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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Chézy, Wilhelm von
Honorarquittung 1825

Los 2131

Chézy, Wilhelm von, Schriftsteller (1806-1865). Eigh. Quittung m. U. "Wilhelm von Chezy". 1/2 S. 8vo. Wien 9.V.1825.

Honorarquittung für den Herausgeber der Wiener "Allgemeinen Theaterzeitung", den Schriftsteller Adolph Bäuerle. „Für die Erzählung, der arme Künstler, und die Beurtheilungen Liebe findet ihre Wege, Gedichte von Karl Lappe habe ich im Namen der Frau von Chezy 51 f. 45 Xr Pr. W. sprich ein und fünfzig fl fünf und vierzig Xr von Herrn Bäuerle richtig empfangen.“ - Wilhelm von Chézy war der älteste Sohn der zu ihren Lebzeiten hochgeschätzten Dichterin Helmina von Chézy, geborenen Freiin von Klencke, die offensichtlich zu den vielen Beiträgern von Bäuerles "Theaterzeitung" gehörte. Den pommerschen Dichter Karl Lappe (1773-1843) hat Schubert durch die Vertonung seines Gedichtes „Im Abendrot" unsterblich gemacht.

Schätzpreis
€ 90   (US$ 105)


Zuschlag
€ 60 (US$ 70)


Cölln, Friedrich von
Brief 1808

Los 2132

[*] "die elenden Berliner"
Cölln, Friedrich von, Nationalökonom u. Skandal-Publizist (1766-1820). Eigh. Brief mit U. 3 S. Doppelblatt mit Adresse und Siegel. 4to. Sagan (Schlesien) 26.X.(1808).

An den "Leybibliothecaire Kralowsky Berlin Jägers Brücken", d.i. Friedrich Kralowsky (um 1765 - ca. 1820), Buchhändler und Besitzer einer Leihbibliothek in der Jägerstr. 25, ein Freund von E. T. A. Hoffmann. Interessanter Brief zum Presseecho auf sein anonym herausgegebenes Journal "Neue Feuerbrände" (1807-1808), in dem er Material zur Zeitgeschichte lieferte und Mißstände in der politischen und militärischen Führung rügte. "Also muß ichs nun auch noch erleben, daß der Professor Gubiz [der junge Holzschneider u. Publizist Friedrich Wilhelm Gubitz] ein zweydeutiger Mensch ist, insofern er die Feüer-Schirme redigirt? Er der die mehrsten Aufsätze zu den F[euer] B[ränden] geliefert, u. der das fameuse 2te Heft redigirt hat, er der Gräfs [der Verleger Heinrich Gräff] Freund seyn will, er redigiert die F. S. und läßt es zu, daß die Redaktion der FB, die gröbsten Sottisen, die niedrigsten Absichten, die boßhaftesten Pläne gegen das Vaterland Schuld gegeben werden? Er, der mich kennt, läßt mich so mißhandeln? Glauben Sie nicht daß mich das Gewäsch in den Feüer S. und Lösch Eymern ärgerte, Gott bewahre! Aber es kränkt mich daß Gubiz den ich für meinen Freünd hielt so handeln kann … Die elenden Berliner - können keine neüe Idee hervorbringen, sie ahmen nur nach und schimpfen doch ohne Gründe auf den der ihnen die Idee lieh. Der Buchhändler sagt aber: der Journalist der der öffentlichen Meynung widerspricht ist ein Narr. Wer wirds denn glauben: daß die P. Generale Heroen, … die Minister Salons, die Offizianten untadelhaft, F[riedrich] W[ilhelm] der 2te ein Kayser und FW der 3 ein genialischer König war? … Ich werde nicht ein Jota antworten, von allen Berliner Schriftstellern aber auch kein Blat mehr druken lassen, da sie 2 Herren dienen, und wenn sie von Pistolen hören à la Stein, in den Zeitungen sagen, wir sind es nicht gewesen. Stein mag ein rechter Soldat gewesen seyn, der hätte bey Jena auch nicht Stich gehalten … Melden Sie mir das Urtheil Ihrer Leser über den 3ten Theil der V[ertrauten] B[riefe] ..." - Gubitz gab beim Verleger Maurer die "Feuerschirme. Beiträge zu einer Geschichte der Zeit, Versuche zur Veredlung des Nationalgeistes und zur Erhebung der Kunst und Industrie" in 6 Heften heraus. Die patriotische Zeitschrift "Löscheimer" publizierte der kgl. preuß. Offizier Gustav von Both. Eine weitere Gegenstimme war die Schrift "Ein Eimer Wasser zum Löschen der neuen Feuerbrände", deren Verfasser bis heute nicht identifiziert ist. Parallel zu den "Neuen Feuerbränden" publizierte Cölln: "Vertraute Briefe über die innern Verhältnisse am Preußischen Hofe seit dem Tode Friedrichs II." Die mehrbändige Reihe wurde binnen kurzer Zeit durch mehrere Auflagen schnell verbreitet. Zur Zeit des Briefes arbeitete Cölln als schlesischer Steuerrat in Glogau. Kurze Zeit später wurde er "wegen Verunglimpfung der Regierung"verhaftet und im Januar 1809 in die Festung Glatz abgeführt. Dem Prozess entzog er sich durch Flucht nach Österreich. - Durch Siegelausriss etwas beschädigt (Verlust nur weniger Buchstaben). - Selten.


