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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Halbe, Max
11 Autographen

Los 2171

Halbe, Max, Schriftsteller, anfangs dem Naturalismus, später der Neuromantik nahestehend, verkehrte in München mit vielen Schriftstellern und Künstlern (1865-1944). Konvolut von 11 Autographen. Zus. 141/2 S. Verschied. Formate. (Ca. 1890) - 1921.

Ein signiertes Gedichtmanuskript "Amselschlag" (6 Strophen zu je 4 Zeilen), 2 eigh. Visitenkarten, 5 eigh. Postkarten, 2 eigh. Briefe und 1 eigh. Brief-Karte (mit Umschlag). Die Mehrzahl an den Berliner Schriftsteller John Henry Mackay, ferner 1 Brief an den Vorsitzenden der "Freien Bühne" in Stuttgart sowie je 1 Karte an Walther Eggert-Windegg und an den Redakteur Herwig. "... Wie mir Hr. W. Arent mittheilt, wären Sie nicht abgeneigt, einen Essay über seine dichterische Thätigkeit in den 'Br. Monatsbl.' zu bringen. Da ich nun grade einen solchen zur Verfügung habe, so erlaube ich mir, Ihnen denselben anbei zu übersenden. Viellleicht können Sie ihn brauchen. Sie werden von mir natürlich nur eine nach Kräften unparteiische Würdigung, keine Lobpreisung erwarten [Berlin ca. 1890] ... Anbei übersende ich Ihnen die gewünschte Empfehlung für Herrn Tiltsch. Mein Freund Leistikow ist gern bereit, falls Sie es wünschen, Sie bei Pietsch einzuführen [Berlin ca. 1891] ... Ihre 'Anarchisten' lese ich jetzt, da ich wieder in Ruhe bin, zu Ende. Sie interessiren mich aufs höchste. Sobald ich fertig bin, schicke ich sie an Herrn von Stenglin u. schreibe Ihnen noch näheres über meine Eindrücke [Ammerland 10.V.1892] ... Morgen 11 Generalprobe im Residenzth. Haben Sie Lust? [Berlin 21.IV.1893] ... Ich habe sehr bedauert, Sie nicht mehr gesehen zu haben. Ich dachte Sie noch am Verbrechertisch zu finden. Ich sende Ihnen heute den 'Eroberer' und hoffe, daß er den verschandelten Bühneneindruck bei Ihnen verbessern wird [München 24.XI.1898] ... gedenke ich Sonnabend Vormittags in Berlin Habsburger Hof einzutreffen u. werde mich freuen, am Abend ... mit Ihnen u. Bölsche bei Kempinsky [sic] zusammenzutreffen ..." [München 7.I.1904]. - Die genannte Generalprobe betraf die Uraufführung von Halbes erfolgreichstem Bühnenstück, "Jugend", die am 23. April 1893 im Berliner Residenztheater stattfand. - Der "Verbrecher"-Tisch war ein Stammtisch von Berliner Schriftstellern, darunter O. E. Hartleben, J. H. Mackay und andere dem Naturalismus nahestehende Literaten. - Halbes Tragödie "Der Eroberer", die mit Jahreszahl 1899 im Druck erschien, hatte auf der Bühne keinen Erfolg. - Das signierte Gedicht "Amselschlag" enthält am Rand Vermerke von Mackays Hand und ist vermutlich in dessen 1902 erschienener Lyriksammlung "Freunde und Gefährten" gedruckt worden. - Die 7 an Mackay gerichteten Schreiben gelocht.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 351)


Zuschlag
€ 700 (US$ 819)


Hardt, Ernst
4 Briefe

Los 2172

Hardt, Ernst, Dramatiker, Übersetzer und Erzähler, Theater-Intendant in Köln und Weimar (1876-1947). 4 eigh. Briefe m. U. "Ernst Hardt". Zus. 5 S. (Tinte und Bleistift). 4to. Malaga, Wilmersdorf bei Berlin und o. O. 1896-1906.

