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BASSENGE Kunst- und Buchauktionen

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Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Simon de Cassia
Beati et venerabilis

Los 1245

Simon de Cassia. Beati et venerabilis. Sacri ordinis eremitarum Aurelij Augustini, eximij et preclarissimi quondam professoris, de religione christiana. 14 nn., 469 (2 Bl. faksimiliert) num., 1 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit breiter Holzschnitt-Titelbordüre. 30 x 21 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (Rückdeckel mit fehlender oberer Ecke, etwas stärker berieben, leicht wurmstichig, ohne die beiden Schließen). (Basel, Adam Petri), 1517.

VD16 S 6529. Adams C 857. Hieronymus II, 176. – "Vorliegend der zweite Druck, nach der Strassburger Inkunabel; folgend Köln 1533 und 1540 ... Das fünfzehnbändige Hauptwerk ... des seligen Simone Fidati von Cascia im Umbrien ... entstanden 1338-47: im Spätmittelalter in zahlreichen Handschriften verbreitet" (Hieronymus). Mit Beiträgen von Andreas Cratander, Stephan Sutor, Benedictus Chelidonius. – Blätter 466 und 467 durch recht gute Faksimiles ersetzt. Titel mit hs. Anmerkung. Leich braunfleckig, mit Resten eines Griffregisters, selten gering wurmspurig. Ohne die fliegenden Vorsätze. Vorderer Innenspiegel mit zahlreichen Anmerkungen.

Schätzpreis
€ 500   (US$ 565)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 338)

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Surius, Laurentius
De probatis sanctorum historiis

Los 1248

Surius, Laurentius. De probatis sanctorum historiis. Mischausgabe. 7 Teile in 6 Bänden. Mit wiederholten Holzschnitt-Titelvignetten und 7 wiederholten blattgroßen Textholzschnitten sowie zahlreichen figürlichen Holzschnitt-Initialen. 33 x20,5 cm. Leder d. Z. (Gelenke teils angeplatzt, stärker berieben, gelegentlich beschabt, Kapitale und Kanten bestoßen, ohne die Schließen) mit späteren RSchildern. Köln, G. Calenius und Erben Quentel, 1570-1586.

VD16 S 10252, 10259-63. – Teil eins in erster, die Teile zwei bis sieben in zweiter Ausgabe. Die monumentale Hagiographie ist nach Monaten und Tagen geordnet und nach Wetzer-Welte "Surius' bedeutendstes Werk" (XI, 1000). Die wiederholten Holzschnitte mit einer allegorischen Darstellung der Kirche sowie einem Portrait des deutschen Kartäusermönchs, katholischen Hagiographen und Schriftstellers Laurentius Surius (1522-1578). – Titel verso und recto gestempelt. Etwas gebräunt, stellenweise feuchtrandig.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.694)


Nachverkaufspreis
€ 1.000   (US$ 1.130)

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Surius, Laurentius
De probatis sanctorum historiis

Los 1250

Surius, Laurentius. De probatis sanctorum historiis, partim ex tomis Aloysii Lipomani ..., partim etiam ex egregiis manuscriptis codicibus. 7 Bände. Mit 7 (wiederholten) Holzschnitt-Portraitmedaillons auf den Titeln, 2 wiederholten großen Blattholzschnitten (Bände I und II), 4 wiederholten Portrait-Textholzschnitten und zahlreichen Holzschnitt-Initialen. 31,5 x 19,5 cm. Moderne HLederbände mit goldgeprägtem RTitel. Köln, Gervinus Calenius und Erben Johann Quentell, 1576-1586.

VD 16 S 10258-10263. Adams S 2105. – Zweiter Druck der zuerst 1570 bis 1575 ebenda erschienenen monumentalen Hagiographie, das bedeutendste Werk des Kölner Kartäusermönchs und Kirchenhistorikers Laurentius Surius (um 1522/1523‒1578). Die wiederholten Holzschnitte zeigen eine allegorische Darstellung der Kirche sowie das Portrait von Surius im Mönchsgewand im Skriptorium. – Stellenweise etwas fleckig, Band I anfangs mit Wurmspuren in den weißen Rändern, Band III mit Wasserschaden im unteren Rand, Band VI anfangs mit größerem Braunfleck.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.355)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 903)

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Tacitus, Gaius Cornelius
Opera quae exstant

Los 1253

Tacitus, Gaius Cornelius. Opera quae exstant, a Iusto Lipsio postremum recensita ... 3 Teile in 1 Band. 8 Bl., 547 S., 16 Bl.; 36; 84 S., 7 Bl. Mit gestochener Druckermarke als Titelvignette, 4 weiteren Druckermarken in Holzschnitt sowie zahlreichen großen Holzschnitt-Initialen. Titel in Rot und Schwarz. 39,5 x 25 cm. Modernes Halbleder mit goldgeprägtem RSchild. Antwerpen, Plantin und Moretus, 1667-1668.

