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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Berendsohn, Walter Arthur
Brief über Bettine von Arnim

Los 2505

- Berendsohn, Walter Arthur, Literaturwissenschaftler und Exilforscher (1884-1984). Eigh. Brief mit U. 2 S. Folio. Bromma (Schweden) 30.XII.1951.

An einen Herrn; mit Rücksendung von Bettine von Arnims "Tagebuch" (1835) und dessen bibliographischer Bestimmung: "... Ich vermute, dass Bettina zuerst dies 'Tagebuch' schrieb und drucken ließ, dann die ersten beiden Teile von Goethes Briefwechsel mit einem Kinde, denen sie das Tagebuch als dritten hinzufügen ließ. Als die erste Auflage verkauft war, wurde das 'Tagebuch' neu gedruckt und die Stiche anders auf die drei Bände verteilt. Vergleicht man die beiden Exemplare miteinander, so ergibt sich folgendes Bild ... Goethe war 1832 gestorben. Es lag nahe, dem 'Tagebuch' die Totenmaske beizugeben. In der 2. Auflage wird das Tagebuch durch neue Anordnung der Bilder dem Werk fester eingefügt ...".

Schätzpreis
€ 90   (US$ 99)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 66)


Artmann, H. C.
Brief 1964 an Otto F. Walter

Los 2507

"die sache mit der kleinschreibung ..."
- Brief m. U. "H. C. Artmann". 11/2 S. Gr. 4to. Malmö 30.X.1964.

An den ihm befreundeten Verleger Otto F. Walter in Olten (Schweiz). Gehaltvoller Brief über seine literarischen Arbeiten anläßlich der Planung einer Artmann-Werksammlung. "... 17 uhr abends, soeben war der expressbote, vier stockwerke, armer teufel, an meiner türe. Vielen dank ... Nun, ich sehe, aus mir wird nie ein richtiger briefeschreiber. Und da bemühe ich mich um einen roman aus briefen (sic!). Ich fürchte, ich hatte mein letztes schreiben so wirr abgefasst, das sie es nicht verstehen konnten. Als ich schrieb, ich würde gerne nach den Kanarischen Inseln fahren, so geschah das aus zwei gründen: Ich hatte doch schon immer vor, die letzte fassung in Lissabon oder sonst irgendwo am südwestlichen Atlantik (is) fertig zu stellen, zweitens geht es mir darum, dem hiesigen winter auszuweichen (teuer und kalt; wo nehme ich die inspirationen her?) ... Inzwischen habe ich mir auch schon kopfzerbrechen über die gestaltung des stückebandes gemacht. Auch das wollte ich ihnen in meinem ungeborenen brief mitteilen. Ich bin nämlich gar nicht der meinung (war es nie), dass man alles in einen topf (excusez, in einen band) werfen darf. Die stücke sind ja so verschieden. Auf keinen fall, glaube ich, dass Kein Pfeffer für Czermak hineinpasst. Das ist doch ein 'volksstück' etwa im stil von Horvath ... Die sachen waren ja so gut wie verloren, und ich habe es nur dem armen Conrad zu verdanken, dass sie überhaupt noch existieren. Ich möchte ihm gerne, sollte der wirklich erscheinen, den band widmen.
Die manuskripte werde ich selbstverständlich neu schreiben, verbesserungen mit handschrift sind nicht sonderlich geeignet, nicht wahr? Die sache mit der kleinschreibung liegt mir persönlich noch genau so am herzen wie vor 20 jahren. Ich bin der ansicht, dass man sie endlich auch obligatorisch einführen wird. Mir ist es ganz gleich, ob man mich für einen der ganz vorne sein will hält oder nicht. Ich war nach 1945 übrigens der erste, der aus germanistischen, wie ästhetischen erwegungen [!] heraus zur kleinschreibung überging ... Wenn es sich um gedichte handelt, bleibe ich hart wie ein hufnagel, aber bei prosasachen .. meinetwegen ... Der band SUCHEN &c. gefällt mir ungemein. Ich schaue ihn mir immer vor dem schlafengehen an. Nur einen schönheitsfehler hat er: Ich bat und flehte, schimpfte und knurrte bei der buchmesse, da im motto das wort Saskatchewan, Sascatchewan geschrieben war. Und man versprach mir, es auszumerzen. Dass geschah aber leider nicht. Und dabei ist an dem ganzen wort das schönste das K. Um das ging es mir ...". - Das genannte Buch erschien als Walter-Druck 1 und hieß: "das suchen nach dem gestrigen tag oder schnee auf einem heißen brotwecken. eintragungen eines bizarren liebhabers" (Olten und Freiburg 1964). Die geplante Werksammlung ist nicht erschienen. - Schöner Brief, ganz H. C. Artmann, in dem der Dichter auch auf seine formalen Stilprinzipien eingeht. - Gelocht.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)


