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Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Thomas von Aquin
Scriptum Divi Thomae Aquinatis

Los 1273

Thomas von Aquin. Scriptum Divi Thomae Aquinatis doctoris angelici, in quatuor libros sententiarum magistri Petri Lombardi. 4 Teile in 2 Bänden. 32,5 x 22 cm. Pergament d. 18. Jahrhunderts (Rücken des ersten Bandes restauriert, leicht berieben und fleckig, ohne die Schließbänder). Venedig, Erben Hieronymus Scotus, 1586.

Adams A 1454. Graesse VI/2, 139. Nicht im STC. – Spätere Ausgabe. Die "Sententiae" sind das Hauptwerk des Petrus Lombardus, hier mit den Kommentaren des Thomas von Aquin. Die Kommentierung der Sentenzen wurde seit dem 13. Jahrhundert zu einem festen Bestandteil des theologischen Magisterstudiums. – Leicht gebräunt und gering stockfleckig.

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)


Thomas von Aquin
Opuscula omnia

Los 1274

Thomas von Aquin. Opuscula omnia. Quibus adiunximus opusculum de eruditione princips, antehac nunquam impressum. 778 (von 779) S. Mit 1 (von 2) Holzschnitt-Druckermarke und 3 schematischen Textholzschnitten. 31,5 x 21 cm. Pergament d. Z. (etwas stärker berieben und etwas fleckig) mit hs. RTitel. Venedig, Erben Hieronymus Scotus, 1587.

Edit 16, CNCE 48132. Nicht bei Adams und im STC. – Die Druckermarke auf dem Titel mit angesetzter Fehlstelle. Schöner zweispaltiger Antiqua-Druck mit Holzschnitt-Initialen. – Es fehlt das letzte Blatt.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 170)


Thomas von Aquin
Summa contra gentiles

Los 1275

Thomas von Aquin. Summa contra gentiles. 2 Bände. 16 Bl., 334 S.; S. 335-779. Mit großer Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel. 32 x 21 cm. Pergament d. Z. (leicht berieben und angestaubt, ohne die Schließbänder) mit hs. RTitel. Lyon, Peter Landry, 1587.

Adams A 1422. Baudrier V, 322. – Mit dem monumentalen Kommentar des Franciscus Sylvester, das Hauptwerk des italienischen Theologen. Die "Summa contra gentiles" wurde im Auftrag des Hl. Raymond von Pennaforte 1261-64 in Rom verfasst, der damit eine philosophische Begründung und Verteidigung des christlichen Glaubens zur Hand haben wollte, um sich in Disputen gegen die Juden und Mohammedaner in Spanien zu wehren: Thomas "will, wie er einleitend sagt, die Wahrheit, die der Glaube bekennt, aufweisen und zugleich den Irrtum, der ihr widerspricht, ausschließen. Für die Diskussion mit dem Gegner empfiehlt Thomas, auf die gemeinsame Basis zu achten, von der aus wir uns mit ihm auseinandersetzen können. Das ist für das Gespräch mit den Juden das Alte Testament, mit anders denkenden Christen die ganze Bibel. Wenn wir mit Mohammedanern disputieren, müssen wir auf die natürliche Vernunft zurückgreifen ... Die Gedanken des Werkes mögen in vielen Einzelheiten überholt sein, das Anliegen, den Glauben gegen Einwände zu verteidigen und die Offenbarung als glaubwürdig zu erweisen, stellt sich auch noch der heutigen Theologie" (Kindler 16, 537). – Titel mit gestrichenen hs. Anmerkungen und kleinen Fehlstellen im rechten Seitenrand. Im Bug durchgehend, sonst stellenweise etwas feuchtrandig. Leicht, stellenweise etwas gebräunt und braunfleckig.

Schätzpreis
€ 450   (US$ 513)


Nachverkaufspreis
€ 300   (US$ 341)


Thomas von Aquin
Summa totius Theologiae

Los 1276

Thomas von Aquin. Summa totius theologiae. Editio novissima. 6 Teile in 1 Band. Mit 5 Titelholzschnitten. 38,5 x 24 cm. Blindgepr. Pergamentband d. Z. (etwas fleckig; bestoßen; ohne die Schließbänder) mit handschriftl. RTitel. Köln, A. Hierat, 1604.

