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Autographen Auktion 113, Mi., 17. Apr., 10.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Proust, Marcel
Brief an Albert Nahmias

Los 2101

Proust, Marcel, franz. Schriftsteller und Sozialkritiker (1871-1922). Eigh. Brief m. U. "Marcel". 4 S. 8vo. O. O. (1915 oder Anfang 1916).

Bisher nicht vollständig veröffentlichter Brief an Albert Nahmias, eines der Modelle seiner Schwester Albertine. Proust hatte Albert 1908 in Cabourg kennengelernt, wo der "petit Albert gentil" mit seinen beiden Schwestern am Strand eine "kleine Bande" bildete. Er wurde fortan Prousts Vertrauter, Sekretär und Verwalter seiner Finanzen. In geistreicher Form schildert der Dichter im vorliegenden Brief den aktuellen Stand seiner immerwährenden Gesundheitsprobleme: "... Je viens d'avoir de longues semaines de fièvre accablante où tracer une ligne m'était impossible. Je vais mieux mais mes maux d'yeux ont augmenté et pour cette autre raison je ne peux écrire tant que je n'aurai pas vu un oculiste et que je n'aurai pas de verres. Mais Pour aller voir l'oculiste il faudrait pouvoir se lever. Cercle vicieux ...". Es sei übrigens nicht leicht gewesen, auf Alberts Brief zu antworten. "... Mais méchant garçon jamais vous ne mettez votre adresse de sorte qu'il va falloir deux jours de fouilles dans des tombereaux de papiers pour trouver une ancienne lettre de vous où elle se trouve. C'est donc bien difficile de donner son adresse." Aber seine Gesundheit sei nicht der einzige Schwachpunkt; die Finanzen seien es gleichermaßen: "Ma ruine s'achève lentement mais sûrement ..." . - Etwas stockfleckig; 4 winzige Nadel-Löcher; sonst gut erhalten.


Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.130)



Prutz, Robert
Brief 1840

Los 2102

Prutz, Robert, freisinniger Schriftsteller und Publizist, häufig in politischem Konflikt mit der Obrigkeit, Almanach-Herausgeber, Literatur- und Theaterhistoriker, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift "Deutsches Museum", Professor in Halle (1816-1872). Eigh. Brief m U. "Dr. Prutz". 11/2 S. Doppelblatt mit Adresse. Gr. 4to. Halle (Saale) 9.XI.1840.

An den Verleger M. Simion in Berlin. Von "unseren Freunden" Ruge und Echtermeyer sei er aufgefordert worden, zum nächsten "MAlm" [Musenalmanach] etwas beizusteuern. Er halte es daher für angemessen, "mich vorher mit Ew. Hochwohlgeboren über die Bedingungen zu verständigen ... Seit dem Frühjahr nämlich sind wiederholte Aufforderungen sowohl von Journalen, als von den Unternehmern ähnlicher Sammlungen an mich ergangen, die sämmtlich von Honorarzusicherungen begleitet waren, ... wiewohl ich in der Absicht, hauptsächlich nur an Ihren Unternehmen mich zu betheiligen, mich all diesen Aufforderungen fast gänzlich entzogen habe. So hab' ich für Ihren Alm.
einige Gedichte bestimmt, das Beste, was ich eben kann u. habe, meist epische Sachen; ... die Redactoren haben sie gebilligt, und ich muß Sie jetzt um Ihre gefällige Entscheidung bitten, ob Sie mir für diesen Beitrag ein gewiß mäßiges Honorar zugestehen wollen, bei welchem ich Ihr eigenes gütiges Anerbieten vom Frühling d. J. als Maßstab angenommen habe, - nämlich fünf Louisd'or u. Ein Ex. des Almanachs. Wenn Sie erwägen wollen, daß ich aus Anhänglichkeit an Ihre Unternehmungen die günstigen Anerbietungen Anderer ausgeschlagen, so werden Sie vielleicht um so eher geneigt sein, auf meinen Vorschlag einzugehen. Ich bin nicht reich genug, um allem schriftstellerischen Verdienst entsagen zu können, und schriftstellere nicht genug, als daß es mir gleichgiltig sein dürfte, ob gerade meine Beiträge ... favorisirt werden oder nicht. Denn was die s. g. Ehre angeht, so wird Falstaff wohl Recht haben: 'Kann Ehre mein Bein ersetzen?' ...". - Ein Eck-Abriss; kleine Randläsuren.


Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)



Raßmann, Friedrich
Schriftstück 1797

Los 2103

[*] "wenn einmal ein günstiger Wind in die Segel bläst"
Raßmann, Friedrich, sehr produktiver Lyriker, Redakteur, Übersetzer, Lexikograph, Lehrer in Halberstadt, wo er Umgang mit Gleim pflegte (1772-1831). Eigh. Schriftstück mit U. "Friedrich Raßmann". 2 S. gr. folio. Halberstadt, 21.VIII.1797.

Interessante, umfangreiche Pränumerationsanzeige: "Ankündigung neuer lyrischer Gedichte. Mehrere bewährte Kenner des guten Geschmacks, welche gleich berechtigt sind, das Wort der Weihe sowie des manum de tabula, einem Jünger der Musen zuzurufen, und von denen ich nur einen Eschenburg ausheben will, haben über meine vorige Ostern herausgegebenen lyrischen Gedichte, theils schriftlich, theils mündlich, nicht zu meinem Nachtheil geurteilt, und mich dadurch mit manchem Antipoden ausgesöhnt, dessen Tadel, wie Hagedorn sagt, mehr, als ein Lobgedicht, ehrt. Ich bin wahrlich weit davon entfernt, einem der ersten Hauptgrundsätze der Lebensklugheit zuwider zu handeln, und zu stolzieren, wenn einmal ein günstiger Wind in die Segel bläst; indeß muß ich doch gestehen, daß mir dieser Erfolg meiner poetischen Bemühungen ... keineswegs gleichgültig geworden ist ...". - Raßmann bietet seine Gedichtsammlung mit 16 Oktavbogen für 8 Groschen in Pränumeration an. Er schließt mit Gedanken zum Dichterdasein in der Jugend und im höheren Alter und erwähnt die früh verstorbenen Dichter Cronegk, Unger, Michaelis und Hölty: "Ich bekenne, Kleist's Tod hat auch in dieser Hinsicht jetzt wie ein elektrischer Schlag auf mich gewürkt ...". - Die Veröffentlichung kam augenscheinlich nicht zustande. Raßmann lebte als Redakteur in Halberstadt und Münster. E. W. Förstemann schreibt in der ADB 1888 über ihn: "Diese ... zum Theil ganz fruchtlose Thätigkeit eines Mannes, der zum Schreiben gezwungen war, kann zum warnenden Beispiel für Manchen dienen, der im Begriffe steht, sich dem sog. Schriftstellerberuf im engem Sinne zu widmen." - Für einen Gedichtband sehr aufwendige Subskriptions-Einladung. - Gering gebräunt.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)



Reich-Ranicki, Marcel
2 Briefe 1963

Los 2104

Reich-Ranicki, Marcel, einflussreicher Literaturkritiker und Schriftsteller, Feuilletonredakteur der FAZ (1920-2013). 2 Briefe m. U. "Marcel Reich-Ranicki" (Paraphe). Zus. 2 S. Mit Briefkopf der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Gr. 4to. Frankfurt a. M. 10. und 14. I.1983.

