Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Kataloginhalt

Katalog Autographen » zur Buchabteilung
Autographen Auktion 113, Mi., 17. Apr., 10.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 2001 - 2394)

» Kataloge bestellen
» Nur Lose im Nachverkauf

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)
Alle Kapitel Autographen Literatur / Autographs Literature / Autografi letteratura
bis
Autographen Musik, Theater und Film / Autographs Music, Theatre and Film
» Kapitelwahl

... 11 12 13 14 15 16 17 18 19 ... 40   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Ardenne, Manfred von
Signierte Urkunde

Los 2141

Ardenne, Manfred von, Physiker und Erfinder, führender Rundfunk- und Fernsehtechniker, später u. a. Atomphysiker, Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter Staatspreis und Stalinpreis der UDSSR, Nationalpreis 1. und 2. Klasse der DDR, Ehrenbürger von Dresden (1907-1997). Urkunde m. U. "Manfred von Ardenne". 1 S. Gr. 4to. O. O. u. J. (wohl Dresden 1958).

Mehrfarbige, kurioserweise nicht datierte Urkunde für den Ingenieur Emil Lorenz, dem "in Anerkennung der hervorragenden Leistungen zur Steigerung der Arbeitsproduktivität ... der Ehrentitel Aktivist des Fünfjahrplanes verliehen" wird. Unterzeichnet von Manfred von Ardenne und einem Mitglied der "Betriebsgewerkschaftsleitung", die - offenbar wegen Geheimhaltungs-Hysterie - in keiner Weise lokalisiert ist. Lose in einer roten Leinen-Mappe mit DDR-Emblem und schwarz-rot-goldener Kordel. - Dabei: Durchgehend gedrucktes Glückwunsch-Telegramm von Otto Gotsche, Sekretär des Staatsrates der DDR, an den Nationalpreisträger Emil Lorenz in Dresden, dem im Namen des Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht zum 60. Geburtstag gratuliert wird. Kartonage mit blindgepr. DDR-Emblem und schwarz-rot-goldener Kordel.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)


Astronomen des 18. und 19. Jahrhunderts
Konvolut von Briefen

Los 2142

Astronomen des 18. und 19. Jhdts. Sammlung von 41 meist eigenhändigen Briefen. Zus. ca. 95 S. Überwiegend gr. 4to. 1804-1863.

Reichhaltige, internationale Briefsammlung bedeutender Forscher, oft Leiter von Sternwarten oder anderen naturwissenschaftlichen Institutionen. Meist umfangreiche, ausschließlich fachbezogene, wissenschaftliche Schreiben an Kollegen. Vorhanden: Friedrich W. Aug. Argelander (1799-1875; 1 Brief Bonn 1863). - Heinrich Louis d'Arrest (1822-1875; 1 Brief Leipzig 1848). - Josef Georg Böhm (1807-1868; 3 Briefe Prag 1862-1863). - Francesco Carlini (1783-1862; 1 Brief Mailand 1821). - James Carpenter (1840-1899; 2 Briefe Greenwich 1862). - Antonio Colla (1806-1857; 3 Briefe Parma 1847-1855). - James Melville Gillis (1811-1865; 1 Brief Washington 1849). - James Duncan Graham (1799-1865; Washington 1847). - Eduard Heis (1806-1877; 2 Briefe Münster 1857). - Karl Hornstein (1824-1882; 1 Brief Graz 1862). - Gustav Adolf Jahn (1804-1857; 3 Briefe Leipzig 1848-1850). - Longinus Anton Jungnitz (1764-1831; 3 Briefe Breslau 1818). - Marian Wolfgang Koller (1792-1866; 1 Brief Wien 1862). - Russell Henry Manners (1800-1870; 1 Brief London 1863). - Franz Albert von Monte Dego (1811-1883; 1 Brief Ofen 1838). - Theodor von Oppolzer (1841-1886; 1 Brief o. O. u. J.). - Christian August Friedrich Peters (1806-1880; 3 Briefe Altona 1855-1863). - A. C. Petersen (1 Brief Altona 1851). - Herman Schultz (1823-1890; 1 Brief Uppsala 1864). - Augustin Stark (1771-1839; 5 Briefe Augsburg 1821-1836). - Franz de Paula Triesnecker (1745-1817; 4 Briefe Wien 1804-1814). - Urbain Le Verrier (1811-1872; 1 Brief Paris 1855). - Einige Briefe mit Erhaltungsmängeln oder Eck-Ausschnitten.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.140)