VD17 23:268497Z.
– Zweispaltiger Druck. – Gleichmäßig gebräunt; teils mit schwachem Wasserrand; die ersten Bl. mit Wurmspuren; Titel mit Besitzvermerk ("Societatis Jesu Landsperger A. 1620"). Die einzelnen Teile mit nur noch fragmentarisch vorhandenen Randstücken aus Leder gekennzeichnet.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 200   (US$ 227)


Thomas von Aquin
Summa theologica

Los 1277

Thomas von Aquin. Summa theologica. Post Lovaniensium atque duacensium Theologorum insignem operam. 4 Teile in 1 Band. Titel von Teil I in Schwarz und Rot. Mit 4 wiederholten Holzschnitt-Druckermarken. 35 x 23,5 cm. Kalbleder d. Z. (stärker berieben und beschabt, Kapitale bestoßen) mit RSchild. Lyon, Deville, 1730.

Zweispaltige Lyoneser Ausgabe. – Braun- und stockfleckig. Titel mit japanischem Exlibrisstempel.

Schätzpreis
€ 180   (US$ 205)


Nachverkaufspreis
€ 120   (US$ 136)


Trommius, Abraham
Concordantiae graecae

Los 1278

Trommius, Abraham. Concordantiae graecae versionis vulgo dictae LXX interpretum. 2 Bände. 9 Bl., 1008 S.; 2 Bl., 716, 134 S., 2 Bl., 70 S., 1 w. Bl., XXXVI S. 31 x 20 cm. Pergament d. Z. (Gelenke teils angeplatzt, etwas berieben, Rücken etwas knickspurig). Amsterdam und Utrecht, Societatis (Wetsteiniana), 1618.

Herzog-Hauck X, 698. LThK II, 288. – Erste Ausgabe und zugleich die erste vollständige Konkordanz zur Septuaginta. Für fast zwei Jahrhunderte das einzige derartige Werk für das griechische Alte Testament, zusammengetragen von dem niederländischen Prediger und Theologen Abraham Trommius (1633-1719). "Am Schluss giebt er ein hebräisch-chaldäisches Wörterbuch zur Hexapla des Origines aus Montfaucon, bearbeitet von Lambert Bos, und eine von Lambert Bos besorgte Vergleichung der Kapitel und Verse in der Sixtino-Vatikanischen Ausgabe des LXX-Textes mit denen in der Frankfurter Ausgabe vom Jahre 1597" (Herzog-Hauck). – Gering gebräunt und selten braunfleckig, wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Nachverkaufspreis
€ 150   (US$ 170)


Vergilius Maro, Publius
Opera, quae audem extant, omnia.

Los 1279

Vergilius Maro, Publius. Opera, quae audem extant, omnia. 12 Bl., 2174 Sp., 23 (statt 24 Bl.). Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel (ohne die am Schluss) und einigen figürlichen Initialen. 30,6 x 20 cm. Marmoriertes Kalbsleder um 1700 (gering beschabt, leicht bestoßen) mit goldgeprägtem RSchild und reicher RVergoldung sowie marmoriertem Schnitt. Basel, Henricpetri, März 1575.

VD16 V 1377. Adams V, 507. Schweiger II, 1164. – Umfangreiche Kompaktausgabe der Werke des Vergil (70 -19 v. Chr.) in einem einzigen Band und in noch sehr gut lesbarer Typographie, erschlossen durch ein umfangreiches Stichwortregister mit über 7000 Einträgen in jeweils 4 Spalten auf 44 Seiten. – Es fehlt das letzte Blatt mit der Holzschnitt-Druckermarke (Bbbb10). Titel mit kleinem Namenszug, leicht gebräunt, mit blassen Wasserrändern, nur wenige winzige Läsuren und Tintenflecke, dekorativ gebunden.

