Bitte Suchbegriffe eingeben:

BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

Language / Lingua / Sprache


Lose im Nachverkauf

Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


» Gesamter Katalog (Lose 1001 - 1285)

» Kataloge bestellen

» AGB (als PDF)
» Bieter-Erstanmeldung (als PDF)
» Formular für Gebote (als PDF)
Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

1 2 3 4 5 6 7 8 9 ... 14   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf

Hauptbild Beschreibung Status
Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Epistolarum opus complectens universas

Los 1113

Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Epistolarum opus complectens universas. 6 Bl., 1213 S., 1 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 32,5 x 21 cm. Flexibles Pergament d. Z. (stark berieben, etwas fleckig, ohne die beiden Bindebänder) mit hs. RTitel. Basel, Froben und Episcopius, 1558.

VD16 E 2931. Bezzel 1009; Van der Haeghen I, 100. – Vierte Ausgabe der Briefe des Erasmus von Rotterdam, die erstmals 1538 erschienen war und immer wieder erweitert und um neue Vorreden als auch einige Briefe ergänzt wurde, so dass die vorliegende Ausgabe nun 1231 Briefe enthält, die in 28 Büchern sortiert sind. – Häufig etwas stärker feuchtrandig. Zu Beginn in der unteren äußeren Ecke mit Randläsuren. Stellenweise angeschmutzt.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Nachverkaufspreis
€ 250   (US$ 285)


Erasmus von Rotterdam, Desiderius
Opera omnia emendatoria et auctoria

Los 1117

Erasmus von Rotterdam, Desiderius. Opera omnia emendatiora et auctiora, ad optimas editiones praecipue quas ipse Erasmus postremo curavit summa fide exacta. 10 Teile in 11 Bänden. Mit 12 zumeist wiederholten gestochenen Titelvignetten, gestochenem Frontispiz, doppelblattgroßem gestochenem Widmungsblatt mit Wappendarstellung, 2 gefalteten gestochenen Portraittafeln, 21 einfachen Portraittafeln und 81 Textkupfern. Titelblätter in Rot und Schwarz. 39,5 x 24 cm. Leder d. Z. (stärker fleckig und berieben, Ecken bestoßen, Kapitale lädiert, Gelenke geplatzt, Deckel etwas gewellt und teils lose, Gelenke von Band I restauriert) mit ornamentaler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Leiden, Peter van der Aa, 1703-1706.

Graesse II, 493. – Zweite Werkausgabe nach der Basler Froben-Ausgabe 1540 bis 1541, die kurz nach Erasmus' Tod erschien. Der Teil III liegt in zwei Teilbänden vor. Die beiden Faltportraits zeigen Erasmus als Brustbild in Barockkartusche sowie sein Ganzkörperbildnis als Statue vor der Grachtenkulisse Rotterdams. Die phantasievollen Textkupfer in Band IV illustrieren seine bekannte Satire Lob der Torheit. – Mal mehr, mal weniger gebräunt und braunfleckig, Band V mit Feuchtigkeitsschaden, Bände VI und VIII wasserrandig. Titel mit Blindstempel. Eine Portraittafel verso mit Transparentstreifen hinterlegt. Vorsätze leimschattig. Exemplar mit Einbandmangel.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.849)


Nachverkaufspreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Eusebius Caesariensis
Opera omnia

Los 1119

Eusebius Caesariensis. Opera omnia, quę hactenus inveniri potuerunt, nũc denuò ex vetustiss. Gręcis exemplaribus, aucta & correcta in ordinemque redacta. 2 Teile in 1 Band. 34 Bl., 547 (recte: 647) S.; S. 649-971, 1 nn., 171 num. Bl. Mit szenischer Holzschnitt-Titelbordüre von Hans Holbein und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 28,5 x 19,5 cm. Flexibler Pergamentband d. Z. (etwas fleckig und berieben, Rückdeckel mit kleiner Wurmspur, oberes Kapital etwas lädiert, mit hs. Titel und Blumenmalerei in Gouache auf dem Rücken). Basel, Heinrich Petri, 1570.