Schweiger II, 1002. Vgl. Brunet V, 634. – Die letzte der erstmals 1574 im selben Verlag erschienenen Tacitus-Ausgabe mit den wichtigen Kommentaren des bekannten niederländischen Philologen und Tacitus-Kenners Justus Lipsius (1547-1606). – Leicht gebräunt, gering braunfleckig. Vorsätze erneuert.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 203)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 135)

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Tertullian, Q. S. F.
Opera

Los 1254

Editio princeps
Tertullian, Q. S. F. Opera inter Latinos ecclesiae scriptores primi, sine quorum lectione nullum diem intermittebat olim divus Cyprianus per Beatum Rhenanum Seletstadiensem. 14 Bl., 615 S., 34 Bl. Mit szenischer Holzschnitt-Titelbordüre von Ambrosius Holbein, 2 weiteren szenischen Holz- bzw. Metallschnittbordüren von Jacques Faber nach Hans Holbein , 2 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken und zahlreichen figürlichen Holzschnitt-Initialen. 31,5 x 21 cm. Holzdeckelband d. Z. mit blindgeprägtem Schweinslederrücken (wurmstichig, etwas fleckig, 1 Ecke mit Abbruch, unteres Kapital etwas lädiert, mit 2 hs. Papierrückenschildern) mit 1 (statt 2) intakten Messingschließe. Basel, Johannes Froben, Juli 1521.

VD16 T 559. Adams T 405. STC Supplement 62. Hieronymus II, 375f. Dibdin I, 207f. Graesse VI/2, 69. – Von Beatus Rhenanus (1485-1547) herausgegebene Editio princeps der Werke Tertullians, "eine der bedeutendsten Herausgeber-Leistungen des Beatus Rhenanus bei Froben" (Hieronymus). Prachtvoll ausgestatteter Basler Druck, der Text fußt auf zwei Manuskripten, die Rhenanus in den Klöstern Peterlingen und Hirschau entdeckt hatte und erwarb. "The typographical execution of the volume is worthy of the press from which it issued. It is a book of uncommon occurence; and, as an editio princeps, should have a place in all libraries of of any critical pretension" (Dibdin). Die Titelbordüre von Ambrosius Holbein, die sogenannte Hofleben-Einfassung, wurde erstmals 1518 in den römischen Kaiserhistorikern verwendet und gilt "als eine der geistreichsten Schöpfungen von seiner Hand" (Butsch I, 52). Die aus vier Leisten zusammengesetzte Metallschnitt-Einfassung für den Widmungsbrief auf Blatt a2 zeigt Motive der Tantalos-Sage, in der vorliegenden Zusammenstellung wurde sie von Froben nur dieses eine Mal verwendet. "Das Blatt ist in der Architektur wie im Figürlichen gleich vorzüglich" (Butsch I, 48). Weitere Drucke erfolgten ebenda 1528, 1539, 1550 und 1562. – Innenspiegel mit Buchhändlerstempel des späten 19. Jahrhunderts. Vorsätze sowie erste und letzte Lagen etwas wurmstichig (geringer Buchstabenverlust). Etwas fleckig, anfangs und am schluss stellenweise etwas wasserrandig, mit einigen Unterstreichungen und wenigen Annotationen. Titel und Vorsatz mit Besitzvermerk (datiert: 1596) des biographisch kaum nachweisbaren, aus dem unterfränkischem Stembach stammenden Kanonikers Erasmus Schaiblin, der um 1600 im Würzburger Stift Haug wirkte und das Exemplar im Jahr 1613 dem Würzburger Jesuitenkolleg schenkte. Die dortigen Bibliothekare gaben das Exemplar dann weiter an die Klosterbrüder in Bremen (1654) und Minden (1668), jeweils mit enstprechendem Eintrag auf dem Titel.