Schätzpreis
€ 300   (US$ 341)


Zuschlag
€ 800 (US$ 911)


Vincentius Bellovacensis
Speculum historiale

Los 1280

Vincentius Bellovacensis. Speculum historiale. 3 Bände. 336 (statt 338); 331; 372 nn. Bl. 2 Spalten. 52 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 26,8 x 18,9-19,1 cm. Format: ca. 40 x 28,5 cm. Mit Hunderten von roten Lombarden, Alinea und durchgehend rubriziert. Reich blindgeprägte braune Kalbslederbände (einer leicht abweichend, Leder brüchig, zwei Bände mit ausgerissenen Kapitalen, Fehlstellen, Kratzern und Bestoßungen, sorgfältig alt restauriert) über abgefasten, schweren Holzdeckeln, mit 1 (von 3) RSchildern des 18. Jahrhunderts und 2 (statt 3) geweißten unteren Kapitalen mit alter Signatur (ohne die Schließen, teils Ecken- und Lederbezug ergänzt). Augsburg, Sankt Ulrich und Afra, 1474.

Copinger 6247. GW 50570. Goff V-284. Proctor 1639. Pellechet 11558. Bodleian V-134. Collijn 1099. Ernst II/3 116. Hubay 2112. Madsen 4159. Oates 904-907. Ohly-Sack 2964. 2965. Raffel 500. 501. Rhodes 1814. Sack 3673. Sallander 2000. Schlechter-Ries 1797. Walsh 553. Wilhelmi 614. BMC II, 339. BSB-Ink V-203. CIBN V-188. CBB 3942. CIH 3492. IBP 5648. IDL 4649. IGI 10314. iv00284000. – Dritter Inkunabeldruck des "Speculum historiale", des "Großen Historienspiegels", der ersten historischen Enzyklopädie des Mittelalters. Autor ist der französische Dominikaner, Historiker, Gelehrte und Scholast Vinzenz von Beauvais (latinisiert Vincentius Bellovacensis; 1184-1264), der unter König Ludwig IX. die Stelle des Kaplans und Bibliothekars inne hatte und zu den fruchtbarsten Kirchenschriftstellern seiner Zeit gehörte.

"Cet écrivain, si souvent cité, a été longtemps célèbre; cependant on ne sait presque rien de sa vie. C'est par fausse conjecture qu'on l'a fait évêque de Beauvais: il n'a jamais quitté son ordre, et n'a jamais été évêque, ni de Beauvais ni d'aucun autre lieu ... Le principal ouvrage de Vincent, intitulé, dans les manuscrits, 'Bibliotheca mundi, Speculum majus, Speculum triplex' a été souvent imprimé ... Des trois parties qui le composent, une seule, le 'Speculum historiale' a été traduite en français par Jean du Vignay" (Hoefer XL, 236f.).

Der Druck stammt auf der Offizin des Augsburger Benediktinerklosters St. Ulrich und Afra, deren erste Drucke aus dem Jahr 1472/73 datieren: "Information as to the printing done at this monastery largely depends on a contemporary chronicle written by one of the monks, Wilhelm Wittwer ... The making of presses occupied about a year, and the Abbot seems then to have caused to be printed the Speculum humanae salvationis (completed before the end of 1473), in Günther Zainer's type 2 ... and the Speculum Historiale of S. Vincent de Beauvais in Anton Sorg's type 1. This last is dated 1474, and on the other hand we know from Wittwer that it was unfinished at the time of the Abbot's death on 30 January of that year" (BMC II, 338).

Interessant sind auch in dem - mit allen drei Bänden selten so kompletten - Werk des "Speculum historiale" die zahlreichen Exkurse in die Wissenschaft, vor allem in die Alchemie, für die Vincentius über 350 Autoren als Quellen heranzog, die er teilweise zitiert, angefangen bei den antiken griechischen wie Platus und Plinius bis hin zu den großen Kirchenvätern und den Scholastikern des Hochmittelalters. Geoffrey Chaucer diente das Werk als reichhaltige Quelle zu seinen "Canterbury Tales". Sein Gesamtwerk des "Speculum maius" unterzog Vincentius mehrfachen Überarbeitungen in den Jahren 1240 bis zu seinem Tode, woraus die gültige Endfassung hervorging, in drei Teile gegliedert: "Speculum naturale", "Speculum doctrinale" und "Speculum historiale" (vorliegend). – Dem ersten Band fehlen zwei Blätter (Doppelblatt E7-8), sonst mit allen weißen Blättern vollständig. Der erste Band gegen Schluss etwas feuchtrandig zum Schnitt hin, sonst fast durchgehend sauber und fleckenfrei. Der zweite Band etwas wurmstichig, die ersten und letzten Lagen gebräunt und mit Eckausbesserungen, älteren Marginalien und vereinzelnten Feuchtflecken, zwei Blätter (i9-10) am Längsrand beschnitten, Blatt p3r mit einer kleinen Zeichnung des heiligen Hieronymus am oberen Rand. Blatt a1r gestempelt, der vordere Spiegel mit Besitzvermerk und gestochenem Exlibris "Fundationis Baldavficae" der Stiftung des Florian Waldauf Ritter von Waldenstein (ca. 1450-1510).

Zur Provenienzgeschichte vergleiche die Online-Einträge der Bibliothek Göttingen (fabian.sub.uni-goettingen.de). Der dritte Band ist in nahezu tadelloser, fleckenfreier und frischer Erhaltung. Blatt a1r oben links mit leicher Rasur (winzigem Buchstabenverlust); eine ebendort eingemalte größere Initiale "T" wurde nicht vollendet. In allen drei Bänden wurde das Register ans Ende gebunden. Bände I und III stammen aus einer anderen Provenienz als Band II, was auch die Bindung zeigt, die minimal voneinander abweicht. Alle drei Bände wurden jedoch in der Werkstatt des Klosters St. Ulrich und Afra angefertigt - mit den entsprechenden bei Ilse Schunke beschriebenen und abgebildeten Präge Stempeln: Adler (Schunke 404), Basiliks (14), Blattornament (64), Granatapfel (16) etc.).

Prächtiges Exemplar auf bemerkenswert breitrandigem, überaus festem und starkem Papier in den "originalen" Einbänden des Klosters und der Buchdruckerei von St. Ulrich und Afra in Augsburg.

Schätzpreis
€ 10.000   (US$ 11.399)


Zuschlag
€ 8.000 (US$ 9.120)


Voellus, Guillaume
Bibliotheca iuris canonici veteris in duos tomo...

Los 1281

Voellus, Guillaume, und Henri Justel. Bibliotheca iuris canonici veteris in duos tomos distributa. 2 Bände. 26 Bl., 492, CXII S.; 3 Bl., S. 495-1478. 41 x 27,5 cm. Modernes Halbleder (etwas berieben) mit goldgeprägtem RSchild. Paris, Billaine, 1661.

Brunet III, 605. Schulte III/2, 255,8. – Erste Ausgabe. – Titel des ersten Bandes mit Eckausriss (ohne Darstellungsverlust). Dieser Band im Bug stärker feuchtrandig und mit nachgedunkelten Feuchtigkeitsflecken, das letzte Blatt im Bug mit kleiner Fehlstelle (ohne Textverlust), hinterer Innenspiegel stark feuchtrandig. Der zweite Band leicht gebräunt.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)


Walenburch, Adrian van
Tractatus generales de controversiis Fidei

Los 1282

Walenburch, Adrian van, und Peter van Walenburch. Tractatus generales de controversiis Fidei. 2 Teile in 1 Band. 6 Bl., 1038 (recte 1040), 274 S., 9 (l. w.) Bl.; 4 Bl., 716, 321 (recte 295) S., 11 Bl. Mit 2 gestochenen Titelvignetten, gestochenem Titelporträt und Kupfertitel zum 2. Teil. 32,5 x 20 cm. Pergament d. Z. (etwas fleckig, leicht berieben) mit hs. RTitel. Köln, J. W. Friess 1670.

Brunet V, 1403. – "Ouvrage estime, et dont les exemplaires ne sont pas communs" (Brunet). Sammlung der Controvers-Schriften der beiden aus Rotterdam gebürtigen Titularbischöfe von Adrianopel und Mysia. – Titel des ersten Teils mit einem sehr kleinen Ausriss im unteren Rand (kein Darstellungsverlust). Leicht gebräunt und braunfleckig, stellenweise leicht feuchtrandig. Vorderes Innengelenk mit kleinen Wurmspuren.

Schätzpreis
€ 150   (US$ 170)


Nachverkaufspreis
€ 100   (US$ 113)



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