Zwei Briefe sind an Otto Erich Hartleben gerichtet, der erste von dem zwanzigjährigen Hardt aus Malaga am 16.I.1896, also noch zwei Jahre vor seiner ersten Buchveröffentlichung. "... Heut morgen habe ich 3 Briefe bekommen, alle wegen des Simpl[icissimus]. Zwei von [Albert] Langen und Ihre übrigens symphatisch [sic] grobe Unfähigkeitserklärung. Langen teilt mir die Annahme des 'Peppe' und 'Gedicht' mit und bittet dringend um neue Manuskripte. Ich schrieb ihm nun, daß 'durch Ihren Austritt aus seiner Redaktion mein Vertrauen zu derselben so erschüttert wäre, daß ich an ein Zustandekommen seines Blattes in geschmackvoller und rein künstlerischer Form nicht glaubte' und ihn daher bäte die beiden angenommenen Arbeiten wieder an Sie zurückgelangen zu lassen. Fassen Sie das bitte nicht als zudringliche Parteinahme auf - es schien mir das einzig Richtige. Ich hätte gerne ein Wort von Ihnen gehabt darüber - kann der Pan nichts gebrauchen? Schreiben Sie mal etwas über die Dinge, daran liegt mir am meisten; das Drucken findet sich schon noch - eigentlich ist es nur mein Geldbeutel, der so hartnäckig darauf dringt - na, aber ich auch ...". - Im zweiten Brief, der ein Buch begleitet, heißt es u. a.: "... wenn ich Ihnen in letzter Zeit immer so fern bin, so wollen Sie glauben, dass es eine innere Entwicklung ist, die aus Jugend und Schwäche noch den Einfluss Ihrer Persönlichkeit fürchtet ...". - Die beiden anderen Briefe über Einladungen sowie die Erlaubnis zu einer Privataufführung von Hardts Drama "Ninon de Lenclos". - Beiliegend 4 Zeitungsausschnitte zum Thema Ernst Hardt.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 140)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Hartlaub, Geno
Reisetagebuch Meran-Venedig 1951

Los 2173

Hartlaub, Geno, Schwester von Felix Hartlaub, Schriftstellerin, Lektorin und Redakteurin (1916-2007). Eigh. Manuskript des Tagebuches von einer Italienreise. 54 Bl., einseitig eng beschrieben (davon 22 montiert). Mit 24, den Titel und den Text umfließenden kolorierten Federzeichnungen der Künstlerin. 24,5 x 16,8 cm. Dunkelblauer Leinenband (minimal abgegriffen, kaum bestoßen). Italien 1951.

Umfangreiches eigenhändiges Tagebuch der begabten Schriftstellerin, die auch eine nicht minder geschickte Zeichnerin war, wie es die zahlreichen reizvollen Illustrationen zeigen, mit denen sie ihre Erlebnisse auf einer großen Italienreise von 1951 ausschmückt. Die Zeichnungen von derselben Schreibfeder aquarellierte sie mit nuancierten, teils gemischten Tuschfarben. In ihrem Reisetagebuch hält Geno Hartlaub in der Zeit vom 12. bis zum 29. September alle ihre Erlebnisse, Gedanken und Ideen fest, die sie dann literarisch u. a. zu ihrem Roman "Die Tauben von San Marco" (Frankfurt 1953) verarbeitet hat. Dargestellt sind dem Verlauf der Reise folgend: Ruhrgebiet, Rheinlauf, Bonn, "Abreise frühmorgens nach Bonn. FD-Zug über Bremen ... Gegen Abend nimmt die schwer erträgliche Schwüle ab, Goldstaub über den Bäumen, Silberstiftzeichnung der Bergumrisse. Ich bade im eisenhaltigen Thermalbad im geliehenden Anzug", weiter geht es über Schloss Brühl (mit Zeichnung), zur Max-Ernst-Ausstellung (Zeichnung dreier Bilder nach Ernst). "Die altmeisterlich gemalten Bilder, besonders die aus der frühen Periode, haben manchmal etwas Fatales, das Rebusartige überweigt das Traumhafte, Magische, aber es gibt auch darunter Unvergessliches ...". - Am 14.9.51 notiert sie: "Besuch bei Stefan Andres in seinem neuen Haus in Unkel. Kostspieliger Eigenentwurf, südländisch offen nach dem feuchten Rheinufer hin mit Saal und offenen Bohlendecke im Studio ... Hinunter nach Linz, rheinischem Musterort mit schönem Altar der Kölner Schule in der Kirche". Am 15.9.51 "Besuch verschiedener Verlage und Radio Frankfurt sowie Büchermesse" ...". Auf der Durchreise nach München in Heidelberg "zum Bahnhof geleitet, besteigen wir den Rheingoldzug nach Rom ... Bayerischer Hof mit lautlosem Komfort. Im Frühstückzimmer falscher zweiter Rokoko- und Spiegelglanz ... Ignaz Günther-Ausstellung. In kalkiger Museum-Umgebung wirken die ekstatisch verzückten Heiligen und Engel nicht so überzeugend wie auf Altären und in Kirchen. Sie gehören in den Zusammenhang des 'Gesamtkunstwerks'".

