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Autographen Auktion 111, Mi., 18. Apr., 17.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Freytag, Gustav
Signierte Buchbestellung 1858

Los 2031

Freytag, Gustav, Dramatiker, Kulturhistoriker, Erzähler und Publizist (1816-1895). Eigh. Brief (Buchbestellung) mit U. "Gustav Freytag, S. Hofrath". 1 S. Gr. 8vo. Leipzig 15.III.1858.

An einen Antiquariatsbuchhändler. "... Aus Ihrem 22 Verzeichniß erbitte mir durch Ihren hiesigen Commissionär gegen Nachnahme des Betrages
J B. Mathesius Historie u.s.w. - 20
Eberti Schlesiens gelehrte Frauenzimmer 8
Flögel Gesch. d. Hofnarren 12
Zugleich ersuche ich Sie, mir Ihre Kataloge bald nach dem Erscheinen direct zusenden zu wollen ...". - Der erste, undeutlich geschriebene Titel passt zu zwei Schriften des Mathesius über Martin Luther, die eine 1715, die zweite 1730. - J. C. Ebertis "Eröffnetes Cabinet des gelehrten Frauen-Zimmers. Schlesiens hoch- und wohlgelehrtes Frauenzimmer" erschien 1706 und 1727. - Karl Friedrich Flögels "Geschichte der Hofnarren" erschien 1789. - Einrisse im breiten unteren Rand.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 147)


Zuschlag
€ 80 (US$ 98)


Gästebuch Picard
der Buchhandlung "Calligrammes" in Paris

Los 2032

Gästebuch der Pariser Buchhandlung "Calligrammes" und ihres Inhabers Fritz Picard. 2 Bände. 144, 4 S. beschriftet oder illustriert. Mit mehreren hundert schriftlichen und graphischen Beiträgen (Bleistift, Tinte, Kugelschreiber, Farbstift). Quer-4to und 4to. Roter Lederband (Ecken und Kanten zerschlissen) mit Goldschnitt bzw. roter Leinenband. Paris 1952-1976.

Reichhaltiges Gästebuch von Fritz Picard (1888-1973), dem deutschstämmigen Inhaber der Buchhandlung „Calligrammes“ in Paris, Rue Dragon, eines bekannten Treffpunktes von Schriftstellern und Künstlern, sowohl Einheimischen als auch Touristen, die sich nach anregendem Aufenthalt und Gesprächen mit Picard in sein Gästebuch eintrugen. Aus Hinweisen von Beiträgern wird ersichtlich, daß Picard offenbar in den Zwanziger Jahren seine Buchhandlung in Berlin hatte. Seine regelmäßigen Ausstellungen in Paris knüpften an die Epoche der damaligen Moderne, und so finden sich etliche ehemalige Dada- und Bauhaus-Künstler unter den Beiträgern des Gästebuches.
Vertreten sind die Schriftsteller Alfred Andersch mit Gisela Andersch, François Bondy, Paul Celan, Georg Glaser, Peter Handke, Ludwig Harig, Raoul Hausmann (mit Zeichnung), Julius Hay, Franz Jung, Ursula von Kardorff, Annette Kolb, Marianne Langewiesche, Jakov Lind, Erich Lissner, André Pieyre de Mandiargues, Walter Mehring (mit Zeichnung), Jacob Picard, Gustav Regler, Paul Schallück, Philippe Soupault, Mario Spiro, Thea und Mopsa Sternheim, Emil Szittya, Elmar Tophoven, Georg Stefan Troller, Tristan Tzara (mit Zeichnung) und andere.
Die bildenden Künstler Lou Albert-Lazard, Hans Arp, César Domela, Max Ernst, Johnny Friedlaender, Willi Jever, Marino Marini, Hans Richter, Martin Schmid (Sohn von Carlo Schmid), Michel Seuphor, Ré Soupault, Katerina Wilszynski und andere.
Die Philosophen und Literaturwissenschaftler Ernst Bloch, Robert Minder, Manès Sperber, Jakob Taubes; die Verleger Karl Hanser, Günter Neske und Siegfried Unseld; die Kunsthändler und -sammler Heinz Berggruen, Hans Bolliger, Lothar-Günther Buchheim, Paul Rosenberg. Ferner der Politiker Carlo Schmid und der Pantomime Marcel Marceau (mit großem Selbstporträt 1959). Die vielfältigen graphischen Beiträge zeigen mehrere Porträts des Buchhändlers sowie Außen- und Innenansichten seines Ladens. Bis 1958 wurde nur mit Bleistift und ohne Illustrationen eingetragen. Mit einem hübschen Selbstbildnis macht Marcel Marceau 1959 den Anfang mit Illustrationen, denen bis in die 70er Jahre noch 26 Zeichnungen, Druckgraphiken und Collagen verschiedenster Künstler und Autoren folgen. - Beachtliches Beispiel für eine Buchhandlung als kultureller Treffpunkt einer Millionenstadt.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 7.380)