Artmann, H. C.
Brief 1965 an Otto F. Walter

Los 2508

"ausserdem tut der hunger wehe"
- Brief m. U. "H. C. Artmann". 1 S. Gr. 4to. Berlin-Schöneberg 20.II.1965.

An den Verleger Otto F. Walter in Olten. Nach seinem Umzug nach Berlin habe er jetzt seine ganze "Malmö-Post" nachgesandt erhalten. Er habe ein schlechtes Gewissen, weil er so lange nichts habe von sich hören lassen. "... Aber es ist so, dass sich die einen umbringen, die anderen irgendwie verkriechen und vergraben, ich gehör zu den letzteren. Nun, über meine gründe will ich mich nicht verbreiten, alles familienzores, ich tu ja mein bestes, aber vielleicht mach ich doch alles falsch, was weiss man schon? - Ich bin jetzt seit einem monat fast in berlin und habe hier eine kleine, aber gemütliche bude, schlag mich recht und schlecht durch, schreibe sogar schon wieder (seit einigen tagen), was mich sehr befreit, da ich schon dachte, aus mir kommt überhaupt nichts mehr raus. Ich bin neugierig, was sie zu den neuen sachen sagen werden. Die briefe habe ich vorerst ad acta legen müssen, ich kann im norden nicht vom lusitanischen Südwest schreiben, unmöglich ... Wie ich auch aus einem ihrer briefe erfahre, so liegt etwas radiohonorar für mich vor. Ich würde es ihnen nie vergessen, wenn sie mir das telegrafisch zugehen lassen könnten ... Ich habe jetzt zwei mieten zu bezahlen, Malmö und Berlin, und ausserdem tut der hunger wehe und der durst ist die schreckliche erfindung der wüsten der welt .. Im augenblick habe ich grade noch das porto für diesen brief.
Dass unser lieber [Peter] Bichsel das vorwort für mich geschrieben hat werde ich ihm ewig danken. Mir fiel und fiel nichts ein, und ich fürchte, dass Herr Ratti sehr böse auf mich sein wird, etwas also, was ich ihm bei[m] besten willen nicht sein kann. Ich habe vor einigen tagen gesprächsweise gehört, dass im DU ein aufsatz über mein buch sein soll ... Und gestern las ich die recension in der Süddeutschen. Die ist doch fein, nicht wahr? ...". Bittet um Abschriften von Pressestimmen: "... ich habe nämlich kaum was nennenswertes bis jetzt zu gesicht bekommen, habe keine ahnung, wie sich alles macht ...". - Bei dem
Buch handelt es sich um Artmanns Übersetzung "Junge Gäste oder Mr. Salteenas Plan", "ein Liebes- und Gesellschaftsroman um 1900 von Daisy Ashford geschrieben im Alter von 9 Jahren", mit einem Vorwort von Peter Bichsel. - Mit kleinen Randnotizen des Empfängers; gelocht.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)


Barbey d'Aurevilly, Jules
Manuskript

Los 2510

Barbey d'Aurevilly, Jules, französ. Schriftsteller, Dandy und Exzentriker, berühmt für seine bizarr-dämonischen Erzählungen, insbesondere "Les Diaboliques", die viele moderne Übersetzer und Illustratoren zu neuen Editionen reizten (1808-1889). Eigh. Manuskript. 1 S. (Grüne Tinte). Kl. 4to. O. O. (ca. 1860).