Schätzpreis
€ 1.400   (US$ 1.638)


Nachverkaufspreis
€ 900   (US$ 1.053)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Cotta, Georg von
Brief 1834

Los 2133

Cotta, Georg Frhr von, Verleger (1796-1863). Eigh. Brief m. U. "Georg Cotta". 1 S. 8vo. Augsburg 20.I.1834.

An einen Bekannten. "... da ich nicht mehr das Glück gehabt Sie zu München zu sehen und mich von Ihnen zu verabschieden, so will ich doch nicht säumen dieß noch schriftlich von hier aus zu thun. Ich hoffe und bitte, daß Sie mir Ihre Freundschaft erhalten möchten, und denke dieselbe bald persönlich wieder zu erneuern. Die Anstalt wird die schuldigen fl. doch entrichtet haben? ...". - Georg Cotta war der Sohn des „Verlegers der deutschen Klassik“. 1821 schied er als Legationsrat aus dem diplomatischen Dienst aus, um dem Verlagshaus seines Vaters zur Verfügung zu stehen. Ab 1824 redigierte er für vier Jahre gemeinsam mit dem Vater das „Morgenblatt für gebildete Stände" und übernahm nach und nach alle Aufgaben. Nach seines Vaters Tod 1832 führte er zusammen mit seinem Schwager Hermann von Reischach das Familienunternehmen und stand ihm 30 Jahre lang vor. - Gebräunt; das Adressblatt zur Hälfte abgerissen.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Zuschlag
€ 120 (US$ 140)


Csokor, Franz Theodor
Sign. Porträtfoto 1914

Los 2134

Csokor, Franz Theodor, österr. Schriftsteller, vor allem Dramatiker und Lyriker (1885-1969). Porträtfoto-Postkarte mit eigh. Widmung u. U. "Franz Theodor Csokor" auf der Bildseite. Mödling 12.III.1914.

"Herrn I. G. Henger herzlich und dankbar Franz Theodor Csokor". Der Wiener Graphiker Ignaz Geza Henger hatte ihm und diversen anderen Schriftstellern einen persönlichen Exlibris-Entwurf zugeschickt. Csokor galt Henger offenbar schon als prominent, obwohl der hier 29jährige bis dahin erst ein einziges schmales Bändchen Balladen veröffentlich hatte. Insofern zeigt das vorliegende seltene Foto (Orig.-Abzug des Wiener "Residenz-Ateliers") Csokor tatsächlich als "Früh"-Expressionisten. - Rückseitig Montagespuren.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Zuschlag
€ 260 (US$ 304)


Dehmel, Richard
Signiertes Gedichtmanuskript

Los 2135

Dehmel, Richard, Dichter, galt zu seiner Zeit als einer der bedeutendsten deutschen Lyriker (1863-1920). Eigh. Gedichtmanuskript m. U. "R. Dehmel". 1 S. Auf zweiseitig unbeschnittenem Bütten. 4to. O. O. u. J.

