen, daß mein Bild - ungarische Werber - durch den Verein für 18 fd'or angekauft wurde, und bin erbötig, die daran gefunden[en] Mängel alsobald gerne zu verbessern. Was den Arm des zutrinkenden Werbers anbelangt, hatte ich schon früher eine Veränderung beschlossen, die aber vieler Geschäfte wegen einstweilen unterblieb. Die beiden Füße anbelangend, welche ich ebenfalls ändern werde, will ich nur bemerken, daß die Werber, pfiffige, selbst öfter aus dem Bürgerstande gewählte, verkappte Husaren sind, welche höchst elegant gekleidet werden, hingegen die Kroatinnen plumpe Stiefel tragen, woher denn dieses Mißverhältniß, welches allerdings dem Auge wehe thun mag, entsteht ...". - Leicht gebräunt; die durchgetrennte Querfalte mit Transparentpapier neu befestigt.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 140)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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