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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Lose im Nachverkauf

Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Irenäus von Lyon
Opus erudissimum in quinque libros digestum

Los 1168

Irenäus von Lyon. Opus erudissimum in quinque libros digestum, in quibus mire retegit & consultat veterum haereseon impias opiniones ... emendatum opera Des. Erasmi Roterodami. 335 S., 6 Bl. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken, 2 großen figürlichen Holzschnitt-Initiaen und kleinem allegorischem Holzschnitt-Kopfstück. 29 x 20 cm. Kalbleder d. Z. (stärker berieben, fleckig und beschabt, Rücken erneuert). Basel, Johannes Froben (und Nicolaus Episcopius), 1534.

VD16 I 318. Adams I, 151. – Dritte Basler Frobenausgabe seines fünf Bücher umfassenden Hauptwerks Entlarvung und Widerlegung der sogenannten Erkenntnis, das unter dem lateinischen Titel Adversus haereses ("gegen die Häresien") tradiert wurde und eine der wichtigsten Quellen für die Kenntnis des Gnostizismus darstellt. Die Edition von Erasmus von Rotterdam erschien zuerst ebenda 1526. Der frühchristliche Kirchenvater Irenäus (um 135-um 200) stammte aus Smyrna in Kleinasien und wirkte als Bischof in Lyon, er gilt als einer der ersten systematischen Theologen des Christentums. – Titel mit vertikalen Quetschfalten, das Schlussblatt mit der Druckermarke mit kleiner Fehlstelle im mittleren Bug, unterer Rand mit kleinem Tintenfleck. Vereinzelt etwas fleckig, einige weitere Blatt mit schwachen Quetschfalten.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 398)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 285)


Johannes Chrysostomos
Opera Band II, Venedig 1503

Los 1169

In einem Paderborner Einband des Klosters Abdinghof
Johannes Chrysostomos. (Opera Band II). 3 Teile in 1 Band. 16 nn., 184 num.; 117 num., 1 w.; 168 (recte 169) num. Bl. Mit zahlreichen, teils figürlichen Initialen in Holz- und Metallschnitt, Druck teils in Rot, mit durchgehender Kapitalstrichelung und Alinea-Zeichen in Rot. 31,4 x 21 cm. Reich blindgeprägtes, geglättetes, dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. (nur minimal beschabt und etwas bestoßen mit winzigen Eckläsuren im Bezug, der Rücken komplett erneuert) über schweren, an den Kanten abgefasten Holzdeckeln mit 5 Messingbuckeln auf dem Rückdeckel und 4 Messing-Schließbeschlägen (Schließbügel fehlen). (Venedig, Bernhard Stagninus und Gregor de Gregoriis, 1503).

