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Hauptbild Beschreibung Status
Daudet, Alphonse
4 Autographen

Los 2021

Daudet, Alphonse, franz. Schriftsteller (1840-1897). 4 Autographen m. U. "Alphonse Daudet" oder "Alph. Daudet" und 1 eigh. Umschlag. 1 S. 8vo. (Paris 25.XI.1888) bzw. o. J.

I. Eigh. Brief m. U. "Alph. Daudet" und eigh. Umschlag. 1 S. 8vo. (Paris 25.XI.1888). - An den Schriftsteller-Kollegen Hugues Le Roux (1860-1925) in Paris. "Où trouvez-vous le temps d'écrire des livres comme L'amour infirme? Il ya du travail là dedans et de délicates inventions. Trop de choses seulement, deux ou trois sujets dont chacun eût dû suffire à remplir vos trois cent pages. O dilapideuse jeunesse! Plus de talent que dans un de nous, que je préfère cependant parce que je le sens plus près de ma peau. Portez longtemps vos secondes mères. C'est, ce doit être le meilleur de vos livres de jeunesse, et pendant cettelongue incubation, faites du théâtre, du théâtre ...". - II. Brief m. U. "Alphonse Daudet". 1 S. 8vo. O. O. u. J. - An einen Freund. "... Ebner m'a raconté vos démélés avec Bourget; vous avez bien tort de vous faire de la bile. Vous avez affaire à un ingrat, à un ambitieux et à un sec; en perdant cette amitié là, vous ne perdez pas grand chose. Quant à votre probité, tous ceux qui comme moi vous connaissent depuis longtemps sont prêts à témoigner pour vous, s'il était nécessaire. Vous êtes par moment violant, Normand toujours, mais un très brave homme singulièrement dévoué à ses amis ...". - III. - Brief m. U. "A. Daudet". 2/3 S. 8vo. O. O. u. J. - An einen Freund, über dessen Artikel er voller Lobes ist. "... je vous complimente pour le compte rendu du Mémorial. On ne saurait louer un livre avec une tenue plus parfaite, garder plus noble accent d'indépendance et de sincérité dans un article d'ami. Cela tient à la trempe virile de votre phrase. En vous, c'est l'homme de la plaine provençale, le ponderé et le subtil qui pense; le montagnard pyréneen qui écrit, je les aime bien tous le deux ...". - IV. Eine Visitenkarte Daudets an Henri Ner, eigenhändig beschriftet und signiert "A. Daudet". Er lädt den Adressaten zum Essen ein und verspricht, er "trouve L'humeur Inquiète superbe".


Schätzpreis
€ 750   (US$ 885)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 590)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Doderer, Heimito von
Brief 1949

Los 2022

Doderer, Heimito von, österr. Schriftsteller (1896-1966). Eigh. Brief m. U. "Heimito" sowie mit kleinen Zeichnungen mit Bleistift, Blaustift und roter Tinte. 1 S. Quer-gr. 8vo. O. O. 16.VII.1949.

An Maria Thoma in Landshut, seine (spätere) zweite Frau, der er seinen Besuch ankündigt. "Meine schöne tugendhafte über alles geliebte Frau! Briefel vom 6/VII ist gekommen, innigen Dank, zahllose Pussi!" Er könne möglicherweise erst in der ersten Hälfte des August kommen ("beim Verlag wollen sie das, weil dann Alle versammelt sind"), wenn "sich Dult, Gewerbeschau, Volksfest schon beruhigt haben, wenigstens einigermaßen - vorläufig hab' ich noch kein Visum und hängt alles von den Amerikanern ab ... im Grunde ist ganz gleichgültig wie oder wo und ob wir's mehr oder weniger bequem haben ... und ob ich am Heuboden schlaf' oder im Bett: denn wir werden uns wiedersehen! Wenn ich das denke, ist mir alles egal. - Gabardine-Mänterl (auch Schirmchen und Schlafrock) liegen bereit, alles in viel 'Globol', wegen Motten ...". - Mit kleinen Zeichnungen Doderers: Herzen, Katzen ("Oh Mienzi!") etc. sowie einem Stempel der österreichischen Zensurstelle.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.770)


Zuschlag
€ 1.000 (US$ 1.180)


Duller, Eduard
Brief 1830

Los 2023

Entschlüsselung eines Pseudonyms
Duller, Eduard, Schriftsteller des Vormärz, als freiheitlich gesinnter Oppositioneller dem Jungen Deutschland nahestehend, später Prediger der deutschkatholischen Bewegung (1809-1853). Eigh. Brief m. U. "Dr Eduard Duller". 12/3 S. Gr. 4to. München 25.IX.1830.

