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Autographen Auktion 113, Mi., 17. Apr., 10.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Weber, Carl Maria von
Brief 1822 an Verleger Schott

Los 2391

[*] 60 Dukaten für den "Freischütz"
Weber, Carl Maria von, Komponist und Dirigent, Hofkapellmeister in Dresden (1786-1826). Eigh. Brief m. U. "Carl Maria von Weber". 2/3 S. Doppelblatt mit Adresse. 4to. Dresden 18.I.1822.

An den Mainzer Musikverlag B. Schott's Söhne, der vom Leiter des Mainzer Theaters gebeten worden war, bei Weber wegen des Erwerbs der "Freischütz"-Partitur für seine Bühne anzufragen. Der Komponist antwortet: " ... Da ich wegen so manchem Mißbrauch der mit Partituren getrieben wird, mir von jeder geehrten Theater Direktion einen Revers wegen des nicht weiter Verkaufs, Vertauschs e.c. ausgebeten und erhalten habe, So muß ich Sie ersuchen, mir statt eines Hoftheaters, zu sagen welches Hoftheater meine Oper zu haben wünscht. Berlin, Wien, München, Hannover, Koppenhagen, Carlsruh e. c. besizzen sie bereits. - Bühnen des 1ten Ranges haben sie mit 100 - 60 - und selbst Privatdirektionen mit 40 Thl. honorirt. Das geehrte Hoftheater für das Sie sie zu haben wünschen, kann hier seinem eigenen Ermessen gemäß wählen ...". Bedankt sich "aufs freundschaftlichste" für die ihm bezeugte Teilnahme. - Darunter hat der Musikverleger den Entwurf für die Antwort an Weber notiert: "In obiger Angelegenheit schreiben Sie Herrn Carl M. von Weber, daß die Oper, für das hiesige Hoftheater ist, daß nie von hier aus eine Abschrift einem andern Theater mitgetheilt u. daß ebenso wenig gegen andere Opern eingetauscht wird. Se Königl. Hoheit haben allergnädigst bestimmt für die Oper 60 Dukaten auszahlen zu lassen, so wie solche eingegangen ist. Wagner". - Mit der Bezeichnung "Hoftheater" hatte der Schott Verlag wohl absichtlich etwas hoch gegriffen, um Vertrauen zu erwecken. Das unter ständigem Wechsel privater Direktoren leidende Mainzer Nationaltheater hatte endlich 1817 einen festen Zuschuß des Großherzogs Ludwig I. von Hessen erlangen können und nannte sich fortan "Großherzoglich Hessische Nationalbühne". Als die städtische Verwaltung bereits Anfang 1819 wieder aufgeben mußte, übernahm der Stadtrat Ludwig Kramer die Direktion und führte sie bis 1823; dann hatte auch er sein gesamtes Vermögen investiert und eingebüßt. "... Gelang es Kramer, zunächst auch die Zustimmung der theaterinteressierten Kreise zu erringen; dann aber ließ ... die Teilnahme des Publikums nach, die nur noch einmal durch die Erstaufführung des Weberschen 'Freischütz' am 16. November 1822 geweckt wurde" (Merbach, Das Mainzer Stadttheater). Nach der bejubelten Uraufführung des "Freischütz" in Schinkels neuem Berliner Schauspielhaus im Juni 1821 folgten rasch andere Bühnen, und im Jahr 1822 gab es mehr als 20 Inszenierungen der Oper in Deutschland. Die Mainzer Aufführung, 10 Monate nach vorliegendem Brief, erfolgte also recht spät. - Aus der Sammlung Künzel.

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.989)


Nachverkaufspreis
€ 2.800   (US$ 3.191)


Wegener, Paul
Brief und Foto

Los 2392

Wegener, Paul, Theater- und Filmschauspieler, hervorragender Charakterdarsteller, einer der bedeutendsten dt. Schauspieler seiner Zeit (1874-1948). Eigh. Brief m. U. "Paul Wegener". 1 S. Gr. 4to. Charlottenburg bei Berlin (ca. 1915).

Kurzes Begleitschreiben an die Redaktion der "Deutschen illustrierten Zeitung" in Berlin. "Anbei sende ich Ihnen, Ihrem Wunsche gemäss ein Bild, dessen Rückgabe ich aber erbitte. Mit vorzüglicher Hochachtung Paul Wegener". - Beiliegend die Photographie (21,5 x 16 cm): charaktervolles Kopfbild des Künstlers mit der zeittypischen Weichzeichnung der Konturen. Rückseitig mit Bleistift beschriftet: "'Die Dame' Okt 1915, Heft 1, 34 Jhrg."

