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Los 2613 Ramler, Karl Wilhelm
Brief 1756
Im Nachverkauf
2613) » größer

Ramler, Karl Wilhelm, Schriftsteller, Anakreontiker, Mitdirektor des Berliner Nationaltheaters (1725-1798). Eigh. Brief m. U. "Ramler". 4 S. 4to. Berlin 4.IV.1756.

An einen befreundeten Schriftsteller (G. A. Breitenbauch?), der ihm den Tod eines Bruders mitgeteilt hatte. Ramler sucht zu trösten und rät: "... Wir wollen uns auf den Tod unsrer Freunde eben so gefaßt halten, als wir es auf unsern eigenen Tod thun. Der Todte fühlt keinen Kummer mehr, soll der lebende unglücklicher seyn, als der Todte? - Wollen Sie sich ein wenig zerstreuen, so habe ich Ihnen hier ein Mittel dazu vorzuschlagen. Herr Voß will Xenophons Cyropedie übersetzen laßen. Er weiß es, daß keine Feder in beyden Sprachen geschickter dazu ist, als die Ihrige. Er läßt Sie also fragen, ob Sie diese Arbeit wol übernehmen wolten. Er muß Ihnen das griechische Original mit der lat. Übersetzung, und will Ihnen auch die Frantzösische dazu schicken. Ich selbst kan Ihnen die Italienische Verschaffen und wenn eine englische heraus ist, so wird sie unser lieber Gleim auftreiben, er, der alles auftreiben kan. Sie kennen die Cyropedie, dieses Magazin von Moral und Kinderzucht, von Kriegeskunst und Politick, beßer als ich: also wißen Sie schon daß Ihnen eine Übersetzung davon in allerley Verstande Ehre machen muß. Die Frantzösische von Charpentier hält 320 Seten in Octav, aber ungedruckt. Wenn Sie das Original dort selber haben, so belieben Sie doch den Preis zu überschlagen, den Sie dem Verleger setzen wollen und schreiben ihn mir, damit ich bey ihm ins Haus horchen kan. Mei Rath wäre, nicht bogenweise zu fodern, damit man Ihnen nicht anderthalb griechische Bogen auf Einen deutschen druckt, sondern für das ganze Werck etwas festzusetzen, welches er hernach drucken mag, wie er will. Wenn Autor und Verleger eins sind, so können Sie einen schriftlichen Contract mit ihm machen. Man muß mit Handelsleuten umgehen wie ein Handelsmann ... Seitdem Sie nicht mehr hier sind, kan keine fröliche Gesellschaft zusammen gebracht werden. Jetzt vermißen Sie alle, auch die allerverstocktesten ...". - Mit "Herrn Voß" ist der Berliner Verleger Christian Friedrich Voß gemeint. - Stellenweise leicht braunfleckig; Bezifferung mit blassroter Tinte aus einer alten Autographensammlung. - So früh selten.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 825)


Nachverkaufspreis
€ 500

(US$ 550)
(GBP 445)
(CHF 550)


Los 2613 Ramler, Karl Wilhelm
Brief 1756
Im Nachverkauf

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