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Katalog Bibliotheca Scholastica » zur Buchabteilung
Bibliotheca Scholastica Auktion 113, Mi., 17. Apr., 15.00 Uhr


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Kapitel Bibliotheca Scholastica (Lose 1001 - 1285) » Kapitelwahl

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Hauptbild Beschreibung Status
Thomas von Aquin
Super secundo libro Sententiarum Petri Lombardi

Los 1263

Thomas von Aquin. Super secundo libro Sententiarum Petri Lombardi. 337 (statt 338) nn. Bl. (d. l. w.) 2 Sp. 40 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 20,5 x 13 cm. Format: 29,3 x 20,5 cm. Mit sehr zahlreichen roten Lombarden, roter Kapitalstrichelung und durchgehender Rubrizierung. Leder d. Z. über schweren Holzdeckeln (Bezug mit Schabspuren, Rücken modern erneuert und mit geklebtem Riss) mit 8 später aufgebrachten Messingeck- und kantenbeschlägen sowie 4 Messing-Schließbeschlägen (ohne die Schließen). Köln, Heinrich Quentell, 8.IX.1481.

Hain-Copinger 1476. GW M46376. Goff T-163. Proctor 1248. Finger 934. Günther 699. Hartig 635. Nentwig 35. Ohly-Sack 2719 und 2720. Sack 3428. BMC I, 263. BSB-Ink T-258. IDL 4414. IBE 5609. ISTC it00163000. – Erste Ausgabe seines Kommentars über das zweite Buch der Sentenzen des scholastischen Theologen Petrus Lombardus. Lombardus (um 1095/1100-1160) wirkte als Leiter der Kathedralschule von Notre Dame und später als Bischof von Paris. Sein Sentenzenwerk besteht aus vier Büchern, in insgesamt mehr als Tausend Kapiteln versammelt es Texte, Sinnsprüche und Lehrmeinungen der christlichen Kirchenväter. Es gilt als eines der einflussreichsten und am häufigsten kommentierten Lehrbücher der Hochscholastik. – Ohne das erste Blatt mit dem Salvator mundi-Holzschnitt. Blatt bi mit Eckabriss (keine Textverlust), Blatt iivi mit kleinem Randeinriss und Eckabriss im weißen Rand. Die Blätter nii, ccv und xxiv auf den Versoseiten jeweils mit modern nachgemalten Umrissen der Wasserzeichen in Farbstift. Mehrere Blatt gleichmäßig gebräunt, stellenweise mit Wasserrand. Nur vereinzelte Flecken, insgesamt wohlerhalten.

Schätzpreis
€ 4.000   (US$ 4.560)


Zuschlag
€ 2.800 (US$ 3.191)


Thomas von Aquin
Summa theologica

Los 1264

Mit allen weißen Blättern vollständiges Exemplar der ersten beiden Summa-Teile
Thomas von Aquin. Summa theologica. 2 (von 3) Bücher in 2 (von 4) Teilen in 1 Band (I und II/1). 176, 164 nn. (jeweils erstes und letztes weiß). Bl. 2 Spalten. 62 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum: 28 x 18,5 cm. Format: 39,4 x 28 cm. Mit großer Initiale in Rot und Blau, Hunderten von roten Lombarden und durchgehender Rubrizierung. Blindgeprägtes Schweinsleder d. Z. (minimale Kratzer, kaum Fleckchen, Kapital etwas abgeschürft, kaum berieben, Rücken mit drei Klebeschildern) mit 5 Bünden über besonders schweren, kantenbeschliffenen Eichenholzdeckeln mit 2 intakten Messingschließen. Basel, Michael Wenssler, 1485, 16. VIII.1485.

