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Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Los 1169 Johannes Chrysostomos
Opera Band II, Venedig 1503
(Verfügbarkeit erfragen)
1169) » größer

In einem Paderborner Einband des Klosters Abdinghof
Johannes Chrysostomos. (Opera Band II). 3 Teile in 1 Band. 16 nn., 184 num.; 117 num., 1 w.; 168 (recte 169) num. Bl. Mit zahlreichen, teils figürlichen Initialen in Holz- und Metallschnitt, Druck teils in Rot, mit durchgehender Kapitalstrichelung und Alinea-Zeichen in Rot. 31,4 x 21 cm. Reich blindgeprägtes, geglättetes, dunkelbraunes Kalbsleder d. Z. (nur minimal beschabt und etwas bestoßen mit winzigen Eckläsuren im Bezug, der Rücken komplett erneuert) über schweren, an den Kanten abgefasten Holzdeckeln mit 5 Messingbuckeln auf dem Rückdeckel und 4 Messing-Schließbeschlägen (Schließbügel fehlen). (Venedig, Bernhard Stagninus und Gregor de Gregoriis, 1503).

Graesse II, 151. Panzer VIII, 358. Nicht bei Adams (verzeichnet den frühesten Druck der Offizin für das Jahr 1505). – Zweiter Band der sehr seltenen ersten Gesamtausgabe der Werke des Heiligen Johannes Chrysostomos. Enthalten sind im ersten Teil die Homilien auf das Matthäusevangelium, im zweiten Teil auf das Johannesevangelium und im dritten Teil zu den Paulusbriefen sowie seine Schrift gegen die Kritiker des monastischen Lebens. Das Inhaltsverzeichnis auf dem ersten Blatt gibt die genaue Anzahl der Homilien an: "Que in secundo volumine continentur. Super Mattheum Homiliae 81. Super Ioannem Homiliae 87. De laudibus Pauli Homiliae 8. In epistolam ad Titum Homiliae 6. Ad haebreos Homiliae 34. Ad thimotheum Homiliae 28. Adversus vituperatores vitae monasticae libri 3." Neben den im Inhaltsverzeichnis genannten Predigten zu den Episteln an Timotheus, Titus und an die Hebräer enthält der Druck vier Homilien zu den Briefen an Philemon.
Johannes Chrysostomos (349/349-407) war Erzbischof von Konstantinopel und gilt neben Gregor von Nazianz, Basilius dem Großen und Athanasius von Alexandria als einer der vier großen Kirchenlehrer des östlichen Christentums. Wegen seines sehr lebensnahen und sozialen Predigtstils, der sich besonders in seinen Homilien zeigt, wurde ihm später der Beiname Chrysostomos ("Goldmund") gegeben. Den einzigen konkreten Hinweis auf den Drucker bildet das mit einem griechischen Kreuz und den Initialen "Z. G." (Zorzo de Gregoriis) versehene Verlagssignet nach dem Index. – Blatt r1 mit großem, teils mit Papierstreifen unfachmännisch restauriertem Riss (ohne Textverlust). Blatt Hh2 mit rasiertem Wachsfleck (das Papier dort sehr dünn). In der unteren Ecke fast durchgehend mit größerem, teils etwas stärkerem, überwiegend aber sehr schwachem Wasserrand. Erste Blätter etwas fingerfleckig, mit einigen Wurmlöchern im unteren Rand, kleinem Wurmgang in der oberen Ecke sowie Braunfleck im unteren Bug. Sonst nur vereinzelt gering fleckig. Erstes Blatt (Inhaltsverzeichnis) zweifach gestempelt (ein Stempel mit schwarzer Tusche getilgt) sowie unschön gestrichenem Besitzeintrag. Mit einigen zeitgenössischen Unterstreichungen und Annotationen in Sepia. Einige Texblätter mit modernem Bibliotheksstempel im unteren Rand. Innenspiegel mit modernem montiertem Exlibris, gestempelt und mit zwei montierten Papierschildchen

Wohlerhaltenes Exemplar dieses schönen und auf festem Papier hergestellten Drucks in einem prächtigen, noch ganz im Stil der Inkunabelzeit gehaltenen Kalbslederband mit reicher Blindprägung: die in Dreier- und Fünferfileten aufgeteilten Deckel zeigen in den Mittelteilen rautenförmige ornamentale Felder, die umgeben sind von zahlreichen floralen und figürlichen Rauten- und Medaillonstempeln, die eine Mondsichelmadonna, das Apostelpaar Petrus und Paulus im Doppelrund (133, 63a) mit ihren Attributen Schlüssel und Schwert, einen Bischof sowie Einhörner (Schunke 92, 58-58a), Hirsche sowie eine große, spitze Raute mit einer Mopndsichelmadonna, mehreren Blumenstempeln und Rosetten zeigen. Demnach ist der Band der Werkstatt des Benediktinerklosters der Abdinghofkirche von Peter und Paul bei Paderborn zuzuordnen.

"Ein vortrefflicher Stempelschneider in der Stadt entsprach [dem] Verlangen nach bildhaften Gestalten und schuf, angeregt von der Kunst der Eisengießhütten im Land, zahlreiche talergroße Figuren-Stempel, die kleine Kunstwerke in ihrer Art, den Einbänden in Paderborn und in den umliegenden Klöstern ihr besondres religiöses, 'heiligmäßiges' Ansehen gegeben haben. Sie zeigen in der Mitte die Standfiguren im spitzzulaufenden rhombischen Schnitt ... das springende Einhorn in weit ausholendem Rund, dazu das Doppelbildnis von Petrus und Paulus, das als Supralibros auf den Einbänden bestätigt, daß 'iste liber monasterii Sctor. Petri et Pauli in Abdinghof', dieses Buch dem Peter-Pauls-Kloster in Abdinghof in Paderborn zugehörig sei" (Rabenau-Schunke 213f.).

Schätzpreis
€ 2.400   (US$ 2.711)


Nachverkaufspreis
(Verfügbarkeit erfragen!)
€ 1.300

(US$ 1.468)
(GBP 1.157)
(CHF 1.456)


Los 1169 Johannes Chrysostomos
Opera Band II, Venedig 1503
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