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Autographen Auktion 114, Mi., 16. Okt., 14.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Bäuerle, Hermann
Zeichnung mit Brief

Los 2823

Bäuerle, Hermann, Maler und Radierer (1886-1972). Originalzeichnung in Kohle und Buntstift, verso eigh. Brief mit U. 18 x 14,5 cm. O. O. 12.I.1963.

Neujahrsblatt für einen Stuttgarter Galeristen, hübsche Zeichnung, der Künstler, in kühner Malerpose, umringt von Bewunderern, umseitig: "... Herzlichen Dank für liebenswürdigen u. geschmackvollen Feiertags u. Neujahrsglückwünsche. Letztere erwidere ich von Herzen ...". - Bäuerle war Gründungsmitglied der Stuttgarter Sezession und Vorsitzender des Schwäbischen Künstler-Verbandes.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 330)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 220)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Behrens, Peter
Brief Darmstadt 1902

Los 2824

Behrens, Peter, führender Architekt, Graphiker und Kunstgewerbler des Jugendstils (1868-1940). Eigh. Brief m. U. "Peter Behrens". 4 S. Auf blauem Papier mit blindgepr. Monogramm "PB". 4to. Darmstadt 9.III.1902.

An den Hamburger Juristen, Bühnenautor, Schriftsteller, Publizisten und Kommunalpolitiker Carl Mönckeberg, dem er ausführlich zuredet, sich weiterhin literarisch-ästhetischen Themen zu widmen. "... Mit großem Interesse habe ich über die Änderung in Ihrer täglichen Bethätigung gelesen und ich kann nicht unterlassen Ihnen hierzu meinen Respect zu vermelden. Aus einem andern Grunde, wie Sie zunächst annehmen können: ich habe hierin meine eignen Anschauungen, die mir unbestreitbar geworden sind. Den Grund, den Sie anführen, halte ich für falsch. Verzeihen Sie! - Gewiß mußten Sie bald die Erfahrung machen, daß Sie kein geborener 'Journalist' sind, aber daß Sie sich nicht dafür eignen, gute Literatur zu schaffen - diese Annahme ist durchaus falsch. Vergönnen Sie mir die Behauptung auszusprechen, daß Sie Dinge des Geschmackes und der Bildung instinctiv sicher zu schätzen vermögen. Und diesem sicheren Instincte folgend sind Sie zu einer Lebensfassung gelangt die Sie so handeln ließ.
Meine Ansicht ist, daß es manches Gute in der heutigen Literatur oder in der Kunst im allgemeinen giebt, wenigstens Erträgliches, und das ist anzunehmen, daß wir Gutes noch erleben werden; somit wird also die eine Möglichkeit zur Kulturförderung geboten sein. Die andere aber, die Wertung der Bedürfnisse nach einer erhöhten Bildung, des Kulturgenießens, ist heute wenig beachtet. Und gerade diese ist ihrer Notwendigkeit nach die vornehmere. Wo uns die Zeichen nicht trügen, daß wir einer neuen Renaissance entgegengehen, so ist kein Zweifel, daß gerade die feinbegabtesten Naturen sich nicht dem Mittel, sondern dem Ziele zuwenden müssen ...". - Auch optisch schöner Brief.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 825)


Zuschlag
€ 550 (US$ 605)


Bendemann, Eduard
Brief Düsseldorf 1862

Los 2825

Bendemann, Eduard, Maler der älteren Düsseldorfer Schule, Professor der Akademien in Dresden und Düsseldorf (1811-1889). Eigh. Brief m. U. "E Bendemann". 4 S. Gr. 8vo. Düsseldorf 2.III.1862.