Barth, Heinrich
Bestallungsurkunde Berlin 1863 + Beilagen

Los 2143

Barth, Heinrich, der große Pionier der dt. Afrika-Forschung, unternahm zwei Afrika-Reisen mit umfangreichen wissenschaftlichen Ergebnissen (1821-1865). Urkunde seiner Bestallung als außerordentlicher Professor an der Universität Berlin. Unterzeichnet vom preuß. Kultusminister Heinrich von Mühler (1813-1874). 1 S. Mit Majestätssiegel in Blindprägung. Doppelblatt. Mit dem gesiegelten Umschlag des Ministeriums. Folio. Berlin 30.V.1863.

Bestallung als außerordentlicher Professor der Philosophischen Fakultät, wobei zugleich seine Pflichten aufgezählt werden, z. B. "die studirende Jugend durch Vorträge sowohl als Examina und Disputir-Uebungen zu unterweisen, alle halbe Jahre ein Colloquium über einen Zweig der von ihm zu lehrenden Wissenschaften unentgeltlich zu lesen, sowie auch für jedes Semester mindestens eine Privat-Vorlesung in seinem Fache anzukündigen" (etc.). - Nach seiner letzten großen Reise durch die Mittelmeerländer war Barth 1862 nach Deutschland zurückgekehrt und hatte sich wieder vergeblich um eine feste Anstellung bemüht, so daß er weiterhin seinen Lebensunterhalt von der Leibrente bestreiten mußte, die ihm König Friedrich Wilhelm IV. ausgesetzt hatte. - 2 Beilagen: Begleitschreiben des Ministers Heinrich von Mühler an Barth mit der Mitteilung von seiner Ernennung zum außerordentlichen Professor (Berlin 30.V.1863). - Brief des Rektors Georg Beseler (1809-1888) an Barth mit der Aufforderung, sich "im Locale des Universitäts-Gerichts" einzufinden, um in seinem Beisein und dem des Universitätsrichters den vorgeschriebenen Eid zu leisten sowie anschließend der "Professoren-Witwen-Verpflegungsanstalt" beizutreten. Ferner solle er 5 Taler Pflichtgebühr für die Universitätsbibliothek entrichten (Berlin 2.VI.1863). - Alle 4 Teile gut erhalten.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Zuschlag
€ 800 (US$ 911)


Petermann, August
Brief über Heinrich Barth

Los 2144

- Petermann, August, bedeutender Geograph und Kartograph (1822-1878). Eigh. Brief m. U. "A Petermann". 32/3 S., in sehr kleiner Schrift eng beschrieben. Mit Briefkopf "Redaction der Mittheilungen aus Justus Perthes geographischer Anstalt". Gr. 8vo. Gotha 14.VII.1857.

