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Autographen Auktion 110, Mi., 18. Okt., 14.30 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Bechstein, Ludwig
Brief 1842

Los 2111

Bechstein, Ludwig, Schriftsteller, Märchendichter, Sachsen-Meininger Bibliothekar und Archivar (1801-1860). Eigh. Brief m. U. "Dr Bechstein". 3 S., eng beschrieben. Gr. 8vo. Meiningen 10.XII.1842.

Umfangreicher Brief an seinen Verleger Mauke mit genauen Anordnungen, sein „Deutsches Museum“ betreffend. „Morgen Abend, verehrtester Herr Mauke, geht mit der Fahrpost alles, was noch zum Museum in Rückstand, an Sie ab. Heute langte Tafel II, ein schönes Blatt, das Sie freuen wird, an, und ich konnte die nicht große Ausarbeitung darüber, zur Vollendung bringen. Diese bildet den Artikel IX. Artikel X ist größer und gehört zu Tafel III. Das Buch, das ich dazu brauchte, blieb von Gotha aus, weil es dort nicht vorhanden; ich verschrieb es direkt und von München, wo es erschien, und erwarte es stündlich ... Ich wünsche uns, daß der Satz mit mögligst der alten sich annähernder gothischer Majuskel oder kleinen Missaltypen gesetzt wird, und habe die schwer lesbaren Worte zur Erleichterung für den Setzer an den Rand geschrieben. Sie werden schon alle auf eine dem Auge wohlgefällige, und doch den Raum nicht zu sehr in Anspruch nehmende Weise arrangirn. Artikel XI gehört dem deutschen Schützenwesen, und zerfällt in 2 kleine Theile, deren einer das Kleinod Tafel IV bespricht. Einen 3ten bereits mundirten Beitrag spare ich auf. - Artikel XII ... ist kurz und enthält hauptsächlich die Beschreibung eines alten kurischen Holzschnitts, und zweier Schaumünzen, welche alle drei jenen Spruch führen, die Münzen sind abgebildet auf Tafel V, welche mitkommt, und zugleich 3 Bauernsigel zu Artikel I, 1 Facsimile der Unterschrift Eugens von Savoyen, und 1 der von Jean Pauls Freund Emanuel enthält, von dem der letzte Artikel einen Brief bringt, der interessant ist, und auch willkommen sein wird, da durch Emanuels ohnlängst erfolgten Tod sein Andenken erneut wurde. Artikel XIII bringt im Bezug auf die Mordbrenner eine Bestätigung der betr. Artikel im 1. Band und ein neues Zeichen, das aber leicht in Holz zu schneiden ist und gleich am Ende des Artikels zu stehen kommt. Artikel XIV ... bringt eine kurze Uebersicht der Lebensmittel-Preise im Jahr 1488. Artikel XV endlich macht den Schluß mit Briefen ...
Um nun in den Schranken der Bogenzahl zu bleiben, ohne daß doch die Mannigfaltigkeit leide, will ich Ihnen andeuten, daß allenfalls und im äußersten Fall wegbleiben könnte, obschon ich ungern etwas misse; ich sähe aber gern den Schein vermieden, als wolle ich, meines Interesses halber, die Bogenzahl gern steigern. Der Artikel: die Mordbrenner zerfällt in 2 Mittheilungen, davon kann die N° 2 wenn Sie es nöthig finden, wegbleiben. Von den Briefen könnte der eine von Jung Stilling, obschon der 2te. kurz ist, oder der von Selma Jung wegbleiben. Den von Göthe hingegen wünscht ich diesesmal dabei, weil er auf d. Prospectus annoncirt ist; damit niemand glaube, man habe damit anlocken wollen, und haben keinen Brief. Bei der Versendung einiger Schriften unsers Histor. Vereins habe ich ohnlängst an alle mit uns verbundenen Vereine den Prospektus mit einer darauf geschriebenen Notiz, daß der 2te Band demnächst erscheine, wieder beigelegt. Unter der Hand kann ich immer noch einige Prospekte versenden, habe aber nur noch wenige. Gestern erfreute mich Kind aus Leipzig mit Grüßen des Rathsbibliothekars Dr. Neumann, der das Museum sehr gelobt und für seine Bibliothek angeschafft hat; und gleichzeitig lief der beigeschlossene Brief des mir ganz unbekannten Freiherrn von Maltzahn zu Berlin mit einem freundlichen Erbieten ein. Das macht Muth, man sieht, daß d. M. Freunde gewinnt, und ich hoffe, es soll, wenn auch langsam, doch sicher sich Bahn brechen ...". - Gebräunt.