Wegen der großen deutschen Kunstausstellung in London ausführlich an einen Freund, an den er in seiner "Eigenschaft als hiesige Anmeldestelle für die Kunstsachen für die Londoner Ausstellung" eine dringende Bitte richtet: "... Ein Convolut von Zufälligkeiten ist Ursache, daß zwei Kupferstiche von [Joseph von] Keller nicht zur Ausstellung zu gelangen scheinen. Keller hatte sie angemeldet; der Verleger Buddeus desgleichen. Es schien sich so einrichten zu lassen, daß die bezeichneten Stiche nicht doppelt ausgestellt werden brauchten, indem sie von Buddeus angemeldet, doch nicht mit den übrigen Kellerschen Stichen zusammengehängt würden, was bei dem früher besonders fühlbaren Mangel an Platz erwünscht schien ...". Nachdem man aus Düsseldorf aber 3 Stiche nach belgischen Malern, die Buddeus ausstellen wollte, abgelehnt hatte, weil sie keine deutsche Kunst repräsentierten, weigere sich Buddeus auch, die beiden Blätter von Keller auszustellen. Dieser wiederum wolle nun, auch mit Rücksicht auf Buddeus, ebenfalls überhaupt nichts oder alles ausstellen, was auf seinen Namen angemeldet sei. "... Der einzige Weg, nachdem meinerseits Alles versucht ist, was ich hier thun konnte, ist der daß die bezeichneten Blätter: 1. Maria vom St. Apollinaris Berg, nach Deger. - 2. Regina Coeli (welche wie gesagt unter Buddeus Namen in den Katalog gehen sollen) auf Kellers Namen geschrieben werden ... Meine Bitte geht an Sie, daß Sie in London möglich machen, daß wenn der Katalog bereits präparirt wird, jene Umänderung zu veranlassen ... Wiegmann schreibt heut nach Berlin an unsere Commission; ich aber glaube einen wirksameren Weg einzuschlagen indem ich Sie privatim bitte, einige Zeilen in dieser Angelegenheit nach London schleudern [?] zu wollen ...". Erörtert ferner die Schuldfrage und die Befugnis der Kommission, etwas zu streichen oder nicht. - Gebrauchsspuren; kleine Faltenrisse.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Zuschlag
€ 200 (US$ 220)


Rabes, Max
Gästebuch Berlin 1895-1939

Los 2826

Berlin. - Rabes, Max, prominenter Berliner Maler, führender Orient-Maler seiner Zeit, Schüler Paul Graebs, reiste viel in Südeuropa, im Orient und in Afrika, begleitete 1898 Kaiser Wilhelm II. auf seiner Türkei- und Orientreise und später den Prinzen Kyrill von Bulgarien auf seiner Amerikareise, hochdekorierter Professor an der Berliner Hochschule der Künste (1868-1944). Sein Gästebuch. 68 Kartonbl., davon 79 S. beschrieben oder illustriert. (Tinte und Bleistift). Quer-folio (29 x 28 cm). Lederband d. Z. (Rückdeckel etwas fleckig) mit Goldprägung; der Vorderdeckel mit orientalischer goldfarbener Seide bezogen (an den Kanten etwas zerschlissen), die mit floralen Motiven und einem großen arabischen Schriftzeichen aus Golddrähten bestickt ist. (Berlin 1895-1939).

