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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Balbus, Johannes
Catholicon seu universale vocabularium

Los 1043

Das erste gedruckte Wörterbuch in der umfangreichsten Ausgabe
Balbus, Johannes. Catholicon seu universale vocabularium ac summa grammatices F. Johannis Genuensis. 378 nn. Bl. (d. l.w.) Titel in Rot und Schwarz. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 32 x 21 cm. Blindgeprägter Kalbleberband d. Z. über Holzdeckeln (mit Kratzspuren, Rücken unter Verwendung alten Bezugsmaterial alt erneuert) mit goldgeprägtem RTitel "Vocabular" und 4 Messing-Schließbeschlägen (ohne die Schließen). Paris, Jodocus Badius Ascensianus für Johannes Parvus, 1506.

IA 111.799. Vgl. Zaunmüller 256. Nicht bei Adams. – Pariser Postinkunabeldruck des lateinischen Wörterbuchs, das 1286 von dem Dominikanerpater Johannes Balbus (gest. 1298) erstellt wurde und bis ins 16. Jahrhundert als das maßgebliche "Konversationslexikon" seiner Zeit galt. Als Grundlagenwerk zum Verständnis der Bibel war es sowohl für den Klerus als auch für den lateinkundigen Bürger unentbehrlich. Die erste Druckausgabe erschien schon 1460 in Mainz, das Catholicon gehört somit zu den allerfrühsten gedruckten Büchern. Noch im 15. Jahrhundert folgten 23 weitere Ausgaben, die letzte erschien 1520 in Lyon, bevor Luther und die Humanisten, allen voran Erasmus, durch ihre scharfe Kritik die jahrhundertelange Erfolgsgeschichte für beendet erklärten. Die vorliegende Pariser Ausgabe von Josse Basse gilt als die umfangreichste in der langen Druckgeschichte. – Titel schwach fingerfleckig und mit gelöschtem Besitzeintrag, Blatt Yiiii im unteren Rand etwa zur Hälfte hinterlegt, dieses Blatt auch mit Riss im Satzspiegel (ca. 7 cm). Das weiße Schlussblatt mit angestücktem Eckabriss, am Schluss mit kleinen Wurmgängen im Bug. Mit einigen Unterstreichungen und vereinzelten Annotationen. Wohlerhaltenes und sauberes Exemplar des zweispaltigen Drucks.

Schätzpreis
€ 3.500   (US$ 3.989)


Nachverkaufspreis
€ 2.500   (US$ 2.849)


Barradas, Sebastiao
Commentariorum in concordiam et historiam quatuor

Los 1045

Barradas, Sebastiao. Commentariorum in concordiam et historiam quatuor. Editio nova. 5 Bände. 34,5 x 21 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht berieben und angestaubt, minimal fleckig) über Holzdeckeln mit hs. RTitel und jeweils 2 intakten Messingeschließen. Augsburg, Veith, 1742.

GK 11.8874. De Backer-Sommervogel I, 913. – Mehrfach aufgelegtes Werk des aus Lissabon stammenden Jesuiten Sebastiao Barradas (1542-1615), des 'Apostels aus Portugal'. – Titel (und Vortitel; nur im ersten Band) mehrfach gestempelt. Vorderer fliegender Vorsatz im ersten Band mit größerem Ausschnitt in der oberen Blatthälfte. Stellenweise etwas, teils auch etwas stärker gebräunt und braunfleckig. Selten leicht feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Beda Venerabilis
Opera theologica, moralia, historica

Los 1046

Beda Venerabilis. Opera theologica, moralia, historica, philosophica, mathematica & rhetorica. Hâc postremâ editione diligenter recognita, sedulò correcta & divisa. 8 Teile in 4 Bänden. Mit Kupfertitel und einigen Textholzschnitten. 37,5 x 23 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (leicht berieben, Rücken mit montiertem Klebeschild) über Holzdeckeln mit hs. RTitel und 2 Schließen. Köln, Johann Wilhelm Friessem, 1688.