Als 21jähriger an den Verleger F. A. Brockhaus, dem er sich als Mitarbeiter an dessen Literaturzeitschrift empfiehlt. "... Indem ich mich Ihnen zum Mitarbeiter an Ihren geschätzten Blättern für literarische Unterhaltung und zum Korrespondenten für dieselben über die neuesten Erscheinungen im Gebiethe der Kunst anbiethe, kann ich Sie auf nichts hinweisen, was mir statt eines Creditivs dienen könnte, als auf meinen erst kürzlich erschienenen Balladencyclus: Die Wittelsbacher, so wie auf viele Gedichte, Kunstaufsätze und Mährchen, welche ich theils unter dem fremden Nahmen Robert Flemming noch während meines Aufenthalts im Lande der Censur - Oesterreich, theils unter eignem größtentheils in Spindlers Damenzeitung abdrucken ließ. Im vorigen und heurigen Jahrgang desselben [sic], finden sich auch manche meiner Recensionen z. B. über Bechstein's Libussa, Hormayr's Taschenbuch ...". - Das Pseudonym "Robert Flemming" für Dullers oppositionelle Veröffentlichungen in Metternichs Österreich kommt bei Holzmann-B. nicht vor, scheint also hier erstmals entschlüsselt worden zu sein.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 236)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 165)

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Eich, Günter
Brief 1969 + Umschlag

Los 2024

Eich, Günter, Schriftsteller (1907-1972). Eigh. Brief m. U. "Günter Eich". 1 S. (Kugelschreiber) und eigh. Umschlag. Gr. 8vo. (Bayerisch Gmain) 13.XI.1969.

An Martin Ruch. "... von meinen Hörspielen sind mir die wichtigsten Blick auf Venedig. - Man bittet zu läuten. Mit dieser Meinung dürfte ich ziemlich allein stehen. Das bekannteste meiner Hörspiele ist Träume. Über einige andere kann Sie vielleicht der anliegende Aufsatz von Günter Bien orientieren. Ich wäre aber sehr dankbar, wenn Sie mir dieses Manuskript zurückschickten, es ist mein einziges Exemplar ...". - Mit dem eigenhändigen Kuvert, das noch einmal Eichs Namen und Adresse enthält. - Der genannte Günther Bien hatte sich in diesem Jahr für das Fach Philosophie in Bochum habilitiert.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 354)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 236)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Eichstädt, Heinrich K. A.
Brief 1808

Los 2025

Eichstädt, Heinrich Karl Abraham, bedeutender klass. Philologe, Professor in Jena, Mitredakteur der "Jenaer Allgemeinen Litteraturzeitung", vielfach geehrter Hofrat und Mitglied zahlreicher Akademien (1771-1848). Eigh. Brief m. U. "Hofrath Eichstädt, zu Jena". 2 S. Gr. 4to. Jena 26.VIII.1808.

An einen Herrn. "Ich halte es für Pflicht, Ew. Wohlgeboren eine in unsrer A. L. Zeitung kürzlich erschienene Recension von Schlegel's Europa selbst zu übersenden, um Ihnen den Wunsch nach der Fortsetzung dieses Werkes, den gewiß viele Leser mit dem Recensenten theilen, desto gewisser bekannt zu machen. Vielleicht entschließen Sie sich, auch bey den jetzt freyl. nicht günstigen Zeiten, der Literatur ein kleines Opfer zu bringen, in der Hoffnung, daß bessere Zeiten diesen Eifer belohnen werden ...". Bittet im übrigen, ihm nicht benötigte Hefte der Litteraturzeitung zukommen zu lassen, da ihm etliche abhanden gekommen seien. - Stärker gebräunt.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 295)


Nachverkaufspreis
€ 170   (US$ 200)

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Ende, Michael
Gedichtmanuskript und Porträt mit Widmung

Los 2026

Ende, Michael, Schriftsteller, überaus erfolgreicher Jugendbuch-Autor (1929-1995). Eigh. Gedichtmanuskript mit Kommentar u. U. "Michael Ende". 1 S. (Kugel- und Filzschreiber). Mit Umschlag. Gr. 4to. O. O. 10.III.1984.