Zuschlag
€ 8.500 (US$ 10.455)


Geibel, Emanuel von
Gedichtmanuskript "Sonett des Dante"

Los 2033

Geibel, Emanuel von, Dichter und Übersetzer, Mittelpunkt des Münchener Dichterkreises "Krokodil" (1815-1884). Eigh. Gedichtmanuskript. 1 S. (blaue Tinte). Gr. 8vo. O. O. (ca. 1955).

"Sonett des Dante". Vier Strophen, insgesamt 14 Zeilen: "Ihr Pilger, die ihr mit bedächtgen Schritten / Gleichgült'ges sinnend eure Straße zieht, / Kommt ihr aus so entlegenem Gebiet / Wie euer Antlitz zeigt und eure Sitten? - Was weint ihr nicht, da euer Fuß doch mitten / In diese Stadt des tiefen Wehs gerieth ...". - Mit Verbesserung einer Zeile. - Erschienen 1856 in "Neue Gedichte" (Stuttgart, Cotta). - An einem Rand rückseitig Spuren ehemaliger Montage.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 369)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 246)


Geibel, Emanuel von
Gedichtmanuskript "Mädchenlied"

Los 2034

- Eigh. Gedichtmanuskript. 1 S. (schwarze Tinte). Gr. 8vo. O. O. (ca. 1875).

"Mädchenlied. (nordisch)". 15 Zeilen: "Die Luft ist grau und grau das Meer, / Der Wind fegt pfeifend drüberher, / Die Möwe kreischt, die Brandung wallt - / Wie ward mein Herz so sterbensalt! / Traurig rinnen die Tage. - Wohl hab' ich andre Zeit gekannt, / Wir fuhren im Nachen Hand in Hand, / Das Meer war blau, die Sonne schien, / Ich sah und wußte nichts als ihn; / Selig waren die Tage ...". - Das mehrmals vertonte Gedicht erschien 1877 in "Spätherbstblätter" (Stuttgart, Cotta). - Randläsuren; rückseitig Montagespuren; am oberen und unteren Rand mit Tinte die Notiz: "Autogramm von Emanuel Geibel. Rosa Livingston. 16. März 1886."

Schätzpreis
€ 150   (US$ 184)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 123)


Geibel, Emanuel von
Brief 1854

Los 2035

- Eigh. Brief m. U. ""Emanuel Geibel". 4 S. Gr. 8vo. München 4.XI.1854.

