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Los 1065 Biblia germanica
Biblia Das ist: Die gantze heilige Schrifft: D...
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Biblia germanica. - Biblia Das ist: Die gantze heilige Schrifft: Deutsch. Doct Mart. Luth. 6 nn, 344, 382 num. Bl. Mit whdl. Holzschnitt-Titelbordüre und 173 (1 ganzseitige) Textholzschnitten von Georg Lemberger und Hans Brosamer. Titel in Rot und Schwarz. 36 x 24 cm. Blindgeprägtes Schweinsleder d. 17. Jh. (oberes Kapital mit Fehlstelle und Einriss am oberen Gelenk, unteres Kapital mit leichten Wurmspuren, stärker gebräunt) über massiven abgefasten Holzdeckeln mit 3 (von 8) punzierten Eckbeschlägen mit Buckeln (ohne die Schließen), monogrammiert und datiert "WVVL 1676" auf dem Vorderdeckel, "MCVL" und "GVM" auf dem hinteren Deckel. Wittenberg, Hans Lufft, 1555.

VD16 B 2738. Strohm E 389. Schmidt, Lutherbibel, 223-234. – Spätere Ausgabe der seit 1534 von Hans Lufft (1495-1584) mehrfach gedruckten Lutherbibel. Die "Foliobibel mit den Holzschnitten zum Alten Testament von Georg Lemberger, denselben, die Hans Lufft zu seiner Ausgabe zu 1540 verwendet, und die Luther für seine Ausgabe letzte Hand von 1545 abgelehnt hatte ... Nun hatte Georg Lemberger in der Folge seiner Bibelbilder die Propheten und die Offenbarung Johannes nicht illustriert, wohl aber Hans Brosamer. Dieser hatte sich mit seinen Prophetenbildern ganz an die prächtigen, Luthers Geist entsprechenden Propheten der Ausgaben von 1534 und 1545 angeschlossen ... Brosamers Bilder zur Offenbarung [stehen] denjenigen der ersten Lutherbibeln kaum nach" (Schmidt). – Innengelenke gebrochen, erstes Titelblatt mit hinterlegten Randausrissen (nahezu ohne Darstellungsverlust), das erste nummerierte Blatt mit großem hinterlegten Randausriss (mit Textverlust) und Filmklebung über die Mitte, sonst vereinzelte kleinere hinterlegte Randausrisse, oben und unten durchgängig feuchtrandig, leicht gebräunt braun- und fingerfleckig. Vorderer fliegender Vorsatz mit einigen Hinterlegungen sowie hs. Annotationen.
Das Exemplar stammt aus dem Besitz des Bildhauers Hans Philipp Langenhan (1631-1689), der es offenbar noch zu Lebzeiten an seine Nachfahren verschenkte, die das Buch 1676 neu binden ließen. Beiliegen: ein Einlegeblatt mit Teilen der Familienchronik des Bildhauers Langenhan, der das Buch 1659 erwarb. Unter dem Erwerbungsvermerk folgen Einträge über seine Hochzeit am 27. September 1652 und die Geburt einiger Söhne und Töchter, die früh verstarben. Am unteren Rand mit einer gezeichneten Kartusche in der Art eines Epithaphs (mit Totenschädel) für die Tochter Cordula (1654-1665). Langenhan hat vor allem Brunnen in Coburg und Kronach sowie Bildhauerarbeiten an der Veste Coburg geschaffen. Bislang waren nur wenige biografische Daten zu dem Künstler bekannt (zusammengefasst bei Sitzmann, Künstler und Kunsthandwerk in Ostfranken). Das Blatt mit Ausbrüchen durch Tintenfraß, alt aufgezogen.

Schätzpreis
€ 4.500   (US$ 4.950)


Zuschlag
€ 3.000
(US$ 3.300)
(GBP 2.610)
(CHF 3.150)


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