Schätzpreis
€ 120   (US$ 136)


Zuschlag
€ 80 (US$ 91)


Wiener "Deutsches Volkstheater "
Signaturen-Sammlung

Los 2393

[*] Wiener "Deutsches Volkstheater". Bogen mit 32 Signaturen seiner Mitglieder. In einem Umschlag mit Orig.-Federzeichnung. Zus. 21/2 S. 2 Doppelbl. Folio. (Wien ca. 1890).

"Mitglieder des Deutschen Volkstheaters" (Schild in einer Federzeichnung mit Masken und Instrumenten auf dem Umschlag). "Die P. T. Mitglieder werden herzlichst ersucht, sich auf diesem Bogen zu unterschreiben. Es gilt nur einer Autographensammlung". Anschließend 32 Unterschriften von Schauspielern und Theatermitarbeitern, darunter: Anton Amon (1862-1931), Franz Brunner, Christine von Bukovocs, Marie Ernst, Ernst Greisnegger, Richard Heiter, Sofie Hell, Mizzi Hellmesberger, Rosa Keller, Viktor Kutschera (1863-1933), Louise Martinelli geb. Seeberger (1850-1913), Julius Meixner, Max Pollandt, Mitzi Rainer, Gustav Romani, Adele ("Dilly") Sandrock (1863-1937), Jenny Turnay, Anton Weidinger und Adolf Weisse (1857-1933; Direktor ab 1905). - Adele Sandrock spielte von 1889 bis 1895 am "Deutschen Volkstheater" und ging dann ans Burgtheater. Das heutige "Volkstheater" im 7. Wiener Gemeindebezirk Neubau wurde 1889 vom Dichter Ludwig Anzengruber und dem Industriellen Felix Fischer gegründet und ist nach wie vor neben dem Burgtheater die bedeutendste Wiener Schauspielbühne. - Kleine Randeinrisse.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 159)


Wolf-Ferrari, Ermanno
Brief an eine Schauspielerin

Los 2394

[*] Wolf-Ferrari, Ermanno, ital.-dt. Komponist (1876-1948). Eigh. Brief m. U. "Ermanno Wolf-Ferrari, Komponist". 3 S. 4to. Berlin (1911?).

Schöner Brief an eine Schauspielerin, die er in Berlin als "Penthesilea" gesehen hatte. "... Als ich ... wie trunken vor Glück heim ging, packte mich die Lust Ihnen meinen tiefen Dank für das durch Sie Empfangene auszusprechen. Ich bekämpfte aber diesen Impuls ... Es hallte aber in mir weiter und ich las Penthesilea nochmals. Da sah ich wieder erst recht, wie viel Sie von Ihrem Leben hineingedichtet haben. Ich werfe die Scham weg, und schreibe Ihnen. Lachen Sie darüber. Der Applaus eines Publikums ist zu wenig für so viel empfangenes Glück: um den vollen Dank dafür zu empfinden, braucht man eine breite Seelenklaviatur, die von den tiefsten bis zu den jauchzendsten Tönen reicht. Die Schauspielkunst ist vergänglich: traurig: aber weil sie es ist, ist sie so kostbar. Das Leben ist kurz, gleitet hin, verschwindet: lieben wir also das Leben um so mehr. Das Glück was Ihre Penthesilea bietet ist das Glück eines Tages, der nie wieder in derselben Fülle wiederkehrt: um so unvergesslicher. Es war eine Wonne Sie und Achilles (übrigens auch ein herrlicher Künstler) im zweiten Akt zu sehen. Die stumme Scene - wie tief! - Wer sollte nicht, wie Achilles, stumm vor Ihrer Penthesilea niederknieen? ...". - Es könnte sich um die Aufführung mit Gertrud Eysoldt als Penthesilea handeln, die am Deutschen Theater vom 23. September 1911 bis zum 23. Mai 1913 gespielt wurde. Achilles war Alexander Moissi. - Etwas geknittert; Lochung am unteren Rand unterlegt.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 285)


Nachverkaufspreis
€ 180   (US$ 205)



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