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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Lose im Nachverkauf

Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Boethius, A. M. S.
Opera omnia

Los 1062

Boethius, A. M. S. Opera omnia. Praeterea iam acceserunt, Joannis Murmelij in v. lib. De Consolatione Philosophiae commentaria. Et in eosdem Rodolphi Agricolae Enarrationes. Item, Gilberti Porretae, Episcopi Pictauiensis in IIII. Lib. de Trinitate commentarij. Henricus Loritus Glareanus, Aritmeticam et Musicam demonstrationibus et figuris auctiorem redditam. 24 Bl. (d. l. w.), 1546 S., 1 Bl. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken und einigen schematischen Textholzschnitten. 31,5 x 20,5 cm. Leder des 19. Jahrhunderts (berieben, beschabt und bestoßen; mit alten montierten Deckelbezügen) mit RSchild und kleiner goldgeprägter Besitzervignette im unteren Rückenfeld. Basel, Heinrich Petri, 1570.

VD 16 B 6403. Adams B 2280 – Zweiter, verbesserter und erweiterter Basler Druck seines umfassenden Lehrbuchs. Die Ausgabe folgt der Edition des schweizer Universalgelehrten Heinrich Glareanus (1488-1563), die aus seiner fruchtbaren Zusammenarbeit mit Heinrich Petri und Erasmus von Rotterdam hervorging und zuerst ebenda im März 1546 erschien. Enthält Boethius' teils umfangreich kommentierte Übersetzungen verschiedener kanonischer Schriften vor allem des Aristoteles sowie von Porphyrios und Cicero. Im Anhang mit den beiden Boethiuskommentaren De consolatione philosophiae von Johannes Murmellius (1480-1517) und De sancta trinitate von Gilbert von Poitiers (um 1080-1155), ferner mit einigen pädagogischen Abhandlungen u. a. über die Schuldisziplin der Scholaren sowie das für die kanonische Bildung obligatorische Quatrivium der Septem artes liberales. – Gering stock- oder braunfleckig, das Schlussblatt verso etwas angestaubt. Titel im Bug mit dem fl. Vorsatz verklebt sowie verso mit montiertem Wappenexlibris des englischen Gelehrten und Antiquars Edward Rowe Mores (1731-1778). Wohlerhaltenes Exemplar.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)


Cassiodorus, Flavius Magnus Aurelius
Psalterij dauidici expositio

Los 1075

Cassiodorus, (Flavius Magnus Aurelius). Psalterij davidici expositio. 18 nn, CCXXVII num. Bl. Mit vierteiliger Holzschnitt-Titelbordüre und großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel, Titel in Rot und Schwarz gedruckt. 27 x 20 cm. Halbpergament um 1820 (Gelenke leicht brüchig) mit 2 goldgeprägten farbigen RSchildern. Paris, Jean Petit und André Bocard, (8. IX. 1519).

Adams C 877. STC 58. – Sehr seltene Cassiodor-Ausgabe, herausgegeben von dem Drucker und Buchhändler André Brocard bei Jean Petit in Paris: "Expositio Cassiodori in psalmum centesimumquinquagesimum et ultimum tertie quinquagene: noviter per Magistrum Andream boucard multis mendis relectis Pariß. impressa: Impensis autem Johannis petit universitatis illius bibliopole iurati Feliciter finit. Ex die .viij.septembris Millesimo quingentesimo decimonono" (Kolophon).

Der aus dem kalabrischen Scylaceum stammende Gelehrte und Staatsmann Flavius Magnus Aurelius Cassiodorus (485-580) hatte sich in seinem Kloster Vivarium vor allem auch um die Weitergabe von antiken Texten gekümmert, die er seine Mönche ("monachi mei") für neue Handschriften kopieren ließ, ganz im Sinne des ora et labora, wie er im Vorwort zu seinem Hauptwerk, dem Psalterkommentar, vermerkt: "Möge Gott uns die Gnade erweisen, dass wir den Acker unseres Herrn, unermüdlichen Zugtieren gleich, mit der Pflugschar der Observanz und der klösterlichen Übungen durchfurchen". – Titel und letztes Blatt mit kleinen Wasserflecken, sowie nur ganz vereinzelt minimal feuchtfleckig, etwas gebräunt, Titel oben mit kleinem Eintrag, gutes Exemplar, die Titelbordüre in bestem Abdruck.

Schätzpreis
€ 1.000   (US$ 1.140)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)


Chrysostomos, Johannes
Opera, locis pene in numeris collatione codicum...