An Heinrich Barths Schwager, den sächsischen Generalleutnant Gustav von Schubert, der ihm als Mittelsmann diente, während Barth selbst in London an der Fertigstellung der deutschen und der englischen Fassung seines großen Reisewerkes arbeitete. Umfang- und inhaltsreicher Brief, der sich ausschließlich mit Barths Aufzeichnungen, ihrer Auswertung und ihrem Presse-Echo beschäftigt. Petermann bedankt sich zunächst über die "gütige Mittheilung der Briefe aus Timbuktu, die trotz ihrer Verspätung noch immer ein ganz frisches Interesse für mich hatten, da über die Timbuktu-Reise Ihres Schwagers bisher noch so wenig bekant geworden ist. Ich hoffe, Sie haben nichts dagegen, wenn ich die Bitte ausspreche, sie in einem der nächsten Hefte meiner 'G. Mittheilungen' publiciren zu dürfen. Sie sind einerseits für das Publikum gewiß von Interesse, und bilden auf der anderen Seite eine gute Anzeige für die letzten Theile des Reisewerkes ... Die deutsche Literatur hat bisher wenig über das Werk gebracht, ich denke aber nach Ablauf der jetzigen 'Saure-Gurken-Zeit' soll's ordentlich darüber hergehen, bis dahin wird ja auch der schrecklich langsame Druck der deutschen Ausgabe vorrücken, so daß die zweite Auflage bei Rückkehr des lesenden Publikums aus den Bädern und von ihren Reisen fertig daliegt. Der zweite Band soll in nächster Woche zur Verschickung kommen ...". Kündigt eine Besprechung in Brockhaus' "Neuer Zeit" an und kommt dann auf englische Rezensionen zu sprechen. "... Von Englischen Besprechungen ist mir bisher nur die vorläufige & noch zurückhaltende im Athenaum und die äußerst gehässige in der Literary Gazette zu Gesicht gekommen ... Ein gutes Anzeichen der Aufnahme und des Interesses des Engl. Publikums an dem Werke waren mir gleich im Anfange die Anzeigen der Lese-Bibliotheken, deren eine ... unter ihren neuen Büchern 'Barth's Travels' in 500 Exemplaren ihren Abonnenten und Lesern offerirten; da mußte freilich die erste Auflage am 1. Tage vergriffen werden. Ich denke, doch, wenn erst alle fünf Bände heraus sind, wird sich in England das Blättchen wenden. Die Opposition gegen Barth ging daselbst fast nur von einem einzigen böswilligen Menschen aus, der zufolge seiner offiziellen Stellung freilich seinen Enfluß geltend zu machen wußte ... Ich brauche Ihnen nicht zu sagen, welchen Antheil ich an der allgemeinen Anerkennung der Verdienste Ihres Schwagers nehme, und daß auch der Erfolg so ganz die Berechnungen des deutschen Verlegers zu Schanden macht, der mir noch kurz vorher mit sehr bestimmten Worten versicherte, er werde mindestens 12.000 rh an dem Werke einbüßen. - Ihr Lob wegen der Karten ist in jeder Beziehung unverdient, denn wenn ich dieselben auch mit einem redlichen Bestreben bearbeitet habe, läßt innen und außen Ausführung doch viel zu wünschen übrig, zur immer vollkommenen Ausführung reichte das bloße nackte Itinerar nicht hin, sondern die Reise-Beschreibung selbst wäre mir dazu unumgänglich nöthig gewesen; dieselbe konnte ich aber nie einsehen, da ja beides, Karten und Text immer neben einander gehen müßten ...". Ferner über den "Ritter Bunsen", den preußischen Gesandten in London.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Zuschlag
€ 600 (US$ 683)


Baumgarten-Crusius, Ludwig F. O.
6 Schriftstücke

Los 2145

[*] Baumgarten-Crusius, Ludwig Friedrich Otto, Theologe und Philosoph, Professor in Jena (1788-1843). 6 Schriftstücke mit U. "Baumgarten-Crusius", davon 5 ganz eigenhändig. Zus. 6 S. Verschied. Formate. Jena 1825-1836.

