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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Wagner, Richard
Brief 1849 an Natalie Planer

Los 2561

Wagner, Richard, Komponist (1813-1883). Eigh. Brief m. U. "Richard Wagner". 21/2 S., sehr eng beschrieben. Doppelblatt mit Adresse. Zürich, bei "Herrn Alexander Müller, Professor der Musik", 10.VII.1849.

An Natalie Planer "bei Mad: Wagner" in Dresden, die voreheliche Tochter seiner Frau Minna, die Natalie immer offiziell als ihre jüngere Schwester vorgestellt hatte. Großer, außerordentlich umfangreicher Brief des steckbrieflich verfolgten politischen Flüchtlings, der Frau und Stieftochter vor seiner Emigration in Chemnitz bei seinem Schwager Wolfram untergebracht hatte. Aus Paris zu seinem Gönner Alexander Müller nach Zürich zurückgekehrt, schreibt Wagner an Natalie, um durch ihre Vermittlung seine Frau zu erreichen und das weitgehend zerrüttete Verhältnis unter Aufwand aller Argumentations- und Überredungskunst wieder in einigermaßen erträgliche Bahnen zu lenken. Der Brief ist also eigentlich für Minna bestimmt. "... ich wende mich an Dich, um von Minna etwas zu erfahren, von der ich nicht einmal weiß, wo sie sich gegenwärtig aufhält. Was ich ihr selbst schreiben wollte, weiß ich kaum: über ihre Härte gegen mich will ich ihr keine Vorwürfe machen; meine Vertheidigung würde sie aber auch nicht verstehen wollen ... Somit bliebe mir nichts weiter mehr übrig, als ihr meine herzliche Sehnsucht nach ihr auszudrücken: dieß könnte ich aber auch wieder nicht anders, als indem ich Alles aufböte, um sie dazu zu vermögen, zu mir zu kommen, damit nicht das Traurige unrer Lage durch das größte Uebel, die Trennung, noch verschlimmert werde! Sie hat aber ausdrücklich, und namentlich auch um ihrer Gesundheit willen von mir verlangt, daß ich sie in dieser Hinsicht nicht bestürmen oder belästigen möge. Was soll ich ihr nun schreiben? ... Hierin mag sie nun zwar sehr vorsichtig und klug handeln, von Liebe finde ich aber nicht eine Spur darin, sondern nur Lieblosigkeit und Eigensinn. In meiner jetzigen Lage kann ich mich aber an Minna nur wenden, wenn ich ihrer Liebe gewiß bin: nur die Liebe kann Alles das überwinden, was jetzt zu überwinden ist, nur die Liebe kann vertheidigen, entschuldigen, erkennen und versöhnen ... Hat sie ihre Liebe zu mir verloren, so kann sie ihr von Außen her nicht wieder zugeführt werden, sondern sie kann nur aus ihrem eigenen Innern, von selbst wieder kommen ... Du, liebe Natalie, bist nun doch am meisten um Minna, - so hoffe ich wenigstens: deshalb wende ich mich an Dich, Minna genau zu beobachten u. zu lauschen, wie es mit ihrem Herzen steht u. wie sie sich über die Möglichkeit einer baldigen Wiedervereinigung mit mir äußert ... Vor allen Dingen benachrichtige mich ja genau, wie es mit Minna's Auskommen steht: sie hat durchaus verweigert, geborgtes Geld von mir anzunehmen; ich hoffte nun ihr in diesen Tagen verdientes Geld, nämlich ein Honorar für meinen Tannhäuser, aus Frankfurt, zustellen zu können, - leider erhielt ich gestern aber eine abschlägliche Antwort ... Nachdem ich auf dem Lande bei Paris Minna's für mich so sehr niederschlagenden Brief erhalten, schrieb ich augenblicklich an Liszt, er solle alle etwa wegen eines Gehaltes eingegangenen Unterhandlungen abbrechen, bei Minna auch nicht nachfragen, worum ich ihn vorher gebeten hatte ...".