Am 19.9.51 "Gegen Mittag Abreise Richtung Brenner", dann Bozen (mit Zeichnung der Alpenlandschaft und der Arkadengänge der Stadt), Meran (Obermais) mit Beobachtungen der tropischen Vegetation und den Kurkonzerten "Der erste Geiger lässt sein Instument aufseufzen, zerissene Streicher-Klänge in Puccini- und Bajazzo-Motiven. Ältere Ehepaare wiegen die Köpfe versonnen im Takt, eine Dame trommelt mit Herma-Nägeln auf den Tisch". Am 24. und 25.9.51 Weiterreise nach Lana und Oberlana mit Bergwanderungen (Zeichnungen der Schluchten und Wasserfälle, Burgen), dann endlich am 26.9.51: "Abreise nach Verona. Im Direttissimo von Bozen" (besonders hübsche kolorierte Skizzen der Brücken über die Etsch, Castelvecchio, San Zeno): "Sündhaft teuer gegessen mit Antipasti, die vor Öl triefen". - Am 27.9.51 "Früh nach Padua" (mit Zeichnungen der Bars und einem Plakat der "Communista Partito"), dann Ankunft in Venedig. "Der Vaporetto liegt schon bereit, mit viel Lärm und Geschrei wird die Fracht, darunter eine Registrierkasse, verladen" (Ansicht von Mestre, dem Schiff, der Lagune), durch den Canal Grande: "Die monotonen niederen Häuserfronten in herrlich aufeinander abgestimmten Kolorit, Patina an den gekalkten Wänden und den einst ostereibunten Behausungen. Eindruck großer, aber geduldiger melancholischer Armut" (Zeichnung der Giudecca, Zattere, Blick von S. Marco zur Dogana und San Giorgio Maggiore). Am 28.9.51 "Nach unwahrscheinlich schönem Frühstück auf der Dachterrasse Daniel - das Wasser der Lagune türkisen mit ganz leichten Dunstschleiern ..." (Bilder von Straßen, Kanälen, Plätzen und Brücken), Piazza San Marco, dann Torcello, Ausflug nach Vicenza mit einer "Tiepolo-Villenfahrt", dann Aquileia und immer weiter bis zum 29.9.51 "Nachtrag - Mein einsamer Venedig-Tag" mit 61/2 engst beschriebenen Tagebuchseiten: "Mit R. der von der Tiepolo-Villentour hinter dem Hotel volkstümlich zu Abend gegessen. Allmählich finden wir die richtigen Lokale heraus, aber nun ist es zu spät, da morgen unwiderruflich Abfahrt." - Wenige Farb- und Tintenwischer durch unwesentliche Feuchtigkeit, insgesamt sehr gut erhalten und ausgezeichnet ordentlich geschrieben, in einer besonders kleinen, feinen Schreibschrift, die überall sehr gut lesbar ist. Am Schluss noch ca. 200 unbeschriebene Blätter. - Beiliegend ein 12seitiges Typoskript "Tagebuch der Burgenfahrt 1952".

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.053)


Zuschlag
€ 1.200 (US$ 1.404)


Hauptmann, Gerhart
4 Autographen

Los 2174

Hauptmann, Gerhart, Dramatiker, Erzähler, Bildhauer, Nobelpreisträger (1862-1946). 4 Autographen. 1912-1932.

I. Illustrierte Speisekarte zum Festmahl anläßlich Hauptmanns 50. Geburtstag, veranstaltet vom Journalisten- und Schriftstellerverein "Concordia" am 17. Nov. 1912. 4 Bl. Kordelheftung. Quer-gr. 8vo. (Wien) 1912. - Nicht nur vom Dichter (auf dem letzten Blatt), sondern auch vom Schöpfer des Umschlag-Bildes, H. Rauchinger, unter seiner Illustration signiert. Diese zeigt Figuren aus Hauptmanns Dramen, die seiner auf einer Stele befindlichen Büste huldigen. - Nach dem Festmahl der "Concordia", wo etliche Reden gehalten wurden, fand am 18. November eine Vorlesung Hauptmanns im Wiener Großen Musikvereinssaal statt. Kurz zuvor hatte der Dichter den Literatur-Nobelpreis erhalten. - Vertikale Knickfalte. - II. Gedruckte Dankeskarte mit eigh. Unterschrift "Gerhart Hauptmann". Quer 8vo. Wiesenstein (Agnetendorf) (wohl 1932). - Dank für Glückwünsche zu seinem Geburtstag. - III. Eigh. Brief m. U. "Gerhart Hauptmann". 1 S. 8vo. Schreiberhau, "Montag", o. J. - An einen Herrn. "... Herr Melzer [sic] ist mir im Laufe dieser Woche herzlich willkommen. Ob ich über Sonntag hinaus hier bleibe ist indess fraglich. Vielleicht bin ich von Montag ab wieder in Berlin ...". - IV. Masch. Brief m. U. "Gerhart Hauptmann". 1/2 S. Gr. 4to. Kloster (Hiddensee) 6.IV.1932. - An den Übersetzer Charles Henry Meltzer. "... Ein Exemplar 'Vor Sonnenuntergang' lasse ich Ihnen zugehen, ob das Werk aber für die Übersetzung noch frei ist, kann ich nicht sagen. Ich werde mich erkundigen. - Mit dem größten Vergnügen gedenken meine Frau und ich der gemeinsamen Stunden auf dem Semmering ...". - Hauptmann hatte von Dezember 1931 bis zum 1. Februar 1932 im Südbahnhotel auf dem Semmering logiert, wo er außer von Meltzer auch von Anton Wildgans, Franz Werfel, Max Pallenberg und Fritzi Massary besucht wurde. Meltzer hatte bereits 1894 "Hanneles Himmelfahrt" ins Amerikanische übertragen. - Leichte Gebrauchsspuren.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Zuschlag
€ 270 (US$ 315)