Graesse II, 151. Panzer VIII, 358. Nicht bei Adams (verzeichnet den frühesten Druck der Offizin für das Jahr 1505). – Zweiter Band der sehr seltenen ersten Gesamtausgabe der Werke des Heiligen Johannes Chrysostomos. Enthalten sind im ersten Teil die Homilien auf das Matthäusevangelium, im zweiten Teil auf das Johannesevangelium und im dritten Teil zu den Paulusbriefen sowie seine Schrift gegen die Kritiker des monastischen Lebens. Das Inhaltsverzeichnis auf dem ersten Blatt gibt die genaue Anzahl der Homilien an: "Que in secundo volumine continentur. Super Mattheum Homiliae 81. Super Ioannem Homiliae 87. De laudibus Pauli Homiliae 8. In epistolam ad Titum Homiliae 6. Ad haebreos Homiliae 34. Ad thimotheum Homiliae 28. Adversus vituperatores vitae monasticae libri 3." Neben den im Inhaltsverzeichnis genannten Predigten zu den Episteln an Timotheus, Titus und an die Hebräer enthält der Druck vier Homilien zu den Briefen an Philemon.
Johannes Chrysostomos (349/349-407) war Erzbischof von Konstantinopel und gilt neben Gregor von Nazianz, Basilius dem Großen und Athanasius von Alexandria als einer der vier großen Kirchenlehrer des östlichen Christentums. Wegen seines sehr lebensnahen und sozialen Predigtstils, der sich besonders in seinen Homilien zeigt, wurde ihm später der Beiname Chrysostomos ("Goldmund") gegeben. Den einzigen konkreten Hinweis auf den Drucker bildet das mit einem griechischen Kreuz und den Initialen "Z. G." (Zorzo de Gregoriis) versehene Verlagssignet nach dem Index. – Blatt r1 mit großem, teils mit Papierstreifen unfachmännisch restauriertem Riss (ohne Textverlust). Blatt Hh2 mit rasiertem Wachsfleck (das Papier dort sehr dünn). In der unteren Ecke fast durchgehend mit größerem, teils etwas stärkerem, überwiegend aber sehr schwachem Wasserrand. Erste Blätter etwas fingerfleckig, mit einigen Wurmlöchern im unteren Rand, kleinem Wurmgang in der oberen Ecke sowie Braunfleck im unteren Bug. Sonst nur vereinzelt gering fleckig. Erstes Blatt (Inhaltsverzeichnis) zweifach gestempelt (ein Stempel mit schwarzer Tusche getilgt) sowie unschön gestrichenem Besitzeintrag. Mit einigen zeitgenössischen Unterstreichungen und Annotationen in Sepia. Einige Texblätter mit modernem Bibliotheksstempel im unteren Rand. Innenspiegel mit modernem montiertem Exlibris, gestempelt und mit zwei montierten Papierschildchen

Wohlerhaltenes Exemplar dieses schönen und auf festem Papier hergestellten Drucks in einem prächtigen, noch ganz im Stil der Inkunabelzeit gehaltenen Kalbslederband mit reicher Blindprägung: die in Dreier- und Fünferfileten aufgeteilten Deckel zeigen in den Mittelteilen rautenförmige ornamentale Felder, die umgeben sind von zahlreichen floralen und figürlichen Rauten- und Medaillonstempeln, die eine Mondsichelmadonna, das Apostelpaar Petrus und Paulus im Doppelrund (133, 63a) mit ihren Attributen Schlüssel und Schwert, einen Bischof sowie Einhörner (Schunke 92, 58-58a), Hirsche sowie eine große, spitze Raute mit einer Mopndsichelmadonna, mehreren Blumenstempeln und Rosetten zeigen. Demnach ist der Band der Werkstatt des Benediktinerklosters der Abdinghofkirche von Peter und Paul bei Paderborn zuzuordnen.

"Ein vortrefflicher Stempelschneider in der Stadt entsprach [dem] Verlangen nach bildhaften Gestalten und schuf, angeregt von der Kunst der Eisengießhütten im Land, zahlreiche talergroße Figuren-Stempel, die kleine Kunstwerke in ihrer Art, den Einbänden in Paderborn und in den umliegenden Klöstern ihr besondres religiöses, 'heiligmäßiges' Ansehen gegeben haben. Sie zeigen in der Mitte die Standfiguren im spitzzulaufenden rhombischen Schnitt ... das springende Einhorn in weit ausholendem Rund, dazu das Doppelbildnis von Petrus und Paulus, das als Supralibros auf den Einbänden bestätigt, daß 'iste liber monasterii Sctor. Petri et Pauli in Abdinghof', dieses Buch dem Peter-Pauls-Kloster in Abdinghof in Paderborn zugehörig sei" (Rabenau-Schunke 213f.).

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)


Nachverkaufspreis
€ 1.300   (US$ 1.481)


Johannes Chrysostomos
Opera Band II, Venedig 1503

Los 1170

Johannes Chrysostomos. (Opera Band II). 3 Teile in 1 Band. 16 nn., 184 num.; 117 num., 1 w.; 168 (recte 169) num. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke und zahlreichen, teils figürlichen Initialen in Holz- und Metallschnitt, vereinzelt Druck in Rot. 28,8 x 21 cm. Honigfarbenes Pergament um 1725 (nur minimal angestaubt, kaum fleckig) mit hs. RTitel. (Venedig, Bernhard Stagninus und Gregor de Gregoriis, 1503).