Schätzpreis
€ 1.200   (US$ 1.355)


Nachverkaufspreis
€ 800   (US$ 903)

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Tertullian, Q. S. F.
Scripta, & plura quàm antè

Los 1255

Tertullian, Q. S. F. Scripta, & plura quàm antè, & diligentius per industriam bene literatorum aliquot, ad complures veteres è Gallicanis Germanicisque bibliothecis conquisitos recognita codices ... non omissis accuratis Beati Rhenani annotationibus. 6 Bl., 909 S., 30 Bl. mit 2 Holzschnitt-Druckermarken. 31,5 x 22 cm. Leder des 17. Jahrhunderts (stärker berieben und beschabt, Rücken alt erneuert) mit RSchild. Basel, Hieronymus Froben d. Ä. und Nikolaus Episcopius d. Ä., März 1550.

VD16 T 562. – Vierte Basler Ausgabe der Schriftensammlung des frühchristlichen, aus Karthago stammenden Theologen Tertulllian (nach 150-nach 220), der Erstdruck in der Bearbeitung von Beatus Rhenanus erschien ebenda 1521. – Innengelenke verstärkt, stellenweise im Bug mit Wasserrand. Titel etwas fleckig und im unteren Rand mit hs. Notizen.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 338)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 225)

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Theophylakt von Ohrid
In quatuor Evangelia enarrationes

Los 1258

Theophylakt von Ohrid. In quatuor Evangelia enarrationes, denuo recognitae. 8 nn., 221 nn., 1 nn. Bl. Mit breiter szenischer Holzschnitt-Bordüre auf dem Titel, vierteiliger ornamentaler und szenischer Textbordüre, 14zeiliger figürlicher Holzschnitt-Initiale und zahlreichen kleineren Hozlschnitt-Initialen, figürlicher Holzschnitt-Kopfvignette (signiert: "I.F") und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 30,5 x 20,5 cm. Blindgeprägtes Leder d. Z. über Holzdeckeln (Rücken neu, berieben und mit Kratz- und Schabspuren, Ecken teils abgeschabt) mit 4 Schließbeschlägen (ohne die Messingschließen und die 8 Messingbuckel). Basel, Andreas Cratander 1525.

VD16 B 4601. – Wohl der spätere von zwei Cratander-Drucken aus dem Jahr 1525, der für diese Ausgabe mit den beiden schönen Bordüren auf dem Titel und dem ersten Textblatt ausgestattet wurde (der Druck VD16 B 4600 ohne Bordüren). Der byzantinische Kleriker Theophylaktos wirkte im letzten Viertel des 11. Jahrhundert als Erzbischof im bulgarischen Ohrid. Sein für diese Ausgabe von Johannes Oekolampad (1482-1531) ins Lateinische übertragener Evangelienkommentar basiert ebenso wie seine exegetischen Studien zur Apostelgeschichte und zu den Paulusbriefen auf den Lehren von Johannes Chrysostomos und wurden insbesondere im 16. Jahrhundert vielfach, vor allem von Erasmus von Rotterdam, geschätzt. – Ohne die fl. Vorsätze, Innengelenke alt verstärkt, Spiegel mit Einträgen und montierten Textausschnitten. Titel mit gestrichenem altem Besitzeintrag, anfangs mit einigen Marginalien, stellenweise mit schmalem wasserrand. Blatt m5 mit kleinem geschlossenen Randausbruch, Blatt o6 mit Feuchtigkeitsfleck, Der Vordereckel mit dem oxidierten goldgeprägten Titel "Theophilactus Super Eva"

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.016)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 677)

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Thomas von Aquin
Catena aurea. Basel, Michael Wenssler, 1476

Los 1262

Thomas de Aquino. Catena aurea. 437 (von 438; ohne das letzte weiße) nn. Bl. 2 Spalten. 62 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 28,1 x 19,5 cm. Format: 38,9 x 28,2 cm. Mit einigen roten Lombarden und Initialspatien. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (Gelenke unauffällig restauriert, allenthalben mit Wurmlöchern gesprenkelt, fleckig, beschabt und berieben) über schweren Holzdeckeln mit 1 intakten Lederschließe mit 5 (statt 6) teils punzierten Messingbeschlägen. Basel, Michael Wenssler, 1476.