VD16 E 4263. Hieronymus, Griech. Geist 421. ADB X, 171. – Erste Ausgabe der Werke des Eusebius in der Bearbeitung des Theologen Johann Jakob Grynaeus (1540-1617). "Durchaus lohnend vermehrte und, wo nötig, mit Inhaltsangaben und Erklärungen (Argumentis ac Scholius) versehene Ausgabe ... ein seitengleicher Nachruck dieser Ausgabe erschien in der Offizin schon im März 1579" (Hieronymus). Grynaeus wirkte ab 1586 als Antistes der Basler Kirche und Professor des Neuen Testaments an der dortigen Universität: "Seine Wirksamkeit in Basel war jetzt eine bedeutende. Auch das Gymnasium wurde von ihm reorganisirt und die [von Sulzer, dem Vorgänger des Grynaeus, zurückgedrängte] Baseler Confession wieder in ihr Recht eingesetzt. Daneben wurde Grynaeus auch außerhalb Basels zur Verrichtung theologischer Geschäfte mehrseitig herangezogen, so schon 1573 und 74 zur Durchführung der Reformation in Mömpelgard, 1587 zur Regelung der kirchlichen Verhältnisse in Mühlhausen, im April 1588 zur Theilnahme an der [durch Samuel Huber’s Heterodoxie veranlaßten] Disputation zu Bern. Im Jahr 1612 erblindet, fuhr er doch fort zu predigen und Vorlesungen zu halten, bis er am 13. August 1617 starb" (ADB). – Titel etwas fleckig, im Seitenrand hinterlegt und mit verblasstem Eintrag im oberen Rand, die Bordüre etwas flau im Druck. Stellenweise leicht fleckig, Vorsätze mit längerem Eintrag.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)


Eusebius Caesariensis
Apodeixeos biblia deka

Los 1120

Eusebius Caesariensis. Apodeixeos biblia deka (graece). De demonstratione evangelica libri decem. Quibus accessere nondum hactenus editi nec visi contra Marcellum Ancyrae Epsicopum libri duo. De ecclesiastica Theologia tres. Omnia studio R(ichard) M(ontagu) Latine facta. Editio nova iuxta Parisinam Anni MDCXXVIII adornata. 2 Teile in 1 Band. 4 Bl., 548 S.; 195 S. Titel in Rot und Schwarz. Mit gestochener Titelvignette von J. C. Böcklin (Erd- und Himmelsglobus). 35 x 22,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas berieben) mit Wappensupralibros auf beiden Deckeln. Köln, Moritz Georg Weidmann, 1688.

VD17 3:316205S. Graesse II,525. – Kölner Nachdruck der Pariser Ausgabe von 1628, mit lateinisch-griechischem Paralleltext der Werke des spätantiken christlichen Theologen und Geschichtsschreibers Eusebius von Caesarea (260/64-339/40), dessen Schriften eine bedeutende Quelle für die frühe Kirchengeschichte darstellen. Exemplar aus der Bibliothek des 1133 gegründeten oberbayrischen Augustinerchorherren-Klosters Weyarn, mit entsprechendem (gestrichenen) Besitzeintrag auf dem Titel. Der intakte Klostereinband zeigt auf den Deckeln das in der Blasonierung etwas reduzierte Wappen der Klostergemeinde (schräg gekreuztes Schwert und Schlüssel, ohne den Falken). Anschließend ging das Exemplar über in den Besitz der Jesuitenkollegs in Brig im Kanton Wallis und in Valkenburg, mit entsprechenden Einträgen und Stempeln. – Es fehlen 24 Seiten und 6 Blatt Nachstücke, wohl das Register. Gebräunt und braunfleckig. Innenspiegel mit montiertem gestochenem Portrait des spanischen Jesuitenpaters Luis de Molina (1535-1600).