Graesse II, 151. Panzer VIII, 358. Nicht bei Adams (verzeichnet den frühesten Druck der Offizin für das Jahr 1505). – Zweiter Band der sehr seltenen ersten Gesamtausgabe der Werke des Heiligen Johannes Chrysostomos. Enthalten sind im ersten Teil die Homilien auf das Matthäusevangelium, im zweiten Teil auf das Johannesevangelium und im dritten Teil zu den Paulusbriefen sowie seine Schrift gegen die Kritiker des monastischen Lebens. Das Inhaltsverzeichnis auf dem ersten Blatt gibt die genaue Anzahl der Homilien an: "Que in secundo volumine continentur. Super Mattheum Homiliae 81. Super Ioannem Homiliae 87. De laudibus Pauli Homiliae 8. In epistolam ad Titum Homiliae 6. Ad haebreos Homiliae 34. Ad thimotheum Homiliae 28. Adversus vituperatores vitae monasticae libri 3." Neben den im Inhaltsverzeichnis genannten Predigten zu den Episteln an Timotheus, Titus und an die Hebräer enthält der Druck vier Homilien zu den Briefen an Philemon.

Johannes Chrysostomos (349/349-407) war Erzbischof von Konstantinopel und gilt neben Gregor von Nazianz, Basilius dem Großen und Athanasius von Alexandria als einer der vier großen Kirchenlehrer des östlichen Christentums. Wegen seines sehr lebensnahen und sozialen Predigtstils, der sich besonders in seinen Homilien zeigt, wurde ihm später der Beiname Chrysostomos ("Goldmund") gegeben. Den einzigen konkreten Hinweis auf den Drucker bildet das mit einem griechischen Kreuz und den Initialen "Z. G." (Zorzo de Gregoriis) versehene Verlagssignet nach dem Index. – Titelblatt R1 mit drei ausgestrichenen Titelvermerken und altem Stempel, weiteren Einträgen und mit zwei Ausrissen, unteres Drittel hinterlegt, das letzte Blatt mit Bleischrift des 18. Jahrhunderts in brauner Tinte und an beiden Ecken größer ausgerissen und ergänzt (ohne Textverlust), winziges Löchlein, sonst kaum Papierläsuren, nur vereinzelt ganz blasse Feuchtränder, kaum fleckig, jedoch hin und wieder einige Titenmarginalien. Insgesamt im Block sehr schön erhaltener, seltener Postinkunabeldruck auf bemerkenswert festem Papier.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.140)


Johannes Damascenus
Opera

Los 1174

Johannes Damascenus. Opera, multo quam unquam antehac auctiora, magnaque ex parte nunc de integro conversa. Per D. Iacobum Billium Prunaeum ... Accessit locuples rerum & verborum in his memorabilium index. 584 num., 12 nn. Bl. Titel in Schwarz und Rot. Mit Holzschnitt-Titelvignette. 34 x 22,5 cm. Moderner blindgeprägter Kalblederband im Stil d. Z. mit goldgeprägtem RSchild. Paris, (Compagnie de la Grand-Navire), 1603.