5 detaillierte Jenaer Studientestate und eine "Bekanntmachung" vom 3. August 1833 aufgrund "höchster Befehle", betreffend eine Neuregelung der Immatrikulation an der Universität Jena. - Der weimarische Kirchenrat lehrte gleichzeitig als Professor der Theologie in Jena. - Leicht gebräunt. - Aus der Sammlung Künzel.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 140   (US$ 159)


Berlinische Gesellschaft für Deutsche Sprache
Schriftstück mit 8 Signaturen

Los 2146

Berlinische Gesellschaft für Deutsche Sprache (gegr. 1815). Ausriss aus einem gedruckten Blatt ihrer Statuten mit den eigh. Signaturen von 8 ihrer "derzeitigen Beamten". 2 S. Mit dem Stempel der Gesellschaft. 15 x 19 cm, ungleichmäßige Ränder. Berlin, 14. Februar ("Hornung") 1816.

Eigenhändige Signaturen des gesamten Vorstands der nach dem Ende der fast zehnjährigen Franzosenherrschaft gegründeten Sprachgesellschaft, mit der jeweiligen Funktion der Persönlichkeit in dem Verein: Johann August Zeune, Pädagoge, Geograph und Germanist, Gründer und Leiter der Berliner Blindenanstalt ("Ordner"). - Friedrich Ludwig Jahn, der "Turnvater", Pädagoge, Begründer des Turnens als Volksertüchtigung und nationale Wiedererweckung ("Älterer Pfleger"). - Ludwig Graßhoff, Direktor der Taubstummenanstalt in Berlin ("Jüngerer Pfleger"). - Theodor Heinsius, Pädagoge, Grammatiker und Lexikograph, Rektor des Gymnasiums zum Grauen Kloster ("Schreiber"). - Friedrich August Pischon, Historiker, Theologe und Publizist ("Schriftwart"). - Wilhelm Müller, Dichter und Pädagoge, der sog. "Griechen-Müller" ("Älterer Schaffner", obwohl er gerade einmal 22 Jahre alt war). - Franz Marggraff, mit Jahn befreundeter Leiter einer Privatschule in Berlin ("Jüngerer Schaffner"). - Christian Hinrich Wolke, bedeutender Pädagoge, Kais. Russischer Hofrat und Professor ("Ältester"). - Etwas braunfleckig. - Seltenes Dokument der Gründung einer neuen deutschen Sprachgesellschaft in Berlin, vertreten durch einige der besten Pädagogen ihrer Zeit.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)


Bloch, Ernst
Konvolut Briefe an Else von Stritzky

Los 2147

Bloch, Ernst, Philosoph, Professor in Leipzig und Thüringen (1885-1977). 4 eigh. Briefe, davon 3 m. U. "Dein Ernst", 2 unvollständig. Zus. 13 S. Kl. 4to. O. O. (Ca. 1912-1920).