Hausenstein, Wilhelm
Postkarte 1933

Los 2175

Hausenstein, Wilhelm, Schriftsteller, Kulturhistoriker, Kunstkritiker und Publizist (1882-1957). Eigh. Postkarte m. U. "Dr. Hausenstein". 1 S. (Tutzing 11.IX.1933).

An den Juristen Dr. Kühn in München. "... Sie würden Herrn Breker z. Zt. am sichersten erreichen durch Vermittlung von Fräulein Marietta Riederer, Berlin W 15, Pension Kurfürsteneck ...".

Schätzpreis
€ 90   (US$ 105)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 70)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Hebbel, Friedrich
Albumblatt 1855

Los 2176

[*] Hebbel, Friedrich, Schriftsteller, vor allem bedeutender Dramatiker (1813-1863). Eigh. Albumblatt mit U. "Friedrich Hebbel". 1 S. Mit vierseitigem Goldschnitt. Qu.-4to. Wien 16.XI.1855.

Schönes Albumblatt mit 14 Zeilen aus dem vierten Akt der noch nicht erschienenen Tragödie "Gyges und sein Ring": " - Wenn den kastal'schen Quell, | Aus dem die Lieblinge der Götter trinken, | Und der in einem Farbenspiel erglänzt, | Als wär er mit zerpflückten Regenbogen | Von Iris eig'nen Händen überstreut. | Wenn diesen Quell, der dem Parnaß entspringt, | Ein Steinwurf trübt, so fängt er an, zu tosen | Und steigt in wilden Wirbeln himmelan: | Dann singt auf Erden keine Nachtigall | Und keine Lerche mehr ...". - Die letzte Zeile der Worte des Gyges ("So ists mit einer Frauenseele auch") fehlt hier. Die Buchausgabe (Wien, bei Tendler & Company) wurde im Dezember 1855 ausgeliefert; das Titelblatt ist mit "1856" vordatiert. Hebbel erhielt sein erstes Exemplar am 13. November (siehe seinen Brief an Hermann Marggraf vom 14. XI). Die Uraufführung fand erst im Frühjahr 1889 in Wien statt. - Minimal fleckig.

Schätzpreis
€ 2.800   (US$ 3.276)


Zuschlag
€ 2.800 (US$ 3.276)


Hell, Theodor (K. G. Th. Winkler)
Brief 1828 nach Berlin

Los 2177

"auf meiner freundlichen Elb-Villa"
Hell, Theodor (d. i. K. G. Th. Winkler), einflußreicher Dresdener Hoftheater-Sekretär, Bühnenautor und Publizist, Herausgeber von Taschenbüchern und der Dresdener "Abendzeitung" (1775-1856). Eigh. Brief m. U. "Winkler" und Adresse. 1 S. Gr. 4to. Dresden 15.III.1828.