"Ein Tulpenblatt". Drei Strophen mit insgesamt 13 Zeilen: "Von deinen Tulpen fiel das erste Blatt, / es liegt am Fuß der stolz geschwungnen Vase / und lehnt sich auf am himmelblauen Glase, / und drüber flammt der Strauß in dreizehn Bränden ...". Frühe Niederschrift des bekannten Gedichtes, das unter dem Titel "Ein Blütenblatt" und mit textlichen Abweichungen (z. B. "gletscherblauen" statt "himmelblauen") in den Werksammlungen gedruckt ist. Dekorativ auf festem Bütten geschrieben. - Querfalte.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Zuschlag
€ 440 (US$ 514)


Dingelstedt, Franz von
Brief 1861 + Beigabe

Los 2136

Dingelstedt, Franz von, Schriftsteller, Dramaturg, anfangs dem Jungen Deutschland nahestehend, später Leiter der Hoftheater in München, Weimar und Wien (1814-1881). Eigh. Brief m. U. (Paraphe). 1 S. Gr. 4to. Weimar 9.III.1861.

Als Weimarer Intendant und 1. Vorsitzender der 1859 gegründeten karitativen "Schiller-Stiftung" an einen Kollegen: „Ihrem freundlichen Anerbieten gemäß, überschicke ich Ihnen lieber Kollege, Geld und Brief für Herrn Donner zu persönlicher Besorgung. Ich füge die Frage hinzu, ob Sie uns nicht einen guten General-Secretär für den V B. unserer Schillerstiftung wißen und nachweisen wollen? Ich kann mit dem besten Willen die Arbeit nicht mehr zwingen ...". - An den Rändern geknittert; Querfalte eingerissen. - Beiliegend ein eigh. Billet m. U. "Fr Dingelstedt" aus dem Jahr 1843: "Bitte Herrn Adolf Becher mir doch ein disponibles Ex. von Gustav Pfizers Aeneas Sylvius auf ein Pr. Tage zu leihen, auch was sich sonst an lyrischen oder epischen Novitäten just auf dem Lager vorfindet. Behufs einer Übersicht ...".


Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Zuschlag
€ 100 (US$ 117)


Ehrenberg, Friedrich
Brief 1802

Los 2137

[*] Ehrenberg, Friedrich, Schriftsteller, einflußreicher Hofprediger in Berlin, Mitarbeiter im Kultusministerium (1776-1852). Eigh. Brief mit U. 1 S. Mit Eingangsvermerk. 4to. Plettenberg 15.VII.1802.

Wohl an den Leipziger Verlagsbuchhändler Johann Erdmann Ferdinand Steinacker (1764-1842). "In aller Eile habe ich die Ehre, Ihnen, … anzuzeigen, daß Ihnen das Mscpt des ersten Theils der Schrift über die Veredlung des Menschen, obgleich dasselbe mehr als Einmahl so stark als das über die Seelenwanderung ist, für acht und zwanzig Louis d'or zu Dienste steht. Sollten Sie, beym Empfange desselben darüber anders urtheilen: so überlasse ich es Ihrer Billigkeit, davon verhältnißmäßig abzuziehen. Ich glaube dieses um so mehr zu können, da ich in Ihnen nicht allein den Denkenden, sondern auch den rechtschaffenen Mann verehre. In drei Wochen werde ich das Mscpt abgeben können. Ihre Verfügung über den Titel, der unter der Presse befindlichen Schrift, hat ganz meinen Beyfall …". Darunter die eigenh. Notiz des Verlegers, daß er 25 Louis d'or geboten habe. - Ehrenbergs Werk "Die Veredlung des Menschen, nach ihren Hauptmomenten" erschien in 2 Bänden 1803 bei Steinacker. Bei der "unter der Presse befindlichen Schrift" könnte es sich um: "Wahrheit und Dichtung über unsere Fortdauer nach dem Tode" handeln, das bei Steinacker im selben Jahr herauskam. - Der reform. Theologe und Erbauungsschriftsteller Ehrenberg aus Elberfeld wurde fünf Jahre später zum Hofprediger in Berlin ernannt. Als Vertrauter von König Friedrich Wilhelm III. hatte er einen entscheidenden Einfluss auf das Leben in der preuß. Landeskirche. - Geringfügig fleckig.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 292)