Berichtet dann über sein Wohnen bei der Familie Müller und deren Gastfreundschaft. "... ich selbst würde in Müller's Hause, zumal wenn Minna käme, doch wohl nur so lange bleiben, bis meine übrigen Angelegenheiten zu Stande kämen. Ich hoffe nämlich mit einem hiesigen, sehr reichen Kunstfreunde eine Art Geschäft in der Art zu machen, daß ich ihm alle meine zukünftigen deutschen Opern im Voraus gegen ein festes Jahresgehalt verkaufe ... Schon jetzt würde es mir möglich sein, meine fertige Oper Lohengrin in Bausch u. Bogen gut zu verkaufen ... Wollte Minna kommen, so erhielte sie umgehend von mir alles nöthige Geld: die Möbel u. Sachen, die sie noch erhalten hat, müßte sie alle nachkommen lassen, denn diese sind hier theuer ... Du, liebe Natalie, müßtest jedenfalls mitkommen, denn erstlich gehörst Du zu uns u. würdest schon jetzt bei Müllers sehr nützliche Beschäftigung finden ... Ach, möchte der gute Geist, der Geist der Liebe bald wieder über Minna kommen: überwältigt sie dieses edelste u. reinste Gefühl für mich nicht bald wieder, so fürchte ich, wird sie auch nie wieder der Liebe für mich fähig sein: dann soll sie mir es sagen, daß sie mich nie wiedersehen möge, ... u. dann - leb' wohl, Kunst und Alles, was mein Leben ausmacht! Dann nehme ich meinen Wanderstab u. gehe in die weite Welt hinein, daß keiner mehr eine Spur von mir finden soll! ...". - Sämtliche Briefe, Bd III (Leipzig 1983), Nr. 11. - Randschäden durch Faltenrisse; geringer Buchstabenverlust durch das Öffnen der Versiegelung.

Schätzpreis
€ 5.500   (US$ 6.435)


Zuschlag
€ 15.000 (US$ 17.550)


Wagner, Richard
Brief 1864

Los 2562

- Eigh. Brief m. U. "Richard Wagner". 1 S. Gr. 8vo. Starnberg 28.VIII.1864.

Mahnung an (den nicht genannten) Musikalienhändler Michael Schloß in Köln. "Ew. Wohlgeboren würden mich sehr verbinden, wenn Sie den Ankauf meiner Oper 'Rienzi' für das Stadttheater in Coeln, nach den bisher in meinem Namen gestellten Bedingungen, in Ordnung bringen wollten. Ich habe auf ergangene Anfrage, zehn Louis'dor [sic] als Honorar für das Aufführungsrecht, und eigene Anschaffung der Partitur von der C. F. Meserschen Hofmusikhandlung in Dresden, gegen Erstattung der Copialien verlangt ...". Er bitte nunmehr um Übersendung des Betrages, "da sich dergleichen Geschäfte leicht meiner Aufmerksamkeit entziehen". - Leicht gebräunt. - WBV 3959. - Mit dem Angebort von Breitkopf & Härtel unzufrieden, hatte Wagner beschlossen, "Rienzi", "Der fliegende Holländer" und später "Tannhäuser" auf eigene Kosten herauszugeben und sie über die Musikalienhandlung C. F. Meser zu vertreiben. Das Verfahren stürzte ihn aber noch mehr in Schulden. Allerdings hatte einige Monate vor Abfassung des vorliegenden Briefes der bayerische König Ludwig II. das Patronat über Wagners Werke übernommen und seine Schulden bezahlt, gegen Überlassung der Manuskripte einschließlich des "Rienzi". Drei Tage vor dem Versand des vorliegenden Briefes hatte der König seinen 19. Geburtstag gefeiert, zu dem Wagner einen "Huldigungsmarsch" komponiert hatte.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.925)


Zuschlag
€ 3.600 (US$ 4.212)


Wagner, Richard
Brief 1878

Los 2563

"dass die Hoboe zu singen hat"
- Eigh. Brief m. U. "Rich. Wagner". 1 S. Gr. 8vo. Bayreuth 17.XII.1878.