Schätzpreis
€ 220   (US$ 257)


Zuschlag
€ 280 (US$ 327)


Beck, Karl
Billet 1846

Los 2112

Beck, Karl, österr.-ungar. Dichter, politischer Lyriker des Vormärz, dem Jungen Deutschland nahestehend, 1838 bekannt geworden durch seine "Gepanzerten Lieder" (1817-1879). Eigh. Billet m. U. "Karl Beck" und Adresse. 1/2 S. Doppelblatt. Gr. 8vo. Berlin 3.XI.1846.

An den Kreis-Justizrat Straß in Berlin, dem er anzeigt, daß er seine Wohnung gewechselt habe "und jetzt Jaegerstasse 67, 1 Treppe eingezogen" sei. - Auch später, besonders nach 1848, wechselte Beck häufig den Wohnsitz. 1835 war er nach Leipzig gekommen, um Philosophie zu studieren. Durch Gustav Kühne, den damaligen Redakteur der „Zeitung für die elegante Welt“, kam er in Kontakt mit der Literaturbewegung des Jungen Deutschland, indem er sein schwungvolles Gelegenheitsgedicht "Die Eisenbahn" populär machte. In der Folge war er besonders mit Georg Herwegh, Ottilie von Goethe und Nicolaus Lenau freundschaftlich verbunden. Beck begann selbst gesellschaftskritische und politische Gedichte zu schreiben. 1838 veröffentlichte er die Gedichtsammlung "Nächte, gepanzerte Lieder", die großen Anklang fand. 1843 konvertierte er zum Protestantismus und lebte abwechselnd in Berlin und Wien.

Schätzpreis
€ 120   (US$ 140)


Nachverkaufspreis
€ 80   (US$ 93)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Beer, Michael
Brief 1823

Los 2113

Beer, Michael, Berliner Dramatiker, Bruder des Komponisten Giacomo Meyerbeer (1800-1833). Eigh. Brief m. U. "Michel Beer". In französischer Sprache. 1 S. 4to. Bonn 23.II.1823.

In sehr individueller, wohl nur mit viel Übung lesbarer Schrift, die Übersetzung einer Tragödie betreffend. - Zu Michaels Beers 1828 entstandenem Drama "Struensee" schrieb Meyerbeer die Musik. Sein bekanntestes Stück ist das Trauerspiel "Der Paria" (uraufgeführt Berlin 1823), der „Schmerzensschrei über die Pariastellung des Judenthums“ (ADB). Der jung verstorbene Dichter hinterließ ein großes Vermögen, das er in eine Stiftung umgewandelt hatte. Deren Verwaltung lag testamentarisch bei der Königlich Preußischen Akademie der Künste in Berlin, die aus den Erträgen jährlich den Preis der Michael-Beer-Stiftung an zwei junge Künstler, von denen einer Jude sein musste, vergab. Er ermöglichte den Preisträgern die Finanzierung eines einjährigen Studienaufenthaltes in Italien, wovon sie mindestens acht Monate in Rom zu verbringen hatten.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Zuschlag
€ 100 (US$ 117)


Benn, Gottfried
Postkarte an Walter Petry

Los 2114

Benn, Gottfried, Arzt und Schriftsteller (1886-1956). Eigh. Postkarte m. U. „Benn“. 1 ½ S., davon ½ S. mit einem Zeitungsausschnitt beklebt. (Berlin) 23.V.1925.

An den expressionistischen Schriftsteller und Journalisten Walter Petry (1898-1932) in Berlin-Steglitz, bei dem er sich für eine Postkarte bedankt. „... Die Potsdamer Sache ist eine höchst private, sich seit einem Jahr hinziehende, in ihren technischen Einzelheiten mir ziemlich unbekannte einmalige Auflage eines nach meinem Geschmack nicht erstklassigen Gedichts, das auch die ‚Dänin’ heißt, aber ein anderes ist, als das in ‚Schutt’! Sollte ich überhaupt davon etwas zu sehen kriegen, sende ich Ihnen ein Exemplar. Sahen Sie die obige Notiz im B. T. vom 16.V.? Eine agréable Notiz. Fast so agréable wie ein Essay von Walter Petry! ...“. - Das Gedicht „Dänin“ erschien 1925 in der Oda Weitbrecht Presse (Hamburg) in 81 Exemplaren, davon 75 auf Japanpapier und 6 auf Pergament. - Der von Benn auf die Karte geklebte Zeitungsartikel aus dem „Berliner Tageblatt“ berichtet über einen Vortrag des französischen Schriftstellers Philippe Soupault auf einer Veranstaltung des Internationalen Studentenklubs in Paris und führt u. a. aus: „Soupault nannte als die fünf bedeutendsten deutschen Lyriker Stefan George, Reiner [!] Maria Rilke, Gottfried Benn, Franz Werfel und Fritz v. Unruh und erklärte, diese seien vielleicht die fünf größten Lyriker Europas.“ Daß Benn dieses Urteil „agréable“ fand, ist verständlich. - Gelocht.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 702)