VD17 1:044137R. Graesse I, 321. Brunet I, 731. – Spätere Gesamtausgabe der Werke des angelsächsischen Benediktiners, Theologen und Geschichtsschreibers Beda Venerabilis (672-735). Von besonderem Interesse ist noch aus heutiger Sicht Bedas "Historia ecclesiastica gentis Anglorum", die die Geschichte Englands bis zum Jahr 731 umfasst und für zahlreiche mittelalterliche Universalchroniken zum maßgeblichen Vorbild wurde. – Der Kupfertitel und typographische Titel mit hs. Besitzvermerk. Oftmals etwas stärker gebräunt und braunfleckig.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 911)


Bernardi, Johannes Baptist
Seminarium totius philosophiae Aristotelicae et...

Los 1048

Bernardo, Giovanni Battista. Seminarium totius philosophiae Aristotelicae et Platonicae. Opus novum, admirabile. Altera editio, emendatior. 2 (statt 3) in 1 Band. 10 Bl., 1468 Sp., 1 w. Bl.; 8 Bl., 962 Sp., 1 w. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Titelvignetten. 35 x 21,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; ohne die Schließbänder) mit großer Arabeske als Mittelplatte. (Genf oder Lyon), Jakob Stoer und François le Fèvre, 1599.

Adams B 744. – Die ersten beiden von drei erschienenen Teilen des umfassenden zweispaltigen Kommentars zur antik-griechischen Philosophie. Die vorliegenden Teile I und II behandeln die Philosophie Platons und Aristoteles', der hier nicht vorhandenene und erst 1605 erschienene Teil III die Stoiker. Neben einem Rhetorik-Thesaurus aus demselben Jahr die einzige bibliographisch belegte Veröffentlichung des auch biographisch nicht nachweisbaren Verfassers Bernardo. – Etwas braunfleckig, Titel von Teil I mit vertikalen Quetschfalten. Sonst wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Bernhard von Clairvaux
Opera omnia

Los 1050

Bernhard von Clairvaux. Opera omnia tam quae vere gnisia (graece) ac germana illius esse nemo inficias. 34 nn. Bl., 344, 116 pag. S., 34 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Leder d. Z. (etwas fleckig und berieben, ecken gering bestoßen) mit reicher floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Paris, Gulliaume Merlin und Sebastian Nuelle, 1566.

Zweispaltiger Pariser Druck der Schriften des frühscholastischen Mystikers Bernhard von Clairvaux (um 1090-1153). – Titel fleckig, mit Randläsuren, Wurmgängen und ausgeschnittenem Besitzeintrag im unteren Rand. Ferner mit mehreren Besitzeinträgen, darunter der Geilenkirchener Pastor Jakob Scherpenzeel, der gemäß eines weiteren Eintrags auf Blatt Vviii Pater im Kloster Knechtsteden war. Stellenweise leicht wasserrandig, mit einigen Unterstreichungen und Annotationen.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Biblia latina
Köln, Nikolaus Götz, um 1478/80.

Los 1054

Das vollständige Alte Testament in einem Kölner Einband
Biblia latina. (Vetus testamentum). "Incipit epistola sancti Ieronomi ad paulinum presbiterum [bis] Explicit psalterium". Teil I (von 2) in 1 Band. 335 (statt 336; ohne d. e. w.) nn. Bl. 2 Spalten. 42 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 20,8 x 14 cm. Format: 28,7 x 21,5 cm. Mit mehreren, bis zu 7-zeiligen roten Schmuckinitialen mit reichem Federwerk über die Kolumne, Hunderten von roten Lombarden und durchgehender Rubrizierung. Dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. (Gelenke leicht brüchig, leicht beschabt und berieben, nur unwesentliche, minimale Fehlstellen im Bezug, vereinzelte kleine Kratzer) über schweren rundgeschliffenen Holzdeckeln mit 2 intakten Messingschließen und Fore-edge Schnitttitel: "Pars vet: test:". Köln, Nikolaus Götz, um 1478/80.