Interessantes Gästebuch, in dem das hohe Ansehen des Malers im kaiserlichen Berlin des Fin de Siècle dokumentiert ist. Auf 68 meist einseitig beschriebenen Blättern haben sich Hunderte von Persönlichkeiten aus der Haute volée der Berliner Gesellschaft eingetragen sowie zahlreiche Ausländer, die sich zu Gast in Berlin oder als Angehörige ihrer Botschaften hier aufhielten. Adel und Militär bilden einen Großteil der Beiträger, ferner einige Vertreter von Wissenschaft und Literatur. An Gelehrten sind zu nennen: die Ägyptologen Heinrich und Emil Brugsch, der Kunsthistoriker Adolf Glaser, der Literatur- und Theaterwissenschaftler Max Herrmann sowie der Kunstkritiker und Feuilletonist Ludwig Pietsch. Auch die Schriftsteller Julius Stettenheim ("Im Anfang schuf Gott den Humor", 1898), Max Kretzer, Paul Oskar Höcker, Olga Wohlbrück, Norbert Falck und Fedor von Zobeltitz haben sich eingetragen. Einige Bühnenkünstler wie der Operettenkomponist Julius Einödshofer oder die Schauspieler Wilhelm Arndt, Vilma von Mayburg und Anna von Strantz-Führing (Modell für die Germania-Briefmarken des Deutschen Reiches) sind anzutreffen. An Maler-Kollegen sind u. a. Ismael Gentz, Paul Graeb (einmontierte, signierte Bleistiftzeichnung) und Martha Gassner (ganzseitige elegante Federzeichnung mit einem Reiter) vertreten. Auch der Reichstags-Architekt Paul Wallot findet sich unter den Gästen. An Wirtschaft und Industrie erinnern die Namen Arthur Bleichröder und Krupp von Bohlen und Halbach (Mai 1914). Der Berliner Oberbürgermeister Robert Zelle war 1897 ebenso bei Rabes zu Gast. Eine größere Zahl von Angehörigen des preußischen und europäischen Adels füllt mit Beiträgen Rabes' Gästebuch. Es finden sich Grafen und Freiherren von Richthofen, Bredow, Winterfeld, Maltzahn, Jagemann (badischer Gesandter), Normann-Ehrenfels, Forstner, Bardeleben, Schack, Massow, Drigalski (General), François (General), Zalerski, Gersdorff, Prittwitz, Trützschler von Falkenstein, Dewall, Stein, Bentheim, Erdmann Graf Podewils, Leopold Fürst zur Lippe, Antoinette Prinzessin von Isenburg, Elisabeth Prinzessin von Sachsen-Altenburg, Elisabeth Großherzogin von Oldenburg, Adelheid Prinzessin von Sachsen-Meiningen sowie die Kaisersgattin Hermine (1930 und 19.III.1939, "vor der Heimfahrt nach Doorn"). Rabes' Mäzen Prinz Kyrill von Bulgarien trägt sich ein und schließlich auch ganzseitig König Boris von Bulgarien (16.VIII.1936). Bemerkenswert sind auch viele Vertreter asiatischer und orientalischer Staaten und Gebiete, darunter der chinesische (1930) und der persische Gesandte (1932) in Berlin sowie Oemer Faruk, Prinz des Osmanischen Reiches (1917). - Großer Querschnitt durch das "vornehme" Berlin im Verlauf von mehr als 40 Jahren.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Zuschlag
€ 750 (US$ 825)


Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums
27 meist illustrierte Postkarten

Los 2827

Berlin. - Unterrichtsanstalt des Königl. Kunstgewerbemuseums. Sammlung von 27 meist illustrierten Postkarten von Schülern oder an Schüler der Anstalt. Mit 22 Orig.-Feder- oder Bleistiftzeichnungen, Aquarellen, Gouachen und Lithographien. 1899-1909.

Meist vom Standort der Anstalt in Charlottenburg (auf einer Karte als Foto abgebildet) verschickte Karten mit Neujahrs- und anderen Glückwünschen sowie von Veranstaltungen ("Lumpenabend", "Tanzfest", Weihnachtsfeier etc.), versehen mit Karikaturen, Landschaften und Genrebildern. Einige Karten auch aus Schlesien verschickt. Hübsche Leistungsnachweise von Studenten der Gebrauchsgraphik und "Ehemaligen" dieser mehrfach umgezogenen Abteilung des hoch angesehenen Kunstgewerbemuseums.

Schätzpreis
€ 250   (US$ 275)


Zuschlag
€ 220 (US$ 242)


Ernst, Max
Brief April 1933

Los 2828

Ernst, Max, Maler und Graphiker (1891-1976). Eigh. Brief mit U. "Max Ernst". In deutscher Sprache. 1 S. Blaue Tinte auf grau getöntem Papier. Gr. 4to. Paris, 26, rue des Plantes, 9.IV.1933.

An den Galeristen Krebs in Bern über den Verkauf eines Gemäldes an das Kunsthaus Zürich: "... daß Ihnen meine beiden Bilder gefallen haben, hat mir große Freude gemacht, und ich wäre nun froh, Ihren Besuch bei mir bei der nächsten Gelegenheit zu erhalten. Sagen Sie sich also, sobald sie in Paris sind, telefonisch an ... Ich lege Ihnen die gewünschte Quittung bei. - Ich habe Herrn Wartmann wegen des Waldes mit dem Käfig geschrieben, u. ich denke daß er sie demnächst aufzusuchen wird ...". - Es handelt sich wohl um das Gemälde "Käfig, Wald und schwarze Sonne" (1927). Wilhelm Wartmann (1882-1970) hat von 1909 bis 1949 das Kunsthaus Zürich geleitet.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 990)


Zuschlag
€ 600 (US$ 660)


Ernst, Max
Brief Dezember 1933

Los 2829

- Eigh. Brief mit U. "Max Ernst". 1 S. Blaue Tinte auf grau getöntem Papier. Gr. 4to. Paris, 26, rue des Plantes, 18.XII.1933.