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Freher, Marquard
Corpus francicae historiae

Los 1127

(Freher, Marquard). Corpus francicae historiae veteris et sincerae. 10 Bl., 224, 559 S., 14 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 33 x 19,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (unteres Kapital ausgerissen, Rücken mit Montierungsresten, leicht berieben, fleckig und beschabt, eine Ecke bestoßen) über Holzdeckeln mit 2 intakten punzierten Messingschließen (eine Lederlitze mit Nagespuren). Hanau, Wechel für Erben Aubry, 1613.

VD17 23:231344Y. Graesse II, 274. Ebert 5295. NDB V, 392 f. – Erste Ausgabe des bedeutenden Quellenwerks zur Geschichte des Frankenreichs unter der Herrschaft der Merowinger und Karolinger. Enthalten sind u.a. Gesta Francorum, Ivo Carnotensis, Gregor v. Tours, Paulus Warnefriedus, Haimo Monachus, Einharts Vita und Caroli Magni.
Marquard Freher (1565-1614) war ein deutscher Jurist, Historiker, Publizist, Diplomat und Staatsmann. "Als Sammler, dilettierender Künstler und Poet einer der Hauptvertreter des als großer Verwandten- und Freundeskreis organisierten Heidelberger Späthumanismus ist er gleichzeitig einer der wichtigsten Verbindungsleute hinüber ins Zeitalter der Polyhistorie" (NDB). – Der Titel mit hs. Anmerkungen. Vorderer Vorsatz und Titel etwas stärker gebräunt, vorderer Innenspiegel mit hs. Nummerierung und kleinem Wurmgang. Leicht gebräunt und braunfleckig. Die beiden Schließen des reich blindgeprägten Einband sind mit einem Rautenmuster punziert und und monogrammiert "IWS".

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Gerson, Johannes
Opera. Hrsg. von Peter Schott und Johann Geiler...

Los 1130

Gerson, Johannes. Opera. Hrsg. von Peter Schott und Johann Geiler von Kaysersberg. 50 (Index, 230; 286 (le. w.); 359 (statt 360; ohne das le. w.); 306 (statt 308; ohne f3 und f6) nn. Bl. 2 Spalten. 53 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 21,2 x 13,5 cm. Format: ca. 29,8 x 20,6 cm. Mit Initialspatien, 5 (4 wdhl. ganzseitige, 1 von Albrecht Dürer) Textholzschnitte verso Titel, Band I mit einer 10-zeiligen Initiale in Gold und Farben sowie zahlreichen Lombarden in Rot und Blau sowie durchgehender Rubrizierung. Bände I und IV: Blindgeprägtes dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. aus verschiedenen Werkstätten (mit Läsuren und Fehlstellen, Bezug teils brüchig und mit Schäden an Kapitalen, stark beschabt und bestoßen, ein älteres Klebeschild) über schweren Holzdeckeln mit 7 (statt 8) ziselierten Schließbeschlägen (ohne die Schließen). Band II-III: Katzentatzen-marmoriertes flexibles Pergament des 18. Jahrhunderts (wellig, leicht abgegriffen, beschabt) mit alt aufkaschierten Kalbslederrücken mit rotem goldgeprägten RSchild und reicher RVergoldung (Rücken teils stärker beschabt, Kapitale abgeschürft, bestoßen und berieben, kleine Lederfehlstellen) mit rotem Schnitt und kalligraphischen Schnitt-Titeln. Straßburg, Johann Grüninger, 3. VII. bis 10. IX. 1488 (Bände I-III) und ebenda, Martin Flach und Matthias Schürer, 1502 (Band IV).

