Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Kataloginhalt

Katalog Autographen » zur Buchabteilung
Autographen Auktion 113, Mi., 17. Apr., 10.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 2001 - 2394)

» Kataloge bestellen
» Nur Lose im Nachverkauf

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)
Alle Kapitel Autographen / Autographs / Autografi » Kapitelwahl

... 29 30 31 32 33 34 35 36 37 ... 40   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status

Kubin, Alfred
Brief 1938

Los 2321

[*] Kubin, Alfred, Graphiker, Illustrator und Schriftsteller (1877-1959). Eigh. Brief mit U. "A Kubin". 1 S. Gr. 4to. Goldegg im Pongau "bei Bürgler", 18.VIII.1938.

An einen Galeristen in Stuttgart: "... nach Ihren, mit meinen Wünschen ganz übereinstimmenden Darlegungen werde ich Ihnen in der II. Hälfte des September - eine Ausstellungskollektion senden bestehend 1. Der neue Totentanz, Folge mit 24 Blättern, 2. 16 Einzelarbeiten - (da der n[eue] T[otentanz] bisher verlegt ist, ja nicht in Einzelstücken abgegeben werden kann und ich auch wenigstens die Chanze [!] einer Verkaufsmöglichkeit einschliessen möchte. - Für die nachträglichen Wünsche zum 60. danke ich und werde der Sendung eine der kl. Lithos zur Erinnerung für Sie beilegen - ich hatte noch ein paar Ex. davon ...". - Gelocht. - 3 neuere Beilagen.

Schätzpreis
€ 380   (US$ 433)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)

(Verfügbarkeit erfragen!)

Le Corbusier
Brief an Willy Brandt

Los 2322

Le Corbusier (d. i. C. E. Jeanneret), franz. Architekt (1887-1965). Brief m. U. "Le Corbusier". 1 S. Gr. 4to. Paris 18.IX.1962.

An Willy Brandt, damals Regierender Bürgermeister von Berlin (West), den er mit "Monsieur le Professeur" anredet. Brandt hatte Corbusier am 13. September 1962 zu einem Kongress (Tagung des Verbandes deutscher Städtestatistiker?) nach Berlin einladen lassen. Dieser lehnt ab: "... J'ai le très vif regret de ne pouvoir accepter car je serai encore en voyage à Brasilia à ce moment-là. Je le regrette infiniment. Mais, d'autre part, je vous signale que je n'accepte plus d'assister à des congrès ou des symposiums. J'ai écrit suffisement de choses pour que mes idées soient connues ... PS. Je signale à votre attention le livre qui a été préparé par M. Jean Petit, aux éditions 'Forces Vives': 'Le Corbusier - L'urbanisme des Trois Etablissements humains.' C'est là que j'ai exprimé la synthèse de mes recherches ...". - Gelocht; mit Eingangsstempel und Vermerken ("Büro Willy Brandt") verschiedener Senatsstellen.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Zuschlag
€ 400 (US$ 455)


Lenné, Peter Joseph
Signierter Aussteller-Ausweis

Los 2323

Lenné, Peter Joseph, der große preußische Gartenarchitekt, Schöpfer vieler Parkanlagen in Berlin, Potsdam und Umgebung sowie im Rheinland (1789-1866). Eigh. Signatur "Lenné" auf seinem Teilnehmer-Ausweis für die Pariser Weltausstellung 1855. Zweiseitig bedruckter Karton mit hs. Eintragungen und Stempel der Ausstellungsleitung. 7,5 x 11 cm. Paris 1855

Ausweis für Aussteller ("Exposans"), zu denen Lenné wohl zählte. Der Inhaber ist gekennzeichnet als "Mr. Lenné de Berlin, à Paris, 36 Boulevart [!] bonne nouvelle." Rückseitig gedruckte Verhaltensvorschriften für die "Exposans" .