Frühe Briefe an seine erste Ehefrau, die Bildhauerin Else, geb. von Stritzky (1883-1921), die Bloch 1911 kennengelernt hatte. Die beiden vollständigen Briefe, in denen eine noch nicht ganz überwundene Lebenskrise Blochs anklingt, stammen aus der Zeit vor der Eheschließung im Juni 1913. "... ich bin so müde von der Arbeit, höre zwar auf Brom zu schlucken, bin aber hochgradig überanstrengt und würde, wenn ich die fünfzehn fehlenden Seiten schreiben wollte, in die Nähe einer großen geistigen Gefahr geraten ... Ich ... lese etwas Dostojewsky. Ich hätte Dich viel über Russland zu fragen, ich fühle hier, zum Teil durch Lukács' Einfluss etwas in meine Art einströmen, das brütend, exaltiert, gütig, tief ist und bisher nicht durch westeuropäische Formprobleme zu fassen war. Das wird jetzt in meiner Emotionalität wach [7.I.1912 oder 1913] ... las im ‚Hans im Glück' [ein von Bloch hochgeschätzter Roman von Henrik Pontoppidan] weiter. Ich habe das Buch, das ich seit dem Februar 1908 nicht wieder gesehen habe, wieder vorgenommen, als ein anderer Mensch. Du kannst Dir nicht denken, wie mich das falsche Auftrumpfen von Hans, seine erotische Unbeholfenheit und Rohheit (‚er hatte bisher wie ein Kind oder ein Wilder in den Gefühlen gelebt'), seine falsche und lieblose Weltbekümmertheit quält. Er ist mein Spiegel zum Teil und ich möchte Dir Abbitte leisten, ... wenn ich nicht immer so gut war, so um Dich besorgt, voll richtiger und anständiger Kraft und Tiefe des Verströmens, Einhüllens, erotischen Bergens und Sicherns, wie es dem starken und reinen Zeugen der Wahrheiten zukommt. Es ist seltsam und grossartig, dass in den Träumen von dem heldenhaften Geliebten, von denen ein Mädchen in seinen apriorisch besten Stunden erfüllt ist, unser Korrektiv für uns gesandte und erlösende Genies und die farbigste Versinnlichung des kategorischen Imperativs liegt. Ich habe mich in den letzten Wochen sehr verändert, durch und durch vom Leid aufgewühlt ... Aber: was uns das Leben verspricht, das wollen wir dem Leben halten. Ich erlebe jetzt so tief diesen wundervollen Nietzschesatz, den ich mit guter Ahnung schon lange in die Mitte meiner privaten Moral gestellt hatte. Auch meine Philosophie ist ganz verändert. Alles ins Menschliche zurückverwandelt; in das Vermögen, als reine Seele zu leuchten, als Güte, Verantwortlichkeit, rein moralische Bedeutsamkeit: von hier aus ist erst alles wieder zum Begriff und System geworden. Ich habe darüber schon vor dem Zusammenbruch wunderbare Dinge geschrieben (... z. B. die vier emotionalen Wege zur Erkenntnistheorie, in denen ich den ganzen emotionalen, charakterologischen und vor allem moralischen Quellgrund meiner und der Philosophie sichtbar mache. Dies ist alles schon als reflektierte Widmung an die Frau, die mich liebt, geschrieben worden ... Habe mütterliche Nachsicht mit mir, meine liebe Rettung; ich habe in meiner Jugend so etwas Ähnliches erlebt wie dieses Sidenius'sche Pfarrhaus [in Pontoppidans Roman] und nachher wenig Besseres, sodass es also wenigstens zu verstehen ist, wenn ich etwas roh und primitiv in menschlichen Dingen blieb ..." [1.II.1912 oder 1913]. - Die beiden unvollständigen Briefe stammen aus der Zeit von Elses schwerer Krankheit. - Beiliegend 3 eigh. Briefe von Else Bloch aus den Jahren 1914 und 1920; einer (retourniert) an eine Behörde (Heidelberg 1920, mit 5 Bleistift-Zeilen von Ernst Bloch), die beiden anderen an Ernst Bloch (München 1914 und Wiesbaden, St. Georgs-Hospital, 1920, ein Dreivierteljahr vor ihrem Tod). Hier heißt es an einer Stelle: "Deine Philosophie macht mir auch das Sterben leicht - aber ich bleibe bei Dir, und will diese Gedanken Dir nicht schreiben ...". - Ferner 10 Bl. Kopien weiterer Schriftwechsel Blochs mit Else von Stritzky.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Zuschlag
€ 1.200 (US$ 1.367)


Bloch, Ernst
Stichworte für ein Seminar

Los 2148

- Eigh. Stichworte und Notizen. (Tinte und Rotstift). Auf der Rückseite der Satzung eines Tübinger Vereins. 1/2 S. Gr. 4to. (Tübingen 1964-1965).