Hain-Copinger 1434. GW 46436. Goff T-194. Proctor 7506-7508. Pellechet 1033. Borm 2608. Collijn 1038. Deckert 629. Ernst II,2 21. 22. Finger 940. 941. Hartig 642. 643. Hubay 1984. Kaufmann-Nabholz 214. Nentwig 43. Ohly-Sack 2734. 2735. Sack 3439. Schlechter-Ries 1730. Zedler 683. BMC III, 729. BSB-Ink T-278. CIBN T-166. CBB 3742. CIH 3259. IBE 5620. IBP 5295. IDL 4388. ISTC it00194000. – Erste Ausgabe dieser ersten beiden Bände (des vollständigen ersten und des ersten Teils des zweiten Bandes) der "Summa theologiae", des theologischen Gesamtwerks aus der Feder des berühmten Aquinaten (1225-1274) in einem prachtvollen Druck von Michael Wenssler aus Basel, der sich als erster überhaupt zur Herausgabe und zum Druck dieses bahnbrechenden Hauptwerks mittelalterlicher Scholastik entschlossen hatte. Nur einzelne Teile waren freilich schon vorher im Druck erschienen.
Zur Kollation: Teil I mit 176 nn. Bl. (das erste und letzte weiß).
Teil II mit 164 nn. Bl. (das erste und letzte weiß). – Erstes Textblatt (a2) mit hinterlegtem Randeinriss, hs. Nummern und mit einem zeitgenössischen Besitzvermerk in schwarzer Tinte, demnach das Exemplar einst dem Frankfurter Minoritenkloster gehörte, dann aber der Frankfurter Stadtbibliothek, die es als Dublette ausschied (Vorsatz und unter der Kolumne winziges Stempelchen), nur unwesentliche, kaum ins Gewicht fallende Wurmstiche, wenige Blätter leicht gebräunt und mit lediglich drei oder vier winzigen Eckausrissen im weißen Rand, wenige Einrisse sauber hinterlegt, Vorsatz vornem mit lustiger apotropäischer Federzeichnung (teils radiert) mit einem geflügelten Stiermonster. Bemerkenswert schöner zweispaltiger Druck mit der großen 9-zeiligen Initiale "Q" in Rot und Blau am Anfang, durchgehend rubriziert, mit vielen eingemalten 3-6-zeiligen Lombarden in Rot.
Auch der Einband verdient Aufmerksamkeit. Ein typischer Frankfurter Binder (wohl aus der Franziskanerwerkstatt) mit für diese schlichten Rautenmusterzier aus feinen Doppelblindfileten in rechteckigem Bordürekasten. In den Rauten ein winziger Kreisblütenstempel. Die schweren Schließen passen gut zu den schweren Deckeln, sie sind in hervorragenden, voll funktionstüchtigen Zustand und noch immer an ihren originalen Schweinsledergelenken. Auf dem Vorderdeckel in gotischer Kalligraphie der Titel (leicht abgerieben, aber "S. Thome" kann man gut lesen).

Schätzpreis
€ 6.000   (US$ 6.839)


Zuschlag
€ 3.200 (US$ 3.647)


Thomas von Aquin
Catena aurea super evanglistas. Venedig 1493

Los 1265

Thomas von Aquin. Catena aurea super quattuor evangelia. 318 Bl. 2 Spalten. 66 Zeilen. Got. Typ. Schriftraum 242 x 165 cm. Format 31 x 21 cm. Mit großer Metallschnitt-Druckermarke am Schluss. Flexibler Pergamentband des 17. Jahrhunderts (Kanten restauriert, Bindebänder lädiert, Vorsätze erneuert, fleckig und mit kleinen Fehlstellen). Venedig, Bonetus Locatellus für Octavianus Scotus, 4. VI. 1493.