"Ein sehr kurzes Märchen." Spaßgedicht von 8 Zeilen: "Hänsel und Knödel, / die gingen in den Wald. / Nach längerem Getrödel / rief Hänsel plötzlich 'Halt!' / Ihr alle kennt die Fabel, / des Schicksals dunklen Lauf: / Der Hänsel nahm die Gabel / und aß den Knödel auf." - Mit zwei Verbesserungen im Text. - Darunter Michael Endes eigenhändiger Kommentar: "Die ist der erste Entwurf eines Gedichtes, das sich jetzt in meinem Buch 'Die Schattennähmaschine' befindet. Michael Ende 10. März 1984". - Dabei: Derselbe. Gedruckte Porträtfoto-Karte mit eigh. Widmung u. U. auf der Bildseite. O. O. 10.III.1984.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 413)


Zuschlag
€ 500 (US$ 590)


Feuchtwanger, Lion
Brief 1937 aus Paris

Los 2027

Feuchtwanger, Lion, Schriftsteller (1884-1958). Brief m. U. "Lion Feuchtwanger". 1/2 S. Gr. 4to. Paris, Hotel Le Bristol, 28.X.1937.

Kurze Nachricht an eine Illustratorin in Leningrad: "... Liebe und verehrte Frau Kaplun, ich danke Ihnen sehr für die Uebersendung der Zeichnungen zum 'Falschen Nero'. Ich finde sie sehr geglückt und bin neugierig, wie sie sich im Buch ausnehmen werden ...". - Die 1938 in Moskau erschienene deutsche Ausgabe des Romans enthält unseres Wissens keine Illustrationen. - Knickspuren und kleine Randläsuren.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 236)


Zuschlag
€ 200 (US$ 236)


Fouqué, Caroline de la Motte
Brief 1820

Los 2028

Fouqué, Caroline Baronin de la Motte, Dichterin, Gemahlin des Dichters Friedrich F. (1773-1831). Eigh. Brief m. U. "Caroline Baronin de la Motte Fouqué, geb. von Briest". 1 S. 4to. Nennhausen 2.VIII.1820.

An einen Herrn bei Übersendung von 100 Talern "courant". "... Die restirenden 30 rth werden am 6ten Septbr. mit der Ihnen vom Hrn. Baron von Fouqué zu zahlenden Schuld pflichtmäßig erstattet werden ...". - Das Adressblatt zur Hälfte abgetrennt.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 295)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 212)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Fouqué, Friedrich de la Motte
Brief 1823 an Friedrich Kind

Los 2029

Fouqué, Friedrich Baron de la Motte, Dichter und Publizist der Berliner Romantik, überaus erfolgreich mit „Undine“ (1777-1843). Eigh. Brief m. U. "Fouqué". 1 S. 4to. Nennhausen 11.V.1823.

An den Schriftsteller Friedrich Kind, Librettist von Webers "Freischütz", den er mit "verehrter und innig geliebter Freund" anredet. Dankt für Kinds Brief und verspricht eine ausführliche Antwort, möchte aber schon "durch diese kleine Avantgarde ... melden, daß es mir eine Ehre und Freude sein wird, wenn Sie von meinem dichterischen Bedenken über Schön-Ellen - ich unterstreiche die Vorsylbe mit freudiger Besonnenheit - auf irgend eine Weise Gebrauch machen wollen. Ganz und theilweise lege ich den Aufsatz in Ihre Hand zum allerunbedingtesten Gebrauche. - Hier lege ich Ihnen noch Etwas bei, nur für Freunde abgedruckt, das eigentlich wohl mehr sein mag, als ein Brief. - Heut las ich in einer Wiener Zeitschrift einen Bericht über das bei Ihnen aufgeführte Trauerspiel Anna Boleyn, der mir große Erwartungen für den Dichter und sein Kunstwerk erregte ...". - Gebräunt und mit Defekten am unteren Rand (unterlegt).