Hain-Copinger 7622. GW 10714. Goff G-186. Proctor 534-536. Pellechet 5125. Schreiber 4101. Schramm XX, 25, 1232. Bodleian G-086. Borm 1114. Collijn 442. Deckert 321. 322. Finger 438. 439. Günther 2905. Hubay 872. Hummel-Wilhelmi 240. 241. Lökkös 202. Madsen 1698. Ohly-Sack 1205-1207. Schlechter-Ries 724. 725. Sheehan G-62. Walsh 164. 165. Zedler 281. BSB-Ink G-183. BMC I, 170.CBB 1590. CIH 1401. IBE 2642. IGI 4238. ISTC ig00186000 (für Teile I-III; Teil IV:) Ritter 1003. Schmidt, Flach 7. VD16 J 559. – Zweite vollständige Ausgabe der gesammten Werke des französischen Theologen, Mystikers, der ab 1395 als Kanzler und Nachfolger Pierre d’Aillys an der Pariser Universität Sorbonne lehrte, gleichzeitig die erste bei Grüninger ab 1484 gedruckten und von Schott und Geiler von Kaisersberg edierten Auflage. So vollständig wie hier äußerst selten. In den meisten Bibliotheken sind nur Einzelbände nachweisbar. Das vorliegende Exemplar mit dem erstmals 1502 gedruckten vierten Teil, der auch anderen Ausgaben beigegeben wurde.

Der schöne, in allen vier Bänden abgedruckte Holzschnitt zeigt Johannes Gerson als alten Pilger mit dem ihn kennzeichnenden mystischen Wappen, von seinem Hund gefolgt. Im Hintergrund bergige Landschaft mit einer Burg, wahrscheinlich der Rattenburg im Unterinntal, auf der sich Gerson wie oben beschreiben nach seiner Flucht aus Konstanz verborgen hatte. Bemerkenswert ist die Titelillustration zum vierten Teil, der bisher noch nicht gedruckte Werke Gersons enthält. In diesem vierten Band ist erstmalig der ganzseitige Holzschnitt von Albrecht Dürers "Gerson als wandernder Pilger" abgedruckt; einer der drei großen Holzschnitte aus Basel und Straßburg aus den Jahren 1492-94, die Friedrich Winkler als "Einschaltblätter, sozusagen Einblattholzschnitte, mit allen Merkmalen einer sehr persönlichen Ausgestaltung" bezeichnet. – Erste Lage von Band I lose. Lage a sowie einige wenige Blätter in Band I am rechten Rand stärker wasserfleckig. Band II partiell mit Stockflecken im rechten Rand. In allen Bänden stellenweise einige Wurmlöcher im Randbereich. Band IV anfänglich und am Ende auch mit einigen Wurmlöchern im Textbereich (auch der Dürer-Holzschnitt stärker betroffen), 2 Holzschnitte minimal alt ankoloriert, teils stärker gebräunt, feucht- und braunfleckig. In allen Bänden finden sich einige zeitgenössische, handgeschriebene Marginalien. So vollständig äußerst selten.

Die beiden gotischen Einbände in dunkelbraunem Kalbsleder entstammen süddeutschen Werkstätten, der etwas frühere mit Rautenranken, Blüten- und Rollenstempeln zwischen diagonalen und rechteckigen Streicheisenlinien, der etwas spätere mit Gouillocheranken in mehrfachen Fileten-Registern, beide mit Resten von geprägtem Titelnamen auf dem Vorderdeckel. Auf dem Vorsatzblatt vom ersten Band ein zeitgenössischer Besitzereintrag eines von uns nicht näher identifizierbaren Benediktinerklosters. Auf dem Vorsatz von Band IV Besitzerstempel „AD CONVE:F:F:MIN:GRAECENSIUM“ sowie ebenso ein zeitgenössischer handschriftlicher Eintrag des Grazer Franziskanerkloster. "Pro Conventu Graecensium Fratrum Misericordiae".

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.120)


Nachverkaufspreis
€ 5.500   (US$ 6.269)


Gesner, Conrad
Lexicon Graecolatinum novissime

Los 1135

Gesner, Conrad. Lexicon Graecolatinum novissime ab innumeris mendis recognitum, & insigni accessione auctum. 464 nn. Bl. Mit kolorierter Holzschnitt-Titelbordüre von Hans Hermann nach Hans Holbein d. J., zahlreichen Holzschnitt-Initialen und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 34,5 x 22 cm. Schweinsleder d. Z. über Holzdeckeln (etwas fleckig und berieben, Rückenbezug mit sehr kleinem Brandloch) mit 8 Messingbeschlägen und 2 intakten Messingschließen. Basel, Hieronymus Curio, August 1545.