Los 1078

Lateinische Pariser Monumentalausgabe des Gesamtwerks des griechischen Kirchenvaters in vier mächtigen Holzdeckel-Folianten
Chrysostomos, Johannes. Opera, locis pene in numeris collatione codicum manuscriptorum ex bibliotheca christianissimi Francorum regis, & aliis celeberrimus librorum promptuariis erutorum recognita suppleta, correcta, & quinquaginta septem homiliis auctiora depromptis, ex editione graeco-latina Frontonis Ducaei Societatis Iesu Theologi. 5 Teile in 4 Bänden. Mit gestochenem Frontispiz, breiter gestochener Titelbordüre und 4 großen Holzschnitt-Druckermarken auf den Titeln. 37 x 23,6 cm. Reich blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas angeschmutzt und fleckig, mit Kratzspuren und meist nur winzigen Bezugsfehlern, bestoßen, ein Rücken im Gelenk leicht brüchig) über schweren abgefasten Holzdeckeln mit 2 (von 8) Messingschließen. Paris, Societas Bibliopolarum Parisiensium, 1614.

Vgl. De Backer-Sommervogel II, 238, 21 und 242, 24f. – Die Pariser Monumentalausgabe der Werke des griechischen Kirchenvaters Johannes Chrysostomos (349-407) in lateinischer Sprache, herausgegeben und reich kommentiert von Fronton Du Duc (1559-1624) zusammen mit dem Kolleg der Theologen Francesco Accolti (1418-1483), Flaminio Nobili (1530-1590), Theodorus Peltanus (1511-1584), Claude d‘Espence, Claude (1511-1571), F. Jean Champagne und F. Jean, Sisto di Siena (1520-1569). Fronton de Duc stammt aus Bordeaux, trat als Novize in das Jesuitenkolleg von Verdun am 12. Oktober 1577 ein und lehrte ab 1578 Rhetorik und Theologie in Port-à-Moussou in Bordeaux und später im Clermont-Collège in Paris, wo er auch das Amt des Bibiothekars ausfüllte und zahlreiche theologische Schriften verfasste und herausgab (vgl. De Backer-Sommervogel).
Die Kollation der vorliegenden 5-bändigen Ausgabe: (248) S., S. 168-1308 (i.e. 1310) Sp. (1 Bl.); (4) S., 1194 (i. e. 1192) Sp.; (4) S., 830 (i.e.800) Sp.; (4) S., 1608 Sp.; (8) S., 1314 Sp., (1 Bl.-1-1 Bl.) S., Sp. 1317-1784 (i. e. 1788), (1-1 Bl.) S, 298 (i.be. 288)-120 Sp. – Kupfertitel und Frontispiz mit kleinem Tintenfleckchen. Nur stellenweise leichtere Gebrauchsspuren, angestaubt, teils leicht fleckig, blasse Feuchtränder, vereinzelt etwas gebräunt, insgesamt aber ein gut erhaltenes, breitrandiges Exemplar in einheitlichen, sehr guten Einbänden aus der aufgelösten Bibliothek des Salvatorklosters zu Regensburg: "Ad Bibliothecam Min. Convent. ad S. Salvatorem. Ratisbonae" mit deren Bibliotheksschild auf den Innendeckeln. Das Franziskanerkloster war 1799 säkularisiert, die Kirche profaniert und die Bibliothek verkauft.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)


Cicero, Marcus Tullius
De officiis + Sallust, Opera

Los 1080

Cicero, Marcus Tullius. De officiis. Petri Marsi interpretatio. Additus: Laelius, sive de amicitia. Commantarius: Omnibonus Leonicenus. - Cato maior, sive de senectute. Commentarius: Martinus Phileticus. - Paradoxa Stoicorum. 180 Bl. 45 bzw. 59-61 Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 23,8 x 15,4 cm. Format: 31 x 21 cm. Mit 3 13zeiligen ornamentalen Holzschnitt-Initialen und einigen weiteren kleineren Holzschnitt-Initialen. Holzdeckelband mit blindgeprägtem Kalblederrücken d. Z. (etwas fleckig und berieben, Rücken etwas brüchig und mit Fehlstellen an den Kapitalen, leucht wurmstichig) mit 15 (statt 16) kleinen Messingnägeln (davon 2 durch Eisennägel ersetzt) und ziselierten Schließbeschlägen (ohne Schließen). Venedig, Bernardinus Benalius, um 1488.

