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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Augustinus, Aurelius
Confessio Augustiniana

Los 1037

Augustinus, Aurelius. Confessio Augustiniana, in libros quatuor distributa. 32, 330 (recte 328), 24 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 21 x 15,5 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (etwas fleckig und mit kleinen Fehlstellen) über Holzdeckeln mit zwei Messingschließen. Dillingen, Sebald Mayer, 1569.

VD16 A 4172. Adams A 2177. De Backer-Sommervogel VIII, 127. – Erste Ausgabe und zugleich das bedeutendste Werk des spanischen Jesuiten und Ingolstädter Professors, Hieronymus Torres/Torrensis, das die katholische Lehre aus den Schriften des Hl. Augustinus klar herausstellt. Bereits in der Formulierung des Titels will es als Gegenstück zur protestantischen "Confessio Augustana" verstanden werden. – Titel mit zwei hs. Besitzvermerken. Leicht gebräunt, im Seitenrand und Schnitt stellenweise etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)


Augustinus, Aurelius
Opera omnia

Los 1038

Augustinus, Aurelius. (Opera omnia). Hrsg. von Erasmus von Rotterdam. 10 Teile und Index in zusammen 7 Bänden. Mit breiter figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre und einigen Holzschnitt-Initialen. 38 x 24,5 cm. Leder des 18. Jahrhunderts (Vorderdeckel von Band I gelöst, Gelenke angeplatzt, stellenweise feuchtrandig, etwas berieben und beschabt) mit goldgeprägtem RSchild. Basel, Ambrosius und Aurelius Froben, 1569.

VD 16, A 4153 Adams A 2164. Vgl. Graesse I, 253. – Fünfter Druck der bei Froben in Basel erschienenen und von Erasmus von Rotterdam (Band I von Jan Coster) emendierten Gesamtausgabe der Werke des spätantiken christlichen Kirchenlehrers und Philosophen Aurelius Augustinus (354-430). Die erste Ausgabe seiner Werke war 1489 in fünf Bänden bei Johann Amerbach ebenda erschienen, allerdings nicht vollständig (vgl. Graesse). – Stellenweise etwas gebräunt und braunfleckig, selten etwas feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Nachverkaufspreis
€ 2.000   (US$ 2.280)


Augustinus, Aurelius
Operum

Los 1040

Augustinus, Aurelius. Operum. Opera & studio monachorum Ordinis Sancti Benedicti e congretatione Sancti Mauri. Editio nova a multis mendis purgata. 9 (von 11) Teilen in 6 Bänden. 38 x 25 cm. Leder d. Z. (leicht berieben, Gelenke teils angeplatzt, stellenweise etwas wurmstichig) mit 2 goldgeprägten RSchildern und RVergoldung. Antwerpen, Sumptibus Societatis, 1700.

Graesse I, 253. Dibdin I, 225-26. Thesaurus Librorum rei Catholicae, 34. – Zweiter Druck der monumentalen Mauriner Ausgabe. Zweispaltiger Druck, alle Teile mit Zwischentitel und Appendix beziehungsweise Index. – Ohne die beiden 1703 erschienenen Kommentarbände. Stellenweise etwas gebräunt und braunfleckig.

Schätzpreis
€ 750   (US$ 854)


Nachverkaufspreis
€ 500   (US$ 570)


Augustinus, Aurelius
Operum

Los 1042

Augustinus, Aurelius. Operum. Post Lovaniensium Theologorum recensionem castigatus denuo ad manuscriptos codices Gallicanos, Vaticanos, Anglicanos, Belgicos etc. 11 Teile in 14 Bänden. Titel von Teil in Schwarz und Rot. Mit 2 (statt 3) gestochenen Portraits, 14 gestochenen Titelvignetten und 12 gestochenen szenischen Kopfvignetten. 42 x 30 cm. Interims-Pappbände d. Z. (etwas fleckig und berieben, Gelenke teils etwas beschabt, mit hs. Papierrückenschild und neuerem Bandschildchen; der Schlussband ohne den Marmorpapierbezug am Rücken). Venedig, Johann Baptist Albrizzi, 1729-1735.