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Zuschlag
€ 420 (US$ 478)



Lithographen-Zeugnis
Illustrierte Urkunde 1834

Los 2324

Lithographen-Zeugnis. Illustrierte Urkunde. Lithographie mit handschriftl. Text. 1 S. Quer-folio. Schwerin 16.III.1834.

Zeugnis für den Lithographen Heinrich Grebs aus Doberan, ausgestellt von der Schweriner "Sonntagsschule für Handwerkslehrlinge". Mit den Unterschriften von 15 Lehrern. Dem Lithographie-Lehrling wird bescheinigt, dass er in der deutschen Sprache "befriedigende Fortschritte" gemacht habe. Aber im architektonischen Zeichnen und namentlich im freien Handzeichnen habe er ausgezeichnete Fortschritte gemacht. "... dazu hat er durch manche öffentliche Leistungen schon erwiesen, daß er in der Lithographie zu schönen Hoffnungen berechtigt, wenn er es auch fortan nicht an Fleiß und Bescheidenheit fehlen läßt ... Wir haben ihm deshalb ein Zeugniß erster Klasse, Prämie und Wanderbuch gerne zuertheilt ...". Der lithographische Schmuck zeigt eine Flußlandschaft, im Vordergrund ein Gedenkstein mit figürlichem Relief; oben eine Bordüre mit Zeichengeräten. - Etwas gebräunt; Faltenrisse.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Zuschlag
€ 100 (US$ 113)



Meidner, Ludwig
Brief 1957

Los 2325

Meidner, Ludwig, Maler und Graphiker, Hauptvertreter des dt. Expressionismus (1884-1966). Eigh. Brief m. U. "Ludwig Meidner". 2 S. auf 2 Bl. (Bleistift). Gr. 4to. Frankfurt a. M., Hospital zum Heiligen Geist, 25.III.1957.

An eine befreundete Dame in Bonn. "... Ich selber bin nun fast 3 Wochen hier u. werde aufs beste von Ärzten, Krankenschwestern u. der guten Verpflegung versorgt. Viel zu viel Essen. Hab schon eine Narkose u. 2 Einschnitte in den Unterleib hinter mir. Ich leide sehr und bin seelisch tief betrübt. Nächste Woche die Prostata-Operation ... sollte mir hier im Hospital etwas Menschliches passieren, so ist es mein Wille, dass mein gesamtes Besitztum an Geld u. sonstigem meiner Frau u. meinem Sohn zufällt. Mein künstlerischer Nachlass soll der hessischen Regierung übergeben werden, von der ich seit 3 Jahren ein Stipendium bekomme. 2) Die hessische Regierung möchte einen Kunsthistoriker oder Museumsleiter bestimmen, der meine besten Arbeiten, namentlich Handzeichnungen, auch Radierungen, für die öffentlichen Museen und städtischen oder staatlischen Galerien der Bundesrepublik, von deutsch-Österreich und der deutschen Schweiz, die alle vor 1933 Arbeiten von mir hatten, auswählt, um die jenen Museen als Geschenk von mir zu übermitteln. Ich denke mir, dass jede Galerie 10 bis 20 Arbeiten erhalten soll, plus ca. 5-10 Radierungen oder Aquarelle. - Ungedruckte Manuskripte aus meinem Nachlass sollen nicht publiziert werden. Die nach der Auswahl übrig bleibenden Arbeiten sollen meiner Frau übergeben werden. - Sie selbst ... mögen sich, vor der Auswahl, einige Arbeiten von mir, zur Erinnerung an mich, auswählen für sich selber. Bitte bewahren Sie diesen Brief auf, ich habe ihn eigenhändig auf dem Krankenlager geschrieben ...". - Glücklicherweise waren dem Künstler dann aber doch noch neun Lebensjahre vergönnt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Zuschlag
€ 500 (US$ 570)



Mendelsohn, Erich
2 Briefe

Los 2326

Mendelsohn, Erich, Architekt (1887-1953). 2 Briefe m. U. "Mendelsohn". Zus. 2 S. Auf bräunlichem Papier. Gr. 4to. Berlin-Charlottenburg 11. und 24.III.1926.