VD 16 G 1751. Adams G 457. STC 358. Wellisch A 1.4. Haebler II, 15, 20 und 19, 5. – Vierte Ausgabe, die zweite bei Curio, von Gessners erstmals 1537 erschienenem Erstlingswerk, die erste mit Nennung seines Namens. "For this edition, on the title page of which he was named for the first time as the editor, Gessner had to repeat much of his original work since the first manuscript had disappeared ... He dedicated the work to his benefactor Diego Hurtado de Mendoza, the imperial ambassador to Venice, in whose library he had studied the sources for this edition of the dictionary" (Wellisch). – Titel etwas fingerfleckig, verso an mehreren Stellen hinterlegt, die Titelbordüre wohl etwas später koloriert. Insgesamt etwas gebräunt und leicht fleckig, Blatt eee6 im unteren Rand lädiert, das Schlussblatt mit der Druckermarke fleckig und mit etwas größerem hinterlegtem Randeinriss, einige Blatt mittig mit etwas größerem Braunfleck. Ganz vereinzelte Annotationen, vorderes Innengelenk verstärkt. Breitrandiges Exemplar in einem zeitgenössischem Einband mit auf das Jahr 1544 datierter Tugend- und Mittelrolle (Portraitmedaillons und Blattwerk). Die Beschläge möglicherweise etwas späteren Datums.

Schätzpreis
€ 1.800   (US$ 2.052)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Gonet, Jean-Baptiste
Clypeus Theologiae Thomisticae

Los 1136

Gonet, Jean-Baptiste. Clypeus Theologiae Thomisticae. Editio sexta ab authore recognita ... accedit etiam tomus sextus, continens manuale Thomistarum. 5 Bände. Mit 5 wiederholten Holzschnitt-Titelvignetten. Titel in Schwarz und Rot. 34,5 x 21,5 cm. Moderne Lederbände mit Blindfileten auf den Deckeln und goldgeprägtem RSchild. Leiden, Anissonios und Jean Posuel, 1681.

Leidener Foliodruck des zuerst 1659 bis 1669 in Bordeaux in 16 Bänden erschienenen Hauptwerks des französischen Dominikanerpaters Jean-Baptiste Gonet (um 1616-1681). Gonet gilt neben Johannes a Sancto Thoma (1589-1644) als der bedeutendste Vertreter des Thomismus im 17. Jahrhundert. – Etwas gebräunt und stockfleckig, Titel mehrfach gestempelt. Band VI mit Braunfleck in der unteren rechten Ecke. Sonst wohlerhalten. Zweispaltiger Druck.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)


Gregor I., Papst
Moralia in Job

Los 1139

Gregor I., Papst. Moralia in Job. 328 (statt 329) Bl. 2 Sp. 56-58 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 28,7 x 18,2 cm. Format: 35 x 25,5 cm. Mit 36 8-12zeiligen Fleuroné-Initialen in Rot, Blau und Grün, sehr zahlreichen Lombarden und Kapitalstrichelung in Rot und Blau. Moderner Lederband. (Köln, Konrad Winters, um 1476; nicht nach 11.VI.1478).