Graesse I, 253. Ebert 1362. – Venetianischer Nachdruck der zuerst 1679 bis 1700 in Paris erschienenen monumentalen Werkausgabe, die durch die Benediktinermönche Delfau, Blampin, Constant und Guesnié auf Grundlage von rund 200 Handschriften erstellt wurde. Die Teile III, V und X jeweils in zwei Teilbänden, der Supplementband enthält Augustinus' Biographie sowie den Werkindex. – Es fehlt eines der drei Portraits. Nur wenige Blatt etwas gebräunt, vereinzelte leichte Flecken, der Supplementband am Schluss leicht wasserrandig. Fl. Vorsätze mit hs. Tintensignatur, hinterer Innenspiegel gestempelt, der Schlussband mit Stempel auf Titel und fl. vorderen Vorsatz. Schönes und sauberes Exemplar des zweispaltigen Drucks, unbeschnitten und breitrandig in den zeitgenössischen Interimseinbänden.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 911)


Bernardi, Johannes Baptist
Seminarium totius philosophiae Aristotelicae et...

Los 1048

Bernardo, Giovanni Battista. Seminarium totius philosophiae Aristotelicae et Platonicae. Opus novum, admirabile. Altera editio, emendatior. 2 (statt 3) in 1 Band. 10 Bl., 1468 Sp., 1 w. Bl.; 8 Bl., 962 Sp., 1 w. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit 2 wiederholten Holzschnitt-Titelvignetten. 35 x 21,5 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; ohne die Schließbänder) mit großer Arabeske als Mittelplatte. (Genf oder Lyon), Jakob Stoer und François le Fèvre, 1599.

Adams B 744. – Die ersten beiden von drei erschienenen Teilen des umfassenden zweispaltigen Kommentars zur antik-griechischen Philosophie. Die vorliegenden Teile I und II behandeln die Philosophie Platons und Aristoteles', der hier nicht vorhandenene und erst 1605 erschienene Teil III die Stoiker. Neben einem Rhetorik-Thesaurus aus demselben Jahr die einzige bibliographisch belegte Veröffentlichung des auch biographisch nicht nachweisbaren Verfassers Bernardo. – Etwas braunfleckig, Titel von Teil I mit vertikalen Quetschfalten. Sonst wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Bernhard von Clairvaux
Opera omnia

Los 1050

Bernhard von Clairvaux. Opera omnia tam quae vere gnisia (graece) ac germana illius esse nemo inficias. 34 nn. Bl., 344, 116 pag. S., 34 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke. Leder d. Z. (etwas fleckig und berieben, ecken gering bestoßen) mit reicher floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Paris, Gulliaume Merlin und Sebastian Nuelle, 1566.

Zweispaltiger Pariser Druck der Schriften des frühscholastischen Mystikers Bernhard von Clairvaux (um 1090-1153). – Titel fleckig, mit Randläsuren, Wurmgängen und ausgeschnittenem Besitzeintrag im unteren Rand. Ferner mit mehreren Besitzeinträgen, darunter der Geilenkirchener Pastor Jakob Scherpenzeel, der gemäß eines weiteren Eintrags auf Blatt Vviii Pater im Kloster Knechtsteden war. Stellenweise leicht wasserrandig, mit einigen Unterstreichungen und Annotationen.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Biblia latina
Köln, Nikolaus Götz, um 1478/80.

Los 1054

Das vollständige Alte Testament in einem Kölner Einband
Biblia latina. (Vetus testamentum). "Incipit epistola sancti Ieronomi ad paulinum presbiterum [bis] Explicit psalterium". Teil I (von 2) in 1 Band. 335 (statt 336; ohne d. e. w.) nn. Bl. 2 Spalten. 42 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 20,8 x 14 cm. Format: 28,7 x 21,5 cm. Mit mehreren, bis zu 7-zeiligen roten Schmuckinitialen mit reichem Federwerk über die Kolumne, Hunderten von roten Lombarden und durchgehender Rubrizierung. Dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. (Gelenke leicht brüchig, leicht beschabt und berieben, nur unwesentliche, minimale Fehlstellen im Bezug, vereinzelte kleine Kratzer) über schweren rundgeschliffenen Holzdeckeln mit 2 intakten Messingschließen und Fore-edge Schnitttitel: "Pars vet: test:". Köln, Nikolaus Götz, um 1478/80.