Hain-Copinger 3042. GW 4235. Goff B-560. Proctor 1117. Pellechet 2272. Bodleian B-269. Finger 182. Oates 600. Sheppard 857-58. Zedler 145. BMC I, 239. BSB-Ink B-432. CIBN B-390. ISTC ib00560000. – Das vollständige Alte Testament aus dem frühen lateinischen Bibeldruck der Kölner Offizin des Nikolaus Götz. "Gotz matriculated in the University of Cologne in 1470, and at Erfurt in summer, 1456, and produced his first signed and dated book, the Vita Christi of Ludolphus, in 1474. The Latin Bible of 'vij id' maij' 1480 was printed in Gotz's type, but does not bear his name". Die vorliegende Bibel ist wahrscheinlich noch vor 1480 gedruckt worden, vermutlich sogar schon im Jahr 1478, sie ist weder datiert noch nennt sich der Drucker. Die Type kann jedoch eindeutig der Offizin des Nikolaus Götz zugewiesen werden (Type I:98G).
Der Druck ist von größter Seltenheit, so sind weltweit nur 19 Exemplare in 17 öffentlichen Einrichtungen nachweisbar, davon viele nur als Fragment oder inkomplett oder nur Teil: Kein vollständiges Exemplar in Frankreich, keines in Washington, Huntington etc., in ganz Amerika lediglich eines in New York. – Es fehlt das erste weiße Blatt (a1). Das erste vorhandene Blatt (a2) mit teils etwas radiertem hs. Besitzvermerk und ersetztem Randausriss (kaum Buchstabenverlust), gegen Anfang leicht, zu Ende etwas stärker feuchtrandig, wasserfleckig, mit geringen Sporfleckchen, die letzten beiden Blätter mit alt hinterlegten Randausrissen (ohne Textverlust), sonst kaum Papierläsuren, gedruckt auf hervorragendem, festen, teils leicht welligem Inkunabelpapier, durchgehend sorgfältig rubriziert und mit bemerkenswert hübschen Federwerk-Initialen geschmückt.

Der außergewöhnlich gut erhaltene zeitgenössische Einband stammt wahrscheinlich aus einer Kölner Werkstatt, er ist auf beiden Deckeln mit einer Bordüre aus doppelten Blindfileten geziert, die mit Rechteck-, Rund- und auf dem Kopf stehenden Quadratstempeln gefüllt sind sowie mit dem Schriftband "Maria" im Kasten mit zwei Sternen. Der Mittelspiegel ist mit Doppelfileten zum Rautenmuster gebildet, in den Rauten wiederum jeweils ein Stempel. Die Stempel zeigen Rosen, ein Fabeltier und einen kleinen Christus Salvator (einer der selteneren, auf Köln verweisenden Stempel), stehend mit Kreuz im Längsrechteck (vgl. etwa den bei Schunke beschriebenen Stempel der Benediktinerinnen zu Köln; Schunke 82, 30).

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.120)


Nachverkaufspreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Biblia latina
Mit Glosse von Strabo und Lyra. Basel, Froben u...

Los 1058

Biblia latina. Mit Glosse des Walafridus Strabo und Interlinearglosse des Anselmus Laudunensis und mit der Postilla des Nicolaus de Lyra. Hrsg. von Sebastian Brant. 6 Bände. 2-3 Spalten und 56-78 Zeilen (jeweils Text und Kommentar). Got. Typ. Schriftraum: 24,8 x 16 cm. Format: 26,6 x 21 cm. Mit 9 eingemaltten 14-zeiligen Initialen in Farben auf punziertem Goldgrund, zahlreichen großen zweifarbigen Initialen in Rot und Blau, Hunderten von roten und blauen Lombarden. Blindgeprägtes Schweinsleder um 1680 (nur leicht angestaubt, kaum fleckig, minimal berieben und bestoßen) über schweren abgefasten Holzdeckeln (ohne die Schließen, Band IV exakt im Stil d. Z. nachgebunden) mit goldgeprägtem roten Lederrückenschild und dunkelgrünem Schnitt. Basel, Johann Froben und Johann Petri, 1. XII. 1498.