Brunet III, 540. Vgl. Adams J 269. – Unfirmierter, wohl zweiter Pariser Druck der Schriften des von der katholischen Kirche als Kirchenvater verehrten frühmittelalterlichen Theologen Johannes von Damaskus (um 650-um754). Johannes verbrachte als Mönch seine zweite Lebenshälfte - der Überlieferung nach wurde über 100 Jahre alt - im griechisch-orthodoxen Kloster Mar Saba südöstlich von Jerusalem in der Nähe von Betlehem. Anfänglich noch von den Mönchen am Schreiben gehindert, entstanden hier die meisten seiner Schriften, darunter noch heute in der griechisch-orthodoxen Kirche gebräuchliche Hymnen, Gebete und liturgische Texte sowie geistliche Dichtungen. Im 7. Jahrhundert erlebte das im Jahr 483 gegründete Kloster seine Blütezeit mit rund 4000 dort lebenden Mönchen, heute sind es noch zehn.
Die erste Gesamtausgabe in der kommentierten Übersetzung des Pariser Benediktinermönchs und Patrologen Jacques de Billy (1535-1581) erschien noch zu dessen Lebzeiten 1577 in Paris (vgl. Adams). Billy widmete seinen Fleiß den Kirchenvätern, um durch Richtigstellung des Textes, bessere Erklärung einzelner Stellen und guter Übersetzung ihren hohen Wert gegenüber den Häretikern nachzuweisen. "Johannes von Damaskos ist der größte Theologe seiner Zeit, ein treuer Hüter der Tradition, dessen Schriften den Gesamtbereich der damaligen Theologie umspannen" (Tusculum-Lexikon S. 249). Der schöne Titelholzschnitt zeigt mit dem Schiff und der antiken Bezeichnung "Lutetia" das heute noch im Stadtwappen wiederzufindende Sinnbild von Paris. – Einige Lagen mit Stauchspur in der unteren Ecke. Titel etwas fingerfleckig, erste Blatt mit sehr kleiner Fehlstelle in der unteren Ecke. Lage Ll bis Pp mit Wurmspur im unteren weißen Rand. Stellenweise etwas wasserandig, sonst nur gering fleckig oder gebräunt.

Schätzpreis
€ 350   (US$ 398)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 285)


Labata, Francisco
Thesaurus moralis

Los 1180

Labata, Francisco. Thesaurus moralis. 2 Bände. 6 Bl., 1150 S.; 2 Bl., 955 S., 38 Bl. Mit Kupfertitel (in Pag.), 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken auf dem Titel und und gestochener Kopfvignette. 35,5 x 22 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. (leicht berieben, oberes Kapital des zweiten Bandes mit kleinen Einrissen) mit 2 (von 4) Messingschließen. Antwerpen, Verdussen, 1652.

De Backer-Sommervogel IV, 1293. – Erste Antwerpener Ausgabe, die zeitgleich mit der Kölner erschien. – Vortitel des ersten Teils und der Titel des zweiten Teils recto bzw. verso gestempelt und mit hs. Besitzvermerk. Leicht gebräunt, Bindung etwas geschwächt, stellenweise etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)


Lapide, Cornelius C. à
Werkausgabe

Los 1183

Lapide, Cornelius à (C. van den Steen). Werkausgabe. 17 Teile in 10 Bänden. Mit 17 Holzschnitt-Druckermarken. 36,5 x 21,5 cm. Halbleder d. Z. (berieben, bestoßen und teils auch beschabt, Rücken restauriert). Antwerpen, Verdussen, 1714-1740.

Vorhanden sind die Werke Lapides, dessen Auslegungen zur Heiligen Schrift unter Klerikern weit verbreitet waren. Besonders geschätzt wurden seine Kommentare zum Pentateuch, den Evangelien und den Paulinischen Briefen:
1) Commentaria Pentateuchum Mosis. Ultima editio aucta & recognita. Mit Kupfertitel (in Pag.), gestochener Tabelle und 9 Holzschnitt-Vignetten. 1714. - De Backer-Sommervogel IV, 1513. - 2) Commentarius in acta apostolorum, epistolas canonicas et apocalypsin [und:] Commentarius in epistolas canonicas [und:] Commentarius in apocalypsoom S. Iohannis. 1717. - Zu Beginn im Bug stärker feuchtrandig. - 3) Commentarius in Josue, Judicum, Ruth, IV. libros regum et II. paralipomenom. Tomus primus [und] Tomus secundus [1718; und:] Commentarius in Esdram, Nehemiam, Tobiam, Judith, Esther et Machabaeos. 1734. - 4) Commentaria in duodecim prophetas minores. 1720 - 5) Commentaria in ecclesiasticum. 1723. - 6) Commentarius in ecllesiasten [und:] Commentarius in canticum canticorum [und:] Commentarius in librum sapientiae. 1725. - 7) Commentaria in quatuor prophetas maiores. Mit Kupfertitel (in Pag.) und blattgroßem Textkupfer. 1728. - 8) Commentaria in IV. evangelia. In duo volumina divisi. Tomus primus [und] Tomus secundus. Mit Kupfertitel. 1732. - Am Schluss im Seitenrand stärker feuchtrandig. - 9) Commentaria in omnes divi Pauli epistolas. 1734. - 10) Commentaria in proverbia Salomonis. Mit Kupfertitel. 1740. – Titel gestempelt. Meist wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)