Hain-Copinger 1336. Proctor 5043. Pellechet 939. BMC V, 441. GKW 46098. BSB-Ink T-203. Goff T-232. IGI 9519. Oates 1969. Mich 9. – Die letzte Inkunabelausgabe der Catena aurea, mit der irrigen Foliierung: Titel, Blatt 2-313, 293 und 4 nn. Blätter. – Titel mit hs. Besitzvermerk: „Ex libroes de Juan Domingo Berroy de Cosculluella de Sobrarbe a 12 de Abril del anno 1685", einige Blätter am Anfang und mehrere gegen Schluss mit ergänzten Ausrissen (ohne Textverlust), Wurmstiche und ein größerer Wurmgang (mit Buchstabenverlust), stärkere Wasser- und Braunflecke, sonst nur leichtere Gebrauchsspuren, kleines Loch in der Druckermarke transparent hinterlegt, verso mit alten Eintragungen eines Portugiesen.

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Zuschlag
€ 1.000 (US$ 1.140)


Thomas von Aquin
Tertia pars summe theologie

Los 1266

Thomas von Aquin. Summa theologiae. "Tertia pars summe theologie". Band III von 3. 175 (statt 176; ohne das le. w.) nn. Bl. 2 Spalten. 62 Zeilen. Got.Typ. Schriftraum: 23,1 x 14,5 cm. Format: 30,2 x 21,6 cm. Mit Initialspatien. Schweinsleder d. Z. (Rücken mit kleiner Fehlstelle, unteres Kapital mit Einrissen, Deckel stärker berieben und beschabt, stark feuchtrandig und mit Fehlstellen im Leder) über Holzdeckeln mit hs. Rückentitel, Flechtwerkornament im Mittelregister und einer Akanthusguillochrolle. Nürnberg, Anton Koberger, 15. I. 1496.

Hain-Copinger 1436. Hain 1457. Copinger 566. GW 46440. Goff T-196. Proctor 2102. Pellechet 1035. Günther 2081. Hummel-Wilhelmi 592. 593. Madsen 3924. 3925. Nentwig 40. Ohly-Sack 2739-2742. Sack 3442. BMC II, 441. BSB-Ink T-280. CIBN T-168. IDL 4390. IBE 5622. IGI 9605. ISTC it00196000. – Dritte Ausgabe, die erste bei Koberger in Nürnberg erschienene. Die erste Ausgabe hatte Michael Wenssler 1485 in Basel veröffentlicht. Thomas von Aquin (1225-1274) gehörte zu den Hauptvertretern der Scholastik. Er berichtet in seiner dreiteiligen "Summa theologiae", die er in den Jahren 1265 bis 1273 verfasste, von der Christologie und den Sakramenten. Die vorliegende "Tertia pars", die Thomas nicht mehr selbst vollendete, wurde von seinen Schülern als "Supplementum" fortgeführt und stellt eine Forsetzung der vorherigen Themen dar. Des Weiteren werden darin die Priesterweihe, die Ehe, der Tod, das Weltenende, die Auferstehung, das Jüngste Gericht behandelt.
Die Koberger-Ausgabe der "Summa" des Thomas von Aquin gliedert sich in insgesamt vier Teile, Bände I,1, I,2, II und III. Hier ist der vollständige vierte Band mit der "Tertia pars" vorhanden. – Vorsätze um 1900 erneuert, das erste Blatt mit Fehlstelle, zu einem Drittel alt überklebt und mit angesetztem rechten Steg aus derselben Zeit, zeitgenössischer Besitzvermerk auf dem Titel "F Johannes ...". Wenige Blätter im Seitenrand hinterlegt. Selten leicht feuchtrandig, nur gegen Ende stellenweise gering stock- und fingerfleckig, insgesamt ein bis auf das fehlende weiße Schlussblatt durchgehend gut erhaltenes, sehr schönes Exemplar in zeitgenössischem Einband.

Schätzpreis
€ 2.500   (US$ 2.849)


Nachverkaufspreis
€ 1.200   (US$ 1.367)


Thomas von Aquin
Summa theologiae

Los 1267

Thomas von Aquin. Summa theologiae. 4 Teile in 2 Bänden. Mit 2 Holzschnitt-Druckermarken, 12zeiliger Holzschnitt-Portraitinitiale und zahlreichen Holzschnitt-Initialen. 31,5 x 20,5 cm. Blindgeprägte Kalblederbände d. Z. (fleckig und berieben, mit Kratz- und Schabspuren und Feuchtigkeitsränder, Rücken kaum sichtbar alt erneuert und neu aufgebunden) mit 16 Messing-Kantenbeschlägen und 4 intakten Messingschließen (lederne Schließlaschen alt erneuert). Florenz und Venedig, Filippo Pinzi, 23. April 1509 bis 24. April 1512.

EDIT 16 CNCE 59196 und 34890. Adams A 1425 und 1426. Nicht im STC. – Seltener zweispaltiger Giuntadruck der Summa des Heiligen Thomas, mit dem 1512 erschienenen letzten dritten Teil (der Band I liegt in zwei Teilbänden vor). – Es fehlen die 14 Blatt Vorstücke in Teil I. Stellenweise mit leichtem Wasserrand (wenige Blatt etwas stärker betroffen), die Tabulae am Schluss von Teil III (der diesem Exemplar hinter Teil I/1 gebunden ist) und zu Beginn von Teil II teils gebräunt und mit zahlreichen Unterstreichungen und einigen Annotationen, ein Blatt dort mittig auch mit Rissen. Sonst ganz wenige Blatt etwas gebräunt und insgesamt nur gering fleckig. Exemplar aus der Bibliothek des Benediktinerklosters Pfäfers im Kanton St. Gallen, mit entsprechendem Besitzeintrag über dem Kopftitel von Teil I/1 und auf dem Titel von Teil I/2 ("Liber Beatae Virginis Mariae Fabariensis").

Schätzpreis
€ 1.500   (US$ 1.709)


Zuschlag
€ 1.100 (US$ 1.254)


Thomas von Aquin
Super epistolas Sancti Pauli commentaria

Los 1268

Thomas von Aquin. Super epistolas Sancti Pauli commentaria preclarissima. Cum tabula. et numeris. ac quamplurimis concordantiis nuper additis. 12 Bl., 261 S., 1 Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke am Schluss, 12zeiliger Holzschnitt-Portraitinitiale sowie zahlreichen weiteren Holzschnitt-Initialen. 30,5 x 21 cm. Blindgeprägter Schweinslederband d. Z. (etwas fleckig und berieben; ohne die Schließen) mit goldgeprägtem RSchild. Venedig, Filippo Pinzi für Giuntino Giunta, 7. März 1510.

EDIT 16 CNCE 34914. Adams A 1484. Vgl. Graesse VI/2 136. Nicht im STC. – Sehr seltener zweispaltiger Giuntadruck seines exegetischen Kommentars zu den Paulusbriefen. – Titel etwas fleckig sowie mit drei hs. alten Besitzeinträgen, darunter einer aus dem Zisterzienserkloster Salem. Erste Blatt in der rechten unteren Ecke fingerfleckig, unten fast durchgehend mit zumeist verblasstem Wasserrand, das Schlussblatt mit der Druckermarke im unteren Bug durch Wurmfraß leicht lädiert. Sonst nur ganz vereinzelte Flecken und insgesamt sauber. Schönes und wohlerhaltenes Exemplar des für die Bibelexegese bedeutenden und über Jahrhunderte rezipierten Kommentars, durchgehend in rotbrauner Tinte regliert. Innenspiegel mit montiertem englischem Adelsexlibris.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Nachverkaufspreis
€ 600   (US$ 683)


Thomas von Aquin
Cathena vere aurea

Los 1269

Thomas von Aquin. Cathena vere aurea. CCCXVI (ohne Blatt CCCXV), 2 nn. Bl. Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titel und einigen Holzschnitt-Initialen. 28 x 20 cm. Etwas späteres blindgeprägtes Schweinsleder (restauriert, etwas berieben, leicht bestoßen) mit goldgeprägtem RTitel (Rücken im 19. Jh. komplett erneuert) über Holzdeckeln mit 1 (statt 2) Messingschließe. Paris, Jean Petit, 1517.