Hain-Copinger 3042. GW 4235. Goff B-560. Proctor 1117. Pellechet 2272. Bodleian B-269. Finger 182. Oates 600. Sheppard 857-58. Zedler 145. BMC I, 239. BSB-Ink B-432. CIBN B-390. ISTC ib00560000. – Das vollständige Alte Testament aus dem frühen lateinischen Bibeldruck der Kölner Offizin des Nikolaus Götz. "Gotz matriculated in the University of Cologne in 1470, and at Erfurt in summer, 1456, and produced his first signed and dated book, the Vita Christi of Ludolphus, in 1474. The Latin Bible of 'vij id' maij' 1480 was printed in Gotz's type, but does not bear his name". Die vorliegende Bibel ist wahrscheinlich noch vor 1480 gedruckt worden, vermutlich sogar schon im Jahr 1478, sie ist weder datiert noch nennt sich der Drucker. Die Type kann jedoch eindeutig der Offizin des Nikolaus Götz zugewiesen werden (Type I:98G).
Der Druck ist von größter Seltenheit, so sind weltweit nur 19 Exemplare in 17 öffentlichen Einrichtungen nachweisbar, davon viele nur als Fragment oder inkomplett oder nur Teil: Kein vollständiges Exemplar in Frankreich, keines in Washington, Huntington etc., in ganz Amerika lediglich eines in New York. – Es fehlt das erste weiße Blatt (a1). Das erste vorhandene Blatt (a2) mit teils etwas radiertem hs. Besitzvermerk und ersetztem Randausriss (kaum Buchstabenverlust), gegen Anfang leicht, zu Ende etwas stärker feuchtrandig, wasserfleckig, mit geringen Sporfleckchen, die letzten beiden Blätter mit alt hinterlegten Randausrissen (ohne Textverlust), sonst kaum Papierläsuren, gedruckt auf hervorragendem, festen, teils leicht welligem Inkunabelpapier, durchgehend sorgfältig rubriziert und mit bemerkenswert hübschen Federwerk-Initialen geschmückt.

Der außergewöhnlich gut erhaltene zeitgenössische Einband stammt wahrscheinlich aus einer Kölner Werkstatt, er ist auf beiden Deckeln mit einer Bordüre aus doppelten Blindfileten geziert, die mit Rechteck-, Rund- und auf dem Kopf stehenden Quadratstempeln gefüllt sind sowie mit dem Schriftband "Maria" im Kasten mit zwei Sternen. Der Mittelspiegel ist mit Doppelfileten zum Rautenmuster gebildet, in den Rauten wiederum jeweils ein Stempel. Die Stempel zeigen Rosen, ein Fabeltier und einen kleinen Christus Salvator (einer der selteneren, auf Köln verweisenden Stempel), stehend mit Kreuz im Längsrechteck (vgl. etwa den bei Schunke beschriebenen Stempel der Benediktinerinnen zu Köln; Schunke 82, 30).

Schätzpreis
€ 8.000   (US$ 9.120)


Nachverkaufspreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Biblia latina
Mit Glosse von Strabo und Lyra. Basel, Froben u...

Los 1058

Biblia latina. Mit Glosse des Walafridus Strabo und Interlinearglosse des Anselmus Laudunensis und mit der Postilla des Nicolaus de Lyra. Hrsg. von Sebastian Brant. 6 Bände. 2-3 Spalten und 56-78 Zeilen (jeweils Text und Kommentar). Got. Typ. Schriftraum: 24,8 x 16 cm. Format: 26,6 x 21 cm. Mit 9 eingemaltten 14-zeiligen Initialen in Farben auf punziertem Goldgrund, zahlreichen großen zweifarbigen Initialen in Rot und Blau, Hunderten von roten und blauen Lombarden. Blindgeprägtes Schweinsleder um 1680 (nur leicht angestaubt, kaum fleckig, minimal berieben und bestoßen) über schweren abgefasten Holzdeckeln (ohne die Schließen, Band IV exakt im Stil d. Z. nachgebunden) mit goldgeprägtem roten Lederrückenschild und dunkelgrünem Schnitt. Basel, Johann Froben und Johann Petri, 1. XII. 1498.