An die Lyrikerin Hill Renée Hügelmann in Berlin, die ihm von Paul Klees Bildern inspirierte Gedichte für den Abdruck in der FAZ geschickt hatte. Reich-Ranicki bedankt sich für zwei Briefe und erklärt: "... Wir haben Ihre Gedichte hier sehr aufmerksam gelesen und manche haben mir besonders gefallen, so das Gedicht 'Gelehrter'. Auch in der anderen Gruppe der Gedichte sind mindestens zwei, die deutlich machen, wie sicher Sie im Formalen sind. Allerdings wäre es leichtsinnig und falsch, derartige Gedichte ohne die dazu gehörigen Bilder zu publizieren. Andererseits wiederum ist es für unsere Zeitung ganz und gar unmöglich, Gedichte auch noch mit Bildern zu bringen ...". - In einem längeren Brief vom 11.I.1983 (Kopie hier beiliegend) widerspricht die Autorin der Meinung, ihre Klee-Gedichte wären ohne die zugehörigen Bilder unverständlich. Sie sei lediglich von den Bildern inspiriert worden, da diese für sie die "magische Welt hinter den Dingen" sichtbar machten ("Klee war, so meine ich zu fühlen, eine hochmediale Person"). Sie habe geschrieben, was sie sah. - Darauf antwortet Reich-Ranicki etwas pikiert: "... hätten Sie sich vielleicht diese Belehrung sparen können, wenn Sie meinen Brief ... genauer gelesen hätten. Ich habe nie behauptet, Ihre Gedichte seien ohne die Bilder von Klee unverständlich. Ich meinte hingegen, daß es leichtsinnig und falsch wäre, diese Gedichte ohne die dazugehörigen Bilder zu publizieren. Und das ist ja etwas ganz anderes ... Diese Gedichte sind natürlich auch ohne Bilder verständlich, aber mit den Bildern wirken sie ungleich stärker ...". - Der Band "Gedichte, inspiriert durch Kompositionen von Paul Klee", erschien erst 1987 im Waldkircher Verlag. - Alle Teile gelocht.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)



Ringelnatz, Joachim
Brief 1927

Los 2105

[*] Ringelnatz, Joachim (d. i. Hans Bötticher), Lyriker, Erzähler, Kabarettist und Maler (1883-1934). Masch. Brief m. U. "Joachim Ringelnatz". 1 S. Mit Briefkopf. Kl. 4to. München ("Hohenzollernstr. 31 a, Gartenhaus I lks.") 5.VII.1927.

An eine Galerie in Stuttgart: "... Zu den drei Bildern von mir, die Sie bei Ihrer Herbst-Sport-Ausstellung zeigen wollen, gebe ich Ihnen nachfolgend meine Nettopreise: 1. Fuchsballonjagd netto M 150.- 2. Fallschirmabsprung netto M 300.- 3. Motorbootrennen netto M 350.- ...". - Doppelt gelocht; mit Bleistift-Notizen des Empfängers.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)



Rodenberg, Julius
2 Briefe + Beigaben

Los 2106

Rodenberg, Julius (eigentl. Levy), Schriftsteller, Kritiker, Essayist und einflußreicher Publizist, Herausgeber des "Salons für Literatur, Kunst und Gesellschaft", Gründer und Hrsg. der "Deutschen Rundschau" (1831-1914). 2 eigh. Briefe m. U. "Julius Rodenberg". Zus. 4 S. Gr. 8vo und 8vo. Berlin 20.III.1877 bzw. Marienbad 18.VII.1878.

An den österr. Ministerialrat, Dichter und Komponisten E. S. Engelsberg (d. i. Eduard Schön, 1825-1879). Im ersten Brief bedankt sich Rodenberg für eine Geschenksendung. "... Es war ein Gedanke, so poetisch u. liebenswürdig, wie er nur Ihnen kommen konnte. Wehmüthig u. anheimelnd sieht das alte Bild mich an, u. die Worte, die Sie darunter gesetzt, bringen es mir so nahe, als ob's ein Stück meiner eigenen Vergangenheit wäre. Mit ihm zugleich tauchen in meiner Seele alte, liebe halbverklungene Erinnerungen auf an jene Wanderungen welche mitten im vollen Wiener Leben u. am hellen Mittag etwas Träumerisches hatten, etwas von der Gegenwart Abgewandtes. Da war es, daß ich Ihr Wien so lieb gewann, so lieb, daß ich es niemals mehr aus dem Herzen verlieren werde; u. da war es auch, wo ich Ihnen persönlich begegnet bin u. von Ihnen so viel Freundliches erfahren habe ..." (schwelgt weiter in Erinnerungen). - Mit Briefkopf "Deutsche Rundschau". - Der zweite Brief (aus Marienbad) begleitet ein Gedicht, das Rodenberg seinem Freund Engelsberg seit langem dedizieren und endlich in Marienbad überreichen wollte. Doch das Treffen kam nicht zustande, so daß Rodenberg die Verse auf Seite 3 und 4 des Doppelblattes dem Brief anfügt: "Oft in der stillen Nacht - Nach dem Englischen des Thomas Moore". 2 Strophen mit insgesamt 25 Zeilen: "Oft in der stillen Nacht, / Wenn Schlaf und Wachen streiten, / Umglüht's mein Auge sacht, / Wie Licht vergang'ner Zeiten. / Wie Lust und Leid / Der Knabenzeit ...". - An einer oberen Ecke hat der Empfänger mit Bleistift notiert: "komp. 3. Octob. 878 Morgens". - Beiliegend 6 eigh. Briefe seiner Ehefrau, der Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Justina Rodenberg (1837-1923). Zus. 11 S. 8vo. 1873-1878. - Gleichfalls an Engelsberg-Schön. Freundschaftliche Briefe über verschiedene Themen, darunter eine Ordensverleihung an Engelsberg. Erwähnt Eduard Hanslick.