"Le plus profond interêt et la plus grande gloire de l’histoire, c’est d’ètre écrite par ceux qui la font … la simplicité seule du récit de l’action historique par qui l’a commise l’emporte sur le talent et même sur le génie des historiens qui la rapportent et qui la jugent et qui y ajoutent toujours, plus ou moins leur prestige, en la racontant ... C’est ainsi, par exemple, que les lettres inédites de la Reine d’Angleterre, Henriette Marie de France, publiées récemment par M. le Comte de Baillon, la montrent maintenant plus grande que ne l’avait montré l’histoire." - Mit mehreren Streichungen und Verbesserungen. - Die Ecken beschnitten; leicht stockfleckig; rückseitig Montagespuren. - Der Autor, selbst Literatur- und Kulturkritiker, wurde von anderen Kritikern wegen seines Dandytums (er verehrte Lord Brummell) und Snobismus kritisiert, der ihnen als übertriebene Nachahmung Lord Byrons erschien. - Beiliegend eine Ausfuhrgenehmigung des französischen Kulturministeriums.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)


Barbey d'Aurevilly, Jules
Brief 1845 über den Dandy Beau Brummell

Los 2511

Über "Beau" Brummell
- Eigh. Brief m. U. "Jules Barbey d'Aurevilly". 21/2 S. Gr. 8vo. Paris (1845).

An William Jesse, den ersten Biographen des berühmten Dandys George ("Beau") Brummell. Jesse hatte Barbey d'Aurevilly das 1844 erschienene zweibändige "Life of George Brummell, esq., commonly called Beau Brummell" übersandt. Barbey bedankt sich ausführlich, lobt das Werk und bekennt dessen Einfluß auf seine eigene, 1845 erschienene Monographie "Du Dandysme et de George Brummell". "... Vous m'avez envoyé votre ouvrage sur Brummel, je l'ai lu avec le plaisir que j'attendais d'une telle lecture, et je ne voulais vous remercier qu'en vous envoyant aussi mon Brummell. Or, mon Brummell a mis à paraitre une lenteur que je ne prevoyais pas. Excusez moi donc Monsieur et ne croyez pas à un oubli impossible. On dit que l'ingratitude est le vice des gens d'esprit mais moi, je suis reconnaissant comme une bête, et je me preoccupe beaucoup de la manière ouverte et charmante avec laquelle vous étes en relation avec moi.
Permettez moi de vous remercier encore. Sans vous, je n'aurais eu sur Brummell que des renseignements hasardés. Mon livre ou plutôt mon livret n'est qu'une goutte d'extrait de liqueur des Iles que vous nous avez versée en flacon. Avec moi les ivrognes de details seront bien attrapés, mais avec vous, ils en auront plein leurs verres.
Vous n'avez pas oublié, Monsieur, une seule épingle de la cravatte du Dandy; vous l'avez fait voir dans tous les actes de sa vie, heure par heure. Vous avez été le Dangeau de ce Louis XIV de la fashion, mais Dangeau n'a pas votre plume, cette plume élegante et rare qui relève le detail par l'expression. S'il l'avait, je lui en ferais bien mon compliment et je le lirais davantage.
J'espère, Monsieur, que désormais vous me ferez connaitre tout ce que vous aurez la bonté d'écrire. Je dis écrire et je dis bien, car le plus beau trait de bienfaisance, de genérosité, de dévoument social c'est d'écrire et de publier sa pensée quand on est aussi spirituel que vous, on ne vit pas seulement de pain, dit l'écriture, et les plaisirs de l'esprit sont les friandises que l'écriture entendait. Comptez moi, je vous prie, au nombre de vos amis inconnus, qui trouvent l'adjectif de trop ...". - Beiliegend eine Ausfuhrgenehmigung des französischen Kulturministeriums.


Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 880)


Barbey d'Aurevilly, Jules
Brief an Narrey

Los 2512

- Eigh. Brief m. U. "Jules Barbey d'Aurevilly". 1 S. Kl. 4to. (Paris, um 1855).

An den Bühnenautor Charles Narrey (1825-1892), zu dieser Zeit auch Mitdirektor des "Théâtre de l'Odéon" in Paris. "Mon cher Narrey, Je suis d'une hardiesse de page avec Vous, mais Vous ètes, Vous, d'une bonté de Souverain. Je viens encore Vous demander une loge pour demain Vendredi si vous jouez Mauprat. J'ai une famille de province à qui je dois de la reconnaissance et qui pour le moment est à Paris. Lui faire voir Mauprat est une galanterie que je veux lui faire, grace à Vous. Vous m'avez tellement comblé que je suis presque timide, mais Vous me rassurerez ...". - "Mauprat" ist ein fünfaktiges Theaterstück von George Sand. - Von Narrey stammt auch ein Stück über George Brummell, das Barbey d'Aurevilly sicherlich interessiert hat.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)


Benecke, Georg Friedrich
Albumblatt 1782

Los 2513

Benecke, Georg Friedrich, Philologe, Mediävist, Professor und Oberbibliothekar in Göttingen (1762-1844). Eigh. Albumblatt mit Gedicht (5 Zeilen) und U. 1 S. Quer-8vo. Göttingen, Oktober 1782.