Zuschlag
€ 800 (US$ 936)


Bernhardi, August Ferdinand
Brief 1813

Los 2115

[*] Bernhardi, August Ferdinand, Berliner Schriftsteller u. Sprachforscher, Direktor des Friedrich-Werderschen Gymnasiums, verheiratet mit der Schriftstellerin Sophie Bernhardi, Ludwig Tiecks Schwester (1769-1820). Eigh. Brief mit U. 2 S. Doppelblatt mit Adresse und rotem Siegel. 4to. Berlin 15.II.1813.

Für die damalige patriotische Aufbruchstimmung beispielhafter Brief an den Dichter Friedrich Baron de la Motte Fouqué (1777-1843) in Nennhausen bei Rathenow ( Mark Brandenburg). Dieser hatte sich unverzüglich nach dem Aufruf des Königs zur Bewaffnung der freiwilligen Jäger gemeldet. "So gehe mit Gott und seine heiligen Engel schützen und begleiten Dich. Die alten Preußen rühren sich mit Kraft und alles strömt hier zu des Monarchen Fahnen. Fünf und zwanzig junge Leute sendet unsere Schule, für die Armen sind mir eben 100 Thlr. eingehändigt. 40 gehen vom Kloster etwa eben so viel vom Joachimsthal. Lebe wohl geliebter Freund, mein Herz sagt mir unsere Trennung wird kurz sein, bald und heiter sehen wir uns wieder. Am Rathhause an der Post ist undurchdringl. Gedränge, alles meldet sich, alles fährt, man sieht nur Flinten und Degen, hie und da hört man das Reuterlied. Nie hab ich diesen Enthusiasmus für möglich gehalten. Ich werde mich so bald die Aufforderung erlassen ist zum Nachtdienst in der Stadt engagiren. Du aber sorge für meine Papiere ehe Du abgehst und bitte Deine Frau daß sie wenn auch nur mit zwei Worten mir schreibe … Hast Du wohl daran gedacht was ich Dir von den Jahreszahlen sagte … ein ewiges Gebet für Dich Geliebten und die Geister Deines Grosvaters, der Sieger von Leuthen, Liegniz und Prag die in ihren stillen Wohnungen sich rühren und unserer Jugend sehnsüchtige Träume ins Gemüth senden mögen auch Dich umschweben Du edler, wackerer Held des Nordens …". - Die Verbindungen des verdienstvollen Berliner Pädagogen Bernhardi zu den Dichtern der Romantik und eigene schriftstellerische Arbeiten in deren Fahrwasser sind in neuerer Zeit wieder ein Gebiet der Forschung gewesen. - Gedruckt mit Auslassungen in "Briefe an Friedrich Baron de la Motte Fouqué" hrsg. von H. Kletke und Albertine Baronin de la Motte Fouqué, Berlin 1848, S. 29/30. - Gebräunt, mit kleinen Randläsuren und Siegelausriss.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.053)


Zuschlag
€ 1.200 (US$ 1.404)


Bernhardi, Karl Christian Sigismund
Brief 1847

Los 2116

[*] Bernhardi, Karl Christian Sigismund, Theologe, Philologe und Politiker, als Nachfolger Jacob Grimms Bibliothekar in Kassel (1799-1874). Eigh. Brief mit U. "Dein treuer Karl". 4 S. Doppelblatt. Gr. 4to. Kassel 5.VII.1847.