Hain 1332. GW 46089. Goff T-229. Proctor 7481. Pellechet 936. Borm 2589. Collijn 1025. Feigelmanas 409. Finger 910. Günther 394. Hartig 628. Kaufmann-Nabholz 168. Madsen 3886. Nentwig 29. Ohly-Sack 2669-2671. Rhodes 1705. Sack 3395. 3396. Schüling 798. BMC III, 723. BSB-Ink T-200. CIBN T-128. T-200. CIH 3231. IBE 5564. IBP 5243. IDL 4352. IGI 9516. ISTC it00229000. – Frühe Ausgabe, die vierte seit dem Erstdruck von Sweynheym und Pannartz in Rom aus dem Jahre 1470 (Hain-Copinger 1330. GW 46094. Goff T-225) von Thomas' Hauptwerk. Die Catena aurea ist eines der zentralen Werk des Thomas von Aquin (1225-1274), mit dem er einen außergewöhnlichen Kommentar zu den vier Evangelien zusammenstellt: "die Werke von als Autoritäten anerkannten Kirchenvätern und Kirchenschriftstellern durchforstete er mit Hilfe einer Anzahl von Sekretären auf markante Aussagen zum biblischen Text. Das gefundene Material verband er so geschickt, daß es - hätte er nicht stets seine Quelle offengelegt - wie die fortlaufende Auslegung eines einzigen Autors wirken konnte. Schon seine Zeitgenossen erkannten den Wert dieses Werkes, mit dem zu jedem Satz aus den Evangelien das Urteil der wichtigsten Kirchenväter eingeholt werden konnte; später erhielt es deswegen den Titel 'Goldene Kette' (Catena aurea)" (Marianne Schlosser im Online-Projekt "Catena aurea").
Der Druck des Baslers Michael Wenssler gehört zu den wichtigsten seiner Werkstatt, zusammen mit Berthold Ruppel und Bernhard Richel gehörte Wenssler zu den frühesten Druckern in Basel. Er kam aus Straßburg und hatte an der Basler Universität studiert, wo er 1462 matrikulierte, erste Druckwerke stammen aus dem Jahre 1472 (vgl. BMC III, S. 717, nicht bei Benzig, Drucker). – Erstes weißes Blatt mit Besitzvermerken (vgl. die unten erwähnte Provenienz, kleiner blauer Buntstiftnummer, ebenso wie die ersten Blätter etwas wurmstichig und mit kleinen Löchlein, angestaubt und angeschmutzt, radierter Stempel, letztes Blatt mit restauriertem Einriss, sonst nur unbedeutende Papierschäden und nur ganz vereinzelt Wurmgänge, gedruckt auf besonders festem, schweren Papier, bemerkenswert breitrandig.
Es fehlt lediglich das letzte weiße Blatt (&6), das erste weiße (a1) mit einer interessanten handschriftlichen Titelei („Apiarium patrium in quatuor evangelistas. Hoc est explicatio quatuor S. Evangelistarum ex patribus à D. Thoma theologo et scholastico acutissimo singulari judicio & diligentia collecta etcetera" und Besitzvermerk in weißer Schrift über einer schwarzen Tabula mit Beschlagwerkornament. Demnach gehörte der Band einer Veronica Sturm, die es am 3. Januar 1566 Elias Kyber von Gengenbach überreichte: „Ex liberalitate et munificentia nobilissimae ac vicentissimae matronae Veronicae Sturmiae sum Elias Kyberj Gengenbacensis 1566 3. Januarij". Auf dem vorderen Innendeckel das runde, bis auf den Lorbeerkranz ausgeschnittene Holzschnitt-Exlibris „Elias Kyberus Gengenbacensis", der es an einen Samuel Ammianus von Schaffhausen verkaufte. Dieser wiederum schenkte das kostbare Buch einem Johann Heinrich Kohlmann ("Johannes Henricus Colmannus"), dem Pastor von Oberhochstadt bei Strassburg, datiert in den April 1574 in der genannten weißen Schrift auf schwarzer Kartusche. Innenspiegel zudem mit Exlibris der Amsterdamer Ritman Library (Bibliotheca Philosophica Hermetica). Der überaus mächtige zeitgenössische Einband ist sehr individuell blindgeprägt: mit alternierenden einfachen, doppelten und breiten Rillen-Fileten und kleinen Lilienstempeln im Quadrat sowie Schriftbandstempelchen (wohl mit Marienmonogramm), wobei die Fileten zu spitzeckigen Rautenornamenten auf den Mittelspiegeln in rechteckigen Filetenkästen zusammengesetzt sind.