In deutscher Sprache an den Galeristen Krebs in Bern über den Verkauf eines Gemäldes an das Kunsthaus Zürich: "... ich muß Sie leider wegen des anderen Bildes (Wald u. Käfig) nochmal in Anspruch nehmen. Herr Wartmann schrieb mir nämlich, er möchte daß man ihm das Bild zur Ansicht nach Zürich schicke. Ich hatte geglaubt, Zürich und Bern lägen so nahe beieinander, daß er einen Sprung hätte wagen können. Könnten Sie also den Versand veranlassen ...". - Es handelt sich vermutlich um das Gemälde "Käfig, Wald und schwarze Sonne" (1927). - 2 minimale Tintenwischer.

Schätzpreis
€ 800   (US$ 880)


Zuschlag
€ 400 (US$ 440)


Feininger, Lyonel
Brief 1918 mit 2 Holzschnitten

Los 2830

Feininger, Lyonel, Maler und Graphiker, Lehrer am Bauhaus (1871-1956). Eigh. Brief m. U. "Lyonel Feininger" und 2 Orig.-Holzschnitten. 2 S. auf 2 Bl. Gr. 4to. Unter Passepartout gerahmt. Braunlage (Harz) 13.VIII.1918.

An den Kunstsammler Dr. Wilhelm Mayer. Sehr schöner, gehaltvoller und mit zwei Holzschnitten illustrierter Brief aus Feiningers bester druckgraphischer Periode. "... Als Ihr lieber Brief und das schöne Buch des französischen Maler-Soldaten ankamen, lag ich zu Bette an der berühmten 'spanischen' Krankheit, und hatte rechte Zeit und Musse an beiden Sendungen mich zu erfreuen. Sonst aber, waren meine Gedanken recht trübe; es liegt so viel Schweres, Catastrophales in der Luft, und das Wenige, was wir überhaupt von der Lage, draussen wie drinnen, erfahren, ist recht beklemmend ... ich habe mich Tagelang nicht getraut, Feder zu Papier zu setzen, aus Sorge, rechten Unsinn zu schreiben. Heute ... geht es mir viel besser, und ich blicke freier um mich. Politischen Gedanken nachzuhängen, hat gar keinen Zweck; und ich grüble nur darüber nach, ob 'Politic' nicht überhaupt ungefähr der Gipfel menschlichen Unsinns ist; die Ursache panischer Furchtsamkeit und Argwohn unter den Menschen; etwas, was in unser Jahrhundert längst nicht mehr hineingehörte. Also - ich denke jetzt nur noch an meine Lieben und an meine Arbeit, die mein Leben ist und ohne das ich nicht bin. Ich wünsche, im Übrigen, sehnlichst das Ende herbei, von diesem Wahnsinn und Morden ... Aus meiner Reise wird nichts werden ... ich bin sehr tief in der Arbeit drin, und kann mich nicht losreissen. Das Jahr habe ich zu viel versäumt, und bin richtig besessen von dem Gedanken des Schaffens und des Erfüllens ... ich denke mit heisser Sehnsucht an mein stilles Atelier und die Rückkehr nach Zehlendorf ...".
Klagt dann über die vergeblichen Bemühungen um ein Dienst- bzw. Kindermädchen und fährt fort: "... Von Goltz hörte ich neulich, dass Dr. Coellen 'nicht mehr für ihn tätig' sei. Sonst weiss ich nur, dass zwei meiner Bilder schon jetzt im Salon hängen, Gelmeroda VII und Niedergrunstedt IV. Für den Katalog habe ich einen kleinen Holzschnitt geschickt - sollte auf den Umschlag gedruckt werden, wird aber innen im Katalog als 'vom Stock gedruckt' prangen. Einen Abzug davon sende ich Ihnen, auf dem anderen Bogen aufgeheftet! - Es hätte mir grosse Freude gemacht, mit Ihnen während Ihres Urlaubs herumzugehen! Mit übermässig viel Geschwätz hätte ich Sie nicht belästigt! Ich schweige so gerne! es liegt ein höchster Genuss im Schweigen; im Gedankenvollen versteht sich! Das haben mich diese Jahre gelehrt ...". - Der Holzschnitt auf Bl. 1 (Prasse W 59: "Three proofs known on tissue paper", Blattgr. 13,5 x 11 cm) auf bräunlichem Papier ist aufmontiert; der Holzschnitt auf Bl. 2 (Prasse W 18, 8,5 x 11,5 cm) ist auf das Blatt gedruckt. - Mit der "berühmten spanischen Krankheit" meint Feininger die gefürchtete "spanische Grippe", an der im Herbst/Winter 1918/19 weltweit zwischen 25 und 50 Millionen Menschen starben. Mit "Goltz" ist der Münchener Kunsthändler Hans Goltz (1873-1927) gemeint, der eine der bedeutendsten deutschen Galerien für moderne Kunst betrieb. "Coellen" war der Kunsthistoriker Ludwig Coellen (1875-1945). - Prachtvoller, illustrierter Künstlerbrief.

