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Los 1002 Albertus Magnus
Compendium theologicae veritatis + Gritsch Quad...
Verkauft
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Albertus Magnus. Compendium theologicae veritatis. Mit Tabula von Thomas Dorniberg. 144 nn. Bl. (1, 14, 15 und 144 w.), pag. i-cxxix (mit zahlreiche Paginationsfehlern). 41 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 20,3 x 12,9 cm. Format: 30 x 21 cm. Mit zahlreichen roten Lombarden und durchgehender Rubrizierung. Reich blindgeprägtes braunschwarzes Kalbsleder d. Z. (mit kleinen Ausbrüchen und Fehlstellen im Bezug, ohne den Rücken, sorgfältig restauriert und neu aufgebunden) über schweren Holzdeckeln mit 10 Messing-Zylinderbuckeln, 8 Kantenbeschlägen aus gehämmertem, genagelten Messing und 4 massiven geschmiedeten Messing-Schließbeschlägen (ohne die Schließbügel). Strassburg, Martin Schott, zwischen 1481-1483.

Hain-Copinger 435. GW 602. Goff A-237. Proctor 392. Pellechet 275. Bodleian A-108. Borm 35. Collijn 19. Günther 2980. Hubay Augsburg 45. Madsen 57. Oates 165. Ohly-Sack 33. Rozsondai 471. Sack 66. 67. Sallander 2022. Schlechter-Ries 951. Sheehan A-105. Walsh 143. 144. BMC I, 93. BSB-Ink H-401. UBL-Ink H-162. CIBN A-141. CBB 2013. CIH 84. IBE 188. IBP 139. IDL 122. ISTC ia00237000. – Erster Straßburger Druck des seit 1470 häufig aufgelegten Werkes, eines der frühesten Drucke aus der Offizin des Martin Schott, der am 22. November 1499 starb und dessen erstes Druckwerk auf den 4. Oktober 1481 gefallen war. Das vorliegende "Compendium theologicae veritatis" ist laut den neuesten Forschungen nach 1481, jedoch sicherlich nicht später als 1483 zu datieren (vgl. Einträge im GW-online). Es wird zumeist dem großen Kölner Kirchenlehrer Albertus Magnus (1200-1280) zugeschrieben, stammt jedoch wahrscheinlich aus der Feder dessen Schülers Hugo Ripelin von Strassburg (1205-1270), eines aus dem Elsass stammenden Dominikanertheologen. Wie Albertus selbst wurde Ripelin damit zu einem der Wegbereiter des christlich interpretierten Aristotelismus im hohen Mittelalter. Mit dem "Compendium" legt er einen Grundriss der scholastischen Theologie vor, der bis in die frühe Neuzeit hinein zu den am häufigsten abgeschriebenen und ab 1470 dann auch vielfach gedruckten Werken der scholastisch-theologischen Lehre gehört. – Erstes weißes Blatt recto mit älterem Tinteneintrag und jüngstem Bleistifteintrag, ein weiße Blatt (Blatt 15) mit Einriss und Säurespur sowie zeitgenössischem Tinteneintrag, ein Blatt mit kleinem Eckabriss, nur ganz leicht fingerfleckig, kaum gebräunt oder gebraucht, vereinzelt interessante zeitgenössische Einträge (auch im Beiband) insgesamt sehr sauber und schön, ein bemerkenswert breitrandiges und sehr sorgfältig rubriziertes Exemplar.
Der zeitgenössische Einband ist mit Vierfachfileten auf dem Deckeln in einen äußeren Rand und in einen inneren, mit Rauten geteilten Spiegel gegliedert und mit zahlreichen floral-ornamentalen Stempeln verziert, die möglicherweise auf eine westfälische Werkstatt hindeuten (vgl. Schunke, 116, 38). – Beigebunden: Conradus Gritsch. Quadragesimale. Titel. 266 nn (e. und le. w.). 2 Spalten. 49 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 22,8 x 14 cm. Mit 11-zeiliger Zierinitiale in Rot und mit grauem Federwerk, zahlreichen roten Lombarden und durchgehender Rubrizierung. Strassburg und Basel, Drucker des Palude, Drucker der Vitas patrum und Michael Wenssler, 5.II.1484. - Hain-Copinger 8070. GW 11549. Goff G-500. Proctor 420. Pellechet 5449. Bolchert 51. Borm 1216. Collijn 650. Finger 483. 484. Hubay 997. Marx 52. Sack 1673. BMC I, 98 und III, 729. BSB-Ink G-401. CBB 1752. CIH 1519. IBE 2735. IBP 2554. IDL 2114. ISTC ig00500000. - Die zweite Straßburger Ausgabe, die erste bei Michael Wenssler. "Zur Druckerbestimmung vgl. Scholderer, Victor: Fifty essays in fifteenth- and sixteenth-century bibliography. Amsterdam 1966 S. 51-53. Einzelne Blätter der ersten Lage d. Tab, auch abweichend in den Typen des Druckers des Palude..." (GW Anm.). Das Quadragesimale, eine umfangreiche Sammlung von Fastenpredigten des damals höchst populären Jesuitenpredigers Conrad Gritsch (auch Grütsch), war erstmals 1475 in Ulm bei Zainer erschienen und erfuhr allein bis 1500 fünfzehn Folgeauflagen. Der Terminus "Quadragesimale" kommt von dem während der 40tägigen Fastenzeit von Aschermittwoch bis Karsamstag im Chor der mittelalterlichen Kirchen hängenden Fastentuch, dem "velum quadragesimale", das ein Symbol für den Vorhang des Salomonischen Tempels war. - Kaum fleckig, sehr schönes Exemplar auf breitrandigem, bemerkenswert kräftigem Papier.

Schätzpreis
€ 7.000   (US$ 7.979)


Zuschlag
€ 4.000
(US$ 4.560)
(GBP 3.440)
(CHF 4.560)


Los 1002 Albertus Magnus
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