Schätzpreis
€ 9.000   (US$ 10.169)


Nachverkaufspreis
€ 6.000   (US$ 6.779)

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Thomas von Aquin
Tertia pars summe theologie

Los 1266

Thomas von Aquin. Summa theologiae. "Tertia pars summe theologie". Band III von 3. 175 (statt 176; ohne das le. w.) nn. Bl. 2 Spalten. 62 Zeilen. Got.Typ. Schriftraum: 23,1 x 14,5 cm. Format: 30,2 x 21,6 cm. Mit Initialspatien. Schweinsleder d. Z. (Rücken mit kleiner Fehlstelle, unteres Kapital mit Einrissen, Deckel stärker berieben und beschabt, stark feuchtrandig und mit Fehlstellen im Leder) über Holzdeckeln mit hs. Rückentitel, Flechtwerkornament im Mittelregister und einer Akanthusguillochrolle. Nürnberg, Anton Koberger, 15. I. 1496.

Hain-Copinger 1436. Hain 1457. Copinger 566. GW 46440. Goff T-196. Proctor 2102. Pellechet 1035. Günther 2081. Hummel-Wilhelmi 592. 593. Madsen 3924. 3925. Nentwig 40. Ohly-Sack 2739-2742. Sack 3442. BMC II, 441. BSB-Ink T-280. CIBN T-168. IDL 4390. IBE 5622. IGI 9605. ISTC it00196000. – Dritte Ausgabe, die erste bei Koberger in Nürnberg erschienene. Die erste Ausgabe hatte Michael Wenssler 1485 in Basel veröffentlicht. Thomas von Aquin (1225-1274) gehörte zu den Hauptvertretern der Scholastik. Er berichtet in seiner dreiteiligen "Summa theologiae", die er in den Jahren 1265 bis 1273 verfasste, von der Christologie und den Sakramenten. Die vorliegende "Tertia pars", die Thomas nicht mehr selbst vollendete, wurde von seinen Schülern als "Supplementum" fortgeführt und stellt eine Forsetzung der vorherigen Themen dar. Des Weiteren werden darin die Priesterweihe, die Ehe, der Tod, das Weltenende, die Auferstehung, das Jüngste Gericht behandelt.
Die Koberger-Ausgabe der "Summa" des Thomas von Aquin gliedert sich in insgesamt vier Teile, Bände I,1, I,2, II und III. Hier ist der vollständige vierte Band mit der "Tertia pars" vorhanden. – Vorsätze um 1900 erneuert, das erste Blatt mit Fehlstelle, zu einem Drittel alt überklebt und mit angesetztem rechten Steg aus derselben Zeit, zeitgenössischer Besitzvermerk auf dem Titel "F Johannes ...". Wenige Blätter im Seitenrand hinterlegt. Selten leicht feuchtrandig, nur gegen Ende stellenweise gering stock- und fingerfleckig, insgesamt ein bis auf das fehlende weiße Schlussblatt durchgehend gut erhaltenes, sehr schönes Exemplar in zeitgenössischem Einband.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.824)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.355)

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Thomas von Aquin
Super epistolas Sancti Pauli commentaria

Los 1268

Thomas von Aquin. Super epistolas Sancti Pauli commentaria preclarissima. Cum tabula. et numeris. ac quamplurimis concordantiis nuper additis. 12 Bl., 261 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss, 12zeiliger Holzschnitt-Portraitinitiale sowie zahlreichen weiteren Holzschnitt-Initialen. 30,5 x 21 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; ohne die Schließen) mit goldgeprägtem RSchild. Venedig, Filippo Pinzi für Giuntino Giunta, 7. März 1510.

EDIT 16 CNCE 34914. Adams A 1484. Vgl. Graesse VI/2 136. Nicht im STC. – Sehr seltener zweispaltiger Giuntadruck seines exegetischen Kommentars zu den Paulusbriefen. – Titel etwas fleckig sowie mit drei hs. alten Besitzeinträgen, darunter einer aus dem Zisterzienserkloster Salem. Erste Blatt in der rechten unteren Ecke fingerfleckig, unten fast durchgehend mit zumeist verblasstem Wasserrand, das Schlussblatt mit der Druckermarke im unteren Bug durch Wurmfraß leicht lädiert. Sonst nur ganz vereinzelte Flecken und insgesamt sauber. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar des für die Bibelexegese bedeutenden und über Jahrhunderte rezipierten Kommentars, durchgehend in rotbrauner Tinte regliert. Innenspiegel mit montiertem englischem Adelsexlibris.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.016)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 677)

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