Schätzpreis
€ 450   (US$ 531)


Zuschlag
€ 700 (US$ 826)


Freiligrath, Ferdinand
Brief 1874 an Ignaz Hub

Los 2030

Freiligrath, Ferdinand, Lyriker und Übersetzer, politischer Dichter, Mitarbeiter von Karl Marx, emigrierte nach London (1810-1876). Eigh. Brief m. U. "F. Freiligrath". 6 S. 8vo. Das erste Blatt mit Trauerrand. (Stuttgart) 31.I.1874.

An einen befreundeten Schriftsteller, der am 1.2.1810 geboren wurde, also wohl den Würzburger Dichter, Redakteur und Anthologien-Herausgeber Ignaz Hub (1810-1880). Umfangreicher Brief, in dem Freiligrath dem Adressaten zunächst zum 64. Geburtstag gratuliert, dann auf den Tod seines eigenen Sohnes eingeht, sich über ein dreibändiges Werk des Adressaten äußert und sich schließlich für einen Aufruf gegen holländische Nachdrucker einsetzt. "... Wie die Zeit mit uns dahinfährt! Du morgen 64, u. ich in wenigen Monaten! Halten wir uns stramm! - Mich hat übrigens das letzte Jahr arg mitgenommen. Ich bin nicht mehr, der ich vor dem Tode meines geliebten Knaben war. Auch ein mehrmonathlicher Aufenthalt in England vorigen Sommer, bei den glücklich verheirateten Töchtern u. auf der Hochzeit meines ältesten Sohnes, (der jetzt mit seiner jungen Frau fern am Missouri seinen Heerd gegründet hat), konnte mich und meine arme Frau nur vorübergehend trösten. Doch wissen mir dankbar anzuerkennen, was uns von treuer Liebe noch geblieben ist ... Man wird so zaghaft, Alles erscheint so unsicher nach einem so harten Schlage! ...". - Bedankt sich dann für die "literarische Gabe": "... Und mit meinem Danke nimm auch meinen Glückwunsch zur Vollendung des trotz aller Schwierigkeiten u. Hindernisse so treu u. liebevoll hinausgeführten Werkes! Welches Studium, welcher Fleiß, welches rastlose Mühen u. Schaffen steckt nicht in den drei Bänden! ...". Gemeint ist offenbar Hubs nunmehr mit dem dritten Band abgeschlossene Sammlung "Deutschlands Balladen- und Romanzendichter" (1846-1873). - Richtet Grüße an den Grafen Bentheim-Tecklenburg aus, dem er noch eine Antwort schuldig sei. "... Habt Ihr denn nicht meinen, mit Geibel u. Hoefer erlassenen Aufruf 'an die deutschen Schriftsteller' in der Allg. Ztg. gelesen? Und willst nicht Du, mit dem Grafen, auch zu uns kommen? Eine umgehende Zeile freundlicher Ermächtigung, Eure Namen mit unter die Petition zu setzen, würde uns hoch erfreuen, u. noch eben rechtzeitig eintreffen. Die Sache nimmt guten Fortgang, u. ich hoffe, daß wir den holländischen Piraten das Handwerk legen. Wir haben schon an die hundert Schriftsteller-Unterschriften (darunter die besten u. geachtetsten Namen) u. jetzt alarmirt Cotta die Verleger. S. den Artikel 'Schutz gegen den Nachdruck' in No. 29 der Allgem. Ztg. ... Mit Göschen ließ sich in der Weihnachts- u. Neujahrszeit Nichts wegen des Albums anfangen. Die Leute stecken alle zu tief in Bücher-Abschlüssen p. p., u. wollen im Augenblick von nichts hören. Doch will ich den Ggenstand zu gelegener Zeit gern wieder in Anregung bringen u. Dich alsdann benachrichtigen ...". - Hub plante offenbar ein neues Dichter-Album in der Nachfolge seines "Freiligrath-Albums" von 1868. Gemeinsam mit Freiligrath hatte Hub schon 1836-1840 das "Rheinische Odeon" herausgegeben.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.062)


Zuschlag
€ 1.800 (US$ 2.124)



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