Hain-Copinger 3172. GW 4284. Goff B-609. Schreiber 3477. Schramm XXI, 649-675, XXII, 1085-1105. Proctor 7763. Pellechet 2351. Altés-Olivar 41. 42. Beasecker L9. Bodleian B-316. Borm 488. Collijn 212. Dubowik 4. Ernst I/2 35 und II/3 29. Feigelmanas 90. Finger 206-207. Gspan-Badalic 116. Günther 313. Hartig 130. Hubay 379. Juntke 98. Kaufmann-Nabholz 874. Kind 695. Madsen 697 und T 14. Mendes 232. 233. Oates 2842. Ohly-Sack 549-550. Raffel 81. Rhodes 361. Riedl 169-173. Sack 658. Sallander 1627, 2099. Sebastiani, Froben, 10. Voulliéme 270. Wierda 17-22. Wilhelmi: 147. Zdanevyc 84. BMC III, 791. BSB-Ink B-480. ÖNB-Ink B-390. CIBN B-435. IBE 1052. IBP 1040. IBPort 332. IBS 252. IDL 865. IGI 1693. CBB 681. CIH 662. ISTC ib00609000. – Die erste große sechsbändige, überaus reich kommentierte und mit zahlreichen Zusätzen herausgegebene Bibel aus der Offizin des Basler Druckers Johann Froben zusammen mit Johann Petri. Bis dato hatte Froben nur zwei Bibeldrucke veröffentlicht, am 27. Juni 1491 und am 27. Oktober 1495 (Hain 3107 und 3118), jeweils als (meist einbändige) Kompaktausgaben. Hier nun legte er erstmalig eine überaus reich kommentierte Bibelausgabe vor, die den beiden vorangehenden Drucken von Anton Koberger von 1480 und dem venezianischen Druck von Paganinus de Paganinis am 18. April 1495 folgt. Hier wie dort wurden erstmals die Anmerkungen des Benediktiners Walahfrid von der Reichenau (auch Walafried Strabo oder latinisiert Strabus; 808-849) als Klammerglossen hinzugefügt. Ferner enthält die Ausgabe auch die umfangreichen Kommentare und Glossen, die "Postillen" des berühmten scholastischen Theologen, des "Doctor planus et utilis", Nikolaus de Lyra (1270-1349), der - nicht zuletzt auch aus der jüdischen Tradition der Talmut-Exegese kommend - den Bibeltext Wort für Wort und oft wörtlich im Wortsinn neu interpretiert hat - und damit die vorbildliche Exegese bis in die Neuzeit lieferte. Nicht zuletzt folgt auch Martin Luther den "Postillae perpetuae" des Nikolaus von Lyra bei seiner Bibelübersetzung: "Si Lyra non lyrasset, Lutherus non saltasset".
"Wissenschaftliche Bibelausgabe mit der Glosse Walahfried Strabos und den Postillen Nikolaus de Lyras durch Sebastian Brant. Der einzige reich illustrierte Druck Frobens, die Holzschnitte nach er lateinischen kommentierten Bibel Kobergers von 1485" (Hieronymus 79).
Enthalten sind ferner auch die Expositio des Guillelmus Brito "in omnes prologos S. Hieronymi" und die Addenda des Paulus Burgensis sowie die Replik des Matthias Doering. Ferner mit einer Marginalkonkordanz zu Gratians "Decretum" sowie auch ein eigener Text des Nicolaus de Lyra: "Contra perfidiam Iudaeorum". – Es fehlen die weißen Blätter. Stellenweise leicht stock-, braun- und fingerfleckig, hin und wieder alte Anmerkungen, die Bände I, II und Band VI jeweils zu Beginn mit Wasserrand und Wurmgängen, im ersten Band sind einige Blätter etwas braunrandig, a8 im Bund mit restaurierten Einrissen. Eine der Goldinitialen etwas beschabt bzw. abgeplatzt. Band IV stammt auch einem anderen Exemplar, hier Titel und das letzte Blatt gestempelt, Bände I-III und V-VI mit einem alten farbig augemalten Exlibris-Wappen mit dem Monogram "JC" auf der ersten Seite (Band I, sonst auf dem unteren Rand jeweils des zweiten Blatts).

English: Complete copy without the blanc leaves. Here and there some light brownstains or foxing, minimal fingerstainy. Occasionally some few old manuscript notes to margins, volumes I, II and VI each at beginning with some minor waterstains and few worm traces. The first volume some leaves slightly browned to margins, leaf a8 with few restored tears to inner joint. One of the gold initials little rubbed resp. scratched, volume IV from another copy with stamped title and last page. Volumes I-III and V-VI contain a beautiful coloured bookmark with coat of arms and monogram "JC" at the first page (volume I, otherwise at lower margin of the second leaf).
Beautiful complete and homogeneously bound copy in blind-tooled pigskin around 1680 over massive wooden boards (only minimally dusty, scuffed or rubbed, clasps missing, binding of volume IV is an almost perfect newer replication), all with gilt spine labels and dark green edges.