An seinen Freund, den Weimarer Komponisten und Wagner-Interpreten Eduard Lassen. Über die Besetzung des Orchesters für das Vorspiel zum "Parsifal" mit geliehenen Musikern der Weimarer Hofkapelle. "... Soeben gelangt das Bekenntniß an mich, dass der hiesige (zum 3ten bestimmte) Fagottist schwach ist. Also: Weimar. Ebenso noch ein Hoboist! Ich stelle dann von hier nur einen (3ten) Hoboe-Bläser, Sie dagegen - also mit Hilfe Weimars - zwei Hoboe-Bläser und einen Englischen Hornbläser. Es thut mir leid, dass wir für das letztere Instrument Ihren ersten Hoboisten verwenden müssen; sie werden ersehen, dass die Hoboe im Vorspiel wirklich zu singen hat ...". - Wagner wollte Cosima mit einer Aufführung des Vorspiels am 25. Dezember überraschen. Die Proben fanden mit Musikern aus Meiningen und Weimar heimlich im Saal des "Hotels zur Sonne" statt. - WBV 8094.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.510)


Zuschlag
€ 3.700 (US$ 4.329)



Wagner, Cosima
Brief 1893 + sign. Foto

Los 2564

- Wagner, Cosima, zweite Frau Richard Wagners, Tochter Franz Liszts, geschiedene v. Bülow (1837-1930). Eigh. Brief m. U. "C. Wagner". 3 S. 8vo. Bayreuth 13.V.1893.

An den Dirigenten Hermann Zumpe (1850-1903). "... Nach reiflicher Überlegung will es mir schicklich und der Billigkeit gemäss erscheinen, dass wir bei der ersten Abmachung bleiben, dass mein Neffe die Cantate dirigirt, und Sie die Ouvertüre sammt Chöre und Theatermusik. Jedenfalls wollen wir es versuchen. Geht es nach der morgigen Probe (zu welcher mein Neffe kommt) nicht, so dirigiren Sie die beiden Werke; geht es, so glaube ich im Sinne meines Mannes zu handeln, wenn ich die Aufgabe theile ...". - Beiliegend eine signierte Porträtfoto-Postkarte Cosima Wagners. Die Aufnahme von Ramme & Ulrich in Bayreuth zeigt Cosima in 3/4-Figur mit großem Hut und Sonnenschirm, auf der Bildseite signiert "Cosima Wagner, Bayreuth". Das Foto selbst dürfte um 1908, nach dem Übergang der Festspielleitung von Cosima auf Siegfried Wagner, entstanden sein.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Zuschlag
€ 300 (US$ 351)



Wagner, Siegfried
Brief 1902 + Beilage

Los 2565

- Wagner, Siegfried, Sohn Richard Wagners, Komponist und Leiter der Bayreuther Festspiele (1869-1930). Eigh. Brief m. U. "Siegfried Wagner". 2 S. Kl. 4to. Bayreuth 26.XI.1902.

An einen Herrn, der ihm eine Schrift übersandt und angefragt hatte, warum die "Allgemeine Musikzeitung" regelmäßig Gehässigkeiten gegen Bayreuth verbreite. "... Ich muss Ihnen das wiederholen, was ich Ihnen mündlich sagte, dass ich nichts directes weiss, weil ich die Allgemeine Musikzeitung nicht lese. Von verschiedenen Seiten ist mir gesagt worden, dass Gehässigkeiten gegen Bayreuth, sogar Verleumdungen gegen unser Haus darin häufig vorkämen ...". Er habe daher den Verwaltungsrat der Festspiele befragt, ob denn früher einmal Mißhelligkeiten zwischen Bayreuth und jener Redaktion vorgefallen seien. Der Verwaltungsrat habe den Sachverhalt in einem Brief erklärt, den er, Siegfried Wagner, hier beifüge. - Dieser Brief ("Liebster Siegfried!") liegt auch hier bei und erklärt die Anti-Bayreuth-Kampagne des Redakteurs Otto Leßmann damit, daß in den 1880er Jahren Werbung für die Festspiele auch in Zeitschriften wie der "Allgemeinen Musikzeitung" gemacht wurde, sich Leßmann aber anstelle der Bezahlung Freikarten erbat. Als ab 1890 die Festspielkarten so begehrt wurden, daß die Vorstellungen lange vorher ausverkauft waren, ging man von dem Verfahren ab, und Leßmann erhielt trotz Protestes keine Freikarten mehr. Seitdem lasse er keine Gelegenheit aus, gegen Bayreuth und seine Festspiele zu Felde zu ziehen. - Von diesem Verwaltungsrats-Brief das erste Blatt aufgezogen.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Zuschlag
€ 250 (US$ 292)


Waldteufel, Emil
Musikal. Albumblatt

Los 2566

Waldteufel, Emile, elsäss. Komponist zahlreicher beliebter Tanzmelodien (1837-1915). Eigh. musikal. Albumblatt m. U. "Emile Waldteufel". 1 S. Quer-8vo. Paris 26.X.1902.