An Professor Alfred Fischer in Essen. Über Ausstellungen seiner Entwürfe in Köln und Essen. "... Meine Arbeiten in Cöln sind bis zum 21. dort ausgestellt; sie könnten alsdann direkt zu Ihnen kommen ... Einiges neue Material möchte ich für die Ausstellung in Essen noch beigeben, besonders die Arbeit für Rußland ... Ich halte am Mittwoch, den 17. d. Mts., einen Vortrag im Cölner Kunstverein über 'die Architektur unserer Zeit'. Vielleicht ist es mir möglich, Sie kurz darauf in Essen zu besuchen ... Den Buchverlag Rud. Mosse habe ich angewiesen, Ihnen in meinem Namen ein Exemplar meines Amerika-Bilderbuches zu übersenden [11.III.] ... Der ihnen vorgeschlagene Vortrag hat für mich nur ideellen Wert, ich pflege deshalb nur die Erstattung meiner Auslagen, also etwa RM 150,- in Anrechnung zu bringen. Ich würde denselben Vortrag halten wie neulich in Köln ... Gerade gestern erhielt ich von Herrn Dr. Freundlich aus Sumatra einen längeren Brief. Er schrieb mir, dass die Finsternisaufnahme geglückt sei und er auf dem Wege über Amerika zurückreist ..." [24.III.]. Erwähnt auch Bruno Taut. - Rückseitig zwei Bleistift-Skizzen.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Zuschlag
€ 600 (US$ 683)



Menzel, Adolph von
Brief 1895

Los 2327

Menzel, Adolph von, Maler, Graphiker und Illustrator, einer der bedeutendsten Maler des 19. Jahrhunderts (1815-1905). Eigh. Brief m. U. "Menzel". 21/2 S. Folio. Berlin 12.IV.1895.

An einen Herrn ("Euer Hochwohlgeboren"), vermutlich den Architektur-Professor Hermann Ende, Präsident der Berliner Akademie und Vorsitzender der Sektion für die Bildenden Künste im Senat. Menzel hatte die Aufgabe seiner Mitgliedschaft im Senat der Akademie, dem er seit 1875 angehörte, verkündet, weil diese, wie Anton von Werner in seinen Memoiren erzählt, "nichts für ihn war". Es erhoben sich sofort Stimmen, die versuchten, den Künstler von seinem Vorhaben abzubringen, so auch der Adressat des vorliegenden Briefes. Doch Menzel gibt sich fest entschlossen: "... Wahrhaft gerührt von den Ausführungen Ihrer beiden Antwortschreiben ... danke ich Ihnen wie unserer Section herzlichst für solch einmüthigen Ausdruck Ihrer Gesinnung zu mir. Mein von Ihnen mit so kameradschaftlichem Eifer angefochtener Entschluß steht jedoch fest. Und ich halte mich überzeugt, daß der Herr Minister, nachdem die Gründe meines Austritts, wie ich nicht zweifle, Hochdemselben durch Sie bekannt geworden, ein viel zu korrekter Staatsbeamter ist, um demselben nicht beizustimmen. - Vielleicht liegt diesen Augenblick schon die genehmigende Verfügung im Cabinet Sr: Excellenz ...". - Anton von Werner erzählt von Menzels Senats-Mitgliedschaft: "Entweder er kam in die Sitzung, wenn sie eben geschlossen werden sollte, oder er schlief, oder er sprach in der Diskussion langsam und bedächtig über Dinge, die gar nicht zur Diskussion standen." So sehr Menzel Geselligkeit schätzte, so wenig behagten ihm, besonders im Alter, bürokratische Strukturen und Ämter. Im vorliegenden Fall gelang es allerdings, den Künstler noch einmal für die dreijährige Amtsperiode zum Bleiben zu bewegen; im Mai 1898 lehnte er dann jedoch eine Wiederwahl endgültig ab.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Zuschlag
€ 750 (US$ 854)



Modersohn, Otto
Postkarte 1925

Los 2328

[*] Modersohn, Otto, bedeutender Landschaftsmaler, Mitbegründer der Künstlerkolonie Worpswede (1865-1943). Eigh. Postkarte m. U. "Otto Modersohn". 1 S. Fischerhude 28.XI.1925.