Hain-Copinger 3172. GW 4284. Goff B-609. Schreiber 3477. Schramm XXI, 649-675, XXII, 1085-1105. Proctor 7763. Pellechet 2351. Altés-Olivar 41. 42. Beasecker L9. Bodleian B-316. Borm 488. Collijn 212. Dubowik 4. Ernst I/2 35 und II/3 29. Feigelmanas 90. Finger 206-207. Gspan-Badalic 116. Günther 313. Hartig 130. Hubay 379. Juntke 98. Kaufmann-Nabholz 874. Kind 695. Madsen 697 und T 14. Mendes 232. 233. Oates 2842. Ohly-Sack 549-550. Raffel 81. Rhodes 361. Riedl 169-173. Sack 658. Sallander 1627, 2099. Sebastiani, Froben, 10. Voulliéme 270. Wierda 17-22. Wilhelmi: 147. Zdanevyc 84. BMC III, 791. BSB-Ink B-480. ÖNB-Ink B-390. CIBN B-435. IBE 1052. IBP 1040. IBPort 332. IBS 252. IDL 865. IGI 1693. CBB 681. CIH 662. ISTC ib00609000. – Die erste große sechsbändige, überaus reich kommentierte und mit zahlreichen Zusätzen herausgegebene Bibel aus der Offizin des Basler Druckers Johann Froben zusammen mit Johann Petri. Bis dato hatte Froben nur zwei Bibeldrucke veröffentlicht, am 27. Juni 1491 und am 27. Oktober 1495 (Hain 3107 und 3118), jeweils als (meist einbändige) Kompaktausgaben. Hier nun legte er erstmalig eine überaus reich kommentierte Bibelausgabe vor, die den beiden vorangehenden Drucken von Anton Koberger von 1480 und dem venezianischen Druck von Paganinus de Paganinis am 18. April 1495 folgt. Hier wie dort wurden erstmals die Anmerkungen des Benediktiners Walahfrid von der Reichenau (auch Walafried Strabo oder latinisiert Strabus; 808-849) als Klammerglossen hinzugefügt. Ferner enthält die Ausgabe auch die umfangreichen Kommentare und Glossen, die "Postillen" des berühmten scholastischen Theologen, des "Doctor planus et utilis", Nikolaus de Lyra (1270-1349), der - nicht zuletzt auch aus der jüdischen Tradition der Talmut-Exegese kommend - den Bibeltext Wort für Wort und oft wörtlich im Wortsinn neu interpretiert hat - und damit die vorbildliche Exegese bis in die Neuzeit lieferte. Nicht zuletzt folgt auch Martin Luther den "Postillae perpetuae" des Nikolaus von Lyra bei seiner Bibelübersetzung: "Si Lyra non lyrasset, Lutherus non saltasset".
"Wissenschaftliche Bibelausgabe mit der Glosse Walahfried Strabos und den Postillen Nikolaus de Lyras durch Sebastian Brant. Der einzige reich illustrierte Druck Frobens, die Holzschnitte nach er lateinischen kommentierten Bibel Kobergers von 1485" (Hieronymus 79).
Enthalten sind ferner auch die Expositio des Guillelmus Brito "in omnes prologos S. Hieronymi" und die Addenda des Paulus Burgensis sowie die Replik des Matthias Doering. Ferner mit einer Marginalkonkordanz zu Gratians "Decretum" sowie auch ein eigener Text des Nicolaus de Lyra: "Contra perfidiam Iudaeorum". – Es fehlen die weißen Blätter. Stellenweise leicht stock-, braun- und fingerfleckig, hin und wieder alte Anmerkungen, die Bände I, II und Band VI jeweils zu Beginn mit Wasserrand und Wurmgängen, im ersten Band sind einige Blätter etwas braunrandig, a8 im Bund mit restaurierten Einrissen. Eine der Goldinitialen etwas beschabt bzw. abgeplatzt. Band IV stammt auch einem anderen Exemplar, hier Titel und das letzte Blatt gestempelt, Bände I-III und V-VI mit einem alten farbig augemalten Exlibris-Wappen mit dem Monogram "JC" auf der ersten Seite (Band I, sonst auf dem unteren Rand jeweils des zweiten Blatts).

English: Complete copy without the blanc leaves. Here and there some light brownstains or foxing, minimal fingerstainy. Occasionally some few old manuscript notes to margins, volumes I, II and VI each at beginning with some minor waterstains and few worm traces. The first volume some leaves slightly browned to margins, leaf a8 with few restored tears to inner joint. One of the gold initials little rubbed resp. scratched, volume IV from another copy with stamped title and last page. Volumes I-III and V-VI contain a beautiful coloured bookmark with coat of arms and monogram "JC" at the first page (volume I, otherwise at lower margin of the second leaf).
Beautiful complete and homogeneously bound copy in blind-tooled pigskin around 1680 over massive wooden boards (only minimally dusty, scuffed or rubbed, clasps missing, binding of volume IV is an almost perfect newer replication), all with gilt spine labels and dark green edges.

Schätzpreis
€ 28.000   (US$ 31.919)


Nachverkaufspreis
€ 16.000   (US$ 18.240)


Biblia latina
Bände I-III (von 6) Textus biblie Cum Glosa ord...