"Bleuets et Coquelicots. Valse." 16 Takte auf 2 Systemen. Als Beitrag zu einer internationalen Wohltätigkeitsveranstaltung dekorativ auf eine hierfür bestimmte Postkarte geschrieben.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Zuschlag
€ 240 (US$ 280)


Webern, Anton von
Brief 1919

Los 2567

Webern, Anton von, österr. Komponist und Dirigent, Schüler Arnold Schönbergs, 1945 von einem amerik. Soldaten erschossen (1883-1945). Eigh. Brief m. U. "A Webern". 11/4 S. Mit Umschlag. 8vo. (Mürzzuschlag) 30.VII.1919.

An den Wiener Schriftsteller August Eigner (1884-1951), der ihm Opernlibretti gesandt hatte. "... Leider muß ich sagen, daß sie nicht das sind, was ich suche. Ich vermag auch momentan kein Thema oder einen Stoff zu nennen, um dessen Bearbeitung von Ihnen zu erbitten. Ihr Vorschlag diesbezüglich hat mich sehr gefreut. Vielleicht melde ich mich bald in dieser Sache ... Noch ein Wort der Entschuldigung: ich bemerkte erst gestern, daß Sie Ihren Dramen einen Brief beigelegt hatten. Er war in dem Verpackungspapier liegengeblieben. Das ist die Ursache davon, daß ich Ihnen erst heute Ihre Texte zurücksende ... Entschuldigen Sie also die Verspätung. Ich bin sonst in solchen Dingen genau ...". - So früh selten.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.106)


Zuschlag
€ 1.600 (US$ 1.872)


Youmans, Vincent
Sign. Musikzitat "Tea for Two"

Los 2568

"Tea for two"
Youmans, Vincent, US-amerikanischer Komponist und Broadway-Produzent, schrieb viele in Jazz und Schlagern populär gewordene Stücke, darunter den Welthit "Tea for two" (1898-1946). Eigh. Musikzitat m. U. "Vincent Youmans" auf einem Blatt eines Autogramm-Albums. 8vo. Wien 1928.

Zwei Takte, nämlich die Anfangstakte von "Tea for two". - Zusammen mit 3 weiteren Signaturen auf dem Blatt: die dänischen Filmkomiker "Pat und Patachon" (Carl Schenström und Harald Madsen, Wien 1925) und auf der Rückseite ein zweites, undeutlich signiertes Musikzitat, Baden (bei Wien) 1920. - Beiliegend ein weiteres Albumblatt, mit 8 Signaturen, u. a. von Hermann Leopoldi sowie den Brüdern Fratellini (Zirkusclowns) (1920).

Schätzpreis
€ 200   (US$ 234)


Zuschlag
€ 250 (US$ 292)



Zeisl, Erich
Postkarte 1927

Los 2569

Zeisl, Erich, österr.-amerikan. Komponist, schrieb 3 Opern, mehrere Ballette und viel Konzertmusik, emigrierte 1938 in die USA (1905-1959). Eigh. Postkarte m. U. "Erich Zeisl". 11/2 S. Wien (wohl 15.IX.1927).

An den für seine Libretti-Produktion bekannten Wiener Schriftsteller August Eigner, den Zeisl zweimal vergeblich aufgesucht hatte. "... Ich bin von Direktor Herbst rekommandiert und brauche dringend ein Operntextbuch [von] 1-3 Akten dramatischen und neuartigen Inhalts. Vielleicht hätten Sie etwas wirklich Erstklassiges auf Lager, wofür ich Ihnen ungemein verbunden wäre ...".

Schätzpreis
€ 120   (US$ 140)


Zuschlag
€ 100 (US$ 117)



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