An einen Hobby-Lyriker, der ihm ein Konvolut Gedichte zur Prüfung und ggf. Überreichung beim bayerischen König übersandt hatte. Geibel antwortet ausführlich und geduldig. "... Was zunächst Ihren Wunsch in Betreff der Bianche und des Rosenmärchens angeht, so bedaure ich sehr denselben nicht erfüllen zu können, indem bei den strengen hier waltenden Formen eine solche Ueberreichung mir durchaus nicht zusteht. Wollen Sie die Werke dem Könige vorlegen, so kann dies nur auf dem geschäftlichen Wege geschehen; d. h. Sie müssen direkt an ihn schreiben und Brief und Bücher an das K. Kabinet einsenden. Doch glaube ich - offen gestanden - kaum, daß ein solcher Schritt von irgendwelchem Erfolg sein würde; ja er dürfte, wie das bei ähnlichen Fällen vorgekommen ist, selbst ohne Rückäußerung bleiben, da der Monarch in folge dessen, was er für literarische Zwecke gethan, von bayerischen und nichtbayerischen Dichtern mit einer wahren Sündflut poetischer Zusendungen überschwemmt wird ...". Er, Geibel, habe nun die Gedichte des Adressaten gelesen und z. T. mit Anmerkungen versehen. "... Leider muß ich gestehen, daß der Gesammteindruck kein befriedigender war. Die Summe von neuen Gedanken und eigenthümlichen Empfindungen, die sich in der ganzen Sammlung findet, erscheint zu deren Umfang verhältnißmäßig nur gering, eine tiefere für Ihr persönliches Wesen bezeichnende Weltanschauung tritt fast nirgends hervor ... So kann ich nicht zu einer Veröffentlichung rathen, die dem Publikum wenig Gewinn, Ihnen selbst aber - wie Sie bald erkennen dürften - wenig Freude bringen würde ...". Auch eine Übersetzung der "Henry'schen Poesien" kann Geibel nicht recht erfreuen: "Der Verfasser scheint nach seinen Gedichten einer jener sonderbar liebenswürdigen Charaktere zu sein, wie sie das grüne Irland so oft hervorbringt, eine poetische Natur, kein Poet. Man gewinnt den Menschen lieb, wenn man die Verse liest; die englische Literatur aber hat mit denselben wohl ebenso wenig einen Schritt vorwärts gethan, als die deutsche durch ihre Uebertragung ...".

Schätzpreis
€ 200   (US$ 246)


Zuschlag
€ 250 (US$ 307)


Gemmingen, Otto Freiherr von
Brief 1820 + Beilage

Los 2036

Gemmingen, Otto Frhr von, Dramatiker, Dramaturg und Publizist, badischer Kämmerer, Gesandter in Wien (1755-1836). Brief m. U. "Otto v. Gemmingen". 1 S. Gr. 4to. Landstuhl 6.VI.1820.

An den Oberbürgermeister von Landstuhl, wegen einer Übereinkunft und der Erlaubnis zur Urbarmachung eines Waldgebietes, das sich im Eigentum seiner Gemahlin Charlotte befindet. - Beigeheftet eine dieselbe Angelegenheit betreffende Erklärung seiner Gemahlin, von ihr und von Otto von Gemmingen unterzeichnet (Heidelberg 16.VI.1820). - Gemmingens nach Diderot bearbeitetes Schauspiel "Der teutsche Hausvater" (1780) fand weite Beachtung, machte ihn berühmt und gehörte zu den meistgespielten Bühnenstücken seiner Zeit. - Selten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 369)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 246)


Gundolf, Friedrich
Postkarte 1920 an C. A. Klein

Los 2037

George-Kreis. - Gundolf, Friedrich, Literaturhistoriker, Professor in Heidelberg, Mitglied des George-Kreises (1880-1931). Eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "Friedrich Gundolf". (Heidelberg 31.XII.1920?).

An Familie Dr. C. A. Klein in Hamburg. "Die besten Wünsche zum neuen Jahr, auch von meiner Frau, und Dank für das freundliche Gedenken sendet Ihr Friedrich Gundolf". Die Karte (Orig.-Photographie) zeigt eine große Villa in Heidelberg, möglicherweise die Villa Lobstein von der Bergseite.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 221)


Zuschlag
€ 170 (US$ 209)


Hellingrath, Norbert von
4 Typoskripte

Los 2038

- Hellingrath, Norbert von, Münchener Germanist, Schüler Friedrich von der Leyens, mit Wolfskehl befreundet, Wiederentdecker und wissenschaftlicher Herausgeber Hölderlins (1888-1916, an der Westfront gefallen). Konvolut von 4 Typoskripten. Zus. 72 Bl., einseitig beschriftet. Gr. 4to. Lose Bl. in einem Halbleinen-Deckel d. Z. (München 1905-1908).