Leonardus de Utino
Sermones aurei de sanctis. Venedig: Johann von ...

Los 1187

Leonardus de Utino. Sermones aurei de sanctis. 310 (statt 314)nn. Bl. 2 Spalten. 40 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 15,2 x 10,6 cm. Format: 19,3 x 14,2 cm. Mit einer 12-zeiligen Zierinitiale in Blau mit reicher ornamentaler roter Federwerkzier und Federwerkbalken über die linke Kolumne sowie Hunderten von roten und blauen Lombarden sowie durchgehender Rubrizierung. Reich blindgeprägtes Schweinsleder um 1620 (leicht fleckig, kaum abgegriffen) über abgefasten Holzdeckeln mit 2 hs. RTiteln, 2 ziselierten Messingschließen und Rotschnitt. Venedig, Johann von Köln und Johann Manthen, 1475.

Hain-Copinger 16132. GW M17905. Goff L-157. Proctor 4300. Pellechet 7090. Mendes 757. 758. Oates 1712. Scardilli-Venezia 173. BMC . BSB-Ink L-112. CIBN L-129. CIH 2055. IBE 3486. IBP 3411. IDL 2917. IGI 5739. ISTC il00157000. – Frühe Inkunabelausgabe aus der Mitte der Siebziger Jahre des 15. Jahrhunderts, die den vier verschiedenen Drucken der erstmals 1473 erschienenen Ausgabe folgt. „Die Predigten Leonardos (geb. um 1400 zu Udine) sind in der Weise Barlettas gehalten; sie entsprachen daher dem Geschmack seiner Zeit und mussten beim mündlichen Vortrag einen großen Eindruck machen" (Wetzer-Welte VII, 1818). – Es fehlen vier Blätter, a1 und a10, ee1 und das letzte weiße Blatt ee12. Stellenweise leicht fingerfleckig, gebräunt und braunfleckig, nur die letzten Blätter mit leichten Randläsuren, sonst kaum Papierschäden, hin und wieder einige interesssante zeitenössiche Marginalien (teils leicht überschnitten), Vorsätze erneuert, schön gebunden mit voll funktionsfähigen Schließen.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Nachverkaufspreis
€ 2.500   (US$ 2.849)


Lexicon hellenoromaïkon
dictionarium graecolatinum

Los 1188

Lexicon hellenoromaïkon hoc est dictionarium graecolatinum supra omnes editiones postremo nunc hoc anno ex variis et multis praestantioribus linguae Graecae authoribus... locupletatum, illustratum & emendatum per: G. Budaeum, L. Tusanum, C. Gesnerum, H. Iunium, R. Constantium, I. Hartungum, M. Hopperum. 954 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 34,5 x 21,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (mit stärkeren Gebrauchsspuren) über Holzdeckeln mit hs. RSchild mit 1 (von 2 Messingschließen). Basel, Henricpetri, 1572.