Hain-Reichling 5270. GW 6958. Goff C-604. Gspan-Badalić 191. Günther 3121. Kind 314. Madsen 1180. Ohly-Sack 873. Rhodes 571. Schlechter-Ries 484. Walsh 2089. BMC V, 372. BSB-Ink C-366. IDL 1255. IBE 1636. IGI 2913. ISTC ic00604000. – Undatierter venezianischer Druck seiner philosophischen Spätschrift Über die Pflichten mit den umfließenden Scholien des Renaissancegelehrten Petrus Marsus (1442-1512). Dessen bekanntestes Werk bildet ein Kommentar zu Silius Italicus' epischem Poem Punica. Im Anhang mit drei weiteren Spätschriften Ciceros: den beiden Dialogen Laelius über die Freundschaft und Cato der Ältere über das Alter sowie der kritischen Textsammlung Paradoxa Stoicorum. – Anfangs mit einigen kleinen Wurmlöchern, die Blätter dvii bis ei mit mehreren Annotationen in rötlicher Tinte, sonst nur vereinzelte Marginalien. Insgesamt nur geringe Flecken. Schönes und sauberes Exemplar, das erste Blatt auf der weißen Rectoseite mit schwungvollem Besitzermonogramm in Tinte. – Beigebunden: Gaius Sallustius Crispus. Opera. 50 (statt 52, d. e.w.) Bl. 35-36 bzw. 31-34. Zeilen. Rom. Typ. Schriftraum: 20,5 x 12,5 cm. Format: 31 x 21 cm. Mit Initialspatien. (Venedig, Nicolaus Girardengus) 1480. - Hain-Copinger-Reichling 14210. GW 39660. Goff S-67. Proctor 5661. BMC V, 272. IGI 8542. ISTC is00067000. - In keiner deutschen Bibliothek vorhandener Druck mit den Schriften Sallusts. Enthält die beiden historischen Werke Über die Verschwörung des Catilina und Über den Krieg gegen Jugurtha, ferner eine Lebensbeschreibung Sallusts sowie die Responsio seu invectiva in Gaium Sallustium von Pseudo-Cicero. - Es fehlen die beiden Blätter gvii und gviii. Einige Blatt mit Interlinearglossen, ferner mit einigen Annotationen und Nota-bene-Händchen. Gering fingerfleckig, am Schluss etwas wurmstichig, die beiden Schlussblatt etwas gelockert, mit minimalen Randknicken und schmalem unbedeutenden Wasserrand. Schlussblatt recto mit schwungvollem Besitzermonogramm in Tinte wie in I., hier mit der Aufschlüsselung "Magister Georgios Kharr" (?).

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Nachverkaufspreis
€ 3.500   (US$ 3.989)


Cicero, Marcus Tullius
Opera

Los 1081

Cicero, Marcus Tullius. Opera quotquot ab interitu vindicari summorum virorum industria potuerunt. Cum ueterum exemplarium, tum recentiorum collatione restituta et recognitione Ioachimi Camerarii Pabergensis ilaborata: cuisu & locorum altiqet praecipuorum annotationes subinuguntur / Accesserunt castigationes Petri Victorii. 4 Teile in 2 Bänden. Mit 8 Holzschnitt-Druckermarken. 37 x 24,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas stärker berieben, etwas bestoßen, fleckig und teils wurmstichig) über Holzdeckeln mit 5 (von 8) Messingschließbeschlägen und 2 (davon 1 defekt; von 4) Messingschließen. Basel, Ex officina Hervagiana, 1540.

VD16 C 2816. Adams C1641. Ebert 4257. – Zweite der beiden bei Herwagen erschienenen Ausgaben, die erste erschien 1534. Basiert auf der Ausgabe von Victorius, jedoch aus Manuskripten und älteren Ausgaben verbessert, lateinischer Text mit einigen griechischen Einschüben. Enthält: Band I: Rhetorica, Band II: Orationes, Band III: Epistolae und Band IV: Philosophica mit den Annotationen des J. Camerarius. – Titel mit hs. Besitzvermerk und mit hinterlegter Fehlstelle. Im Rand stellenweise mit hs. Anmerkungen. Gelegentlich stärker feuchtrandig und etwas sporfleckig.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)


Cicero, Marcus Tullius
Opera

Los 1082

Cicero, Marcus Tullius. Opera quotquot ab interitu vindicari summorum virorum industria potuerunt, cùm veterum exemplarium, tùm recentiorum collatione restituta. Et recognitione Joachimi Camerarii Pabergensis elaborata ... Accesserunt castigationes Petri Victorii. 5 Teile in 2 Bänden. Mit 9 Holzschnitt-Druckermarken. 35,5 x 23,5 cm. Blindgeprägte Schweinslederbände d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, mit einigen Kratzspuren) mit abgefasten Kanten, je 2 hs. RSchildern und 4 intakten Messingschließen. Basel, Johannes Herwagen, 1540.