An den Geographen Ewald Banse (1883-1953) in Braunschweig: "... Es freut mich sehr, daß Ihnen die Bilder gefallen, im Preise will ich Ihnen möglichst entgegenkommen, auch mit der Bezahlung. Die Bilder können gern dort bis Weihnachten bleiben. Vielleicht sieht sie auch ein Bekannter bei Ihnen ...". - Modersohn gründete 1889 gemeinsam mit Mackensen die "Worpsweder Malervereinigung". - Gelocht.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)

(Verfügbarkeit erfragen!)
Mueller, Otto
Brief an Muschler

Los 2329

Mueller, Otto, Maler und Graphiker, einer der Hauptvertreter des Expressionismus, Mitglied der "Brücke", Akademieprofessor in Breslau (1874-1930). Eigh. Brief m. U. "Otto Mueller". 1 S. Gr. 4to. (Wohl Breslau) o. J.

An den Schriftsteller, Kunsthistoriker und Botaniker Reinhold Conrad Muschler (1882-1957), der sein neuestes Buch für ihn abgegeben hatte. "... es tut mir ausserordentlich leid daß Sie mich nicht angetroffen hatten - ich war ein paar Tage im Gebirge, mich zu erholen, bin meistens über Sonntag von Freitag bis Montag weg - aber Dienstag bis Donnerstag immer im Atelier und ich würde mich sehr freuen, wenn wir wieder einmal zusammen wären, früher war es doch so oft - ich freue mich sehr über das Buch ...". - Der Botaniker und Romancier Muschler trat auch als Kunstschriftsteller in Erscheinung: 1925 gab er ein Werkverzeichnis des Graphikers Ferdinand Staeger heraus. - Minimale Randschäden; ein Faltenriss unauffällig unterlegt.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Zuschlag
€ 1.100 (US$ 1.254)



Pankok, Otto
2 Briefe 1957

Los 2330

[*] Pankok, Otto, Maler, Zeichner und Bildhauer (1893-1966). 2 eigh. Briefe mit U. "Pankok" bzw. Paraphe "OP". Zus. 2 S. 4to und gr. 4to. (Düsseldorf) 15. und 21. XI.1957.

An den Photographen Anton "Toni" Tripp (1911-1991) in Düsseldorf wegen Photobestellungen von einem Porträt und von Plastiken. - I. "... Würden Sie freundlicherweise die obigen Aufnahmen noch mal kopieren? Bei feinem Druck und sehr guten Klischees wird das Schwarz im Hintergrund nämlich zu stark, lieber Hintergrund unbearbeitet, sowie auf der Platte ...". - II. "... Das Foto (Portrait) ist schön, aber durch das Um-die-Ecke-Schielen etwas theatralisch. Vielleicht machen Sie noch mal gelegentlich ein anderes. Ich habe da so eine Idee für das Heft, das die Akademie herausgibt. Von den Plastiken hätte ich noch gerne je einen Abzug ... Dann wäre ich wieder komplett ... Es wird Sie vielleicht interessieren, dass der UKW des Westd[eutschen] Rundfunks am 29. Nov. 18.15 eine kleine Zigeunersendung bringt ...". - Dekorative Künstlerschrift.


Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 159)

(Verfügbarkeit erfragen!)

... 29 30 31 32 33 34 35 36 37 ... 40   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf