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Autographen Auktion 113, Mi., 17. Apr., 10.00 Uhr


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Hauptbild Beschreibung Status
Mann, Thomas
Brief 1954

Los 2091

[*] - Eigh. Brief mit U. "Thomas Mann". 1 S. Doppelblatt, Hotelpapier mit Briefkopf. Mit eigh. adress. Umschlag. Kl. 4to. Hotel Waldhaus Sils-Maria, Engadine, 31.VII.1954.

An Lore Rümelin (1915-1998) in Bonn, übersendet per Einschreiben das Manuskript "Versuch über Tschechow": "... Dank für Ihre Karte und Ihre Bereitwilligkeit! Das Manuskript geht eingeschrieben an Sie ab. Machen Sie, bitte, 4 Durchschläge davon! Ich fürchte, es ist nicht sehr leserlich geschrieben. Schon darum muß ich Ihnen für die Abschrift alle Zeit zugestehen, die Sie eben brauchen. Mit Köln hat es seine Richtigkeit. Wir würden uns außerordentlich freuen, Sie dort begrüßen zu können ...". - Thomas Mann weilte vom 24. bis 25. August 1954 in Köln, wo er u.a. aus dem "Felix Krull" las und seinen Jugendfreund Ernst Bertram wiedertraf. Lore Rümelin-Wibel (1915-1998), Frau des deutschen Kulturattachés beim deutschen Generalkonsulat in Zürich, später Bern und Bonn, stammte aus Lübeck und kam auf Vermittlung von Gottfried Bermann-Fischer zu Thomas Mann. Sie fertigte die Manuskriptabschriften der späteren Werke an, u.a. für "Felix Krull", "Versuch über Schiller" und "Versuch über Tschechow". - Bürgin-M. 54/245; Heine-S. 532. - Vgl. Klaus Täubert, Zum 80. Geburtstag [von L. Rümelin] am 28. September. In: Europäische Ideen, Heft 90 (1994), S. 12-15.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Zuschlag
€ 400 (US$ 455)



Mann, Katja
Brief 1956 zum Tod ihres Mannes

Los 2092

[*] "seine letzte Krankheit"
- Mann, Katia, geb. Pringsheim, Ehefrau Thomas Manns (1883-1980). Eigh. Brief mit U. "Katia Mann". 1 S. Trauerrand. Gr. 8vo. Kilchberg 4.II.1956.

An den Sammler Hans Waldmüller (hier irrtümlich als "Waldmann" adressiert): "... Ihr Brief vom 4. Juni 1955 gehörte zu denen, für die der Verewigte seiner Danksagung ein persönliches Wort hinzufügen wollte. Seine letzte Krankheit folgte so rasch auf den Geburtstag, dass es dazu nicht mehr kam. Ich schicke Ihnen heute eine Danksagung, die er wenigstens noch persönlich signiert hat [liegt nicht bei]; das beiliegende Bild konnte leider nicht mehr unterzeichnet werden ...". - Thomas Mann war am 12. August 1955, nach seinem 80. Geburtstag am 6. Juni, verstorben. - Beiliegend der Durchschlag des Gegenbriefes vom 4. Juni 1955.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Mann, Monika
Brief 1970

Los 2093

"Welch 'göttlicher Bluff'!"
- Mann, Monika, zweite Tochter Thomas Manns, Lyrikerin, Erzählerin und Essayistin (1910-1992). Eigh. Brief m. U. "Monika Mann". 3 S. auf 3 Bl. Gr. 4to. (Bozen) 7.VIII.1970.

An einen Professor. Teil einer in Briefen geführten interessanten Diskussion über die Notwendigkeit der Basis persönlicher Anschauung oder soliden Wissens für die Schöpfung literarischer Gestalten und Geschehnisse. Monika Mann ist bemüht, den Satz des Adressaten zu widerlegen: „Was nützen mir Wörter, die Sachkenntnis prätendieren, ohne daß ich selbst irgendwelche Erfahrung habe.“ Dabei macht sie auch bemerkenswerte Aussagen über ihren Vater, Thomas Mann. „... Ich führte in meinem vorangegangenen Brief an Sie ein Stück Lyrik an, weil es da am augenfälligsten ist, aber auch das, was Sie Sachprosa nennen, gehört dazu. Die kunstgerechte Beschreibung einer Landschaft, gleichviel, ob es eine ‚existente' oder eine ‚erfundene' Landschaft ist, wird vom Wort aus geschaffen ... Viele Leute bestaunten meinen Vater für seine Sachkenntnis in Medizin, Musik, Theologie, Archeologie ... Welch ‚göttlicher Bluff'! Ein ganz oberflächliches Studium, ein künstliches Eingeweihtsein, die Sache betreffend, ein vor dem Fiasko bewahrender Überblick - eine Art von Trick sicherte ihm und stempelte nach außen hin sein inneres, sein mysteriöses Wissen, wiederum vom stummen, ungeborenen Wort bestimmt. Es ist ja doch das reine Wunder! - Was meine winzige Wenigkeit betrifft - ich schickte neulich meinem Bruder Bibi (Michael) eine Klein-Prosa von mir, und er fragte: ‚Wo und wann hast denn Du das alles erlebt, ich dachte, Du gehst nie aus?' - So ist doch, wenn auch auf minimale Weise, der göttliche Bluff in mir ...“.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Zuschlag
€ 320 (US$ 364)