VD16 L 1409. Vgl. Hieronymus, Griech. Geist 75f. Wellisch, Gessner A1 (kennt die vorliegende Ausgabe nicht). Zaunmüller 171. – Vielfach aufgelegtes und erweitertes Wörterbuch, "das über die Aldine von 1497 auf das erste gedruckte Griechischlexikon des Johannes Crastonus zurückgeht" (Hieronymus), zwischen 1512 und 1627 allein in Basel dreißig mal gedruckt. – Titel mit größeren Fehlstellen im Rand (diese ergänzend mit Japanpapier angesetzt). Etwas gebräunt, am Schluss wenige Blätter etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Lipsius, Justus
Opera

Los 1189

Lipsius, Justus. Opera, quae velut in partes antè sparsa, nunc in certas classes digesta; atque in gratiam & utilitatem legentium, in nouum corpus redacta. Novae formae editio. 2 Bände. 6 Bl., 84 S., 4 Bl., 882 S.; 6 Bl., 899S. Mit Kupfertitel (in Pag.) und gestochener Titelvignette, gestochenem Portrait, 43 Textkupfern und einigen Textholzschnitten. 36,5 x 23 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas stärker berieben und mit Fehlstellen, teils fleckig) über Holzdeckeln mit hs. RTitel und 2 (obere Schließe des zweiten Bandes defekt) Messingschließen. Lyon, A. Cardon, 1613.

Lyoneser Gesamtausgabe der Werke des bedeutenden flämischen Philologen Justus Lipsius (1547-1606). Die erste Ausgabe der "Opera omnia" war 1610 in Antwerpen bei Plantin erschienen (vgl. Graesse IV, 220). – Vortitel und Innenspiegel mit hs. Anmerkungen, Titel verso mit montiertem Schildchen, Schlussblatt mit getilgtem Stempel. Etwas gebräunt, stellenweise etwas feuchtrandig. Mit Griffregister.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)


Livius, Titus
Römische Historien

Los 1190

Livius, Titus. Römische Historien, jetzund mit ganzem Fleiß gebessert besichtigt unnd gemert. 14 nn., CCCCL (recte 449) Bl. (Teile I-III); 1 w., XCIII, 1 nn. Bl. (Teil IV). Titel in Rot und Schwarz. Mit breiter figurativer Holzschnitt-Titelbordüre, kleiner Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, großer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss und ca. 250 teils wiederholten Textholzschnitten. 28,5 x 18 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder (vorderes Gelenk angeplatzt, etwas berieben und fleckig) über Holzdeckeln mit 2 Schließbeschlägen (ohne die beiden Schließen). Mainz, Ivo Schöffer, 1541.
VD 16, L 2109. - Seltene sechste Mainzer Ausgabe,

VD16 L 2109. Roth, Schöffer 63. Schweiger II, 545. Goedeke II, 320, 8. Nicht bei Adams und im STC. – Fünfte oder sechste Mainzer Ausgabe, die Übersetzung von N. Carbach und J. Micyllus mit den inzwischen entdeckten fünf Büchern der vierten Dekade. Die Holzschnitte werden dem Maler Conrad Faber von Kreuznach (1495-1558) zugeschrieben, dessen Arbeiten Else Thormählen im Gutenberg-Jahrbuch (1934, S. 137) beschreibt. Faber ist ein Meister der Landschaft, zahlreiche seiner Holzschnitte werden von Thormählen als Rheinlandschaften erkannt. Unter den römischen Kriegern und Senatoren sind Zeitgenossen dargestellt, beispielsweise der Kaiser mit dem Reichsherold Conrad Sturm, Erzbischof Richard von Greiffenklau, Landgraf Philipp von Hessen, Herzog Johann von Sponheim und sein Sohn, Luther und Sickingen. – Titel mit hs. Besitzvermerk. Stellenweise etwas feuchtrandig, leicht gebräunt, sehr selten mit hs. Anmerkungen, vorderes Gelenk geschwächt

Schätzpreis
€ 2.200   (US$ 2.508)


Nachverkaufspreis
€ 1.500   (US$ 1.709)



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