Ein "treuer Bericht über diejenigen Gegenstände, die uns in dem lieben Hessenland im Augenblick am meisten beschäftigen." Zuerst schreibt Bernhardi dem "lieben Röth" über die Geschehnisse im Landtag und in der Ständeversammlung sowie über die Arbeit ihrer Volksvertreter. Dann schildert er die Generalversammlung der Aktionäre der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn und die Erschließung Kurhessens durch die Eisenbahn. "… Was nun den Stand des Unternehmens im Allgemeinen betrifft, so ist die Fortsetzung der Bahn nach Paderborn u. Lippstadt nunmehr gesichert, indem die ersten Unterzeichner dieser Verbindungsbahn zwischen der Cöln-Mindener und der Friedrich-Wilhelms Nordbahn, durch richterlichen Spruch zur fernern Einzahlung der statutenmäßigen Raten verurtheilt worden sind, und die dortige Direction die Arbeiten an mehreren Orten betreiben läßt. Auch hat die Königl. Preuß. Regierung derselben eine namhafte Unterstützung gewährt, so daß die Fortsetzung der Bahn von Kassel bis zur preuß. Grenze bei Haueda bereits im nächsten Jahr bis nach Marburg wird eröffnet werden können, wo drei Landstraßen zusammentreffen. Die Thüringer Bahn ist bereits bis Eisenach in Betrieb und es handelt sich nur noch um den Ort des Anschlusses dieser mit der Friedrich-Wilhelms-Nordbahn, was deshalb besondere Schwierigkeiten zu haben scheint, weil man gern einen solchen Anschlußpunct erzielen möchte, der auch für die über Meiningen anzulegende ... Bahn gleiche Vortheile darbieten würde …". - Bernhardi war seit 1829 der Nachfolger von Jacob Grimm auf der Bibliothekarsstelle an der Kasseler Landesbibliothek. Aber wichtiger als seine wissenschaftlichen Leistungen war sein Wirken auf politischem und sozialem Gebiet. Von 1835 bis 1840 war er Vorstand des Bürgerausschusses in Kassel. 1848 wurde er ins Frankfurter Parlament gewählt. - Etwas angestaubt und fleckig, Teile des Briefes rot durchgestrichen.

Schätzpreis
€ 220   (US$ 257)


Zuschlag
€ 150 (US$ 175)


Bierbaum, Otto Julius
Brief 1902

Los 2117

Bierbaum, Otto Julius, Schriftsteller, Hauptvertreter des dt. Jugendstils, Mitbegründer von "Pan" und "Insel" (1865-1910). Eigh. Brief m. U. "Otto Julius Bierbaum". 3 S. Auf unbeschnittenem Bütten. 4to. Berlin 1.IV.1902.

Wohl an Max Burckhard in Wien. "... Im Hinundher meiner Übersiedlungspläne bin ich jetzt bei dem Gedanken angelangt, mich in der Nähe Wiens niederzulassen. Vielleicht veranlaßt Sie das, dem Gedanken eines festen Verhältnisses zwischen mir und Ihrer 'Zeit' näher zu treten. Ich würde auch eine Stellung annehmen, die eine kurze tägliche Gegenwart in der Redaktion erforderte, - nur dürfte sie mich meinen produktiven Arbeiten nicht entziehen ... Bis Samstag treffen mich Briefe hier; von später an bitte ich p. A. Dr. Blei, München, Arcisstr. 14 zu adressieren. Mir wäre es sehr angenehm, Ihre Meinung bald zu erfahren, weil ich mich, im Falle, daß sie meinem Anerbieten ungünstig wäre, andre Anknüpfungen in Wien machen möchte, und zwar noch vor meiner Weiterreise nach Italien. Von dieser Reise kehre ich Ende Juni zurück ...". - Die 1894 gegründete Wiener Wochenzeitung "Die Zeit" wurde seit 1899 von dem Juristen, Schriftsteller und Burgtheaterdirektor Max Burckhard geleitet.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 175)


Zuschlag
€ 260 (US$ 304)


Bodenstedt, Friedrich von
Brief 1871

Los 2118

Bodenstedt, Friedrich von, Schriftsteller, Asien- und Amerikareisender, Übersetzer, Professor für slawische Philologie in München, Intendant des Meininger Hoftheaters (1819-1892). Eigh. Brief m. U. "F Bodenstedt". 11/4 S.
Gr. 8vo. Meiningen 20.IX.1871.

An den Vorsitzenden eines literarischen Vereins in Crefeld, der ihn zu einem Vortrag eingeladen hatte. "... Erst heute, nach Empfang eines Briefes des Herrn E[mil] Rittershaus in Barmen, wohin ich ebenfalls zu einem Vortrage eingeladen wurde, bin ich im Stande Ihnen eine bestimmte Antwort ... zu geben. Mein Vortrag in Barmen wird am 31. Oktober stattfinden und da ich mir nicht zuviel zumuthen darf, so möchte ich für Crefeld den zweiten darauffolgenden Mittwoch, also den 8. November, feststellen. Mit meiner Gesundheit geht es leider noch nicht ganz gut, aber doch täglich besser ... Ihren Vorschlag, Hamlet als Thema zu wählen, nehme ich gern an und werde mein bestes thun, dem schon so viel behandelten Gegenstande eine neue Seite abzugewinnen ...".