Wohl im Rahmen eines Seminars an der Tübinger Universität niedergeschriebene Stichworte. Am Rand oben links: "auch: 'Materie-Buch: Schluß". Unter dem Titel "ad Zweck-Seminar" sind Halbsätze und Begriffe notiert wie "Das 'Ganze' nicht 'umfassend anders das Totum' von 'Überhaupt'; und das utopisch. Totem als Ultimum, Optimum oder (drohend) Pessimum (umsonst) (sonst Entwertung. Abgebrochene Zweckreihe. Tod. Kosmischer Tod ... Kosmologie. Humanisierung der Natur ... Freiheit und Ordnung oder (Reich) (Utop) der Freiheit ...". Am Schluß: "Endziel betr." - Mit rückseitiger Echtheitsbestätigung. - 2 Einrisse unauffällig restauriert.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Zuschlag
€ 150 (US$ 170)


Bode, Johann Elert
15 Briefe

Los 2149

Bode, Johann Elert, der bedeutende Berliner Astronom, ab 1786 Direktor des Berliner Observatoriums, langjähriger Herausgeber des "Astronomischen Jahrbuchs", veröffentlichte die "Titus-Bode-Reihe" und entdeckte den nach ihm benannten Kometen (1747-1826). Konvolut von 15 eigh. Briefen m. U. "Bode". Zus. ca. 21 S. 4to und 8vo. Berlin 1805-1823.

An einen Professor für Astronomie. Ausführlich über Angelegenheiten seines "Astronomischen Jahrbuchs": Beiträge, Lieferungen, Kosten, Inhalte etc. sowie über andere seiner Veröffentlichungen. Ein Brief mit einer signierten Aufstellung und Berechnung gelieferter Bücher als Anlage. - Teils leicht angestaubt; insgesamt ordentlich erhalten.

Schätzpreis
€ 2.000   (US$ 2.280)


Nachverkaufspreis
€ 1.400   (US$ 1.595)


Boguslawski, P. H. Ludwig von
28 Briefe + Beilage

Los 2150

Boguslawski, Palm Heinrich Ludwig von, Astronom, Professor und Direktor der Universitäts-Sternwarte in Breslau (1789-1851). Sammlung von 28 eigh. Briefen m. U. "v. Bogusławski". Zus. 68 S. Meist gr. 4to. Breslau 1835-1849.

An einen Kollegen, den er zuerst "Herr Professor", dann "Freund und Collega", schließlich "theurer Freund" nennt. Sehr umfang- und inhaltsreiche Briefe über alle Aspekte der Astronomie: Beobachtungen, Erkenntnisse, Forschungen, Berechnungen, Experimente, Einrichtung und Funktion von Instrumenten, Materialien, Erfahrungen, Fachliteratur, Kollegen (Bessel, Littrow, Erman, Herschel etc.) und vieles mehr. - Beiliegend eine von Boguslawski signierte, aber von anderer Hand in winziger Kalligraphie geschriebene wissenschaftliche Abhandlung "Bemerkungen zu dem doppelten Differenz Micrometer" (4 S.), datiert Breslau 1. März 1848 und wahrscheinlich zum Druck bestimmt. - 3 Briefe sind unvollständig, einer davon stärker lädiert; einige weitere mit Erhaltungsmängeln; doch sonst größtenteils ordentlich erhaltene Korrespondenz. - Dabei: Heinrich Georg von Boguslawski, sein Sohn, bedeutender Hydrograph, Hrsg. des Handbuchs der Ozeanographie, auch als Astronom publizistisch tätig (1827-1884). 2 eigh. Briefe m. U. "Georg v. Boguslawski". Zus. 3 S. Gr. 4to und gr. 8vo. Breslau 7.III. und 7.VI.1851. - An denselben, ausführlich über Krankheit und Tod seines Vaters: "... Sein Geist schwang sich in jene höheren Regionen, in die er so oft mit Eifer und Enthusiasmus geschaut. Seine letzten klaren Gedanken gehörten noch der Astronomie, die gewiss in ihm einen ihrer eifrigsten Diener und Beförderer verloren hat! ...". - Auch hier ein Brief mit Läsuren.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Zuschlag
€ 600 (US$ 683)



... 11 12 13 14 15 16 17 18 19 ... 40   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf