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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Los 2604 Nordau, Max
Brief 1891
» Abgabe von Vorgeboten möglich





Nordau, Max (eigentl. M. Südfeld), Schriftsteller, Publizist, Mitbegründer des politischen Zionismus (1849-1923). Eigh. Brief m. U. "M. Nordau". 4 S. 8vo. Paris 20.XI.1891.

An den (nicht genannten) politischen Schriftsteller Martin Hildebrandt (1854-1925) in Berlin, der ihn für den Beitritt zur neu gegründeten (16. Okt. 1891) "Deutschen Schriftsteller-Genossenschaft" gewinnen will, unter deren Ägide die Zeitschrift "Das Recht der Feder" erschien. "... Es sind in der letzten Zeit einige Umstände eingetreten, die es mir in der That noch nicht möglich machen, in Betreff meines Beitritts zur Genossenschaft einen Entschluß zu fassen. Da ich aber nichts so hasse wie glatte Höflichkeitsfloskeln und der Gedanke mir unausstehlich ist, daß Sie meine bisherigen Äußerungen der Sympathie für Ihr Beginnen jener literarischen Gattung zuzählen könnten, will ich zunächst mal damit beginnen, daß ich 'Das Recht der Feder' auf ein Jahr bestelle ... Die Art, wie der Verbands-Vorstand mit Ihnen umgesprungen ist, hat mich mit höchstem Befremden erfüllt. Es geht doch nicht an, ein Mitglied wegen bloßen Rückstandes im Entrichten des Beitrages so mir nichts dir nichts auszuschließen! Die 5 oder 600 Verb.-Mitglieder, welche 'Das Recht der Feder' nicht lesen, wissen vielleicht noch heute nicht, wie die Dinge liegen, und können vermuthen, daß Ihrer ohne jede Erklärung trocken angezeigten 'Ausschließung' irgend ein Vergehen gegen die Ehre zu Grunde liegt. Wenn ein Berliner Verb.-Mitgl. die Sache weiter verfolgen will (und das scheint mir geboten), so bin ich bereit, ihm Vollmacht zu geben, daß es auch in meinem Namen spreche ... Zu Ihrer gerichtlichen Verfolgung beglückwünsche ich Sie. Sie kann Ihnen und den flotten 'Ketzerbriefen' nur nutzen. Sie wissen wohl schon, daß die letzte Nummer der hiesigen (sehr angesehenen) Revue bleue sie sehr freundlich und ausführlich bespricht ...". - Martin Hildebrandts "Ketzer-Briefe" erschienen 1891 im Berliner Winser-Verlag. Der Autor war nicht nur Herausgeber und Redakteur vom "Recht der Feder", sondern auch Geschäftsführer der "Deutschen Schriftsteller-Genossenschaft". Der genannte "Verband", der ihn so kurzerhand ausgeschlossen hatte, war der konkurrierende 1887 gegründete "Deutsche Schriftstellerverband" in Berlin. - Kleine Spuren ehemaliger Montage.

Schätzpreis
€ 300  

(US$ 330)
(GBP 267)
(CHF 330)



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