Adams A 1472. Moreau 1714. – Bereits in der Inkunabelzeit öfter aufgelegt. Schöner zweispaltiger Druck von Jean Petit. Die "Catena aurea" wurde 1262/1263 von Papst Urban IV. bei Thomas von Aquin in Auftrag gegeben. Es handelt sich um eine Sammlung exegetischer Zitate der Kirchenväter in Form einer fortlaufenden Kommentierung der Evangelientexte. Schon Thomas' Zeitgenossen erkannten den Wert dieses Werkes, das später den Titel "Goldene Kette" erhielt. – Es fehlt Blatt CCCXV, Blatt LCVIIII gelöst. Titel und vorderer Innenspiegel mit hs. Besitzvermerk "Joseph Eckher". Durchgehend im rechten Seitenrand mit teils stark nachgedunkeltem Feuchtigkeitsfleck über die gesamte Blattlänge, Bindung teils geschwächt, selten mit hs. Randanmerkungen.

Schätzpreis
€ 400   (US$ 455)


Zuschlag
€ 200 (US$ 227)


Thomas von Aquin
Enarrationes + Beiband

Los 1270

Thomas von Aquin. Enarrationes, quas Cathenam vere auream dicunt, in quatuor Evangelia ... edite opera Desiderii Maheu. CCCXIII num., 4 nn., 1 w., 8 nn. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit vierteiliger Holzschnitt-Titelbordüre und Holzschnitt-Druckermarke. 32 x 21 cm. Blindgeprägter Kalblederband des 19. Jahrhunderts im Stil d. Z. (zeitgenössische blindgeprägte Deckelbezüge aufgezogen) mit RVergoldung und goldgeprägtem RSchild, 8 später aufgebrachten Messing-Eckbeschlägen mit Buckeln und 4 später aufgebrachten Messing-Schließbeschlägen (ohne die Schließen). Paris, Jean Petit und Poncet le Preux, 1528.

STC 64. Panzer XI, 491f., 1656. Nicht bei Adams. – Zweispaltiger Pariser Druck seiner Katenenkommentare, die unter dem Titel Catena aurea tradiert sind und eine Fülle von exegetischen Zitaten der Kirchenväter in Form eines fortlaufenden Kommentars zu den Evangelientexten enthalten. – Titel und erste Blatt mit teils angestücktem Braunfleck in der unteren rechten Ecke (außerhalb der Bordüre), Titel zudem mit drei Besitzeinträgen, einer gestrichen und einer aus dem Jahr 1641. Stellenweise etwas wasserrandig und fingerfleckig, im unteren Rand etwas feuchtfleckig, am Schluss auch mit schwachen Sporflecken, das Schlussblatt verso an zwei Stellen breit hinterlegt. Der Vordeckel des Einbands mit dem blindgeprägten Titel "Cathena Aurea" – Beigebunden: Franciscus de Puteo. Cathena aurea super Psalmos, quae ob aptissimam sententiarum connectionem merito aurea cathena dicta est ... a Francisco de Puteo edita. 10 nn., CCLII (recte: CCLXII) num. Bl. Titel in Rot und Schwarz. Mit Holzschnitt-Titelbordüre und blattgroßem Textholzschnitt. (Paris), Christian Wechel, 1530. - STC 59. Panzer VIII, 138, 1956. Nicht bei Adams. - Einer von zwei Pariser Drucken aus dem Jahr 1530, die andere Ausgabe erschien bei Guillaume Bossozel. Kommentare zu den Bibelpsalmen in Anlehnung an Thomas' Evangelienexegese. - Im unteren Rand durchgehend mit Feuchtigkeitsrand, teils mit schwachen Sporspuren

Schätzpreis
€ 600   (US$ 683)


Nachverkaufspreis
€ 400   (US$ 455)