Zuschlag
€ 180 (US$ 210)


Eliot, Thomas Sterns
Brief 1949

Los 2138

[*] Eliot, Thomas Stearns, engl. Schriftsteller, Nobelpreisträger (1888-1965). Masch. Brief m. U. "T. S. Eliot". 1 S. Mit Briefkopf "Faber and Faber Ltd Publishers". Gr. 4to. London 16.II.1949.

An den Verlag der Bücherstube Fritz Seifert in Hameln über das dort 1948 erschienene Buch von Grete und Hans Schaeder "Ein Weg zu T. S. Eliot": "... The book ... arrived late in January and I have now read it. I am writing to tell you, as I had already written to them before I had finished reading the book, that this seems to me, so far as I myself am competent to judge, a most excellent piece of exposition and criticism, and I am very happy that the first book about my work to be published in German should be such an excellent introduction ...". Ferner über Reisepläne nach Deutschland für Oktober. - Lochung alt hinterlegt.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 526)


Zuschlag
€ 350 (US$ 409)


Endler, Adolf
Brief 1981

Los 2139

Die Entwicklung der Lyrik-Szene in der DDR
Endler, Adolf, Schriftsteller, lebte seit 1955 in der DDR, 1979 aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen, zentrale Persönlichkeit in der Ost-Berliner Literaturszene in Prenzlauer Berg, Träger zahlreicher Literaturpreise, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung (1930-2009). Brief m. U. "Adolf Endler". 3 S. auf 3 Bl. Gr. 4to. (Ost-) Berlin 10.II.1981.