Los 1059

Biblia latina. - Textus biblie Cum Glosa ordinaria Nicolai de Lyra postilla, moralitatibus eiusdem Pauli Burgensis, additionibus Matthie Thoring Repicis. Bände 1-3 (von 6) in 3 Bänden (Genesis bis Jesus Sirach). 377 num., 1 w.; 315 num., 1 w.; 440 Bl. Mit 32 meist schematischen Textholzschnitten. 34,5 x 28 cm. Schweinsleder d. Z. (teils gering wurmstichig, ein Kapital eingerissen, nur leicht fleckig, wenige Fehlstellen im Bezug, alte Restaurierung, mit Bibliotheksschild) über schweren Holzdeckeln mit jeweils 2 Messingschließbeschlägen (ohne die Bügel bzw. Schließen) und mit gotisch geprägten Deckeltiteln. Basel, Johann Petri und Johann Froben, 1506.

VD16 B 2983. Strom D 208. Adams B 985. Heckethorn 94f., 17. Nicht bei Darlow-Moule, Proctor-Isaac und STC (mit Suppl.). – Die ersten drei Bände der großen sechsbändigen Bibelausgabe von dem Basler Drucker Johann Froben, die dieser zusammen mit Johann Petri mit den Glossen des Walahfrid Strabo (808-849) und den Postillen des Nikolaus von Lyra (1270-1349) im Jahre 1506 herausgab. Die Basler Biblia latina gehört zu den schönsten typographischen Bibeldrucken vom Anfang des 16. Jahrhunderts, der im Druckbild, der Breitrandigkeit, dem Abzug auf besonders festem Papier noch ganz der Inkunabelzeit verhaftet ist. Der Text ist vom Kommentar umgeben. Die hübschen Holzschnitte zeigen schematischen Darstellungen biblischer Themen, u. a. die Arche Noah, die Bundeslade, die Gesetzestafeln, – Wenige Wurmgänge und -stiche, teils gering gebräunt oder fleckig, vereinzelt leicht feuchtrandig (acht Blätter im dritten Band wasserfleckig), insgesamt sauber und wohlerhalten - und in ausgezeichneten zeitgenössischen Einbänden mit interessanter Pergamentmakulatur aus einer liturgischen Handschrift des 13. Jahrhunderts in schwarzer Gotica textura, teils mit schwarzen Interlinearneumen. Prachtvolles Exemplar mit interessanter Provenienz: aus der einstigen Bibliothek des Franziskanerklosters zu Graz mit deren kleinem Besitzstempel auf den Titeln: "Ad Conv: F. E. Min: Graecensium" sowie handschriftliche Besitzereinträge "Ad Conventu Graecensi Fr(atr)um. Mi(sericordiae)".

Schätzpreis
€ 5.000   (US$ 5.699)


Nachverkaufspreis
€ 3.000   (US$ 3.419)


Textus Biblie
cum glosa ordinaria Nicolai de Lyra postilla

Los 1060

Biblia latina. - Textus Biblie cum glosa ordinaria Nicolai de Lyra postilla moralitatibus eiusdem Pauli Burgensis additionibus Matthie Thoring replicis. Teil III (von 6). 439 fol., 1 nn. Bl. Mit 10 5-11zeiligen Fleuroné-Initiale sowie zahlreichen Lombarden und Kapitalstrichelung in Rot und Blau. 34 x 23,5 cm. Leder des 19. Jahrhunderts im Stil d. Z. (etwas berieben und mit Schabspuren) mit montierten zeitgenössischen Deckelbezügen mit Streicheisenlinien sowie Einzelstempeln mit Lilien- und Blütenmotiven und 2 intakten Messingschließen. (Basel, Johannes Froben und Heinrich Petri, 1506).

VD 16 B 2583. Adams B 985. – Teil III seines sechsbändigen Kommentars zu den Büchern des Alten und Neuen Testaments, editorisches Hauptwerk des Leonberger Humanisten Konrad Töritz (um 1465-1511). Enthält die Scholien zum Buch Hiob, den Psalmen, Sprichwörter Salomos, Kohelet, Hohelied, Weisheit Salomos und Jesus Sirach. – Titel mit Stempel der "Gymnasial-Bibliothek zu Koeln" (veräußerte Dublette) sowie zwei hs. Besitzeinträgen. Anfangs und am Schluss etwas wurmstichig, erste Blatt mit Braunfleck im unteren Rand, stellenweise mit schmalen Wasserrändchen, vereinzelte geringe Flecken. Blatt mv mit zeitgenössischer Marginalie im unteren Rand. Schöner und insgesamt sauberer, in seinem Erscheinungsbild noch ganz der Inkunabelzeit verpflichteter Druck mit dem umfließenden Kommentar Nicolaus de Lyras.

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.735)


Nachverkaufspreis
€ 1.600   (US$ 1.823)



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