Thomas von Aquin
Operum seu Summa Theologiae

Los 1271

Thomas von Aquin. Operum seu Summa Theologiae. Cardinalis Caietani commentarijs illustrata4 Bände. Titel in Rot und Schwarz. Mit 4 (wiederholten) figürlichen Titelbordüren mit szenischem Mittelstück. 29 x 21 cm. Gesprenkelte Lederbände d. 17. Jahrhunderts (berieben, mit teils deutlichen Schabspuren, Kapitale bestoßen, Rücken etwas wurmstichig) mit floraler RVergoldung und goldgeprägtem RSchild. Lyon, Johannes Crispinus, 1540-1541.

Nicht bei Adams, Graesse und im British Museum. – Seltener erster Druck der von Thomas Cajetan (1469-1534) kommentierten Ausgabe, mit der er für Generationen den Maßstab für die Thomasinterpretation setzte und die ihn zum Begründer des Neuthomismus in der Renaissance werden ließ. Etwas weniger erfolgreich als seine Thomasauslegung gestaltete sich freilich sein Verhör Martin Luthers beim Reichstag zu Augsburg im Jahr 1518, wo Cajetan als apostolischer Legat Luther zum Widerruf seiner Thesen zum Ablasshandel bringen sollte. Mit Luthers Weigerung ging die Reformation bekanntlich in ihre entscheidende Phase. Die Ausgabe ist mit den vorliegenden vier Bänden vollständig (Prima pars, Prima secundae, Secunda secundae, Tertia pars). Adams verzeichnet nur spätere Drucke (vgl. A 1428ff.). Die Titelvignetten zeigen den Heiligen Kirchenlehrer mit Nimbus in seiner Gelehrtenstube mit Bücherpult und Bücherregalen. – Schlussblatt in Band I verso zur Hälfte hinterlegt (kein Textverlust), Titel von Teil III fingerfleckig sowie im oberen und unteren Rand hinterlegt (dort mit kleinen Fehlstellen). Stellenweise etwas gebräunt und mit verblasstem Wasserrand, insgesamt aber wohlerhalten. Schöner zweispaltiger Druck mit mehreren (leicht beschnittenen) Annotationen einer zeitgenössischen Hand, die bei der stellenweise winzigen Type des umfließenden Kommentars wohl nur unter Zuhilfenahme eines Lesesteins zustande kommen konnten.

Schätzpreis
€ 900   (US$ 1.026)


Zuschlag
€ 500 (US$ 570)


Thomas von Aquin
Divi Thomae Aquinatis Enarrationes, quas cathen...

Los 1272

Thomas von Aquin. Divi Thomae Aquinatis Enarrationes, quas cathenam vere auream dicunt, in quatuor evangelia ex vetustissimorum codicum collatione, quantum licuit emendatiores quam hactenus in lucem editae. 1182 S., 7 Bl. Mit breiter, figürlicher Holzschnitt-Titelbordüre mit integrierter Druckermarke und Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. 20,8 x 15 cm. Pergament um 1720 (etwas fleckig, Innengelenke überklebt, gering bestoßen) mit hs. RTitel. Venedig, Grazio Perchacino, 1567.

EDIT 16 CNCE 33773. Nicht im STC und bei Adams. – Kompakte Ausgabe der Catena Aurea des Thomas von Aquin (1225-1274), herausgegeben von Lambertus Campester. Die hübsche Holzschnittbordüre mit allegorischer Apotheose der Druckermarke im Wappenschild. – Vorsatz mit Besitzvermerk einer italienischen Privatbibliothek "Appplicato alla libbreria di Cebona Panno" (?). Gelenke wurmstichig, im Block aber sehr schön, kaum Papierläsuren, teils etwas gebräunt und vereinzelt minimal feuchtrandig, insgesamt aber gut erhalten.

Schätzpreis
€ 360   (US$ 410)


Zuschlag
€ 180 (US$ 205)



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