VD 16 C 2816. Adams C 1641. Dibdin 303. Schweiger I, 104. – Zweite Basler Gesamtausgabe, die bei Herwagen erschien, von Dibdin mehr geschätzt als der erste Druck. Der Edition liegt der Text des bedeutenden Florentiner Humanisten Piero Vettori (1499-1585) zu Grunde, dessen vierbändige Ciceroausgabe zuerst 1534 bis 1537 in Venedig erschien und hier in verbesserter Fassung vorliegt: "Victorius Text liegt zu Grunde, ist aber aus Mss. u. ältern Ausgaben verbessert." Im Anhang (Teil V) mit den kritischen Anmerkungen von Joachim Camerarius (1500-1574). – Etwas stockfleckig. Innenspiegel mit montiertem Exlibris, fl. Vorsätze mit etwas längerem altem Eintrag. Wenige Lagen in Band I mit kleinerer Stauchspur im Seitenschnitt, Blatt AaA8 in Band I (Inhalt) mit kleinem Abriss im unteren weißen Rand. Band I im Schnitt mit stellenweise in den Block reichendem Wasserfleck. Exemplar aus der Bibliothek des 1618 gestifteten Wiener Kapuzinerklosters, mit entsprechendem Eintrag auf dem Titel. Dort auch der auf das Jahr 1590 datierte Besitzeintrag eines biographisch nur für die Jahre 1570 bis 1590 in Regensburg nachweisbaren Gelehrten und Verlegers Johannes Burgerus. Die wuchtigen Klostereinbände zwar etwas stärker berieben, doch intakt und ohne restauratorische Ausbesserungen.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)


Cicero, Marcus Tullius
Opera

Los 1084

Cicero, Marcus Tullius. Opera. 4 Bände. Mit 5 Holzschnitt-Druckermarken. 37 x 24 cm. Etwas spätere braungesprenkelte Pergamentbände (gering berieben und bestoßen) mit golgeprägtem RSchild. Paris, Charles Estienne, 1554-1555.

Adams C 1647. – Pariser Druck der Stephanusedition. Enthält in Band I Rhetorica, Band II Orationes, Band III Epistolae und Band IV Philosophica. – Stellenweise schwach braunfleckig oder gebräunt, nur vereinzelte Flecken. Schönes und sauberes Exemplar des reglierten Drucks. Titelblätter von Teil I und III mit französischer Geschenkwidmung aus dem Jahr 1712. Innenspiegel mit großem gestochenen Wappenexlibris.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)


Cicero, Marcus Tullius
Opera omnia

Los 1086

Cicero, Marcus Tullius. Opera omnia quae exstant in sectiones, apparatui latinae locutionis respondentes. Teiel I-II (von 4). 12 Bl., 306 S., 25 Bl.; 679 S., 64 Bl. Mit figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und 1 Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 37 x 32 cm. Leder d. 18. Jahrhunderts (vollständig restauriert, etwas beschabt und berieben). Genf, P. de la Rouiere, 1615-1616.

Vgl. Schweiger II, 106 (Ausgabe 1596). – Zweite nach der erstmals 1565 erschienenen Rezension Lambins von Denis Godefroy edierte Ausgabe. – Titel des ersten Teils mit hs. Anmerkung, im Rand angesetzt. Zu Beginn wenige Blätter im Rand hinterlegt und knitterfaltig. Leicht gebräunt und gering fleckig.

Schätzpreis
€ 200   (US$ 227)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)


Cicero, Marcus Tullius
Opera omnia

Los 1087

Cicero, Marcus Tullius. Opera omnia quae exstant ex sola fere Codd Mss. fide emendata studio atque industria Jani Gulielmii & Jani Gruteri. 5 Teile in 1 Band. Mit 2 Kupfertiteln und 4 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 38 x 25 cm. Blindgeprägte Pergamentbände d. Z. (etwas stärker fleckig und berieben, Bezug mit einigen Einrissen, 1 oberes Kapital defekt, Rücken nachgedunkelt) mit Arabeske als Mittelplatte und blindgeprägten Besitzerinitialen "E. D." auf den VDeckeln. Hamburg, Georg Ludwig Froben, 1618-1619.