An den Schriftsteller Otto von Deppen (d. i. der Jurist Carl Friedrich Heinrich Straß, 1803-1864) in Berlin, der ihm eine literarische Arbeit für die "Abendzeitung" übersandt hatte. "... Sie spornt die Aufmerksamkeit sehr. Ist denn der Vorgang in der Hauptsache wahr? Es wäre dann wohl gut dies hinzuzufügen. Für die Abendzeitung ist der Vorrath von Novellen p. immer überreich. Erst ziemlich spät könnte ich daher von dieser Gabe Gebrauch machen. Wie wäre es denn, wenn Sie mir sie für Penelope 1830 überließen? Ich sollte meynen, sie paßte sich noch besser in ein Taschenbuch? Schreiben Sie mir darüber offen. Auch mir würde Ihre persönliche Bekanntschaft während meines Aufenthaltes in Berlin sehr angenehm gewesen seyn, und ich sehe mit Vergnügen Ihrer hiesigen Ankunft entgegen, um Sie auf meiner freundlichen Elb-Villa willkommen zu heißen. - Ihre historische Novelle bitte ich ja mir zuzusenden. Ihre Isabella ist so brav gearbeitet, daß ich nur etwas sehr anziehendes in diesem Genre erwarte. - Die litterarischen Kämpfe in Berlin sind ein böses Zeichen der Zeit. Auch ich habe mich von aller Theilnahme dabey frey gehalten. Es ist dies das Beste was man thun kann, auch nimmt man im Auslande wenig Antheil daran. Indes giebts auch hier wenn nicht gleiche, doch auch kleine Zwistigkeiten, deren Veranlassungen nicht eben die reinsten sind. Man erträgt das, und läßt seinen innern Richter das Urtheil sprechen ...". - In den Jahren 1827-1829 tobte in Berlin eine literarische Flugschriften-Fehde um den Kritiker und Publizisten Moritz Gottlieb Saphir, an der sich v. Deppen eifrig beteiligte. - Über Straß' vielfältige literarische Tätigkeit vgl. Goed. X 466-468 und XIV 788-789. - Gebräunt; Siegel-Ausriss am oberen Rand.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 163)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Henckell, Karl
Albumblatt 1914

Los 2178

Henckell, Karl, Schriftsteller, den sozialistischen und naturalistischen Bewegungen nahestehend, lebte zunächst in der Schweiz, ab 1902 in Berlin, ab 1908 in München (1864-1929). Eigh. Albumblatt mit Gruß und Unterschrift "Karl Henckell" auf der Rückseite. 2 S. Quer-8vo. München, April 1914.

Wohl für den Wiener Lehrer, Schriftsteller und Autographensammler August Eigner bestimmtes, auf einer Briefkarte geschriebenes zweistrophiges Gedicht, das den Poeten als Sämann zeigt: "Fiel Korn um Lied, Lied um Korn / Aus unbekümmert weiter Hand - / Und manches fiel auf Stein und Dorn / Und manches auch auf gutes Land. - Der Sämann sieht es an dem Tag / Der ersten Ernteschau. Er sinnt / Und sammelt dankbar den Ertrag, / Bemessend, wie er neu beginnt."

Schätzpreis
€ 100   (US$ 117)


Nachverkaufspreis
€ 60   (US$ 70)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Hesse, Hermann
Sign. Gedichttyposkript "Bei einem Grabe"

Los 2179

[*] Hesse, Hermann, Schriftsteller, Nobelpreisträger (1877-1962). Gedicht-Typoskript m. U. "H. Hesse" und eigh. Zusatz. 1 S. Gr. 8vo. (Montagnola, Juni 1941).

"Bei einem Grabe". Vier Strophen zu je vier Zeilen: "... Wohl ihm, der dieser bittern Zeit entrann! / Uns andern bleibt vom Lärm und Krieg der Welt, / Von ihrer Todesangst und blutigen Not / Noch unser Teil, und Leid ist unser Brot, / Bis auch für uns der bange Traum zerschellt. / Dann wird, so glauben wir, das Gleichgewicht, / Der Wert und Sinn der Welt uns wieder tagen ...". - Das Kriegsgedicht sandte Hesse an die Schriftstellerin und Übersetzerin Hanna Roehr in Hamburg. Handschriftlich fügt er hinzu: "Juni 41. Danke für Brief! Gruß an Dr. Hapke!"

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Zuschlag
€ 170 (US$ 198)


Hesse, Hermann
Sign. Gedichttyposkript "O daß es Farben gibt"

Los 2180

[*] - Gedichttyposkript m. U. "HH. grüsst". 1 S. Gr. 8vo. (Montagnola, April 1962).

Zweiteiliges Gedicht ohne Titel: "O daß es Farben gibt, / Blau, Gelb, Weiß, Rot und Grün! / O daß es Töne gibt, / Sopran, Baß, Horn, Oboe! / O daß es Sprache gibt, / Vokabeln, Verse, Reime ..." (20 Zeilen). - Im Jahr seines Todes sandte Hesse das späte Gedicht an die Schriftstellerin Hanna Roehr in Hamburg. - Beiliegend ein Umschlag mit fraglicher Zugehörigkeit.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Zuschlag
€ 550 (US$ 643)



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