Schätzpreis
€ 280   (US$ 319)


Romains, Jules
Brief 1920

Los 2107

Romains, Jules (eigentl. Louis Farigoule), franz. Schriftsteller, Mitglied der Académie Française (1885-1972). Eigh. Brief m. U. "Jules Romains". 2 S. Gr. 4to. Hyères (Côte d'Azur), Café de l'Univers, 31.I.1920.

Umfangreicher Brief an Jean Gustave Tronche, wegen der Übermittlung von Romains' "kinematographischer Erzählung" "Donogoo Tonka ou les miracles de la science" an den Philosophie-Professor und Schriftsteller Marcel Drouin (1871-1943), und deren Wirkung. Romains setzt sich ausführlich mit der Kritik Drouins an seinem Werk und der Vermutung auseinander, es handle sich um eine Allegorie auf die französische Republik. "... Lorsque, voici quinze jours, à Barcelone, le premier papier de Drouin m'arriva, je débarquais, fourbu, d'un train espagnol qui nous avait secorées pendant 689 kilomètres, et le ton de ce document, joint à ma fatigue, me fit passer une mauvaise soirée. Pour ne point deviner ce dont on m'accusait, je n'en sentait pas moins quelque tristesse de me découvrir un ennemi aussi âpre, un accusateur aussi pressant. - Mais quand, avant-hier, j'ai reçu votre lettre, à peine avais-je lu les premières lignes que je me suis à rigoler incoerciblement le long des rue d'une ville paisible, et je gloussais encore un quart d'heure après. - Vous me donnez peu de détails, trop peu. Mais votre laconisme même, en ne me livrant que le gros de la chose, me la rend plus énorme. Donoogo Tonka, allégorie de la N. R. F., c'est purement splendide! Il y a de quoi, comme dirait Monsieur Jules Siegfried, s'en taper le cul pendant deux heures sur un coin de cheminée. Mais ce que j'aimerais savoir, c'est la distribution des rôles. Que représente le Trouhadec? Quels sont les symboles contenus dans le roussissement du Pionnier et dans le Donogoo Central Bar? A quel personnage Drouin lui-même s'est-il identifié? Et ne pensez-vous pas qu'on pourrait, d'un point de vue vraiment démocratique, chercher une petite allusion au père Gorse? Ah! mon cher Tronche, le monde n'est pas près de finir. Il y a encore des types qui ont des idées épatantes, et on ne s'ennuiera jamais. - Je ne désespère pas de recevoir ces jours-ci une lettre en latin de l'évèque in partibus de Laodicée, où ce prélat me traitera de vache, pour l'avoir ridiculisé d'une manière sournoise et transparente à la page 37 de Puissances de Paris. Le plus drôle, c'est que Drouin n'a pas l'air pleinement convaincu. Il tourne autour de la question, et finit par me demander ma parole, ou à peu près ...". - Das Buch "Puissances de Paris" von Jules Romains war 1919 erschienen.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)



Sacher-Masoch, Leopold von
Albumblatt und Brief 1883

Los 2108

[*] Sacher-Masoch, Leopold von, Schriftsteller und Publizist, Namensgeber des Begriffs Masochismus (1836-1895). Eigh. Albumblatt mit U. "Leopold Ritter von Sacher Masoch" sowie eigh. Begleitbrief mit U. "Sacher Masoch". Zus. 3 Seiten. Doppelblätter. Der Brief mit Kopf seiner Zeitschrift "Auf der Höhe. Redaction". 8vo. Leipzig, 30. III. 1883.