Schätzpreis
€ 12.000   (US$ 13.200)


Zuschlag
€ 22.000 (US$ 24.200)


Feininger, Lyonel
Brief 1951

Los 2831

- Eigh. Brief m. U. "Ihr getreuer 'Vater' Feininger". 4 S. Doppelblatt. Mit eigh. Umschlag. Kl. 8vo. New York 4.VIII.1951.

An den Kunsthändler Rudolf Probst (1890-1968): "... 'Vater Feininger' sendet Ihnen für Ihren so lieben Brief und Ihre Geburtstagswünschen [sic] zum 80sten, seinen, meinen, allerherzlichsten Dank und Grüsse ... Ist nun das erreichte Alter das wahre 'Biblische' und mit aller Ehrfurcht empfinde ich dieses - so ist andererseits mir ein neues Gefühl der Hoffnung und Zuversicht für die Zukunft aufgegangen - für neue Werke die noch entstehen können. Und die Kraft spüre ich dazu, denn ich erfreue mich guter Gesundheit und bin verschont von Altersleiden ...". - Probst und Feininger kannten sich aus den Zeiten von Probsts "Galerie Neue Kunst Fides", die sich als eine der ersten den Bauhaus-Künstlern widmete. Im Mai 1933 wurde Probst von der SA aufgefordert, die Kunstwerke der Galerie innerhalb von 24 Stunden zu vernichten. Auch wenn Probst seine Bestände in Sicherheit brachte, zwang ihn die SA, die Galerie im Herbst 1933 endgültig zu schließen.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.320)


Zuschlag
€ 800 (US$ 880)


Fischer, Theodor
Postkarte 1936

Los 2832

Fischer, Theodor, Architekt und Stadtplaner (1862-1938). Eigh. Postkarte mit U. 1 S. Auf braunes Pergamentpapier montiert. München 6.I.1936.

An eine Galerie in Stuttgart: "... Aufgrund der meinem Sohn Dr. W. Fischer-Hanau gegebenen Auskunft bitte ich die zwei Vergrößerungen von der Ulmer Garnisonkirche nach Angabe herzustellen und mir bald hieher zu schicken ...". - Theodor Fischer erbaute in den Jahren 1908/1910 die Pauluskirche und evangelische Garnisonkirche in Ulm. - Von 1893 bis 1901 erstellte er einen bis heute vorbildlichen und nachwirkenden Generalbebauungsplan für München. Seit 1901 lehrte er an der Technischen Hochschule Stuttgart und wurde dort zum "Erzieher einer ganzen Architektengeneration", darunter Bruno Taut, Paul Bonatz, Erich Mendelsohn, Richard Riemerschmidt und Paul Schmitthenner. Sein "Manifest für die deutsche Baukunst" (1917) war prägend für das Bauhaus-Manifest, 1932 setzte er sich mit einem Appell für die Erhaltung des Bauhauses ein. Fischer gilt als einer der "einflussreichsten und bedeutendsten Architekten", war Mitbegründer des Deutschen Werkbundes und an der Entstehung der Gartenstadt Hellerau beteiligt.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 220)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 154)

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