Schätzpreis
€ 28.000   (US$ 31.919)


Nachverkaufspreis
€ 16.000   (US$ 18.240)


Biblia latina
Bände I-III (von 6) Textus biblie Cum Glosa ord...

Los 1059

Biblia latina. - Textus biblie Cum Glosa ordinaria Nicolai de Lyra postilla, moralitatibus eiusdem Pauli Burgensis, additionibus Matthie Thoring Repicis. Bände 1-3 (von 6) in 3 Bänden (Genesis bis Jesus Sirach). 377 num., 1 w.; 315 num., 1 w.; 440 Bl. Mit 32 meist schematischen Textholzschnitten. 34,5 x 28 cm. Schweinsleder d. Z. (teils gering wurmstichig, ein Kapital eingerissen, nur leicht fleckig, wenige Fehlstellen im Bezug, alte Restaurierung, mit Bibliotheksschild) über schweren Holzdeckeln mit jeweils 2 Messingschließbeschlägen (ohne die Bügel bzw. Schließen) und mit gotisch geprägten Deckeltiteln. Basel, Johann Petri und Johann Froben, 1506.

VD16 B 2983. Strom D 208. Adams B 985. Heckethorn 94f., 17. Nicht bei Darlow-Moule, Proctor-Isaac und STC (mit Suppl.). – Die ersten drei Bände der großen sechsbändigen Bibelausgabe von dem Basler Drucker Johann Froben, die dieser zusammen mit Johann Petri mit den Glossen des Walahfrid Strabo (808-849) und den Postillen des Nikolaus von Lyra (1270-1349) im Jahre 1506 herausgab. Die Basler Biblia latina gehört zu den schönsten typographischen Bibeldrucken vom Anfang des 16. Jahrhunderts, der im Druckbild, der Breitrandigkeit, dem Abzug auf besonders festem Papier noch ganz der Inkunabelzeit verhaftet ist. Der Text ist vom Kommentar umgeben. Die hübschen Holzschnitte zeigen schematischen Darstellungen biblischer Themen, u. a. die Arche Noah, die Bundeslade, die Gesetzestafeln, – Wenige Wurmgänge und -stiche, teils gering gebräunt oder fleckig, vereinzelt leicht feuchtrandig (acht Blätter im dritten Band wasserfleckig), insgesamt sauber und wohlerhalten - und in ausgezeichneten zeitgenössischen Einbänden mit interessanter Pergamentmakulatur aus einer liturgischen Handschrift des 13. Jahrhunderts in schwarzer Gotica textura, teils mit schwarzen Interlinearneumen. Prachtvolles Exemplar mit interessanter Provenienz: aus der einstigen Bibliothek des Franziskanerklosters zu Graz mit deren kleinem Besitzstempel auf den Titeln: "Ad Conv: F. E. Min: Graecensium" sowie handschriftliche Besitzereinträge "Ad Conventu Graecensi Fr(atr)um. Mi(sericordiae)".

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Textus Biblie
cum glosa ordinaria Nicolai de Lyra postilla

Los 1060

Biblia latina. - Textus Biblie cum glosa ordinaria Nicolai de Lyra postilla moralitatibus eiusdem Pauli Burgensis additionibus Matthie Thoring replicis. Teil III (von 6). 439 fol., 1 nn. Bl. Mit 10 5-11zeiligen Fleuroné-Initiale sowie zahlreichen Lombarden und Kapitalstrichelung in Rot und Blau. 34 x 23,5 cm. Leder des 19. Jahrhunderts im Stil d. Z. (etwas berieben und mit Schabspuren) mit montierten zeitgenössischen Deckelbezügen mit Streicheisenlinien sowie Einzelstempeln mit Lilien- und Blütenmotiven und 2 intakten Messingschließen. (Basel, Johannes Froben und Heinrich Petri, 1506).