"'Trau' dem Mann nicht, der nicht haßet, / Fürchte daß er auch nicht liebt.' / |Montenegrinisches Volkslied. 1600 ...". - Begleitbrief an ein Fräulein: "... Wie können Sie nur einen Augenblick meinen, daß so liebe Zeilen, wie die Ihren in den Papierkorb wandern. Dieselben haben mich im Gegentheil erfreut und es ist mir lieb daß ich Ihnen sofort durch Übersendung des gewünschten Autographs beweisen kann, daß dies keine Redensart ist. Möge Sie das Leben nie je rauh berühren und wenn es je geschehen sollte, dann bewahren Sie sich diesen Sinn für Poesie, für das Wahre und Schöne, der aus Ihren Zeilen spricht, er wird Sie stets trösten und mit Ihrem Geschick versöhnen ...". - Kleine Montagespuren.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Sand, George
Widmung und Porträt von Nadar

Los 2109

Sand, George, (d. i. Aurore Dupin, Baronin Duvedant), französ. Schriftstellerin, befreundet mit vielen großen Musikern und Schriftstellern (1804-1876). Eigh. Widmung m. U. "George Sand". Auf einem Papierstreifen, montiert auf den weißen unteren Rand eines Stahlstichs mit ihrem Porträt. Insges. 25 x 18 cm. O. O. (wohl um 1845).

"à Monsieur le baron Robert. George Sand". Montiert unter einen Stahlstich von A. Riffaut nach dem Gemälde von A. Charpentier. - Dabei: Nadar (d. i. G.-F. Tournachon), der große franz. Photograph, Karikaturist, Schriftsteller und Luftschiffer (1820-1910). Porträt George Sand. Auf Karton gewalzte Orig.-Photographie. 35,5 x 26,5 cm (Bildgröße 23,5 x 19 cm). (Paris 1864). - Das berühmte Altersbild der Schriftstellerin aus der "Galerie Contemporaine" (Paris 1876-1880), mit der gedruckten Bildunterschrift "Georges [!] Sand". - Kleines Fleckchen am oberen Rand des Untersatzkartons, sonst sehr gut erhalten.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Sand, George
Brief 1843

Los 2110

- Eigh. Brief m. U. "G Sand". 3 S. Gr. 8vo. Paris 25. II. (ca. 1843/1844).

Nach einem verlorenen Prozess an ihren Rechtsanwalt, den sie mit Weisheit und Festigkeit zu trösten bemüht ist. "Quand on gagne son procès on est plus préssé de remercier son avocat que quand on l'a perdu, et c'est mal, c'est ingrat, c'est lâche. Pourtant je suis tombée dans ce péché et vous devriez ne pas me le pardonner. Je ne le pardonne pas à moi-même. Quoique ce ne soit pas aucune des mauvais sentiments que je signale, que j'ai été paralysée. J'ai eu toutes sortes de troubles et de contentions d'esprits depuis quelque temps. Je n'étais bonne à rien, et j'attendais pour vous aller voir, comme éclaircie dans mon cerveau. J'irai maintenant, je demanderais à Monsieur Bourdet à quel moment on ne vous dérange pas en vain donnant une poignée de main. Vous avez admirablement plaidé ma petite affaire, à ce qu'on m'a dit. Vous ne pouvez pas plaider autrement et vous y avez mis tout le zêle possible, je le sais. Le tribunal a fait une erreur, je le crois, mais un autre tribunal la réparera, je l'espère. Ainsi n'ayez pas de regret, et croyez bien que je suis toujours aussi fière de vous avoir pour défenseur dans mes grands ou petits procès. Gardez moi votre bienveillance et ne me jugez pas ingrate. J'ai été dans ces derniers tems, dans une situation d'esprit exceptionelle qui m'avait fait oublier toute affaire positive de la vie. Vous savez qu'on a de ces crises-là. Quand elles sont passé, on s'effraye d'être en retard avec les savoirs les plus sérieux et les plus doux ...". - Im Text 2 kleine Brandflecken von Funkenflug. - Inhaltlich schöner, gehaltvoller und charakteristischer Brief.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)



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