"Theodikee: || Mag seyn, daß Leibniz unumstößlich feste | Bewieß, es seye von allen möglichen Welten | Die würkliche die allerbeste: | Mag seyn; ich glaub' es auch: sie ist die beste Welt. - | Weil sie mein Mädchen in sich hält." - Benecke bezog 1780 die Universität Göttingen, wurde dort 1814 ordentlicher Professor und später Oberbibliothekar. Er erforschte vor allem die deutsche Literatur des Mittelalters. Seit 1828 redigierte er gemeinsam mit Heeren die "Göttinger gelehrten Anzeigen". - Auf ein Untersatzblatt montiert.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 198)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 132)


Bockholt, Erich
Briefwechsel mit Johannes von Guenther

Los 2516

Bockholt, Erich, Schriftsteller in Rostock, vor allem Dramatiker (geb. 1904). Briefwechsel mit Johannes von Guenther. 52 Briefe und Postkarten sowie 4 signierte Gedichttyposkripte Bockholts und die masch. Durchschriften der Gegenbriefe J. von Guenthers. Verschied. Formate, meist gr. 4to. Rostock 18.II.1957 bis 10.VI.1960.

Intensiv geführte Korrespondenz zwischen dem Rostocker Schriftsteller und dem zwischen Ost und West pendelnden Übersetzer (vor allem aus dem Russischen) Johannes von Guenther. Von Bockholt sind vorhanden: 9 eigh. Briefe, 30 masch. Briefe, 13 masch. Postkarten und 4 signierte Gedichttyposkripte (zus. ca. 76 Seiten). - Sehr umfangreicher Schriftwechsel über beiderseitige Werke, vor allem Bockholts Theaterproduktion, und die deutsche Literatur der Gegenwart. - Beiliegen: 32 Typoskript-Durchschläge der Gegenbriefe Johannes von Guenthers sowie 2 weitere Beilagen.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 495)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 330)


Brod, Max
Brief 1947

Los 2517

Brod, Max, österr. Schriftsteller, Kafkas Freund und Förderer (1884-1968). Eigh. Brief m. U. "Max Brod". 1 S. Gr. 8vo. Tel Aviv 19.IX.1947.

An Dr. Mayer (den Literaturwissenschaftler Hans Mayer?). "... Sie haben auf der Buchseite der 'Palestine Post' vom 12.IX. zwei Artikel über Kafka und Kafka-Interpretation gebracht. Ich glaube, daß es Ihre Leser interessieren wird, nun einmal auch meine Ansicht über diese Frage, die so sehr mit meinem Namen verknüpft wird, zu vernehmen. Und deshalb habe ich beiliegenden Artikel geschrieben, den ich Ihnen hiermit vorlege ...". - Gelocht.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 550)


Carmen Sylva
Albumblatt

Los 2520

Carmen Sylva (d. i. Königin Elisabeth von Rumänien, geb. Prinzessin zu Wied), Dichterin, sozial und künstlerisch vielseitig engagierte Fürstin (1843-1916). Eigh. Albumblatt m. U. "Elisabeth" und faksim. Namenszug "Carmen Sylva". 1 S. Quer-schmal-8vo. O. O. (ca. 1914).

"Die Welt soll häßlich sein. Ich aber sehe Bäume darin u. höre Lieder - mir ist sie schön. - Elisabeth". - Beiliegend die zeitgenöss. Abschrift eines Gedichtes von Carmen Sylva (datiert: "Carmen Silva, den 3. Jan. 1888") mit dem Titel "Deutschlands Gebet" (6 Strophen zu je 4 Zeilen), das im "Dreikaiserjahr" um Genesung des todkranken Thronfolgers (Friedrich III.) bittet.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 132)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 88)



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