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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Los 2607 Pfeffel, Gottlieb Konrad
Brief 1797
» Abgabe von Vorgeboten möglich
2607) » größer

"Meine Armuth ..."
Pfeffel, Gottlieb Konrad, elsässisch-dt. Dichter und Schriftsteller, mit 22 Jahre nahezu erblindet, Militärwissenschaftler, Gründer einer Militär-Akademie in Colmar, Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1736-1809). Diktierter Brief mit eigh. Unterschrift "Pfeffel". 2 S. 8vo. Colmar 12.II.1797.

In der Handschrift der Ehefrau des 1758 erblindeten Dichters an den Herausgeber eines Taschenbuchs, das er "mit dankbarem Vergnügen" gelesen habe. "... Ich erhielt es erst vor wenig Tagen, da der Herr Serafim, an den das Päkchen von einer fremden Hand adressiert war, sich unter dem Monde nicht wollte finden lassen. Endlich öffnete es der Buchhändler ... und fand auf Ihrem Briefe die wahre Aufschrift: an Jacob Sarasin, worauf er es meinem Sohne, der bey unsrer Gesandschaft in Basel steht, mit vielen Entschuldigungen zustellte. - Meine Armuth und meine Verbindungen mit der Cottaischen Buchhandlung erlauben mir nicht, für Ihren künftigen Almanach mehr als beykommende Kleinigkeiten anzubieten. Die neue vermehrte Außgabe meiner Gedichte muß ich biß auf den Frieden verschieben, der hoffentlich nicht mehr fern seyn wird. Indeßen danke ich Ihnen herzlich für Ihr gütiges Anerbieten, sich der Subscription anzunehmen und werde es zu seiner Zeit mit dem Zutrauen der Freundschaft benutzen. Die Revolution hat mich um die Hälfte meiner Capitalien gebracht, die treulose Schuldner mir in Papier zurück bezahlten als es 9/10 seines Werthes verlohren hatte, und es wäre ein kleiner Ersatz für meine Kinder wenn meine litterarischen Arbeiten mir etwas -". Hier bricht der Satz ab, und es folgen nur noch die Grußformel ("Ich umarme Sie mit der innigsten Werthschätzung") und der eigenhändige Namenszug. - Der erwähnte Baseler Seidenhändler Jacob Sarasin (1742-1802) pflegte Kontakte und Freundschaften zu zahlreichen Vertretern der Aufklärung und des Sturm und Drang, und sein "Weißes Haus" in Basel bildete einen vielbesuchten kulturellen Mittelpunkt für deutschsprachige Schriftsteller. - Leicht fleckig; geringfügige Randläsuren. - Beiliegend ein zeitgenöss. Manuskript mit dem ersten Drittel einer längeren Ballade von Pfeffel: "Alarich und Stella. Ein Mährchen von Pfeffel. Erster Gesang". 2 S., enthaltend 16 Strophen zu je 8 Zeilen. Folio. O. O. u. J. - Der erste von drei Gesängen, erschienen u. a. in: "Poetische Versuche". 10. Teil, Tübingen 1810; vorher auch schon in "Triumph des Witzes und der Laune", Wien 1809.- Ferner 2 gestoch. Bildnisse Pfeffels. - Selten.

Schätzpreis
€ 300  

(US$ 330)
(GBP 267)
(CHF 330)


Los 2607 Pfeffel, Gottlieb Konrad
Brief 1797
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