2 Arbeiten aus dem Seminar von der Leyens und 2 Gymnasial-Aufsätze des mit 28 Jahren im Krieg gefallenen, hoch talentierten Germanisten, der einen Teil seiner Hölderlin-Entdeckungen in Stefan Georges "Blättern für die Kunst" veröffentlichte. Hier liegen, aus Friedrich von der Leyens Nachlaß, die vollständigen Typoskripte von folgenden Arbeiten Hellingraths vor: "Ueber Verlaineübertragungen von Stefan George" (31 Seiten, 28. Juni 1907). - "Der Aphorismus bei Friedrich Nietzsche und den französischen Moralisten (Pascal, Rochefoucauld, La Bruyère, Vanvenargues)" (27 S., 1908). - Die 1905/06 entstandenen Schul-Aufsätze "Inwiefern passt auf Schiller selbst das Wort: 'Er preiset das Höchste, das Beste'?" (8 S.) und "Reform und Revolution. Vergleichende Entwickelung" (6 S.). - Vor allem die Seminar-Arbeiten über George und Nietzsche sind von höherer Qualität und zeigen einen hoffnungsvollen jungen Gelehrten, dessen früher, sinnloser Tod noch heute schmerzlich berühren muß.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 492)


Zuschlag
€ 4.400 (US$ 5.412)


Lechter, Melchior
Postkarte 1901 mit Zeichnung

Los 2039

- Lechter, Melchior, Maler, Graphiker, Schrift- und Buchkünstler, als Mitglied des George-Kreises prägte er dessen Veröffentlichungen (1865-1937). Eigh. Postkarte mit Orig.-Federzeichnung sowie Widmung u. U. „Melchior". 1 S. Berlin 2.II.1901.

An seine Schwester Anna Lechter in Münster. "Seiner lieben Schwester herzlichen Gruss: Melchior". In symmetrisch gestalteter Schrift unter einer kreisförmigen Federzeichnung: Durch die Wolken ragende steile Bergspitzen unter sternenbesätem Himmel; eine von rechts unten ins Bild ragend zierliche Hand hält eine Rose.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 738)


Zuschlag
€ 900 (US$ 1.107)


Lechter, Melchior
Ansichts-Postkarte 1928

Los 2040

- (Lechter, Melchior) Eigh. Ansichts-Postkarte m. U. "ML". 1/2 S. Berlin 23.V.1928.

An Marga Oppenheimer in Heidelberg. In einer Schrift, deren bekannte Qualität hier durch eine Augenoperation des Künstlers etwas eingeschränkt ist. "... aus Dahlem wurde leider nichts, da es gewitterte u. in Strömen goss. Auch das Schreiben ist durch die Augen-Operation recht beschwerlich: ich sehe nichts, alles verschwimmt mir beständig. Lesen kann ich gar nicht, auch nicht arbeiten; den ganzen Tag untätig zubringen, das ist trüb. Doch Julia Culp tröstete mich mich mit ihrer süssen, beseelten Stimme. Vorhin liess ich sie, ihr zur Freude, auf- und niederschweben wie auf weichem Lichtgefieder ...". - Darüber, in ähnlicher Schrift, ein elfzeiliger Text mit Grüßen einer Elisabeth (Gundolf?). - Die Bildseite der Karte zeigt ein Fleet in Hamburg. - Dabei: 2 Postkarten an Melchior Lechter: I. Gemeinschafts-Postkarte aus München, mit Grüßen von dem Schriftsteller Richard Dehmel ("Wann sehn wir Sie in Florenz?") samt Ehefrau, dem Pianisten Conrad Ansorge ("Wann seh' ich Sie in Westend?") und dem Musikschriftsteller Dr. Arthur Seidl (3.II.1900). - II. Ansichts-Postkarte aus Darmstadt von "W. de Haan", d. i. vermutlich der Pianist, Dirigent, Komponist und langjährige Darmstädter Hofkapellmeister Willem de Haan (1849-1930). Sie ist adressiert an "Herrn Melchior Lechter bei Herrn Dr. Wolfskehl, München, Römerstrasse 16I.". Wolfskehl war mit Hanna de Haan verheiratet, die Willem auf der Karte auch erwähnt: "... Geniessen Sie München mit Hanna und Karl von ganzem Herzen" (Darmstadt 5.XI.1917).

Schätzpreis
€ 300   (US$ 369)


Zuschlag
€ 800 (US$ 984)



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