Mark Twain
Signatur und handschr. Umschlag

Los 2094

Mark Twain (d. i. Samuel Longhorne Clemens), amerikan. Schriftsteller (1835-1910). Eigh. Namenszug "Mark Twain". Auf einem Zettel im Visitenkarten-Format. Mit handschriftlichem und frankiertem Umschlag. Quer-16mo. (New York 9.I.1906).

An Mr. G.E.A. Scholefield in Hamburg, dem er wohl einen Autogrammwunsch erfüllt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Zuschlag
€ 200 (US$ 227)


Martyni-Laguna, Johann Alois
Brief 1812

Los 2095

[*] "von Buchhändlern gemißbraucht"
Martyni-Laguna, Johann Aloysius (d. i. Karl Friedrich Martini), sächsischer Philologe und Dichter, Hofmeister in Dresden und Warschau (1755-1824). Eigh. Brief mit U. "Martyni-Laguna". 21/2 S., eng beschrieben. Doppelblatt. 8vo. Dresden, 4.II.1812.

An den Verlag Brockhaus in Leipzig über dessen "Urania. Taschenbuch für Damen": "... Es war und ist mir angenehm, in dem Verleger der 'Urania' den mich im Sommer des verwichenen Jahres besuchenden braven Mann zu wissen, nachdem ich, unverzeihlich von Buchhändlern gemißbraucht, fest entschlossen war, all dergl. Geschäften zu entsagen. Für die 'Urania' will ich thun, was ich vermag, wenn Sie 1) mich über die Redaktion namentl. und ganz genau belehren ... 2) mich und meine Freundinnen, die ich für die Urania angeworben, und von welchen ich zum Theil schon trefliche Beyträge in Händen habe ... bestimmt über das Honorar unterrichten ... 3) ob eines, oder einige Freyexemplare zugestanden werden, außer dem Honorar versteht sich! Die Freundinnen, die gewiß dem Taschenbuch zur Ehre gereichen werden, sind alles Damen von ausgebreiteter Bekanntschaft, die selbst für die Verbreitung des Taschenbuchs mit Vortheil wirken werden ...". Nennt die Namen der Beiträgerinnen (von Gersdorf, von Schleinitz, Kamienska) und legt einige eigene Beiträge bei, darunter Epigramme: "Von letzter Gattung steht, wenn es verlangt wird und erforderl. wäre, noch manches pikante zu Befehl ...". - Die Verbindung kam wohl nicht zustande, da für 1813 kein neu redigiertes Taschenbuch erschien.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)


May, Karl
Fragment eines eigenhändigen Gedichtmanuskripts

Los 2096

May, Karl. Fragment eines eigenhändigen Gedichtmanuskripts. 6 Zeilen (Bleistift). 6,5 x 12 cm. (Radebeul um 1897 ?)

Eigenhändiges Fragment eines Gedichtes, das erst 1916 posthum von dem Karl-May-Forscher Rudolf Beissel veröffentlicht wurde (erwähnt und abgebildet bei Heinrich Pleticha, Karl May. Illustrierte Werke, Leben, Werk, Wirkung, Gütersloh 1996, S. 95). "Ich geh so gern tief in mein Innres lauschen, / Leg mich in mir zu meiner Seele hin! / Wenn dann um uns nur Engelsflügel rauschen, / Weiß ich, daß ich in meinem Himmel bin. / Ich höre, wie auf unsichtbaren Schwingen / Der Herr durch diesen einen Himmel geht". Darunter ein handschriftlicher Vermerk mit Tinte von Rudolf Beissel (1894-1986): "Originalmanuskript Karl May's. Enwurf zu einem bisher (1916) ungedruckten Gedicht". - Verso, ebenso fragmentarisch, von anderer Hand der Bericht über einen Besuch (beim Ehepaar May?). - Leicht fleckig, aber gut lesbar und ordentlich erhalten. - Beiliegend die Kopie eines 36seitigen Vortrags von Claus Roxin, ord. Professor für Strafrecht in München und Vorsitzender der Karl-May-Gesellschaft, über die verschiedenen Strafverfahren gegen Karl May. Mit Widmung Roxins auf S. 1.

Schätzpreis
€ 240   (US$ 273)


Zuschlag
€ 420 (US$ 478)


Musil, Robert
Brief 1926 an Max Brod

Los 2097

Musil, Robert, österr. Schriftsteller (1880-1942). Brief m. U. "Robert Musil". 1/2 S. Gr. 8vo. Wien 14.XII.1926.