VD17 23:000490U. Schweiger II, 106. Ebert 4265. Brunet II, 8. – Von Jan Gruter (1560-1627) besorgte Hamburger Klassikerausgabe, die in der für die Hansestadt bedeutenden Verlagsbuchhandlung von Georg Ludwig Froben (1566-1645) erschien. Bis zum Jahr 1647 wurden dort rund 200 Drucke verlegt, darunter auch das Hamburger Stadtrecht von 1605. Der Ausgabe liegt der Text von Victorius zugrunde, hier allerdings verbessert vor allem nach Heidelberger Handschriften, die Gruterus als Bibliothekar der berühmten Palatina in Heidelberg zur Verfügung standen. Der prachtvolle Kupfertititel des Monogrammisten C. H. M. (Nagler II, 176) zeigt ein von den Statuen der Minerva und des Merkur flankiertes manieristisch-frühbarockes Portal, oben mit einem Portrait-Medaillon Ciceros und unten einem Ovalclipeus mit einer Ansicht von Hamburg, Frobens allegorische Druckermarke mit einer stilisierten Darstellung der Hammaburg. Mit dem zum Druck gehörenden Anhang (ebenda 1619) von Froben mit dem Titel Penu Tullianum enthält die Indices und ist mit dem gleichen Kupfertitel ausgestattet. – Gering braun- oder stockfleckig, stellenweise schwach gebräunt, Kupfertitel auch etwas fingerfleckig. Wohlerhaltenes Exemplar des zweispaltigen Drucks, mit montiertem Exlibris einer Hamburger Sammlung auf dem Innenspiegel.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)


Cicero, Marcus Tullius
Opera omnia quae extant ex sola.

Los 1088

Cicero, Marcus Tullius. Opera omnia quae extant ex sola, fere Codd. Mss. fide emendata studio atque industria Jani Gulielmi, Jani Gruteri. 4 Teile in 2 Bänden. Mit Kupfertitel. 38 x 23,5 cm. Blindgeprägtes Pergament d. Zt. (bestoßen, beschabt und etwas angestaubt, Gelenke teils gering brüchig) mit goldgeprägtem RSchild. Hamburg, Georg Ludwig Frobenius, 1618.

Ebert 4265. Schweiger I, 106. Böhme 741 (nur Bände I-II). VD17 23:000489F. – Aus der ersten Ausgabe der Gruterschen Recension, die großes Ansehen erlangte und mehrfach (zuletzt 1747) nachgedruckt wurde. Gruter legte Victorius' Text zugrunde und verbesserte ihn vor allem nach Heidelberger Handschriften, die ihm als Bibliothekar der berühmten Bibliotheca Palatina zur Verfügung standen. Der prachtvolle Kupfertititel des Monogrammisten C. H. M. ist bei Nagler II, 176 beschrieben, er zeigt ein von den Statuen der Minerva und des Merkur flankiertes manieristisch-frühbarockes Portal, oben mit einem Porträt-Medaillon Ciceros und unten einem Ovalclipeus mit einer detaillierten Ansicht von Hamburg. – Der erste Band mit den Teilen I, II und III, der zweite mit Teil IV und I. Kleiner Spempel am Schluss, Stellenweise stock- und sprenkelfleckig und vereinzelt stärker gebräunt, insgesamt sehr ordentlich und in blindgeprägte Arabeskeneinbände imposant gebunden, der Kupfertitel mit kleiner Nummer und altem griechischem Eintrag.
Kollation: Band I: 10 Bl. (Frontispiz in Pag.), 34, 255 S., 1 w. Bl. - Band II: 590 S. (es fehlen die S. 155-156 und 403-404). - Band III: 417 S. - Band IV: 461 S. (es fehlen die S. 193-194). Insgesamt fehlen drei Blätter mit 6 Seiten). Das letzte Blatt Errata von Frobens "Penu" mit überklebten Ausrissen (leichter Textverlust). – Beigebunden: Georg Ludwig Frobenius. Penu Tullianum, decem Caellis sive indicibus expromens: Quidquid uspiam divitiarum in operibus M. Tullii Ciceronis a Jano Guilielmo, et Jano Grutero emendatis continetur. 4 Bl., 365 S., 1 Bl. Mit gestochener Titelvignette. Ebenda 1619. - VD17 1:085015Z.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 170)



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