An einen Germanisten und Literaturwissenschaftler in den Niederlanden. Umfangreicher und gehaltvoller Brief mit einer großen Abhandlung über die Entwicklung der Lyrik-Produktion in der DDR. "... Man muß ... zwei große Phasen sehen, jede ungefähr ein Jahrzehnt füllend, innerhalb derer die verschiedenen Diskussionen einen bestimmten Stellenwert haben. - Die erste Phase beginnt, um es grob zu sagen, mit der sogenannten 'Lyrik-Welle' 62/63 (die noch zusammenhing mit den Entkrampfungen nach dem XX. Parteitag der KPDSU und entsprechenden Erscheinungen in der Sowjetunion - Jewtuschenko usw.-, aber auch mit der Literatur der Beatniks in den USA: direkte Auswirkungen auf Frühes von Volker Braun z. B.), sie setzt sich fort als eine ständige Auseinandersetzung um das entstehende Gesicht einer originären DDR-Poesie, wobei 'offiziöse' Vorstellungen und Entwicklung der Lyrik und der besten Lyriker immer mehr auseinanderklafften. Neben zahlreichen kleineren Diskussionen gab es drei besonders gravierende: 1. die sozusagen offiziell eingerührte auf dem berühmten 11. Plenum des ZK der SED (15. bis 18.12. 65), Auseinandersetzung mit Pessimismus und einer (wenig konkreten) 'Kritischen Haltung' gewisser Autoren, u. a. mit Biermann, Rainer Kirsch usw. 2. Die 'Forum'-Diskussion, bei der die Rolle der sozusagen 'Offiziellen' auf eine Reihe von Literaturwissenschaftlern übergegangen war (Rudolf Bahro, übrigens angeregt durch eine ungemein erfolgreiche, von mir organisierte Nummer der Kulturbundszeitschrift 'Sonntag' - Nr. 16/65 -, hat die Diskussion im 'Forum' redaktionell vorbereitet, hat auch - vor allem mit Kritik an Kunert - eingegriffen, und war dann wohl sehr schockiert über den 'Abbruch' der Diskussion ...). 3. gab es 1968/69 eine kurze, aber heftige Diskussion um die Lyrik-Anthologie 'Saison für Lyrik', die mit einer Verurteilung dieser Anthologie auf mehr journalistischer Ebene (Neues Deutschland) endete ... Die Singebewegung, nach der Sie fragen, ist weniger aus der Lyrik-Welle der Sechziger hervorgegangen, sondern erkennbar gegen die Entwicklung des doch wohl wesentlichsten Teils der DDR-Lyrik gerichtet (der heute als Mittlere Generation begriffenen Lyriker von Karl Mickel bis Rainer Kirsch usw.) ... die Singebewegung ist nach über einem Dutzend Jahren ihrer Existenz die eine Sache, die Lyrik eine ganz andere, Zusammenarbeit gibt es (so gut wie ausschließlich) auf der Ebene der Mittelmäßigkeit ... Kurzfristig blühte die Hoffnung auf, daß nach der Zerschlagung äußerst enger theoretischer Konzepte - ein Nebeneffekt der 'Sinn und Form'-Diskussion -, daß die von dem Lit-Wissenschaftler Weisbach geradezu als Zuchtrute verwendete Orientierung auf einen Autor wie Erich Weinert zurückgezogen wurde, ehe sie noch mehr Unheil anrichten konnte ... Sie wissen, daß es anders kam ... Eines war nach 71 sehr rasch allen Kennern der Szene klar: Jeder Versuch, noch einmal die Möglichkeiten der Lyrik (Literatur) zu verengen, mußte katastrophale Folgen zeitigen. Die Biermann-Sache, da die allgemeine Stimmung unter den Dichtern sich ohnehin verdüstert hatte, wurde als das entsprechende Signal begriffen ...". - Wertvolle Analyse der äußeren Bedingungen der DDR-Lyrik von einem ihrer besten Kenner, acht Jahre vor dem Mauerfall. - Beiliegend ein holländischer Zeitungsartikel über Adolf Endler (1983).

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Zuschlag
€ 280 (US$ 327)


Epting, Karl
2 Briefe 1949-1954

Los 2140

Epting, Karl, dt. Romanist, NS-Kulturpolitiker in Frankreich, 1933-1939 Leiter des Pariser Büros des DAAD, dann bis 1944 Leiter des Deutschen Instituts in Paris (1905-1979). 1 eigh. Brief und 1 eigh. Briefkarte m. U. "Karl Epting". In franz. Sprache. Zus. 31/3 S. Kl. 4to und quer-8vo. Paris 27.III.1949 bzw. Stuttgart 25.IV.1954.

An einen französischen Verleger, der in einem politischen Prozess gegen Epting zu dessen Gunsten ausgesagt hatte. Dieser bedankt sich 1949 ausführlich. "... J'étais très touché de votre geste lors de mon procès. Rentré en Allemagne je tiens beaucoup à vous le dire et à vous remercier très cordialement de votre témoignage. J'ai beaucoup regretté de ne pas pouvoir le faire de vive voix, mais les circonstances ne s'y prêtaient guère. J'espère qu'un avenir meilleur et pas trop lointain me donnera l'occasion de vous dire personnellement combien votre acte a - dans mes yeux - racheté ce que j'avais à souffrir injustement les dernières années. Je serais très heureux si je pourrais rester un peu en rapport avec votre oeuvre d'éditeur ..." [27.III.1949]. In der Briefkarte von 1954 empfiehlt er einen jungen Deutschen, Sohn eines Lufthansa-Direktors, der in Paris studieren und bei dem Adressaten Einblick in das französische Verlagswesen gewinnen möchte.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 117)

(Verfügbarkeit erfragen!)

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