Schätzpreis
€ 120   (US$ 140)


Zuschlag
€ 80 (US$ 93)


Bodman, Emanuel Frhr von
2 Postkarten 1928

Los 2119

Bodman, Emanuel von, badischer Lyriker, Erzähler und Dramatiker (1874-1946). 2 eigh. Postkarten m. U. "Emanuel von Bodman". Zus. 11/2 S. Konstanz 19.XII. und Gottlieben (Schweiz) 30.XII.1928.

An den Buchhändler und Verleger Walther Gericke in Siegburg. "... Ich wollte Sie bitten, mir postwendend das Sammelbuch Das Ufer, herausgegeben von Otto Doderer, zu senden. Als Mitarbeiter mit einer Novelle 'Gefährlicher Tanz' hoffe ich, ein Exemplar zu Buchhändlerpreisen zu erhalten. Es eilt mir aber sehr, da ich es als Weihnachtsgeschenk verschicken möchte [19.XII.] ... für die Überlassung des Sammelbandes 'Das Ufer' meinen besten Dank. Es ist ein interessantes und gutes Buch, und ich werde in meinem Bekanntenkreis darauf hinweisen ..." [30.XII.1928]. - Der Untertitel der 1928 erschienenen Anthologie lautete: "Ein Buch rheinischer Dichtung". - Die erste Karte gelocht.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 210)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 140)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Böttiger, Carl August
Brief 1804 an Breitkopf & Härtel

Los 2120

Böttiger, Carl August, Archäologe und Schriftsteller der Goethezeit, Oberinspektor der Dresdener Antikensammlungen (1760-1835). Eigh. Brief m. U. "Böttiger" sowie Adresse und Siegelresten. 13/4 S. 8vo. Dresden 24.VI.1804.

An Breitkopf & Härtel in Leipzig. "... Erst heute erhalte ich von Herrn Cotta Antwort auf meine Anfrage: ob er Lust habe, das Werk des Hrn. v. Hammers [d. i. Joseph Frhr von Hammer-Purgstall] zu kaufen, und ich eile, Sie zu bitten, ein broschirtes Exemplar so schnell als möglich durch Hrn. Böhme, Cottas Commissionär an ihn abgehn zu lassen. Es ist mir unbeschreiblich leid, daß durch die eintretenden Hindernisse dieß höchst merkwürdige u. an alle hiesigen Kenner, z. B. den würdigen Adelung, für einzig in seiner Art erklärte Buch noch immer nicht ins Publikum gebracht werden kann. Ich werde indeß von hieraus eine sehr ausführliche und verdiente Anzeige des Buchs in die Alg[emeinen] Lit[eratur] Z[eitung] besorgen, die von einem der ersten Orientalisten in Deutschland ... gemacht ist. Ich finde mit Ihrer Firma einen neuen Entwurf einer Poetik und den Raben nach Gozzi ... angezeigt, so wie Zeuners Betrachtungen über die neuen Lese und Buchstabirmethoden. Durch ihre gelegentliche Mittheilung würden Sie mich verbinden und mich vielleicht in Stand setzen, etwas von Ihm zu sagen. Jemand will wissen, wie es mit Murhards Bibliotheca mathematica stehe? Ob sie bald geschlossen werde? Denn man ist von Hn. Murhard gewöhnt, daß er lange Fäden spint. Angenehm wird es Ihnen vielleicht seyn, zu vernehmen, daß unser ehrwürdiger Adelung sehr rastlos an den Supplementbänden seines Wörterbuchs arbeitet ... H. HRath Rochlitz meine besten Empfehlungen". - Bei dem erwähnten Werk von Hammer-Purgstall handelt es sich um die „Encyklopädische Uebersicht der Wissenschaften des Orients“, die in zwei Bänden 1804 bei Breitkopf in Leipzig erschien. Das „Dramatische Mährchen“ von Gozzi „Der Rabe“ erschien in der Übersetzung von G. A. Wagner 1804 bei Breitkopf und Härtel. Friedrich Wilhelm August Murhards „Litteratur der mathematischen Wissenschaften“ erschien mit dem Nebentitel „Bibliotheca mathematica“ von 1779-1853 bei Breitkopf und Härtel. - Etwas gebräunt.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 409)


Zuschlag
€ 460 (US$ 538)



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