VD 16 B 2583. Adams B 985. – Teil III seines sechsbändigen Kommentars zu den Büchern des Alten und Neuen Testaments, editorisches Hauptwerk des Leonberger Humanisten Konrad Töritz (um 1465-1511). Enthält die Scholien zum Buch Hiob, den Psalmen, Sprichwörter Salomos, Kohelet, Hohelied, Weisheit Salomos und Jesus Sirach. – Titel mit Stempel der "Gymnasial-Bibliothek zu Koeln" (veräußerte Dublette) sowie zwei hs. Besitzeinträgen. Anfangs und am Schluss etwas wurmstichig, erste Blatt mit Braunfleck im unteren Rand, stellenweise mit schmalen Wasserrändchen, vereinzelte geringe Flecken. Blatt mv mit zeitgenössischer Marginalie im unteren Rand. Schöner und insgesamt sauberer, in seinem Erscheinungsbild noch ganz der Inkunabelzeit verpflichteter Druck mit dem umfließenden Kommentar Nicolaus de Lyras.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)


Nachverkaufspreis
€ 1.600   (US$ 1.823)


Boethius, A. M. S.
De philosophico consolatu

Los 1061

Boethius, A. M. S. De philosophico consolatu sive de consolationem philosophie: cum figuris ornatissimis noviter expolitus. 10 nn., CXXVI (recte: CXXVIII) num. Bl. Mit 78 Textholzschnitten, zahlreichen figürlichen Holzschnitt-Initialen und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 28 x 19,5 cm. Blindgeprägter Kalblederband des 16. Jahrhunderts (Gelenke geplatzt, Deckel dadurch gelockert, Kapitale mit Lederstreifen alt überklebt, Rücken im Stil der Zeit erneuert, mit goldgeprägtem RSchild des 19. Jahrhunderts; Remboîtage) mit 4 Messingbuckeln, 6 Messingbeschlägen und 2 intakten Messingschließen, sämtlich später aufgebracht, sowie blindgeprägtem Schnitt. Straßburg, Johannes Grüninger, 7. September 1501.

VD 16 B 6404. Adams B 2283. – Illustrierter Postinkunabeldruck seines fünf Bücher umfassenden und in Dialogform verfassten Hauptwerks Der Trost der Philosophie, in welchem Boethius seine philosophischen, insbesondere durch platonische und aristotelische Lehren beinflussten Vorstellungen zur Ethik und zur Metaphysik darlegt. Das Werk gliedert sich abwechselnd in 39 Prosatexte und 39 Gedichte und sollte als Protreptikon den Leser zu einem philosophischen Leben ermuntern. Es gilt als das letzte bedeutende philosophische Werk der Antike und bildete einen der am häufigsten kommentierten Texte des Mittelalters, als Schullektüre fand es im gesamten Mittelalter große Verbreitung. Mit gedruckten Interlinearglossen und den Text umfließenden Scholien von Thomas von Aquin. – Blätter Oii und Ov mit roter Kapitalstrichelung aus einem anderen Exemplar der Auflage ergänzt. Titel etwas feuchtfleckig und mit gestrichenem Eintrag, im oberen Bug mit Einriss und Läsur, ferner mit Klebespuren eines etwas größeren entfernten Exlibrisschildchens. Insgesamt etwas fleckig, einige Blatt auch leicht gebräunt, stellenweise mit schwachen Wasserrändern. Der Zwischentitel nach dem Proömium mit zwei restaurierten Einrissen, Blätter iii und iv mit kleinem Blattriss zwischen den Textkolumnen, Blatt Rii mit Einriss im weißen Seitenrand, Blatt Liv mit kleiner Fehlstelle in der unteren rechten Ecke. Durchgehend mit wenigen unauffälligen Wurmlöchern, erst am Schluss stärker betroffen und mit mehreren Wurmgängen (geringer Buchstabenverlust). Vorderes Innengelenk verstärkt. Sehr schöner Scholiendruck einer für die Gelehrtentradition des gesamten Mittelalters einflussreichsten Schriften. Der Einband wurde im 19. Jahrhundert restauriert und mit alten Messingbeschlägen und Schließen ausgestattet.

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Nachverkaufspreis
€ 4.000   (US$ 4.560)



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