Hain-Copinger 7927. GW 11431. Goff G-429. Proctor 1177. Pellechet 5377. Bodleian G-219. Borm 1191. Hartig 288. Madsen 1792. Nentwig 183. Ohly-Sack 1289. Sack 1629. Voulliéme 483. Walsh 396. Wilhelmi 263. Zedler 316. BMC I, 246 . BSB-Ink G-317. IDL 2096. ISTC ig00429000. – Dritter Druck und erste Kölner Ausgabe seines 35 Bücher umfassenden Kommentars zum Buch Hiob, interpretiert nach dem Prinzip des dreifachen Schriftsinns. Zugleich wohl einer der frühesten Kölner Druck aus der Offizin Konrad Winters von Homberg, dessen Tätigkeit für die Jahre 1476 bis 1482 nachgewiesen ist. Winters lernte sein Handwerk bei Ulrich Zell, dem ersten in Köln niedergelassenen Drucker, der seine Ausbildung wiederum bei Peter Schöffer in Mainz absolvierte. Zells Ausgabe von Johannes Chrysostomos Schrift Super psalmo quinquagesimo aus dem Jahr 1466 gilt als das erste in Köln gedruckte Buch, bis zum Jahr 1500 sollten noch rund 1280 weitere Drucke folgen. Die drucktechnische Nähe zwischen Zell und Winters spiegelt sich in der auffallenden Ähnlichkeit der von beiden verwendeten Lettern, der sogenannten Gersontype, von der Winters nach seiner Lehrzeit wohl einen Satz durch Kauf oder Schenkung von Zell erhielt. Später ließ Winters einige Lettern neu gießen, wodurch es zu minimalen Abweichungen kommt. Ein Glücksfall für die analytische Druckforschung, da sich ihre manchmal - so wie hier - unfirmierten Druckwerke ansonsten kaum voneinander unterscheiden lassen. – Es fehlt das erste Blatt der Lage o. Die ersten ca. 30 Blatt mit (abnehmendem) Feuchtigkeitsfleck mit schwachen Sporflecken im unteren Rand, die stärker betroffenen ersten fünf Blatt dort hinterlegt, das Papier dort etwas fragil und teils mit Randeinriss. Blatt dvii mit Riss im weißen Seitenrand, Blatt ki und ii mit Randnotizen (etwas beschnitten), einige Blatt gleichmäßig etwas gebräunt. Am Schluss etwas fleckig und leicht wurmstichig. Bis auf den Feuchtigkeitsschaden zu Beginn von sehr schöner Erhaltung und mit über 30 dekorativen, mit Federwerk weit auslaufenden Fleuronéinitialen reich geschmückt.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 5.130)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Gregor I., Papst
Opera omnia

Los 1140

Gregor I., Papst. Opera omnia. 2 Bände. 54 Bl., 1470 Sp.; 1626 Sp. Mit 4 Holzschnitt-Druckermarken. 37 x 24,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken weiss übermalt, etwas berieben und leicht bestoßen) über Holzdeckeln mit hs. RTitel und 4 (1 defekte) Messingschließen. Basel, Froben und Episcopius, 1564.

Adams G 1171. Graesse III, 150. – Seltene zweite bei Froben in Basel erschienene Werkausgabe des bedeutenden Papstes, dessen Kirchenpolitik die Christianisierung der Angelsachsen begründete und die Bindung des Frankenreiches an den Papst festigte. – Titel mit Besitzvermerk des Jesuitenkollegs in Neuburg an der Donau. Der erste Band anfangs und gegen Ende, der zweite durchgehend mit Feuchtigkeitsspuren, die letzten drei Blätter und die hinteren Innendeckel beider Bände mit kleinen Wurmspuren. – Dabei: Derselbe. Opera omnia. Band I (von 2). 54 Bl., 1470 Sp. Mit 2 Holzschnittdruckermarken. 37,5 x 25,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rücken mit Montierungsresten eines Schildchens, etwas berieben, leicht fleckig) über Holzdeckeln mit 4 Schließbeschlägen (ohne die beiden Schließen), Schnitttitel. Basel, Froben und Episcopius, 1551. - VD16 G 3124. Adams G 1170. - Erste bei Froben erschienene Ausgabe. - Titel mit zwei hs. Besitzvermerken, leicht fingefleckig, kleine Wurmspur im rechten Seitenrand, sonst wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)



1 2 3 4 5 6 7 8 9 ... 14   erste Seiteschneller Rücklaufeine Seite zurückeine Seite weiterschneller Vorlauf