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Los 1042 Äthiopische Taschengebetbücher
2 Ge'ez Handschrift auf Pergament. Um 1860
Verkauft
1042


Äthiopische Taschengebetbücher. 2 Ge'ez-Handschriften auf Pergament. Schwarze und rote Tinte. 10 x 30,6 bzw. 9,3 x 6 cm. Eichenholzdeckelbände d. Z. bzw. blutrotes blindgeprägtes Geißenleder d. Z. (gering berieben oder beschabt) über Holzdeckeln, dieser in dazugehörigem zweiteiligen Leder-Futteral mit Trageriemen an zwei aufgenähten Schlaufen. Äthiopien Mitte 19. Jahrhundert.

Zwei reizvolle, kleine Gebetbücher äthiopischer Christen in Ge'ez Schrift in schwarzer und roter Tinte auf Pergamentpapier geschrieben: 1) Ge'ez Gebetbuch. 44 Bl. (le. w.) mit Gebetsüberschriften in Rot (Text vereinzelt gering abgerieben, wenige originäre Pergamentlöchlein, teils fingerfleckig, Bindung gelockert, wohl vollständig). - 2) Ge'ez Gebetbuch. 58 Bl. Mit 2 hübschen Kopfleisten als geometrisch-florale Bordüren in Rot und Schwarz (Fingerfleckchen, Gebrauchsspuren), die erste Quart-Lage kleineren Formats, im VDeckel eine Vertiefung im Holz für das einstige Anbringen eines Heiligenbildes (Klebspuren vorhanden). Das Büchlein ist besonders dekorativ gebunden: Der Rücken ist mit dreifachen Blindfileten in Rautenformen gehalten, während die Deckel mit hübschen Riefelbordüren geprägt sind. Eine breite Bordüre umgibt auf beiden Seiten ein Kreuz, die Ecken mit kleinen Rundstempelchen geziert. Das Lederfutteral wie üblich etwas stärker geknautsch und wellig. Es besteht aus zwei ineinandermontierten Teilen, einem Innen- und Außenfutteral, genäht mit Litzen aus Pergamentstreifen und zusammengehalten von einem ca. 1 cm breiten Lederriemen.

So konnte das Buch am Sattelknauf oder an dem Gürtel des Beduinengewandes befestigt werden. Der Ge’ez-Duktus tradierte sich aus dem axumitisches Reich, das seine Blütezeit im 3. nachchristlichen Jahrhundert hatte. Bis ins späte 19. Jahrhundert blieb Ge'ez die Hauptschriftsprache in Eritrea und Äthiopien und wird auch heute noch als Liturgiesprache der äthiopisch-orthodoxen und der eritreisch-orthodoxen Kirche geschrieben (vgl. E. Hammerschmidt, Illuminierte Handschriften der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Graz 1977, S. 19). – Sehr suggestive, hübsch gebundene Gebetbücher im Taschenformat und vor allem mit dem originalen Futteral sind bemerkenswert selten.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 550)


Zuschlag
€ 250
(US$ 275)
(GBP 222)
(CHF 275)


Los 1042 Äthiopische Taschengebetbücher
2 Ge'ez Handschrift auf Pergament. Um 1860
Verkauft

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