An den Schriftsteller Max Brod. "... Ihre Zuschrift und das Buch habe ich mit Dank erhalten. Leider muss ich Ihnen sagen, dass es sehr ungewiss ist, ob ich in der nächsten Zeit dazu kommen werde, Aufsätze zu schreiben, so dass ich unter Umständen Ihre Geduld und Nachsicht beträchtlich in Anspruch nehmen muss ...". - Brod hatte ihm wohl ein Exemplar seines neuen Romans "Die Frau, nach der man sich sehnt" geschickt und um eine Rezension gebeten.

Schätzpreis
€ 1.400   (US$ 1.595)


Zuschlag
€ 1.000 (US$ 1.140)


Musset, Alfred de
Brief an einen Freund

Los 2098

Musset, Alfred de, franz. Schriftsteller (1810-1857). Eigh. Brief m. U. "Alfd M" und Adresse. 2/3 S. 4to. O. O. u. J.

An seinen Freund François Buloz (1803-1877), Herausgeber der einflußreichen "Revue des deux Mondes". "Je vous envoie mes voeux ... qui sont un peu plus longue que je ne croyais. J'irai à la Revue pour les épreuves ... Vous m'avez dit dans votre lettre une injure horrible - vous m'accusez d'être à l'état p- oh! ça, c'est trop, comme dit Lablache." - 1 Eckabriss. - Beiliegend eine Echtheitsbestätigung des franz. Kultusministeriums und eine Ausfuhrgenehmigung.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Zuschlag
€ 200 (US$ 227)


Mynona (Friedlaender, Salomo)
2 Gedicht-Typoskripte

Los 2099

[*] Mynona (Pseud. für Salomo Friedlaender), Schriftsteller, Satiriker und Philosoph (1871-1946). 2 Gedichttyposkripte (194 und 44 Zeilen), davon eins mit eigh. Korrektur. Zus. 5 S. auf 5 Blättern, dünnes Papier. Gr. 4to. (Berlin bzw. Paris) 26.XI.1931 bzw. (Anfang Juni 1937).

I. "Elternhaus. | für Eva zum 26. November 1931 | von Mynona. | Wo die Stadt mit letzten Wellen ihrer Arbeitsbrandung schäumt, | Wuchtet still der heilge Tempel, der im Alltag machtvoll träumt ...". - Lange poetische Beschreibung des Hauses, der Eltern und Geschwister der Widmungsträgerin, seiner Nichte Eva Samuel (1904-1989), die 1932 als Keramikerin nach Palästina emigrierte. - Druck: Lyrik (2014), S. 257 ff. - Minimal fleckig. - II. "[Al]ten Mannes Traum. Von Oliver Rendell Holmes (Aus dem Amerikanischen übertragen von Mynona) | Ach, eine Stund nur wieder jung ...". - Druck: Kuxdorf, 1990, S. 150 f. - Linke obere Ecke mit Fehlstelle und Verlust von zwei Buchstaben des Titels. Kleine Randeinrisse und Knitterspuren an den Ecken. - Mit Korrektur: "schwenkt" statt "spritzt". - Der Nachlass Mynonas wird heute von der Akademie der Künste in Berlin verwahrt.


Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)


Nizan, Paul
Brief 1938

Los 2100

Nizan, Paul, politisch aktiver, links orientierter franz. Schriftsteller und Journalist, befreundet mit Sartre, kämpfte gegen Franco, fiel im II. Weltkrieg (1905-1940). Maschinen- und handschriftlicher Brief m. U. "Nizan". 1 S. Gr. 4to. Paris 28.III.1938.

Der Brief beginnt als maschinenschriftliches Rundschreiben: "Devant la menace qui pèse sur notre pays et sur l'avenir de la culture française, les écrivains soussignés, regrettant que l'union des Français ne soit pas un fait accompli, désident de faire taire tout esprit de querelle et d'offrir à la nation l'exemple de leur fraternité ...". Es folgt eine Liste von 13 Namen, darunter Aragon, Georges Bernanos, Colette, André Malraux, François Mauriac, Henry de Montherlant, Jules Romains und Jean Schlumberger. - Daran schließt sich der eigenhändige Brief Nizans an einen Schriftsteller, den er zur Mitarbeit in der Bewegung gewinnen möchte: "... quelques écrivains ont pensé qu'il était nécessaire de prolonger l'effort d'un union entrepris par treize de leur confrères: voulez-vous nous dire si vous conscrivez à joindre votre signature à celles qui sont déjà réuni? Voici les signatures nouvelles: M. Arland, J. Benda, J. R. Bloch ... P. Nizan, E. Richard, T. Remy, R. Rolland ... A. Viollis. Croyez, monsieur, à mes meilleurs sentiments ...". - Links oben von anderer Hand: "Inutile après declaration" ("nutzlos nach der Kriegserklärung"). - Sehr seltenes Zeugnis des politischen Kampfes Paul Nizans, der zwei Jahre später bei Dünkirchen gefallen ist.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)



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